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'Amtliche Bekanntmachungen dtS Landratsamtes Marburg.

Bekanntmachung

betreffend Einkauf von FlachS aller Arten.

Auf Vorschlag der Deutschen Flachsbau-Gesellschaft in Berlin ist von dem Bastfascrhauptausschuß in Berlin die Firma Leopold Bachrach in Cassel zum amtlichen Aufkäufer der vorhandenen Flachsbestände ernannt. Sämtlicher Flachs ist beschlagnahmt und darf nur an ge­nannten Aufkäufer abgegeben werden. Die Bürger­meister werden ersucht, den Namen des Flachsaufkäufers Öffentlich bekannt zu geben.

Den Flachsanbauern des Jahres 1919 werden auf be­sonderen Antrag nach Ablieferung ihres Flachses und Ausfüllung eines Lieferscheines Flachs, Webwaren, Säcke sowie Zwirn zurückgeliefert, worüber da? Nähere von dem Aufkäufer oder der Deutschen Flachsbau-Gesellschaft zu erfahren ist. Ferner wird darauf hingewiesen, daß die Deutsche Flachsbau-Gesellschaft sich veranlaßt sieht, im Frühjahr 1920 nur denjenigen Landwirten Leinsamen für Saatzwecke zu verabfolgen, die im Jahre 1919 ent- lveder überhaupt keinen Flachs angcbaut haben oder aber im Jahre 1920 eine wesentlich größere Fläche anbauen wollen oder eine entsprechende Menge selbstgceernteter Leinsaat vorher abgelicfert haben. Die Flachsanbauer werden daher gebeten, sich aus der eigenen Leinsamen- ernte eine genügend große Lcinsamenmenge für die , nächstjährige Aussaat zu sichern.

, Marburg, den 6. Dezember 1919. (1119

Der Landrat. v. Loewenstein.

Zugelaufen ein Wolfshund. Auskunft erteilt das Bürgermeisteramt Heskem.

Marburg, den 8. Dezember 1919. (1120

Landratsamt.

Der Viehhändler Gustav Lilienstein, wohnhaft in Goßfelden, geboren am 20. 11. 88 ebenda, ist vom Amts­gericht hier am 27. 10. 19 durch Strafbefehl wegen un- genchmigtcr Abgabe eines (zur Lieferung an den Kom­munalverband gekauften) Kalbes an einen Unbekannten mit 1000 M Geldstrafe, für den Unbermögensfall mit 100 Tage Gefängnis rechtskräftig verurteilt worden.

Ferner hat das Amtsgericht Spetter am 19. 10. 19 durch Strafbefehl gegen die Landwirtin Witwe des Landwirts Jakob Grosch, Margarethe geb. Naumann, in Oberndorf, geb. 7. 8. 53 in Oberrosphe, wegen unvoll­ständiger Milchablieferung 150 <.< (hilfkweise 15 Tage Gefängnis) rechtskräftig festgesetzt.

Marburg, den 10. Dezember 1919. (1116

Der Land rat: v. Loewenstein.

Diejenigen Herren I. Schöffen, welche meine Ver­fügung vom 11. November d. IS. K. A. I. 15195 '6ctr. Ausbesserung der Gehälter der Bürgermeister noch 'nicht erledigt haben, werden um umgehende Erledigung , ersucht.

* Marburg, den 11. Dezember 1919. (1117

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

i v. Loewenstein. "

i Gefunden eine Brieftasche mit Inhalt auf der Laud- ; praße zwischen Schönstadt und Bernsdorf.

' Auskunft erteilt das Bürgermeisteramt Schönstaist.

i Marburg, den 11. Dezember 1919. (1118

; Landratsamt.

I Zugelaufen in Damm ein brauner Jagdhund. Aus­kunft erteilt Bürgermeisteramt Tamm.

' Marburg, den 11. Dezember 1919. (1121

Aus dem Landratsamt.

Betrifft: Bekanntmachung in Nr. 47 des Kreisblattes für den KrciS Marburg vom 16. Juli 1919 überRegelung . der Ablieferung und des Berbranchs von Getreide ans der Ernte 1919<

Auf Anordnung des Landesgetreideamtes lverden in § 15 Abs. 1 und 2 beide Male die Wortevorher ober" vorgleichzeitig" gestrichen.

Marburg, den 12. Dezember 1919. (1122

Der Kreisausschuß, v. Loewenstein.

Bekanntmachung.

Jlnolge Stronnnanpel ist eS uns augenblicklich nicht möglich, weitere Gerste $tt schälen, und wir müssen erst einmal die bisher angelieferte Geiste fertig stellen. Daher sperren wir vorläufig die Annahme bis Ignm 1. Januar 1920. 10158

Kornhaus Marburg.

Stadttheater Marburg

Leitung: Haft. Herrn. Steingoetter.

Setintrsing, >rn IS. Dezember 1919, abends 8 Uhr

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bekannt. r lost»

Marburg, Dezember 1919.

IMlilche Kkh««iilmliGUeii.

Fleischverkauf.

Wegen den Weihnachtsfeiertagen wird die gesamte Flcischmenge für 2 Wochen in dieser Woche ausgegeben.

Am Sonnabend, den 20. d. Mts. tönnAr auf di^ Reichsflaschkarte Nr. 4 von dieser Woche 200 Gramm Frischfleisch und Pökelfleisch eingekauft werden. Die Abgabe von Pökelfleisch erfolgt nur solange der Vorrat reicht.

Auf die Reichsfleischkarte Nr. 11 für die Woche vom 22. bis 28. 12. 19 findet keine Lieferung statt und ist des­halb wertlos. Die nächste Fleischverteilung findet erst am 2. und 3. Januar 1920 statt.

Marburg, den 16. Dezember 1919. 10172

Der Magistrat. Mueller.

Neuer Eingang in Reinwollene 3ad?enMeider von Mk. 250-750.

Neu eintreffend im Laufe der Woche 90 cm lange

Sammehnänfel ä Mk. 225. Wintermäntel in neuen Fassons und la S'offen, bei ADOLF DRESLER Markt 0. 10150 Fernruf 303.

Morgen Mittwoch, den 17. d. Mts., vorm. 912 Uhr im Hastenpslugschen Laden am Markt und im Iesbergschen Keller Verkauf von Weißkraut. Das Pfund kostet 12 Pfg.

Marburg, den 16. Dezember 1919. '(10162

Der Magistrat Mueller.

Trotz' der mehrfach eingetretemn Bestrafungen wegen unterlassener Straßenreinigung, unterlassenen Streuens und wegen Rodelns haben diese Uebertretun- gen der Hausbesitzer und jungen Leute zu mehrfachen Beschwerden sowohl durch die Zeitungen als durch schriftliche Eingaben, namentlich auch der Kriegsbe­schädigten mit Beinverletzungen, nach dem vorigen Tau- und Schneewetter geführt. Wir machen darauf aufmerksam, daß ztvar die Polizei-Beamten zur sorg­fältigen Ueberwachung der gegebenen Vorschriften ange­halten sind, daß die vorhandenen Beamten aber nicht ausreichen und auch nicht verpflichtet werden können jeden Hausbesitzer zu den ihm wohlbekannten Ver­pflichtungen jedesmal besonders zu ermahnen oder den Rodlern von Fall zu Fall nachzulaufen, um sie zu verwarnen. Es wird von der Polizei, soweit dies mög­lich, auf die Uebertretungen a^ch ferner aufmerksam ge­macht, im klebrigen aber muß zukünftig noch mehr als bisher mit Strafe vorgegangen werden.

Marburg, den 11. Dezember 1919. (10171

< Die Polizeiverwaltung.

Infolge der Erhöhung der Grundpreise mußten fol­gende Preise festgesetzt werden: Für Möncheberger Braunkohlenbriketts 5,75 Mk. und sächsische Braun­kohleilbriketts 6 Mk. für 1 Zentner ab Bahnhof.

Marburg, den 16. Dezember 1919. (10169

Städt. Kohlenamt.

Mueller.

Rrennoleum

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Für Kinder u. Enkel!

JBiemarok, Gedanken und Erinnerungen. Band 3.

Falkeehayn, E. Die oberste Heeresleitung 191416.

Lettow-Vorbeok, Meine (Erinnerungen aus Ost» Afrika.

Desgl. ffir die

JugendHeia Safari (Immer vorwärtsI), beide unter Mitarbeit und, mit Original-Zeichnungen von Hpt« von Rucktescheil M. 18.20 (noch vor Weih­nachten zu erwarten). Be­stellungen erbeten.

Lindenberg F., Das Luch vom Felbmarschall Hinden­burg.

v. Stein, Erlebnisse u. L« trachtungen aus d.Weltkrieg

Lndendortf E. Meine

Kriegs-Erinnerungen.

Ttrpltx JL vn Erinnerungen

Bohne e, Deutsch-Ost-Aftika im Welkkrieg.

Stegemann, G^chtcht» bei Weltkrieges. Bo. 13.

Brandl G., Deutsch« 3». schicht«.

SeUfer D, Bismarck,

SeUfer O, Deutsche

Beschicht«.

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wieder ein-etroffen. 610844

Hermann Quentel, gtnniinMwOttie

Aaspelstratz» S3. Telephon 449.

Elt Genehmigeng der dienstlichen Behörden l

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Junge Leute im Aller von 17 bis 20 Jahren, die bei der Belohemarine als Berufssoldaten eintreten wollen, können bei dem

Personal-Amt

der Marinestation der Ostsee

eingestellt werden

Sie erhalten zunächst eine gründliche militärische Ausbildung an Land. Später erfolgt dann Kommandierung an Bord. Endgültige Verpflichtung- für 12 Jahre erfolgt erst, wenn die wirtschaftlichen Bedingungen und Betörderungsverhältnlsse es fliegen.

Allen Leuten bietet sich ein gutes Einkommen und Aussicht auf Beförderung bis zum Offizier nach Maßgabe ihrer Befähigung und des Bedarfs.

Die Leute, die im Laufe der 12 Jahre Offizier bezw. Deckoffizier werden, müssen sich nach Ablauf der 12 Jahre auf weitere 13 Jahre verpflichten, und damit wird für sie die Marinelaufbahn zum Lebensberuf

Für die Leute, die nicht Offizier, bezw. Decko-fizier werden, sind weitgehende Erleichterungen für den Uebertritt in den Staats- und Gemeindedienst in Aussicht gestellt.

Es werden benötigt:

1. für den seemännischen Dienst

Lents der seemännischen und halb seemännischen Bevölkerung (Fluß-, Binnen-, Haft- und Hoohseeflsoher) und Leute aus der Landbevölkerung, ferner Behuhmaeher, Schneider, Tischler, Zimmerleute, Schiffs Zimmer­leute, Köche, Kellner, Sanitätspersonal und Schreiber.

2. für den Maschinen- u. Kesseldienst

a) Schlosser, Maschinenbauer, Kupferschmiede, b) Facharbeiter der übrigen Metallbranohen.

Alle Bewerbungen haben möglichst umgehend schriftlich za erfolgen unter Beifügung nachstehender Papie e:

1. Selbstgeschriebener Lebenslauf, ' ;/v:_

2. Geburtsurkunde für Heereszwecke.

3. Beglaubigte Einwilligung des gesetzlichen Vertreters, ä~'

4. Kreisärztliches Zeugnis über Militärtauglichkeit,

5. Lückenloses polizeiliches Führungszeugnis, lautend vom Tage der Schulentlassung bis zum Meldetage.

6. Beglaubigte Beschäftigungsnachweise mit Führungsvermerk des Arbeitgeber«,

7. Leute, die Jetzt noch einem Reichswehr verband angehören, bezw. angehört haben, kurzes dienstliches Zeugnis der letzten Kommandos, daß gegen Einstellung keine Bedenken vorliegen.

Bewerber au Gruppe 2 a haben ferner beizulügen, soveit sie ausgelernt haben,

8. Schulabgangszeugnis,

9. Lehrbrief,

10. Zeugnis der Gewerbe- oder Fortbildungsschule.

Persönliche Meldung hat erst auf besondere Aufforderung xu erfolgen.

Es vird dann eia Berechtigungsausweis für Militäifahrkarte zugesandt

Einberufung erfolgt Anfang Januar. 9910

Bewerbungen sind zu richten an:

Einstellungsbiiro des Personal-Amts der Marinestation der Ostsee za Kiel.

Sladihandbuch

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der Stadt Welfer und der Gemeinden

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Marburg, den 10. Dez. l 91» 1015» Das Amtsgericht,

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