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Nr. 300

Mittwoch, 24. Dezcmba 1919

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tob. Haag, 23. Dez. DerNieutoe Courcküt" mc5

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Aus dein besetzten Gebiet.

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Die Steuerschraube.

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fÜr bie allgemeine Unterstützung s » d/ane für den Friedensbund durch die ameri­kanische Regierung. ,

'l<*. toaö Riiu einmal gegen unseren Geschmack mein Kind, daran werben wir uns eben

niu^ha!»

Nachdruck verboten.

Durch, schwere Nt.

Originalroman von Sinnt Hruschka.

. Fortsetzung.

'r:p,i einziehen und selbstlose Freude, die uns jinehr gefehlt hat als heute. Dazu verhelft Weihnachtsfest in schwerer Zeit.

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Amerika

Ter Senat und der Friede.

* Müllabfuhr. Wegen des 2. Weihnachtsfeier. ' {rtgc§ wird der Müll in den Straßen, in denen er sonst Freitags abgefahren wird, am Sonnabend abgcholt.

* Strafkammer. Zivei Einwohner aus K. standen unter Beschuldigung, unberechtigterweise ein Schaf abgcscklacktet zu haben. Tie Verhandlung, zu der auch einige Zeugen vernommen wurden, endete mit der Verurteilung der beiden Angeklagten zu 100 bezw. 50 <* Geldstrafe.

Theater, Konzerte, Ber,ainmlunzen «Iw.

'.Die Kammerlichtspiele, Kaffee Quentin, schreiben: Heute erstmalige Aufführung des Detektiv» filmsDer Prozeß Worth". Die ganze Serie Harri, Hill, die wir neuerdings erworben haben, zeichnet sich durch eine Handlung voll Wagemut und Abenteuer aus. Ter Sprung auf Leben und Tod von dem hohen Turm ~ MtamW'nher Höbe auf einen in luller Äalirt bekind- licl^n Kohlenzug ist eine Leistung, die nur eben Harrff' Hill ersinnen kann.

II

13

'< dolles nach seiner Pfeife tanzen! Als ob uns

Anwandlungen zu erreaS $er

Deurschös R^ch.

JCie Teuerungszulagen für die Beamten. Nach­dem die Reichchinauzverwaltung mit Zustimmung, des Haushaltsausschusses der Nationalversammlung beschlos­sen hat, daß den Reichsbeamtcn für die Zeit ab 1. Jan. bis zum Inkrafttreten der bereits in Arbeit befindlichen - esoldungsreform eine Erhöhung der laufenden Teue­rungszulagen um 50 Prozent gewährt werden soll, hat das preußische Staatsministerium beschlossen, vorbehalt­lich der später einzuholenden Zustimmung der Landes- Versammlung, den preußischen Beamten die gleiche Zu­lage zukommen zu lassen.

tob. Parts, 22. Dez. Nach einer Meldung des Temps" aus Kolmar hat der Befehlshaber der Trup­pen im Elsaß, General Humbert, Haussuchungen bei mehreren Deutschen halten lassen. Bei verschie­denen Personen seien Gewehre, Revolver und Patronen gesunden worden. Drei Personen sollen verhaftet wor­den sein. , <

5.

Inzwischen lebte Anneliese still in ihrer schönen Villa dahin und verkehrte mit keiner Menschenseele als Willeneck, der sich pflichtschuldigst jeden zweiten Tag nach ihrem Befinden erkunden kam, ihr Blumen und Bücher brachte und dann freundlich ausgeforderi wurde, den Tee mit Anneliese zu nehmen.

Ihre Gespräche drehten sich ausschließlich um Will- iried und seine Familie. Willeneck mußte alle Er­lebnisse aus ihrer gemeinsamen verbrachten Knaben- zeit berichten und ihr die Graditscher immer wieder Mildern. Da Willenecks Vater in der Graditscher Gegend ein kleines Gut Rndelhaus besessen, das Ipäter nach dessen Tod verkauft werden mußte, da sie üies.ibe Slkademie besucht hatten und später dewftlben Regiment angehörten, waren sic wie Brüder aufge- wachfen, und Wil'eneck kannte die Greuzach? wie seine eigene Familie.

unstreitig dasjenige der ckrist- $riftH^n Charakter int Laufe ber alles abschleifenden Zeit am meisten bewahrt hat

Tr 3bcr bes Weihnachtsbaumes mit seinem Kerienschimmer, die alten Weihnachtslieder und chre Poesie mit dazu beigetragen haben, diesem und tieisi-ii ^fl göttlicher und menschlicher 3^ -Cn <Io:7 Charakter zu wahren. Wenn irgend einmal im Jahre, fo fühlt an Weihnachten der Mensch seinen Zusammenhang mit der göttlichen Liebe, wie er Ilm TTZMtr A/1».aKä .n, < 1

von der deutschen Kriegsentschädi- stvuh v o r b e t ist und daß man sich seit dem Waffen­stillstand in gefährlichen Illusionen gewiegt hat.

to6;.P a,r i s, 23. Dez. (Havas.)'Excelsior" glaubt zu wlfteu, daß die Negierung demnächst der Kammer einen Gesetzentwurf unterbreiten werde, der für die Eisenbahntaxen Erhöhungen Vorsicht und zwar für die Personenbeförderung um 60 Prozent und für die Güterbeförderung um 140 Prozent.

ben. Voraussichtlich find es die Internierten- und Ge> sangenenlager Wakefield und Ripon, die hier­bei heimgeschafft werden.

tob Wiesbaden, 23. Dez. Wie die Rhein, .orrespoudenz meldet, hat der Vorsitzende der fran­zösischen Einquartierungskommission, General de Su s- bieile,^verordnet, daß die Stadtverwaltung bis spä- lestcns 2.i. Dezember d. I. dafür zu sorgen habe, daß den seither möbliert wohnenden französischen Offizieren, die die Küche des Wohnungsinhabers mitbenutzten, tue Küche abgetreten werden muß.

Tns_ neue Ilmsatzsteuergesetz tritt am 1. Januar in ftrnft Für die allgemeine, jetzt pz> v. S. betragende ri«» -Sexrtalflßiina einstweilen nocb ntdjt in -rrage; im Januar 1920 beginnt vielmehr zu-' nächst die letzte Veranlagung der bisherigen Um­satzsteuer. Die Geschäftswelt wird sich jedoch bereits bei ber Preisgestaltung auf den neuen Satz einzurichten haben, bedeutungsvoll ist, daß die auf 15 v. H: bemessene Luxus st euer mit wenigen Ausnahmen nicht mehr im Kleinhandel, sondern beim Hersteller zu ent­richten ist.

Bewußtsein gekommen war: Daß für Willfried seine Heirat .ein Herabsteigeu bedeutete.

Das miäfie sie unbeschreiblich. Nm so mehr, als sie so viel Zeit hatte, darüber nachzudenken.

. - Glauben Sie, daß Willfried meinetwegen je Un­frieden mit den Seinen haben könntet fragte sie Willeneck einmal erregt.

Der machte sein nnbefangendstes Gesicht.

-Fdli hoffe nicht! Uebrigens liebt er Sie so sehr, daß es ihm wohl nebensächlich erscheinen würde."

Aber mir nicht! Ich luütbc den Gedanken daralr

Tie Danziger Wahlen. Wie dieDeutsche Allg Ztg." mitteilt, trifft die Meldung, daß die Polen gegen die Danziger Kommunalwahlen Einspruch erhoben hät­ten, nicht zu. Das Wahlergebnis ist von allen Parteien einschließlich der Polen offiziell anerkannt worden.

Die Meldung von einer Ersetzung Denikins durch den General SBkangel wird durch eine weitere Meldung r-H5hae Lfcht sc seht. In einem Armeebefehl des Hochstkommandierenden der Heere im Süden Ruß. lands . des Generals Denikin, wird Baron Wrangel an Stelle des Elenerals Mai-Majewski zumBefehlshaber der Freiwilligen Armee" ernannt.

tob. Amsterdam, 22. Dez. Reuter meldet aus Washington, daß der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten die neu entworfene Entschließung des Senators Knox, in der Friedenszustand mit Deutsch­land erklärt wird, mit 7 gegen 3 Stimmxn gutge - beiden hat. Die Entschließung tritt ein für Fciedens- ciHärung, Beibehaltung aller' materiellen Vorteile, die für die Vereinigten Staaten aus dem Vertrag von Ver-

! r v chus f.e s zur Erlangung eines Ausgleiches in der Ratiftkationsfrage gefordert wird, auf d,e Einwande des Senators Lodge bis nach den .verton vertagt wurde. w

UnpolMfche LassanaHrichnm.

Vor der Verschiebung gerettet. Berlin, 22. Dez. 20 000 Paar Militärstiesel"wurden von der Kriminal­polizei auf dem Lehrter Bahnhof vor der Verschiebung gerettet und beschlagnahmt. Diese Stiefel und Schnür­schuhe, die neu besohlt und zum Teil auch geriestert wa­ren, wurden vor längerer Zeit von Danzig aus abge­geben. Sie sollten für 18 «das Paar der Allgemein­heit zugeführt werden, verschwanden jedoch auf bisher noch nicht geklärte Weise: Die Inspektion der Kriminal­polizei erfuhr nun, daß ein gewisser Schlechau Militär- stiefcl für 35 U das Paar in großen Mengen zum Kauf anbot. Die Ermittelungen ergaben, daß es sich um die Danziger Stiefel handelte.

Schlafwagen als Notwohnungen? Berlin, 22. Dez. Der vom Magistrat Berlin und der Zentralstelle für anöert Müller ihre Kinder lieben!" sagte Anneliese leise.

Wilseneck betrachtete sie mitleidig. War es das, was sie heimlich quälte? Denn irgend etwas lastete ans ihr. ,

Eines Tages fragte er sie geradezu, nachdem er dar Gespräch wieder auf ihre Mutter gebracht hatte.

Sie blickte gedrückt vor sich hin, schwieg aber.

Er ruckte seinen Stuhl näher an sie heran.

Sie dürfen sich aber wirklich nicht über Ihre Mutter kränken, Gräfin. Jetzt, wo Sie Willfried haben ....!"

nte ertragen!" stieß Anneliese leidenschaftlich heraus

Dann versank sie in Nachdenken. Sie war arm gewesen, aber mau hatte sie immer geachtet, toeit sie tüchtig war und ihre Pflichten erfüllte. Und' das sollte jetzt nichts gelten in - diesen Kreisen? Man würde sic sogar verachten, weil sie sich ihr Brot selbst verdient hatte. Und er, den sie über alles liebte, würde es entgelten müssen und vielleicht unglücklich werden....

Ich tu's ja auch nicht. Ich nehme es als etwas Unabänderliches."

9!ber welcher andere Kummer kann Sie denn quälen^ Sie lassen ja in der letzten Zeit geradezu den Kops hängen! Willfried wäre seh'r betrübt, wenn er Sie so sähe!"

Anneliese schwieg.

Willeneck ernstlich beunruhigt, griss nach chrer Hand.

Nun? Wollen Sie nicht Vertrauen zu mir haben?

^ch bin nicht oloß Willfrieds Freund, sondern auch der Ihre! Und in wenig Tagen muß ich sür längere Leit Abschied nehmen. Willfrieds Eltern haben mich nach Gradilfch eingeladen."

Anneliese, fuhr aus. Nöte und Blässe wechselten aus ihrem Gesicht. - >

Nach... Graditsch? Sie gehen nach Graditsch?"

Ja. Finden Sie etwas Besonderes daran? Es ist sozusagen meine zweite Heimat."

Nein. Natürlich... es hat mich nur so erregt im Moment..."

Sprechen wir jetzt von Ihnen. Es wäre mir un- erträgttch. Sie in dieser Stimmung, zu wissen, wäh­rend meiner Abwefenlwit. Ith mochte. Ihnen ja so gerne helfen, nut mässen sie kiazu ganz offen sein

-gegen mich."

Wanner herzlicher Ton machle» sittlich Ein- fernen. \ Anneliese. Ihre tiesb-aucn Bugen sähe» nd an.

Rußland.

x Die Kampfe in Siidruhlanb.

. Rotterdam. 23. Dez. DerNieutoe Notker, dänische Eourant meldet: Der letzte Heeresbericht Dem . meldet, daß der Vormarsch der, Bolschewisten auf emem großen Teile der Front zum Steben gebracht norden sei. Westlich des Don und nördlich von Kiew wurde erbittert gekämpft. . S

Gegen den Einheitsstaat. Der Landesausschuß der bayerischen Volköpartei (Zentrum, hat sich im An­schluß an die Erklärung der Laiidtagsfraktion gleichfalls auf allerschärffte gegen den Einheitsstaat ausgesprochen Die Einberufung der LandeZversammlung der bayeri­schen Volkspartei wird für die erste Hälfte des Januar

verlangt.

_ Die vier Bergarbeitervcrl.ände haben den am . 10. 1919 abgeschlossenen Sohntarif gekündigt. Sie ersuchten den Zechcnvcrbaud,' bi? zuuu 31. 1. 1920 einen neuen Tarif auf der Grundlage höherer-Löhne mit innen abzuschließen.

Miffallend sckön- Hand schmückten.Wenn man nnS lucht, sind wir einfach nicht da. Tie abendliche Straf» premgt lassen wir dann in Gottesnamen schweiaend über uns ergehen."

Und wenn Papa befiehlt?"

^Hildegard richtete sich auf wie eint1 gereizte Löwin . "Va, erT^bf! Befehlen? Wem denn? Sind wir etwa kleine Kinder?" Sie lachte hart auf. ,Tu bist manchmal toirffl; komisch, Hertha, in deinem patnarchak,scheu Respekt vor dem.... Familienwau- wau, Aber ich denke, es gibt auf Graditsch so etwas wie ein freies Recht der Persönlichkeit?"

.schwieg- Sie dachte daran, daß man früher auf Graditsch alles einander zuliebe getan - nicht aus Angst oder Respekt sondern einfach, weil man sich lieb hatte und es keineParteien" gab, wie jetzt. Nnd trotz aller Bewunderung für Hildegard als ge­wandte Weltdame, fand sie, daß Gebhards Frau eigent­lich doch nicht immer eine richtige Auffassung der Dinge bekundete.....

tob. Main z, 23. Dez. Die hiesige französische ZeitungL'Echo du Rhin" berichtet ausführlich über einen Prozeß/ der gestern vor dem Kriegsgericht in Mainz begann und sich gegen 17 a«geklagte französische Dffijiere und französische und deutsche Zivilisten rich­tet, denen Bestechlichkeit und Be st e ch u n g t-nr- -leworsen wird. E? sollen zlM Tetr ganz tn Summen als Bestechungsgelder gedient haben. Bei ben angeklagten Offizieren handelt es sich um Offiziere der toirftchaftlichen Abteilung in Ludwigshafen nnd Saarbrücken. Wegen Beamtenbeftechung und Verleid tnng zur Untreue sind zwölf Zivilisten angellagt.'Die Angeklagten sind zum Teil geständig.

_ ®et Reichs- und Staatskommissar für Schlesien Hörsing legte, nachdem die Reichs- und Staatsregie­rung seiner Bitte um Enthebung' von jeinem Posten nackgegeben haben, sein Amt nieder. Die bisheri­gen Dienststellen des Reichs- und Staatskommissars in reslau und Kattowitz sind damit aufgelöst. Zur Er­ledigung schwebender Anträge wurde eine Abwicklungs- gelle unter Gotthilf-Breslau eingerichtet

Bei diesen Schitderungen nun erschien ^-rmer öfter ' Annelieses GeMt und sie . "TOT - was chr, der

1 ___ icht zum

Hbe Resistenz,

t teil kostbare»

- Ich hätte ihn nie heiraten dürfen. Ich hätte es mich trotz aller Liebe wohl nicht getan, wenn ick, gewußt hätte, daß er ein Gras und so reich ist und uns äußerlich eine so riese Kluft trennt...."

Der Gedanke setzte sich in ihr fest und bohrte und lchmerrte. Sie wurde blaß.und still darüber, schli-i toenig und nmh weniger/

. Willen°ck, den ihr verändertes Aussehen beunruhigte riet ihr, doch mehr svazieren zu gehen. Aber da« lehnte sie ungeduldig ab.

Sie war es nicht ge. ohnt. Zu zwecklosen Spazier­gangen ohne Ziel hatte sie nie Zeit gehabt. Und dann^ allein? Tas ging doch gar nicht.

Sie könnten ja mit Ihrer Mutter gehend

Anneliese sah ihn traurig 'an.Meine Mutter hat ihre Arbeit nach wie vor und dann wissen Sie ja auch, wie ich mit ihr stehe! Sic zürnt mir ja Nicht gerade, ist auch nicht unfteundlich, aber wir sind uns seit meiner Heirat cfen fremd geworden.Deine sagte sie."

tvb Neunkirchen (Saar), 23. Dez. Wegen ..Kundgebüugtn" gegenüber französischen Offizieren in einem Kaffee, wie es.in einer amtlicheü Bekannt­machung heißt, wurden 2 hiesige Einwohner vom Mili- tärpolizeigericht des Kreises Ottweiler zu je 1000 Mk Geldstrafe, ein Dritter zu 5000 Mark verurteilt.

ber ci«r alten Offi- f"8 $>anttober entstammt, begeht in König».

det aus "Washington, baß ~ber Sntr^ H7or« I

beuTbat r?r§ rrS8rißabe5' Divifions- und Korpskomman- deur hat Exzellenz v. Estorff im Weltkriege dem Vater- landc ausgezeichnete Dienste geleistet. Im Oktober 1917 Unfern CeM ' Ä ber 42 Infanterie-Division die o-rJ 1 ""b Dagoe genommen. Für diese glän- zende Leistung erhielt er den Orden Pour le Merite ffwrT bCrJ1^ *'<et Kaiser bei dieser Gelegenheit ft,n Bild, mit eigenhändiger Unterschrift und Widmung. Von Marz bis Dezember 1918 war Exzellenz v. Estorft Kommandierender General des Generalkommandos 60 $®rpat E-'de Dezember 1918 wurde er stellverireteuder Oberbefehlshaber der 8. Armee in Liv- land. Sowohl in Sudwestafrikg als auch im Weltkriege ist er mehrmals schwer verwundet worden Seit Ok­tober dieses Jahres ist er Befehlshaber des Webrkrei«- kommandos I in Königsberg und gleichzeitig Oberbe- fehlshaber des Veichswehr-Gruppenkommandos 3.

. Warum hatten sie Mirbach gerade nach Graditsch muffen? Tas Aufleuchten seiner Augen, wenn L~ feüen genug sich einmal in seiner Nähe Eei' ließ, quälte Hertha oft tagelang. Es machte e ''''sicher und zerstreut drüben in Schloßhof. Es *5 !' Mtf«:« Gedanken und Vergleiche in ihr an.

le wollte doch nicht... nein, sie wollte nicht... ».l-njXj wird suh sehr ärgern über die Sache", sagte lv'»Er nimmt es uns ohnehin schon übel, , vir so wenig Lust bekunden, seinen Kränken oder sonstwie die Zeit zu verkürzen?" °i!,r Hildegard sagte es in einer

. ' -chen Mischung von Aerger, Spott und

^n.-zeuh-it, h!t i>i,.ch^al wirklich so, als

wb. Bern, 23. Dez. Wie der Pariser Korre- ipondent derNationalzeitung" meldet, wird sich ber französische Ministerrat am Samstag und Sonnten f. v e . . . ; ....... -vv rv.itiu/rii cirvr, wie er | dem neuen Entwürfe der Verdoppelung und

denen zu verleben, denen «'Verdreifachung der Verbrauchssteuern befassen

^ chrcilich die wilde Man weiß schon jetzt, so bemerkt der Korresvond nt' S114 b,r Tram - b" d-°^n ÄÄ AfS Z'^wmenbruches uns gebracht haben, !"<?»- s«uB:n' Zauber des Meihnachts-

festes ty Aeußetlichkeiten untergegangen fei. Es ist sticht tf*'3 oTf bwrnweifen, wie vieles in unferm offen!« ^be^ ®,nnrKn als berechtigt erscheinen laßt Und doch sträubt sich alles in uns dagegen. Nickt ""s b,e Botschaft von der überwältigenden Liebe SV'L", Weihnachtsf-st so laut verkündigt, auch der Glaube daran, daß unser Volk im Innersten

. eefitnb ist und nur die gewaltigen Erschütterungen, denen I 6 unterworfen war, es in dielen Strudel hineingezogen "uch für unser Volk eine Weihnachts- täfifaft, und nach tot eine Osterbotschast, eine Ver­heißung, daß wir durch das Leiden wieder zu Freuden kommen tornn wir wieder begonnen haben ben Sinn des Lebens innen zu suchen, nicht außen' 'S,.11' selige, gnadenbringende Weihnachtszeit" und f txtf ®oft die Welt geliebt", tönt es uns zu Weih-1 lackten entgegen, aber es heißt auch:So ihr mich von ganzem Herze n su che t, will ich mich finden lalfenI

I 25fun8 aller Rätsel der Welt und des

I mr.5r c^r mniber fern von Gott in dem Bewußt- sein der eigenen Kraft, in Wissenschaft und Technik in r einer durchaus materialistischen Weltanschauung zu fin« i glaubte, hept hinter uns, sie hat nicht wenig dazu t^wn, dan der Zusammenbruch der Welt sich so erschütternd vollziehen konnte. Aber schon ist auch wi-der 7 aufmerksamen Beobachter sich schon lange

Ä; fleckt von Gottsuchern herangetoacksen, und ihnen gilt die Verheißung, die a<?rad- das Weibnatois- ftst so laut verkündet: Gott wird sich finden lassen! ''Zu dieser En schndnng für Gott od-r wider Gott fordert das Weihnachtfett befo::d-rs auf. Hat es doch Christus ans- f SPwckeu. daß es nur zwei Gesetze gebe, die der Christ "®ott su lieben und seinen Nächsten

v, 1 lelv,t", und wann empfänden wir das tiefer ms zu Weihnachten! Wann airdrerftits mehr als heute wo es für Ang und, richtig gilt, zuerst au sich'und nur an »,,®nn die wa'uünuiae materiali-

Mlche Ichsucht, von der alle Well besessen zu fein scheint uoeb so toll gebärdet, so liegt dock gerade in dem llebeochwana, in der Userlofigkeit, in der sie sich br-eil «acht, das Heilmittel. Die Menfcken werden und'feu I Wner mehr von selbst zu b-t Einsicht komm-d- je Wummer die Hetze nach Gewinn uw fo größer die Unruhe, Und daß. wenn alles wankt, nrr b> Gedanken des Weib- «achtssestes. da? hohe Lied der Gottes- und Menschenliebe _______, Grund und Eckstein-bilden, auf dem sich ein Leben iSSSWg Mibaueu läßt. Dann wird auch wieder Weii-nachtsfriede I

1- -------*-------

Tie Nttckkehr der.Qrieiisncfniiqeitcit.

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MarhuVg m Umgeg«G°

Marburg, 24. fDozcw.ler.

* Fortbilduugöverein. Durch die Einrich- richlung, daß auch am Sonnabend nachmittag von 3 Uhr nb Bücher anSgcgcben werden, hat sich die Benutzung der reichhaltigen Bibliothek sehr stark vermehrt sodaß

bet der letzten Ausgabe rund 250 Bände ausgcliehen wurden. ES ist daher im Interesse der Entleiher er­wünscht, die -Lcfcbestimmungen, insbesondere die recht­zeitige Rückgabe einzuhalten, weil nur dadurch die Bückierei ihrer Aufgabe nachkommen und den dielen Nachfragen gerecht werden kann. DaS Bücherverzeichnis, das die letzten Neuanschaffungen enthält, wird vom Vcreinsdiener gegen 50 Prg. alyegeben. Auch werden hier Neuanmeldiingen entgegengenommen. Der Jahres­beitrag beträgt für Benutzung der Bücherei und di« im Nachwinter gebaltenen Vorträge 3 <*.

ffl t '5i! sollte nämlich ein großes Fest zu

§ doS Prinzen stattfinden, dessen genaues Pro- | rcm'!I Ätonr noch nicht seststand, bei dem es aber 2 , e Bilder, eine Thealeraufführung und sonst noch

ß Derlei Ueberrafchungcn geben sollte.

8 t. '^uuter Gelegenheiten für dich, zu glänzen und ^Mneu Anbeter täglich zu sehen. Denn natürlich wer- Mr zu alt dem, unzählige Proben nötig sein!" hatte ^Mdegard mit vielsaaendem Lächeln zn ihrer Schwä- li'Mrin gesagt.

Hertha sah still vor sich hin. So recht freuen fltt sie sich noch nicht. Sie dachte an einen, der *wn im Kavalterschügel nach langem Schmerzens- »rr nun der Genesung entgeg-ng-ug, uich dem dies B^aus. Schloßhof einen neuen Schmerz bereiten

| Berlin, 22. Dez. Die Reichszeutralstelle ° tor Kriegs- nnd Zivilgefangene teilt mit: Von den noch in England z 11 r ü ck g e h a l t e n en

M ^sangenen ihre Zahl wurde am 9. Dezember in U Loudon aus 3021 beziffert werden 1800 in den nach

3 steil Lagen heimkehren. Sic werden von den deutfch-n | OpfernLissabon"'undVylgia" abgeholt, die am | Dezember in Hüll zur Einschiffung eintresfen wer-

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