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__ Der peü Lemmer. Wu8 Anlast de? TiSRipImor«

BuAhenbhtng Ebel, Äettrrgsffe 38.

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^efftit-Äaffait mtb Nachbaryckblrte.

Gießen, 9. Dez. DaS seltene Fest der diaman­tenen Hochzeit konnte hier der Kaufmann und Rentner I. M. Schulhof und Frau Rosa tm 93. bezw. 78. Lebensjahre feiern.

Frankfurt a. M., 9. Dez. In der Abteilung SBirtefrerforgung" des städtischen Lebensmittelmntes sind riesige Diebstähle von Brotkarten durch die Angestellten ermittelt worden. Der Haupt- dieb, der Kontrolleur Wilhelm Busch, hat täglich bis zu 600 Stück entwendet oder durch die Schalterbe­amtinnen, die er beaufsichtigen sollte, au» den von deu Gastwirten abgegebenen Kartenbeständrn entneh- men lassen. Diese gestohlenen Karlen verkaufte Busch für 60 Pfennig daS Stück dem Straßenhandel. Die Diebstähle reichen bis Mai diese» Jahres zurück Durch fie ist die Stadt am ungezählte taufende Kilo Brot und Mehl geschädigt wachen. Den Erlös ans

10 ovo 5000 1000 usw.

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Ante staunt

X) Vargekn, 9 Tn- 4Mer tmrche» einem Ham­sterer etwa 20 Tfnnb Butter «boenonrmen.

:: Gladenbach, 9 De, Die vom Nassauer Maikf' eisen»Verbände am 2. und 3. Dez. in Gladenbach, am 4 nnd 6. Dez. in Breidenbach nboebaldmen Ansbildunos- f»braänw für die Verwaltungsorgane und Rechner der im Kreise Biedenkopf «moefch'nn-men (Rennnenfdmften hat­ten sich eine» unaewö^ntich starken B-.su >*>es zu erfreuen und nakunen in jeder D^»iebnnq rin-n beide Teile hoch- beirndiaenden Verlauf. Bon 39 in Betracht kommenden Genossenschaften batten 3b fnewr<rmt 84 Teilnehmer -ntfonbt. ein Beweis dafür, welch kiese Wurzeln der Raisseisengchanke ha Kreise Biedenkopf geschlagen hat

diesem Kartenverkauf hat BnW mit seinen Heksers- belfern, etwa zehn Angestellten de» LebenSmittelaintes, in Weinkneipen verjubelt.

Darmstadt, 9. Dez. Die hessische Boltzkannner nahm in der heutigen Schlußabstimmnng den von der Regierung vorgelegten Entwurf einer endgültigen Bet» faffung für den Volksstaat Heffen mit de« Stimmen der Mehcheitsvarteien an. Auf Grund dieser Ver­fassung findet die erste regelmäßige Neuwahl der Bol8- kammer im November 1921 statt.

Hünfeld, 9. Dez. Heute vormittag 5 Uhr kst dre Pfarrer und Dechant Richach Schmelz durch einen sanfte«> von seinem langwierigen Leiden erlöst wordeu. Er hat ein Alter von 71 Jahren erreicht. Geboren war er zn Geismar. Zum Priester geweiht wurde er am 13. August 1871. Dann war er Kaplan zu Neuhof «nd zu Burghaun. 1886 »utbe er Pfarrer in Burghaun und 1903 Pfarrer und Dechant zv Hünfeld. Gleichzeitig übernahm er im Vorstand des Josephrheimes (Kommunikanten anstall) die Geschäfts- lührung. Lange Zeit war er als UnterverbandSdireftor im Raiffeiftnverein tätig. Ferner gehörte er de« geschäjtsjührrnden Ausschuß der Zentrumspartei an.

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der Stadt Wetter und der Gemeinden

Cappel, Cölbe, Marbach, Ockcrsliausen und Wehr «la

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»Die Um» «nd Abmeldungen. Mit dem H Dezember «e* do« Zwjschensemester an der bie- ||fli Unioersiiät pt Eide. Um die Um- and Ahmri- sckmelkrr erledigen ja können, befindet sich ba» ff» in diesen Tagen im Seebode'fchen Saale. Ge Mtarit 9,3012.30 «nd 3,306 Nbr.

«Die Weihnachtsferien. Der KultuSmini- strhat keinerlei aNgemein gültige Verfügung über eine ßkckLtgernng der Weihnachtsserien in den Schulen Degen des Kohlenmanqris erlassen. Eine Reihe von ßfndtn der Provinz hat bereits wegen Kohlenmangels Meße» müssen. Es ist wahrschienlich mit einer Per Dgerung der Weihnmh'sserien, die erst am Dienstag y. Dezember, beginnen sollen, um einige Tage zu

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Karl Meier

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m Doppel der Aufschrift zu legen, wird besonders iese«.

* ElektromvntenrknrsuS. Ma« schreibt

: Die Teilnehmerzahl am Kursus für vorgeschrittene »ntenre, veranstaltet von der hiesigen (Sc- schule (Direktor Ehsel), ist wider Erwarten der- ct groß geworden, daß von einer weiteren Aufnahme Interessenten abgesehen wersen muß. Ei» solcher ng ist an sich sehr erfreulich. E» ist infolge

hsefensgen Pers-men, 5Te ihren Beawckn $rt Er­fassung von Scküeichhande'sgeireide chehilffich stnd, in dem Falle, ba§ die gesamte Ware für die RrichSge- treidellelle sichergestellt und für verfallen erllöri wird, Prämien bis zum Betrage von 10 Prozent beS Höchst- preiswertes.

* Landesversicherungsanstalt. 5« unse­rem gestrigen Bericht ifl eine Ziffer iallch wicknrgeg^ben. Da» Vermögen der Landesversicherungsanstalt stellte sich am Jahresschlüsse auf 93 792 363,95 Mark.

*Bom Wetter und Winter. Dem in den letzten Tagen herrschenden regnerischen Wetter ist nun wieder Kälte und Schnee Gefolgt. Im oberen Labntal «nd in den Gebirgslagen beaoun es bereit» gestern deftig za schneien ttnb bme früh »eigte auch nufere Gegend wieder da» Bild einer Winlerfandfch«st. Im kvrichworfbeißt e»: »Kalter Ebristmond mit viel Schnee bringt viel Korn auf Berg und 55?.*

Tteiter. Äiwjerte, 0niHt«lnm Stak

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Mfftti#. t fki r iTilu. "schab »öbeü«. * unter, »uz

^öchfigewlnn Mk.50000

Prämie Mk. 40 000

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Marburg, 10. Dezember.

Das schönste

Weihnachtsgeschenk

ist und bleibt ein GlOckstos der

fei nochmal» darauf brngetriefen. daß heute TFifttoodi abend tu dentebtföTen das i. Konzert des Marburger ftonyrt-Cetetn» fcottfinbet

StadttHeatee. Das Büro dellt mit: Aoch- mal» sei auf die morgige Aufführung Nou Ibsen? .Wildente" hingewiefeu. khemennifführungen in Städten, die kein eigene» Berfoual haben, stnd infolge der -rußerordeutlichen Htcifef»efen «nd &bnhrnafeiten überaus schwer ga veranstalten, und es ist dringend zu wünschen, daß der Besuch der morgigen Vorstellung wenigsten» die Hosten deckt, lodaß Beitete Vorstellungen diesen Winter ermöglicht werden,

Zirkus Maver-Aenuer. Die SSfußnum- mer der allabendlichen Vorstellungen bildet die Tobe»- fobrt auf dem Drohtfell, giisgelührt vom Direktor Mover Die tfabrt, die großes Aufsehen erregt ^eht euer über den Kämpfrasn».

Mädchen möchte stt> nern, do au» Marburg, bort- selbst ober -n bet II ngegend >m Hau» alt gemeinsam mit der Hausiioo betät een. Ge» valtSanspr HO40 M. Zum 1 Jan. E. Oaskmauu, Miesenanuud. b 10-148 Rr. Hogen-ttmst.

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zweiten Buchhalter.

Den Bewerbungen bitten wir Sebentlauf unb Zeugnis­abschriften beizufügen.

StMnimtrh.

G. m. b. Warburg.

Zu AnShilse aus sofort zvoer lässiger Ansträger

miedet trief' tnfl' sau?

p^trbürner durch die Verfassung znstrbt auf dem deS Disoitckrnarverfobren» genommen werden SS handelt stch ferne^eaS um die Vertumme-

Lttzie StochrichltA.

Wb. Berlin, 10. Dez. Reichswehrminister Rosd hat Befehl gegeben, für Zurücknahme bet Truppen ans dem Bielefelder Revier bi» Ende bet Woche.

tob. Dortmund, 10. Dez. Tie Obleute bet Dortmunder Union und von Phönix erllärten sich be­reit, zwecks Beseitigung der Kohlennot, den Arbeitern die Annahme von Ueberschichten zu empfehlen und ihnen eine Kontrolle der durch die Ueberschichten leförbetten Kohlen einzuräumrn. Ten Arbeitern wird ein angemessener Lohnaufschlag gewährt.

Rotterdam, 10. Tez.Telegraaf" berichtet aus Paris: Der italienische und englische General­stabschef verlassen am Sonnabend Paris. Bi» dahin wird der Oberste Rat die Entscheidung über den Ver­zicht ans militärische Maßnahme gegen Deutschland fälle».

Wb. Paris, K). Dez Noch Blättermeldungen aus Rom sollen die diplomatischen Beziehungen mit Frank- eich und dem Vatikan wieder ausgenommen werden. In iranrösisch-poütischcu Kreise» erklärt man die Nachricht il» verfrüht.

wb. London, 10. Dez. Die persische Regierung hat ihren Beitritt zum Böllerbund erklärt.

Die WUllürhereschott der Kranzofen im Caergebirt.

wb. Saarbrücken, 10. Tez. Tie Franzosen haben Dienstag früh den PoNzeibirektor 6. Halsen und den Reg.-Asseffor v. Salmuth verhaftet unb ins mibe­setzte G biet abgeschoben. Den beiden Beamten wurden nut 2% Stunden Zeit gelosten zur Regelung ihrer persönlichen Verhältniffe.

Die Sowjets für den Frieden.

wb Paris, 10. Dez.Povnlaire" meldet au» Lon­don: Der Kongreß der Sowjets in Moskau hat einmütig -ine EntschkrHung gefaßt, in bet erklärt wird, bie ^owjet-Republik wok.: mit «11?n Völkern in Frieden leben Sie biete nochmals den verbündeten Ländern gemeinsam oder einzeln den Frieden an und fordere ße ans, sofort bie Friedensverhandluugen zu beginne».

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t ege gLflitf** die lioFtHr^- n etrvnh-n der Berliner Uni« in. Me der Deullck'ne^'^nnsen Boll^varwi. der

ar Bollsvartei. der beniofrat;fr*en und der foziai-

fiNviliq L^jfratif'fxn Partei angebären, eine Erklärung, worin T inir Sacke f-lbst Stellung zu nehmen, e» nicht

affiöf die Weihnachtssendungen sind möglichst früh- jritig aufzuliefern. Auf die Beachtung bei Vorschrift, ef dem Paket Name und Wohnort nebst Wohnung fc» Absenders anzugeben und in das Paket obenauf

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Wir suchen zum soso« gen 6 ntritt e-neu erfahrenen und

Mittellmkffnr enl dem Leserkreise.

öRirr dieser Rubrik veröffentlicht bie SchristleitnuG Stimmen ans dem Leserkreis. Für die hierin anSge» ivrochenen Ansichten und T enden Ml Übernimmt He Lchrittleitung (außer bet preßgesetzlichen ) feixt Verantwortung, diese bleibt vielmehr dem M» sendet überlasse».

8u meiner Freude darf ich aufgrmch der fetzten Et»' fenbuua zwischen den Anschauungen der Herren EloSmann und Bartel» und den meinen eine wesentliche Heberei»»! stimmung in folgendem frfifirOen:

1 Die Kinoreform ist eine Frage de»i gnte» Geschmack». Wenn auch Darbietungen ^tus»! gründ des Strafgesetzbuches" einwatzdftei such, so könne»: sie dochvom Geschmack der Straße" eingegeben sei» i Logische Folge: Deshalb hilft eine Kinozensur durch Par». graphen und StaatSgeietzgebung nicht. Es gibt leine bessere Anpreffnng einer zweiselhafte» Darbietung, als wenn fettgedruckt darunter steht:Bon der Zensur fred- gegeben." Gerade das Raffinierte, Zweistshafte, das, was die Phantasie »um Weilerspinnen reizt, ist aber daß Gesährfiche.

t.Ernsthafte, ohne Bor urteil behaftete Lenke" Ömern entscheSten, was gut rnb was schlecht ist- llttd solche Leute find «l» ht Marburg vorhanden oh» Weitere» vorausgesetzt. Stimmt genau mit meine» Ansichten! Allo: Heilung kommt durch einen Kino- Wettbewerb, darüber, wer sich am wenigsten vom®e> schmack der Straße" hat schieben lassen. Wenn wir das erreichen, dann ist unsere geringe Mühe reichlich belohnt. Aber es maß auch tatsächlich ouSgefübrt werden! Ich glaube, gute Kino» werden ihre Rechnung finden^ wenn fie einen guten Geschmack erziehen.

3. Sehr gut ist auch, daß der schöne Satz der neue« Verfassung wörtlich wiedergegeben ist. Ich möchte als Gegenstück dazu Vorschlägen:Jedem Staatsbürger steht es frei, ohne Einschränkung »n verkaufen, was et will." Und wenn er Kiste verkauft? Wenn er sie ebne ^flntung vor ihrer Schädlichkeit öffentlich an preist? Unsere Gesetzgebung ist ans Sorge um bie Garantie veo- iönlicher Freiheft auf einen Irrweg geraten. Freiheit liegt nicht darin, daß jeder Deutsche tun und lassen taten, was er will, sondern daß er aus freier, hoher Gesinnung tut. was er soll. Und nur rin sittlich hochstehendes Volk verdient Freiheit. Ein Gesetzgeber, der dem hoben Ideal sittlicher Freiheit zuwider dem Volke falsche Freiheit voo- fviegelt, verdient mft einem Mühlstein am Hals in» Meer aerfentt zu werden. Ich glaube auch darin find wir einig.

Aber eines muß doch noch gesagt werden: -richt bk Herren Kinobefitzer sind allein schuld am Niedergänge bet KinoS, sondern bie Filmgesellschaften unb ihre Darsteller und Dromatt'ker. Sier ist die Quelle, wo eingefetzt werden muß! Gebt den Kinobesihern eine bessere Auswahl, and fie weckten besser wählen so hoffen wir. Nicht Auf­regung ist unter Ziel, nicht Bernichkung von Eristenren, sondern Besserung, Hebung, Auswahl de» Guten. Die materiellen Gründe müssen den idealen untergeordnet fein, nicht umgekehrt. Aber dazu ist eine Umkehr des Volkes nottoenbig. de» Volkes in feinen Führern unb seinen rinzelnen Schichten. Und diese Umkehr ist nur bann mög- <lch, wenn wir. Deutschen erkennen, daß alle» Böse and Gemeine im Volke den Einzelnen mft schövigt unb zuletzt auch den Geldbeutel trifft..H Euler.___

.Nanu, Michel, Uta« willst Du denn aus dem Fund- toro?* .Ich will nur sehen, ob ich nicht endlich mich selbst toicbcrfinbe.* (.Kladderadatschs)___

Briefkasten der "chetMeituug.

Rach N. In Ihrer gnschrift fehlt der Name: be» muß die Schriftleitung wissen, wenn er auch nicht i» die Aeitung kommt.

Verantwortlich für den politischen Teil: Kurt 6einte; iür den örtlichen and vrovrnz. Teil: Vilh. Wihner,^ mwMmmMMUMDmmwmnii

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