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,Oberhess' lse Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der
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hoffe, daß die Trennung von Kirche und Staat sich im
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rniüerandert ruhig.
Intereffe itxrb'n wir unsere Stellungnahme von Fall zu
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. r*9er' ö0» eine gewaltige Mehrh ' rt®r' ftr bar Königstum aussprechen werde.
Italien.
>»t. M ailand, 3. Dez.
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s’«ti«no,ö. Dez. „Popolo d'Jtalia" hält ^"^ache fest, dich die Demonstranten gestern wahre s?ggd auf Offiziere machten. Gruppen von
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deren Städten haben die Sozialdemokraten schwere Ster», lüfte zu verzeichnen. Sie verloren im Ganzen 33 Man» bäte.
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- Sitzerath. — Druck der
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eirtschädiz-^na, zu erzwingen, solange China seine Unter
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sialdemokralcn in die Minderheit. Von 84 Sitzen ent» äelen ans die Konservativen 45, auf die Sozialdemo, traten 38 und auf die Freisinnigen 3. Auch in den an»
Japanische Miuislcrkrise.
Wb. R o 11 e r d a m , 4. Tez. „Daily Expreß" meldet aus Tokios daß infolge der Meinungsverschiedenheiten
rat« 'dfrLd trug «s»n 1
mentierung muh aufhören. Kein Gebiet verträgt das so wenig wie das der Kultur. Großes Vertrauen können wir zum Minister noch dem reaktionären Eiertanz, den er seit Jahren aufführt. nicht haben. In dieser Zell der Not können wir nicht 100 Millionen und mehr für die Kirche ausgeben. ES sollte die Kirch« vielmehr mit ihrem Goldbestand herauSrücken. •
Dbg. Schluchtmann (Soz.): Im Volkshochschul- wesen macht sich noch der Umstand bemerkbar, daß die Dozenten die Aufnahmefähigkeit ihrer Hörer noch nicht recht einzuschähen wissen. Ebenso muß auch die Kunst den breiten VolkSmossen mehr erschlossen werden. Die Leiter der Provinzialth«tter müssen in größerer Zahl billige Volksvorstellungen geben. Die Trennung von Staat und Kirch« muß rücksichtslos durchgeführt Weichen. In der Schule muß daS Elternrecht mehr zur Geltung kommen. Wir erstreben nach wie vor die Einheitsschule.
(Schluß folgt)
Marburg
Fre'rtag, 5. Dezember
so fa>ie man uns doch ,was man darunter versteht. Die christliche Kultur bat unser Volk groß gemacht. Wenn Deutschland wiederaufbanen will, müssen wir vor allem die christliche Religion stützen.
Ma. Ä0. Lauscher (Zenlr.): Wir müssen unS da- geoen wahren, daß die Kirche Schritt aus Schritt aus dem Schulwesen heransgedrängt wird. ES wird uns nicht leicht gemacht, in der Koalition zu verbleiben, wenn wir Zug um Zu, niedergestimmt werden. Das Weimarer Schulkompromiß werden wir lopal halten, wollen es aber naturgemäß nicht durch unrichtig« Anslegnng entwertet sehen.
nach Möglichkeit Konflikte vermieden zu sehen. Eine
Die Lage in Schanlen ist entsprechende Vorlage luird der Landesversammlung dem-
geradezn ein Verbrechen. Nachdem das Schul- und K'irchenkomvromiß von Weimar Gesetz geworden ist, werde ich es in loyalster Weise durchführen. Ich bitte die
n wurden umzingelt, entwaffnet, angegriffen und Nmeinsamer Weise beschimpft. Die sozialistischen Mx ermunterten zum Angriff auf die Offiziere, sie «tsstrenten, die sozialistischen Deputierten
VreOiltze LutidesottimmiW.
Schluß der Sitzung vom 3. Dezember.
, Abg. Dr. Lauscher (Z.): In ihren Anforderungen wird sich die Kirche gewiß gerne der Finanzlage des Staates aupassen. Ueberdies ist di« Kirch« die festeste Stütze für die Autorität des Staates. Durch die Religion wird im gewissen Sinne die Autorität im Gewissen der Menschen verankert. Der Minister sollte av.S der Anerkennung der ethischen Werte deS Christentums die richtigen Folgerungen ziehen und diese Kräfte sich frei entfalten lassen. Der Minister sollte die alten Rechte des Kulturkampfes, z. B. das Einspruchsrecht der Ober- vräsidenten gegen die Vfarramtsbcsetzung beseitigen. AuS Liebe zum Vaterland sind wir in diese Koalitionsregie, rung eingetreten. Es ist eine Gemeinschaft der Sorgen und Vsischten, keine Gesinuungsgemeinschaft. Wir bleiben stehen auf dem Boden unserer Weltanschauung.
[ Abg. Dr. Rade (Dem.): Wir bewilligen den Kirchenhaushalt, aber wir bereiten gleichwohl die Trennung der Kirche vom Staat vor. Wir erstreben durch die Trennung nicht das Aufhören aller Wechselbeziehungen, sondern die Beseitigung der Staatskirche als solche, und damit einen Inland, her Kulturkämpfe unmöglich macht.
Abg. Dr. Klinge mann (Deutschnatl.): Jetzt handelt es sich für hie evangelische Kirche um die Beratuu!, ihrer künftigen Verfassung. Das ist ihre eigene Sache, und wir müssen daher jede Beengung dieser Tätigkeit als einen Eingriff in die Freiheit und Selbständigkeit der Kirche zurückweisen Bemerkenswert ist, daß wir einen Kultusminister haben, der keiner christlichen Kirche an gehört. Das laßt doch die Möglichkeit eines mangelnden Verständnisses für kirchliche Dinge auf der einen Seite zu, und auf der anderen Seite zeitigt eS Mangel an Vertrauen zum Minister. Daraus, daß sich die Kirche enf den Krieg einstellte, kann man ihr keinen Vorwurf machen.
Minister Hönisch: Es wäre nicht zweckmäßig, jetzt eine allgemeine, große Religionsdebatte zu entfalten. Jetzt ist es bei den Koalitions'-arteien notloendig, das Mt betonen, was sie einigt, nicht was sie trennt. Die
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Bert in, 4. Dez. Im Baltikum ist eS um den *a{( ^Mini-
“* * - - ster tst belastet durch seine Vergangenheit
Huches- DK Sfäfeat deutschen Schleppdampfer, die nach Dover,. , .... „.
s Mlgebrschs worden waren, haben die Erlaubnis erhalte«, | katyousche Kmg« davon Akt zu nehmen. Die Ausein-
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Sanislos KkÄmtn.
Das „alte System" war ein Nutznießer der Geheimdiplomatie. Es führte wie Herr David im Untersuchungsausschuß behauptete, „das Volk hinter das Licht." Man müßte also zum mindesten von dem neuen Regiment erwarten, daß es der diplomatische» Geheimniskrämerei ein für allemal entsagt. Bekanntlich ist das ja eine Hauptforderung der sozialdemokratischen Partei und eins der Hauptziele, die von der sozialdemokratischen Regierung angestrebt werden. Nur muß man leider sagen, daß die Geheimpolitik und die Geheimdiplomatie noch nie so sehr in Blüte gestanden haben, wie unter dem Minister Müll er. Man denke an die neusten Ereignisse: Herr v. Simso» reist mit seiner Abordnung nach Paris, er reist plötzlich wieder zurück nach Berlin. Es finden allerhand Kabinettssitzungen statt, aber was vorgeht, weiß niemand. ES handelt sich um eine Lebensfrage des deutschen Volkes, darum, ob die letzten Hilfsquellen unseres Wiederaufbaues auch noch verschüttet werden sollen. Vielleicht ist der letzte überhaupt mögliche Augenblick gekommen, in dem noch Widerstand gegen das langsame Erwürgungsverfahren der Gegner geleistet werde« kann. Man müßte erwarten, daß die Regierung dem Volke sagt, um was es geht und es aufntft. Aber alles spielt sich hinter den Kulissen ab. Niemand erfährt etwas über die Mission des Herrn v. Simson und über die Absichten der Regierung. Oder doch? Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" hat offiziös mitgeteilt, die Regierung werde unter keinen Umstände« nachgeben. Daraufhin hat sich die „Vossische Zeitung" erkundigt und erfahren, das sei gar nicht die Ansicht der Regierung. Ist diese Geheimniskrämerei noch zu überbieten?
Nicht zu Verbieten ist jedenfalls der ossenllich« Skandal, in dessen Anzettelung sich das amlliche Deutschland gefällt. Der Untersuchungsausschuß hat zwar seine Pforten geschlossen, aber die Wiederaufnahme des Verfahrens lauert im Hintergrund. In der Zwischenpause hat man, um die Welt ja nicht in Ruhe kommen zu lassen, eine Einlage eingeschoben. Die ganze ausländische Presse ist davon voll. Demnächst wird von Herrn Kautsky ein Buch erscheinen, i« dem aus den Archiven des deutschen Auswärtigen Amtes alle Geheimakten zusammengestellt sind, die auf den Ausbruch des Krieges Bezug haben. Selbstver- iändlich ein ausgesprochenes Tendenz-Buch. Eine ein- eitige Veröffentlichung auf deutscher Seite bietet immer ein ganz unvollkommenes Bild und läßt den ganze« Schatten auf Deutschland allein fallen, obgleich «8 icher am wenigsten Anteil daran hat. Wenn ma« aber gar in der parteiischen Art auswählt und zusammenstellt, wie eS Herr Kautsky mit Unterstützung der deutschen Regierung getan hat, so drückt man damit dem Feinde wieder einmal alle Waffen in die Hände und braucht sich bann nicht zu wundern, daß er damit unsere physische und moralische Vernichtung immer reudiger besorgt. So stellt namenttich die englische und französische Presse jetzt mit Hilfe des Schwur» zeugen Kautsky „unwiderruflich" und „unwiderleglil^ est, daß Deutschland und nur Deutschland den Welt» rieg entfesselt habe, nm seine Raubgier zu befriedigen.
Dieser neueste deutsche Skaudal ist umso offensichtlicher, als es dem Berliner Korrespondenten der „Times" gelungen ist, die Lästenmgen Kaulskys auf irgend eine Weise in feinen Besitz zu bringen, ehe sie ür das Erscheinen in Buchform fertig waren. Aber chließlich darf auch dieser Zug in dem trostlosen Bilde unserer Zeit nicht fehlen. Unseren Gegnern ist eben nichts geheim. Und wenn die Regierung und chrr Helfershelfer noch nicht so weit sind, daß sie deutsche Geheimakten und die daran geknüpften parteiischen An- chuldigungen auf allen Gassen und Märkten aus» chreien können, dann kommt der Brite und hilft chne« dabei nach. Für ihr eigenes Tun und Lassen hält sich aber die Regierung streng an die Regel der Geheimdiplomatie, dir sie früher nicht laut genug verdamme« bunte.
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„ I Abg. Prelle (Dev ffch-Hannoverane rl: Wenn an bie
7 r Stelle der christlichen Etbik tut neue Kultur treten soll.
Sonstige Meldungen.
Sozialdemokratische Wahlniederlage in Norwegen.
wb. Kopenhagen, 4. Gez. ..Nationaltidende' meldet aus Kristiania: Bei den gestern in allen Städte« Norwegens abgehaltenen städ:isck>en Wahlen erlitten bif Sozialdemokraten eine schwere Niederlage. In der Stadt» verordnetenversammlung Kristianias gerieten die Sr
nicht als Abgeordneter, aber als Mitglied des Ministe- riumS Hönisch-Hoffmann. In der Schulfrage scheint
Geist« der Versöhnlichkeit vollziehen wird. Was die künftige kirchliche Verfassung anlangt, so wünschen wir
Sitzung vom 4. Dezember.
| Präsident Seiner! eröffnet die Sitzung um llUbr 20 Min. Die zweite Laushallsberatung wird beim Ministerium für Wissiilfchaft „Kunst und Volksbildung fortgesetzt.
Abg. Wolf Hof, u. U. S.): Die Rechte fürchtet die Trennung von Staat und Kirch« werd« den Staat zerrütten. Ja, welchen Staat, doch nur den Staat der Reaktion, der Unterbrücfung und Ausbeutung, der die Kirche braucht. Di« Unterstützung des Zentrums, bie Dänisch braucht, bekommt er nur, wenn er katholisch tvird (Heiterkeit). Die eigenen Parteifreunde müssen ihm angesichts des Schulkompromisfes ja ziirnfen: Konrad werde hart. Wenn unser Voll wieder hochkommen soll, dann ist bie Befreiung der Schule von der Kirche notwendig. Die Angstmeierei des Lerrn Hönisch ist unglaublich groß. Unter der Aussicht seines Unterstaatssekretärs Wildermann wird er immer sanftmütiger. Hönisch ist ein guter Mensch, aber ein Spielball des Zentrums. Das ganze Volk mutz an der Kultur teUnehmen. Die Völls- bslhnng muß von Grund au5 anders werden. Alle Regle-
trta.l ’k® ^?ifr noch um Seapa' Flow Leute h 7. Mi! dstekwsrt ist noch nicht erfolgt.
heute beginnt die Verladung der Russen in Murasewo.
-„ar Fxgifovps Weichmann wird hier ebenfalls
al. o ünallll.W von v ch-ru Ml ost
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Eine neue Frist für Rumänien.
l wb. Poris, 4. Dez. Der Oberste Rat hat der ru- i Hämischen Legierung eine neue Frist von sechs Tagen, - tarn 2. Vs 8. Dezember, zur Bekanntgabe ihrer Antwort M auf die w«i Obersten Rat gestellten Fragen gewährt.
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.ueiitas t wünsch:
bieder Mnsahrrn. Die Offiziere, bie an Bord waren, I andersetzung wird unter denkbar orößter Schonung der mit, daß die Schiffe nach Südamerika gingen' kirchlichen Interesse» erfolgen. Die Kirche wird auch
Der Abtransport vollzieht sich nächst zugehen. Der Einberufung der Generalsynode Tä-stlichi werden drei bis vier Zuge abgefertigl. haben die drei Minister deshalb wilersprochen, um Kon- " '1 ~ ' --- I fliften vornibeiigen.
Mg. Dr Dölitz (T. Vpt.): Im vaterländischen
* Ä elfte rb am, 4. Tez. D»» „«llgruiern Müdeioblad'' meldet aus New Aork, daß der Marine- Mfttzr Roosevelt von den Demorraten
für die bevorstehenden Präsidentschafts- Wahlen «ufqesteilt werden solle.
Der Pro^ß geqkn Obkrlentnant Marlos.
Wb. Berlin, 3. Dez. Di« Erschießung der Matrosen hat Marloh nicht selbst geleitet. Er hat damit den Unteroffizier Denier beauftragt, ohne zu wissen, daß dieser wenige Tage vorher von den Spartakisten gefangen und mißhandelt worden war. Der Vorsitzende stellt fest: Als die Matrosen gedrängt beisammen standen und bie Schützen mit schußbereiten Gewehren sahen, erhob sich ein großes Geschrei. Es wurde zunächst eine Salve abgegeben, worauf sich das Geschrei und Gejammer verstärkre. Dann sei Schnellfeuer gegeben worden, das nur etwa 3 Minuten dauerte. Marloh bestätigt diese Wahrnehmungen. Der Vorsitzende stellt weiter fest, daß dann 2 Mann der Schützen unter die am Boden liegenden Verwundeten gingen und die noch Lebenden durch Fangschüsse mit der Pistole töteten. 2 Mann sollen in den Keller gebracht und dort mit der Pistole erschossen worden fein. Insgesamt wurden 29 Manu ge ötet, der 30., her Matrose Lewin, war nur am Arm verwundet, blieb wie tot liegen, erwachte aber später Wieher und wird als Zeuge auftreten. Auf eine Frage des Vorsitzenden erklärte Marloh, Oberleutnant v. Kessel habe ihn beständig zur Flucht gedrängt. Er hätte aber nicht an Flucht gedacht, sondern fein Wunsch fei dauernd gewesen, eine Verhandlung herbeizuführen, um feine Unschuld zu beweisen. Marloh erklärte weiter: Ich bin endlich gegen meine Ueberzeugung geflohen. Oberleutnant v. Kessel hat mir 5000 Mark und Legitimationspapiere übergeben, von denen ich der lieber- zeugung war, daß sie mit Wissen der Regierung ausgefüllt seien. Auf die Frage des Vorsitzelt- den, ob er die Erschießung heute noch für gerechtfertigt halte, erklärte Marloh, es täte ihm leid, daß unter den Erschossenen sich auch Unschuldige befunden haben. Er fühle sich für fein Vorgehen vollkommen gedeckt durch den Befehl des Obersten Reinhard, daß er 150 Manu erschießen solle. Das nun ausführlich erstattete Gutachten der medizinischen Sachverständigen erklärt Marloh für erblich nicht belastet. Er sei ein Mensch, bei dem das Pflichtbewußtsein außerordentlich stark entwickelt sei. Unter 20 Verletzungen trug er eine schwere Stirnverletzung davon, die seelische Einwirkungen nicht ausschließt. Marloh hat Zustände gehabt, die man als Dämmerzustand ansprechen muß. In natürlichem Sinne liege Bewußtseinsstörung nicht vor.
Aus der folgenden Zeugenvernehmung ist bemerkenswert die Erklärung des damaligen Kommandanten von Berlin Klawunde, al$ er kurz nach der Tat in die Französische Straße kam. Marloh erklärte ihm: Ich handele auf Befehl. Hier ist er. Er legte Klawunde hierbei ein Quartblatt vor, das dieser in der Aufregung nicht genau dnrchlas. Klawunde hat jedenfalls den Eindruck gehabt, daß Marloh unter einem Zwang und unter einem bestimmten Druck handelte. Er war sehr aufgeregt und schwitzte furchtbar.
Ivb. SB e r I i n, 4. Dez. Im Marineprozeß fand die Vernehmung des wichtigsten Zeugen, des Oberst Reinhard, statt. Der Oberst sagte im Wesenllichen aus, >aß er glaubte den Leutnant Schröder zu Ober- eutnant Marloh geschickt zu haben, um ihn aufmerk- ’am zu machen, daß er rücksichtslos vorgehen müsse und olle, und daß die Leute, die sich mit der Waffe in der Hand zur Wehr setzten, erschossen werden sollten, ebenso die Leute, die beim Plündern erwischt werden. Die Einzelheiten der Durchführung überließ er Marloh. Als ihm Schröder später meldete, Marloh ließe nochmals um dringende Unterstützung bitten, da sich auf der Straß« ein Auflauf bilde, befahl ich ihm, daß er Marloh sagen solle, er hätte ausgiebig von der Waffe Gebrauch zu machen. Die beste Unterstützung sei die frtgeL Den Befehl, Marloh sollte 150 Mann er- chießen, gab ich nicht. Ich kann mir denken, daß der Vorwurf der Schlappheit Marloh hart treffen mußte. Ich bedauere dies.
— Die ReichSbekleidungsftelte ist durch eine Bekanntmachung des Reichswirtschaftsministeriums mit dem 1. Dezember aufgelöst. Tie Ueberwachung des Handels geht auf die Reichsstelle für Textilwirtschaft über.
Jtr Win.
Di« bCTrffdjen Kohlenlieferungen an Frankreich.
-- 6)6. Berlin, 4. Tez. Tie deutschen Kohlenliefe- nmgen Frankreich, die wir vor der Ratifizierung teS Friedenkvertrages begonnen hatten, sind dauernd durchgeführt worden. Wenn sie die volle Höhe nicht immer erreichten, war dies auf Schwierigkeiten her deutschen Förderung sowie auf Verkehrsschwierigkeiten zu- rückjiiführen, wobei auch technische Itnzulänglichkeiten der fr««röstschen Verkehrsmittel zum Teil eine Rolle stielte«.
China und der FriedenSverirag.
11 «6 Amsterdam, 4. Dez. Den englischen Btät. Jenuelhimgen zufolge erklärte Harmsworih in der Un- terhaussttzung vom 1. Dez. auf eine Anfrage, da China len Frwdensvertrag mit Deutschland nicht unterzeichnet hab«, lotrhe es den verbündeten Mächten nicht möa- llch fern, He Durchführung der im Friedesvertrag vorgesehen«» Verpflichtung Deutschlands gegenüber Chino. Ivie Beispiel die Annullierung der Boreraufstands-
B c r 1 i u, 3. Dez. Tie „Deutsche Attgem. Ztg."
“ c V.-N zuständiger Seite, daß lief bet britischen HgftKtNH ««gefragt wurde, aus welchem G-"--de die
. . .. :g der Gefangenen ans zwei Lagern-noch
ft*, obwohl es nch Weber t*r? Bombenw.'-ser I Verschärfung der innerpolitischen Gegensätze wäre jetzt
---♦---
Ancrika.
Wi. Budapest, 4. Dez. Eine Abordnung der ^L»«schE royalistischen Partei sprach beim Minister- M’ibfete* unter Führung des Grasen Sommsich vor. ’M Sommsich brachte das Ersuchen vor, daß in dem ^"ßAische« Wappen wieder die Stephanskronr ange- ||IH und daß bis zur Entscheidung über die
1117 ?aat?fonu Ungarn nicht als Republik, sondern als sW-zarischkr Staat bezeichnet werde. Der Minister- <t erllärte in seiner Erwiderung, er bekenne sich - O 0,1 Aotzalist. In der Frage das Staatsform KauA *tbe eine Abstimmung zu entscheiden haben.
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.,v 'M dir 6»vt internierten deutschen Schiffe nach Hause in der Steuergesetzgebung nicht anders behandelt werden 1)1043 •** I als andere Körperschaften d's öffentlichen Rechts. Ich
Meeh.
kkiaui, »e sie sehr schlimm gehaust zu haben schei-
£* »Kcheinend im Einverständnis mit der Entente-1 -z mir sehr bedenklich, daß die P a r t«i p o l i t i k i n d e n MNMsftou zu einem Kamp se mit der Etsernen Tivi- Borderqrund gedrönat wird. DK Zuständigkeit zu ee«*HKn, der für diese siegreich endete. — Bis einer Partei darf unter keinen Umständen zur Borans- Merrr fmtat 14 300 Militärpersonen die Grenze Über-1 setzung für die Besetzung eines Amtes werden. Ebenso- »hfftteu. I wenig darf auch jemand wegen seiner voN'^chen Gesin
nung vom Lebramie entfernt werden. Wir brauchen ciu.- gute Kulturpolitik. Wir sind aus dem Weg zum Einheitsstaat und sind einverstanden damit.
mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
TazeszsitMg für (das früher kurhesiische) Oberhesim
wb. Amsterdam, 4.Dez. Wie drahtlos gemeldet ihüiii. erklärte Ciecil Harmsworih im enalischen Unterhaus, Se« «ttf die Haltung der rumänischen Regi-ning
ig< fei?« die Jerbünd-ten nicht in der Lage, hie Lll>ensmittel- 12. | versoNnmäniens tveiterhin zu erleichtern. Alle den
gewährten Erleichterungen seien daher bis auf IlitftViirnS znrückgezogen.
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