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Der Wanderer.

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Belletristisches Beiblatt zur Nassauischen Allgem. Zeitung.

1851. M 165.

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O Die Goldmine

Novelle frei nach E^ Berth et, erzählt von Fr. Bouffier.

(F o'r t s e tz u n g.)

Der zerstreute Pädagog strengte sich von Neuem an, sein Gedächtniß zu sammeln, und sagte ernsthaft:

Man erwartete Euch gestern Abend, doch alS daS Unwetter hereinbrach, vermuthete man, daß Ihr die Nacht auf dem Lautaret zubringen und erst diesen Morgen nach Hause kommen würdet".

Man hatte recht gerathen; doch warum hat meine Tochter meine Ankunft nicht erwartet, sondern Euch mir entgegen geschickt"?

Sie sagte mir ja, so ist eS, sie sagte mir, daß sie sich wohl befände und große Sehnsucht trüge, Euch zu sehen".

Ist daS Alles"? fragte Marlin-Simon mit Erstau­nen,habt Ihr Nichts vergessen. Ich vermuthe, daß Euch Gretchen nicht um so Weniges belästigt habe".

Noel blickte die Fremden an.

Das ist Alles", sagte er endlich,ich weiß ge- wiß, daß sie mich nicht mit etwas Anderem beauftragt ' hat".

Es war vergeblich, daß Martin-Simon noch weiter das Gedächtniß des Magisters zu neuen Anstrengungen anzuregen suchte, er konnte nichts weiter herausbringen.

Unmuthig rief er:Vorwärts! wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Der Magister brummelte voran gehend:

Quis novus hic nostris successit ....

Diese Unterhaltung hatte Martin-Simon träumerisch und nachdenkend tgemacht. Der Chevalier v. PeyraS suchte sich ihm, alS sie auS dem Paß auf einen breiteren Weg gelangt waren, zu nähern, um ihn über sein Nach- sinnen zu befragen.

Ich glaube nicht, daß eS in dem Begegnen dieses Mannes etwas beunruhigendes für Euch und Euere Fa­milie gibt" ? fragte er.

Ich weiß nicht", entgegnete Martin, Simon;indeß hat er wahrscheinlich den Auftrag bekommen, mich von einer, während meiner Abwesenheit vorgefallenen Begeb­niß in Kenntniß zu setzen, allein seine Zerstreutheit hat ihn AlleS vergessen lassen. Doch ist er nicht immer so, wie Ihr ihn da gesehen habet; er ist sonst ein äußerst würdiger Mann, und einen besseren Lehrer könnte man für unsere Jugend nicht finden. AIS er nach dem Ende der Welt kam, konnte Niemand darin lesen oder schrei­ben, alS mein Vater und ich; er war damals noch jung, und hat während der Zeit unermüdlich gewirkt, so daß jetzt Jedermann, dank seinen Kenntnissen, seiner Geschick­lichkeit und Unermüdlichkeit, hinreichend gebildet ist. Die Erziehung meiner Tochter hat er herrlich besorgt, nur hatte ich Mühe zu verhindern, daß er sie nicht daS Latein lehrte; in Paris, sagte er, könnten alle jungen Damen den Virgil hersagen. Ich gab ihm eine anständige Be­soldung nebst Wohnung und Gärten und er lebt in un­serer Mitte sroh und von Jedermann geliebt". Seine Zer­streuung von vorhin könnte auch leicht eine List sein; er mag mir EtwaS allein zu sagen haben. Was seine Voraussagungen betrifft, so kann ich Euch schwören, daß er solche gebraucht, um mich gegen Euch einzunehmen, denn er sieht nicht gerne, wenn ein Fremder mit nach Hause kommt und mit mir oder meiner Tochter spricht".

Während dieses Gespräches war der kleine Trupp in ein herrliches, von Gebirgen umgebenes, ziemlich aus­gedehntes, Thal gelangt, daS, so gut eS die hohe Lage des Bodens erlaubte, bebaut war; grünende Kornfelder und schöne Reihen von Nußbäumen, Aepfel- und Kirschbäume zeigten sich dem überraschten Blicke, höher liegend gewahrte man Birken, Ahornbâume und endlich