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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher knrhesstschej Oberhessen

Der Anzeigenpreis betrögt fit die Bgele. Zeil« tO V « 50*1« Teumino«yif*L ri - 45 4, amtliche tu «usöär'itie 55 *, Reklamezeile 1.50X. Jeder Rabatt gilt *5"V*a*

.Dberbeff if&e Zeituna" erslbeint sechsmal wSchentlich. Der

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»S Bezugspreis beträat monatlich 2 X. frei 'n» 6au»; durch die Polt

JE 2.10 ». ahne Seftellzeld. «erlag eon vr. e. Hiherath. Druck der

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Itnio - Buchdr. von Joh. Aug. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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ist, eine neue Entente in Europa zu bilde«, der auch Neutrale Beteten sollen.

Wie die neue Entente aussehen loerde, deutet der italienischeAvanti" an, der versichert, daß in London ein Abkommen geschlossen werde, demzufolge Belgien und Italien anstelle der Vereinigten Staaten dem englisch-französischen Militärabkommen Beitreten werden, das somit in ein englisch-französisch-belgisch-italienisches Abkommen umgewandelt wird. DerAvanti" schreibt hierzu:Es ist für eineensifite Kreise ein offenes Geheim- nis, doch die großen französisch-englischen Syndikate, die sich anschicken. das rheinische Kohlenbecken aus- z u s a u g e n, in der Abwendung der Vereinigten Staaten non der europäischen Politik und in den deutschen Re- vanchegedankeu eine ernstliche Bedrohung ihrer Inter­essen sehen .weshalb Italien und Belgien den Platz Amerikas einnehmen sollen. Italien würde die Hebet« inkunst unterzeichnen ,um dagegen die Zustimmung Eng- linds und Frankreichs zu einem Modus vivendi in der Adria zu erzielen." DerAvanti" lädt zum Schluß die sozialdemokratischen Abgeordneten ein, der italienischen Regierung zu verstehen zu geben, daß das Proletariat diese? Abkommen als null und nichtig betrachte.

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als Batrabatt. Lei Auskunft durch die <S«,chIft»stell« x. Vermittlung »er Angebot« 25 4 6ex»ttgebä&t. Ppftfcheckkoato: 9tl 5016 Amt Franksxrt a. M.

England.

Autonomie für Indien?

Wb. London, 12. Dez. (Havas.) Das Oberhau» hat in zweiter Lesung das Gesetz angenommen, da» In« dien die Einführung einer autonomen Regierung g«», währt.

Deutschlands, Prinz Stollberg-Werninge« rode, von feinem Wiener Posten, wie auch au» den diplomatischen Diensten de» Deutschen Reiche» an» Gründen privater Natur au». Al» fein Nachfolget gilt Dr. Rosen. |

Die Rückkehr der Kriegsgefangenen. .

tob. Berlin, 13. Dez. Die Rkichszenttalstelle fft» Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit: Heute früh lief der DampferMelilla" von Bilbao und Peniche lom* nienb in Brunsbüttel ein. Er brachte außer 39 Mitt« tärpersouen, die der Schuhtruppe von Ostasrika ange- hörten, 238 Zivilinternierte au? Peuich« in PortngÄ und 131 Ziviliutrrnierte auS Bilbao in Spanien mit.

tob. Kufstein, 15. Dez. Etwa 1100 Malta«Gv> fangene sind wohlbehalten hier angekommen. Sie erben nach Lager Lechfeld weiter befördert, wo die Entlassung unverzüglich erfolgen wird.

Die Anzahl der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich.

kg. Berlin, 15. Dez. Entgegen den letztens Angaben Pariser Blätter über die Zahl der in' Frankreich internierten Kriegsgefangenen, die auf 595 000 angegeben wurde, verlautet, daß nach amt«, kicher deutscher Feststellung die Zahl der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich 450 000 nicht über« schreitet.

Marhmg

Montag, 15. Dezember

BündniSverhaMnngen zwischen Japan nnd Mexiko?

tu. R e to A o r k, 14. Dez. Senator Fall hat dem Präsidenten Wilson Doknm'nte vorgelegt, nach denen zwischen Japan und Mexiko Verhandlungen im Gange sind für den Abschluß eines Bündnisvertrages. Ferner beabsichtigt die mexikanische Regierung alle deutschen Handelsirnternehmirngen in ihrem Lande zu fördern.

ii Ke für Frankreich u n a n n e h in b a r. Auch «Handlungen gibt sich Frankreich n i ih t her, K denn über Nebenfragen.

Einberufung der Zahrgängc 98 und 89.

bie em; Be. wu» «ten ini. al, ernt Bei Ate ter- nm an. )ie» fen, den mit ab« an-

Die österreichischen Kriegsgefangenen in Frankreich.

tob. P aris, 15. Dez. Der österreichische Vertreter in Paris erbat in einer Note bei der französischen Re­gierung die Befreiung der österreichischen Kriegsge­fangenen, worauf mitgetcilt wurde, die Regierung habe entschieden, einige Maßnahmen zu Gunsten der öster­reichischen Kriegsgefangenen zu tressen und ihre Be­freiung noch vor dem Inkrafttreten de? Friedensver- trages zu genehmigen. Den französischen Behörden wurden diesbezügliche Weisungen erteilt

Rücktritt be» Prinzen Stollberg-Werningcrode.

tu. Wien, 14. Dez. Wie das ..Neue 8-Uhr Abend­blatt" erfährt, scheidet der bisherige GeschäftSrräger

Iik EeihMt MÄMtü.

fixe neue Militär Entente? Italien und Belgien Stelle Amerikas.

Kreise, die mit der Rückführung der Gefangenen be« traut sind, haben nach Zeitungsmeldunaen erfahren, die Franzosen hätten ihre Zustimmung gegeben, für den Falh daß die deutsche Regierung die Forderungen der West- macht annimmt, sofort die in ihrer Hand befindüchen 450 000 deutschen Kriegsgefangenen freizulassen. Auf Grund der bisherigen Verhandlungen sei --t hoffen, daß die. Gefangenen in breiter Front nnd in läster Stärke von mehreren Tausend Manu zuiückkehrcu werden, sodaß mit der Beendigung des gesamten Rücktransports in etwa bret1 Monaten gerechnet wird.

Deutsche Kriegsgefangene im Dienste Japan».

Rach derD. Zig." wird eine ganze Anzahl der deut« scheu Kriegsgefangenen in Japan dar der Hand nicht nach Deutschland zurückkehren, weil viele von ihnen, be­sonders Handwerker, Techniker und Ingenieure Ver­träge mit Privaten oder der Regierung abgeschlossen haben, auf Grund deren sie ihre, in den Gefangenen« lagern so glänzend dargetanen Kenntnisse und Fähig- feiten in den Dienst Japans stellen wollen. ES haben sich rund 1000 Kriegsgefangene auS dem Lager von Rin, rume um Anstellung bei der Maudschavischen Bürsten-^ gescllschaft, der Dairi-Zuckcrgesellschaft und der Naka« jama-Seifenfabrik beworben.

Dtuksch-OestrrrelchS Not.

tob. Paris, 12. Dez. Die gestrige Sitzung des OrgauisatiouskomiteeS der Wiedergutmachungskommif- sion leitete der italienische Delegierte B e r t o l i n i mit folgenden Worten ein: Die Kommission kennt die traurige Lage Wiens und Oesterreichs. Behufs unmlt- tilbarer sofortiger Hilfe für die nächste Zukunft wird in Triest lagerndes Getreide, ungefähr 30 000 Tonnen für 3Vi Millionen Dollar, das ist dir Rest deS ameri­kanischen Lebensmittelkredits, gekauft und ehestens nach Oesterreich abtransportiert.

Staatskanzler Renner gab eine Erklärung ab, in der er darauf hinwieS, daß die Republik Oester­reich ohne irgend ein Versäumnis ihrer Verwaltung binnen drei Wochen ohne Brot und Mehl sein werde nnd selbst weder Getreide noch irgend andere Lebensmittel werde kaufen können. Unsere Lage ist derart, sagte der Staatskanzler, daß wir eS nicht wagen können, nach Wien zurückzukehren, ohne Brot und Kredit mitzubringen. Die Welt würde es dieser Regierung niemals verzeihen, wenn sie nicht durch das freimütige Bekenntnis der Lag« deS Landes die Menschheit vor einer grauenhaften Kata­strophe gewarnt hätte. Wir appellieren an Ihr menschliches Herz, das die Möglichkeit dieses Mas­sensterbens ohne geschichtliches Beisviel im 20. Jahrhundert der christlichen Zivilisation weit von sich weisen wird. Staatssekretär für Volksernährung Lö­wen feld-Ruß legte die verzweifelte Ernährungslage Oesterreichs dar, wobei er auf die in den letzten Tagen in einzelnen Städten Oesterreichs ausgebrochenen Huu- gerunruhen HinwieS. Der Staatssekretär schloß: Vor dem Forum, das die Welt reiitäfentiert, erhebe ich Klage, daß in einer Stadt der höchsten Kultur Kinder an Hunger und Kälte zu Grunde gehen, und ich appel­lier: an die Menschlichkeit der Nationen, Wien und -roße Teile Oesterreichs stehen binnen.MonatSsriF vor dem vollständigen Zusammenbruch dec Ernäh­rung. Dringende Hilfe ist geboten, zunächst durch so- fortigen Zuschuß eines Monatsoedarss, zum mindeste» au Getreide etwa 50 000 Tonnen ferner durch Einräumung eines ausreichenden Kredits, damit die sofort für die nächste Z-it erforderlichen Lebensmittel eingekauft werden können.

In der heutigen Sitzung hiett Staatssekretär für Finanzen Dr. Reich eine Rede, in der er au »führte- Alle Bemühungen hätten nicht ausgereicht, um Oester­reich auch mit die dringendsten Notwendigkeiten zu sichern. Es müßten einschneidende Maßnahmen er» grisfen werden, um dein Notstand abzuhelfen. Das GÄdwesen müsse neu aasgebaut und sie Ausfuhr ge­steigert werden. Um diese Ausgaben $u erfüllen, brauch« man -Zeit und vorbereitende Arbeite«. Das Defizit von acht Millionen Kronen ist hauptsächlich dadurch verschuldet, daß der Staat Lebeusmittet tief unter dem Einkaufspreis abgcben muß- Diese Lage aber führt wieder dazu, daß eine innere Anleihe un­möglich wird und deshalb die Nsteuprefse in Be­wegung gefetzt werden must, was wieder eine weitere Entwertung der Valuta bedeutet. Dieser Weg führt zum vollständigen wirtschaftlichen Zusam­menbruch. Die Verbündeten hrcken, abgesehen von den rein menschlichen Gesichtspunkten, ein wirtschaft­liches und politisches Interesse daran, den Zusammen­bruch zu vermeiden. Der Gläubiger muß darauf be­dacht sein, daß der Schuldner zahlungsfähig bleibt. Auch das Goneralpfandrecht der Berbündeten hat nur bann Wert, wenn nicht politischer Zusammen­bruch und Auflösung den Bestand der Piandobiekte selbst tu Gefahr bringt. Außer den dringlichsten Le­bensmitteln sind jedoch auch noch Rohstoffe nötig, unt die Arbeit wieder anszunehmeu, ferner Futter- und Düngemittel für die Landwirtschaft. SektionSchef Schneller wiederholte namens des Staatskauzlers Renner, der an dieser Sitzung nicht tellnehmen konnte, daß die österreichische Regierung die Verant­wortung nicht weiter tragen könne, wenn der Oberste Rat nicht in der Lage wäre, die nötigen Kredite zu gewähren. Der Vorsitzende Sir Hugh Leb ick er­klärte, daß die Kommission sich bemühen werde, zu­nächst die zugesagten 39 000 Tonnen Getriebe ficher- zustellen. Im übrigen würde auf die von den öster- reichischcti Delegierten gestellten Fragen so rasch wie möglich geantwortet werden.

Ans dem besetzten Erbiet.

Berlin, 14. Dez. DirPolitisch-Parlamentari­schen Nachrichten" melden: In Oberkassel schoß deg wachthabende Unteroffizier des belgischen Militär­postens ohne jeden Grund auf eine Frau, die mit ihrevt Kinde am offenen Fenster stand. Das Kind wurde ge­tötet itnb die Mutter schwer verletzt. In der Nähd von Roedelhrim wurden Frauen und Kinder am 20.9« aus neutralem Gebiet von einer französischen Militär­patrouille aiigehalteu und drei Frauen fortgeschleppt, angeblich, weil sie keine Ausweispapiere bei sich hatten. Die Täter hatten es ofsenbar auf die Vregewaltigunh der Frauen abgesehen. > j

Wb. Wien, 12. Dez. Die Parlamentarische Korre­spondenz meldet: In einer Sitzung der Vettreter der all­deutschen Vereine von Deutsch-Oesterreich, be» deutsch- nationalen Vereins und des deutschen Volksbunde» wurde die Einigung dieser drei Gruppen vollzogen. Die vereinigten nationalen Parteien in Wien werden bannt mit her großdeutschen Vereinigung für Nicder-Oesterreichi und mit bem Einigungsausschuß der Länder behufs Schaf« hing einer nationalen EinbeitSPartei für Deutsch-Oeslcrrrich in Verbind:-- . 'en.

Unruhen auf Trinidad.

tob. London, 13. Dez. (HavaS.f Nach demDaily Erpreß" haben sich in Port d'Espagne und verschiedene» anderen Punkten der Insel Trinidad schwere Uiu ruhen ereignet. In Port d'Espagne haben die meutern« den Neger das Regierungsgebände angegriffen, beseht und sich dort drei Tage lang gehalten. Der Gouverneu» richtete eine dringende Botschaft cm den fommanbieretv den Admiral der Schiffsstatton der Antillen, in der ei unt Hilfe gut Unterdrückung der Unruhen bat. De» leichte KreuzerKalkutta" ist zur Hilfeleistung abgesandt worden mit drei Abteilungen Matrosen und Marintt Füsilieren mit Maschinengewehren, die auf der Jnsef Trinidad gelandet worden sind.

Tie letzten Telegramme vom 10. b. MtS. an bei Kolo»sillMinister in London melden, daß die Lage wie.

kg. Genf, 15. Dez. Nach Pariser Meldungen W bet französische Krisgsnnuister am 13. Dez. die Medereinbernfung der Jahrgänge 1898 und 99 zur »»rMetgehenden Dienstleistung anaeordnet.

Der Bankerott bei Obersten Rate».

Wb. Parts, 13. Dez. Oedipus sagt in derSam teilte":Die Tatsache, daß der amerikaniscbe Botschafter nur die Rolle eines einfachen UebermittlerS beim Fünferrat hat, mußte kogisch«rw«ise früher oder später zur Auflösung de» Obersten Rats führen. Der Banke­rott bei Obersten Rate» wurde schon in seine Grün- dungSakte eingeschrieben. Japan hat sich au» verschie­denen Gründen abseits bet Bespreckmngen gehalten. Italien hat nicht mehr die Fähigkeit, über das Schicksal anderer zu entfdkiben, da sein eigenes noch nicht geregelt ist. Anierikö. zieht sich freiwillig zurück, England, da? von einem eigensinnigen Manne regiert wird, ist nur noch von Petsönlichk-Ucn vertreten, die unfähig sind, große Entscheidungen zu treffen, ohne sich mit London in Verbindung zu sichen. Frankreich befindet sich also vor einer Leer« und unglücklicherweise in großer Ver­einsamung. Ans bissen Gründen uttb aus Titele« an­deren fand die Seife Giemenceau» nach England statt.

London, 13. Dez. LautDaily -Telegraph" wird ein Rat au» den Erste» Ministern Großbritanniens, Frankreichs, Italiens unb einem bevollmächtigten. Ver- iteter der Bereinigten Staaten gebildet 1 vertan und wahrscheinlich rnm ersten in Paris während der Weih­nachtsferien zuwmmentreten.

Ein llusall Elsimenceaus.

wb. Paris, J5. Dez. Bei der Kanalüberfahrt erlitt Gfeiiunccau einen kleinen Unfall dadurch, daß et o«i bewegter See gegen einen Kasten ge­schleudert wurde Trotz leichter Verletzungen wohnt« er allen Sitzungen in Loudon bei. Auf !einer Rückreise nach Paris fühlks er sich- infolge des Unfalles und der Reif« ein wenig erschöpft, übernahm aber sofort das Kabine t wieder.

wb London, 13. Dez . ,Haras.) Clemenceau wird London wahrscheinlich am Sonntag morgen ver­lassen.

Wb. Haris, 12. Dez.Echo de Baris" meldet, daß der zum cugkifcheu Geschäftsträger in Berlin bestimmte Sir William Tyr re ntz feinen Posten am 1. Januar in Berlin an treten wird. ----

AttMlil

tob. Paris, 13. Dez. Rach einer Meldung aus Veto Verl dementiert Staatssekretär Lansing das Geruch!, daß te feinen Rücktritt ein reichen wolle. Es- beständen zwischen dem Präsidenten Wilson und ihm keine MeiimuKsverfchiedenheitm» in der mexikanischen Frag«.

tob. Londsm, 13. Dez. (Haoasch Der Reuter- .Korrespondent drahiet ans New Aork: Der Oberste Gerichtshof der V-reinigien Staaten beschloß die A u 3« Weisung der Anarchisten Alexander Berkmana und Goldman«. Der erstere hat dem Präsidenten des ülerichtshafes mitteilen lassen, daß er gegen di« aus­gesprochene Ausweisung keinen Einspruch erheben werde.

tob. Paris ,14. Dez. Der Couderb- richtersiatter desPetit Psristen" drahtti ans Newvork, der Kongreß werde am 20.12. in die Weibnachtsserien gehen und am 5.1. 20 trieber eröffnet werden . Die Senatoren würden Fühlung mit ihren Wählern nehmen, und es würde nicht anSneschLisien sein, daß sich daun eine Wendung z«gen werde Europa hab« Unrecht, wenn es zu sehr auf eut Entgegenkommen in der Friedensfrage rechnet. D-.e BerständigunA wird sich mehr auf die Form als auf den Inhalt der Vorbehalt« beziehen.

Sie Wie. Mihftrt

Abreise der SmswerstSudigenkommissiou.

Merlin, 14. Dez. Die deutsche Antwortnote ist taitx» Abend nach Paris abgegangen. Heute be- M stch die aus 7 Mitgliedern bestebeiibe Sachberstänbi- «j,«Missio>i nach Paris. Es werden vertreten fein: \ eusioärtige Amt, die Werftkoinmissiou, die Rcetar. ; 5,4 SBajferbauamt, ein Sachverständige« für die Fahr- üe»«'. «u" bem Reichsarbeitsmiinsterium und ein Ma - rittsackwerslänbiger. Den Borsitz führt ein Sachverstän- zj^r für die Wasserstraßen, ber tarn Auswärtigen Ami Auch dieVoss. Zig." bestätigt, daß die Kom

E« lediglich ans Fachleuten zusammengesetzt ist. Es bxdnrch ausg.-druckt werden, daß es sich um eine techuische Besprechung im beiderseitigen Interesse j i in» mcht um politisch Erörterungen handelt.

DerBerk. Lokalanz." nennt als Mitglieder: Gc. ; yerat Seeligcr, Paul Müller, den Erstgeuaim- bb »U Echiffahrtsvertreter, den Letztgenannten al3 ?lr- öMeMertreter. DaS einzige VerhandlungSlhema Uür- lew Ne wirtschaftlichen Fragen sein, die aus bet Schaden- für die versenkten Schiffe von Scapa

i? Sonderstellung der Vereinigten Staate» zu der - 8»äbeet9fr«8C geht den beiden Westmächteu auf die Rer- tot. Amerika hat bisher den Friedensvertraa, der ja f f ÜBf Tölkerbunbsverirag einschließl, nicht imterztichnet. ! I w$ bfi- Senat seine Zustimmung dazu u'cht geben will, : v eine Reihe Vorbehalte zu machen wünscht, die im fltei## und großen besagen, daß der Völkerbund in wed&i nichts biucinzureden bat und daß sich Amerika i s eb* nicht in europäische Angelegenheiten und Händel I s Ätwsieben lassen will, daß Amerika Krieg führen kann, tae* *6 will, unb daß seine Wehrmacht ben Völkerbund gi augeh!. Hinter diesen Vo.be hallen sieht ein <t

4er, wenn nicht ber größte, Teil des amerika- te Volkes. Mari st-licht;i einem Sor-dersriedcu 68 Heutschland entgegen der Wilsonschen Frieden?« i f -und VölkerLuudsporitit, die amerikanische Feie- kjfMwrbnung bat Europa verlassen. England, Frank- ' kckch. gtefien nebst Trabanten sehen ihr etwas bestürmt s > Pch, »»rnehmilch die beiden ersteren, oit ichi. in'ist in beraten ,was seht zu tun sei, da Deutschland doch -; nnmertzrx noch nickt ganz toi, also noch immer ein «rttHsud mißtrauischer Furcht ist. Mau erledigt selbst- **e*i noch eine Rcita anderer Fragen (Wirtschaftssraqen. ddrt«, Türkei', aber die Hauptsache ist bas Verhältnis WAwlter Deutsch^nd. So verlangt dieTimes" ein *#8 ZusammenM-n zwischen England und Frank- G« hofft, daß dieses durch den Besuch ClömenceauS Mmckr gebrockt wird. Man müsse vor allem gegen Mfchland austreteu können. Aber auch eine gemeinsame s 1 Wi»« i« Rußland sei notwendig. DaS offiziöse Re« ®E*Wf$oi'iianDailh Chronicle" schreibt, es sei höchste «it, daß l)ic europäischen Staatsmänner zu einem lieber- ^Sentwen bezüglich der zu verfolgenden Polittk kommen, »be* Fall, daß sich die Vereinigten Staaten vom Frie- unb seiner Durchführung endgültig abwenden «Sten. Es müsse ein klares Abkommen abgeschlossen um fcstzusetzen, nicht allein wie die in Dcutsch- bestehenden Handelsfragen zu behandeln find, son-

s* auch wie sich die Verbündeten gegenüber einer Aende- *»5 bet deutschen Politik verhallen müßten, z.B. tvenn 7 Neutschland eine. Revolution von rechts ausbrechen ~®e und die Hohenzollern wieder aus den Thron kämen, ?et wenn Deutschland ein militärisches Bündnis mit Rußland abschließe. Das Blatt kommt zu dem Schluß, £8 ber Well friede auf dem englisch-französischen Zu- «vimenwirken beruhe.

; 82ie berTelegraas" aus London meldet, wollen ^«ge Blätter wissen, daß für den Fall, daß die 33er» Tasten Staaten den mit England und Frankreich ab» Mchlskfeuen Vertrag nicht annehme» sollten, geplant

Ueberreichuug drr Rote heut«.

Paris, 14. Dez. Die Antwort der deut- fje» Regierung auf die letzte Rot« der Bcrb'üu- M«s ist der deutschen Abordnung tu Paris zu- ßk«>MKen. Sie wird wahrscheinlich nicht vor Mon- . «rsrgen Lbcrrcichi.

fj. Genf, 14.De z. Aus Paris wi'.d gemel- lei, daß Llckmenceau bis Sonn'ng mittag noch gM aus London zurückgekehrt war. Infalgedesien »«de die Sitzung des Obersten Rat^s. in der die deÄfche Antwortnote zur Kenntnis gebracht wer- S$8 sdllte, auf Montag vertagt.

: SLMlche Berhand!««grn nur über Nebenfragen?

kg. P a r i s, 15. Dez.Lsiftonllne librc." fchre bi: Seen die deutsche Antwor r.oie tatsächlich nur dm