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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen

,Oberhessische Zeitung" erscheint> sechsmal »ichentlich. Der

Marburg

Die

nnn Bezngrpreir beträat monatlich 2 X. frei in« Han«; durch die Paft yf* vef 1.10 X. ahne VeWelgelB Verlag »an Dr. t. Hitzrrstd. Druck »er

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Uni».. Buchdr. von I » h. A u g. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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wb. Rom, 21. Dez. Die Kammer billigte mit 212 '

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richtete |n der Nationalversammlung über seine Reise

nach Paris, die politisch ein voller Erfolg gewesen sei, Ke^en '216 Stimm», eine Tagesordnung Miliani bei

Inhalts, daß die Kammer nach Anhörung der Regie-

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Wflf Weeden, werden in die

Borlin, 22. Dez. Wie di«Boss. Ztg." auS zuver­lässiger Quelle «»fährt, ist jetzt »in« Milderung der

Drei Leutnants und ein Hauptmann Zitadelle in Lille eiugeliefert.

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rungserklärungen den Plan bett. die provisorischen Bud- getzwSlftel annimmt, über die Nitti die Vertrauensfrage geskllt hatte. '

indem die durch den Krieg hervorgerufene Kluft durch die mündlichen Verhandlungen übcrürückt worden sei. In materieller Hinsicht habe die Reise nur den An­fang eines Erfolges gebracht. Der Staatskanzler machte sodann Mitteilungen über die Verhandlungen in der Kohlen- und Waggonfrage und erwähnte die Erlaubnis zum Ankauf von 1200 Kohlenwagen in Frankreich, ferner die Verhandlungen über die finan­zielle Fragen.

i» einer Deutsche^ Nttikirfti ifi i »t-r

Frau igel, tg. 1911 b 11CU

Einfuhrbestimnnmgen für schwedische Erze, die an deutsch« Werke geliefert werden sollen, zu erwarten. Von den der Stettiner Reederei Kunstmann gehörigen Damp­fern, die mif Eisenerzen für Deutschland, insbesondere für die oberschlesischen Werke, beladen in schwedischen Häfen liegen, haben jetzt fünf Dampfer Ausfuhrerlaub- - nis und Freigeleitscheme erhalten. Sie werden in den nächsten Tagen eintreffen.

ter, Ab. i ist bet Klee zu der bet Rotbart

Der» ft unfet ma qe» rra bet Bromm h lieber» rloschen, lez. 1819 richt.

'eg. 191» auer i nkler.

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Um Noske.

Späte Einsicht.

Die «orbschottifche« Fischer gegen die deutschen Fischer.

Amsterdam, 22. Dez.Allgerneen Handelsbivd" meldet aus London: Die Fischer der Fischerfahrzeuge von Nord-Schottland haben beschloffen, sofort die Ar­beit niederzulegen, wenn einem deutschen Fischerfahr­zeug gestattet werden sollte in Schottland Fische zu fangen.

Raubüberfull aus einen englischen Offizier in Berlin.

wb. Berlin, 22. Dez. Ein Mitglied der eng­lischen Militärkommission in Berlin, Leutnant Spear- m a», ist am Samstag abend auf dem Bahnhof Zoolo­gischer Garten, als er in einem unbeleuchteten Teil des Bahnhofs auf seinen Zug wartete, das Opfer'eines Raubüberfalls geworden. Der Reichswehrminister in Begleitung seine» persönlichen Adjutanten und der Po­lizeipräsident haben heute beim Chef der englischen Mis­sion vorgesprochen und ihm ihr Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck gebracht.

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Die Propaganda für die Prämienanleihe.

Au den Vorgängen bei der Propaganda für die Sparprämien-Anleihe haben wir bereit» di« Feststel­lung de» Ende Ostober zur Leitung de» Unterau-- schusse» für Anzeigen, Plakate und Flugblätter be­rufenen Herrn Reckendorf mitgeteilt, daß bei sei­ner Berufung von den ursprünglich vorgesehenen 5 Millionen Mark bereits 4 ausgegeben waren. Au- ausführlichen Mitteilungen Herrn Reckendorfs über di« Angelegenheit in Berliner MStttrn tragen wir noch folgendes nach: j

Herr Reckendorf erklärt, daß bi» zu dem Tag« seiner Berufung niemand daran gedacht hatte, «tat»« m S ß i g zu wirtschaften. Mit seinem Stellvertreter Herrn Si n v gemeinsam gab er am 30. Oktober dem Ausschuß zur Förderung der deutschen Spar-Prämienanleihe. »N Händen der beiden BorstandSmüglieder Professor Bern­stein und Regierungsrat Dr. Schippet, eine Erklä­rung über eine Reihe von Werbemaßnahmen, für die sie sow»bi au» rechnerischen wie au» inhaltlichen Gründe« jede Verantwortung ablehnte nn. So wareg die bei­den Herren der Meinung, daß die Auzeigenausttägr nicht an die Annonceu-Expeditionen Jnvalidrndank undKolo- nialkriegerdank hätten vergeben werden dürfen, besonder» wcht an erstere, weil diese Firma fast ausschließlich i» Besitz von Haasenstein und Vogler sei und weil Haase»« stein und Vogler wiederum fast ausschließlich mit aus­ländischem Kapital arbeite. Ferner seien Plakate zu viel zu hohen Preisen und bei zum Teil nicht leistungsfähigen Firmen bestellt worden. Die Plakate hätten auch nicht nur bei Berliner, sondern auch anderen ttnb süddeutschen Firmen in Auftrag gegeben werde» sollen. Die 10 Millionen Merkblätter hätten nur 19 Mark da» Tausend kosten dürfen, statt 21,40 und 22,60 Mark. 2 Firmen hätten dafür zudem höhere Preise er­hallen, als sie verlangt hatten. Vor allem wurde» die Verteilung dieser Merkblätter, die die Post an alle Haushaltungen zustellln sollte, so verzögert, daß vermutlich die ganz« Auflage nutzlos liegen bleibe rnch eingkücmpft werden müsse. Schlleßlich erklärt Herr Reckendorf, die starke Betonung des Lotteriege­danken S in der Propaganda von amtlicher Swlle cm» habe er bekämpft, sei aber mit seiner Auffassung nicht durchgedrungen, weil den Anregungen eine» Herrn Lan­dau au» Kiew, der von Herrn Professor Bernstein plötzlich «um Leiter der Propaganda berufen wurde, mehr Gehör geschenst wurde al» Herrn Reckendorf. Sffie Maßnahmen, die er eingeleitet habe oder einzuleite» versuchte, seien von verantwortlicher und unverantwort­licher Stelle regelmäßig und planmäßig durchkreuzt worden.

Wie mitgeteilt, ist von der Reichsttgierung ein Un­tersuchungsausschuß «ingesetzt wordsn, dessen Feststel­lungen abzuwarten bleiben. , i

Die neuen Federungen der Eisenbahner

Berlin, 23. Dez. Di« Organisation der Eisen­bahner Preußens fordert den Eisenbahnminister zur Erledigung ihr«, schon lange überreichten neuen For­derung bis gitm 13. 1. 1920 auf. Nach einer Er­klärung des Eifeilbahnministers würde die Annahme der Lohnforderung ein Defizit von 3 Milliarden Mark und ein« nochmalige 100«/»ige Erhöh­ung aller Personen- und Gütertranspotte zur Folge haben.

ist am Sonntag auS Paris abgereist. Die Blätter blicken darin die endgültige V e r z i ch t l r i st u n g militärische Maßnahmen gegen Deutschlog^.

Einfuheeelaubni» für schwedisch« Erz«.

Nach einer Meldung werden die Werbebroschüren i» einem der größten Berliner Warenhäuser al» Ein­wickelpapier verwendet.

Die deutschnationale Frattiou in der Landesversamm­lung stellte folgende Anfrage:Zeitung»nachrichten zufolge ist zur Prüfung der aus Reichsmitteln unternommene» Werbearbeft für die Sparprämienanleihe ein Ausschuß eingesetzt Wochen, dem außer zwei Regierungsbeamten nur ein Mitglich der Nationalversammlung angehött, ba­den Mehrheitspatteien entnommen ist. Wxs gebeult die Reichsregierung zn tun, um nach den Grundsätze« de» parllrmentarischen Systems auch der Minderheft Gelegen­heit zur Mitarbeit in dem vorgesehenen Ausschuß z« geben?"

K Wie Mrgck ötr Antimtuck.

ich "fottrbt dann noch eine Entschließung ans-Äommen, nach der in dem Vorgehen der Entenkr im besetzte!! Gebiet ein neuer Beweis dafür gesehen wird, daß die kapitalistischen Vrsirruugen der feindlichen Länder die dälsiq- Vernichtung und Versklavung Deutschlands beabsichtigen.' Der Bevölkerung der Ah'inlnnde wurde die volle Sympathie au-gedrückt und gleichzeitig die Erwartung ausgesprochen, daß die So- »»sisten der Ententeländer alles tun, um ihren Regierun- «en klar zu machen, daß der Friedensvertrag von Ver- ittif nach den Grundsätzen des S.-^destimmnnosrechts ber Völker revidiert werden müsse.Die Einsicht, daß die Westmächte Deutschlands Versklavung erstreben, biitir int November 1918 vorhanden sein müssen, und Kmach hätte man handeln müssen. Man erwartete *r Me» von Unterwürfigkeit und Völkerverbrüderung.

Die Gegner und die Vermögensabqabe.

wb. Rotterdam, 22. Dez. Der Londoner Be­richterstatter derManchester Guardian" schreibt, daß man in Kreisen der englischen WiebergutmachungSkom- mission mit einem Ergebnis von 80100 Milliarden Mark der Vermögensabgabe zur Widerguimachung für bi« Verbündete» rechnet.

Der l«ieigen«tets beträgt fit bi« Ogeiw. Zeile 80 w. 50*/, Teueruno«zus»l. e J n.t.» ... = 45 4, amtlich« «. «utwättige 65 Arklamezeil« 1.50.4. Feber Rabatt gilt 04. -JuPlg«

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^»ttnlstelle für Kriegs- und Zivilgefangene hat das xchicksal der deutschen Kriegsgefangenen in Sibirien röte weitere Verschlimmerung erfahren Obgleich 4 der deutschen Regierung gelungen war, japanische Ton- wge für dir Heimschaffung der Gefangenen zu beschas- in. hat der Oberste Rat in Paris angeordnet, daß die Aschen Kriegsgefangenen nicht eher aus Sibirien ^transportiert werden dürfen, bis sämtliche in Sibirien jeftnSfidK schecho-Slowakcn heimgeschafft sind. Auch ist Bitte an die Berbündeten, zwei deutsche Dampfer, tzi- bi? Ende dieses Monats fertiggeftellt sind, zu diesem A»ecke freizugeben, ist abgrlehnt worden, da diese Schiffe ett die Verbündeten abgeliescrt werden müß- tm. Ja.zwischen ist die lausende Hilfe- und Fürsorge- ergamRi«nefür die sibirischen Gefangenen durchgreifend tripeitert worden. Eine deutsche Kommission trifft mit en* «roßen Liebesgabentransport.in diesen Tagen in Wbrdiwosiok ein, den sie neben den i». Amerika ausgefauf-- int Ausrüstungen verteilen sol.

Haftbefehle gegen deutsche Kriegsgefangene in Lille.

Lille, 22. Dez. DaS Kriegsgericht in Lille erließ phlreiche Haftbefehle gegen deutsche Soldaten und Offi- #ere, die wegen Verbrechen im besetzten Frankreich ver-

Ermäßignug der Forderungen in Aussicht gestellt.

wb. Pari», 22. Aug. Die Führer der Abordnun­gen der Brrbündetr« versammelten sich am Montag abend 7 Uhr unter dem Vorsitz von Elemenreau in dessen Arbeitszimmer «nd setzten den endgültige« Wort­laut brr vrrbänbete« auf die letzte dtntsche Note fest. Die Rote wirb Herr« v. L e r S n e r am Dienstag 10.15 Uhr im Ministerium des Äußern mit mündlichen Le­gleitworten übrrgrbr« werden. Die Rote wird in ent­schlossenem Ton« gehalten sein und b«» deutschen Regie» rung klar die Notwendigkeit zn verstehen geben, daß sie wenn sie ihren guten Willen -an den Tag lege» wolle, daS Protokoll v»m 1. 11. «nt«, zeichne« müsse. Immerhin werde, fall» eine durch die Verbündete« anzn- stellende Untersuchung feststellen sollte, daß da» »erlangte Hafenmaterial nicht mit dem in dr» deutschen Häfen wirklich vorhandenen übereinstimmt, wie dies wn den deutschen Mari««-Sachverständigen dargetan wurde, ein« entsprechend« Hirabsetzung vorgrnornmen.

wb. Pari», 22. Dez. ES ist wahrscheinlich, daß der Oberste Rat in seiner heut« M»rg«n stattgrfundrnev Sitzung beschaffen hat, die Forderung aufrecht zu erhalten, daß Deutschland da» Protokoll vom 1. 11. bczgl. der Ausfllhrung der WaffenftlllstandSbedingunge« und der Liefer»»g von 400 000 Tonnen Hafenmaterial al» Ersatz für dir bei Seapa Flow versenkten Schiffe, unterzeichnet. Indessen würden sich die Berbündeten verpflichten, im Fair de» Nachweise», daß dir Einschätz­ung des deutschen Hafenmaterial» zu hoch sei, diesem Umstand Rechnung zn tragen «nb ihr« Forderungen bemenjsprechenb zn ermäßigen.

Vsrtzrznng des Obersten Rate».

tob- Äottrobam, 22. Dez. Hollimdtsche Blätter "melden aus Paoi», daß der Oberste Rat seine Be­ratungen bis zum 7. 1. 20 oerlagl hat. Marschall Joch

Kurze Anslandsnachrichlen.

Rücktritt des holländischen Kriegsministers. Haag, 22. Dez/ Korr.-Büro meldet: Der Kriegsminister er­klärte in der 2. Kammer, daß er di« Verantwortung für den durch bi« Kommission sehr zusammengestrichenen Heereshaushalt nicht auf sich nehmen wolle und deshalb bei der Königin um feine Entlassung nack'suchen werde.

Steuer enf überzählige Zimmer. Kopenhagen, 20. Dez. Der Ausschuß, der sich mit de, Abhilfe der Woh­nungsnot in Kopenhagen beschäftigt, hat einen Plan ausgearbcitet, der eine Steuer der überzähligen Zim­mer vorsieht, da man sich von der Wohnungsenteignung wenig verspricht. Es soll jedem Einwohner ei« Zimmer zur Verfügung stehen und bei Wohnungen über fünf Zimmer soll für jedes Zimmer, für das kein Familienglied in Frage kommt, eine Steuer von zwei- hlindert Kronen erhoben werden.

Der Kampf der Montenegriner gegen dir Serbe«. Paris, 22. Dez. DerTemps" meldet nach einer Mit­teilung bei montenegrinischen Regierung, daß zwilchen dem 1. und 12. Dezember in der Umgegend von Betin je blutige Kämpfe zwischen Serben und Montenegriner« stattgefunden haben. Die montenegrinische Regierung wiederholte ihre Proteste loegcn der Besetzung deS Lan­des durch Schien bei der FriedeuAntjelcu-,

Amerika

Meuterei amerikanscher Matrose«.

tob. Ne w York, 22. Dez. 11 Mann der Schutzbe- satzung des amerikanischen Transportdampfers, der die amerikanistye Friedensabordnung zurückbrachte, wurden wegen Meute reimuf offener See verhaftet. 6 Mann befinden sich noch im Krankenzimmer, da sie bei der Meuterei durch Schüsse verwundet wurde«.

Heiurich Schulz erklärte, da die Unabhängigen den Erschlag, gemeinsam vorzugehen, abgelehnt hätten, Iki nur der. Weg einer Koalitionsregierung übriggeblieben, ® der Zugeständnisse gemacht werden müßten, natürlich den beiden Seiten. Es sei ein Leichte?, Beifall zu ernten, *nn man sich gegen Noske wende. Vielen Unabhängigen $ dies der Inbegriff ihrer ganzen Politik und ihres Biize« Parteiprogramm?. Die Revolution habe NoSke °»f bftt undankbarsten Posten gestellt, vor die schwersten 6n!icb(if!e und Wr den schwärzesten Undank. Die Be- W'mpfungen uiWDrohnngen hätten ihn nicht irre ge orbt, weiter s«M varteigenössische Pflicht zu Erfülle«. Mit Mstgrifsen gegen Noske würden nur die ^elchäfte der Unabhängigen besorgt. Deshalb müßte l* scharfer und unzweideutiger Trennungsstrich gezogen Herde« zwischen Mehrheitssozialisten und Unabhängigen, » keine Sozialdemokraten mehr seien. Das gebiete parteipolitische Taktik doppelt und dreifach, wenn Kan drei Monate vor Wahlen von einer Bedeutung Me ,wie sie bisher noch nicht da war. Noske er« Merke in der Abwehr der gegen ihn erhobenen Angriffe, die Schwadronierer hätten keine Ahnung von den Mwierigkeiten, mit denen er zu kämpfen habe. Das Mische Volk sei unklar und zusammenhanglos in die Revolution hineingetorkelt. Die Masse habe wirklich "icht gewußt, um was es sich handle, und sie sei

UNMN.

wb. Budapest, 21. Dez. Vierzehn zum Tode verurteilt: Terrcr'f en wurden heute im Hofe des Mili- t ärgtfangener/; 11 f?3 hin gerichtet.

Budapest, 22. Dez. Die seit einigen Tagen wegen der Frage der beabsichtigten Internierung der für Staat imd Gesellschaft bedenklichen Personen bestehende Re­gierungskrise ist vorläufig beigelegt lvorden. Die Sozialisten beschloffen, aus Rücksicht auf die allgemeine krisenhafte außenpolitische Lage und in der Hoffnung, daß bei den Internierungen eine strenge Auswahl ge­troffen wird, vorläufig weiter im Konzentrations­kabinett zu bleiben und an den Wahlen teilzunehmen; sollten jedoch die zuge^ichcrten öffentlichen Freiheiten für die Arbeiter bunten kurzem nicht zur Geltung gelangen, so wir- die sozialdemokratische Partei aus der Re­gierung austreten,

Noch teilte Freigabe der Gefangeuen in Sibirien.

Berlin, 22. Dez. Nach Mitteilung der Reichs

Ans dem besetzten Gebiet.

wb. Koblenz, 22. Dez. Auf die Vorstellungen d-s Reichskommissars'wegen Wiedereinführung der mit­teleuropäischen Zeit im besetzten Gebiet bat die intet» «filierte Rheinkandskommission dahin entschieden, daß nach der Ratifikation des Friedensvertrages nach ?lblauf einer gewissen Frist für die nötigen UebergangSvorbe- reitungen die mitteleuropäische Zeit für das bürgerliche und wirtschaftliche Leben wieder eingefuhrt werden wird. Für den Eisenbahnverkehr bleibt es bei der west­europäischen Zeit.

wb. Köln, 22. Dez. Infolge deS Kohlenmangels ist der Betrieb der elektrischen Straßenbahnen in verschiede­nen Orten in Frage gestellt In Krefeld wurd? der Betrieb vom 21. bis 31. Dez. eingestellt. In München- Gladbach ruht der Betrieb gleichfalls.

Frankreich.

wb. Paris, 22. Dez. Ter Ministerrat beschloß, das Briefporto innerhalb Frankreich? von 15 auf 25 Centimes zu erhöhen. Das Jahresabonnement für Telephone kostet von nun ab 750 Franken. Tie Wort­gebühr für Jnlandstelegramme wurde auf 10 Centimes erhöht. Für Auslandsielearamme wird der Vorkriegs­tarif verdoppelt. -Die Postanweisungsgebühren werden um die Hälfte erhöht.

Erzberger und das Reichsjustizministerinm haben festgestellt, daß di« Gegnerfein Recht" dazu haben, ihre Hand auf daS Reichsnoiopfer zu legen; denn da» ist mit der Vermögensabgabe doch gemeint. Wie eS scheint, haben die Westmächte die Unverfrorenheit, sich um die Meinung der deutschen Reichsregierung nicht zu kümmern.

Die Gärnng in Aegypten.

wb. Pari», 22. Dez. DaSJournal" erklärt, die Unruhen in Aegypten seien daraus zurückzusühren, daß die Kopten und Muselmanen auf keine der Fragen, die die Mission Lord Milners stellen wird, antworten wol­len. Ms dir Misswn eintraf, schlosse» die Geschäfts­leute ihre Läden. In einem Aufruf wurde'da? Volk Aegypten» aufpeforbert, bie Untersuchungskommission zu boykottieren. Eine Antwort auf ihre Fragen bedeute tzififchweigende? Anerkenntnis des englischen Protektorats. Außerdem besteh« der Belagerungszust«nh, und man lebe unter Standrecht, sodaß also Antworten nicht in voller Freiheit gegeben werden könnten. Al» Lord Milner sah, daß er in Kairo eine Untersuchung nicht führen könne, begab er sich nach Rieder-Aegypten, wo er eine bessere Aufnahme zu find«» hoffte. Die ägyptische Delegation aber glaubt, daß er auch dort keine Gegenliebe finden werde. Inzwischen warfen die Engländer eine Anzahl ägypfischer Würdenträger ins Gefängnis ;dadnrch erkläre sich der Ausstand.

Devtsch-Otsterreich.

Nur der Anfang eines Erfolge».

wb. Wien, 21. Dez. Staatskanzler Renner 6t»

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Berlin, 22. Dez. In. einer vom Bezirk-Verband -Kroß Berlin der Sozraldemskratischen PaÄei eruderiiko- w« AgAfisrrvkortKrenz Iain$. zn lebhafte» Trörtr» blivvv nraern. Die Konferenz Lofchkoß nahezu eittfiimmis, der

Manscht, daß nicht schon in einem Jahr der sozialistische «kunftsstaat geschaffen werde» konnte. Aus einem i Mlen verhung rten Lande könne man nicht in ein Schla- 1 l^senländ hineinspringen. Bei seiner Ankunft in Berlin - *n ihm 20 000 Mann revolutionäre Truppen zur Ver- 3 «gung gestellt worden, aber wennsieschießensoll- S<», seien sie nicht da gewesen, nur wenn es B9tn die Regierung ging. Solange er aus seinem Posten che. trage er das nötige Maß von Verantwortung in sich, durch Spektak lasse er sich nicht von dem abbringen, ~ a ** er für richtig halte. Er gehe nur, wenn er das Ver- w 11 *uen feiner Parteigenossen nicht mehr besitze. Die -ruppe sei nicht reaktionär, auch die Offiziere feien an der ^srechterhaltung der kapitalistischen Wirtschaft nicht inter­niert. Namentlich von den jüngerem Offizieren könnten ch die sozialistischen Forderungen cinstellen.

sei seine Sorge, die Söhne von Sozialdemokraten in nt Armee hineinznbekommen.

» . New-Dork, 22. Dcz. Mit dem Transport-

»HO-*? «Nipse»Basord" wurden 249 Extremisten, daninter ««ranber Surkmann, Emma Goldmann, sowie zwei 20 a* ^ete Fra. -.l na.", Sowjet Rußland zurückgeschasft.