Einzelbild herunterladen
 

KM

Marburg

Erstes Blatt

U.

He», wb

rit

Gesetz wird aber das Gegen-

Ge-

Uhr

den

loten

Lon- Ein- stan-

(Dem.): Das Gesetz ist ein Pro- wicdcr normale Zeiten mit nor- mutz die Umsatzsteuer geändert

jeinei 10170

«her dem Präsidenten der Republik den Rücktritt in'8 tzninlabinetts zu überreichen.

. »«t 108» i irdg.

folge.

10850

wakz, r. bil 1O87X 8 a-

werden. Das Kinderprivileg sollte nur Platz greifen bei kinderreichen Familien, nicht aber schon bei 1 oder 2 Kinder.

Abg. H e n k e fit. S.) beantragt Vertagung und be­zweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses.

Vizepräsident Lobe setzt d.n Beginn der nächsten Sitzung auf Mittwoch 10 llfjr fest. Fortsetzung, 3. Be­ratung des Rcichsnoiopfergesetzes. Schluß 6Vi Uhr.

Te- cine Ele-

men »n.

10154 ul

PkMMe LggdWNlWmim».

Sitzung vom 16. Dezember.

Anläßlich dec heutigen 100. Sitzung zieren

»eneacu zu dementieren. Clcmcnccau sei fest entschlos­sen, keinen Wechsel in seinem Kabinett vorzunehmcn,

Nachdem noch Abg. Henke (S. U.) darauf ver­wiesen hat, daß die wirkliche Enteignung erst möglich sei, wenn das Proletariat die politische Macht habe und daß bei allen Sozialisierurigsfragen es sich um Aufhebung der kapitalistischen Ausbeutung handele, wird die Weiterberatung um 1 Uhr abge­brochen.

Mitt

1810, 1015t

Ministerpräsident Hirsch bezweifelt zunächst, daß der jetzige Augenblick für einen solchen Antrag geeignet sei. Die Regierung wünsche auch nicht, daß das Berfassungswerk durch den Antrag weitere Verzöge­rung erleide. Der Ministerpräsident fährt dann fort: In der großthüringischen Frage haben wir keine Annexionspolitik getrieben. Wir wollen aber auch nicht die Hand dazu bieten, die Bildung eines großthüringischen Staates auf preußische Kosten voll­ziehen zu lassen. Der Ministerpräsident kommt dann auf di« Angriffe zu sprechen, die die Unabhängigen an­läßlich des Marlohprozefses gegen die Regierung ge­richtet haben. Die Mörderzentrale existiere nur in der Phantasie gewisser Leute. Im Rheinland, fährt der Redner fort, konnten wir es nicht über uns gewinnen, bei der englischen und französischen Besatzungsarmee Einfuhrerlaubnisse für preußisches Gebiet nachzusuchen. Nach der Friedensratifikation werden wir mit der rheinischen Bevölkerung die Besserung der Wirtschafts­lage erörtern. Die heutige Regierung vertritt die Auf­fassung der großen Mehrheit des Volkes.

(Schluß folgt.)

Preise. Durch das teil erreicht.

Abg. W a l d st e i n visorium. Hoben wir mal.'n Preisen, dann

Auf Antrag Delius (Dem.) nach Hilfsmaßnahmen St die notleidenden deutschen Beamten, Geistlichen, Mehrer und Lehrerinnen in Elsaß-Lothringen erwidert iliitcrstaatsfedetär Dr. L e w a l d , daß dir Reichs- Wtzerung sofort nach Neujahr der Nationalversamni- lmig ein Gesetz zu Gunsten der vertriebenen Deutschen Erlegen, inzwischen aber schon eigene Hilfsmaßnahmen ikrd,führen werde. Die Vertriebenen würden "im Siede- bmgkwesen bevorzugt werden, und für die zahlreichen Arbeiter unter ihnen werde ein besonderes Dezernat bei kr Rcichsregierung eingerichtet werden.

Zur zweiten Lesung des Gesetzes betreffend So-

Bor Donnerstag keine Antwort.

tvb. Genf, 6. Dez. Havas berichtet: Vor Donners-

Tisch des Präsidenten zwei -prächtige Chrysonthem- sträuße. Nach Erledigung einer Reihe von Anfragen, aus deren Beantwortung hervorzuheben ist, daß die Verhandlungen über die Vertretung des Handels im Reichswirtschaftsrat noch nicht abgeschlossen sind, folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfs zur Sicherung der Ueberführung der privaten Bergbauregale auf den Staat. Nach dem 1. 12. 1919 sollen über solche Regale abgeschlossene Vertrage bei der lieber- fühning an den Staat nicht mehr berücksichtigt wer­den. Ohne Beratung wird der Entwurf in zweiter Lesung angenommen.

In Fortsetzung der dritten Haushaltsbe- r a tu n g, wozu der Antrag der Mehrheitsparteien auf Begründung eines deutschen Einheitsstaates ge­hört spricht

Abg. Garn ich (D. Vpt.) dem Präsidenten anläß­lich der heutigen 100. Sitzung in aller Namen Dank für die ausgezeichnete Geschäftsleitung aus. Der Red­ner fragt nach dem heutigen Staude der Arbeiten an der preußischen Verfassung. Scheinbar liege der Re­gierung wie der Mehrheit nicht viel daran, sich mit der Verfassung zu beschäftigen. Wir werden uns der Zertrümmerung Preußens entschieden widersetzen und verwahren uns gegen die von Minister Eczberger in der Nationalversammlung gegen Preußen geschleuderten Beschimpfungen und Schmäh- utigca.

itnqe» icfjnil i* be. unyti chun, nicht Iftu* 'S btt ittun«

na «i bigee- chluß. inttiur Uhr. hier- immt 1.191» IM

k>

bitte" 2. im ittbe« t bet' lecke» ufea, eiten.

bett 6 men da* ul«* pert« ch in Nefon e 16-

10131 "öltet

Nach der Unterbrechung wird die Sitzung um 8 Uhr 5 Minuten wieder ausgenommen. Das Elektrizitätsge- sctz wird ohne weitere Aussprache im wesentlichen un­verändert nach den Beschlüssen des Ausschusses ange­nommen.

Gegen den Vorschlag des Präsidenten, die dritte Lesung sofort vorzpnchmen, erhebt Abg. Henke (U.S.) Widerspruch. '

Es folgt die zweite Lesung des U m sah st euer - gesetzes.

Abg. Stock (Soz.): Bei den direkten Steuern ist man unseren Wünschen besonders entgegengekommen. Auch sind in dieser Vorlage soziale Vergünstigungen, die den ärmeren Kreise zu Gute kommen, ausgenommen worden. Wir wünschen nur noch, daß aus den Erträgen dieser Steuer eine Rückvergütung an kinderreiche Fa­milien zugestanden werde. Auf die kleine Provinz- vresse muß bei der Umsatzsteuer für Inserate beson­ders Rücksicht genommen werden. Dadurch, daß die Plakatsteuer auf 5 Prozent herabgesetzt worden ist, ist für uns das Gesetz unannehmbar gemacht worden. Das ganze Gesetz ist für uns ein Provisorium. Es mutz geändert werden, sobald die Lage des Reiches es ge­stattet. Trotz mancher Bedenken stimmen wir der Vor­lage zu, toeil ohne direkte Steuern eine Gesundung un­serer Finanzen unmöglich ist.

Abg. W e tz l i ch (Dcutschnatl.): Diese Vorlage ist uns unsympathisch. Wenn Minister Erzbcrger zugibt, daß die Belastung der Arbeiterschaft durch diese Steuer unbedingte Lohnerhöhung zur Folge haben werde, so ist darauf zu verweisen, daß die minderbemittelten Kreise jetzt nickt mehr die Arbeiter sind, sondern der M i t t e l st a n d und die Beamten, für die eine Ge- haltsaufbefserung erfolgen mutz. Ter finanzielle Erfolg der Steuer ist dadurch wesentlick herabgemindcrt, wenn

Seitlilt MmIsnlamlM

Sitzung vom 10. Dezember.

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

n

be« richte t Be- 10361 9.

Wie verlautet, wird der Legationssekretär in Ehristiania v. Hoesch endgültig als erster Gesandt­schaftssekretär nach Madrid und der Schwiegersohn des Großadmiral v. Tirpitz, v. Hassel, als erster Bot­schaftsrat und Geschäftsträger nach Rom gehen.

Am 8. Oktober batte der Staat H a mb u r g 1049 777 Einwohner, die Stadt Hamburg 985 088 (1913 Staat 1 103 152 und Stadt 1 034 950).

Die von derDeutschen Zeitung" tatkräftig eingeleitete Hilfsaktion für die Deutschen in Oesterreich hat bis jetzt ein Ergebnis von über 100000 Mark außer einer Son- dcrspende von 200000 Kronen, die dem Mittagstisch der deutsch-völkischen Studenten in Wien und Graz über­wiesen wird.

n

prlv» eben» und

traft.

r Eber Rücktritt als Umbildung des Kabinetts, j Ivb. Versailles, 17. Dez. ..Journal des itetv erklärt sich berechtigt, alle Nachrichten betr. vorstehende Umgestaltung des Ministeriums

Nach der BerlinerBörsenzeitung" verlautet, daß vielleicht schon morgen die Nationalversammlung sich vertagen wird. Wie man sich erzählt, ist geplant, die erste Sitzung nach dem Feste für Ende Januar oder An­fang Februar einzuberufen.

Im Ausschuß der Nationalversammlung sollen laut ..Voss. Ztg." im Anschluß an das Gesetz über den Depot- Zivang Maßnahmen behandelt werden, die auf eine steuerliche Erfassung des Besitzes an ausländischen Essek- en hinzielt.

4r«u -kau! gveck- bittet l r. il-

auch der Steuersatz von 1 Prozent auf 114 Prozent ge­setzt worden ist. Not tut uns ein Abbau der

tu i fabtej Bttet anne» iorent rrg ift chlvtz, s, z«

---*---

Frankreich

SieOberhessische Zeitung» erscheint sechsmal wöchentlich Der »f nni Bezugspreis beträgt monatlich 2 A. frei tnS Hau«; durch die Post 2.10 *. ohne Bestellgeld. Verlag »an Dr. C. Hrtzersth. Druck der

Univ -Buchdr. von Joh. Bug. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

Deutsch« AetH.

In der Strafsache gegen Staatsminister Dr. Helfferich wegen Beleidigung des Reichsfinanzministers Erzberger ist dem Beschuldigten die Anklage nun­mehr zugestellt worden. Auf Antrag hat die Eröffnungs­kammer die Zulassung des Finanzministers Erzberger als Nebenkläger b cschlossen.

Der Steuerausschuß der Nationalversammlung be­schloß in der Dienstags-Sitzung, daß bei der Veran­lagung zur Einkommensteuer das Einkommen der Ehe­gatten zusammengerechnet werden soll.

Der zweite llnteransschnß des parlamentarischen IIntecs'.lchrmgs-AusschusseS besDloß, dMhnündlichen Ver- nehmungen in der 3. Woche des Januars wieder aufzu­nehmen. Nach Klärung von'Unstimmigkeiten, die sich bei den früher erfolgten Aussagen ergaben wird die Untcr- suchung der Wilson-Aktion zu Ende geführt tverdcn. Die Veröffentlichung der Akten zur Wilson-Aktion und dem diplomatischen Verkehr BerlinWashington und das Friedensangebots betr. wird noch vor Weihnachten er­folgen.

Oberleutnant v. Kessel. Von matzgebender Stelle wird jetzt mitgeteilt, daß der zuständige Gerichtsherr die Verhaftung des Oberleutnants v. Kessel angeordnet hat, nachdem der Zivilrichter seine Entlastung verfügt hatte.

Deutscher Werkmeisterbund. Zahlreiche Vertreter der Werkmeister aller Gaue des Reiches gründeten in Essen einen Deutschen Werkmeisterbund. Der Bund ver­wirft den vom Deutschen Werkmeisterverband (Sitz Düffeldorf) proklamierten Standpunkt der sozialistischen Klassenkämpfe und will unter Auswertung der allge­meinen sittlichen, christlichen und nationalen Ideale die Werkmeister, Leiter und Aufseher in Industrie und Bergbau, zu ernster gewerkschaftlicher Standesarbeit er­ziehen.

Der demokratische Parteitag hat das Parteipro­gramm einstimmig angenommen. Vorher hielt Prof. Troeltzsch einen Vortrag über demokratische Kultur- volitik in der er betonte, die Demokratie gehöre in die Politik, nicht aber in die Schule. Die Filmzensur sei nötig, wenn nicht da? ganze Volk vergiftet werden solle. Weiter trat er für die Einheitsschule ein. Prof. Rade sprach über Kirche und Schule und teilte mit, daß sich ein freier Ausschuß zur Besetzung dec Kulturaufgaben innerhalb ter Partei gebildet habe. Dr. Leser-Heldel- berg drückt seine Befriedigung darüber ans, daß Kultus­minister Hänifch den Spruch des Marburger Senats gegen den Student Lemmer seiner Rechtswirksamkeit entkleidet hat. Der Vorsitzende Dr. Petersen schloß da­raus den Parteitag. (Siehe 2. Blatt.)

Sie Wnchme der ieitMen Me

Keine mündlichen Verhandlungen?

, Wetten über ein militärisches Eingreifen.

wb. R o 11 e r & a m , 17. Dez. Bei Llohds in be werden Wetten für und gegen ein militärisches Freisen in Deutschland abgeschlossen. Tie Wetten kn nach derMorning Post" 2:2.

pH. Genf, 17. Dez. LautJournal des Debats" Werden,u den Donnerstag-Beratungen über die deutsche Rote die beiden Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses ^gezogen. Man schließt daraus, daß kurze und sachliche tzchandlungen nicht abgelehnt werden.

6tohtoererliiielen > Mm

vom 16. Dezember.

Unter Mitteilungen zur Kenntnisnahme wur­den Kassenübrrsichten in Umlauf gegeben. Betreffs der Kinokontrolle wies der Stadtverordnetenvor­steher daraus hin, daß ein Ausschuß sich mit der Ange­legenheit befasse. Außerdem stehe ja auch die reichS- gesetzliche Regelung der Kinokontrolle bevor. Für bk. Stadt sei wohl, dadurch die Sache erledigt. In einer Eingabe des Spar- und Vauvercins wird die endlich«^ ordnungsmäßige Herstellung der Assöllerstraße ge-j wünscht. Der Oberbürgermeister bemerkte, daß: bereits Kostenberechnungen in Bearbeitung seien. Es, wurde beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, sich z«, äußern. In einer Eingabe der hiesigen Bezirksgrnppe be# Bundes deutscher Architekten wird gewünscht daß< die ortsansässigen Architekten in Znknnst bei städtischen Bauten mehr zu Rate gezogen und als Mitglieder zu den Baukomrmssionen heranzuziehen sind. Ein diesbezügllcher Antrag des Stadtv. Eymer sand Annahme. Mrner, wurde miigeteilt, daß der Stadtv. Dietrich sein Amt; niedergelegt. Näheres wird im kriegswirtschaftlichen Be-, richt mitgeteilt. , 1

Der Uevercignung einer überbauten städtischen Grundfläche am Gold'schen Hause in der Biegenstraße' wurde zugestimmt. .

Zur Deckung des bei dem Quartiergeldverlag ent­standenen Fehlbetrages durch Anleihe mürbe ouS- geführt, daß etwa 40 000 Mark nötig sind. Es erfolgte Zustimmung.

Weiter handelte es sich um Ausnahme einer größerer Anleihe für außerordentliche und Kriegsverwal« tungs-Aus gaben. Hierzu wurde beantragt, den Magistrats-Beschluß zuzustimmcn, wonach zur Bestreitung der im Rj. 1919 cingetretenen und außerordentlichen und. Kriegsverwaltungsausgaben Darlehen in Höhe von j 92 500, 1010 500 und 1115 000 zusammen 2 218 000 ( Mark ausgenommen werden sollen, verzinslich nach best-, möglichster Aufnahme-Gelegenheit und planmäßig ;n j tilgen. 92 500 Mark mit 2 v. H. und 1010 500 Mark mit -- 3l/s v. H., wahrend bezgl. der restl. 1115 000 Mark Ent-, binbun? von der Tilgung des zwei Jahre nach FriedenS- schluß beantragt werden fort. Bemerkt sei, daß es sich meist um beschlossene Sachen handelte und die einzelnen bewilligten Summen hier nur zusammengerechnet sind. Der Stadtverordnetenvorsteher verlas bit, einzelnen Posten. Stadtv. Eymer schlug eine Stabt-, anleibe vor, jetzt sei günstige Zeit. Stadtv. Suter hielt die vielen Anleihen nicht für gut, ebenso hielt er bi» öV-.prozentige Abschreibung bei den städtischen Werken zu niedrig bemessen. Stadtv. TrommerShausen wünschte einen lieberblick über die städtischen Finanzen. Nach weiteren Auseinandersetzungen über diese Fragt wurde die Vorlage genehmigt. , , '

Einem in einem Rechtsstreit der Stadt mit einewj, Bengtten voraesckuageneu Vergleich wurde zugestimmt.'

Bürgermeister M uGlZ r trug dann den friegSttrirt* schasslichen Bericht vor. Er führte folgendes au8:

Die wirtschaftlichen Verhältnis^ der Stadt sind nicht günstiger geworden. Es ist uns allerdings seit dem letzten Bericht noch gelungen, einige Waggon ReiS und größere Mengen Haserflocken aufzukaufen, sodaß wir mit Reis. Haferfbocken, Erbsen und Bohnen ganz gut versorgt sind. Auch die große Sendung Schmalz und Speck ist einge­gangen. Aber diese Waren sind alle zu einem seht hohen Preis eingekaust worden, und die lieber« Weisungen von Kolonialwaren seitens der Regieruna haben säst ganz nufgehort. Durch den yroft ist auch das Hereinholen der Kartoffeln unterbunden. Es fehlen uns immer noch 30 000 Zentner Kartoffeln. Aus dieser Zahl mag wohl jeder, bet sich noch gegen die Abgabe des einen Zentners gesträubt hat, ersehen, daß diese Abgabe einfach eine soziale Pflicht ist. Di» betreffende Verordnung ist vom Regierungspräsidenten ge­nehmigt und wird streng dnrchgeführt tnerben. Die Ein­gänge an Kohlen sind nach wie vor sehr gering. Mr haben jetzt mit der dritten Lieferung von 3 Zentnern begonnen. Nack unserer Schätzung können wir bamtt rechnen, daß wir bis Ende des Wirtschaftsjahre» 15 Zentner auf den Haushalt geben können. Das HerauS- holen der Kohlen bei denjenigen, die über 15 Zentner in­folge des Einwiegens bekommen haben, ist zum größte« Teil erfolgt. Bei einem großen Teil wird die Polizei uns Hilfe leisten müssen. Die mangelnden Kobleneingänge haben uns veranlaßt, die Schulen schon jetzt zu schließen. Wir haben nicht gern diesen Weg beschritten. Aber die Not der Kliniken und die Not der Landesheil­anstalt, die ohne jede Kohle waren .haben uns dazu ge­zwungen. Wir mußten den Koks der Gasanstalt, der sonst für die Schulen mitbestimmt ist, völlig für die Kranken zur Verfügung stellen. Auch bei der Gas­anstalt droht eine weitere Einschränkun g.Wenn die Sob& nicht bester eingeht .werden wir gezwungen sein müssen, während der Mittagsstunden das zu sperren ,eine Maßnahme ,die zum Beisp'.el in Taste! schon feil iftebreren Monaten erfolgt ist. Wir können bann nur noch srüh von V«7 bis 1/28 Uhr und abends Ga» abgeben. Die Mittagszeit muß dann leider geschloffen bleiben. Es wird dies praktisch H den Familien dahin führen müssen, daß wir in der Küche wohnen, oder daß das Essen in dem Zimmer gekocht wird. Direktor Schulz hasst ,daß die Abgabe für das Südviertel in näch­ster Zeit sich etwas günstiger gestalten wird, da an zwei Stellen der Leitung große Verstopfungen beseitigt sind. Das Elektrizitätswerk ist ohne jede Kohle. Ek sind uns zwar Waggons versprochen, aber noch nicht ein- gegangen, infolgedessen kann das Werk nicht mehr die eigenen Maschinen neben den Umformern von BudernS Hausen lassen, und da uns Vuderuo auch nicht voll be-

teg kann keine endgültige Antwort der Verbündeten zur deutschen Note erfolgen. Tie deutsche Note bringt Zu- Mändoiffe aber nicht die verlangte volle Erfüllung ter Forderungen der Verbündeten.

--------

Kurze Anslimdsuachrichltu.

Die Unruhen in Siebenbürgen. Budapest, 16. Dez. Wegen der Unruhen in Siebenbürgen wurden große Truppenmaffen aus Rumänien dorthin befördert. Aus dem gleichen Grunde loerden auch die Jahrgänge 1918, 1919 und 1920 unter den Waffen behalten.

Eine Höllenmaschine aus Deutschland. Brüssel, 17. Dez. Aus Lille wird gemeldet, daß bei einem Flamen in einem aus Deutschland gekommenen Waggon eine Höllenmaschine gefunden wurde, die so eingerichtet war, Saß fte beim Entladen explodieren sollte. Die Militär­behörde hat eine Untersuchung eingeleitet.

sliatifierung der Elektrizitätswirt- oft führt Abg. Krüger- Potsdam (So^.) aus: »®ie Elektrizitätsversorgung muß durch Fernleitung aus Swßen zusammengeschlossenen Werken in der Nähe der Eehleureviere und Wasserkräfte erfolgen. Die Durch- fejrung dieser Maßnahme wird uns aus einer Reihe wirtschaftlicher Schwierigkeiten herauSführen.

I oder fläch» um- tzterl «cht,. imftii

«gen» n z esch »mph [en.

< »N 10851 schuh« », erren- je, 1 inbet» je, »««st t 10855 dg.

Vizepräsident Löbe eröffnet die Sitzung um 10 16 Minuten.

Die Baltikum-Note »och nicht eingetrosfen.

Berlin, 17. Dez. Die Baltikum-Kommission sßchrt lorgeu nach Berlin zurück. Die vor 8 Tagen an- MLn.d'gte neue Note der Verbündeten über die Dafti- bunfrage ist bis heute noch n i ch t in Berlin eingcltoffen.

Polnische Verletzung der Trmarkationslinie.

Berlin, 17. Dez. Nach Meldungen ans dem Osten die Demarkationslinie zwischen Bromberg und Thorn mehrfach von polnischen Truppen überschritten worden.

abzm 7

Ein- 1871 :

t». Bern, 16. Dez. Nach in Paris verbreiteten Nachrichten wirb der Oberste Rat sich auf keine münd- 1 ßchcn Verhandlungen einlassen. Nach Prüfung der teotschen Antwort wird für jedes Dokument das vorge- ' legt wirb, eine formelle nAtwort erteilt. Die Gesamt- päwortnote wird dann den Charakter eines Ultima- jgm 8 tragen und den Zeitpunkt-für die Unterzeichnung ter Protokolls und die Ratifizierung des Friedens fest-

Abg. Dr. Zehnter (Ztr.) weist auf den Wider- bruch hin, ier sich bei den Unternehmern dagegen itftenb macht, daß das Reich die Verwaltung über« *°hmen solle.

i V Ahg. Falk (Dem.): Das Monopol darf nicht als ^wnahmequelle für das Reich ausgenützt werden. Wirt- ^asciich ungünstig gelegene Gegenden müffen einen ^Sgleich erfahren.

J L *bg. L atverrenz (Deutschnatl.): Während ein ; Vii meiner Freunde sich mit der Vorlage abfinbet, in- ec bei ihrer Beurteilung die rein wirtje .'licken glichtSpunkre in den Vordergrund rückt, lehnt der :e Teil meiner Parteigenossen das Gesetz ab. Un- -stke Bedenken richten sich haupisächlich dagegen, daß bei ** Uebernahme bestehender Betriebe für Entschädigulig ** Ertragswert den Ausschlag gibt, während beim ^ichk-notopfer die Werke zum gemeinen Wert einge- werden.

Abg. Dr. Maretzky (Deutsche Volksp.) fürchtet von Gesetz einen außerordentlich schädlichen Eingriff in bestehende günstige organisatorische Entwickelung der .izitätSwirtschaft. Seine Partei beantrage geseh- Durck-'ühruug sc» Prinzips der Selbstverwaltung.

I Der Anzeigenpreis beträgt für die Sgef». Zeile 80 4 u. 50*1, Teuerunaszuschl. e j I45 4, amtlich« u. auswärtig« 55 <?, Reklamezeil« 1.J0X. Jeder Rabatt gilt 0».

, a« als «arrabatt. «ei «askunft durch die Sefchästsstelle a. Vermittlung der 1018

Mlilwoch, 17. Dezember ,ngeb-t«2i^ kondrrgebühr. - Postscheckkonto: Rr. 501i Amt Frankfurt a.N. 11,19 j