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tnlt dem Krelsblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher knrhessische) Oberhessm
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Die ^Oberhrssisch« Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der ; 07(1 Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 X. frei in« Haut; durch die Post
«!•' 1.75 *. ohne Besteklgeld — Verlag von Dr. C. Hitzerotd. — Truck der Univ »Buchdr. von I»h. Äug. Noch. Dlarkt 21/23. — Fernsprecher 55.
Marburg
Sonnabend, 29 November
Der Rnzeigenvret, beträgt für die S ges». Zelle 80 4 *. 50 »J. Teuerunutzus-bl
45 amtliche ». auswärtige 55 Beklamezeile 1.60.4. Ieder Badatt gilt al, Barrabatt. — Bei Auskunft dvrcki die Lrichättrstell« m. Bermittlung »er Angebot« 26 4 kondergebähr. — Postscheckkonto: Br. SCI» Amt Frankfurt 2.9t.
54. Jahrg«
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wurden nicht wicdcrgcwählt,
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stimmt dem Entwurf zu.
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g ' tiiwfcftenen bindenden Versprechungen ,das dritte Mal E» * fcS m i 4 t auf einen solch unsicheren Rechtsboden begeben.
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ben Bestimmungen des Waffenstillstandsverirages
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Deutsche Spar-Prämienanleihe 1919
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Im Ungünstigsten Fall in L9 Jahren veröoppettes MopittU!
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,und das ungeheuere dir Etträar der Steuer
die Versenkung erwachsen sei und wie diese Schuld Deutschland wieder gut zu machen sein würde.
stehen noch aus. 60 Radikale, 83
Sozialisten, 68 Sozialisten, 133 liberale, 31 Kon-
Das Amtsblatt veröffentlicht die Erkaffe, nach denen ernannt werden: 1. Zum Minister des öffentlichen Unterrichtes und der schönen Künste der Deputierte Leon Berard anstelle von Laferre, 2. zum Minister für Handel, Industrie, Post und Telegraph der Deputiert« LouiS D n p o i S anstelle von EI mentel, 3. zum Unterstaatssekretär int Finanzministerium der Deputierte VveS U Trocquer anstelle von Paul Morel.
tob. Berlin, 27. Nov. Das Kompromiß der Regierungsparteien über daS Belriebsrätege>tz wurde vom Präsidium des Reichsverbandes der deutschen Industrie als die schwerste G esä hrdung deSdeutschen Wirtschaftslebens bezeichnet. Die ernsten und schweren Bedenken der Arbeitgeber müßten unbedingt Berücksichtigung finden. DaS angekündigte Ge'etz üb-r obligatorisch« Schiedsgerichte sei kein Ausg eich. Es wurde beschlossen, am 11. Dezember eine Protestversammlung nach Berlin einzuberufen.
s a t i o n führt.
Reichs'iuanzminister Erzberger: Ich will mit den Herren der d«ntschnationalen Partei nicht D-eichmack und oute Erziehung auseinanderfetzen.
mich über (St>
jenen. Wir darbe« selbst. Vielleicht haben wir aber noch einige Brosamen, um die ärgste Not zu lindern. Wir wissen, daßeS für viele ein schweres Opfer bedeutet. Aber wir wollen e< in aller Brüderlichkeit bringen, und darüber hinaus wenden wir unS an die Oeffentlichtert, um sie zu weiteren Opfern aufzufordern. Dies möge genügen für einen Antrag, der eigentlich keiner Begründung bedarf. (Beifall bei allen Parteien.)
Abg. Geyer-Leipzig (N. S): Meine Fraktion ist mit der Hilfsaktion einverstanden, kann aber einer Verkürzung der Brottation nicht'zustimmen.
Präsident Fehrenbach: Der Abg. Geher hat anf die Selbstversorger verwiesen. Ich hoffe, daß gerade die Bauern zu der Hilfsaktion reichlich geben werden.
Abg. Schirle (Deutschnatl.): Auch wir fordern, daß gerade die Selbstversorger hinter den Versorgungs- berechtigtcn nicht znrückstrhen.
Der Antrag toirb hierauf einstimmig angenommen. Nur gegen den Absatz 2 betreffend die Verkürzung der Brotration fthmnen die Unabhängigen.
Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr: Steuervorlagen.
Abg. P o h l m a n n (Dem i: Eine Ablehnung des Entwurfes gefährdet daS wirtschaftliche und politische Bestehen des Reiches.
Abg. Dr. v. Delbrück (Deutschnatl.): Der Ton des Herren Finannninister? hat es fertig gebracht, in wenigen Minuten nach der kühlen fachlichen Rede des Abg. Düringer in uns lebhafteste Opposition hervorzurukn. Auf Bedenken aufmerksam zu machen, ob gewisse Bestimmungen dieses Entwurfes der Verfassung entsprechen, ist unser gutes Recht. Wir fürchten, daß die Politik, die hier getrieben wird, zu einer unheilvollen Zentrali-
amten, das ang-fordert wird S v e f e n erfprd-rt, während noch aarnicht feststehen.
Abg. Kat; en stein (Soz.)
unifizierte Sozialisten, 6 Progressisten, 69 Vertreter servative. 250 Deputierte 350 wurden neugewählt.
lächter rechts.) Der Abg. Düringer hat mir Skrupellosigkeit und Unmoral vorgeworfen. Daraus habe ich gesagt: Wer im Glashause sitzt, soll nicht mit Steinen werfen! Der alte preußisch« Staat hat mit Gewalt und Brutalität regiert Ich erinnere nur an das EnteianungSgesetz und an den Kulturkampf. (Lärm rechts. Zustimmung bei der Mehrheit.) Von einer Beschränkung der Einnahmen der Kommunen steht kein Wort in der Abgabenordnung.
Abg. Schultz-Bromberg lDeutschnatl): Wie kann ein Württemberger den Kampf für das Deutschtum gegen die Polen Gewaltpolitik nennen? (Stürmischer Beifall rechts. Lärm links.) Sie (nach links) mögen Preußen beleidigen und beschimpfen bergehoch, Sie werden niemals Ems Maß der Verachtung erreichen, das wir für Sie empfinden. (Beifall rechts.)
Präsident Fehrenbach fragt daS HauS, ob es Weiterverhandlung oder Vertagung wünscht. Mit großer Mehrheit entscheidet sich das Haus für das Letztere.
Die einzelnen Pargraphen des Gesetzentwurfs werden im allgemeinen nach den Beschlüssen der zweiten Lesung mit einigen kleineren Abänderungen angenommen.
Der Anttag Schultz-Bromberg (Deutschnatl.), über das Gesetz nach Maßgabe einer Verfassungsänderung abzustimmen, wird abgelehnt
Das Gesetz toirb hieraus in der Gesamtabstimmung gegen die Stimmen der Deutschnationalen angenommen.
Es folgt die Beratung des Antrages Löb« (So;.), anaesichts der Hungersnot in Deutsch-Oester- reich eine Hilfsaktion ins Werk zu setzen. Der Antrag ist von ollen Fraktionen mit Ausnahme der Unabhängigen unterzeichnet Es sollte von allen Patteien ein Redner zu Worte kommen. Im Laufe der Sitzung ist man aber übereingekommen, den Präsidenten allein den Antrag begründen zu lassen.
Präsident Fehrenbach: In Oesterreich stehen viele Frauen und Kinder vor der Hungersnot. Wenn die Menschlichkeit noch ein Wott hätte in der Welt, müßten die Sieger sich erbarmen und aus ihren reichen Vestäichen Oesterreich helfen. Aber die Humanität und christliche. Barmherzigkeit scheint keinen Platz mehr zu haben bei
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der Kammerwahlen bekannt, 16 Sitze Gewählt sind: 133 Linksrepublikaner. Nadikalsozialisten, 27 republikanische
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85. Sitzung vom 27. November. Präsident Leinert eröffnet die Sitzung um 2 Uhr Min. Auf der Tagesordnung steht die formelle
kriegsgefangenen Militärbefehlshabers sei sein Hcimat- staat nicht verantwortlich. Außerdem komme das eigentliche Verschulden der Gegner hinzu, deren vertragswidriges Vorgehen die einzige Ursache der Versenkung sei. Zum Schluffe macht die deutsche RgAicrung den Vorschlag, die Angelegenheit dem ständigen Schicdshof im Haag darüber zu unterbreiten, ob die deutsch« Negierung für die Versenkung der Schiffe verantwortlich sei, in bejahendem Falle, welcher Schaden den verbündeten Mächten durch
Anfrage des Abg. Brackmann (Z.) und Gen. bett. daS Friedmann'che Tuberkulofeheilmit el.
Abg. Dr. Brackmann (Z.) begründet die An« frage und fragt: Was gedenkt die Reg'erung für die möglichst allgemeine Anwendung des Mittels zu tun? j
Ministerialdirektor Tr. Gottsie in: Ein endgültiges Urteil über den Wett des Mittels läßt sich noch nicht abgeben. ES müssen noch weitere Gutachten von Autotttäten abgewartet werden. Man kann von dem Mittel die Ausrottung der Tuberkusofe jetzt noch nicht erhoffen.
Abg. G r ä f-Frankf::tt (Scz.): Um ein Ailhestmi'tel handelt es sich natürlich nicht Wer ich hab' schon eine ganze Anzahl Urteile von autoritativer Seite gesammelt, die ganz glänzende Erfolge, feststellten. Im Krankenhause in Frankfurt a. M. haben sich in etwa 6C0 Fällen geradezu glänzende Erfolge ergeben. Dag Professor Friedmann das Mittel nicht allgemein den Aerzten freigibt, ist erklärlich. Auch Professor Ehrlich war ängstlich, das Salvarsan allen Aerzten zugänglich zu machen. Der Minister für Kultus und Wissenschaft sollt« sich nicht einmischen, denn die Universitäten folgen seinem Rufe nicht ohne weiteres.
Abg. Dr. Schloßmann (Dem.): Die heutige Anfrage hätte sich erübrigt, denn im Ausschuß ist ja mein Antrag, der die Regierung zu einer eingehende» Prüfung des Mittels aussordett, einstimmig angenommen worden. Die marktschreierische Art, mit der Professor Fttedmann in Amerika ausgetreten ist, hat leidet der deutschen Wissenschaft sehr geschadet. Die Angabe« über die großen Heilerfolge muß man mit Vorsicht anfnehmen. Ein sehr tüchtiger Geschäsrsmann ist der Herr Tr. Friedmann. Selbst von Kassenmitgiieder« läßt er sich für eine einzige Einspritzung bis zu 600 Mark bezahlen. (Hört, hört) Wir werden das Mittel vorurteilslos prüfen. Ist etwas Wahres an dem was ihm nachgerühmt wurde, daun muß es der Allgemeinheit zugute kommen.
Kultusminister H ä n i s ch : Ich stimme den letzte« Motten rückh.'.l los zu. Eines fachmännischen Urteilt muß ich mich als Laie natürlich enthalten. §err Fried' mann erklärte mir amtlich, daß die gegen ihn erhobener Vorwürfe nicht zutrcfsen, daß die TurchschnittSkoster für eine Konsultation sich auf höchstens 5 Mark beliefen und daß er den größten Teil seines Vermögens für das Mittel geopfert habe. Er ist auch jederzeit bereit, sich einem Ausschuß von Aerzten zur Verfügung z« stellen.
Tie Besprechung wird darauf abgebrochen.
Die Verordnung über die Verwaltung des durch de« Friedensvertrag beschnittenen Gebietes Marienburg wird genehmigt
Freitag 1 Uhr: Kleine Anfragen, Fortsetzung bet Besprechung des Tuberkulosemittels.
tob. Berlin, 28.,Mov. In der preußische« San« desversammlung wurde heute der Haushalt der preußischen Negierung mit dem Antrag des Ausschusses angenommen; die Anträge der Driuschnationalen aus Bildung eines Regierungsbezirks Westpreußeu und Posen, über die Vertretung des Handwerls, der gewerblichen Genossenschaften und des Kleinhandels im Reichsrutt- schastsrat und der Antrag der Unabhängigen, den Bußtag abzuschaffen und den 9. November zum Feiertag zu erklären, wurden abgelehnt.
Deallftt MmIukchiWlW.
Annahme der Reichsabgabenordnung.
Schluß der Sitzung vom 2 7. November.
Reichsminisier Erzberger: Weder fachlich noch sachlich konnte gegen den Gesetzentwurf etwas Wesentliches, toie er aus dem Ausschuß hervorgegangen ist. vorgebracht werden. Das bedeutende Werk ist ein Schritt zum Einheitsstaat. Das ist von Anfang an mein Programm gewesen. Da? deutsche Volk gebt an der Zersplitterung zu Grunde. ^Beifall linkst Haben Sie denn in Preußen die Wünsche der Rheinländer befriedigt? Woher kam in Süddeutsch- land die Opposition gegen das alte Preußen? (Lärm rechts, Zustimmung bet der Mehrheit.) Die verkehtte Gewattspolitik Preußens hat die Opposition hervorge- ntfnt. (Lärmender Widerspruch rechts.) Die Folgen des alten Systems mußten eintreten. Wenn Sie dafür die ietzige Regierung verantwortlich machen, so ist das Heuchelei! (Lärm rechts. Präsident Fehrenbach bittet um eine gewisse Ruhe und rügt die beleidigenden Zurufe und die beleidigende Antwott des Ministers.) Es ist unbegreiflich, daß ein Juttst gegen eine einheitliche Steuerpolitik und ein einheitliches Steuerrecht im Reiche sein kann. Ich bin angenehm überrascht, daß die Deutschnaiionale Volkspartei sich jetzt mit einem Male zur Hütettn der Verfassung aufw'ttt, die sie bis jetzt verworfen hat Der Artikel 84 trifft nur für den Fall zu, daß keine besonderen Olesetze erlassen werden. Nun werden hier aber be- fpnbere Gesetze erlassen. Also entfällt der Artikel 84. Die Finanzminister der Einzelstasten, die Präsidenten der Landessinanzämter sind, sollen nicht zweien .Herren dienen, 'andern nur einem: Dem deutschen Volk! Die Prämien- Svar-Anleihe soll unmoralisch sein. Glaubt der Vorredner mit seiner Krsiik dem deutschen Volke zu nutzen, jetzt 'da die Anleihe ausaeschtteben ist? Waren Sie denn immer so moralisch bei der Lotterie?
Aba. K e m v k e s (D. Bv.): D'.e außerordentlich große Machtfülle, die das Gesetz dem Reichssinanzminister und ’Aent Reichsfinanzminister einräumt ist äußerst bedenklich, ferner das außerordentlich große Heer von Be-
Die nette Kammer und die neuen Minister.
tob. Pari«, 27. Nov. Bis jetzt sind 600 Ergebnisse
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und *?■
Das Kompromiß im Vklnt-srätkansschnß
Wie totr in der gestrigen Vadtauflage bereits meldeten, ist im Dttrieb^rä'eausschuß der Rasiouakver fammlung gegen die Stimmen der Rech'en ein Kompromiß antrag ange'sxnmen worden, nach dem nach Maßgabe eines besonders h'erfstr zu erlassenden. Ge setze? der Betttebsrat ein oder zwei Vertreter in den AufsichtSrat zu entsenden hat.
Nach einer weiteren Meldung wurde mit allen Stimmen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Unabhängigen folgender Antrag des Zentrum? und der Demokraten angenommen: „Zur Erfüllung seiner Aufabeu hat der Betriebsrat in den Betrieben mit wirtschaftlichen Zwecken das Recht, vom Arbeitgeber zu verlangen, daß er dem BetttebSaurschuß oder wo ein solcher nicht besteht, dem Betriebsrat, über alle den Dienstverttag und die Tätigkeit der Arbeitnehmer berührenden Betriebsvorgänge Aufschluß gibt und die Lohnbücher vorlegt. Ferner hat der Arbeitgeber mindestens vierteljährlich Bericht über die Lag-, den Gang des Unternehmens und Gewerbe? im allgemeinen und Über die Leistungen des Betriebes und den zu ertvattenden ArbektSbedarf im besonderen zu erstatten. In Unternehmungen, die zur Führung von Handelsbüchern verpflichtet sind, können die Betriebsräte bedangen, daß ihnen alljährlich vom 1. 1. 1920 ab eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung sür daS verslossene Geschäftsjahr znr Einsichtnahme vorgelegt und erläutett wird. Tie Bestimmungen dieses Absatzes finden keine Anwendung auf Unternehmungen, die nicht mindestens 100 Angestellte oder 500 Arbeiter im'Betriebe beschäftigen.
Erfüllung der Waffenstillstandsbcdingungen Sicherheiten von Deutschland zu verlangen.
I Eine Denkschrift über §capa Flow.
Tie Nkinisinnq der baltischen Miete.
Deutsch-französischer Zwischenfall.
tob. Berlin, 28. Nov. -In Dasohren wurde ein französischer Offizier von Truppen des Detachements Plebwe beleidigt. Die Enlenlekommifston verlangt Bestrafung der Sckiildigen und der Vorgefetzten bis zum RbfchntttSkommapheur einschließlich.
Auflösung der Armee Judenitsch.
Wb. HelfingforS. 27. Nov. Die Nordwestarmee wurde aufgelöst, ebenso di« nordwestrussiich« R» qierung. Die Bolfcbewiki versammeln an der Nordwest- front vorzüglich« Truppen, sodaß di« Stellung der Esten sehr schwer ist.
3 <M!-w«nia-r, als gerade heute die Nachricht aus Patt? bwmt, Elomeneeau habe in einer Ansneache erklärt, daß deutschen Krieasqrfangene» erst herausgegeben werden %?fM, wenn 000 000 deutsche Arbeiter unter genau den
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Sie Krikksstk.
QU deutsche Antwort auf die Kriegsgefangenen-Note.
I»b. Berlin, 27. Nov. Das Schreiben Clemeueeaus um 22. November über die Abreise be? Herrn v. Sim- |ee nach Berlin hat sich mit der deutschen Antwott aus |je Ikriegsgefangenennote gekreuzt. Zu diesem Schrei- Elömenceaus wird von maßgebender deutscher Stelle bemerkt:
ES zeigt, daß der französischen Regierung im schroffen Gegensatz zu den Behauptungen in der Kriegsgefangenen Sott der Entente nun doch eingefallen ist, daß sie am M. August Versprechungen über die Heimsenduui der Kriegsgefangenen vor der Ratifikation gemacht hat. Wenn ge nun die Zurückziehung dieses Versprechens, was sie niemals stillschweigend vornehmen, sondern wenigsten? ter deutschen Regierung mitfeilen mußte, mit der Nicht -mbattung der deutschen Verpflichtungen erklären will, so fragt es sich, um welche nicht eingehaltenen Bediugun -tzen eS sich hier handeln kann. Dabei muß alles aus
- scheiben, was vor dem 18. September liegt, denn an diesem ‘ tage wurde den deutschen Vertretern in Paris noch mit geteilt, die Kriegsgcsangeuensrage sei erledigt, ’tb bli Tra??porte nach Deutschlanb würben von jetzt ab ununter- Hrschen laufen. Damit fällt vor allem bie angebliche
• kqtfitz in der Scap Flow-Sache fort, ebenso wie die ) l fcftiföe Frage ausscheiben muß, da der Bericht der , mt:st der Führung des Generals Niessel stehenden f fcram:"f;ion noch nicht vorliegt. Es bleiben also bie spär- 1 BSex» bei dem beispiellosen Umfang der lant Waffen-
Wstand zu erfüllenden Leistungen kaum ins Gewicht fat-
Ren« „Sicherheiten"!
* B h*. Rotterdam, 27. Nov. Eine HavaSnst« vom
8 iwoch bereitet auf die Beschlüsse Frankreichs vor, für
ittwodi 'bnden Rückstände, bi? wahrlich nicht als Vorwand für ben Widerruf einer von Frankreich gegen erhebliche deutsche
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i.
Leistungen verträglich übernommenen Lerpslichtungen fewee können.
Nun wirb in der neuen Note bie Freilassung der Genen innerhalb von acht Tagen in Aussicht gestellt chevn Deutschlanb ohne neue Einwendungen unterzeichnet Sie Kriegsgefangenen sollen also nochmal? verkauft n. und ztvar für bie AuSlief.rnng der Bagger, Docks Krahne, ohne die es ein deutsches Wirtschaftsleben Lt>er Haupt nicht geben kann. Aber noch mehr, t-tai die Kriegsgefangenen zurückzubekommen, soll die Be Muntnng anerkannt werben, durch die bie Entente bas Kcht bat, auch fernerhin alle militärischen und andere iMsßnabmen zu ergreifen, die sie für angezeigt erachtet. Wer bietet die Garantie dafür, daß auch nach Fnedens- luß. gerade so wie heute, unter diesen Zwangsmaß- Mh»e* nicht auch die Einstellung der Kttegsgr- Wsenentrauspotte zu verstehen sein wird? Damit hätte Ki deutsche Regierung den letzten wettvollen Teil des tischen Volksvermögeus verschleudert und durch J.t Zustimntung ben Kttegszustanb in den Frieden ^«muerlängett und dennoch das Los der Kriegsgefange- Mn nicht gemildett.
Dir deutsche Regierung wird nach all den Ersahrun- ’ ttx in der Knegsgesangenensrage, und nach zweimal nicht
Kind-»
e 3 ztz ohne Rücksicht auf den deutschen Protest nicht in iten W
___ wö. Berlin, 29. Nov. Ti« deutsch« R«gierunz j - dem Generalsekretär der Friedenskonferenz eine lU' Denkschrift über ben Standpunkt in bet Scapa Flow- ;:! i ig^rsge übergeben, in der u. a. hervorgehoben wird, aus- ?rwat^ t Weggebtnb für bie Beurteilung der ganzen Frag« fei t»ag* rÜe Tatsache, daß bie Versenkung der Schiffe nicht dem c^igfllten der deutschen Regierung, sondern dem Verhal- *'i: ~rr verbündeten Negierungen znr Last gelegt wer- muß!«. Tie Handelsschiffe sind im Widerspruch
iien -ii neutralen, sondern in einem britischen Ha- tb ™ interniert worden. Die Gegner haben eine Inter» **rung in dem in Betracht kommenden neutralen, also fA niedertäudischeu oder skandinavischen Häfen« übet» nicht versucht. Infolge der Unterbindung des Wrkehrs mit der Heimat mutzte Admiral v. Reuter ;* bet Ansicht kommen, der Waffenstillstand laufe am 6. mittags ab. Daraufhin veranlaßte er nach See» ^annöbrrruch die Vcrfenkung. Admiral v. Reuter war * §rapa Flow der Befehlsgewalt der deutschen Siegte»
* ?®!!8 tatsächlich entzogen. Damit entfall« von vorn»
Ereii! jede Haftung der deutschen Regierung für die *3“bhin.g des Admirals; denn für Anordnungen eines