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Die „Oberhessische Zeitung« erscheint sechsmal wöchentlich — Der Lezuar»rei» beträgt monatlich 2 JU frei in« Hau«; durch die Post JVO 2.10 •*. «hne «esteSgel». - »erlag »on Dr €. Sitzerath. - Druck der Unio .Bnchdr. von I » h. « ug. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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eli »etteUtt. — Bei Auskunft durch die »e,chiftsstelle u. »ermittlun, der Angrbst« » 4 Ssnderged-Hr. — Postscheckkonto: Ar. 6015 Amt Frunkfurt a. M.
schütze erteiltet \
wb. Kopenhagen, 20. Dez. Einer amtlichen Mit- teilstug zufolge sind die englisch-russischen Verhandlungen in Kopenhagen über den Austausch der Kriegsgefangenen ergebnislos abgebrochen worden.
* Norwegische Hilfsaktion.
Genf, 21. Dez. Das internationale Komitee vom Roten Kreuz in Geif wurde von der norwegischen Roten Kreuz-Organisation benachrichtigt, daß ein Komitee zur Bekämpfung der Hungersnot ins Leben gerufen worden sei. Die Aufgabe der Vereinigung besteht darin. Unter; stühungsgelder zu sammeln, die den ärmsten Völkern zu Gute kommen sollen. Tas norwegifckie Rote Kreuz hofft, noch vor Jahresschluss den ersten Hilfszug nach Wien abgehen lasten zu können.
Einstellung be» gesamten Personenverkehrs m Un- gar». Budapest, 20. Dez. Infolge der durch die Fcierteqe bedingten Verminderung der Kohlenproduktion stellt dir StaatSbahn vom 23. 12. bis einschließlich 1 1.
werden, in guter Beziehung mit den Verbündeten
zu bleiben. Die demokratische« Mitglieder he«' L« ^samten Personenverkehr ein.
Amerika.
Senat und Friedensvertrag.
wb. W a i h i n g t o n , 21. Dez. Die Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Senats hat die Entschließung des Senators Knock, die den Friedenszustand mit Deutschland herzustellen versucht, in abgeünderter Form angenommen. In der Entschließung wird der Regierung bei dem Plan der Errichtung einer internationalen Liga zur Aufrichtung des Friedens im Großen und Ganzen Unterstützung zugesagt. Ferner wird erklärt, daß die Vereinigten Staaten fortfahren
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Rach dem „Petit Parisien" wird Frankreich auf ftnet Forderung auf Lieferung von fünf leichten freozern bestehen, sich aber entgegenkommend issichtlich der Hafenmaterials zeigen.
Die deutsche Militärkommission, die gestern in diris eintraf und die Vorbereitung, der Inkraft- itzung des Friedensvertrages zur Aufgabe hat, »chte Angaben über die Transportmö.qjichkeiten ir die verbündeten Truppen, die zunächst laut tiedensvertrag nach Oberschlesien geschickt werden fleit.
kg. Paris, 22. Dez. Nach Meldungen aus Kris wird für Dienstag oder Mittwoch mit einer lntwort der Verbündeten gerechnet. Die Antwort
Deutsch-Oesterreich.
tob. Wien, 20 Dez. Zu den Gerüchten über ein zwischen Deutsch-Oesterreich und Frankreich geplantes B ü n d n i s g e g e n D e u t s ch l an d erfährt das „Deutche Bolttzblatt" von maßgebender christlich-sozialer Stelle, t>aß an eine derartige Orientierung der österreichischen Politk, insoweit die christlich-soziale Partei in Frage komme, nicht gedacht werden könne. „Wenn wir", so schreibt da? Blatt, „den realen Machtverhältnissen Rechnung tragend derzeit auf die Verwirklichung der nationalen Ideale verzichten müssen, so kann doch, von einer unfreundlichen, geschweige denn einer feindseligen Haltung gegenüber Deutschland keine Rede sein." — Anlaß der Gerüchte ist die starke Hinneigung der Wiener Regie-
wb. W i e v , 20. Dez. Nach den statistischen weisen sind in den ersten zehn Monaten 1919 in 52016 mehr Todesfälle und 59 292 weniger Lebendgeburten im Vergleiche zum letzten FriedcnSjahre zu verzeichnen, sodaß der Gesamtverlust 121308 beträgt.
Der Marschall verdankte seine Rettung dem Um- ! stände, daß er sich im ersten Automobil befand. Da die .Hauptangreifer ihn im zweiten Automobil glaubten, richteten sie ihr Feuer aus dieses. Die Personalien des Getöteten konnten au Hand eines Schriftstückes, das bei ihm gefunden wurde, festgestellt werden. Es handelt sich nm einen Ladenburschen aus Diiblin. Die Polizei- und Militärbehörde stellte in seiner Wohnung eine Untersuchung an und beschlagnahmte eine Anzahl belastender Dokumente.
wb. London, 21. Dez. Bonar Law erklärte in einer Rede, die Regierung werde die Errichtung einer irischen Republik nicht dulden. Die Anschläge auf Marschall French würden das englische Volk niemals dazu bewegen, Irland das Selbstbestimmungsrecht zu gewähren.
führte im englischen Unterhause aus: Der Friede muß so ^elb tote möglich in Kraft treten. Tie Revolution kann In keiner Hinsicht für die Verbündeten von Vorteil sein -tnb kann eine vernichtende Wirkung haben. Der
der fetzigen beuHdtjen Regierung würde nur zu drei Sinnen führen, und zwar zu einem vollkommenen Haos ober zu einer Regierung der äußersten Linken ober zu einer militärischen Reaktion, Cecil drang dann •uf rasche Wiederherstellung der diplomatischen Bezieh- Ingen mit Rußland und sagte, die wahre Ursache des iklichewismuS sei der H u n g e r. So lange die Lage ht Ausland so verwirrt bleibe, werde England niemals »ui Frieden in der Industrie und zur Wohlfahrt gebigen.
Ein warnendes englisches Urteil über TeutschlanE
tob. Amsterdam, 20. Dez. Der unlängst von sturm Besuch Deutschlands nach England zurückgekehrte Herausgeber des „Statiit" und Finanzberater der englischen Regierung, Sir George Ponish, schreibt in der -Internationalen Revue", daß die Zahlungen Teutsch-
Angesichts der stets gezeigten festen des nachbolschewistischen Ungarns bestehl daß die Budapester Regierung ihre Forderung««
t Verbündeten erscheint nach Auslastung liiser halbamtlichen Blätter zweifelhaft.
Tie Kommission Simfon.
wb. Paris, 21. Dez. (Havas.s Die zweite
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kaufe» näher« latte».
rung zu den Westmächten.
wb. Lugano, 20. Dez. Der „(Sortiere della Sera schreibt über die B-hanolung Oesterreichs durch den Obersten Rot: Oesterreich sei eine Fehlgeburt und eine Republik von Deutschen, die sich so nicht nennen dürsten und Wien die Hauptstadt eines' Reiches ohne Reich. Italien bebe deutlich erklärt, daß es von einem Donaubund 'den die Wrstmächte erstrebens nichts wissen wollte.
Berlin, 20. Dez. Die plötzlich verhängte Berkehrs- sverre führte laut „Lokalanz." in Wien zu den tollsten Tninnltszenen auf den Ausgangs- und Zwischeu- bahnlwfen. Aus dem Westbahnhof stürmten die Fahrgäste bewaffnet die Bahnsteige. Für Fahrkarten wurde im Schleichhandel der sechsfach« Fahrpreis gefordert. Aus dem Nordwestbahnhof drangen 5000 Personen mit
Belgien und die Westuiächke. I
wb. London, 20. Dez. (Havas.) Reuter meldet: Belgien, das die Bildung einer Liga ober eines Bünd- nisses zur Gewährleistung feiner Sicherheit verlangt hatte, Hot ein Abkommen a b g e l e h n t , nach dem man ihm während einer Dauer von fünf Jahren seine terri-1 toriqle Integrität sicherte im Falle eines nicht provo-1 zierten Angriffes. Belgien ist der Ansicht, baß es wäh- renb biefer Periode von fünf Jahren nicht ernstlich bedroht würbe unb will bas Abkommen auf eine längere Zeitbauer abschließen. Man hat ihm hierauf vorgeschla- gen, bic Stellung ber garantierten Neutralität ge-1 maß Vertrag van 1839 Wiebe reinzunehmen. Belgien hat ober auch dieses Angebot abgelehnt. Die fran- '.ösische, die englische und die belgische Regierung prüfen gegenwärtig andere Vorschläge, da Belgien gewisse .Befürchtungen hegt angesichts.der Haltung Amerikas zu dem amerikanisch-französisch-englischen Garaniievertrag.
-----♦----- „ I Holland verweigert die Auslieferung des |
Halsers.
Brüssel, 21. Dez. Wie gemeldet wird, hot Holland den Vertretern der Verbündeten mitteilen lasten, daß es die Auslieferung des ehemaligen Deutschen Kaisers verweigern werde. Die holländische Regierung werde sich auf das As^l recht stützen und andere Gründe geltend machen.
tu. Genf, 21. Dez. Herr Jgnace, Staatssekretär für Militätiusttz, der die Liste der auszuliescrnden deutschen Militärpcrsonen entworfen hat, ist gestern nach London abgereist, wo er mit den englischen und belgischen Delegierten die Auslieserunqsfragc besprechen wird. Aus England lassen „Matin" und das „Journal" sich melden, daß man dort die Absicht hat, Kaiser Wilhelm nicht in London, sondern in einer anderen englischen Stadt, vielleicht sogar auf einem englischen Kriegsschiff- abzuurteilen.
siehe nicht.
1 Ter Anschlag auf Lvrd
1500 Name« auf der Auslieferungsliste.
wb. Paris, 21. Dez. Nach Mitteilung Marcel Hutins im „Echo de Paris" sind die Bor- bereitungcn für die Einleitung des gerichtlichen Verfahrens gegen die als schuldig befundenen Deutschen weit vorgeschritten. Mehr als 500 auserlesene Deutsche, darunter in der Mehrzahl mili- ärische Persönlichkeiten, eist Sohn Wilhelms II., Kronprinz Rupprecht und eine Reihe von Armeekommendeuren stehen auf dem Verzeichnis. Insgesamt werden von allen Verbündeten zusammen der deutschen Regierung 1500 Namen mitgeteilt werden.
wb. Amsterdam, 19. Dez. Die englische Wochenschrift „New Statesman" schreibt zur Frage bet Nus- licfrung b.’t dcnisclien Militär- und Zivilpersonen, es erscheine-sehr zweifelhaft, ob die Auslieferung gegen die öffentliche Meinung in Deutschland durchzusühren fein werde. Tie augenblickliche Lage laste die Frage entstehen, ob es nickt bester fei, von der an sich gerechten Forderung auf Auslieferung abznsehen. — Für den normal national Empfindenden ist es eine Selbstverständlichkeit, feine Hand zur Auslieferung von Volksge- uoffen nicht zu bieten.
„Dailp Tel g.avh" schreibt, Lord George und seine Kollegen hätten ihren Standpunkt in Bezug auf den Kaiserprozeß nicht geändert. Auch die übrigen Deutzen, di- England gegenüber die Kricgsgesetze zur See vorletzt hättcu. würden sich dafür'in England verantworten müffen.
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Der Unreigrnprei, betrügt fit dir Sgest». Zeile 80 4 u 50>l,ttuttunatiu^L u = 45 4, amtliche n. ausmärtige »4, Reklame,eile 1.80.1. Jeder Rabatt gilt
-----------.. —----------— - 1919
Weihuachtsgaben für die Kriegsgefangenen.
wb. Berlin, 20. Dez. Die Reichszentralstell« für Kriegs- und Zivilgesangene teilt mit: Die Bemühungen ber Regierung, unsere Kriegsgefangenen IN Frankreich durch Liebesgaben des dauernden treues Gedenkens der Heimat zu versichern, wurden seit Bo« ginn der ungünstigen Witterung noch gesteigert. Di« Kriegsgefangenenabteilung der deutschen FriedenSicki« ordnung führte mit Hilfe der dänischen Roten Kreutz« Vertretung in Paris, die sich dadurch erhebliche Men« gen Winterlleidung, Wäsche, Schuhzeug, Tabakware« und Lebensmittel den deutschen Kriegsgefangenen zu. Wegen der großen Transportschwierigkeiten, namrnt« | lich in der ehemaligen Kampfzone, wurden die Ware« ohne Rücksicht auf die besonders hohen Kosten durch Lastautos unmittelbar in die Lager abgerollt. Di« Versorgung der. Lager des Hinterlandes wurde durch den deutschen Hilfsdienst in Bern mit äußerster Abspannung fortgesetzt. Unter dem Protektorat unb bei Leitung von Delegierten des internationalen Rot« Komitees vom Roten Kreuz rollen in diesen Tage! aus der Schweiz besondere zu diesem Zweck sammengestellte Lasiautokolonnen in die ehemalig« Kampfzone. Der ganze Südteil des Wiederausbaugr« I biets, worin der größte Teil der Kriegsgefangenen ar« beitet, bis herauf nach Laon wird auf diese Weise mit deutschen Liebesgaben versorgt. Der Nordteil div- I ses Gebietes wird durch eine zweite unmittelbare Last- I automobilverbindung von Paris und Boulogne aus mit ^deutschen Liebesgaben versorgt. Die Ltebesgaben bestehen aus Wäsche, Kleidung, Schuhzeug, Decken, Ta« bakwaren, welche von der deutschen -Regierung nach der Schweiz und Paris geschasst wurden. Bon Däne- mark aus wurden unmittelbar aus dem Seewege nach Boulogne, aus 24 Waggons Lebensmittel gesandt« welche die dänische Rote Kteuz-V.-ctretung in Pari« mit Lastautos verteilt. Den Kriegsgefangenen im ftaw- I zösischen Hinterland ging vom Hilfsdienst in Bern unmittelbar eine besondere deutsche WeihnachtSgab« ' zu. Außer den Liebesgaben geht von Paris au» öoX der deutschen Kriegsgesaugenenceriretung der Frieden»i aborduung im Einverständnis mit der Reichszentralstelle an "jedes einzelne Ariegsgesangenestlager sowohl in der ehemaligen Kampfzone wie in den Hinte» landslagern ein besonderer Weihnachtsbrief, der den I Kriegsgefangenen die herzlichsten, anteilvollsten Gruß« der Heimat übermittelt. Jedem Brief ist je nach bei Belegstärke eine abgestufte kleine Geldspende beige- legt worden. Diese ist dafür gedacht, den heiliger ' Abend auf heimatliche Art so freundlich zu gestalten, [tote es unter den jeweiligen Umständen möglich ist
. Die LerWdlmm in $«is.
wb. Paris, 21. Dez. Der Oberste Rat be- pidelte gestern erneut die Frage der Wieder- Machung für die bei Scapa Flow versenkten !chiffe. Die Frage konnte nicht erledigt werden, i die englische Abordnung noch »ine dienstlichen --Reifungen aus^ London erhalten hatte. Die fischen Schiffahrts-Sachverständigen übeigaben - en Vertretern der Friedenskonferenz die von 'jL f hne« wegen der leichten Kreuzer verlangten Aus-
mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
t Tageszeitung für (das früher kurheMche) Oberhessen
' Klung ber deutschen Kommission unter Führung Herrn i 1 Simfon, ist gestern in Paris eingetroffen.
«ne offiziöse deutsche Stimme über die Bestrafung Deutscher.
: f (Berlin, 21. Dez. In der „Deutschen Allg. Zta." j Krb gesagt: ES ist trinc 3rang; daß Wir heute, knapp Ar dem Inkrafttreten de? Friedcnsvertragcs noch, cin- eat vor der Möglichkeit stehen, diesen Vortrag ans eilte «tue günstigere Grundlose zu stellen. Wenn der Gedanke der Gemeinsamkeit siegt, wenn bic Iber ber | internationalen Gemeinschaft sich bnrchringt, bann ist l IttS Ergebnis auch mit ber schmerzlichen Abgabe nickt zu : kuer bezahlt. Im übrigen wirb bic deutsche «Regierung : iBe$ daran setzen, wirklich Schuldige zu bestrafen. Da? : Ruterial ber Verbünbeten muß bic Grunblagc zum schärfsten Vorgehen bilben, unb bie^ Ankläger ber Vertun beten müssen jebc Möglichkeit bekommen, bie Jnter- tffen ihrer Sänber zu vertreten.
Erzkadungen nur für die Tschechen.
tob. Stettin, 20. Dez. Währenb bie Kommission ler Verbündeten seit der fast dreimonatigen Ostseesperre tzreifahrtscheine für dcnlsckc Erzbampfer nicht erteilte, denn bic Labung für b e u t f cb e Eitentverkc bestimmt bar, ließ sie bic» erstmalig für fünf Dampfer ber Stet- ■ Üncr fRccberci Kunstmann zu. tocil bic Ladung für ifch echo-slowakische Eisenwerke bestimmt war. Nr Dampfer mit zusammen 20 000 Tarnten Eitenerz trafen nachmittags hier ein unb worben alsbald in 8ähnc entöscht, van wo sie mit ber Bahn zu ihrem Bestimmungsort beförbert werben.
^folgen können. - Es sei nutzlos barauf zu warten. I n Dentschlanb fehle alles: Klcibung. Lebens- Mittel. Brenn st es sc. Gelb und Kredit. Die Umwälzung üt Deutschland werbe auch Frankreich, Italien Xn b sogar England vernichten. Ohne Roh- 8offe für feine Fabriken und Lebensmittel für seine Be- bölfcrung könne Tcckttckland keine Wiebcrgnimachung ’^ftet-. Um Frankreich wicbxrherzuftellen, müsse man $e tt s ch l n n b wieberherstellen.
«icbctanilcbcns,bc» Mititarismus
fäner^ hoffen, tn^ ihr die Grundlage für eine Il Ungarns Bedingungen iiir die Betet- Schlichtung des anläßlich der Besprechung des Frie-1 densvertrages entstandenen Konfliktes zu finden. IuUJIUIHb»
Amerika, Japan und dir Bekämpfung der Bolfchrwistr«. tu. B U d a p e st, 21. Dez. Di« Budapestei wb. Paris, 20. Dez. Dem Korrespondenten des I Blätter veröffentlichen den Wortlaut der An!» „Malin" in Washington zufolge halte Staatssekretär wortnote, die di« ungarische Regierung am 27. Lansing unb ber japanische Botschafter Anfang De- ds. Mts. an den Obersten Rat in Erwiderung auf zember eine lange Besprechung über bie Mittel einer bie letzte Mitteilung Elömenceaus abgesandt hat. wirksamen Bekämpfung ber Bolschewkstcn. Obwohl bie Die Regierung Huszar erklärt in dieser Note, Vereinigten Staaten kein birefteS Interesse wie Japan die ungarische Nation den Friedensschluß sehn-
baran haben, bie Bolschewisten an ber Festsetzung in un^ ^asch herbeiwünsche, aber solange nicht
Wladiwostok zu binbern galten fieC8tnbcffcn^rbrm« .n fci übet ben Frieden zu verhandeln,
Vereinigten (Staaten in Sibirien ist durchaus nicht sicher, durch den Obersten Rat das nationale ^fuhl d« denn die Regierung kann ohne bie Zustimmung beS Kon- Ungarn Mit Fußen treten und dre wirtschaftllch«» grosses nichts tun, von bem gewisse Mftglteber überhaupt Bedingungen für den Wiederaufbau in Ungar« gegen jede Einmischung sind. Auf jeden Fall wird I a -1 gefährden könnten. Die Not« weist darauf hin, pan allein handeln, wenn dies nötig toiib. foafj die Rumänen Ungarn vollständig ausge« Amerika wird dagegen Einspruch erheben. Iplündert und, wie einwandfrei sestgestellt
. Iwird, dem Lande einen Schaden von 82 Mil« cm:.....W Iliarden verursacht haben. Unter solchen Um-
Dtk rnfsische «BtrrlUflrr» I ständen, so führt die Note weiter aus, steht sich die
Die Lage im östlichen und südlichen Rußland wird ungarische Regierung in di« Lage versetzt, die immer unübersichtlicher. Klar zu'erkennen ist nur, Friedensabordnung nach Neuilly nur dann zu daß Koltschak einen starken Rückschlag erlitten und sich entsenden, wenn folgende Bedingungen erfüllt
I weiter nach Osten zurückgezogen hat. Im übrigen aber! sind:
kann man sich in dem Wust sich beinah« täglich wider- i. wenn der Oberste Rat die sofortig« sprechender Nachrichten nicht auskennen und nicht Räumung des besetzten ungarischen Gebiet» sagen, in wessen Händen nun augenblicklich Süd ruß-1 entsprechend den Bestimmungen des Waffenstill« land bezw. Teile Südrußlands sind. Augenblicklich I standsvertrages anordnet,
soll der nach einer vorgestern mitgeteilten Meldung 2. wenn die Kommission der Verbündeten zur «durch General Wränget ersetzte Denikin einen Hnfetfudjutig der unrechtmäßigen Requisitionen davongetragen haben: . I der Rumänen eingesetzt und Rumänien Vertrags«
mb. Stockholm, 19. Dez. Aus Helsingfors toirb Pflicht auferlegt wird, den verursachte«
dem „SArska Dagebladet" berichtet: General De nr- s^ be wiedergut zu machen,
hin soll in ber Richtung auf Zarrtzm einen bedeutenden I ° " 2*. ' ...
Sieg davonaettagen, 10000 Gesänge gemacht sowie 3. wenn die von den NumSneninHaftgehal 5 Kanonen und 25 Maschinengewehre erbeutet haben. tenen drei ungarischen politischen Persönlichketten, tob. Amsterdam, 20. Dez. Laut „Telegraaf" Idie in die Friedensabordnung ernannt melden die ongläschen Blätter, daß einem drahtlosen I freigelassen werden.
Tclenramm ans Moskau zufolge das rote Heer die Ber- foHung der Truppen Koltschaks sortsetzt und Niko- l a i e to b e s e tz t hat. Die Bolschewisten haben 5000 Gefangene gemacht, darunter einige Generale und -54 Ge
lob. London, 20. Tcz. jHo.vaS.) Der König ^rlchtoic eine Depesche an Felbtitorfcka.ll Lord r end), ür der er ihn dazu beglückwünsckt, daß er beut gegen ihn *tiÄic‘cn Anschlag en-gaegen iji.
Ensilluid.
eeci.l fordert schnellen Frieden.
11 e r b a m , 20. Dez. Lorb Robert Cecil
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