mit dem Kreisvlall für den Kreis MarVürg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) OLerhessen
-k
,Oberheskische Zeitung- erscheint sechsmal wöchentlich. — Der
Die
Der Anzeigenpreis betrögt für die »gesp. Zeile K> J «. 50»/. reuerungtzuschl- tj = 45 4, amtliche *. auswirtige 55 4, Reklamezeile 1.50 X Jeder Rabatt gilt "4. al» Barrabatt. — Bei Auskunft durch die »eichäftrstell« ».Vermittlung ber inf*
Angebete 35 j SanbergebShr. — Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. St. XIVI* ;
X» OQtt Bezugspreis beträgt monatlich 2 X. frei iiti Hauk; durch die Pest
JI2. £vV 2.10 X. ahne Bestellgeld — Derlag »an Dr. C. Hitzereth. — Druck der
10 X. ebne Bestellgeld — »erlag »an Dr. C. Hrtzer »th. — Druck I Unw »Buchdr. von Ioh. Äug. Noch. Markt 21/28. — Fernsprecher 55.
Bse
und schlug vor, noch
>rning Post" erklärt, daß es jetzt sicher fei, daß
Die Arbeiterfrage im Wiederaufbaugebiet. .
ch Genf, 19- Dez. „Echo de Paris" meldet, ♦ % bei den gegenwärtigen Verhandlungen mit
in
HL.
V
■Jinsgen an Herrn Dutasta gerichtete Frage erklärte
richte sich nur gegen englische Militärs, die deshalb, Schrecken gesetzt, Damaskus plötzlich verlassen hätten.
tob. Paris, 18. Dez. Die Kammer wählte unter allgemeinem Beifall Deschanel zum Präsidenten mir 476 Stimmen von 506.
dieser, es sei unrichtig, daß Elämcnceau Pressevertretern gegenüber geäußert habe, die Herausgabe unserer Gesungenen mit anderen Fragen verguicken zu wollen. Dies entspreche nicht den Ansichten des Herrn Clemenceau, der die Gefang^ienfrage mit keiner anderen verknüpfen wolle.
Berlin, 18. Dez. In der Instruktion an
________ Hafenmaterial nach Wahl der Brr fündeten zu bauen. Die technischen Sachverständi-
Die Räumung der baltischen Gebiete.
tob. Königsberg, 19. Dez. Tas lettische uttb litauische Gebiet ist seit dem 16. d. Mts. früh von allen Teilen der ehemaligen russischen Armee geräumt. Dir deutsche Legion und Eiserne Division haben ihren Abtransport nach dem Reichsinnern begonnen.
Haag, 19. Dez. „Daily Expreß" meldet, daß die nächsten Wochen eine schnelle Entwickelung der inner» politischen Verhältnisse Englands bringen werden. In Regierungskreisen spricht man bereits von Neuwahlen im Februar. — Der in England herrschende Mangel an Farbstoffen für das Färben der Wolle hat dir Handelskammer in Dorkshire veranlaßt, auf die Regierung zu dringen, daß das Einfuhrverbot für Farbstoffe aus Deutschland sobald tote möglich aufgehoben wird.
tob. Amsterdam, 18. Dez. Der „Telegraas" meldet aus London: Angehörige der vormals feindlichen Staaten dürfen während der nächsten drei Jahre die britischen Kolonien nicht ohne die Zustimmung des britischen Kolonialamtes besuchen.
Kundgebungen gegen England in Damaskus.
tob. Paris, 17. Dez. Nach einer Radiomeldung aus Kairo sollen an Kundgebungen in Damaskus, die täglich stattfinden, um die Rückkehr des von den Engländern verhafteten Generals JaSzin Pascha, des Oberbefehlshabers der arabischen Armee, nach Damaskus zu erreichen, 15 000 Personen beteiligt fein. Die Bewegung
Ist MN» NMMmW.
Angesichts der großen Not Deutsch-Oesterreichs und der Unfähigkeit und Unproduktivität der sozialdemokratischen Wiener Regierung, die in ihrer westlichen Orientierung Heil und Rettung des Landes von den Westmächten erwartet und ihnen für ihre Hilfe alle Monopole und sonstigen Hilfsquellen zu verpfänden bereit ist, macht sich eine zunehmende Abtrennungsbewegung geltend. Vorarlberg will zur Schweiz, Salzburg und Tirol zu Deutschland, wenigstens in wirtschaftlicher Hinsicht. Es rächt sich nun das Versäumnis vom vorigen Jahr, daß man den Anschluß an das Deutsche Reich nicht vollzog (woran auch die damalige Reichsregierung nicht unschuldig ist) und die Gegner vor nicht mehr zu beseitigende Tatsachen stellte. Jetzt setzen die „Herren der Welt" in Paris und London ihr starres Veto dem Anschlußbegehren der deutschen Oesterreichs entgegen, und es ist nicht abzusehen, wie man gegen dieses Nein mit Erfolg ankommen könnte. Das Ziel der Westmächte ist ein als selbständiges Gemeinwesen lebensunfähiger, von ihnen ganz abhängiger österreichischer Staat, dessen unmögliche Grenzen entsprechend dem Vertrag von St. Germain unverrückbar festgehalten werden sollen. Das bestätigt erneut eine Note des Obersten Rates, die dem Staatskanzler Renner überreicht worden ist und in der mitgeteilt wird, daß angesichts gewisser Abtrennungsagitationen die Verbündeten der Ansicht sind, daß wenn die trennenden Kräfte irgendwie zum Durchbruch gelangen sollten, eine solche Trennung das völlige Z e r s a l l e rx, des österreichischen Staates nach sich ziehen und das Gleichgewicht Mitteleueopas stören würde. Die Note betont, die Verbündeten möchten keinen Zweifel darüber bestehen lassen, daß sie dis territorialen oder sonstigen Bestimmungen des Friedensvertrages von St. Germain aufrecht erhalten wollen. Von diesem Gedanken geleitet, habe der Oberste Rat folgende Entschließung angenommen, die er durchzufiihren entschlossen sei:
„Bon dcm Wunsche geleitet, den Bestand Oesterreichs in den Grenzen sichcrzustellen, die ihm angewiesen sind und entschlossen, die Bestimmungen des Friedensvertra- gcs uon St. Germain zur Geltung zu bringen, erklären die alliierten und assoziierten Mächte, daß sie sich allen Versuchen toi der setzen, die geeignet sind, die Integrität des österreichischen Gebietes oder im Gegensatz zu den Bestimmungen des Artikels 28 des erwähnten Vertrages in irgendeiner Weise, fei es unmittelbar, sei es mittelbar, die politische oder wirtschaftliche Unabhängigkeit Oestercichs zu beeinträchtigen."
Die Fürsorge für Deutsch-Oesterreich ist rührend. Seine politische oder wirtschaftliche „Unabhängigkeit" darf niemand „beeinträchtigen" als die West" machte, die „Beschützer", deren Gebilde die «Republik Oesterreich" ist.
Staatsfanzler R e n n e r und die österreichische Abordnung sind am Donnerstag Abend abgereist.
wb. Amsterdam, 18. Dez. Dem „Telegraas" zufolge richtete der englische Hilfsausschuß für Wien einen u a. von Haig, Asanith. Robert Ceeil und Henderson unterzeichneten Alisruf an das englische Volk. Die bri- tische Regierung sagte dem Ausschuß volle Unterstützung zu und br'schkoss. eine ausreichende Menge Steinkohlen nach Wien zu senden.
Marburg Freitag, 19. Dezember
Frantteich.
Antrag auf Veröffentlichung der französischen Dokumente
tu. SB a f c I, 18. Dez. Die Preß-Information meldet aus Paris: Die französischen Syndikalisten haben in der Kammer einen dringenden Antrag eingebracht, wo- rin die Veröffentlichung der, französischen Dokumente zum Kriegsausbruch gefordert wird. Eine endgültige Stellungnahme der Regierung zu dem Antrag ist noch nicht erfolgt.
Ufber den inneren Grund des Mißerfolges der Spar« Prämienanleihe schreibt der „Berl. Lokalanzeiger" u.<t:
Genugtuung über diesen Mißerfolg wird niemand empfinden, gleichviel, wie er zu Herrn Erzbergers Finanzpolitik stehen mag. Der Fehlschlag trifft den Kredit de» Reiches, und die Kosten hat daS deutsche Volk *# tragen. Aber deswegen kann und muß doch sestgesiemt werden, daß in dem hinter den Erwartungen weit zurück- bleibenden Ergebnis der Anleihe sich der Widerwille weiter Volkskreise gegen die ganze Erzbergerfche Finanztoirtschaft unserer Tage sehr deutlich ausdrückt. Es ist richtig, Herr Erzberger mußte inmitten ber Zeichnungsfrist mit seinen zum Teil ungeheuerlichen Finanz- und Steuerprojekten aus den Markt treten. Auch sonst fehlte es nicht an ungünstigen Einwirkungen, für die et nicht gut verantwortlich gemacht werden kann. Diese Hemmnisse hätten aber immerhin überwunden werde» können, wenn der Ton, der von oben her angeschüigeq wurde, wirklich auf eine Friedenspolitik im Innern abgestimmt getoefen wäre. Statt dessen wurde, gerade in diese» entscheidenden Wochen, von den maßgebenden Männer» — Und allen voran immer Herr Erzberger — das Menschenmögliche geleistet, nm den inneren Krieg immer wieder neu zu entfachen. Herr Erzberger schwelgte form* Kd, in herausfordernden, in verletzenden, in brutale» Redewendungen gegen die nicht zu seiner Regierungsmehrheit gehörigen Teile des Volks, und wenn jetzt die Qust- tung für ein solches, in jedem Sinne unstaatsmännischeS Gebaren ausgestellt wird, so kann sich die Reichsleitun- in erster Reihe bei ihm für diesen beschämende» Witz- erfolg bcdankeu.
-__-.-.u» ———__. "wf“- —*.r---es"- ...
« Amerika.
tob. Haag, 17. Dez. Der „Nieuwe Courant" meldet ans Newhork, daß der frühere amerikanische Botschafter in Deutschland Gerard eine Kampagne für die Präsidentenwürde als unabhängiger Kandidat begonnen habe. Man glaubt, daß er versuchen werde, von den Demokraten als Kandidat ausgestellt zu werden.
Zürich, 17. Dez. Nach einer Meldung atoS Paris wurden seiner Zeit laut Waffensiillstandsbedingungen 10 deutsche Passagierdampfer au die Vereinigten Staaten misgeliefert, um die amerikanischen Truppen in ihre Heimat zu befördern. Bis jetzt haben die Vereinigten Staaten sieben von diesen Schiffen nicht abgeliefert. Die Angelegenhcit ist vor den Behörden der Vereinigten Staaten anhängig gemacht, sie wurden um bal- dige .Ablieferung dieser Schiffe gebeten.
S-WWemMe — XeitsnotoM
Das Ergebnis der ersten „Friedensanleihe" der deutschen Republik stellt, gemessen an den Erträgen der Kriegsanleihen des kaiserlichen Deutschlands, einen ausgesprochenen Mißerfolg dar. Aus 5 Milliarden hatte man gerechnet; e, sind noch kein« 4 gezeichnet worden, trotz der Aussichten aus Millionengewinn« und einer umfangreichen Re.^ klame. Nach dem „Vorwärts" sollen bei der Propaganda, für di« 10 Millionen ausgegeben wurden, obendrein Journalisten für gutes Geld gewonnen worden sein, um für die Anleihe günstige Werbeaufsätze in ihre Zeitungen zu brigen, wo», rüber Herr Erzberger eine Untersuchung veranlaßt' hat, bei der, wie offiziös dazu erklärt wird ,„rück-^ stchtslos zugegriffen" werden soll. Im übrigen, ist der Reichsfinanzminister nicht unzufrieden mit' dem Ergebnis, nur dem Großkapital, das Zurücks Haltung geübt habe, hat er in der Nationalver-, sammlung eine Rüge erteilt. Andere freilich, und nicht nur Männer und Blätter der Rechten, so«- dern z. B. der demokratische Abgeordnete Dr«' Friedberg, der erneut die Steuerpolitik Erzbergers schärfster Kritik unterzogen hat, sind! der Meinung, daß sich jeder andere Finanzministerj angesichts des Mißerfolges der Anleihe in das, Privatleben zurückgezogen hätte. Aber Herr Erz-, berger ist nun einmal nicht so schwachnervig und, läßt sich durch das öffentliche Mißtrauensvotum' gegen feine Finanzpolitik, das das Zeichnungsergebnis doch darstellt, nicht anfechten. Er hat ja dafür andererseits einen vollen Erfolg zu buchen in Gestalt der endgültigen Annahme des Reichsnotopfers sowie der Umsatzsteuer, zweier Kernstücke seines Finanzprogramms. Dem Reichsnotopfer hat die Nationalversammlung mit großer Mehrheit zugestimmt entgegen den eindring, lichen Warnungen der geschlossenen Phalanx von,' Handel, Industrie und Handwerk und auch von führenden demokratischen Abgeordneten wie Dr.' Friedberg und Eothein, deren Fraktionsmehrheit jedoch ebenfalls für die Vorlage eintreten ist.
Im Interesse des deutschen Volkes liegt es, daß der Optimismus Erzbergers und seiner Mehrheit nun auch einmal Recht behält, die glauben, daß, weil ein, deutsches amtliches Gutachten den Gegnern das Recht abstreitet, ihre Hand auf den Ertrag des Reichsnotopfers zu legen, das nun auch nicht geschehen werde und daß die Gegner, wenn sie es zu tun beabsichtigen, das so rechtzeitig ankündigen werden, daß die Einziehung des Reichs- notopfers nicht vorgenommen werden soll. Wenn Clemenceau und Lloyd George nun aber diese» ihnen deutscherseits abgestrittene Recht doch behaupten oder wenn sie mit ihrem Zugriff warten, bis die Einziehung begonnen hat und zu einem mehr oder weniger großen Teile erfolgt ist oder wenn sie einfach, wie sonst auch, auf alle» Recht pfeifen und ihre Macht gebrauchen? E» ist zweifelhaft, ob der Reichsfinanzminister dann auch noch einen Ausweg wissen wird. Dagegen ist gewiß, daß die Milliarden dann ebenso verloren sein werden wie di« deutsch« Handelsflotte, die, wie Herr Erzberger damals mit aller! Energie behauptet«, nur ausgeliehen, nicht aus- geliefert sein sollte. Damals freilich ttug er als Unterhändler die alleinige Verantwortung, jetzt hat sie die Mehrheit der Nationalversammlung mit übernommen.
♦ $ Deutschen auch die Arbeiterfrage betr. 8 Wiederaufbau vorläufig geregelt werde. Die Kündeten haben den Deutschen zum Ausdruck ^acht, daß sie keinen Arbeiter- oder *t1 i « b s r o t im Wiederaufbaugebiet dulden
tob. Paris, 19. Dez. Herr v. Lcrsner ließ dem Sekretariat der Friedenskonferenz am Donnerstag eine Note zugehen zur UeÜermittelung des Wortlautes des am 13. 12. von der Nationalveriuinmlung angenommenen Gesetzes, das die Verfahren vor dem Reichsgericht für die Aburteilung von Vergehen regelt, die unter Verletzung der Kriegsgesetze auf fremdem Boden begangen worden sind.
---*---
ss» v. LerSner ist dieser gebeten worden, Herrn Du- “Mu fragen, ob die Zeitungsnachricht zutreffend fei, ^4 Clemenceau die Herausgabe der deutschen Ge- ausländischen Journalisten gegenüber von dem deutscher A rb eiter im Wiederausbaugebiet . gemacht haben soll. Aus eine von Herrn v. LerS-
, J ^ben. Die Deutschen sollten vorerst nur die jtt>j ^antie für die Gestellung von 400 000 Arbeitern ^nehmen.
Englische Rechtfertigung der N-BootkriegS- Methoden.
„Mäßigung im Krieg« ist Blödsinn?"
Lord Fisher of STilberftone, ber, wie di« „Mocning Post" nnlängK schrieb, „als Erster Lord der Admiralität dauernd VotKe'reitungen zum Vernichtungskrieg gegen Deutschlmi5''kraf", hat feinen „Memoiren" einen zweiten Band, „Records", folgen lassen. Hierin zitiert er über den N-Boots-HandelSkrieg den Wortlaut einer Denkschrift, die er drei Monate vor AnSbrnch des Krieges dem Premierminister Asquith vorgelegt hat. Ihr Inhalt zeigt, daß die von englischer Seite so ost alS „barbarisch" bezeichneten deutschen Kriegsmethoden von dem Ersten Lord der englischen Admiralität als richtig bezeichnet wurden, noch ehe sie angetoenbet worden sind In der Denkschrift heißt es:
„Es erhebt sich die Frage, toaS ein Unterseeboot gegen ein Handelsschiff, das es trifft, ausrichke» kann. Es kann das Handelsschiff nicht kaper»; denn es hat keine Leute Übrig, die es als Prisenmannschast an Bord schicken kann. Ein ttubrauchbarmachen der Maschinen oder Schrauben toürb: tuenig ober nichts nützen. Es kann es nicht in einen Hasen gefeiten, kurz, es ist für das Unter-; sceboot unmöglich, mit dem Handelsschiff nach den Porschristen des anerkannten Völkerrechtes zu verfahren. Unter diesen Umständen ist anzunehmen, daß das feindliche Unterseeboot diese Vorschrift unbeachtet lassen und, jedes Fahrzeug versenken wird, das nach einem englischen Handelshafen sähet, auf alle Falle jedes, das bewaffnet ist oder Baumvare befördert. Es bleibt dem Unterseeboot nichts anderes übrig, als seine Prise zu versenken. Tas Wesen des Krieges ist Gewalt. Mäßigung im Kriege ist Blödsinn. Dazu kommt, daß das anscheinend harmlose Handelsschiff bewaffnet fein kann, und dann hätte das Unterseeboot sich selber geliefert, nenn es von der Versenkung Abstand nähme. Kann zudem in zahlreichen Fällen ein Unterseeboot ein Handelsschiff uubclästigt ziehen lassen? Dem Anschein nach ein unschuldiger Kauffahrer, kann es in Wirklichkeit eines der vielen Fkotten- hilfsschisfe, ein Minenleger fein oder Truppen an Bord haben und bergt. Dars das Unterseeboot austauchcu, um anzufragen und jede Augriffsmögüchkeit zu verlieren, falls das Fahrzeug schneller sein sollte als es selbst? In diesem Lichte gesehen, ist die .Bewaffnung ber englischen Handelsschiffe unglücklich; beim sie gibt dem feindlichen Unterseeboote eine ausgezeichnete Entschuldigung twenn es einer bedürftet, sie zu versenken, nämlich die der Notwehr gegen die Geschütze des Handelsschiffes. Die Antwort auf all das Vorstehende kann nur sein, daß lso barbarisch und unmenschlich es erscheint), wenn das Unterseeboot überhaupt gegen den Handel eingesetzt wird, es seine Prisen versenken muß."
J- Vertrag von Versailles am 1. Januar 1920 in Form ratifiziert und der Völkerbund infolge- M fitn automatisch in Kraft treten werde. Der 4 it des Völkerbundes werde vermutlich am 7. oder ♦ i .Januar in Paris zusammentreten. — Danach Tj 6n,t man in England an, daß Deutschland sich T; K Forderungen der Westmächte schließlich fügt.
stehen darüber noch in Verhandlungen. Die — trage hängt hauptsächlich vom Entscheid Englands U tö, da ihm der größte Teil dieser Beute zugeteilt ■ Mroe» soll."
M Ke Lieferung des Hafen material» um die Hälfte H herabgesetzt.
B wb. Paris, 19. Dez. „Matin" erklärt, die M Kutschen seien in der Lage gewesen, überzeugende MWweise dafür zu erbringen, daß ihre Behauptung MMr. verfügbares Hafenmaterial in Deutschland MM Tatsachen entspreche. Unter diesen Am- haben sich die verbündeten Sachvecstän- S Uzen geneigt gezeigt, den Vorschlag der deutschen M' dzierung, die Lieferung des Hafenmaterials u m U i« Hälfte zu ermäßigen, anzunehmen.
■ Die Auslieferungsliste.
■ wb. Amsterdam, 18. Dez. Die „Times" ■ Met aus Paris, daß die Verbündeten den Wo:t- N der Antwortnote an Deutschland festgesetzt ha- H Die Note wiederholt die Zusicherungen in Kriegsgefangenenfrage und enthält ein Ver - M l' ch n i s derjenigen Personen, die sich nach An- S * der Verbündeten während des Krieges Ver- «i len haben zu Schulden kommen lassen und deren ® ' l85liefetung gefordert wird.
® Die Frage der Auslieferung des Kaisers.
♦ ®b. Haag, 19. Dez. Der „Manchester Euar- *8“ meldet, daß Rechtsberater der englischen ♦ der Konferenz zwischen Clemenceau und 4 ■ "ud George beiwohnten. Während der Aus- ♦j tzrche über den Prozeß gegen den Deutschen Kai- l wurde über Absendung einer gemeinsamen ♦ 'ie der Verbündeten an die holländische Regie- ♦ **8 verhandelt, welche die Auslieferung des Kai- ♦| fordern werde.
4 | Am 1. Januar Friedenszustand?
j wb. Amsterdam, 19. Dez. (Havas.) Die
8212 Irofen material abzuliefern 1 |9000 Tonnen Hafenmater
I K AmMM WM itt 8tMk.
Por Mittwoch keine Einigung zu erwarten.
| wb. Rotterdam, 19. Dez. Die „Times" | gtlbet aus Paris: In den Verhandlungen zeigt
fbh ein Wunsch nach Entspannung, aber eine Eini- pmg ist vor Mitte der nächsten Woche nicht zu gwarten. Im Prinzip nehme Deutschland ,lle Bedingungen der Verbündeten an, 4 lediglich in der sachlichen Ausführung wird 4 mi den Verbündeten den deutschen Vorstellungen j «chgegebep.
4 Die letzte« Kreuzer müsse» abgeliefert werde«, fy wb. Paris, 18. Dez. (Havas.) Das „Jour- X Wl" berichtet über die Wiedergutmachungsange- i jqenheit bezüglich der versenkten Schiffe von ♦ Hcapa Flow: „Die Verbündeten verlangen 5 leichte
jkreuzer und 400 000 Tonnen Hafenmaterial, Docks, 4 fkahne, Schlepper, Bagger usw. Deutschland er- 4 Sirte, daß es die leichten Kreuzer nicht liefern ♦ Arne, weil es diese Schiffe für die Küstenpolizei । fcnötigc und erbot sich, dafür einige Eroßkampf- 4 schiss«, die sich noch im Bau befinden, zu geben. ♦ San antwortete ihm, daß diese Eroßkampsschiffe ♦ ügebaut werden müßten und daß über diesen - Punkt keine- Zugeständnisse möglich
Wen, die leichten Kreuzer daher geliefert wer- , >et! müßten. Deutschland bewies ferner, daß es ■» besten Falle imstande wäre, 180 000 Tonnen