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MU dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

TageZzeiinng für (das früher knrhessische) Oberhessm

.Oberhefsische Zeitunq" ersteint sechsmal wSchentlich. Der

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I Der Anzeigenpreis beträgt fit die Sgei» Zeile 30 4 * 50»/. teureunq«nufrf>L k i

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Air großen Entscheidnngen des Weltkrieges sind Hauptquartieren gefallen, an deren Geistesarbeit

pi sehen war, wo es Durchbruch und Sieg und Vor- iinaesch ߫b, das wissen Millionen. Mackensen!

nicht nur Millionen deutscher Kämpfer wissen es, ifimbe« auch unsere ehemaligen Verbündeten und die

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. C asset, 2. Dez. Zu der Ankunft des General- ^»mrfchalks v.Mackensen in Cassel verlautet: Auf ^Bahnhof hatten sich Generalleutnant v. Schöler, k^i'wndeur des Reichstvehrgruppenkommandos 2, der der Reichstveürbrigade 11, Generalleutnant von ^»lzmann, Obervräsident Dr. Schwandet, fer- ^Vertreter der Regierung, des Polizeipräsidiums und l. ^iadt cingefunden. Fünf Minuten vor der festgesetzten r* lief der Sonderzug ein. Die Ehrenkompagnie salu- ^ue unter den Klängen des Präsentiermarsches als der ^»Marschall in Begleitung seines Stabchess, Oberst ch m a r tz k o p p c n, dem Wagen entstieg. Der Feld- schall, in der Uniform der Danziger Leibhusaren, der W und gebräunt, wenn auch etwas schlank aussicht, putzte zunächst die Generalität, den Oberpräsideuten die Vertreter der Stadt und schritt dann mit einem

®it im Felde unterlegenen, im Frieden siegreichen Deutschlands haben an ihm ihren kleinlichen «ssprühen lassen. Nichtswürdig war seine Be- r»*@. Als alles dahin war, als aus Palästina rrd Mesopotamien, aus Mazadonien und der Dob- "Hs der deutsche Soldat znrückmußte, als wir in »Seien unS ballten und schließlich über Ungarn Deimusilten, kam der Befehl der Gegner zur Entwaff- «nb Internierung. Die Magyaren sollten nun tu denken, daß es Deutschland, daß es Mackensen Evesen ivar, der ihr Vaterland gerettet hatte, alS e »re Westmächte durch den Zutritt Rumäniens, das ersten Ansturm überall die Grenze überrannte, vor fern Siege zu stehen glaubten. Von Woche zu Woche wurde der Durchmarsch schwerer, die feindlichen mmiffionen drückten auf die ungarischen Behörden, «utfchr Truppenteile fluteten einzeln zurück, parlamen- en sich an den Eisenbahnknotenpunkten hindurch, MÄerteu Lokomotiven» kauften Kohlen, erzwangen elf<H mit Waffengewalt das ihrige. Das Oberkom- *d» Mackensen war schon so gut wie aufgelöst. Aber tzewmarschall setzte sich nicht etwa, was niemand A verdacht hätte, in seinen Salonwagen und fuhr sondern erklärte: ehe nicht der letzte deutsche at aus Ungarn entlassen sei, gehe er auch nicht Fleck. So. mußten denn schließlich die Magyaren internieren, die Franzosen nahmen ihn daun den aztza«n ab, schleppten-ihn nach Saloniki und behan- lrn ihn wie einen deportierten Verbrecher. Sie ätt» -einen Sinn für heldische Größe. Aber die bleibt deshalb doch bestehen, sie kann durch iEche Quälerei nicht zerrieben werden. Dieser sen lebte bis zum Ende, auch in einer Zeit, in vielfach der deutsche Soldat alle große Ueber- g vergaß, in der Tradition des preußischen Offi-

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lautenGuten Morgen» Kameraden!" die Front der Ebrenkomvagnie ab. Zwei Mädchen trugen Gedichte vor und überreichten Blumen, ebenso Schwestern vom Roten Kreuz. Der Feldmarschall dankte mit freundlichen Wor­ten. Dann erfolgte der Vorbeimarsch der Ebrenkomvagnie. hierauf richtete der Feldmarschall einige Worte an die auf dem Querbahnsteig ausgestellten Abordnungen der Frontsoldaten und begab sich nach dem Ausaang de? Bahnhofes, wo ihm von dem überaus zahlreich ange- lammelten Publikum lebhafte Huldigungen dargebracht wurden.

wb. Berlin» 3. Dezbr. Generalseldmarschall v. M a ck e n se n ist heute vormittag auf dem Anhalter Bahnhof eingetroffen. Als der Zug in die festlich ge- 'chmückte Halle einfuhr, svielt- die Musik den Armee­marsch. Unter brausenden Hurrarufen betrat der greife .Heerführer den Bahnsteig, wo sich zu seiner osststellen Begrüßung in Vertretung des R^ichswebrministers Gene­ral v. Seeckt, der im rumänischen Feldmg Macken­sens Generalstabschef war, und viele hohe Offizier- eingestellt hatten. Ueberschüttet von Blumen und be­gleitet von einer dichtgedrängten Menschenmenge schritt Mackensen die Front der Ebrenkomvagnie ab. Unter Hoch- und Hurrarufen und den Klängen des Liedes ..Deutschland, Deutschland über alles" begab sich der Feldmarschall zu einem Imbiß in den Wartesaal. Nach kurzem Aufenthalt setzte er seine Fahrt über den Stettiner Babnhos nach dem Fomilienaut bei Lanenburg in Pom­mern fort. Eine tausendkövftge Menge vor dem Bahn? Hof wartete vergeblich auf ihn.

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Marburg

Donnerstag. 4 Dezember

Amerika.

wb. Washington, 2. Dez. (Havas.) Wilson hat angekündigt, daß er später über die Frage des Friedensvertrages eine Botschaft an den Kongreß rich­ten werde. Seine heutige Botschaft bezieht sich nur auf innerpolitische Fragen: Regelung der Steuern, Arbeit, Teuerung und revolutionäre Tendenzen.

wb. London, 2. Dez. DerDaily Mall" wird aus Newyork gedrahtet: Der republikanische Führer Lodge hat erklärt, daß an den vom Senat ange­nommenen Vorbehalten eine Aenderung nicht mehr möglich sei. Der Präsident müsse sie entweder anneh­men oder ablehnen und sich in diesem Falle auf die daraus entstehenden Folgen vorbereiten. Wenn der Präsident sich entscheiden sollte, die Vorbehalte abzu- lehnen und darauf bestehen sollte, sie den Wählern zu unterbreiten, so seien die Republikaner entschlossen, dem Präsidenten zu trotze» und die Friedensver­trag nach amerikanischer Auffassung umzuge­stalten.

wb. Amsterdam, 3. Dez. Aus einer Statistik des amerikanischen Handelsamtes ist ersichtlich, daß vom Januar 1819 einschlieUich die amerikanische Aus­fuhr nach Deutschland 420946 Dollar betrug, wäh­rend sich die deutsche Einfuhr nach Amerika auf 491478 Dollar belief.

Au« bem mexikanische» Hexenkessel.

_ wb. El Paso (Texas), 3. Dez (Reuter.) Tausend Soldaten unter Villa machten» um für die Hinrichtung Angeles Rache zu nehmen» am 28. November nördlich von Santa Rosalia (Chihuahua) einen Angriff auf bad 18. mexikanische Regiment. 674 Soldaten wur­den nieder^emetzelt, nur zwei find entkomme».

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Unruhen in Italien.

wb. Rom, 2. Dez. Infolge einiger Heiner Zwi­schenfälle, die sich am Montag Abend in Rom er­eigneten» wurde in Rom, Mailand, und Florenz der Allgemeinausstand erklärt. Der Ausstand gab in die­sen drei Städten Anlaß zu patriotischen Kundgebungen, die aber, um Störungen zu vermeiden, von der Poli­zei schließlich verboten wurden. -

wb. Rom, 3. Dez. (Stefan!.) Wegen des A u s - stands der Setzer erscheinen die Zeitungen mit Ausnahme desPopolo Romano" und desOsservrtore Romano" nicht. Auf der Piazza Termini, wo sich Manifestanten angesammelt hatten, wurde auf Cara­binieri gefeuert. Diese erwiderte das Feuer. Es gab einen Toten und sechs Verwundete.

tob. Mailand» 3. Dez. Der gestrige Tag war angefüllt von Tumulten und Zusammenstößen zwischen der Menge und der bewaffneten Macht. Es gilb drei Tote und eine Anzahl Verletzte. Die Demon­stration nahm ihren Ausgang vom Domplatz, der von einer großen Menschenmenge besetzt war, und stand unter der Leitung des Abgeordneten Repossi. In der Galleria Biktori» Emanuele traf der Zug auf die Polizei, die die Einstellung der Demonstratton und die Auflösung des Zuges verlangte. Da die Menge sich weigerte auseinanderzugehen, eröffnete die Carabinieri bas Feuer auf die Menge, die es mit Revolverschüssen erwiderte. Der erste Tote war ein Carabinieri. Es gab hierbei über 20 Verletzte. Zwei der Verletzten sind im Hospital gestorben.

Perjeveranza" meldet, daß der Arbeiterbnnd und die sozialistische Parteileitung die Ausrufung des Att- gemeinausstands für ganz Italien mit Einschluß der Setzer beschlossen haben.

Eupen mib Malmkdy.

wb. Berlin, 4. Dez. Dem Vorsitzenden der deut«, scheu Friedcnsabordnung in Versailles ist am 12 No­vember eine Note zugehörigen, in der eS u. a. heißt: ,.Jn .Beantwortung ihres Briefes vom 3. Oktober be­ehre ich mich Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß die Auslegung, die in Ihrem Schreiben gegeben wird, > re her dem .Geiste noch bem Buchstaben des Artikel» 34 entspricht.. Es genügt, diesen Artikel zu lesen, um darüber klar zu werden, daß es nicht die Absicht der Verbündeten ist, in Eupen und Malmedh eine Bolls« abstimmung zu veranstalten, tote sie in Oberschlesien oder Schleswig vorgesehen ist, sondern daß es ihre «b-f sicht war, den Bewohnern der in Frage kommenden Kreise^ die etwa den Wunsch haben, daß ihre Heimatge« biete unter deutscher Herrschaft bleiben, zu gestatte«, ihrem Wunsche frei Ausdruck zu geben. Belgien darf alle erforderlichen Maßnahmen unter seiner eigene»' Verantwortung treffen, wird aber nicht verfehlen, di« freie Bekundung des Wunsches der Einwohner sicher­zustellen. Der letzte Absatz des Arttkels 34 des Frie­densvertrages legt übrigens Belgien die Pflicht auf, bas Ergebnis der Volksbefragung zur Kenntnis de» Völlerbundes zu bringen und dessen Entfcheidung anzu­nehmen. Der Völkerbund, unter dessen Leitung so die Volksbefragung stattfinden wird, wird also in feder Be­ziehung in der Lage sein, sich Kenntnis zu verschaffen, über die Bedingungen, unter denen die Volksbefragung vorgenommen worden ist und demgemäß die notwendi-' gen Maßnahnren zu treffen."

tob. Brüssel, 2. Dez. Senator Halod ist in Aachen angekommen, um die Verhandlungen mit bet deutschen Regierung über die Abtretung von Eupelh und M a l m e d y an Belgien vorzubereiten.

Die deutsche« Kriegsschiffe.

wb. Paris, 2. Dez. (Havas.) Der Oberste Rat setzte die Prüfung der Frage über die Zuteilung ber, deutschen Schift fort. Marineminister Leygue» nahm' an den Verhandlungen ftil. Der Grundsatz der allge­meinen Demontierung aller deutschen Kriegsschifte wurde aufrecht erhalten. Immerhin wird Frankreich, 10 deutsche U-Boote in gutem Zustande als Kompen-f fation für die Bauten, die es während des Kriege» nichts ausführen konnte, erhalten. i

Die Räum««» der baltische« Gebiete.

Li Berlin, 4. Dez. Den aus dem Baltikum zurück« Mtenden Truppen ließ OberprSfident Sinnig eine* Kundgebung zugehen, wonach die Reichsregiemng vor­aussichtlich von einer Bestrafung wegen Nichtbesolgun^ der Erlasse und Rückkehrbefehle ab sehen wird.

Berlin, 3. Dez. Aus dem Baltenland sind bi» gestern 11930 Militärpersonen über die deutsche Grenze gegangen.

Abschluß de» deutsch-polnische« Abkommen».

wb. Berlin, 3. Dez. Das deutsch-polnische Ab, kommen über die militärische Räumung und die Hebet« gäbe der Zivilvecwaltung ist abgeschlossen. Die militä« tische Räumung und Besehurm der abgetretenen Ge­biete beginnt am siebenten Tage 6 Uhr Vormittage der Errichtung des ersten Protokolls über die Nieder, ftgung der RattfikationSurkunden beS Friedensvertrage».! Die Räumung und Besetzung erfolgt zonenweise. Sit- ist in Ost- und Westpreußen in 18 Tagen, in Posen unb Schlesien in 3 Tagen durchzuführen. Für die Uebergab»' der Zivilverwaltung in den noch nicht besetzten Teile«' wirb von deutscher und polnischer Seite für jede Staat», behörde je ein Kommissar bestellt. In den einzeln« Landkreisen sind je ein deutscher und polnischer ®ene* rallommissar sowie für die größeren GebictskompleA Staatskommifface von beiden ©eiten ernannt.

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Das Riesenmaß des Weltkrieges mit seinen vielen Fkvuion übersteigt saft die Fassungskraft des Einzelnen. $an weiß nicht» wo man das Packendste, das Grau-

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wb Berlin, 3. Dez. Dem deutschen Vertreter in Paris ist folgende Note der verbündeten Regierun­gen vom 1. 12. zugegangen:

Alle bis heut» eingegangenen Nachrichten besagen überkiustimmend, daß die deutsche Negierung seit eini­ger Zeit die Entwicklung ihrer militärischen Sireit- krcfte vorbereitet und verwirklicht. Außer der Reichs- toebr wrrdeu unter dem NamenSicherheitspolizei" stehend. Streitkräfte geschaffen, die sämtliche Kenn­zeichen und der. Wert auserwählker Streitkräfte haben. Diese Streitkräfte werden von Stäben befehligt und verwaltet, dir aus militärischem Personal zusammen­gesetzt sind. Diese Formationen haben sonach, obschon sie dem Ministerium des Innern unterstellt sind, einen Charakter, der ihrer angeblichen Bestimmung als Poli­zei widerspricht. Ihre ÄufMlung verstößt gegen Ar­tikel 162 des Friedeusverkrages. Außerdem bildet Deutschland unter dem NamenZeitfreiwillige" und Einwohnerwehren" Reserven, die Kontrollverfamm- lung und militärischen Hebungen unterworfen und mit Waffen- und Munisiouslagern versehen sind. Diese Organisationen stehen mit der Gesamtheit der militäri­schen Bestimmungen, namentlich mit Artikel 178 des Vertrags in Widerspruch. Die verbündeten Regierun­gen machen schon jetzt darauf aufmerksam, daß diese dem Geiste und dem Wortlaut des Vertrags zuwider- laufenden Maßnahmen als Absicht der deutschen Re­gierung, den Vertrag nicht auszuführen, ausgelegk wer­den können. Sie fordern insoli'edessen die deutsche Re­gierung auf, die vorbezeichneten Maßnahmen niwer- züglick aufzuheben, jedenfalls aber so, daß mit der Inkraftsetzung des Vertrags die sogenannten Poli- zeitruppen auf die im Vertrag vorgesehene Stärke her­abgemindert werden und eine ihrem Charakter als Orts- und Gemeindepolizei entsprechende Verfassung er­halten, und Stäbe, die über die im Vertrage vorge­sehene Zahl hinausgeschaffen find, sowie die Reserve- organisationen aufgelöst werden.

Genehmigen Sie usw. gez. Clemenceau.

Zu der Note wird halbamtlich bemerkt: Es ist nicht zutreffend, daß das Deutsche Reich eine Entwicklung seiner militärischen Streitkräfte vorbereitet, im Gegen­teil ist die Zurückführung der Heeresstärke auf das in Art. 160, Abs. 2 des Friedensverlrages zunächst vör- geseheue Maß von 200000 Mann, wie allgemein be­kannt, im vollen Gange. Daß sich die Zentralpolizei­behörden der einzelnen Länder im Laufe des Jahres angesichts der bedrohliHen inneren Verhält­nisse Deutschlands genötigt sehen, durch die Aufstellung von Sicherheitspolizei, EinwohneNvehren und Zriifrei- willigen besondere Einrichtungen zur Aufrechterhal­tung der öffentlichen Ordnung zu treffen, ist nicht nur Gegenstand der öffentlichen Erörterung, sondern auch der Entente bereits vor Monaten offiziell mitgeteitt wordeu. Zu einer von deutscher Seite angeregten Be­sprechung der Einzelfragen ist es bisher zum Bedauern der deutschen Regierung nicht gekommen. Die Frage, inwieweit die getroffenen Einrichtungen mit dem Frie­densvertrag in Widerspruch stehen was nach deut­scher Auffassung nicht der Fall ist wird jedenfalls nach Einsetzung der im Friedensvertrag vorgesehenen Kontrollkommission gemäß den Vorschriften des Ver­trages llarzustellen sein. Es wäre nur erwünscht, wenn Besprechungen darüber schon früher stattfänden.

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Ans der bereits gestern in ihren Kernstücken miige- teilten Note Clemeuceaus über die Kriegsgefangenen geben wir noch folgende Stellen wieder:

Allgemein gesprochen, hat Deutschland hinsichtlich der Heimschaffung der Kriegsgefangenen nur ein Recht, nämlich: die Heimschaffung der Gefangenen vom Tage der Inkraftsetzung, d. h. nach Austausch der Ra« ttfiklttionsurkunden. Jede Aenderung der Bestimmun­gen, die für beide Parteien Gesetzeskraft besitzt, ist eine Vergünstigung. Die Behauptung, daß die Kriegsge­fangenen unschuldig am Kriege sind und keine Berant- wormug für de» Krieg tragen, ist nicht stichhaltig.

Gemäß dem von allen Verbündete» gefaßte» Se- chluß begann die Heimbeförderung der Kriegsgefange­ne» unverzüglich, und während mehrerer Monate wur­de» die in England, Belgien und Amerika befindliche» Gefangene» i» ihre Heimat zurückbefördert. Wiederum gemich der Erllärung vom 28. August wurde die Heim- chaffuug eivgestellt im Hinblick auf die unvoll­kommene Innehaltung der WasfenstWstandsbedingun- ge» durch die deutsche Regierung. Die von den Ver­bündete» freiwillig gemachte» Versprechungen sind alle ! tostbea. Die französische Regie-

tteb dabei war er, unser volkstümlicher Totenkopf- Ntr, den schon im Frieden ganz Deutschland kannte, tzpiei ^ftprSuglich nicht einmal zum Offizier bestimmt. Als

rung perfolgt keine auf der Nichtheimschaffung bet Kriegsgefangenen fußende Politik und gebraucht diese Gefangenen nicht als Druckmittel. Sie hält sich einzig' an die Artikel des Friedcnsvertrages, und wenn die, wohlwollenden, im Monat August getroffenen Maß­nahmen nicht bis zu Ende geführt wurden, so ist das einzig auf die mangelnde Ausführung der durch die deutsche Regierung übern-rnrneneu Dichtungen zu» rückzuführrn. Die Deutschen selbst i.ugnen nicht, daß zahlreiche Verbrechen begangen worden sind, und daß die allgemeine Moral verletzt wurde. Trotzdem bleibe» die Urheber dieser Verbrechen, die man kennt, unbe­straft. Wenn man auch ganz human sein will, sri bleibt es doch unbegreiflich, daß Deutschland zögerh, in eine Vergeltung für diese schweren Verbrechen ein« zuwilligen.

Keine deutsche Antwortnote.

Berlin, 4. Dez. Auf dir letzte Note der Set-, blludeten beabsichtigt die deutsche Regierung nicht fat der Form einer Note zu antworte«. Sie will verfache» in mündlichen Besprechungen eine Einig«»» mit den BerbLndete» zu erzielen.

gnet z, r.eafi Marschall Vorwärts in das Gedenken der J rhr- °hll«de»Se übergeht, der Mann mit den buschigen Augen- - und dem wehenden Schnurrbart, der überall

.... »-ren ytoefen sei. Wer aber als ein wahrhaft volks- !»sichcr Held in der Erinnerung sein wird, wer als

[^5! 7*»fett nicht beteiligt war. Er wird nicht unter brutschen Genies genannt werden. Und doch 5164 ec für uns ein deutscher Genius, eine Verkörpe- ^8» alles Hohen und Herrlichen, der ins Leben um«

.Ulf» MnMrig-Freiwilliger ist er 1870 ins Feld gezogen, einige Jahre nach dem französischen Feldzugaktiver zftr' geworden. Ein Eutspächtersohn ist Mackensen, Scharnhorst ein Bauernjunge war. Und um sein

der Gefangenschaft kehrt er jetzt zurück, gerade Urüch» yi feigem 70. Geburtstag, am 6. Dezember, der Nie- ,14-: ixeschkapene, der Gipfelstürmer, für den die russi'ch-

s, feer bei dem Angriff der erste und bei dem Rück- letzte sein muß. Ebenso wie auf der Brust Hin- ^6 i**org8 und Ludendorffs sehen Wik das Eiserne Groß­er mit Freude auf der ^einigen; in Ewigkeit ist er ! M ime ein Marschall Vorwärts.

Wt kategorische Imperativ der Pflichterfüllung, großer Aufrichter in dem Darniederliegen der ngen Gegenwart. ,

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