tnU dem Krelsblatt für den KrelS Marburg
tnu Dem rrrclsviaii jur een Kreis Marvurg
Tageszeitung für (das früher knrhessische) Oberhessen
Der »nzeigenoret, beträgt fit bi« 8 gelt Zeile «0 4 *. 80e|. teuwinq«iufrf>I k * 45-*, amtliche «. «us wett tat 55 Reklame,eile 1.50 X. Ze»er Rabatt gilt <J'*« t5ui)qj«
1919
Die ja ermrlM Mote.
Wrzeichnnng ohne neue Verhandlungen
ju lehren.
nicht irre machen lassen.
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etzter ^eichilllilgstLii: 10. Tezember 1 Uhr mittag
Deutsche Spar-Prämienanleihe ISIS
Wb. Paris, 8. Dez. Wie „Chicago Tribüne" i Washington meldet, brachte daS Mitglied d«S Re- fentantenhauseS T i n k h a m, eine Vorlage ein, durch
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dentschnationalen Parteiprogramm auf. Sie brrgtffei die AuMhrungen, in denen ihr Lehrer dar der Sozialdemokratie zugrunde liegende sittliche Prinzip so flod hervorkehrt, wir e- nur je ein Sozialdemokrat getan bat; in ihrer Niederschrift verzeichnen sie nur die di« letzten Folgerungen ablehnende Kritik. Wenn die kom- munistischen Führer in München als pathologische Jndi- mduen anfgesaßt und bezeichnet werben, um so ihre verbrecherischen Taten zu erklären, so schreiben fit, baß die meisten sozialistischen Führer pathologisch seien; wenn die Gefahr einer gewissen Abhängigkeit der Presse von dem Großkapital geschildert wird, so schreiben sie nieder „jüdische Hochfinanz". Tie Ablehnung der Pazifismus als einer utopischen Richtung, betrachten sie atl eine Bekämpfung der bestehenden Staatsordnung, bk sich auf dem Völkerbund aufbauen soll. Sie gehe» in ihrem Haß gegen den Lehrer, der solche Gedanken in btt Vorlesung über Politik vorträgk, so weit, zur Bloßstellung der Lehrer? Aeußerungen. die in kleinem Kreise von Zuhörern gefallen sind, mißverstanden oder entstellt mitzuteilen, Aeußerungen, die für jeden unvoreingenommenen Zuhörer als schcrzhasw Bemerkungen aufarfaßt werde» und ebenso schnell vergessen sind, wie sie im Kopfe del Lebrers auftauchen. AuS den zusammengetragenen, zu« großen Teil mißverstandene« oder entstellten Aeußerungen toarb nun das Furcht und Grausen erregende Gespenst eines „die Staatsordnung Untergrabenden", „die sittliche» Güter aufs äußerste Gefährdenden", eines „Berunglim- psers der leitenden Staatsmänner", eines „antisemitische» Hetzers schlimmer als Ahlwardt" geschaffen. Die Landesversammlung selbst soll sich mit der Angelegenheit belassen. Der Kundige durchschaut leicht den Zweck diestt Veranstaltungen. Man will die Freiheit der toissew- schastlicken Lehre beschränken; an geheiligten Grund- lätzen der Linken darf sie keine Kritik üben. Weit entfernt, die demokratische Partei als solche für diese Bestrebungen verantwortlich zu machen, bin ich vielmehr überzeugt, daß die große Mehrheit auch dieser Partei sie ebenso verdammt wie ich selber. Aber tote dem auch fd, ich jedenfalls werde mich trotz aller Anfeindungen von links in meinem Streben, das für richtig Erkannte weiter
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hätten, Belgien für die Tauer von fünf Jahren, also bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Völkerbund in der Lage wäre, seine Garantien an die Stelle der ihrigen zu sehen, seine territoriale Integrität zu garantieren. Als Gegenleistung verpflichtet sich Belgien, während der gleichen Zeitdauer, Neutralität zu bewahren.
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Schutzvertrag für Belgien.
Pertinax schreibt im „Echo und England sich entschlosten
die das Repräsentantenhaus erllären soll, daß sich Amerika mit Deutschland im FriedenSzustand befinde. Tinkham ließ bekanntgeben, daß er im Ein- Verständnis mit den Republikanern des Senats handelt.
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storbenen auf 16 Prozent. Ein franzöfisch-euglischer lob. Paris, 7. Dez.
de Paris", daß Frankreich
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Bankiers, der alle Großbanken angehoren, hat in einer Eingabe an den Ausschuß der Natronatversammlung noch einmal die Gründe klargelegt, die nach ihrer Meinung die Reichsnotopfer-Vorlage unannehmbar machen. In erster Linie wird auf die Z u g r i f f S m ö g l i ch « > leiten für die Feinde hingewiesen und darauf, daß daS Reichsnotopfer große Teile des nationalen Be- triebsverntögens ihrem produktiven Zweck entfremde^ und daß dadurch eine Herabminderung deS Kredits der Unternehmer unvermeidlich wird.
— Unbeabsichtigte Wirkung. Den Mattern zufolge sprachen sich Versammlung«» auf der Insel Föhr, die von dänischen Parteigängern einberufen worden waren, für da? Verbleiben der Insel bei Deutschland au».
— Sperrung der Ausfuhr nach der Schweiz. An die Bezirksämter der Grenzbezirke ist vom badischen Ministerium deS Innern telegraphisch folgende Anweisung ergangen: Die Ausfuhr von Möbeln, Gla», Porzellan und Steingutwaren, Haushaltungsgegenständen, Gegenständen des täglichen Bedarfs, landwirtschaftlichen Gebrauchsartikeln aller Art, Eisentvaren, Bekleidungsgegenständen, Stoffen, Schuhen und kaufmännischen Geschäftsbüchern aus dem Lande Baden nach der Schweiz toirb hiermit mit sofortiger Wirkung verboten. Das Verbot erstreckt sich auch auf die Ausführung im kleinen Grenzverkehr. Die Ausfuhr darf künftig nur mit Bewilligung de» A uSfuh rbeau ft ragten des NeichSkammiffarS für Ein« und Ausfuhrbewilligung in Karlsruhe erfolgen." — Um die vollständige Ausplünderung de» Lande» hinsichtlich der in Frage kommenden Gegenstände zu verhüten, ist die Maßnahme geboten.
— Abermalige Einschränkung des Personenverkehr» kn Baden. Wegen unzureichender Zufuhr von Eisenbahnbetriebskohlen ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß binnen kurzem abermals eine weitere Einschränkung im Personenverkehr auf den baltischen Bahnen tot* gnommen werden muß, damit der für die Bedürfniffe bei Landes unbedingt notwendige Güterverkehr wenigsten» in beschränktem Umfang aufrecht erhalten werden kann.
— @ine Rede des Abgeordneten ». Kardorff. In Düffeldorf sprach am Sonntag der Abg. v. Kardorff in einer starkbesuchten Versammlung der Deutschnationalen Volkspartei. Er sagte u. a.: Wir sind eine neue Partei, verleugnen aber nicht die Vergangenheit der Parteien, au» betten wir hervorgegangen sind. Unser» Grundlagen sind weiter und tiefer im Volke verankert, als die Grundlagen der beiden konservativen Parteien er gewesen'sind. Viele» ist, darüber muffen wir uni int Klaren sein, für immer dahin und kann nicht wiederkehren. Nicht jedem in unserem Kreise fällt e» leicht, sich hiermit abzufinden, aber wer überhaupt auf feine Zeit und die Gestaltung bet politischen Verhältnisse Ein-
>re« mi 6. Dezember überein, daß Wilson geistig tfigexb rege tf£ um sich ein Urteil über kritische egen z» bilden. Beim Verlassen des Weißen Hauses str Hitchrock zu Wilson bezüglich der Ratifikation 1 deutschen FricheusVertrages durch Amerika, daS inten mit dem Oelzweig auf beiden Seiten könne n Ergebnis führen. Der Präsident erwiderte hier- h Wir wollen die andere Partei winken lassen, it beide haben alles getan, waS wir konnten. Die tonttoortnng liegt jetzt auf den Schultern der an- *n. Infolge der Aktion der republikanischen Par- । ist bet Plan, der mit Deutschland den KriegSzu- »d für beendet erklärt, so gut tote fallen gelassen
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Die „OberbeffifAe Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der Lezugsvrei« betragt monatlich 2 X. frei 'n« Hau»; durch die Poft 2.10 e. ebne Bestellgeld — Rerlaq von Dr T. Hitzeretd. — Druck der Univ - Buchdr. von I o h. Äug. Koch. Markt 21/28. — Fernsurecher 55.
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Polen.
Kabinettswechfel.
Wb. Warschau, 8. Dez. Paderewskl überreichte seinen Rücktritt. Da» Staatsoberhaupt Pilsudski bot die neue Kabinettsbildung dem Landtag »Präsidenten Teampezhnski an. der ablehnte, woraus Pade- rewski die ihm angeboten« Kabinettsbildung annahm.
Die NSnmnnq der baltischen Gebiete.
B e r l i n, 9. Dez. Die Eiserne Division marschiert auf drei Straßen zurück. Eine Kompagnie der Eisernen Division wurde von dem Wehrkreiskommando I auf die Grenzübergangsstellen verteilt, um Versprengte u. s. w. aufzufangen und die Grenze gegen die der Division folgenden Letten zu schützen. Der letzte Abtransport «u3 dem Baltikum, das 3. Kurländische Jufantcrie-Regiment, überschreiet TienStag die deutsche Grenze auf dem Wege zn seinem Demobil- machunqsort.
Berlin, 8. Dez. Bis gestern hatten 17 771 Mili- lärpersonen au» dem Baltikum b«e deutsche Grenze Überschritten.
tu. Danzi«, 8 Dez. Fn Westpreußen untcrge- brachte Baltikumtruppen, bestehend au» Teilen der Abteilung Plehtve und anderer Versprengten nahmen teilweise gegen die Regierung eine drohende Haltung ein. In einem Teil der westpreußischen Presse verösfcntlichen sie eine Kundgebung, in der sie die Einwechslung des Bc^ront-GetbeS verlangen. Eine Ablehnung würbe, so erklären sie, katastrophal sein.
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Ter Prozeß qtgkn Oberleutnant Mar loh.
Der Strafantrag be» AnNagevertreter».
tob- Berkin, 8.Dez. Oberst Reinbarb erklärte, daß er am 10. und 11. Marz keine Ahnung gehabt hätte was von den Matrosen in der Französischen Straße eigen! lich geplant war. Hätte er geahnt, daß ein Löhnung»- appell stattfinden solle, hätte et solche Befehle nicht ge- geben. Diese tatsächliche Verkettung von Umständen sei nicht vorauszusehen gewesen. Sodann trat er den ehrenrührigen Borwürstn gegen Hauptmann v. Kessel entgegen, der sich stets tapfer, tüchtig und fleißig gezeigt habe und ihn und die Regierung wesentlich unterstützt habe. Kessels anständige Gesinnung zeige sich in seiner Weigerung, zu verraten, wer ibn veranlaßt hat, Marlohs Flucht zu bewerkstelligen. Ans B-sragen weigert sich Kessel abermals, darüber Auskunft zu geben und erklärt auf eine weitere Frage, mit Noske und Ebert keinerlei Verbindung gestabt zu haben. Dann begann die Anklagerede des KrieaSgerichtsrats Dr. Meyer, Er beantragte gegen den Anoellaaten Ob-rleutnant Marloh wegen Totschlags, unerlaubter Entfernung und Urkundenfälschung eine Gesamtstrafe von 3Jahren und zwei Monaten Gefängnis. von denen zwei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt angesehen werden sollen.
1)05 ölMMMs 8kh.-M ItOtjtrs.
Aus die im „Berliner Tageblatt" und im „Vorwärts" gegen Geheimrat Trarger-Marburg wegen des Falles L e m m e r erhobenen schweren Angriffe (der „Vorwärts" batte die deutschen Universitäten „Brutstätten des Volks- und Rassenhasses, Hochburgen der Reaktion" genannt, die -ruSgeräuchcrt und ausgemistet werden müßten) ertoderl Geheimrat Traeger in der „Täglichen Rundschau". Er legt den Sachverhalt bar (Anklagen des Student Semmer auf dem Demokratischen Parteitag, Stellungnahme des Allg. Studen^nmlsschusses Marburg gegen Lemmer, Spruch deS akademischen Disziplinargerichts gegen Lemmer) und tritt bann dem Vorwurf der „schlimmsten antisemitischen Hetze" entgegen. Auch Treitschke und Paulsen seien in dieser Hinsicht verleunidet worden. Aber diese hätten wenigstens die Judenfrage zum Gegenstände ihrer Erörterungen gemacht. Er jedoch habe über Jndenfrnqe und Jude kein Wort gesprochen. Geheimrat Traegcr wendet sich dann gegen die Verbreitung von Aeußerungen aus seiner Vorlesung, die völlig aus dem Zusanunen- bang gerissen, vergröbert, ja zum Teil entstellt seien und fährt fort:
Es handelt sich bei diesen Angrifftn um nichts weniger als um die Grundlage unseres Hochschullebens, um die Freiheit der akademischen Lehre. Diese Freiheit ist mit öffentlicher Kritik unvereinbar. Die Freiheit der akademischen Lehre besteht in dem Augenblicke nicht mehr, wo es für zuläffig erachtet wird, daß ein Student feinen Lehrer wegen der in der Vorlesung vorgetragenen Ansichten vor den Richterstuhl der Oessentlichkeit ziehen darf. Ganz abgesehen von der untoürbigen Zumutung an einen Hochschullehrer, seinem Schüler öfsent- uC) Rede rnb Antwort zu stehen, ganz abgesehen ferner von der Schwierigkeit der Feststellung des Wortlautes seiner Aenßerung, geben die völlig aus bem Zusammenhang gerissenen Auslassungen stet? ein verzerrtes Bild von der Vorlesung. Eine Vorlesung ist nur in ihrem ganzen Zusammenhang z» verstehen. Es gibt keinen Lehrer mit lebendigem Vortrage, dem in der langen Folge vieler BorlesungSstnnden nicht hie und da eine Bemerkung entschlüpft«, die, hinausgetragen in die Oesfent- lichkeit, in häßlicher Weise gegen ihn verwendet werden könnte. Werben die Aeußerungen nun gar entstellt wieder gegrl-en, sind sie in tendenziöser Weise gefärbt unb zusammengebäuft, so ist die Wirkung gar nicht abzusehen. Gerade der Fall Lemmer ist in dieser Hinsicht lehrreich. Wie ist es überhaupt zu erllären, daß Studenten, dic zu ihrem Lehrer in einem Vertrauensverhältnis zu stehen pflegen, sich so weit vergessen können, einen ihrer Lehrer anzngreifen, dessen Vorlesungen sie freiwillig bis znm Schluffe besucht haben? Ihr Skrbalten ist nur aus einem krankhaften, an Verfolgungswahn grenzenden «Seelen- zustande zu erllären; glaubt doch ein Teil der demokratischen und sozialdemokratischen Studenten Marburgs allen Ernstes, daß ihr Leben durch geheime Veranstaltungen deurschnationaler Studenten bedroht sei! Von vornherein eingeschworen auf ein bestimmtes politisches Parteiprogramm, sind sie unfähig, politische Anssüh- rungen ihres Lehrers in sich aufzunehmen, sofern sie von den eigenen Anschauungen abweichen. Sie fassen die Be- tonung deS nationalen Gedankens als ein Bekenntnis zum
Dr-rtsch-r Keich.
Grossbanken gegen die ReichSnotopfer - Bor-
Vereinigung von Berliner Banken unb
Marburg
Tienstag, 9. Dezember
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England.
keine Verhandlungen mit der Sowjetcegierung.
Wb. Kopenhagen, 8. Dez. Die englisch« Gesaubt- schaft in Kopenhagen erhielt vom Londoner Minister des Auswärtigen die Weisung, die Gerüchte von der angeblichen Entsendung einer besonderen englischen Kommis- sicn nach Moskau entgcgenzutreetn und die Berbandlun- gen mit der Sowjetregierung energisch »u dementieren.
Dentsch-Oesterreich.
tob. Wien» 8. Dez. In der Bolkshalle fand vormittags eine vom deutschen Bolksrat für Wien und Niederösterreich einbetufene Versammlung statt, die, massenhaft besucht chen Dank der deutschen Vevöllernng Wiens für die treue Hiflsbcreitschaft Deutschland- ausdrückte. In sämtlichen Reden wurde die Hoffnung btt baldigen Anschlusses «» Deutsch 1 anb auSgedrückt.
tob. Stockholm, 8.D^. Der nordische Musiker- bund hat beschlossen, in allen größeren Städten Schwedens zugunsten deutscher und österreichischer Kinder Orchesterausführungen zu veranstalten.
Ans dem besetzten Gebiet.
Saarbrücken, 8. Dez. DaS hiesige Wuchergericht verurteilte die Witwe Elise Franz auS Gil- dingen zu der Mindeststcafe von einem Jahr« Zuchthaus wegen gewerbsmäßigen Schleichhandels mit Butter und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs.
FranlrM.
tob. Pari», 8. Dez. Der „Motin" zeigt in einem Leitauffatz, wie getviise Schieberkreise von bem Loch im Westen profitiere». Er stellt fest .daß etwa 100 derartige Kaufleute gegenwärtig verfolgt würden und sagt, daß der ReiS, der in Frankreich für 85 Franken für hundert Kiw und für einen Franken daS Kilo verkauft werde, in den besetzte« Rheinländer» zu 150 bis 170 Franken verkauft werde. Schrv-inrsett, das in Frankreich zu 3.00 Franken gekauft werde, erreiche den Preis von 6,35 Franken in den Rheinlanden. Bei einem Waggon Reis verdienten die Schieber etwa 10 000 Franken. Auch Fett gehe in Mengen nach dem besetzten Rheinland.
tob. P a r i S, 7. D e z. (Havas.) Die Statistik über die Berlustziffer» ergibt in der Zeit vom 2. August 1914 bi? zur Beendigung der Feindseligkeiten von 100 Offizieren 18,07 Prozent Gefallene einschließlich der an den Folgen von Verletzungen Gestorbenen. Bei den Mannschaften beläuft sich der Prozentsatz der Gefallenen oder an de» Folgen erlittener Verletzungen Gc-
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fi z« betrachten ist, und daß in absehbarer Zeit an Mite stelle eine Botschafterkonfcrenz treten toirb. Der teieb? Mit Ungarn toirb jedenfalls noch von bem Fünfer- C4S9 «ht. der inzwischen ein Vierer-Rat geworden sein toirb, ldlrr, ; " werden.
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r' Beträchtliche Milderungen?
ü* Paris, 8. Dez. Da? „Petit Journal" hält 0 für sehr wahrscheinlich, daß Dutasta heule abend zrrsSulich die Note an Deutschland Freiherrn v. Lers- Uk übergeben werbe. Das Blatt fügt hinzu, daß die «rbündeten Regierungen Deutschland aussordern, sich ßmell ?n verpflichten, unverzüglich das Protokoll zn Mterzeichn-n und technische Experten zu schicken, um üt Modalitäten der Ausführung deS Vertrage» fest- i zeketzen. Die Note verlangt von Deut'ch'and Unter- zeichnnng ohne Erörterung. Sie schließt die Möglich- üt euer Verhandlungen aus. Die Folgeiu. die Mtschland im Weigeningssalle drohen, sind dem Satte zufolge schwer. Es handelt sich nicht W die Besetzung einer Stadt oder eines begrenzten ietes, sondern um die Aushebung de» Waf- yft' l l v a n d e s nach breitä]iger Voranzeige. Dar- ergü.i sich die Rückkehr zum Kriegszu- anb mit voller Aktionsfreiheil unserer militärischen ter sowie die automatische Wiederherstel- ngderBlockade.
De« „Petit Parisien" bestätigt die Vermutungen des Petit Journal". Die Schärfe der Note scheint for- l sub materiell beträchtliche Milderungen er zn haben. So dürften die im Zusatzprotokoll
Urnen militärischen Sicherheiten aufgegeben be». lieber die Wiedergutmachung bet durch die Srung der Schiffe in Scapa Flow verursachten teile seien Modalitäten im Sinne eines Bertrich» gezogen worden. Dic Absicht, die dieser For- ng z« Grunde liegt, ist dem Blatte zufolge augen- insich: man will Deutschland die Zustimmung, die v»« ihm verlangt, erleichtern, aber zu gleicher it fa»w kein Zweifel darüber bestehen, daß sein iderstrebrn in Zukunft dadurch ermutigt werde. Die ach«, daß der Vertreter einer Großmacht, (tt han- stch nicht um Amerika) den Entwurf nicht unter« neu zu können glaubt, obwohl er bevollmächtigt brvor er seiner Regierung Bericht erstattet hätte, aus Verzögerungen schließen, von denen Gebrauch mache« der Feind nicht verfehlen wird.
Doch Berhandluuze«?
tob. London, 8. Dcz. (Reuter.) Unterhaus. Erwiderung auf eine Anfrage sagte Bonar Sato: ben verbündeten Regierungen unb der deutschen irr#ng finden zur Zeit Verhandlungen im Hinblick bie sofortige Ratifikation deS FriedenSverlrageS statt, ist kaum daran zu zweifeln, daß die Verhandlungen eine« baldigen Abschluß führen werden.
toreife der amerikanischen FriedenSaborbuu«».
Paris, 8. Dez. Die Abreise dec amerikanischen iedcnsaborbnung ist nun beschlossen. Herr Polk unb e Kollegen erhielten den Auftrag sich am kommenden nach Ncwyork einzuschiffen. Man glaubt in igew Kreisen, daß durch die Abreise der amerikani- FriedenSabordnung der Fünfer-Rat al» aufge-
m f Anjerika.
F tob. Washington, 8. Dez. (Reuter.) Die <5e- WZ üttsve» Fall und Hitchcock, die beauftragt wurden, gtS Gröber z» berichten, ob Wilson infolge seiner Krank-
Mt nicht in der Lage ist, die Geschäfte weiterzuführen,