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wb. Budapest, 31. Dez. Heute Vormittag wurden im Hofe des MMSrgefaugenenbauses neun wegen Aufreizung bezw. wegen Begeisung zahlreicher Mordtaten zum Tode Verurteil« durch den Strang hingerichtct.
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Recht ober Unrecht, mein Vaterland über alles!" Uiib in betreff be5 englischen Rechtes auf die Verhängung der Blockade hat Lord Fishe r, lange Zeit der erste Leiter der englischen Flotte, im 5. Abschnitt seiner jüngst veröffentlichten Erinnerungen ausgesprochen,daß „Gott selbst die britische Insel als Wellenbrecher vor die deutsche Küste gelegt hat, um dem Deutschen den Zugang zum Meere abzuschneiden und ihn durch eine enge Blockade von der See auS zu töten." WaS wollen dagegen die menschenfreundlichen Theorien und Bestrebungen einzelner Engländer besagen!
Als die Engländer über Deutschland und Mittel- europa die Blockade verhängten, erfüllten sie nach ihrem Vorgeben nur eine Pflicht der Menschlichkeit in dem Bestreben, den Krieg rascher zu Ende zu bringen. Und wiederum eine Pflicht der Menschlichkeit übten sie mir ihrer Einladung auch an die Deutschen zu Beratungen, um die üblen Folgen ihrer Blockade zu mildern. Welches andere Volk darf sich gleicher „Verdienste" rühmen?
Ueberall, wo das e n g l i s ch e P s u n d niächtig oder einflußreich ist, wird man die Engländer als die edelsten und uneigennützigsten Vorkämpfer der Menschlichkeit uich Kultur feiern und mit Bezug aus die Einladungen an deutsche Vertreter zu Beratungen über Maßnahmen gegen die Folgen der Blockade die Güte lobpreisen, die sie den verabscheuten Deutschen geivähren.
Marburg
Freitag, 2 Januar
2. Jan . „Times" meldet: In
der Oberschlefier gesucht. Einige Schriftstück« wurden beschlagnahmt.
Die angekündigte Wiedereinführung der mitteleuropäischen Zeit für das besetzte Gebiet wird nach einem Beschluß der interalliierten Rheinkommission kurz nach Eintritt des Friedenszustandes erfolgen. Für den Eisenbahnbetrieb bleibt die westeuropäische Zeit maßgebend, in der Praxis jedoch nur bis zum 1. Februar, da von diesem Zeitpunkt ab in Frankreich die Uhr um eine Stunde Vorgerltckt wird.
tob. Saarbrücken, 31. Dez. Wie die „Saarbrücker Zeitung" meldet, soll vom 15. Januar ab ein Kommissar nach hier kommen und am l.März die Re- gierungskommission, die die Verwaltung des neuen Saar- staateS übernimmt.
Ter deutsch-dänische Zwischenfall in Flensburg.
wb. Flensburg, 31. Dez. In der Angelegenheit der reichSdänischcn Fahrgäste des dänischen Schiffes „Kong Haakon", die ohne Paß in Flensburg an Land gegangen sind, fand gestern zwischen dem Staatskom- nüffar Tr. K o e st e r und dem Vorsitzenden des däxn- chen Komitees, Großkaufmann Möller, eine Verhandlung statt, auf Grund deren das Schiff morgen mittag Flensburg wieder verlassen wird. Gegen den Beamten der Flensburger Militärpolizei, der eigenmächtig die Erlaubnis zum Betreten Flensburgs gegeben hat, wird eine Untersuchung eingeleitet.
Die Vertreibung der Türken aus Europa.
Wb. Paris, 31. Dez. (Havas.) Ter „Matin" chreibt, daß die Nachrichten zu d.r Annahme berechtigen, daß die Frage betr. das Schicksal Konstantinopels und der Meerengen grundsätzlich geregelt sei. Der englische Standpunkt, wie er von Lloyd George dargelegt et, habe den Sieg davongctragen. Es scheine sicher zu sein, daß der Sitz der ottomanischen Negierung nach Asien verlegt werde, entweder nach Bruffa oder nach Konia in Ausführung des Programms, das im Jahre 1917 von den Verbündeten ausgestellt worden sei und in dem man die Vertreibung der Türken aus Europa vorgesehen habe, die der abendländischen Zivilisation ent- chieden fremd seien.
NtujahrSkimdgevung des Nerchspräsidenten
wb. Berlin, 31. Dez. Der Reichspräsident bat den Reichskanzler folgende Kundgebung zum Neujahrs- tage zu veröffentlichen :
Im vergangenen Jahr wurde zwar der Chaos abgewehrt und die Einheit des Reiches erhalten und gefestigt. Indessen mußte unter deni Druck rücksichtslosen Zwanges ein Friede geschlossen werden, der die Ehre unseres Volkes, seinen Wohlstand und die Früchte vergangener und -künftiger Arbeit fremder Gnade zu überantworten brofjt TaS heute beginnende Jahr muh entscheiden, ob die Deutschen trotz allem alS Ration und Staat sich zu behaupten hoffen können, oder durch inneren Hader, dem sich äußerer Haß zugesellt, im endgültigen Zusammenbruch auch die Hoffnungen ihrer Kinder begraben müssen. Diese Schicksalfrag« vor Augen, bitte ich heute Alle, die sich Deutsche nennen, in der gemeinsamen Not die Reihen zu schließen und jeder an seiner Arbeitsstelle für den Wiederaufbau unseres Vaterlandes das Aeußerste zu tun.
Reichspräsident Ebert.
Einnahmcquelte gewesen. Deshalb sei entschieden wor den, daß Deutschland sie gestohlenen Hunde ersetzen müsse. _ _______
ansammlungen, die von der Polizei Es heißt, daß für die nächsten Tage ruhen erwartet werden.
Der englische Gouverneur von
wb. Berlin, 1.Jan . Zu der Aeußerung der „Dägl. Rundschau", fit habe gehört, daß brr Reichspräsident sein Amt niederlegen wolle, weil es ihm unmöglich sei, die Schande der Auslieferung mit- zrunachen, wird von zuständiger Stelle mitgeteilt: Bei dieser B h»uptung kann cs sich nur um ein parieipolitisches R.'möver handeln, wozu gerade der „Tägl. Rundschau" jede sachliche Unterlage fehlen dürste.
England.
Die Gärung in Aeghpte«.
tob. London, 1. Jan. Am Tage nach Weihnachten wurde die Polizei in Alexandrien angegriffen, sodaß ein PaiJerantomobil zur Hilfe gerufen werden mußte. Nachdem man einige Schüsse aus diesem Automobil abgegeben hatte, griffen Soldaten ein, töteten 1 Ausständigen und verletzten 5 weitere. Später trat wieder Ruhe ein.
Neue Unruhen in Irland.
tu. London, 1. Jan. Aus Dublin wird geineldet, daß es gestern mittag in der Umgebung von Dublin zu Unruhen gekommen ist, indem Siunfeiner Angriffe auf einen mit Kriegsmaterial beladenen Transportzug unternahmen. Sie schossen auf den Zug, worauf das Feuer erwidert wurde. In Cork kam es zu Strcißen-
Deutsch-Oesterreich.
wb. Wien, l.Jan. Die grauenhafte Wirkung der Ernährung in Wien veranschaulichen die vom Magistrat veröffentlichten Ziffern über die Srerbesälle. ES starben im letzten Jahrp bi» 27. Dezember 42 632 Personen, im letzten FriedenSjahr 1913: 31314.
wb. Wien, 12. Dez. Gestern abend fuhr der erste Kinderzug mit 550 Kindern nach Heidelberg ab.
Eine Rede de« srnnrösischen Nrimtzministers
„Der Sieger als Bankier des Besiegten".
wb. Paris, 31. Dez. Finan?,Minister Klotz sagt« in seiner Kammerrede u. a., die Gesamtausgaben in den letzten sechs Jahren hätten sich auf 299 Milliarden belaufen, 40 Milliarden habe man für die Artillerie aus- gegeben, 6 für die Lustschifsahrt, 7 für die Marine, 4 für die Ernährung uub 121/« Milliarden für die befreiten Gebiete. Der Finanzminister hofft, daß aus der Liquidation der Heeresläger 8 Milliarden erzielt leerten kon- inen. Im ganzen hätten die alten und neuen Steuern 31 Milliarden eingebracktt. Di- Verbündeten Frankreichs
. :! -u t '.a v.'. , < i.qosf. U ■ it b.t Bank p0U Frankreich 25 Milliarden. Die Anleihen während des Krieges hätten 53 Milliarden ergeben, die Schaf,scheine und kurzfristigen Obligationen 49, im ganzen stabe also Frankreich während des Krieges über 195 Milliarden Einnahmen verfügen können. Der Finanzmiuister sagte, Man müsse in der Zukunft mit Ausgaben rechnen, die später von Deutschland zurvckverlangt werden müßten. Die Schuld Deutschlands an Frankreich nach dem Friedcnsvertrag schätzt der Finanzminister aus 200Milliarden. Für die ersten Jahre müsse Frankreich die Lasten für die Wiederherstellung, die der Feind durchzufübren habe, tragen. Der Sieger müsse also der Bankier der Besiegten fein, das tue Frankreich schon jetzt. Es habe anstelle des besiegten Feindes mehr als 25 Milliarden vorgeschossen, darunter 10 Milliarden für Kriegsschäden und eine für Pensionen. Zahlreiche Staaten hätten die Notwendigkeit anerkannt, eine Finanz g e s c l l s ch a s t der Nationen zu bilden. Di- Regierung werd- den Ankauf von Material und Maschinen nach den Ländern lenken, die für Frankreich einen günstigen Wechselkurs hätten, also nach Deutschland, Oesterreich und der Tschccho-Slowakei. Es habe gar keinen ©in«, von England und Amerika zu ungeheuren Preisen Maschinen kommen zu lassen, die meistens in Deutschland gekauft seien. Man müsse auch mit Abweichungen von dem Achtstundentag rechnen. Es fei auch notwendig, die unnötige Einfuhr von Luxus- Produkten mit einer besonderen Steuer zu belegen. Der Verbrauch in Luxusartikeln, Pelzwaren, Parfums und Blumen erreiche eine phantastische Zahl. Nur die Rückkehr zur Einfachheit und Arbeit fönne es dahin bringen, daß der Wechselkurs sich verbessere und die LebeuSwucrung ein Ende nehme. Andre Lcsevrr sagte: Frankreich als Bankier Deutschlands zahle ß3-'« Prozent Zinsen, Deutschland aber nur 5 Prozent für die vorgeschossenen Summen. Man sollte nicht zu sehr auf Elsaß-Lothringen zählen. Man habe schon. 2 Milliarden Franken für den Umtausch der Markiwten bezahlt. Lesevre behandele dann wieder fein Lieblingsthema, die ollständige Entwaffnung D eut schlands.
Erhöhung detz Brotpreises.
lob. Paris, 31. Dez. (Havas.) Ackerbauminister ?! o u I c n 3 erklärte vor der Kreditkommission der Kammer, daß der BrotprciS vom 1. Februar an in Paris von 55 auf 90 und in den Departements von 60 auf 90 EpntimeS erhöbt werde. Die Handelsfreiheit für JnlandSgetreide wurde toiederhergeftellt, während sich der Staat das Einkaufs-, Einfuhr- und VerteilungS- monopol Vorbehalte. NoulenS fügte hinzu, daß die Getreide- und Mehlverforgung Frankreichs bi» Ende Juni 1920 fich-rgestellt fei und daß Verhandlungen mit den osteuropäischen Ländern zwecks Ankaufs der zum Juli und August notwendigen Menge im Gange seien. Es sollen Maßnahmen getroffen werden zu Gunsten großer Familien, der Bedürftigen und der KriegSverstümmel- ten bezüglich des BrotpreifeS.
Die „OberdefkilLe Zeitung" erscheint sechsmal »ichentlich. — Der Bezugspreis fceträet monatlich 2/0 A. sie- in» Hou»; burch die Post 2.5t- One «rstellgelr — Aerl», won Dr. L. Hi,er»td_ — Druck der Unis -Buchdc. von I • Q. A u g. ki o ch. Markt 1.1/23. — Fernsprecher üb.
mit dem Kursblatt für den Kreis Marburg
TagesMitMg für (das früher kurheWche) Oberhessen
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Vom August 1914 bis Juli 1919, also nahezu fünf Jahre hindurch, hielt England die völkerrechtswidrig« Fernblockade gegen Mitteleuropa, insbesondere gegen» Deutschland, aufrecht. Nach dem Gutachten des Reichs- gesundheitsamtes starben infolge der Blockade in, Deutschland allein 763 000 Menschen, ganz abgesehen batio», daß 4 Millionen Kinder weniger geboren wurden. Kinder, Frauen und Greise erlagen besonders den Krankheiten der Lunge.
Inzwischen hat die englische Regierung über die Ostsee aufs neue die Blockade verhängt und den deutschen Schiffen die Befahrung der Ostsee znr Strafe verboten, weil Ws der deutschen Regierung nicht gelang, die Goltz'schen Truppen, deren Verbleiben im Baltenlande England kurz vorher gewünscht hatte, rasch genug zurückzuziehen. Trotz der Fortdauer der Blockade haben englische Politiker liberaler und humaner Richtung Beratungen über die traurigen Er- nährungsverhältnisse in Mitteleuropa veranstaltet, die bod) nur eine Folge der englischen Blockade sinü, und sich nicht gescheut, zu diesen Beratungen auch deutsche Vertreter einzuladen. Drei deutsche Englandverehre» mit dem Professor B r en tano haben dieser Einladung Folge geleistet und in London darüber verhandelt, mir welchen Mitteln jene üblen Wirkungen beseitigt werden können. Sollten wirklich Beschlußsätze verkündet werden, die geeignet erscheinen, in Deutschland Anerkennung and Beifall zu finden und allerlei Hoffnungen zu erwecken, so wird die englische Regierung dafür sorgen, daß solch- Beschlußsätzv ans dem Papier bleiben.
Nach einem Buche des gegenwärtigen englischen Außenministers Lord Curzon ist das britische Reich durch di- Vorsehliug zum „größten Werkzeug für die i Ausbreitung des Gute»" auf der Erde erkoren worden. Schon lange vother galt das englische Work: „Nit
Aus dem besetzten Gebiet.
wb Wiesbaden, 31. Dez. Der Westdeutsche Zei- mngebienft meldet: Die französische Militärbehörde v e r- härtete den Gewerbeschullehrer H ö l g e l, weil er Ober- schiesicr aufsorderte, in ihrer Heimat an der Abstimmung teiizunehmnr In verschiedenen Wohnungen von Ober- fGlefürn wurden HanssuchnuM« .vorgruonrmen, Hauptfach-'ch touroe nach den Mitgliederlisten des Vereins
Thorn: Nach der Bromberger „Ostdeutschen Rundschau" dürfte die Uevergabe Brombergs an das polnische Etaalswescn voraussichtlich am 17. oder 18. d. Mts. erfolgen.
Zur Ablieferung von 26 000 Hunden ’ an die Kriegsgebicte Nord- und Nordostfrantreich» soll Deutschland nach dem „Excelsror" verpflichtet werden. Die Entschädigung-Kommission habe eine Menge Klagen wegen Diebstahls von Hunden erhalten, und die Hundezucht fei im Nsrüerr und Nordostcn Frankreichs für den Staat sowohl als Mch für den Züchter eine erhebliche
Die Uebergabe Thorns «n Polen.
Berlin, 1. Jan. Der „B. L.-A." meldet
tob. Haag, 31. Dcz. Der „Ricuwc Curant" meldet, daß die englische Regierung Sir Herbert S n i u c ' zum Gouverneur von Palästina ernennen werde.
Keine Passe nach Sowjenusiland.
wb. London, 31. Dez. (Reuter.) Der Gewerk - schaftskongreß ersuchte um Pässe für eine Abordnung zum Besuckc Sowjetrußlands. Die Regierung erklärte,
Der Lnzeigenorei» beträgt fit die 8gesp. Zette 60 J, »artliche und »us»ir« kk tige CO r*, Reklomezeile 1.60 A. Jeder R»d»tt gilt «!• Serrelett — Lei 00 Initunft durch die Seichaitrstelle u. Vermittlung der Angebote 26 4 Center- 1Q9A gebühr. — Postscheittont»: Mt. 6016 Amt Frankfurt a. M.
tob. Paris, 2 Jan . Der Oberste Rat hat btt* Zu- ßtwmentreten der ersten Bölkerbuildsversamm- l u n g erörtert. Der amerikanische Botschafter wurde be- »uftrÄgt, Wilson zu befragen, ob er die Einladungen dazu versenden wolle.
Reue Berzögerung?
kg. Geuf, 2. Jan. „Temps" meldet vom Mittwoch: Ein Termin für die Ratifikation ist noch nicht bestimmt. Die Verzögerung der deutschen Antwort läßt «S als nicht wahrscheinlich erscheinen, daß die Rcchtsgültigkeit des FriedeusverlrageS in der Von den Verbündeten vorgesehenen Zeit zustande kommt.
i Die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen.
ivb. Amsterdam, 31. Dez. Das Preßbüro Radio j tnelbr1-, daß nach dem Austausch der Ratifikationen am 17. ober 8. Januar fick die diplomatischen Vertreter 1 Frankreichs auf ihre Posten in Deutschland begeben werden. — Tie Abfahrt der mit der Besetzung der deutschen Abstimmungsgebiete beauftragten verbündeten Truppen beginnt am 12. Januar.
ivb. Rom, 31. Dez. (Stefani.) Man meldet die 1 Änhtnft des Baron v. Bergen, des preußischen Ge- < sandten beim Heiligen Stuhl.
Die französische Waffenstillstandskom misst»« bleibt bestehen.
kg. Paris, l.Jan. Nach einer Havas-Melduug Keifet die französische Waffenstillstandskommission auch . Nach der Ratifikation des Friedensvertrages durch Teulsch- . lonb toeiwr bestehen ,bis Deutschland alle rückständigen ■ ßKaffenstillstandsbedingungen erfüllt habe.
Tie feindliche AbschätzungSk»mmisfi»n in Hamburg.
wb. Hamburg, 31. Dez. Die interalliierte Kom- ■ miision zur Abschätzung de? Hamburger Hafenmaterials 4 ist heute mittag mit dem Torpedoboot „D. 64" hier ein» ' getroffen.
Der erste amerikanisch« Dampfer in Hamburg.
tob. Hamburg, 1. Jan. Der erst« Passagier- dampfer von Amerika, der 13 000 Tonnendampfcr ' „Mandschuria", ist von New-Jork auf der Elbe ange- fontuieit. Wegen seines großen Tiefganges ist er Bei Altenbrück vor Anker gegangen. Außer Passagieren bringt her Dampfer Stückgut mit.
Berliu. 2. Jan. Nachdem „B. T." trafen im Dort- munder Haien die ersten Schiffe mit schwedischem Erz seit der Verhängung bet Biocknde ein.
kg. R o t t e l d a m ^noartuna .Frieda dviu-v., b T v t,« u .
Dl« 8»tb«reitunge« für den 6. Januar. — Di« Beictzung der Rbstiminnngsgebiete.
,i tob. Paris, Bi. Dez. Der Oberste Rat trat heute morgen unter dem Vorsitz von Jules Cambon zusammen und hörte Dntasta an. der über feine Unter« Vedung mit Herrn v. LerSner Bericht erstattete, sowie General Lerond, der über die Verhandlungen zwischen ben verbündeten Vertretern und der von S i m s o n geführten Abordnung berichtete. Der Rat beschloß, daß alle Maßnahmen bezüglich des Jnkrasttrctens des FriedenS- VerlrageS vor dem 6 Januar, dem Tage, der für den Austausch der Ratifikalionen in Aussicht genommen ist, getroffen iverden müsse. Ter Rat beschloß ferner, daß tzer Schutz der Angelörigen der Gebiete, in denen Volksabstimmungen dorgenommen werden sollen, bericnigen Macht zufällt, deren Vertreter b-r Abstimmungskontmis- fion des betreffenden G-efeicteZ präsidiert Der Rat entschied chaß !>r Unterhalt der Besatzungstruppen in den Abstimmungsaebiesin i.'der an. der Besatzung teilnebmen- tzen Macht obliegt. Die R ü t>e t st a t t u n g der Kosten soll durch die Macht erfolgen, der das Abstimmungsgebiet zugefprochcn wird. Svsor! nach Inkrafttreten des Frie- tzensverirages soll die deutsche Regier ina die 192 000 Tonnen Schwimmdocks abliefern, zu deren Unverzüglicher Ablieferung sie sich verpstichtet bat. Der Rest des abznliefernden Materials ist in re rha'l b einer Frist von 30 Monaten abzuliefern.
Jan . Havas meldet, daß die deutsche Avhichn -mitMeilt habe, daß ihr Präsident Herr , an f’ner Erkältung leidet und deshalb einige *588# keine Ausgänge unternrhmcn könne.
yettf, 2.Jan. Der „Temps" meldet: Der deuischen Abchchuung wurde mitgeteilt, daß im Anschluß ■et» die Protokollunterzeichnung Gelegenheit zu Eintote u d u n g e n geg-n die noch unersüllt gebliebenen Bcrpflichtn'rgen gegeben werden soll.
keine Pässe nach einem Lande auszustellen, mit sic feine diplomatischen Beziehungen unterhalte.
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Die Aqe in Sibirien.
Der Rückzug K»l1schaks. — Japanisch« Oberanssichl.
tob. Rotterdam, 31. Dez. Laut „Nieuwe Rotter- damfche Courant" meldet die „Times" auS Sibirien, daß die Lage der zurücktoeichenden Armee KoltschakS furchtbar ist. Die Bevölkerung Irkutsks sei der dort verweilenden Regierung Kolt'chaks feindlich gefinnl. Die Eisenbahnstation dieser Stadt soll in den Händen der Sozial- revoltffionäre fein.
Nach einer „Times"-Melbitng aus Peking ist Japan bereit, in Sibirien durch energische Unterstützung die Lage zu retten, wenn es von den Mächten die Ermächtigung dazu «rbakte. Dasselbe Blatt meldet aus Netoyork, daß, einer halbamtlichen Mitteilung aus Washington zufolge, die Vereinigten Staaten, England und Japan ein Abkommen geschlossen buben, noch dem die Aufsicht über Ostsibirien Japan übertragen wird. Japnische Truppen würden den Schutz der Eisenbahn bis $ um Baikal-See gegen die Bolschewisten übernehmen.
tu. Genf, 1. Jan Eine Meldung deS „Cbieago Tribüne" besagt, daß ganz Ostsibirien in Flam-, men steht. Die Javaner kämpfen gegen die Bolschewist auf der Linie des Baikal-Sees, über die hinaus sie, wie sie erklärten, die Bolschewist nicht Vordringen lassen wollen.
Tod der Minister Kollschaks.
tob. Pari», 31. Dez. (HavaS.) Ein Radiotele-1 gramm aus Moskau an „Petit Parisien' meldet, daß ein von Omsk kommender Zug, in dem sich die Minister der Regierung des Admira/S Koltschak befanden, entgleist und in eine Schlucht gestürzt ist. Tie Minister fanden dabei den Tod.
Die Schreckensherrschaft der Bolschewisten.
tu. Genf, 1. Jan. Das Bolschewistenblatt „Jr- westija" teilt offiziell mit, daß die außerordentliche Kommission in Moskau in den ersten drei Monaten des Jahre» 1919 hat 14000 Menschen hinrichten lassen.
wb. Kopenhagen, l.Jan. Littvinow bementiert die Nachricht, daß deutsche Generalstabsoffiziere al» Lester für die Rote Armee tätig seien.
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