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dem Kreisblatt für
den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
I Der Xn$etqenpret» beträgt fär die 8ge>» Zeile SO w f>O»f. T«u,run<i«,usckl- e i rx,c,.
45 emtl'tbe u. «uswärttae 55 Mefl«me«tle 1.50.4. ^eber SUbett eilt 0-t. cSQige als Serrobett. — Bei Xmfunft durch die SeichSiteftell» x. Vermittleng »er inia
Xngebete 25 4 Seniergebibr. — XnftfMtento: Jtr. 5615 Xmt Frankfurt i. St. 191”
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alliierten und assoziierten Mächte die deutsche Regierung auf, entsprechend ihrer Note vom 1.11. ohne weitere« Verzug das Protokoll zu unterzeichnen, das beit Austausch der Ratifikationen und die Inkraftsetzung des Friedensvertragrs gestattet und so die Rückkehr zum normalen Leben und die Milderung der Leiden der Völker schert.
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Eine Role über die baltische Fraqe.
Wb. Genf, 16. Dez. Xus Pari» wird gemeldet, baß im Anschluß an die bisherigen Noten ein» »eitere Rote an Deutschland über di« baltisch» Frag» bi Beratung des Cberfttn Rates iß. Auch bte neue Rot, unterliegt noch de« Bestimmungen des Waffenstillstand«»,
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tob. Königsberg, L.Dez . Reisend» berichten, daß in Mila» Ruhe herrscht. Auch tu Riga ist bic £sgr ruhig, Schtml« ist geräumt.
lktsSH»iftch einen kleineren oder größeren laudwirt- ^tstcher. Betrieb besitzt, sodaß er bei manchem von
t «reichst vollkommenen Ausnutzung unserer rreu Hilfsquellen abhäugen. Auch die Jn- ivird viel mehr als vor dem Kriege auf den l*«rr, Markt angewiesen sein. Die Land-
nicht die Verantwortung zurückweisen kann, die ihr fällt und nicht in einem Schiedsspruch eine Lösung KriegShandlungen sehen kann, deren Regelung den wähnten Mächten zusteht. Infolgedessen fordern
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Wirtschaftszweig sein. Gewiß ist zu roün- b*6 die deutsckfe Industrie und der deutsch?
Kaste wn der Landwirtschaft abzelenkt. Erst der tkriog und sein AuSgang haben uns wieder zum
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iktsch aft wird daher in viel [iärterem Maste als ?« Erirge dieGruridlageunse resWirt-
f t s l »b e n s sein, und es muß alle-' daran gefetzt
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Sachverständig» nach Paris?
Berlin, 10. D^. Ter Pre sc-Ehef der Reich-- regierung Ministerialdirektor Rauscher sagte in einem Vortrag, wir könnten die als Ersatz verlangte Tonnage nicht liefern, wenn wir uns nicht rotrt- chastlich ruinieren '.vollen. Wir seien aber unter dem Zwange der Verhältnisse bereit, Ersatz auf andere« Gebier zu leisten, und wir wollten vor Unterzeichnung des Friedens Sachverständige nach Paris schocken, die über die Lage der Wirtschaft Auskunft geben. Wahr» cheinlich würden zwei oder drei Persönlichkeiten auS den Hausastädten das deutsche Material in Paris bot*
, b*8 in Zukunft nicht nur das deutsche Volk la-gsschst aus dem Ertrage seines eigenen Bodens sondern auch ein größerer Teil der deutschen k'ernttg aus dem Lande Unterkunft und E r- rhtben kann.
Sfe Nachdruck muß auch in diesem Zusammen-
Jährlich Heine Tonnagekieferungen.
tob. Paris, 9. Dez. .Chicago Tribüne" schreibt: WaS den Ersah der zerstörten Schiffe von Scapa Flow betrifft, so werde eS Deutschland in Berücksichtigung einer wirtschaftlichen Lebensnotwendigkeiten gestattet iverben, jährlich kleine Tn nnagelieferunge» zu leiste«, anstatt bk ganzen 400 000 Tonnen sofort z» liefern.
Sin» Frist von 8 Tagen?
tob. Genf, U. Tez. Ein Havas Kommentar zu der Rot» en Deutschlenb besagt, baß bi» 8erfcänbcten bie Unterzeichnung bei Zusatzprotokolls zu« Bersailler 8er. tret durch Deutschlenb in engemeffener Zeit verlangen. XI» Esgrmefitne Frist erachten bi» Verbündeten »int Fristkmer von 8 Tagen.
Der ßchuell wachsende Außenhandel in dem die ifSeKeng des deutschen Reiches am offenlicht' zum Ausdruck kam, hatte im deutschen Volke Neberzengung verbreitet, daß seine Zukunft vor sv.s der Forderung von Industrie und H a n -
l kvhe. Nicht nur der gante natürliche Zuwachs den:scheu Bevölkerung wurde von den mit er- kicher Schnelligkeit wachsenden Städten der Jn- «eittb e'e ausgenommen, sondern auß*rdem verior ZaMnnirtschaft, die zwar in ihren Leistungen eben- btnemt-enbe Fortschritte aufzuweisen hatte, in* St kzre Erzeugung schneller zu steigern verstand,
di« Bevölkerung zunahm, zwischen den BerusSzäh- »e« 1882 und 199 nahezu ein Zehntel ihres lienbes. Soweit eine Beurteilung der künftigen rck»lm»g überhaupt möglich ist, wird dagegen in st die Landwirtschaft auf lange Zeit wieder der
Die „OberbeH’ldie Zeitlina" erfdteint leck-mal »öckentlich. — 5)»• Bezugrorei? betrö'-t nwumlick 2 X. frei '»S Hou»; durch die Bost 2.10 «. ebne Bestestselb — 'tierleo von Dr C. i g e r • t b. — Druck der Univ • V'udjbr. »oh I o h. Ang. Kock. Merkt 21/23. — frmtfereeber 55.
werden alle Volksteile, die am Wiederaufbau unseres Vaterlandes mitwirken wollen, sich persönlich mitver antwortlich zu fühlen, daß alle Maßnahmen getroffen werden, die der landwirtschaftlichen Produktion förderlich sind. Die größtmögliche Steigerung deS Ertrages des deutschen Ackers ist der kürzeste und sicherste Weg zur Wiedergewinnung unserer wirtschaftlichen und nationalen Freiheit.
Es ist nicht zu befürchten, sich parteipolitischer Be- einslussung verdächtig zu machen, wenn zum Schlusse darauf hingewiesen wird, daß Friedrich der Große nach dem das Land in einem tiefen wirtschaftlichen Er- 'chöpfunasnistand versetzenden 7'ährigen Kriege in erster Linie darauf gehalten hat, die landwirtschaftliche Produktiv n nach jeder Hinsicht zu fördern, wodurch er sehr schnell Wohlstand deS ganzen Volkes und wirtschaftliche Gesundung des Staatswesens erreichte. Auch heute noch gilt das Wart dieses großen Volkswirtes und ersten Dieners seines Staates:
„Ter Ackerbau ist die erste aller Künste, ohne ihn gäbe es keine Kaufleute, Könige, Dichter und Philo- wphen. Nur das ist wahrer Reichtum, was die Erde hervorbringt. Wer die Erträgnisse seines Bodens steigert, macht Eroberungen von der Barbarei."
Marburg
Mittwoch, 10. Dk^enber
«k Hve frühere Stellung in der Welt wieder er» bei nüchterner Betrachtung der tatsächlichen Mnifse muß man sich jedoch gestehen, daß hierfür Ä-lehö»re» Zeit nur geringe Aussicht vorhanden ist. * M-t«nnung wichtiger Rohstoffgebiete, die Ver- s zur Ablieferung eines bedeutenden Teiles der I vAckuechenden Kohlen-Erzeugung und die unge- Wkts tr<t» «uferlegten Tribute, die Fortnahme der Arschorr Handelsflotte, die Schwierigkeiten der Noh- Wznfnhr, die Maßregeln des Auslandes zur Fern- NunH der deutschen Jndustrieerzeugnifse und die Ab- «ch Feindseligkeit gegen das Deutschtum im Sten Teile der Welt werden unfern industriellen Sfrfc h» w den Schatten setzen, daß an eine Wieder» & ix ftßheren Blüte unseres Außenhandels nieht »vichen kann. Tie Wiedergesundung unserer schäft, die Deckung unserer Kriegsschulden und Beffernng unserer Valuta wird vorwiegend von
Nifvkrzltstliche Untkrzkichmmq ütrlnnnL
Der Präsident der Friedenskonferenz Llämen- e e a u hat dem Freiherrn v. L e r s n e r am Montag Abend folgende zwei Noten überbringen lassen:
P a r i s, 8. Dezember 1919.
Herr TrSfibent! De» Oberste Rat hat Kenntnis genommen von der Mitteilung, die Sie am 1. Dezember im Namen der deutschen Regierung gemacht haben. Die Noten vom 1 und 22. November hoben die Verantwort ebkeit der deutschen Regierung bei der Verzögerung der Ratifikation des Friedensvertrages sestgestellt. und ihre Sch!uß>olaer,!ug«n bleiben bestehen. Die Anregung betreffend ein avg^'lcheS Recht Deutschlands als Kom- vensatioa dafür, das; die amerikanischen Delegierten bis zur Ratifizierung des Vertrages durch die Vereinigten Staaten in den Kcmmisfionen feblen, eine Aenderung der Ver- trogöbestimmunmn über Auslieferung der Schul' digenunddicRückkehrderKriegsgesangenen vx iM-rfanrn. ist unbegründet. Nach den Schlußbe- stimmungen d»s Vertrages soll dieser in Kraft treten, sobald ibn Deutschland und drei der alliierten nnb assoziier- t"n Hauptmächte ratifiziert habm. Ein Versuch Deutsch- « ndS, diese Inkraftsetzung von einer neuen Bedingung, nämlich der Anwesenheit der amerikanischen Teleaiertev in den Kommissionen, abhängig zu machen, wäre vergeblich. Es ist unrichtig, daß der deutsch« Standpunkt, n d'-str Hinsicht am 14. Oktober gebilligt worden sei. Sbenfo ist cs unrichtig, daß die H»rren v. S i m s o v >nd v. Ler sner am 20. November zu mündlichen "nb schriftlichen Verbandlungen vb-r baS Vrotvkvll »vm ■■ November eingoladen worden seien. Es ist ihnen einfach 'fa^t wo-den, daß angesichts einer schriftstchen Rote die -'vt'ch- Regierung schriftlich und lediglich auf die Bedingungen antworten müfo. die darin formuliert waren. Der Oberst» Rat ist d»r Ansicht, daß der Artikel 221 de? Fen'^nsvertrag-S belref'end die Rückkehr der Kriegs- - 'an—neu vollständig klar ist und keinerlei Ergänzung '-m"cht. Frankreich bat schon mehrmals erklärt, daß es die Gefangenen mit der Jnkraftfetznng des Friede n S v e r t ra g e S freilaffen werde, und eS hat ‘ wen Grund dies nnrerdinos zu wiederb»len. Ter Oberste Rat verweilt nur bei den Einwendungen gegen die Kom- renfationSfordernng für die Zer^örung der deutschen silotte in Seapa Flow und gegen dir Ankündiaung two'»er militärischer Ztoangsregeln, die in der Noto der Alliierten vom 1. November gemacht w»r- den ist.
Eine beigefügte Sondernvte antwortet auf die d-mtsche Not« vom 24. November in der Angelegenheit von Seapa Flow. Bevor die alliierten und asso-iierten Mächte -br« Forderung stellen, haben sie diese Fracch geprüft. Sie teilen die Besürchtunyen der deutschen Regierung w'gen der wirtschaftlichen Folgen für bie deutschen Häfen nicht. Sie halten daS Protokoll inseinerbiSherigenFaffnngaufrecht. Nachdem die alliierten und afsoziierten Mächte daS »»llständige Verzeichnis der Schwimmdocks, der schwimmenden Kräbne. der Schlepper und der Baggerschisse, die in de« Protokoll verlangt werben, erhalten haben, werden sie ihre Auswahl bekanntgeben. Doch werden sie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in den deutschen Häsen Rechnung tragen. Wenn bann die deutsche Regierung beweisen zu können glaubt, daß eine der genannten Forderungen geeignet ist. Deutsch Kind in der Befriedigung der berechtigten Bedürknisse betr. die Ausrechterbaltung der Flnßschissahrt und anderer wirtschaftlicher LebenSinter- "Du der gleichen Art sehr zu beeinträchtigen, so kann die deutsche Regierung den alliierten und assoziierten Hauptmächten ihre Rückforderungen stellen, und diele Mächte irr eben andererseits dann bereit fein, sie nach Anhörung der Wiedergutmachungskommissi»n im Geiste der Billigkeit zu prüfen. Was den letzten Paragraphen deS Protokolls vom 1. November betrifft, so ist der Oberste Rat der Meinung, daß die Unterzeichmlng deS Protokolls und die Niederlegung der Ratifikationsurkunden die Inkraftsetzung deS FriedensvertrageS und damit den Eintritt des FriedenSzustandeS berbeiführen. Von da ab wird die Durchführung der Bestimmungen des Protokolls — eine Bedingung für die Inkraftsetzung des Friedensvertrages — durch die allgemeinen Bestimmungen dieses Vertrages sowie durch die üblichen, vom Völkerrecht vorgesehenen Versahren garantiert
Bis zur Inkraftsetzung des Friedensvertrages erinnern toir zum letzten Male daran, daß die Kündigung des WasfenstillstandsvertrageS genügt, und den verbündeten Armeen jede Berechtigung zu den militärischen Moßmibmen verleiht die als nötig erachtet werden. In diesem Sinne erwarten sie die u n v e r z ü g l i ch e U n t e r- zeichnung des Protokolls und die Niederlegung der Ratifikationsurkunden.
Tie L'oudernote über die Ceapa Flow-Frage.
Die Sondernote lautet:
Herr Präsidentl -
Am 27.11. haben Sie mir ein Memorandum zugehe» losten, in dem sich die deutsche Regierung weigert. Ml Forderungen zu erfüllen, die die alliierten und ofioviertt» Mächte in ihrer Noto vom 1.11. wegen der Zerstören, der deutschen Flotte in Serpa Flow am 22 6 1919 gestellt hatten, und in der sie vorschlagt, diese Angelegenheit einnn Schiedsspruch zu unterbreiten. Die deutsche Regierung, der der Standpunft bet alliierten und assoziierten Mächte am 28. 6 1919 mitgeeilt worden war und die zweimal, am 28. 6 und am 3. 9.1919, daraus bezügliche Mitteilungen machte, behauptet heute, daß diese Zerstörung in nichts eine Verletzung der Verpflichtungen Deutschland« bedeute, daß die zerstörten Krieasschiffe im Augenblick ihrer Zerstörung nicht zur Auslleseruug an bie Verbündeten bestimmt waren und weit mehr noch, daß bie Zerstörung den alliierten unb assoziierten Mächten selbst zur Last falle, ba sie im Widerspruch mit den Bestimmungen be5 Artikels 23 des Wasfenstillstandes oiese Kriegs- 'chisfe „nicht in einem neutralen Hasen, sondern in einem feindlichen interniert hätten." Die alliierten und istoziierten Mächte können in dem deutschen Memorandum nur einen schwer erklärbaren Versuch erblicken, ahndet» ich die Inkraftsetzung des Vertrages und bie endgültige Wiederherstellung des Frieden» hinauszuLSgern. In ihrer Rote vom 3. 9., die sie nach Kenntnisnahme der autben- nschen Erklärungen des die zerstörto deutsche Flotte besehligenden Admiral! an die alliierten und Mfoziirrlea Regierungen gerichtet har, hatte bie ovrtsüe Titrierung, weit entfernt, die in dieser Dmeleaenheit gegenüber de» Verbündeten abllegenben Verpftichtunaen anjuerkennecr. tat Gegenteil geltend gemacht, baß der Admiral keineswegs die Absicht gehabt habe, die Verpflichtungen zu verletzen, bie bie deutsche Regierung hinsichtlich seiner Person ein- gtgangen war. Die deutsche Regierung selbst erkannte ebenfalls an, baß der befehligende Abmiral bei bet Zerstörung der deutschen Flotte aufgrund eines allgemeine« Befehls gehandelt habe. Sie fügt hinzu, daß der Admiral sehr wohl wußte, daß die deutschen Vorschläge selbst hinsichtlich der Fnedensbedingungen die Anrechnung der Flott« aus bie Wiedergutmachungen voraussahen. Hat nicht der Ches des deutschen Mmiralstabes insgeheim dem Admiral v. Reuter am 9. Mai nach Seapa Flow geschrieben: „Plie auch immer sich das Schicksal dieser Schiffe unter dem Druck der Ereignisfe gestalten möge, fe wird eS nicht ohne unS entschieden werden. Es wird vo« uns selbst auSgesührt werden, und eine Auslieferung at den Feind bleibt ausgeschlossen"? Auf Befehl der deut- fchen Regierung erfolgte gerade die Zerstörung dessen, was Deutschland den alliierten und afsoziierten Mächten aus- tiefern sollte. Dies stellt, welches auch immer die persönliche Verantwortung deS Admirals v.Reuter und feiner Untergebenen fein mag, eine Verletzung des Waffenstillstandes dar und gleichzeitig einen Akt, der auf bie Annullierung von Verpflichtungen hinzielt, zu benen bereits die Zustimmung erteilt war und die man im Begriffe war, endgültig zn unterzeichnen. Schließlich ist ei kaum nötig daran zu erinnern, daß die Wahl der Reede von Seapa Flow in Ermangelung eines geeigneten neutralen Hafens in allen Punkten, sowohl dem Buchstaben wie bem Geiste nach Artikel 273 des WasfenstillstandsvertrageS entspricht.
Unter diesen Umständen sind bie alliierten unb assoziierten Mächte der Ansicht, daß die deutsche Regierung beute
Mhwnd noch vor 50 Jahre» Deutschland rin legender Agrarftaat war unb daS Wohl des (le# allein vom W hl deS BaneristandeS abhinq. dir dann folgende gewaltige Entinickelung der istri« «nd des Welthandels daS Interesse des tfchen Volkes in einem innerlich nicht berechtigten
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nfti'f- ®.^ertw6 in verschi-drne Gruppen den natürlichen widersprechen würde. Der ländliche Be- _1CO11 Bt, Gclstltche, Lehrer, Krämer, Handwerker und Gast- i" 81 fern «-ch aus dem Grunde nicht den entsprechen-
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in den Städten zugezählt werden, weil
. abhSngt. Je schneller diese Erkenntnis sich
Teten des deutschen Volkes, insbesondere auch ' ‘ ^äMtiAe« Bevölkerung durchsetzt, um s», eher
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Bo» den Verbündeten ist der deutschen Regierung eine Denksckrift zugegangen, in der unser« d^ntifche Industrie ansgesordert wird, Auskunft« zu get>en über ihre Fabrikatianlaeheim »iss«. Sie stützt sich auf Artikel 172 deS FrietzensvertrageS, der lautet'
»Vinnen drei Monaten nach Inkrafttreten d«S gegen- märtigen Vertrage; bat die deutfche Regierung den aüi» iertea uno osiozlierrm Haup:mäck,ten fenbeit und Herstellungsart aler Sprengstoffe unb Giftstoffe oder anderer chemischer Präparate, die Ban ihr im Lauf« de? Krieges angewendet »der zu dieser Anwendung vorbereitet roerben sind, mitzuteilen."
Dieser Artikel ist b-sher wenig beachtet worden, wie überhaupt in der Ceffrntlidjfeit die Kenntnis dessen, was der FriedenSvertrag dem deutschen Volke auserlegen wird, nur sehr gering ist. Zum Teil will man eS offenbar gar nicht wisse« unb tröstet sich mit dem leichten Gedanken, daß ei .schon nickt so scklimm" sein werde. Was die Gegner auf Grund deS Artikels 172 verlangen, bedeutet die Beschlagnahme der deullchen Geistesarbeit auf dem Gebiete bet Chemie und die Nutzbarmachung der denttchen Trsindiingen und Methoden, bie die Kriegführung trotz der Absperrung Deutschland» ül>erhaupt ermöglicht haben, für die Industrie der Westmäckte, und zwar nickt nur bi« auf die Erfordernisse des Kriege» berechnete Industrie, sondern auch und in erster Linie die s-riedenSindustrie. La» geht au» den Worten de» Ar- iikek» 172 hervor: .eher anderer chemischer Präparate, bie von ihr im Laute de» Kriege? angewendet usw. sind". Die Präparate braucken also nicht zur Her- ftelliing von Waffen angefertigt, sondern nur „im Laute de» Krieges" — nicht notwendig für Kriegszwecke — cm< gewevd-t ober vorbereitet zu fein. Und die Erfindungen, die während der Kriege» in erster Linie militärischen Zvecken dienten, sind auch für FriedenSz'^ecke Bon außerordentlich großer Bedeutung, z. B. die Gewinnung Bon S'lijcler au» der Luft ober die Herstellung Bon Glvzerin ohne verfügbare Fette. Diese Großtaten deutschen (steifte» sollen jetzt der Industrie unterer Gegner zugute kommen, der gewaltige Varsprung her deutschen Wissenschaft und Technik fol eingebalt, die läftt-e Kep'"rrrnz auf bem Dell'markt beseitigt werden. Denn daß diese Errungenschaften kn Gegnern nach der Knebelung Deutschland» nicht mehr militärisch gefährlich werden können, liegt auf kt Hand. ES handelt sich nur um eins der bieten Mittel, Deutschland danernb machtlos zu halten.
Wie bie Feind« vorzugehen gedenken, zeigen die Fra gen und Aarderunge«, die die Denkschrift der Westmäckte ’"6er da» beabsichtigte Arbeitsverfahren der militärischen Kontrallkommisston der Verbündeten enthalten. ES wird darin u. a. gefragt, wie während de» Kriege» Glyzerin, Alkohol, Aether und Acetylen hergestellt wurden, wie die deutscheu Geschoss» zusammengesetzt waren und enge, fertigt wurden. Sogar ein BdreflenBeezeichniS der ckemischen Haupt- und Nebenwerke und Tochterges.'ll- fdxrftett wird verlangt, und deutsch« Offiziere unb Re gierungsvertreter sollen sich dazu hergeben, alle diese Einzelheiten den Mitgliedern der Kommission der Per- bünbeten zu vermitteln in Gestalt von Anweisungen an di« deutsch«» Direktoren und Beamten, die »Befehlen der deutschen Regierung" gleichkonnne».
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ei* Teil der rein gewerblichen unb städtischen hängt mit ihrer Erwerbsquelle unmittel- der Landwirtschaft ab. Es sei vor allem auf fe^tzw«istj»afiliche Mafchinenindustrie hingewiesen, mit den für sie arbeitenden Handwer- * Misslich bet Landwirtschaft dient. Mittelbar ist ' kxtz viel größerer Kreis von Personen für die ^»ikifchaft tätig, weil bie Erzeugnisse ihrer Arbeit j 6i>be6 für bie Bedürfnisse der Landbevölkerung ft-rd. So ist es nicht übertrieben zu sagen, . -ä heute der weitaus größte Teil der Be- - oivekt oder indirekt vom Gedeihen der Land-
"Pez. >»n«er wieder der Gedanke beiont tvreben, daß die bioÄ Bevölkerung das platten Landes als eine E i n- oi 1.^; zr betrachten ist. Es ist daS Landvolk.
3W»b bi« städtischchen Verbraucher bie Bedeutung M j Landwirischast für den Absatz der Erzeugnisse der Ketzer-> an^ des stäoüfchen Gxwerbesleißes übersehen a. qefc jw Landbevölkerung zum Teil in Gegensatz bicäg* few, herrfcht auf bem Lande ein bewußtes gusam- ■r, g<*: ^hSrigkeitsgefühl und eine solche Uebereiustim-
Nöei Bewußtsein gebracht, wie sehr die Sicherhei' ÖJ! Selbständigkeit unteres wirtschaftlichen Lebens auf VI fk keeb^irtschast beruhen.
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