Die
,Oberhessische Zeitung" erscheint fechrm«! »Lchentlich. — Der
Der Lnjeigenpret« »«trägt fit bie 8ges». Zeil« »0 J u. 56'/. r«»erung»zufchl. ei ev.*,,- = 45 4, amtlich« m. «uswättig« 55 4, Reklamezeile 1.50X. Jeder Ratatt gilt 04.
'M* ‘Ji\") Bezugspreis beträgt monatlich 2 X. frei in» Hau»; durch die Hast
Jti v"“ 2.10 •*. ahne »esteigeld. — «erlag «an Dr. €. hitzer, th. — Druck der
1919
Unia -Buchdr. von Ioh. Ang. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 15.
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für die Unterzeichnung?
Unterzeichnung des Pariser Protokolls cingctrcten..
- uneini, vag oie Deut)ehe "kterialsiellung ungenügend sind.
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11,$ ivird prograiuiuäßig acht Tage nach Vollziehung
hE^-enSprotokollZ erfolgen.
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Feststellung zu einer Abänderung es am 1. November ausgestellt
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eine besondere Kommission errichtet, der ein polnischer und ein deutscher Kommiffar beigegeben wird.
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Oberschlcsiens, Schleswigs und Ostpreußens, in Volksabstimmungen stattsinden wcxden.
Ochern unter dem Vorsitz von Cü'meneeau. Er wurde j." ‘**c. Verhandlungen mit den deutschen Sachverstän- i ■>£n ^ustchtlich der durch die Anwendung des Frie- tu.vertrages notwendigen Tnivventransporte unterrich- t Es scheint, daß die deutschen Angebote über die
als »arradatt. — «ei Auskunft durch di« «r)chäft»stells u. Vermittlung der »ngeb.te 25 4 «andergebihr. — Postscheckkonto: Rr. 5CU Amt Frankfntta.».
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politischen Machtfrage verließen und sich erst mit den Fragen beschäftigen, di« Deutschland und Europa drohen. ...;
Die FranzSfifieruug des Saargebiete».
Zu dem am Sonnabend mitgeteilten französischen Urteil gegen die Industriellen au» dem Saargebiet Stöbert und Hermann Röchling (infolge eines UeberrnittlungS- fehlers war Roslam daraus gemacht) ist nachzutragen, daß außer einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren Zuchthaus und einer Geldbuße von 10 Millionen Franken noch auf Landesverweisung für einen Zeitraum von 15 Jahren erkannt worden ist.
Die Gebrüder Röchling habe» die ihnen nach dem Urteil torgetoorfene Niederlegung von Fabriken und Requierung von Material lediglich auf Anweisung der zuständigen RegierungsstelLn' unternommen. Sie waren daher verpflichtet, den ihnen rechtmäßig «rteiltr» Auftrag auszuführe». Das jedem Rechtsempfinden in» Gesicht schlagende Urteil dürfte den Schlüssel zu der Erkenntnis der franzöfischen Absicht bieten, wenn man bedenkt, daß die Familie Röchling, insbesondere der Zweig der Familie, dem die verurteilten Brüder Herman» nnb Robert angehören, seit zwei Jahrhunderte» i» dem auf 15 Jahre der französischen Ausbeutung überlassenen Saargebiet ansässig und Robert sowie Kommerzienrat Hermann Röchling auf wirtschaftlichem Gebiet und im öffentlichen Lebe» bei SaargebittA die führenden Männer gewesen sind. Eine Anzahl anderer deutscher Jiümstrieller mußte aufgrund des gleichen Tatbestandes bereits von der französischen Behörde wieder freigelassen werben. Da bas französische Urteil unhaltbar ist, so muß darin ein Schlag gegen bas deutsche Saargebiet erblickt werden. Diese» ist in letzter Zeit wiederholt Gegenstand der gewaltsamen französischen Maßregeln gewesen, so der Ausweisung de» Landrats v. Halfern, der französischen Militarisierung der Eisenbahn, der Ausweisung de» Schwiegersohnes unb Geschäftsführers der ebenfalls ilt Saarbrücken seit langer Zeit ansäffigen Familie Halby, bei Oberleutnants a. D. Schwaller. Die Franzosen suche» also alle Leute, bei denen sie deutschen Einfluß auf da» Saargebiet vermuten, mit den schwersten Mitteln, gleichviel ob gerechtfertigt oder nicht, zu treffen, um daS Saargebiet französisch zu machen. Ganz abgesehen von der inneren Ungerechtigkeit des Urteils muß mit allem Nachdruck betont werden, daß die französischen Gerichte vor dem Inkrafttreten des Friedensvertrages überhaupt kein Recht haben, deutsche Männer auS btni besetzten Gebiet vor ihre Schranken zu ziehen.
Marburg
Montag, 29. Dezember
Offiziös wird mitgeteilt: Ein Teil der deutschen Presse befürchtet Verschleppung der Verhandlungen durch die angeblich von deutscher Seite versuchte Verquickung der gegenwärtigen Beratungen mit der Auslieferungsfrage. So sehr die Reichsregierung bestrebt war und ist, den Obersten Rat aus die nahezu itnfiber« windlichen Schwierigkeiten und katastrophalen Folgen hinzuweisen, die das Unternehmen der Auslieferung verursachen könnte, so wenig wird die Auslieferung .die nach dem Wortlaut des Friedensver- trages eine unbestrittene Verpflichtung darstellt, mit den gegenwärtigen Beratungen verknüpft. Wenn jene Verpflichtung auch unter Zwang eingegangen wurde, Jo ist doch keine rechtliche Handhabe geboten, um eine Abänderung durch Verweigerung von Bertragsverpflichtungen durchzusetzen.
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richt, als ob diese k$ Protokolls, wie Intrbe, führt.
Eine Frist
Besuch der Kriegsgefangenen durch deutsche Geistliche.
wb. Berlin, 27. Dez. Die Kommission der Geistlichen, die die Aufgabe hat, unsere Kriegsgefangenen in Frankreich zu besuchen, nm ihnen Grüße ans der Heimat zu überbringen, setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen, von denen drei der evangelischen und drei der katholischen Konfession angehören. Bon evangelischer Seite nehmen Pfarrer Jäckel -Groß-Lichterfelde, Pfarrer Le Seur und Pfarrer D. Dr. Schubert-Berlin teil. Die katholischen Mitglieder der Kommission sind Pfarrer Koch und Pfarrer Paffrath aus Paderborn, sowie Pfarrer S ch l u e t e r aus Essen an der Ruhr.
Tie zweite Friedcns'üttfkrenz.
wb. Paris, 27. Dez. (Havas.) Zu den Verhandlungen, die in den ersten Ianuaktagen in Paris eröffnet werden-sollen, bemerkt der „Petit Parisien", daß sehr wahrscheinlich eine zweite Friedenskonferenz zusammentreten wird, deren Zweck die tatsächliche Erledigung einer Anzahl der Fragen, die von der ersten Konferenz offen gelassen wurden, der Friedensvertrag mit Ungarn und der mit der Türkei, ohne die Adriafrage sein roirb. An dieser Konferenz ollen die Ministerpräsidenten oder die Minister der auswärtigen Angelegenheiten der verbündeten Staa ten teilnehmen.
wb. Mailand, 27. Dez. Der „Corriere della Sera" vernimmt, daß Nitti auf der Pariser Konferenz folgenden Standpunkt einnehmen wird: Die verbündeten Regierungen, die die Ansprüche Italiens auf die ^jdriatischen Städte und Fiume anerkannt haben, nehmen die Lösung an, die Südsl'awien und Italien unter sich vereinbaren werden.
Protest der Südslawen gegen d'Annunzlos Plane.
wb. Paris, 25 Dez. Die südslawische Kommission, bestehend aus Vertretern aus Dalmatien, Triest, Goerz und dem von Italien besetzten adriatischen Gebiete be- indet sich seit einigen Tagen in Paris. Sie überreichte Clömenceau in der Eigenschaft als Vorsitzenden der Friedenskonferenz einen Protest gegen die Pläne d'Annunzios.
Clemenceans Kamnitrrcde.
Es ist angesichts der Lage, in der sich Deutschland befindet, von Wert, sich die Reden der Staatsmänner der Verbündeten genauer als sonst anzusehen. In ihren Händen liegt zum großen Teil das Geschick Deutschlands. Hebet die letzte Kammerrede Clemen- ceaus' haben wir kurz berichtet. Aus dem jetzt vorliegenden Wortlaut der Rede möchten wir noch folgendes nachtragen:
Clemenceau sagte, es sei ihm unmöglich, von militärischen Garantien zu sprechen, denn er habe keine verlangt. Sie seien ihm von Lloyd George und Wilson ange- boten worden, und er glaube nicht, daß sie in Frage gestellt werden könnten. Er sei nach London gegangen, um die Orientfrage zu besprechen,, unb er glaube nicht, seine Zeit vergeudet zu haben. In England sei die Atmosphäre für Frankreich so freundschaftlich. tote man wünsche» könne. Lloyd George habe ihm gesagt, beide Länder müßten sich so eng miteinanber verbunden halten, wie jemals, unb er glaube, nicht gegen die Tradition zu verstoßen, wenn er sage, daß eine noch höher stehende Persönlichkeit als Lloyd George ihm das wiederholt habe. Lloyd George habe ihm ferner erllärt: „Wenn wir uns verständigen, ist kein Krieg in Europa mehr möglich." Er habe ihm darauf geantwortet: „Pach dieser Richtung können Sie, was mich kommen möge, auf ganz Frankreich zählen." Für Polen habe er in London die Anerkennung seiner Rechte auf Galizien, die man nur auf 25 Jahre hätte bewilligen wollen, für dauernd erlangt. Lloyd George habe endlich eingesehen, daß ein besonderes Interesse bestehe, urnDeutschlandeinenstarkenRing zu legen.
Bartbon wünschte noch Auskunft übet Rußland. Cle- nteneeau erklärte: Man'werde nicht nur keinen Frieden machen, sondern auch nicht mit der Sowietregierung verhandeln. (Die Kammer klatscht Beifall; der Sozialist Varenne ruft dazwischen :Mr sind also im Krieg!) Cle- menceau antwortet: „Die Sowietregierung ist die grausamste und barbarischste, die jemals ein Gebiet der Welt verwüstet hat. Nach der Diktatur eines einzelnen kommt jetzt die Diktatur der,Nät-, die sich selbst ernennen. Das nennt man die Diktatur des Volkes." Diesen Grundsatz werde niemals eine französische Kammer annehmen. „England unb Frankreich haben große Anstrengungen für Rußland gemacht, die beiden Regierungen hätten gehofft, daß entschlosiene patriotische Männer ihr unglückliches Vaterland befreien könnten ;bie Ereignisse hätten ben Hoffnungen nicht entsprochen. Man bftrfe auch nicht mehr hoffen. Solange in Rußland die Anarchie herrsche, gäbe es keinen sicheren Frieden in Europa Man müsse das bolschewistische Rußland verändern, sich auf Europa zu stürzen. Mau müsse um Rußland einen Stacheldrabt aufrichten. Vor allen Dingen müsse man Deutschland verhindern, dieses unglückliche Land zu kolonisieren. An dieser Grenze hält Polen aufmerksam Wacht. Wir helfen ihm. Sein Heer zählt jetzt 500 000 Kämpfer, unb es gibt auch 150 000 tschecho-slowakische Soldaten, wir zahlen auch auf Rumänien unb auf die Südslawen. Um auf sie zählen zu können, müssen die Meinungsverschiedenheiten, die sie von Italien trennen, beseitigt werden."
lg. Genf, 29. Dez. Nus Paris wirb gemeldet: ?ach einer halbamtlichen Ait-'la'üurg wird in weitere Verhandlung mit her deutschen (orbnung erst nach
Die Besetzung OberschlesicnS.
* kBerl. Lokakanz.* schreibt: Die Besetzung öfter
Dänische Demonstration in Flensbnrg.
tob. Berlin, 27. Dez. In Flensburg landete am Freitag ein dänisches Schiff mit WeihnachtsliebeS-« gaben, an dessen Bord sich über dreißig Personen b& fanden, die kein deutsches Paßvisum besaßen. Abends nach dpr Ankunft des Schiffes „Wattland" wurde an Bord unter Beteiligung der dänisch gesinnten Kreise Flensburgs ein Fest gefeiert. Die deutschen Behörden machten pflichtgemäß die Schisssinsassen darauf aufmerksam, daß ohne ein Paßvisum das Betreten.Flensburgs verboten sei. Hierauf erwiderte der Leiter der Expeditton, daß dann die Weihnachtspakete nicht abgeliefert werden könnten. Bor der Ausrüstung deS Schisses verständigte die deutsche Gesandtschaft in Kopenhagen das die Liebesgaben verteilende Komitee, daß nur drei oder vier seiner Mitglieder das deutsch« Paßvisum erhalten könnten. Die dänische Regierung erhielt von dieser Stellungnahme der deutschen Regierung Kenntnis. Trotzdem kamen an Bord mehr al» dreißig Mitglieder des Komitees mit, die ohne da» deutsche Paßvisum Flensburg betreten wollten. Deut- cherseits ist auf den oben wiedergegebenen.Bescheid noch einmal der dänischen Expedition erllärt wocken, daß das Betreten Flensburgs ihren nicht mit dem Paßvlsnm versehenen Mitgliedern verboten sei, und daß ein Hinwegsetzen über diese Vorschrift eine Verletzung der deutschen Gesetze, bedeute. Das Verhalten der Dänen wird von der Flensburger Bürgerschaft als Herausforderung und als Demonstration politischen Charakters empfunden.
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------------ Es wird eine oberste ^'Wallung ans vier Personen gebilde!. Präsident
Deutschlands Wirtschaftsnot.
, tob. Amsterdam, 28. Dez. Ein Vertreter des „Amsterdamer Handelsblad" berichtet über Deutschlands Wirtschaftsnot- in einer Unterredung mit Dr. dcckscher von der deutschen Gesandtschaft. Dieser kehrte oeben von Deutschland nach dem Haag zurück unb prach die Befürchtung aus, daß Deutschland bezügl. der Nahrungsmittelversorgung einem ähnlichen Schick- 'al entgegen gehe wie Oesterreich, falls nicht besondere Maßnahmen getroffen werden. Die Arbeitsfreudigkeit sei zurückgekehrt, obwohl die Lebensmittelverhältnifse eines großen Teiles des Volkes sehr traurig feien. Im Zusammenhang mit der Valuta und Rohstofflieferung müsse einne Lösung gefunden werden. Die deutsche Regierung kann nur garantieren, wenn sie Lebensmittel zur Verfügung hat. Wer Deutschland Hilst, Hilst Europa. Deutschland sei nur zu rette», wenn die führenden Staatsrnämpkr die Behandlung der
Die Ansliesernngslisten.
wb. Paris, 2. Dez. I g n a c e erklärte einem Vertreter des „Petit Journal", daß er über seine Reise nach London sehr befriedigt fei. Er versicherte, daß die Schuldigen, wo unb wer sie auch seien, rasch zur Verant- teortung gezogen würden. Der Fall des Exkaisers wurde nicht berührt. Nach Unterzeichnung des Friedensver- ttages wird die Auslieferungsliste unverzüglich nach Deutschland ab^efanbt werden. Die Urheber der Verwüstungen und Gewalttaten werden auf diejenigen Nationen verteilt, die von diesen Verbrechen betroffen worden find. Für diejenigen, Eie gegenüber verschiedenen Ländern etwas "verbrochen haben, werden gemischte Gettchte eingerichtet werden. In Frankreich amtiert seit 1916 eine Kommission, die die Fälle alle zusammenstellt; ihre Haftbefehle haben z. B. für die Rheinland« Gülttg- keit, und es sind schon eine Menge von Verhaftungen torgenommen worden. Die Kriegsgerichte von Lille und Amiens mußten ihre Mitgliederzahl verdreifachen.
material zu berichten, das sich in gewissen deutsche» Häsen befindet. Die britische Negierung ist dazu be-
‘ reit, Sachverständige
nch -rinn, riui'iot Ansstetz ’ Sorg, Käu. S vri. knig-ltz ‘ennt.
!-fl voraussichtlich aber nicht kommen toerben, '-** i*c Engländer vorgesehen. Für jeden Kreis wird
t”“ cgcucral Mardini und der englische Oberst . kö a r. lieber den Amerikaner verlautet noch werden acht verschiedene Kommissionen er-
kg. Ge n f , 29. Dez. Ein Havas-Kommeutar meldet, ftefc die Verbündeten an Deutschland eine Frist gestellt Wen, die Unterzeichnung des Pariser Protokolls bis M 8. Januar zu vollziehen.
Weitere Verhandlungen erst nach Unterzeichnung.
Unter der ^ranzoselcherrschast.
Ausschreitungen betrunkener Franzosen. — Verhaftung deutscher Bürger.
tob. C r o n b< r g, 27. Dez. Am Heiligen Abend V»8 Uhr trafen fünf anscheinend betrunkene Franzosen in unserem augenblicklich unbesetzten Städtchen ein. Sie kehrten in die Wirtschaft „Neubau" ein, belästigten den Wirt und die Gäste, trieben diese schließlich aus dem Lokal und machten mit blanker Waffe Jagd auf sie durch die Straßen der Stadt. Zur Wirtschaft zurückgekchrt, fanden die Franzosen diele'verschlossen. Sie stiegen über einen Staketenzaun, erbrachen eine Hintertür unb drangen durch diese gewaltsam ein. Der Wirt rief jämmerlich um Hilfe, aber die Polizei, die sechsmE gerufen worden war, getraute sich nicht herbei. Als die Hilferufe immer flehender wurden, geriet die ange- fammelte Volksmenge in Empörung. Eine Anzahl beherzter Männer brachte die wie wild sich gebärdenden Franzosen auf die Straße hinaus, worauf sie abzogen. Am ersten Feiertag erschien daraufhin eine Kommission französischer Offiziere und ließ fünf angesehene Cron- berget Bürger festnehmen unb wie Schwerverbrecher gefesselt nach Königstein a b f ü h r e n. Weitere Kronberger Bürger entgingen, da ihre Namen durch zwei deutsche Denunzianten verraten worden waren, der Verhaftung nur dadurch, daß sie flüchteten.
toi. Mainz, 27. Dez. Am ersten Weihnachts- «ertag abends halb 7 Uhr wurde auf der Kasteler l iiamp» der Rheinbrücke ein Mädchen von einem chwarzen Franzosen überfallen. Nach einem »ereiteöen Sittlichkeitsangriff entriß der Franzose dem MLchien das Küdtäschcheu mit 28 Mark Inhalt und nfeKrie.
zu entsenden. Es scheint aber
iS u i g en oxs y rvvcnsverirages ganoie, Die ? vor. dessen Inkrafttreten näher fest gelegt werden ^n, so um die Uebernahme der Geschäfte t^irch die ^ntfliterte Kommission des Rbeingebietes, die Funktio- ,^oer Militär-, See- und Suftbelegationen, die gegen» I?. össttis als Kontrollkommissionen in Deutschland MU ^ndergutmachungskommission, die Uebertragung Oberhoheit in Memel unb Danzig und die Zurück- der dortigen deutschen Truppen und deutschen ,,.vd«u, die Jnbesihnahine dieser Gebiete durch die J^eten Truppen, die Ue&crgabe der Regierung int ■‘-äen und der zeitweiligen Regierung in den Ge-
WMm der Me za mtlsn.
kg Berlin, 29. Dez. Die Beratungen der Reichs- rqierung über die Antwortnote an die Verbündeten fcgtfl mit Bestimmtheit erwarten, daß die Forderungen tt» der Regierung angenommen werden, daß aber Krutslbland noch einmal versuchen wirb, gleichzeitig mit ta Unterzeichnung die vorläufige Aussetzung der ßrfMung der strittigen Zunkte zu erreichen.
Auf diesen 'Versuch, die Erfüllung der strittigen ßuukte auszusetzen, bezieht sich offenbar folgende Meldung:
tu. Zürich, 28. Dez. Bei Besprechung der Ver- Mdlungen mit Deutschland äußern einige Pariser j Plätter die Erwartung, daß die deutsche Negierung durch Vermittlung Lersners eine neue Note luetbe überreichen lassen, in der abermals um Nbände- | [rang des Protokolls vom 1. November nachgesucht wer- : den wird. Der „Petit Parisien" nimmt an, daß sich der Oberste Rat in seiner heutigen Sitzung darüber schlüssig - Serben wird, welche Haltung er einzunehmen gedenkt, fall» Deutschland mit dieser Note hervortrete.
Die Sachverständigen der Verbündeten.
» : ■ tu. Bern, 28. Dez. Der Oberste Rat hat vorge- Magen, daß sich sofort Sachverständige der Verbündeten «ach Deutschland begeben sollen, um über das Schiffs-
A. W- i/TU-
r.t =*
l Atzung mit der interalliierten Kommission abhalten, unter dem Vorsitz des Generals Loren'z steht.
. öierzu schreibt die „Deutsche Allg. Zeitg.", baß es sich ;,IC in bet Verbanbsnote vom 3. November besonders ‘'■■iiten Folgen des Friebensvertrages banble, bie
Slt MitMll AmIüNW in Ms.
hb. Paris, 27. Dez . (Havas.) Der Oberste Rat JMmmelte sich heute vormittag im Ministerium des
$ie Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen.
tt- Rotterdam, 29. Dez. - „Daily Mail" meldet stii Paris: Tie Verbündeten einigten sich, gemeinsam trt ltzefandtenposten in Berlin am 1. Februar besetzen kuaHen,
u U. Bern, 27. Dez. General Weygand hat dem ^nen Rat Bericht über bie Verhandlungen erstattet, . El mit den deutschen militärischen Behörden über ben §?'bort der Truppen der Verbündeten führte, die die ™rte besetzen sollen, wo eine Volksabstimmung statt- ®£rt soll. Die deutschen Behörden beanstanden die ^sriellen Schwierigkeiten. Es scheint, daß bie Ver- ^oeten tatsächlich sechs Züge verlangen, und daß ■4binö nur vier bewilligen will.
L.^ Varis, 28. Dez. Die Mission des Ministenal- ^-wrs v. S i m s o n wird am Montag Nachmittag ihre
brr ic rpecfonen geouvi
*cr französische General Levand. Der Zivil- “>iung werden iveiter angeboren J>er italienische
mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
Belgien und Deutschland.
Bor der Wiederaufnahme der wirtschaftlilljen • Beziehungen.
tob. Brüssel, 27. Dez. Nach der „Sibre Delgique' wird augenblicklich ein Gesetzentwurf ausgearbeitet, der in aller Kürze der Kammer zugehen werde. Er soll die Bedingungen festfetzen, unter denen die wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland wieder ausgenommen werden können. Es sei unmöglich, diese Beziehungen nicht aufzunehmen, während England, Amerika und Frankreich sie aufnehmen würden. @8 müßten Maßnahmen getroffen werden, die verhinderten, daß das deutsche Kapital sich zum Herrn der belgischen Industrie mache unb daß deutsche Untertanen sich unter dem Deckmvntel von Handels- und Industrieunternehmen der Spionage widmeten. Die Regierung sei sich darin einig, daß Maßnahmen getroffen warben müßten, damit eine zu starke Einfuhr beutfcker Er.zeuguisse nicht einzelne, im Wiederaufbau begriffene belgische Industrien zugrunde richte. Unter diesen Umständen glaube man, daß die Beziehungen wieder ausgenommen werden, könnten, umsomehr als der Wechselkurs gestatte, Erzeugniffe in Deutschland billiger zu kaufen als bei Belgiens Verbündeten.
Sicherung gegen „deutsche Angriffe".
wb. Vern, 27. Dez. Die „Tribüne de Geneve" erhält von zuständiger Seite Mitteilungen über den fron*
cjni» militärische, eine politische, eine Ver- -il-.komnnssion »sw. Es besetzen die Franzosen ,!le wit sieben Bataillonen, die Engländer 6 Kreise ‘2 Bataillonen, die Italiener 6 mit fünf Ba-
Amerika soll drei Bataillone stellen. Da die