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* Em neues, interessante? Buch bof uns -um Weih­nachtsfeste Karl Esselborn, der von uns schon des öfteren erwähnte Darmstädter Hofbibliothekar, beschert. Es führt den kurzen TitelLandgrafcngeschich- te n" und ist im Verlass der N. G. Elwcrtschcn Buch­handlung (G. Braun) in Marburg erschienen. Preis broschürt 4,30 M. Die Landgrafen, die es behandelt, sind die Hesscn-Darmstädtischeu: Ernst Ludwig, ber Er­bauer des Darmstädter Schlosses, Ludwig VIII., ein ge­waltiger Nimrod vor dem Herrn, und Ludwig !X der PirmM-user Svldatemürst. Kas man zu ihrer Zeit und nach dieser sich von ihnen erzählte bei Hof, beim Aili kur iiHtr im Bolle wird hier in kurzen, meist launi­gen Anekdoten geschildert, die sich ja überhaupt gern nm bekannte Persönlichkeiten, Fürsten besonders, weben, nicht gerade immer historische Genauigkeit beanspruchend, aber meist dach die Zeit und die betreffenden Personen trefflich kennzeichnend. Wir Alle, insbesondere das Volk, liebt solcheGeschichten" und gibt in ihnen seine Liebe und Anhänglichkeit lunb. Aber auchechte" Geschichte wird uns in dem Eflelbornschen Buche geboten, sogar solche, die tief zu Herzen geht und nicht immer den Hof und die hohen Persönlichkeiten im besten Lichte erscheinen Iaht, dahin rechnen wir beispielsweise die Lebensgeschichte der Helene Martini, der erzwungenen Geliebten Lud­wig? VIII., die erst im Verlaufe versöhnlich stimmt, um dann wieder mit einem Mistklang zu enden. Wer sich narb des Tages Arbeit eine anregende Unterhaltung ver- sckaffen und dabei eine alte, keineswegs immer gute, aber gerade durch den Gegensatz zu der rauhen, aufge­regten Gegenwart, besonders anziehende Zeit vor seinen Blicken Heraufziehen lassen will, der greife zu dem Buche, das sicb auch noch durch zahlreiche Bilder hervorragender zeitgenössischer Maler und reizende Kopfleisten und Vig- ncticn einiger moderner Künstler des Hefsenlandes empfiehlt.

** Das Ludendotfs-Buch von Dr. Wilbelm Spickeruaarl (St«tLvvktischer Serien <S. m. b. H., Ber­lin SW. 48, Friedrichstraste 2S3, Breis geb. 6,50 Mark, geb. 9,50 Mar^ ist in dritter ertoetferter Auflage er­schienen, nachdem auch die vor knmcm erschienene zweite Aufsage in wenigen. Tagen vergriffen war. Die dritte Auslage enthält u a .-neue Mitteilungen über die Vorge­schichte des deutschen Wasfenstillstanidsangebates und gibt im Anhang eine ausführliche Besprechung derKriegs- eriun.run.ien" des Feldherr» mit ausgewählten Tert- probeu Eine besonders wertvolle Beigabe hat der Verlag der neuen Auflage mitaegeben in Gestalt eines Kunst­blattes, das den (steneral Ludendorff nach einem soeben vollendeten Gemälde von Graf v. Kalckreuth darstellt. Der Verlag hat d>. von der gesamten deutschen Presse gläNk.-ad Ltr: 'vr'enr Sväckernngel'sche Schrift durch die gediegene und künstlerische Ausstattung zur schönsten Weihnachtsgabe für das deutsche Voll und die deutsche Jugend gestaltet.

** Aus den Schreckenstagen ber fran­zösischen Revolution. Berichte von Augen­zeugen über die Septembermorde 1792. Uebersetzt und eingeleitet von Dr. Rudolf Malsch. 135 S. (Boigt- läuders O.uelleubücher, Band 96.) R. Voigtländers Ver­lag in Leipzig. Preis geb. M 2.50. Am 10. August 1792 waren die Tuilerien in Paris durch den Pöbel er« stürmt, der König gefangengesetzt worden. Das verbün- bete preußisch-österreichisch« Heer war im Anmarsch und stand bei Verdun. In Paris verbreitete sich das Gerücht, die Preußen wollten Paris zerstören und alle Bewohner niedermetzeln. Ueberall witterte das geängstigte Voll Verrat. Robespierre gab die Losung aus, vor dem Auf­

bruch gegen den äußeren Feind müßten daheim erstdie Verräter" getötet werden. So entstand der Plan emes Massenmordes, der mit entsetzlicher Grausamkeit gegen mehrere Tausend unschuldiger Personen vom 2. bis 7. September durchgefübrt wurde. Das sind die berüchtig­tenSeptcncher morde". Sie werden in dem hier cm ge­zeigten Buche in den Originalberichten einiger dem Blutbade Entronnenen in vollendeter Anschaulichkeit ge­schildert.

** Prof. Dr. Walter Opitz, Deutsche Geschichte werdend und wirkend. 232 S., mit 18 Karten­skizzen. R. Voigtländers Verlag in Leipzig. Nngeb. JH 3,50, Geb. M 5,. Eine deutsche Geschichte auf 200 Seiten! das war, wie aus dem Vorwort hervorgeht die dem Verfasser gestellte Anfgabe. Er hat sie gelöst in klarer, etnsUst-r Sprache, für jedermann verständlich. Das Bedürfnis nach so einer kurzen und neuartigen deutschen Geschichte ist offenbar. Die Gegenwart in ihren tieferen Zusammenhängen ist für denjenigen un­verständlich, der nicht die Ereignisse und Wandlungen der Vergangenbest leiht! und daraus weiß, daß nicht jäher Bruch mit dem Alten, sondern dessen sorgsame Um­bildung zu Steuern zum wahren Heile der Böller zu füh­ren vermag Bald wird im deutschen Bolle und in allen Ständen eine tiefe Sehnsucht erwachen, ja sie ist schon da: nach der anscheinend für die Lebenden auf immer geschwundenen alten Zeit. Mit Liebe wird man an sie zurückdenken und sich in ihre Geschichte vertiefen wollen.

** Dreißig Jahre Afrika. Livingstones Misstons- und Forschungsreisen in Afrika. Berichte aus seinen Reisewerken, ausgewählt und zusammengefaßt von Julius Schäfer. 155 S. (Voigtländers Ouellen- bücher, Band 95.) R. Voigtländers Verlag in Leipzig. Kart. M 1.80. Voigtländers Quellenbücher sind eine Sammlung wohlfeiler, wissenschaftlich genauer Aus­gaben literarischer und bildlicher Quellen für jedermann, bestimmt zur Vertiefung des Studiums, zur Befriedi­gung des persönlichen SBiffenStriebeS und zur gediegenen Unterhaltung auf allen Gebieten des Wissens und zu sehr niedrigem Preise. Die ausgewählten Quellen sind teils Neudrucke urkundlicher oder literarischer Quellen- werke, teils bildliche Urkunden mit begleitendem Text, teils quellenmäßige Darstellungen erster Hand. Alle Bände der Sammlung werden von Fachmännern nach dem Stand der jüngsten Forschung ausgewählt und be- arbettet. Band 95 dieser verdienstvollen Sammlung be­richtet ton Livingstones Forschungsarbeit im Innersten Afrikas. Wie überhaupt die ganze Sammlung, so sollte dieser Band in keiner Schulbibliothek fehlen. Jugend und Ausbildung des Forschers, seine drei Reisen und sein Tod inmitten der Wildnis werden quellenmäßig ge­schildert.

* Manifest der SSertrunft". Bon Maki her Haas, mit Nmschlagzeichnung von Albert Schaefer. Ver­lag Karl Curtius, Berlin. Preis 1,50 Mark. Die Idee, die demManifest der Vernunft" zugrunde liegt, ist schon vielfach gestreift aber noch nirgends so kristalli­siert wiedergegeben wie hier. Der Verfasser steht ans dem Standpunkt, daß die Ueberproduftion und Massenhaftigkeit kn der Industrie, mit einem Wort die Maschine, der baust» sächlichste Urheber der gegenwärtigen Welttragödie ist. Gr führt ans, daß Dedingung für die innere Gesundung die Mi-derbelebung von Handwerk, Kunsthandwerk und Ge­werbe, in Verbindung mit den heute aktuellen Siedlungs- Problemen ist. Er will den deutschen Arbeiter entprolc- tarifieren, will ihn wieder zu dem machen, was seine Vorfahren waren: zum Bürger oder zum Bauer. Er ttritl die Industrie einschräuken, d. h. nur so viele Men-

Amtliche Bekanntmachungen

hte -Mdralsmnleß Marburg.

Nachweisung

ber im Monat November 1919 ausgestellten Jagdscheine.

Lid. Gültig

Nr. vorn

M7 1.11. Ludwig, Landwirt, Mölln b. HeSkem 317 1.11. Grebe, Adam, Landwirt, Niederweimar 318 1.11. Wisker, Joh. Heinrich, Leidenhofen

319 1.11. Mink, Johannes, Landwirt, Dreihausen

320 1.11. Junk, Anton, Landwirt, Wenkbach

323 1.11. Thiel, Prof., Marburg

337 1.11. Zick, Heinrich, Landwirt, Fronhaufen

34t 1.11. Mink, Heinrich, Landwirt, HeSkem

348 1.11. Schmidt, Maximil., Oberleutn., Marburg

349 1.11. Weiershäus«, Ernst, Bürgerinstr., WehrS- hausen

351 1.11. Eloos, Konrad Ludwig, Landwirt, Roßberg

352 1.11. Becker IX., Joh. Jost, Schlossermeister,

Mornshausen

353 1.11. Emst, Philipp, Elektriker, Marburg

"m 1.11. Mittler, Ernst, Papierfabrikant, Wetter

35o 1.11. Greif, Karl, Gastwirt, Wehrda

357 1.11. Ernst, Heinrich, Gastwirt, Marburg

358 1.11. Mauch II., Konrad, Landwirt, Heskem

359 2.11. Bodcnbendcr, Ludwig, Landwirt, Ebsdorf

300 1.11. Müller, Johannes, Landwirt, Wehrshausen

301 1.11. Bruhn-, Wilhelm, Gutsbcs., Fleckenbühl

362 1.11. Ludwig, Friedrich, Gutsbes., DagobertShsn.

363 1.11. Lauer, Konrad, Landwirt, Hachborn

"8! 1.11. Peil. Heinrich, Lehrer, Oberrosphe

365 1.11. Pentzel, Karl, Gutspächter, Amönau

366 1.11. Nau, Konrad, Privatmann, Marburg

367 4.11. Eapeller, Job. Heinr.. Wagner, Hachborn

368 5.11. Kranz, Franz, Gastwirt, Cölbe

369 4.11. Wiskcr, Johannes, Landwirt, Leidenhofen

370 3.11. Fischer, Konr., Schneidermstr., Wittelsberg

371 4.11. Sohl, Gustav, Kaufmann, Marburg

372 4.11. Zumstein, Walter, Kand. meb., Marburg

373 5.11. Bender, Johannes, Landwirt, Hachborn

374 5.11. Breitstadt, Jakob, Landwirt, Hachborn

375 5.11. Schneider, Heinrich, Gastwirt, Wittelsberg

376 7.11. Peter, Heinrich, Schmied, Cölbe

377 6.11. Schmidt, Stephan, Landwirt, Wollmar

378 8.11. von Sell, Karl, Oberstleutnant, Marburg

379 14.11. Hoeck, Paul, Lehrer, Kernbach

380 6.11. Wisker, Johanne«, Landwirt, Kernbach

381 11.11. Jeide, Daniel, Schuhmachermstr., Mellnau

382 7.11. Zangemeister, Wilhelm, Prof.. Marburg

383 10.11. Nothi?, Georg, Rendant, Marburg

384 8.11. Hemmer, Kurt, Kand. med., Marburg

385 8.11. Voigt, Werner, Kand. med., Wehrda

386 11.11. Wirker, Ludwig, Landwirt, Leidenhofen

387 11.11. Fabel, Jtch. Friede., Landwirt, Londorf

389 15.11. Iburg, Ernst, Landwirt, Gisselberg

391 11.11. Will, Ludwig, Landwirt, Wehrshausen

92 11.11. Lölkes, Anton, Landwirt, Wehrda

93 13.11. Preiß, Konrad, Pftastermeister, Moischt

84 1L1L Bodenbender^ JohS., Landwirt, Schröck

85 17.11. Stange, Edmund, Prof., Marburg

97 li.ll. Laucht, Heinrich, Landwirt, Bortshausen

88 12.11. Weber, Peter, Schuhmacher, Altenver»

99 12.11. Grebe, Peter, Landwirt, Neuhöfe

806 15.11. Kürschner, Walter, Prof., Marburg IM 13.11. Fnch», Walter, Kaufmann, Marburg W au. Metzer zur Cappellen, Wilhelm, Rentner,

Marburg, den 2. Dezember 1919. (1115

403 16.11. Peftch, Rudolf, Dr. meb., Gießen

404 14.11. Groß, Ludwig, Landwirt, Brungershausen

405 15.11. Hermann, Ludw., Bürgermstt, Resselbrunn

406 18.11. RupperSbety, Wilh., Landw., Ockershaufen

407 18.11. Mann, Johannes, Gutsbes., Stedebach

408 18.11. Mann, Adam, Bürgermeister, Stedebach

409 18.11. von Carnap, Hauptmann, Marburg

410 18.11. Wagner, Joh. Gg., Ackermann, WtenverS

411 23.11. Kreiling, Heinrich, Wildhändler, Rieder-

Wetter

412 24.11. Müller, Georg, Landwirt, Hachborn

418 24.11. Barth, Jich. Jost, Mafchinenhdlr., Marburg

414 24.11. Barch, Joh. Georg, Landwirt, Ranzhaufen

415 24.11. Ruch, Konrad, Landwirt, Bellnhausen

416 22.11. Lampest Hermann, stud. jur., Marburg

417 22.11. Pfeffer, Heinrich, Apotheker, Marburg

418 22.11. Schmidt, Andreas, Jagdaufseher, Marburg

419 22.11. Ruch, Heinrich, Landwirt, Riederwalgem

420 22.11. Pfeiffer, Andr., Landwirt, Brungershausen

421 24.11. Ludwig, Jost, Landwirt, Brungershausen

422 24.11. Becker, Kon«rd, Betriebsleiter, Roßberg

423 25.11. Webet, Heinrich, Landwirt, Dilschhausen

424 2611. Preiß, August, Landwirt, Moischt

425 26.11. Preiß, Wilhelm, Pflasterer, Moischt

426 29.11. Frndt, Heinrich, Gastwirt, Dreihausen

428 28.11. Hahn, Konrad, Wagner, Altenvers

429 28.11. Pfeffer, Konrad, Landwirt, Hachborn

430 28.11. Gilbert, Gotthardt, Kaufmann, Hachborn

434 28.11. Breitstadt, Jakob, Landwirt, Niederwalgern

436 28.11. Heuser II., Konr., Gutsbes., Niederweimar

436 28.11. Ruppert, Anton, Landwirt, Damm

Der Landrat: v. Loewenstein.

Betr.: Fleischversorgung im Landbezirk.

In bet laufenden Woche wird wegen des WeihnachtS- festeS daS Fleisch für die nächste Woche «ft verausgabt.

Die Fleischversorgungsberechtigten deS Landbezirks erhalten demnach in der laufenden Woche:

200 ®r. Frischfleisch und Wurst für ältere Personen und

100 ®r. Frischfleisch u. Wurst f. Kinder unter 6 Jahren.

Die Metzger wollen die zum eventl. Transport nöti- gen Körbe mitbringen.

Marburg, den 15. Dezember 1919 (1123

Der Landrat: v. Loewenstein.

HHRaaaaaanBMnBnvMMNKnBB

Landesamt.

Statistisches

Prkubischcs

Der §e«t<«Ranb Anfang Arzemvor 1919 Regierungsbezirk Cassel, Kreis Marburg. Begutachtungsziffern (Noten): 1 = sehr gut, 2 gut, 3 mittel (durchschnittlich), 4 gering, 5 sehr gering.

Fruchtarten ufro.

Durchjchnll^-

für den

Anzahl der von den Ver­trauensmännern deS KreiseS abgegebenen Noten

Sinai

1 HitA.*

1

1-2

2

2-3

1313-4

Winterweizen

Winterspelz (Dinkel)

3,2

*0

1

2

4

1

1

auch mit Beimisch. ».LLeiz. od.Roggeu

2,8

_

Winterroggen

3,2

2,7

2,6

1

1

8

5

1

W ntergerste WinterrapS und

2,9

1

1

3

5

Riib'tn

Klee, «uch mit Bei-

»»0

3,1

1

2

5

2

mischg. ». Gräsern

2,9

8,2

2

1

2

b

1

Stadttheater Marburg

Leitung: Hofr. Herrn. Stein goetter.

Donnrrotag, den 18. Dr»mbrr 1919, abends 8 Uhr

Mil» MgM-M

Wann wir altern

Line dramatische Plauderei von Nkumenthal.

Tpnzeiislage

Stell Godlewski, Solotänzerin vom OpernhauS.

Lord Spleen

Eine nächtliche Szene von Oßwalb.

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Ve>antwort!ich für den politischen Teil: Kurt Hainkc; für den örtlichen und Provinz. Teil: Wilh. Wißner.

kntscho beende wttroj 1920 e

Zu haben in der Gesdiäflsstelle der Oberhessisdien Zeitung, Universiiäts-Buchdruckerei )oh. Äug. Koch

wb. bet au Mit. bi jrnstill Eeschisi traben Asien

Eir »b er lchen bevor habe, kie De

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den, gerade in Anbetracht des Gesamtgcsundbcitsznstmv des unseres Volkes eine noch tvesentlichete Aufgabe zu­fällt als bisher. Der seit kurzem wieder erhältliche kcffemkreie Kaffee Hag hat bekanntlich als' wirk, licher Bohnenkaffee alle Geschmacks- und Aromauorzüge des besten Kaffees, aber nicht dessen schädliche Wirkung,

1920 Marburg 1920

TeckelhUnd auf den NamenWaldine* hörend, leit dem 12 12. da Jagdrevier geljrw abhonde» qefBinuwn. Gezeichuet i't da» selbe: schwarz u. gelbe Finke» übet die Augen, an den Läufen Brust und Kopfbackenfeite» Finder werbe» gebeten^ den Hund i» Fütterung zu nebmflt und dem Jagdaufseher

cinschl.

der Stadt "Weiter und der Gemeinden

Cappel, Cölbe, Marbach, Ockershausen und Wehrda

Tiefer können wir nicht stürzen, doch wir tonnen unz den Trank

Unsrer Schmach mit Weisheit würzen: Allzu welsch währt niemals lang.

(Phosphor.")

Sagen Sie mal Verehrte per, wie kommt denn baa, daß bei unserer großen Verkehrsnot der Wagen dort (elektr. Bahn im besetzten Gebiet) fast leer ist?" Ssst, reden Sie leise, dort werden die Kinder eines frnn« zösischen Offiziers im Extrawagcn zur Schule gefahren."

(Phosphor."',

wb.

Saufe

Mi». 6e'6,

GeschLftliche Mitteilungen.

Für die Erhaltung der Gesundheit. Feder wird lüg Beobachtung gemacht haben, daß nach der langen Eist» - Wohnung von Bohnenkaffee in' den letzten Jahren Sex . Genuß eines starken Kafsee-Aufgusses heute in erhöhtem Maße Schlaflosigkeit, Herzklopfen und ähnliche Beschtver« ' den verursacht. Besonders haben Nervöse. Herz- und Magenkranke darunter $ti leiden. Diese Erscheinungen werden durch das im Bohnenkaffee enthaltene Kosten hcrvorgerufen. Es wird daher in weiten Kreisen doO Wiedererscheinen eines Erzeugnisscs begrüßt werden ,

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scheu zur Fron an bet Maschine eenrrleiä sehe«, tote für die Allgemeinheit unerläßlich notwendig sind. *

* Handbuch deS guten ToneS itxfr bet feinen Sitte von Konstanze von Franken. 83. vrt- Befferte Auslage. 304 Seiten. Preis vornehm gebunden 6,60 Mark. Mar Hesse's Verlag, Berlin W. 15. Von all den zahlreichen Büchern der gleichen Art ist uns keines bekannt, das so viele Vorzüge tn sich vereinigt wie gerade dieses. Nichts von blutleeren, steifen Förm­lichkeiten, überall geht Verfeinerung der äußeren Formen mit innerer Veredlung, stets Höflichkeit mit Herzlichkeit Hand in Hand. Selbst bet Erwachsene, der gesellschaftlich Feingebildete wird vieles aus dem Buche lernen.

** Germaniens Götter. Von Rudolf Herzog. 220 Setten mit 6 Bildtafeln von Professor Engels. Preis aebundeu 6 Mark. Verlag ton Quelle u. Meyer in Leip- zig. 1919. Eine köstliche Gabe des gefeiertsten Dich­ters für die literarische Welt anläßlich seines 50. Wiegen­festes. Eine gewaltige Aufgabe, dir sich der rastlos Schas­sende gestellt, und die nur ein ganz Großer, wie Herzog, zu meistern vermag- Mtt üppiger, dichterischer Phantasie hat er das alte Sageuwerk durchtankt. In seiner fein« gemeißelten Sprache zieht ein stürmendes Helden- und Kageulied an unS vorüber. Wir durchleben mit Herzog das Kämpfen und Ringen der Götter gegen Arglist und Tücke, und oft ist's uns ,als ab wir nicht den Kampf sagen­hafter Götter, sondern das verzweifelle Ringen des deutschen Voltes im zwanzigsten Jahrhundert gegen eine Wett von Verrat und Betrug fiebernd durchlebten. Weiten Kreisen, unseres Voltes ist die Schönheit der germanischen Göttersagen noch nicht aufgegangen. Sie werden sie mit staunender Seele aus dem Wette trinken. Unseren Jun­gen aber wird es ein Lieblingsbuch werden. Ihr Auge wird blitzen, ihr Hetz wird schneller schlagen über solchem Bucke!

** Helden ber Arbeit, Lebensbilder großer Spännet des deutschen Wirtschaftslebens von Syndikus Hermann Schäler, Berlin 1919. Otto Elsner Verlags gesellschast m. b. H. 228 Druckseiten mit 12 Abbildungen. Preis geheftet 9 Mark, gebunden 12 Mark und 10 Proz. Teuetungszuschlag. Person oder Masse, diese Frage steht heute im Vordergrund aller polittschen Erörterun- eten. Vor allem handelt es sich auf wirtschaftlichem Gebiet um die Entscheidung darüber, ob der selbständige Unternehmer mehr oder weniger zu entbehren ist, ob die "Führung großer Betriebe nicht auch genoffenschaftlich, sozialistisch durchgeführt werden kann. Nicht von blasser , Theorie können wir die Anüvort erwarten, die Erfahrung lann uns Aufschluß geben, und da kommt das zeitgemäße Buck von Hermann Schölc.r zu Hilfe. Die Gestalten eines Abbe, Borsig, Brunck, Hansenrann, Harkort, Krupp, Schichau, Schultz-Lupitz, Siemens werden vor unseren I Augen lebendig: in wissenschaftlich gründlicher, aber da­bei doch volkstümlich fesselnder Weise schildert uns Schöler das Wesen und Wirken, das Kämpfen und Können dieser Bahnbrecher unserer VolkSwirffchast. In einem glänzend geschriebenen Schlußtepitel zieht der Verfasser dieNutz­anwendung", die in der unabtveisbaren Wahrheit be­steht, daß wir eben' solche Individualitäten notwendig gebrauchen.Mit leuchtenden Flammenzeichen zeigen die Männer, von denen das vorliegende Büchlein, bau- dett, den Weg, auf dem wir wieder zu Ordnung und Wohl­fahrt gelangen können."

** Das Selbstbestimmungsrecht ber 11 u- terdrucktcn. Vierzehn Reden der Kundgebung gegen Völkerknecktung in Berlin am Psinqstsor.uab.nd 1919. Geheftet 1 Statt (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt).

Wir empfehlen uns zur

Instandsetzung von

Humor und Satire.

Um die Eisenbahnunfälle zu vermindern, erwägt nm« z. T. noch weitere Verkehrseinschränkungeir. Wie mix i Hören, werden im nächsten Jahre die Kursbücher nur noch die Tage angegeben, an denen Persommziige übet« Haupt verkehren. Bezüglich des Güterverkehrs find w«- gen des Lokomotivenmaugcls Versuche int Gange, dst j I

Wagen nut noch durch Schieber vorwärtsbcwcgeu zu <!. lassen, da an diesen kein Mangel ist. (Kladderadatsch".^'

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besonders solche, welche für die Sonntags-Ausgab, bestimmt sind, bitten wir möglichst am Morgen vorh», der Geschäftsstelle zuzusenden. Bei den heutigen $t61 tehrsverhältnissen muß, um die Auflage rechtzeitig h». fördern zu können, früher wie sonst gedruckt werde>r. Die Anzeigen werden dem Eingänge nach gesetzt die zuletzt kommenden müssen leider aus technisch^ Gründen für den nächsten Tag zuruckgestellt luetbenf Bei rechtzeitigem Eingang läßt sich auch auf die £>ec» stellung des Schriftsatzes mehr Sorgfalt verwende», waS gewiß auch im Jnten'ffe des biusieferers liegt, '!

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