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DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der

Mik 4)7ri Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 X. frei t«8 Haut; durch die Post J12. ti<v 1.75 ohne Pestestgeld Bering »on Dr. C. Hiher»th. Druck der

Univ Buchdr. von I o h. A u g. Koch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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Zebiete Wt Kreise Guhrau, Eroß-Wartenberg und i Nawel«, und 4. Landrat Freiherr v. Mirbach Ift Reitzenburg für das an Polen abzutretende Ee-

derg und Posen, 3. Regierungspräsident Dr. Iae - «icke iw Breslau für die an Polen abzutretende

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damit, daß das Deutschland zur. Unterzeichnung vorgetegte Protokoll betreffend die Richtinnehal- t««, des Waffenstillstandes und die über die Ein­zelheiten der Ausführung des Friedensvertrages : gepflogenen Verhandlungen eine Befragung des

Urtchiikabinetts notwendig machten. Er fügte nicht i fcisyt, daß er zu einem bestimmten Zeitpunkt wie- derkommrn würde. Daher macht seine Abreise den Lilstirusch der Ratifikations-Urkunden für den 1. Dezember unmöglich, und der Friedensvertrag

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die Gefallenen im Kriege im Theater des Westens hielt General Ludendorff eine Ansprache, die in dem Wunsche ausklang, daß der Geist der Gefallenen im deutschen Volke wieder lebendig werden möge.

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wird nicht in dem von dem Obersten Rat grund­sätzlich festgelegten Zeitraum in Kraft treten kön­ne«.

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1000 Mark Deutsche Spar - Prämienanleihe

ringe» jährlich 50 Mark Sparzinsen, außerdem Bonns «nd Gewinne.

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' len" und andere Zeitungen berichten, daß auf der - Durchfahrt durch Frankreich 5000 Tonnen belgische - KMe für die Schweiz, die von den Bestellern be-

D«r -Zwangsverkauf der lothringischen Hüttenwerke.

h*K Saarbrücken, 24. Nov. Der Zwangsverkauf tet toibrinpisckien Hüttenwerke aus deutschem Besitz ist Die größten industriellllen Anlagen, die der Wembacher Hüttenwerke, sind für 125 Millionen Franken

Wb. Amsterdam, 23. Nov. Ein Mitarbeiter des Daily Expreß" hatte eine Unterredung mit General Ludendorff. Dabei soll dieser u. a. gesagt haben: Wenn wir Staatsmänner hätten wie Clemenceau oder Lloyd George, dann würde die Zukunft Deutschlands glänzender sein als jetzt. Aber wir haben ja seit marck keinen Staatsmann gehabt. Deutschland hat keine Zukrrnft, solange man Erzberger und seiner Clique freie Hand läßt, um das Land schlecht zu regieren. Un­sere Niederlage ist die Folge der Tatsache, daß wir nicht nur den Feind gegen uns hatten, sondern auch die Dummheit derjenigen, die mich im Rücken unterstützen sollten. Das Schlimmste, was man getan hat, ist, daß man an die Front Agitatoren sandte, die im Lande Propaganda für den Frieden machten und denen es gelungen ist, insgeheim die Disziplin. der Truppen zu untergraben. Dies war auch das Ziel, wonach sic strebten.

Ebert appelliert an da? Wcltgewiffen.

Wb. Berlin, 2». Nov. Am Totensonntag hielt der Neichsbuud der KWgSbeschädigten im Zirkus Busch eine Zusammenkunft ab, an der etwa 6000 Personen teil­nahmen. Nach der Ansprache des BundeSvorsitzenden er­hob sich zur Ueberraschung aller Präsident Ebert. Er betonte in seiner Rede, daß er und die Regierung alles, was in ihren Kräften stehe, tun würden, um die Not der Kriegsbeschädigten, Witwen und Waisen der gefallenen Krieger zu lindern. Er appellierte an das W e l t g e - wissen und sprach die Hoffnung aus, daß es doch noch zu einer Völkerversöhnung kommen werde, in der kein Raum mehr für einen solchen furchtbaren Krieg vorhanden sei, wie ihn die Welt jetzt erlebt hat. Einige hundert Teilnehmer formierte» sich vor dem Zirku? Busch zu einem Zuge und legten auf dem Garnisonfried­hof Kränze an den Gräbern der gefallenen deutschen Soldaten und auch an den Gräbern derjenigen feind­lichen Soldaten nieder, die hier in der Gefangenschaft gestorben sind.

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Weiter wird darüber gemeldet: Die Mitglieder der Versammlung riefen:Schlagt denSMtzel tot! In der Aussprache forderte ein junger Kommunist zu Eewalttätigkeiten auf und erklärte, einem sol­chen Spitzel müsse man den Schädel einschla- g e n. Man muffe nur gutzu schlagen und niemals daneben^ Bald darauf fand man den jungen Mann vor dem Eewerkschaftshause blutüberströmt liegen. Augenzeugen, die ihn nach der Polizeiwache brachten, erklärten, daß er meh­rere Munden am Kopfe habe und ein Auge aus dem Kopfe herausguoll. Seine Kleider waren mit Blut besudelt. Von dem benachbarten Polizeirevier begab sich ei« Kriminalbeamter nach der Versamm­lung, um die Ursache des Ueberfalls festzuftelle«.

Eine Ansprache LubendorffS.

wb. Berlin, 23. Nov. In einer von der Deutsch- nationalen BolkSpartei einbcrufenen Gedächtnisfeier für

Marburg

Dienstag, 25. November

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nannten Kauftweisen treten die Kosten der Zwangsbcr- waltung.

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Der Totensonntaq in Berlin.

Versammlungen der Unabhängigen.

wb. Berlin, 23. Nov. Heute wurden von der U. S. P: D. 60 Versammlungen in Erotz-Berlin abgehalten, die unter der Parolegegen die Re­aktion und fSr die soziale Revolution" einberufen worden waren. Die Redner wandten sich durchweg in heftigen Ausfällen gegen denUntersuchungs­ausschuß der Alldeutschen": zum Schutze gegen die Reaktion und Mörderzentrale wie sie Ledebour nannte, die anstelle der Regierung getreten sei, wurde eine Einigung des Proletariats empfohlen. In den anschließenden Aussprachen sprachen sich die Kommunisten und Mcbrheits- sozialisten ebenfalls für diese Einigung aus und betonten, daß diese nahe bevorstehe.

Am Schluffe der Versammlung bildete sich ein Zug von etwa 100 Menschen, dessen Führer eine entrollte tote Fahne trug. Die Teilnehmer sangen die Marseillaise. Am Michael-Kirchplatz wurde der Zug durch die Sicherheitswehr aufgelöst und der Führer verhaftet. Darauf wollte ein Teilnehmer die Fahne ergreifen und den Zug weiterführen: auch dieser würbe verhaftet. Die Menge brachte Hochrufe auf Ledebour und Niederrufe auf Noske, Ebert und die Sicherheitswehr aus.

EinUnliebsamer Zwischenfall".

wb. Berlin, 23. Nov. Bei einer Versamm­lung der U. S. P. D. im kleinen Saale des Eewerk- fchaftshauses, kngelufer 5, kam es heute mittag zu einem unliebsamen Zusammenstoß. Einer der Teil­nehmer hatte die Verhandlung mitstenographiert, was von den Teilnehmern dem Versammlungs­leiter mitgeteilt wurde. Dieser forderte den Mann auf, auf die Bühne zu kommen, was jedoch abge­lehnt wurde. Daraufhin schaffte der Leiter der Versammlung ihn unter dem Versprechen, ihn vor dem erregten Publikum zu schützen, in einen im Keller gelegene» Raum. Dort sollte er photogra­phiert werden. Bei Untersuchung feiner Brieftasche wurden Lichtbilder gefunden, die einbehalten wur­den. Daraufhi« ließ der Versammlungsleiter das Publikum h* den Raum, das den Gefangenen m i t Schlagringen und Stöcken Übel zu­richtete. Er wurde schließlich von der Wache der Sicherheitspolizei des Polizeipräsidiums in Schutzhaft genommen.

ezekr ichi.

Bäi-

Sie Frage der Auslieferung des Kaisers.

wb. A m st e r d a in , 22. Nov. DemTelegraf" lvfolze erfährt derDaily Chronicle" von gut un- ^iernchteter Seite, wahrscheinlich von Lloyd George ttbst, daß die englische Regierung ein formelles Ersuchen um Auslieferung des früheren Deutschen Kaisers an die niederländische Regierung rich- trn'wird. sobald die Ratifikation des Friedensver- i träges durch drei Großmächte in Kraft getreten fein wird.

, Frankreich beschlagnahmt für die Schweiz bestimmte Kohlen.

1 «b. Bern, 23. Nov. DieBaseler Nachrich-

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Der Frieds«.

geg Protokoll über nicht erfüllte Waffenstillstands­bedingungen nicht unterzeichnet.

wb. P a r i s , 23. Nov. (Havas.) DiePreffe k Paris" schreibt, daß die Abreise Simons icU seinem ganzen technischen Gefolge nach Berlin i l« zahlreichen Kommentaren Anlaß gegeben habe. Dar Blatt fügt hinzu, daß Simons diese plötzliche unvorhergesehene Entschließung nicht einzig im Anschluß an seine Besprechungen mit den französi­sche» Delegierten Dutasta und Berthelot gefaßt habe, kr beriet auch mit den englischen und ame- likan^chen Delegierten. Er erklärte seine Abreise

öffentlichen ohne Vorbehalt die Angaben über die Stärke seiner Truppen, die für Spalato bestimmt sein soll«. Dalmatien erwartet von der Belgrader Regierung ener­gisches Auftreten, um den Einmarsch der Italiener dx Zuschlägen, d >

Ammla md d-k Wtnsotrtroi M NttWtt.

Wie Vorauszusehen war, ist die Annahme des Frie- densvErtrages von Versailles im amerikanischen Senat aescheitert. Eine Mehrheit, die sich aus revublikani- fchen und demokrati'chen Senatoren zu^ammenstht, Hai sowohl den Friedensvertrag mit den Vorbehalten, wiu auch den Fricdensvertraq ohne Vorbehalte abgelehui und sich dann vertagt. Man muß nach diesem Ergeb­nis annehmen, daß die Vereinigten Staaten versuche» werden, mit Deutschland durch unmittelbare Verhand­lungen den Fricdenszustand wieder herzustellen. Et entsteht nun die wichtige und große Frage, ob die Hal­tung des amerikanischen Senats für uns günstige Fol­gen haben wird oder nicht. Man wird jedenfalls gut tun, sich zunächst vor Illusionen zu hüten. Ei ist zweifellos, daß die Ablehnung des FriedenSvertrageD im amerikanischen Senat nichts mit deutschfreund­licher Gesinnung zu tun hat. Die Ablehnung ist ni chi erfolgt ans Widerspruch gegen die brutalen Beding­ungen dieses Vernichtungssriedens, sondern lediglich weil die Mehrheit der amerikanischen Senatoren, wabv scheinlich in Uebereinstimmung mit einer Mehrheit del Landes, von einer Verkettung der amerikanischen uns der europäischen Politik nichts wissen will. Man if es dort, müde, in e; i'sthe Händel verwickelt |1 werdenk und die Aussig,!, diese Verwickelung mit d«l Natifiz'er na des Versailler Vertrages sür immer mti in deu Kauf nehmen zu müssen, hat den Ausschlaj gegen den Vertrag gegeben. Was dabei noch an inner- politischen Gründen mitspricht, kann hier außer Be­tracht bleiben. Die Hauptsache ist, daß Amerika der Monrocdoktrin treu bleiben will und deshalb eine VertragIgakaniie und einen Völkerbund in Gemein­schaft mit europäischen Mächten und mit Japan ab­lehnt.

Haben also auch die Gründe, die den amerikanischen Senat bestimmten, mit Deuisch-Freuudlichkeit nicht- zu tun, so-bleibt doch immer noch die Frage offen, welche Wirkung diese Haltung haben kann. Und da scheint vor allem wichtig zu sein, daß die Ver einigten Staaten aus dem engeren Konzern unserer Feinde vermutlich ausscheiden werden. Der Friedens­vertrag von Versailles trägt eine Unterschrift Weniger, und das ist immer schon ein Gewinn wenn man gegen den Druck dieses Friedensjoches zu kämpfen hat. Die Amerikaner werden, wenn sie von dem Friedensvertrag von Versailles frei sind, ihre Beziehungen za Deutschland nur noch unter dem Ge­sichtspunkt ihrer eigcn en Interessen betrachten und gestalten. * Diese Interessen können sehr wohl mit bcn unseren zusammenlaufen. Es kann sich sehr bald Her­ausstellen, daß die Vereinigten Staaten selbst dadurch gewinnen, daß sie die Wirtschaft Deutschlands wieder anfrichten helfen. Es find schon Stimmen in diesem Sinne in Amerika laut geworden, und sie werden sich' vermutlich jetzt verstärken. Bei dieser an und für sich günstigen Konstellation aber darf man nicht übersehen, daß die Fernwirkung, die von den Vereinigten Staa­ten vielleicht ausgeht, auf französische oder englische Gegenwirkung stoßen kann. Es liegt die Vermutung nahe, daß Frankreich seine Gewaltpolitik nur ums» stärker betonen wird, nachdem die Vereinigten Staa­ten als Garanten des Friedensvertrages und als Bun­desgenossen am Rhein ausschciden. Es ist deshalb leicht möglich, daß wir den amerikanischen Senatsbe- schluß zunächst als verstärkten französische» ober englischen Druck empfinben. ES wird bann barauf ankommen, ob bie amerikanische Fern- Wirkung, wenn sie unS günstig sein sollle, sich burch- zusetzen vermag. Dabei sprechen so viele international« Fragen mit, baß man bett kommenden Dingen mit dem Urteil unmöglich vorauSgreifen kann. ES emp­fiehlt sich deshalb eine abwartende Haltung. Und es ist auf alle Fälle llug, an die Entscheidung bei amerikanischen Senats, wenn sie im Grunbe genommen auch nicht ungünstig zu sein scheint, keine weitgehende» Hoffnungen irgendwelcher Art zu knüpfen. ;

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Bor der Münchener Feldherrnhtllle kam es Sonntag z» judenfeindlichcn Kundgebungen einer größeren Meng«, die hauptsächlich au8 Studenten bestand. Tine mllitL», rische Wache säuberte schließlich den Platz. El ereignete» sich keine Zwischenfälle. ,i

. fe Societö pour ein de et enirepriseS industrielles, die ; Thyffenschen modernen Werke von Hagendingen für 150 Millionen Franken an das ans 32 französischen Groß- stntten hervorgegangene Croupement de Consommateurs ' vradnits Melallurgigues, die Lothringer Hüttenwerke j L 8 »n Kneniingen an die aus 11 Jndustriefirrnen ? fbe Wendel, Schneider-Ereuzott hervorgegangene Parti-

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! «its bezahlt waren, beschlagnahmt worden os«»' seien. Als Grund geben die französischen Behörden

; be« Mangel an Kohlen und die ungenügende Be­il | liefernng Frankreichs durch Belgien an. Da die Tchweiz selbst an Kohlenmangel leidet, berührt die Zurückhaltung der Kohlen unangenehm: besonders Lern fei an den zuxiickgehaltenen Kohlen mit 50 hi- 60 Wagen beteiligt.

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Nordwestrnßland.

Ter Rnndftnatenbunb.

wb. S e k s» n g f o r S, 23. Nov. Nach hierher gelang­ten Meldungen kann der Randstaatenbund Estland-Lett- land-Litaue» «13 abgeschloffen gelten. Die Bestimmun­gen umfaste» militärische, politische und wirtschaftliche Fragen. Tie erste Aufgabe des Bundes wird der Frie­de nsschlntz mit Sowjetrutzland bilden. Der estnische Außenminister erklärte, er gebe sich der begrün­deten Hoffnung hin, daß Polen, die Ukraine und Finn­land sich später zwecks Schutzes ihrer Unabhängigkeit den Randstaaten ««schließen würden.

Verteidig««- Tanroggen» -ege» Ivvfache Nebermacht.

B « r l i», 23. Nov. DerBerk. Lokalanzeiger' mel­det aus Tilsit: Wie dieTilsiter Avg. Ztg.' über die Einnahme d»« Tauroggen durch die Litauer erfährt, be­stand die gesamte deutsche Besatzung Tauroggens aus acht Gendarmen tmb Feldpolizeibeamten, die sich iVt Stun­den gegen 806 Litauer heldenmütig verteidigten.

ne«®<ibet für bas an Polen abzutretenbe Gebiet ipesta» " »es Kreises Marienwerber. 2. Regierungspräsi- W v. Bülow in Bromberg für das an Polen l s^itietende Gebiet der Regierungsbezirke Brom-

kspai-ons minteS de Metallurgiaues de Alsace-Lorraine för Ist« Millionen Franken, die lothringischen Werke der Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G. Deutsch-Oth für 38 Millionen Franken an das aus mehreren Firmen gebil­dete Alzette Syndikat übergegangen, an letzteres auch die ^reinigten Hüttenwerke Bürbach, Eich, Düdelingen. kr«?r das Werk Kammerich in Tiedenhofen für 2,4 ,u,^iölimen Franken an das Etablissement Chavanne an ; gu>n? und das Thyssensche Eisenwerk in ArS an der 9^?.- ^osol bet Metz siir 1,6 Millionen Franken an das Syn- des Boulonneriers Sinftres du Nord. Zu den ge-

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Ter stchsislhe Finauziniuister gegen Erzberger.

wb. L e i p z i g, 23. Nov. In einer Versamm­lung ber bemokratischen Partei kritisierte der säch­sische Finanzminister N i tz s ch k e die Steuerpolitik im Reiche, bie er für bebenklich hielt. Es sei n i ch t richtig, Beträge, wie z. B. bas Reichsnotopfer, an sine Stelle zusammenzuführen. Wenst es dem Reichsfinanzminffterium wirklich gelingen sollte, die Sieuerfaffade des Reiches notdürftig herzustel- len, würde hierdurch ein ganz falscher Eindruck nach Außen geschaffen werden, weil das gren­zenlose finanzielle Elend der Einzel- siaaien und Gemeinden von unseren Gegnern nicht geseben werde, sondern nur die finanzielle Lage des Reiches als Maßstab für unsere Leistungsfähig­keit in Betracht komme. Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage des Reiches müßten andere Mittel und Wege ins Auge gefaßt werden. Er habe die Absicht, für Sachfen eine aktive Finanz­politik zu treiben. Der Minister rechtfertigt seine Weigerung, nach Berlin zu gehen, um die drei wichtigsten Finanzgesetze im Reichsrat zu ver­abschieden. Er habe die Entwürfe noch nicht zu sehen bekommen und er könne nicht nach Berlin reisen, nur um Ja und Amen zu sagen. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der gegen die von den Westmächten verlangte Ablieferung von Schwimmdocks, Baggern usw. Protest erhoben und die Reichsregierung aufgefordert wird, den Forde­rungen ein unbedingtes Rein entgegenzufetzen.

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Italien.

wb. Mailand. 23. Nov. Der(Sortiere della Sera" bestätigt, daß Senator Szialoja Tittoni als Minister des Aenßern nachkoloen wird.

wb. R o m, 23. Nov. (Stesam.) Das Gesetz über die Neuorganisation der A r m e e soll demnächst veröffentlicht weichen. Die Vorlage baut sich auf die einjähttge Dienst­zeit auf, die für fast alle Bestände auf acht Monate herab­gesetzt werden kann. Der obligatonsche Militärdienst wird auf jedermann ausgedehnt.. Die Dauer kann aber für die- idnigen, die sich in besonderen FamiKenverhältnissen befinden, herabgesetzt werden.

b'«nn»nzi»S wettere Annektionspläne.

wb. Spalato, 23. Nov. (Dalmat. Presseb.) d'Armunzio beabsichtigt, sich ganz Dalmatien zu bemächtigen. Die italienischen Blätter in Zara ber*

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e mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

TKgesZmümg für (das früher kurhessische) Oberhessetk

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Der Anzeigenpreis beträgt für die 8gei». Zeile 30 j u. 50*,, Teuerunq-zusckil. ei - 45 4, amtliche ». «urwärtige 55 Aeklamezeile 1.60X. Jeber Rabatt gilt "" als Bartabatt. Sei Auskunft durch die Seichäftsstelle m. Vermittlung ber 1Q1Q Angebote 26 4 LonbergebRhr. Postscheckkonto: Ar. 5016 Amt Frankfurt a. M.

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