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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) OLerhessen

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in Elsaß-Lothringen.

(Havas.) Die Gemeinde-

wb. Berlin, 1. Dez. Der deutsche Beauftragte in Riga, S ch l e m a n n, der! aßt mit dem gesamten Personal im Einvernehmen mit der lettischen Negie­rung mit dem nächsten neutralen Schiss Lettland. Den Schutz der Reichsdeutschen Rigas hat der dortige däni­sche Konsul übernommen. Der deutsche Beauftragte in Ltbau, Dr. Kn eck, beabsichtigt, auf dem Landwege die Rückreise anzutreten.

kg. Rotterdam, L Dez.Daily Mail" meldet aus Paris: General Niesscl erhielt vom Obersten Rat die militärische Bollmacht über die im Baltikum zurückgehenden Truppen.

Rotterdam, 2. Tez. DieTimes" meldet aus Riga, die Berbündeten-Kommission schätze die Zahl der aus den baltischen Ländern nach Deutschland flüchten- den deutschen Zivilbevölkerung auf 4060 000.

wb. Riga, 1. Dez. Bei Oberst Vermont in Libau fand man Briefe und Papiere, die den Beweis liefern, daß er im Einverständnis mit Koltschak, Denikin und Judenitsch gehandelt habe.

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sprechend den Weisungen der Friedenskonferenz den Vor­marsch d'AnnunzioS gegen Spalato verhindern wolle.

wb. Laibach, 1. Dez. Bor dem Hafen von Spa­lato kreuzen zahlreiche Kriegsschiffe der Verbündeten, dar­unter auch amerikanische.

dende" meldet aus Kristiania« DaS Storfing beschloß mit 92 gegen 34 Stimmen die Einführung des Ver­hältniswahlsystems, sowie die Erhöhung der Zahl der Stortingmitglieder von 126 auf 150.

LoslösungSbestrebungrn im Brückenkopf Kehl.

tu. Karlsruhe, 1. Dez. Im Gebiete des Brücken­kopfes Kehl sind in letzter Zeit Bestrebungen nach An­schluß an Frankreich laut geworden. In Kebl wurde eine Versammlung, die diesen Anschluß energisch vertrat, abgehalten. In alle Zukunft müfle Kehl von den Franzosen zum Schuhe Straßburgs besetzt bleiben. Die Forts sollen stark besetzt werden. Von einer Rück-

We gekaperte» deutschen Schiffe freigegeben.

*6. Reval, 1. Dez. Alle anläßlich der Ostscesperre Schiffe wurden wieder freigegrben.

DieObe rhes Dicke Zeituno" erscheint sechsmal wöchentlich. Der

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i tägige verständige Diät hätten sie zur Vernunft gebracht. ^Ausgehungert und vor Durst sterbend ! hafte« He ihre Arbeiten wieder ausgenommen.

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kehr nach Deutschland nach zu denken.

Die Gemeindewahlen

wb. Paris, 1. Dez.

al» Barrabatt. Bei Auskunft durch die Se,chäft»stelle u. Vermittlung »er Angebote 25 J Londergedühr. Postscheckkonto: Nr. 5015 Amt Frankfurt a. St.

Ein Kulturdokument.

i w6. Berlin, 80. 9lov.Sa Preffe de Par's^ vom 28. »eröffentlicht eine Nachricht aus London, wonach 1006 deutsche Kriegsgefangene von Scapa Flow, die in einem militärischen Lager untergebracht seien, in den : Icfej« Tagen revoltiert und sich geweigert hätten, ge- toilfe Arbeiten zu verrichten. Die strengsten disziplimr- risch«, Maßnahmen seien sofort ergriffen worden. Drei-

ParteitlM der NnaWnftiqe».

Die Einigung mit der Mehrheitssozialbentokratie abgelebnt.

wb. Leipzig, l.Dez. Der außerordentliche Partei­tag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wurde gestern abend im Bolkshause durch Criespien (Berlin) im Auftrage der Parteileitung eröffnet. Anwesend waren etwa 400 Delegierte aus allen Teilen Deutschlands ,sowie Gäste aus Oesterreich, Schwe­den, Dänemark und Rumänien. Criespie» gedachte zu­nächst des verstorbenen Hugo Haase. Er besprach dann die politische Lage. Unter stürmischem B e i f a l l der Versammlung erklärte der Redner, daß eine Einigung zwischen der Partei der Noske-SoziaLemokratie «nd dem klassenbewußten Proletanat unmöglich sei. Die heutige Gesellschaft habe historisch keine Daseinsberechtigung mehr. Sie müsse und werde überwunden werden vom Sozialis­mus. In diesem Sinne wünsche und hoffe er, daß der Parteitag arbeite. Nach längerer Geschaftsordnunasaus- sprache wurden als Vorsitzende mit gleichen Rechten ein­stimmig gewähll: Dittmann-Berlin, Lipinski- Leipzig und Braß- Remscheid. Es folgten Begrüßungs­ansprachen der ausländischen Delegierten. U. a. sprach, lebhaft begrüßt, im Namen der österreichischen Sozialdemo­kratie Dr. Friedrich Adler, der die traurigen Zustände in Oesterreich schilderte und ein Bild der Dc.»-insbedin- gungen gab, unter denen das österreichische Proletariat lebe. Von den französischen und italienischen Sozialisten sind Solidaritätskundgebungen eingegangen. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung liegen weit über 100 Anträge und Entschließungen vor.

Dittmann erklärte, daß die Zahl der Mitglieder der U. S. P. seit März von 300 000 auf 750 000 gestiegen sei.

politische. ES sei undenkbar, daß Belgien ganz gar in Frankreich aufgehe.

wb. Paris, 30. Nov. Der Ausstand der tungsdrucker ist beendet.

wb. Kopenhagen, 30. Nov.National

Wahlen in Elsaß-Lothringen ergaben: In Straßburg erhielt die Kompromißliste aller politischen Parteien eine große Mehrheit. Bei 36 Sitzen fallen den Sozialisten 17, den Radikalen 4 und dem nationalistischen Block 15 Sitze zu. Die Wahl Peirotes zum Bürgermeister scheint ge­sichert zu sein. In Kalmar ist die ganze sozialistische Liste durchgedrungen. In Mülhausen sind 18 Sozialisten und 18 der republikanischen Gruppe gewählt. In Metz sind 31 Kandidaten des republikanischen Bundes gewählt.

Das Elend in Wien.

wb. Paris. 30. Nov.La Föüille Commune" ist das erste Pariser Blatt, das sich mit dem großen Elend in Wien beschäftigt, ohne allerdings irgendwie zur Hilfe für die beklagenstverten Wiener aufzurufen. Es stellt lediglich fest, daß von 58 000 untersuchten Schulkindern nur 4600 als vollständig gesund befunden wurden.

Die nationale Bewegung in der Türkei.

wb. Paris, 30. Nov. Nach einer Meldung der Information" aus. Konflantinovel beherrscht die natio­nalistische Bewegung jetzt drei Viertel der Türkei. Sie erfülle über die Meerengen hinweg Konstantinopel, Ost­thrazien, selbst Adrianopel. Die Parteien, die gegen sie kämpften, setzten sich aus den letzten Resten des hamidi- schen Regiments und aus unzufriedenen christlichen Minderheiten zusammen. Eine bis jetzt in der Türkei unbekannte Stimmung, ein wahrhafter Patriotismus sei entstanden.

machung.

P a r i s, 2. Aug. Infolge der zwischen Frank­reich «nd Deutschland einge4retenen Spannung hat die französische Heeresverwaltung die weitere De­mobilmachung vorläufig eingestellt.

S e » f, 2. Dez. Nach einem Aufsatz desPetit 3»arn«lM muffe die aktive Armee Frankreichs, um alle, Verhältnissen im In- und Ausländ zu ge­nüge«, eine Stärke von 520 000 Mann erhalten.

See Papst fetzt sich für die deutschen Kriegs­gefangenen ein.

»t. Rom, 1. Dez. Der Papst beauftragte den

Eonstiqe Mkldvnffen.

wb. Brüssel, 30. Nov. Der neue belgische Ministerpräsident erklärte in einer Unterredung, Bel­gien werde sich nach wie vor aus Frankreich und Eng­land stützen. Jedoch werde Belgien nicht seine wirt- schaft'iche Unabhän-si'kit aifigeb n, ebensowenig seine

Italien.

Da- Ergeb«!- der italienische» Wahlen.

wb. Rom, 30. Nov. Vorläufiges Wahlergebnis: 303 Konstitutionelle, darunter 65 Liberale, 130 Demo­kraten, 4 Agrarier und 103 Volksparteiler, ferner 55 Mitglieder der Linksparteien, 150 Sozialisten, 135 Abge­ordnete wurden nicht wiedergewählt, darunter drei Mi­nister. 324 Abgeordnete wurden neugewählt.

Die italienisch« Negierung »egen d'AnnnnzioS weiter» Pläne.

wb. Belgrad, 1. Dez.' Die italienische Regierung verständigte die füdftawiscbe Regierung, daß sie ent«

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, Seine Rückkehr Herrn v. Simson» nach Paris.

kg. Berlin, 2. Aug. Tie Sendungen des Reichs - kobinrtts über die neuen Forderungen der Verbündeten hoben auch den gestrigen ganzen Tag fortgedauert. Noch Horiser Meldungen sollen zwei neue Noten vor der Ab- fenbwng stehen, Herr v. Simson kehrt nicht wieder e<6 Paris zurück.

Waffenstillstand" selbst nach der Ratifikation.

Genf, 30. Nov. Lyoner Blätter melden aus Paris, baß nach dem Beschluß des Rats der Verbündeten der Waffenstillstand mit Deutschland auch nach der Ra­tifikation des Friedens von Versailles als fortlaufend zu betrachten sei soweit aus ihm Verpflichtungen Deutsch­lands sich ergeben, die noch unerfüllt sind. DaS Mandat für die Durchführung der Waffenstillstandsverpflichtun- gen Heil* auch nach der Friedensratisikation bei Frank­reich.

Marburg

Dienstag, 2. Dezember

B e r l in, 1. Dez. Die russischen Truppen des ^etackrements Awalow werden zunächst in das Kriegs- ^augenenlager Neisse gebracht worden. Die beut« wi Truppen werden sofort in die Heimat nach ihren Standorten geleitet.

Rußland.

wb. Hellinzfors, 30. Nov. DiePrawda" mel­det unter den» 27.11., daß in Petersburg eine neue Verschwörung gegen die Sowjetrrgierung aufgedeckt worden sei. kS seien 60 Personen verhaftet worden/ darunter Mitglieder deS -nationalistischen Menschewiki- ZentrumS.

wb. P a r i S, 30. Nov. Der russische Volkskommissar kür Auswärtiges Tschitscherin beglückwünscht Lloyd George wegen seinerfriedfertigenRe- $>e n" über Rußland chie auf die russischen Volksmassen tiefen Eindruck gemacht hätten.

Schwere Kämpfe bei Narwa,

wb. Kopenhagen, 30. Nov. DieNational Ti- benbe" berichtet aus Reval: Die Kämpfe bei Narwa gewannen eine furchtbare Ausdehnung. Di« Bolschewisten wurden von mit Maschinengewehren bewasfneten Matro­sen gegen die Estländer getrieben, die auf ganz kurze Entfernung ein vernichtendes Feuer gegen die Bolsche­wisten eröffneten. Diese wollten zurückflüchten, worauf die Matrosen ein wcchres Blutbad unter ihnen anrichteten.

38h vktand.

England.

wb. London, L Dez. Im London-Derby kam es gegen die Provokation der britischen Regierung, wonach die Sinnfeine» Organisation un erdrückt werden soll, zu einer Riese»-Kundgebung, in der das Sinnfeiaer- Mitglied des britischen Parlaments Mar Neill erklärte, daß irische Volk sei fest entschlösse» nicht zuznlasseu, daß die britische Regierung ihren Stiefel auf den Nacken dos irischen Volkes setz»

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Amerika.

wb. London, 1. Dez. Der Korrespondent des Daily Telegraph in Newyork wurde zu der Erfläcung ermächtigt, daft es nicht richtig ist, daß Präsident Wilson ernstlich krank sei. Er fügte bei, daß sich dec Präsident immerhin nicht eine zu groß« Arbeits­last aufbürde» dürfe. Man erwartet, daß Präsident Wilson den Friedensvertrag im Laufe dieser Woche zurückziehe« werde, um ihn nach 8 Tagen wie- berunt einzubringen. In bet Zwischenzeit werden die Bemühungen zur Erreichung einer Verständigung wei­ter betrieben werden.

wb. Paris, 30. Nov. Nach einer Meldung der Chicago Zrifome" aus Washington soll General Pershing de« Auftrag erhalten haben, sich an die mexikanische Grenze zu begeben, um die ameri­kanischen Truppe» zu besichtigen. Die amerikanischen Kräfte, die an bei mexikanischen Grenze verteilt seien, umfaßten 100000 Mann. Jüngst erklärte ber Staats­sekretär für Krieg, um Mexiko zu pazifizieren, ge­brauch« man d»ei Jahre unb 400000 Mann.

MMte Betriebe.

W.W. In der letzten Zeit sind viel» Betrieb« bei Großindustrie still gelegt worden, d. h. die Unlernebmei haben ihre Fabriken geschlossen und die Arbene« ent­lassen. Die Ursache solcher Vorkommnisse ist j-tzt wohl meist in dem Mangel an Betriebsstoffen für die Maschinen zu finden. Kohle unb bte au» bet Kohle erzeugten Energiequellen wie Gas und Siekiri- zität fehlen, und es bleibt den Fabrikbesitzern nicht» übrig, als, wie der volkstümliche Ausdruch lautet, die Bude zuzumachen". Tie Folge der Stillegung von Betrieben ist einmal der Ausfall an produzierreu Waren, andererseits die Arbeitslosigkeit vieler Arbei­ter. Der Ausfall an produzierte» Waren hat de» Rückgang unserer Bedarfsdeckung im eigenen Lande sowie einen Ausfall an Aussuhrprodnkten zur Folge. Beides führt dazu, daß wir noch mehr als bisher darauf angewiesen werden, ausländische Waren einzu­führen, ohne sie durch Ausfuhr inländischer Warrn be­zahlen zu können. Je mehr Geld wir aber für aus­ländische Waren bezahlen, ohne dem Ausland Gelegen­heit zu geben, inländische Waren mit deutschem Geld« zu bezahlen ,desto mehr fällt unsere Valuta, b h. bet ausländische Kaufpreis unseres Geldes, und umso teuerer müssen wir die airs'ändi'cheu Waren, die »vir durch den Ausfall der inländischen notwendig haben, bezahlen. Wie furchtbar der ror schaftliche Druck ist, der auf uns lastet, erkennt man daraus, daß ein gol­denes Zwanzigmarkstück bereits einen Goldlaufpr-iS von 260 Mk. hat. Dageegen Ee'ommt man für eine Mark deutschen Papiergeldes in der Schweiz nicht meht als 13 Rappen. Ml: be Tatsachen sind auf den Rückgang der deutsche» Produktion zurückzurühren, we-i, wie gesagt, ans Mangel an Belriebsstossen die Werte zum Teil stillgeleg, werden müssen. Es sei nut als Beispiel auf die Höchster Farbwerke hingewiesen, die im Auslande gesuchte unb hoch bezahlte Chemi­kalien, so das bekannte Heilmittel Salvarsan herstellen.

Es läßt sich auch nicht leugnen, daß außer der Betriebsstossnoi manche Werke durch die Schwierig- keitcn, die sie mit ihren Arbeitern haben, zur Stillegung gezwungen worden sind. So vor allem da, wo wilde Streiks und Sabotageversuche jede gewinn­bringende Produktion unmög'ich machen. In radikalen Kreisen wird dir Stillegung von Betrieben oft all Untern hmcr abotaze" geor ndmarkt. Aber was soll das heißen! Abgesehen vielleicht von ganz vereinzelten Fällen ist doch kein Unternehmer so töricht, die Pro­duktion einzusteflon, solange sie ihm auch nur noch die geringste Möglichkeit eines Verdienstes läßt. Erst wenn die Produktion ihm Verlust bringt oder durch Mangel an Betriebs- oder Rohstoffen unmöglich wird, wird er den Betrieb einstclten. Tut er dies aber, so handelt er nur vernünftig. Denn auch wenn alle Betriebe sozialisiert wären, so wäre eine Arbeit mit ständigem Verlust notwendig mit dem Ruin der ge­samten Volkswirtschaft verbunden. Der Privatunter- rzehmer hat f e in e anderen Interessen als sie der Staat auch hätte, nur daß der Privatunternehmer durch seine Gewiiinm.özlichkeiteu noch zu besonderem Produk­tionseifer angespornt wird. Für die Arbeiter aber folgt aus dieser sehr einfachen Ueberlegung, daß jede Betriebseinstellung Tausende von ihnen brotlos unb von der öffentlichen Umerstüutmg abhängig macht. Die Einsicht, daß nur die von jeder politischen Tendenz befreite Arbeitsmoral unserer Produktion wieder auf- helfen kann, muß gerade in den Arbeiter'reisen auf- klärend Platz greifen.

DMjchir Reich.

Der brüt« Band von Bismarck»Gedanken und Er- inummgen". Wie derSchwäbische Merkur" berichtet, wurde letzthin beim Landgericht Stuttgart der Antrag gestellt, das Erscheinen des 3. Bandes der Bismarckscheu Gedanken und Erinnerungen" zu verbieten. Der An­trag ging von der Vertretung des früheren Kaiser» aus. Das Landgericht beschloß zunächst ein Verbot im Wege einer einstweiligen Verfügung zu erlösten. D« Angelegenheit wird alsbald das Oberlandesgericht be« schaffigen.

Die Zeichnnugsfrist für die deutsche Prämien­anleihe ist bis 10. Dezember verlängert worden.

Der Brandenburgisch« Provinziallandtag. Nach­dem alle Wahlen der Stadt- und Landkreise zum Bran­denburgische» Provinziallandtag auf Grund der Ver­hältniswahl durchgeführt worden sind, ergibt sich nach der Parteiangehörigkeit der Abgeordneten folgende Zu« sammensetzung de» neuen Provinziallandtags: 30 Deutschnationale, 1 Deutscher Dolksparteiler, 19 Demo­kraten, 21 allgemein Bürgerliche, 13 ohne Angabe bet

M^ätifchof von Paris, der französischen Regierung Uld)* - feile« Wunsch nach Heimbeförderung der deutschen

che utü i Kriegsgefangenen zu unterbreiten.

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Die Räumung der baltische» Gebiete.

Androhung der Beschießung Memels.

. wb. Sch aulen, 30. Nov. General N i e ss e l rich- - tete au Admiral Hopmann ein Schreiben, worin er don Drehungen Mitteilung n:acht, die Teile ber Ber dwnkkruppen gegen die in Memel stationierten verbün­deten infiziere auSgestoßen haben sollen. Danach sol- ; sich diese auf die vor Memel liegenden Schiffe pirückgezoaen haben. In der Mitteilung droht General Mef. Feuer auf bte Stadt von den Schiffen N eröffnen. Admiral Hopmann antwortete hieraus General Riessel, daß er gegen derartige Drohungen, beten Durchführung in schroffem Widerspruch zum

; ^offenstillstand und zu den Satzungen des Vöiker- swchtes fl-hen würde, protestieren müsse unb ihn er t Me, sich auf bie der internationalen Kommission zu- i iestsindene Ueberwachung ber Räumung des Baltikums W beschränke» und bie Aufrechterhaltung ber Ordnung *i deutschem Boden den deutschen Behörden zu verlasse«. Die erforderlichen Maßnahmen, um bie i Ebnung in Memel herzustellen, sind getroffen. Bie Wolffs Telegr.-Büro dazu hört, leitete die deutsch« Btgternng beim Obersten Rat in Paris bereits ent kprech.^e Schritte ein.

wb. Paris, 1. Dez. Der rumänische Minister- tzräsiveut erklärte, Rumänien werde den österreichischen Friebrnsvrrtrag mit bett Anhängen ohne Vorbehalt »«terzeichnen.

* Paris, 1. Dez. Der Fünfer-Rat hat be- ^»ffe*, die neue ungarische Regierung auszufordern, ti«c Fvicbensabordnung nach Paris zu entsenden.

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