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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
TagesZeitnug für (das früher kurheWche) Oberheffm
Der Anzeigenpreis betrögt für die 8gelt. Zeile 30 j u. 50*/. Deuerunatzusckl. ti
45 amtliche m. auswärtige SS *, Aeklomezeil« 1.50 Jt. Ie^er gilt <duyig«
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Die „OberhessiiLe Zeitung" erichcint lechem«! wöchentlich.
ME 0*70 Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 frei n>L HanS: durch die Poft
Jis. 1.75 .x. ohne Beftellgrld — Verlag «an Dr C. Hitzeroth. — Druck der
1919
Uuio • Luchdr. von Joh. Slug. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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dagegen ist, daß ein Kompromiß abgeschlossen
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, Verbündeten wieder aufgerichtet werden.
Wb. Budapest, 19,
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19. Nov. Laut „Globe" soll Mar» im Begriff ist, ans dem aktiven
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Richtig wurde.
tob. London, schall Haig, der
M deutsche Kriegsgefangene in englische» und sran- Mche« Gefangenenlagern vielfach gezwungen wor- he» stick, in die polnische Armee etttsu treten. 8k deutsche Regierung legt gegen dieses Vorgehen imch- KlSl'ichst Verwahrung ein und bittet, durch Vermitt- bi der schweizerischen Gesandtschaft in Varis bei der fwn?6fif.lKii Regierung darauf zu dringen, daß an die Lsorrkommandanten ein strenges Verbot der Duldung oder iiknebmigung solcher Zivangstverbung ergeht. Ferner 8r* die schweizerische Vertretung gebeten, das Vor- ftchende so beschleunigt als möglich zur Kenntnis der -okrifchen Regierung zu bringen.
zeug H.
bcrnimmt, daß sich die Bewegung bis jetzt gegen russischen Truppen richtet.
al» Barradatt. — Bei Auskunft durch die Seichöftrstelle «.Vermittlung der Angebote 25 4 Sondergebohr. — Postscheckkonto: Ar. 5015 Amt Frankfutt a. M,
Die Westwälle und Unqnm
Rücktritt de» Kabinetts Friedrich.
üüntngen Clarks Stellung nehmen sollte. Die Kabinettsmitglieder stimmten dem Rücktritt Ftitt>richS zu, worauf Kultusminister Hufzar zum Minister- Präsidenten bestimmt und beauftragt wurde, ein Son« zentrationskabinett zu bilden. Sobald die Namensliste des Kabinetts von den Verbündeten gutgeheißen ist, wird Friedrich die neue Negierung ernennen und selbst zurücktrrten. Falls die Wahlen zu dem anberaumten Termin nicht stattfinden, ist die {Regierung verpflichtet, die Macht in die Hand Friedrichs zurückzulegen.
die Revolution ausgebrochcn. Das Staatsdepartement
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nennung der Kommission unter Lord Milner zur Prüfung der ägyptischen Berfaffungsfrage ist die ägyptische Regierung zurückgetrrten.
tob. London, 19. Nov. Amtlichen Nachrichten zufolge kam es nach der Rückkehr des SnltanS von Alexandria nach Kairo zu Meutereien. Herangezogene Truppen mußten von der Waffe Gebrauch machen,
Elsaß-lothringische Neutral' ttspropaganba = Landesverrat.
wb. Straßburg, 18. Nov. Die französische Negierung hat vorbehaltlich der Zustimmung der Kammer ein Gesetz erlassen, wonach Propagandisten für die Neutralität Ersatz-Lothringens wegen Landesverrat abgeurteilt werben kolken.
Revolution in Wladiwostok.
Washington, 19. Nov. In Wladiwostok ist
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Marburg
Frekag. 21 November
Disnst ausgutreten, den Posten dcS Vizekönigs von Indien oder den eines Oberbefehlshabers der indischen Armee abgelehnt haben.
wb. Amsterdam, 19. Nov. Die „Times" meldet aus Sidney, daß die Trockenheit in Australien einen beunruhigenden Umfang, angenommen hat. Große Lands:recken haben sich in wandernde Sanddnnen verwandelt.. Städte und Dörfer wurden geräumt
Fordnmlqen der Landwirtschaft.
Der Reichsausschuß der deutschen Landwittschast hat nach Beratungen mit sämtlichen landwirtschast- lichen Körperschaften Deutschlands grundsätzliche Forderungen in einer Kundgebung zusammengefaßt, dir außer dem Reichswirtschaf'Smimster dem Reichspräsidenten, dem Reichskanzler, dem Reichsrat und sämtlichen Bundesregierungen zugestellt wurden. An di« Stelle der fetzigen Zwangswirtschaft müsse die Lieferung auf Grund der tatsächlichen Leistungsfähigkeit treten, sodaß die offen-lche Bewirtschaftung sich nut noch auf Brotgetreide und, sofern es mit Rücksicht auf Kinder und Kranke nicht zu vermeiden ist, auf die Sicherung der Milch und der von der Milchbewirtschaftung nicht zu trennenden Molkereierzeugnisse für diese Bedürftigen erstrecke. Die Fleischbewinschaf- tung sei sofott aufzuheben, von einer Zuckerbewirtschaftung im nächsten Erntejahr abzusehen. Zum Anreiz der Ablieferung wird ein weitgehendes Prämiensystem gefordert. Die Kundgebung schließt: Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, so muß die Vertretung der Landwittschast jede Verantwortung für das Scheitern unserer Volksernährung und jede Mitwirkung bei der Durchführung der jetzigen Maßnahmen adle hneu.
tob. Chicago, 19. Nov. Wie verlautet, wird icÄsichtigt, den Personcnverkehrum40Pro- t*«t zu vermindern und alle unwesentlichen In- Istrien still zu legen. Durch diese Maßnahme würden
Millionen Menschen arbeitslos.
Hineinziehen in parteipolitische Treibereien geduldet werden dürfte. Er soll unserer Jugend als Vorbild nein erhalten werden. Daß dieser Mann von deutsch- nationalen Drahtziehern für ihre Patteizwecke in Anspruch genomen und unsere Jugend in diesem Sinnt beeinflußt wird, können wir nicht dulden.
Abg. Limbertz (Soz): Der Rechten wird es nicht gelingen, Zwietracht zwischen die Äiehrheitsxarteien zu säen. Der Staatsbeamte ist heute ein freier Mann. Früher war er es nicht. Die höhere Lehrerschaft müßte sofort auf die Verfassung der Republik vereidigt werden. Mit den Uriabhängigen, die alles kaput schlagen wollen, tonnen wir nicht arbeiten.
Abg. Friedberg (Dem.): Solange die Unabhängigen ihre Theorie mit Waffengewalt durchzusetze« versuchen, muß man ihnen bewaffneten Widerstand leisten. Wir müssen eine polizeiliche Zentralinstanz haben. Die Regierung hat geleistet, was möglich war; Ruhe und Ordnung in revolutionärer Zeit aufrechtzu« erhalten, ist noch nicht mit solchen geringen Opfern gelungen, tote bei uns. Freilich ist das Varianten tarische System kostspieliger als «rudere. Di: Deutsche Bolkspartei ist immer reaktionärer geworden. Die Hohenzollern haben das Ber- Aicnst, vereinheitlichend gewirkt zu haben. DaS ist eine unvergängliche Tatsache für das Deutschtum.
Ein Sihlußantrag wird angenomen.
Abg. S t e n d e l (D. B. P.) protestiett gegen den Beschluß, durch den sich die Mehrheitspatteien der SSet« auuvcrtuug für die gegen die Rechne erhobenen An- fchu'digunarn zu entziehen suchen.
Abg. Leidig (D. V. P.): Der Beschluß ist eine Vergewaltigung.
Abg. Leid (U. S.z) schließt sich dem an.
Tas Haus vertagt sich auf Donnerstag, den 27. November 1 Uhr. .
*usgestreckt habe, nicht ergriffen wird, dann öer- l?ffe ich Budapest in der sorgenvollen Erkennt- daß Ungarn sein eigenes Schicksal heranszufor-
*<11 trachtet. Dann bedeutet das, daß auch alle Be-
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England.
Rücktritt der ägyptischen Regierung, tob. Kairo, 20. Nov. (Steider.) Infolge der
Amerika.
Wilson und die Senatsoppofitio«.
vh. Washington, 17. Nov. Senator Hirchcock erklärte am Montag im Senat, der Hriisident habe ihm gesagt, daß der Vorbehalt des Senators Lodg? einer Ablehnung und Anullierung der Friedensvertrages gleichkomme, und daß et den Vertrag zurückziehe, wenn dieser den genannten Vorbehalt endgültig annehme.
vch. Washington, 19. Nov. Mit 54 gegen 35 briAmeu genehmigte bet Senat einen neuen Vor -- »etzalt zum Friedensvertrag, nach dem eine Beteilig- der Vereinigten Staaten an der internationalen Albeitrkonserenz nur mit Ermächtigung des Kongresses stertfinden wird.
jungen der Verbündeten mit Ungarn a^fhören, ’eiii die Lerbündeten können das Verhalten Ungarns dahin auslegen, daß das Land den F'leben nicht "Fp-btigt und der Ansicht ist, es könne ohne die Hilfe der
Rußland.
Die Haltung der russischen Antibslschewiften.
tob. Berlin, 19. Nov. Gutschkow, der gegenwärtig in Berlin weilt, erklärte in einer Unterrcbung u. a., daß die Fttedensverhandlungen zwischen der Sotosetregierung und ihren russischen Gegnern unmöglich seien. Wenn die Aufforderung dazu von den Wcstmächten ergehe, so werde eine schroff ablehnende Antwort der russischen Antibolschewisteii erfolgen, selbst in dem Fall, daß di« Wefimächte unter solchen Umständen weitere finanzielle und materielle Unterstützung -der Freiwilligenarmeen ablehnen sollten.
Judenitsch.
tob. HelsingSfors, 19. Nov. Die Gerüchte über bie Unterwerfung der Armee JudcnitschS und deren Unterstellung unter daS estnische Kommando find falsch.
Die Kohlenkatastrophe.
tu. Dortmund, 20. Nov. Welche katastrophale- Wirkung die erneute Einschränkung des Brennstoffverbrauches in den Hüttenwerken haben wird, geht daraus hervor, daß daS Eisen« und Mahlwerk Hoesch in Dort- mund dadurch gezwungen wich, feine Hochöfen nidw
Eintritt der Schweiz in den Bölkerlmnd.
>. Bern, 19. Nov. Der Nationalrat stimmte i dem Anträge der Kommissionsmehrheit mit ew—t 1H gegen 45 Stimmen für den Eintritt in den direkt f Bille rb u nd.
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» . wb. Budapest, 19. Nov. Heute nachmittag fand
"* ▼» dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Friedrich
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Sitzung vom 18. November.
Vizepräsident Dr. b. KrieS erösfnele b'e Sitzung um IO1/, Uhr. Zur Besprechung stellt die förmliche Anfrage aller Fraktionen mit Ausnahme der Unabhängigen über die jetzige Durchdringungderbe- setzten westlichen Gebiete im französischen Sinne.
Abg. Leinert (Soz) begründet d'e Anfrage: Die Sieger, wie sich die Franzosen mit Vorliebe itewaen, haben sich erboten, die Besetzung erträglich für die Vevöl'ernng zu gehalten. DaS Rheinland ist deutsch. Tie Einwohner aber werden von den Franzosen so behandelt, als ob noch Krieg wäre. Durch schwarze Truppen, welche die Ehre unfe. .c Frauen und Mädchen nicht zu schätzen wissen, ist bie Kultur in die Rheinlande gebracht worden. Das Ziel ist, wie ein holländisches Blatt sagt, daS Verlügungsrecht Preußens völlig auszuschalten. Da dieses Ziel nicht erreicht wurde, suchte Frankreich die deutsche und preußische Verwaltung in die Hand zu bekommen. Es sucht frei- werdende Stellen mit landeSverrcsterrchen Elementen zu besetzen Derit'chr Zeitungen werden verboten, b’e,' persönlich? Freiheit wird nicht genck et, der fran-'d'i-* srhe Unterricht in deutschen Volksschulen e-ngesührt. Man sucht bie deuische Bwö'^rung mit französischem Geiste zu burchdringen. DaS steht aber int Widerspruch mit dem Fricdensnertraz. Wir brauchen Frankreich nicht, 'um dem Nheinlande Freiheit und Demokratie zu geben. In Elsaß-Lothringen ist das erste gewesen, waS die Franzosen taten, daß sie den Achtstundentag obschafften.
Ministerpräsident Hirsch: Die Fran'o'e« haben alles zu hin versucht, waS ihnen der Friedensvettrag vorenthält. Sie schäbigen uns wir^chastlich, indem s e unsere Ausfuhrverbot- nicht anerkengen. ,Frankreich will den Rhciuländent Freiheit geben. E.° täte bester, sie vor ben Uebergrifseu der B.'fa.tztlNgSin'vpen zu bewahren. Planmäßig versuchen bi? Franzose», die preußische Organisation zu besorganifier.nl und Unzuträglichkeiten zu schaffen, die zu weiteren Eingriffen Anlaß geben sollen. Die Hoffnitng, baß bie Franzosen nach dem Jnkrafttre en des 8-heinlanbsabkommens von dieser Politik Massen würden, ist g:ring. Die Rede des Herrn Tirard vom 21. Oktober bietet einen Anlaß, die Möglichkeit einer Nenorienti rung dec französischen Eroberungspolitik zu prüfen. Die Rheinländer ban*en für die ihnen von Frankreich zttgedachte Freiheit. Sie lehnen das französische Geschenk ab und sind klug genug, die französischen Interessen nicht für die ihrigen zu halten. Sie wollen keinen von französischen Bajonetten beschirmten Partiki lrr'smus, durch den nicht eine Verminderung des französischen Drucke- zu erwarten ist, sondern nur eine Vermehrung. Die Rheinländer werden sich nicht einfangen lassen durch das Schlagwort „LoS von Preußen", denn sie wissen, daß Frankreich, wenn es Preuße» sagt, Deutschland meint. Frankreich ist nur der Fremdling, der jetzt im Rheinland herrscht. Wir werden nicht Nachlasse», die wirtschaftlichen Interessen der Rheinländer beim Ausbau unserer Organisation zu vertreten. Die Deutschen im Rheinland werden sich auch weiterhin zusammen- schließen. Wenn Frankreich des Reiches Schwäche will, so wird es nur dadurch gestärkt werden. (Beifall.)
Auf Antrag der Unabhängigen findet eine Besprechung der Anfrage statt.
Abg. Dr. Rosenfeld (U. 2.): Wir haben die Anfrage nicht mit unterschrieben, weil die Zeitungsnachricht, auf dir sich die Anfrage stützt, uns nicht als zureichende Grundlage erschien. In der Verurteilung französischer Mannschaften und Ucbergrlsse lassen wir uns nicht irresühren. Nur im Völkerbund ist der Schutz gegen diese. (Die Mitglieder aller Fraktionen außer den Unabhängigen haben den Saal verlassen.)
Ministerpräsident Hirsch: Tie Anfrage stützt sich nicht aus die Zeitungsnachricht. Die Rede Tirards liegt im Wortlaut vor int „Petit Parisien". Es handelt sich um eine wohlvorbereilele programmatische Rede. Die Rede hat den Inhalt, daß Tirard sie auf die militärische Macht anwenden will, um die französischen Interessen zu schützen. Wir wünschen gute internationale Beziehungen. Aber höher steht uns die Wahrung der deutschen Interessen.
Ein Schlußantrag wird angenommen. Hieraus wird die zweite Beratung de- Haushaltes der preußischen Regierung fortgesetzt.
Kultusminister H S n i s ch : Ich Bin den Anlässen der letzten Demonstrationen nachgegangen und habe die Suspensieorng des Direktors Leonhard vom Amte verfügt. An alle Direktoren und Rektoren der Anstalten sind Anfragen gerichtet, inwieweit sich die 'Schüler an Demonstrationen beteiligt haben und wieweit das von Lehrern nicht verhindert oder sogar gefordert wurde. Hätte es sich ausschließlich um eine nationale Kundgebung gehandelt, um den Wunsch, Hindenburg Verehrung zu bekunden, hätte ich selbst mitgemachl. Hindenburg steht aber allen, auch den Sozialdemokraten und der RegierunA, viel zu choch^, als bsäjein.
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Ut „Teilnahme Deutschland»" au der iuternationale« ArbritStonferen,! .
Göteborg, 19. Nov. Die deutsche Abord- ggt< zur Arbeitskonferenz in Washington hätte gestern ut dem Dampfer „Stockholm" abfahren sollen. Kurz ter Abfahrt des Dampfer? lief von der deutschen Re- gieuei eine Mitteilung ein, daß die Konferenz in ßeftfagton schon heute geschlossen würde, weshalb tl die deutsche Regierung für unmöglich ansehe, die Ab wfauttg die Reise über den Atlantischen Ozean an treten H kaffen. Die Deutschen reisten heule än die Heimat Drück.
-»»««seiaslellung deutscher Kriegszefangnier i«i das polnische Herr,
tob. Berlin, 19. Nov. An die schtveizerisch« Ge- studtschaft für bie Vertretung deutscher Interessen ist ttiP Verbalnote gerichtet worden. Das Auswättige Amt
Abrcjse Hmdenbiirgs von Berlin.
tob. Berlin, 20. Nov. Generalfeldmarschall k Hindenburg ist heute vormittag vom Bahnhof Zoologischer Gar e.i abgefahren. Ter Bahnhof war von der Sicherheltswehr abgesperrt worden. Am Bahnhof ilahm eine Kompagnie Reichswehr mit Musik Aufstellung. Dec Feldmarschall schritt die Front ab iznb begrüßte die erschienenen Offiziere. Vom Publikum wurde er mit lebhaften Zurufen empfangen.
Das Staatöverbrechrn.
tob Berlin, 19. Nov. In der Versammlung bet fa-.ialdeinvkratischen Partei Cbarlottenburgs, in btr der Reichstoehrminister seine Stellung zu den letzten Bor« ningen begründen sollte, erklärte an Stelle des nach Mecklenburg gefahrenen Ministers dessen persönlicher Adju« tont Rausch u.a.: Dec Wniituft Hindenburgs ging eine Besprechung zwischen Reinhard und General v. Lü t t- w i tz voran. Dabei sagte Reinhard, man könne noch ganz gut dem Generalfeldmarschall eine besondere Ehre erweise». Ta Lütlwitz nichts dagegen einzuwenden hatte, leüete Reinhard hieraus das Recht ab, eine Ehrenkompagnie anfzustellen. Der Reichswehrminister leitete bereits eine Untersuchung ein Es werde eine Bestrafung statt« finden. Man dürfe nicht vergessen chaß ein Teil der Schuld Lüttwitz treffe, der gegen den Fall an stch nicht Stellung genommen hat uns somit als Vorgesetzter die Verantwottung trogt.
Die Wahlen in Frankreich, Belgien und Jsalien.
Der Sieg des nationalen Blocks in Frankreich.
Genf, 19. Nov. Die drei Gruppen der Rechten, die Gemäßigten, die Klerikalen (Action liberale) und bie Monarchisten haben toeit über 100 Sitze gewonnen. In Elsaß-Lothttngen siegte bet -rationale Block, die Sozialisten sind leer ausgegangen. Von den Mitgliedern des Kabinetts ClLmencea» find drei Minister und zwei Unterfiaatssekretäre nicht wiedergewählt worden. Demnach steht «ine Umbildung des Kabinetts bevor.
Die belgischen Wahlen.
tob. Brüssel, 20. Nov. Die neue Kammer totrb folgendermaßen zusammengesetzt sein: 72 Katholiton (Verlust 26), 70 Sozialisten (Gewinn 30), 34 Liberale (Verlust 11) »nd 9 Parteilose.
Die amtlichen Ergebnisse der Senatswahlen, ergeben nach dem allgmrienen Stimmrecht als gewählt 43 Katholiken, 30 Liberale, 20 Sozialisten. Die Katholiken verlieren 12 Sitz«, die Liebetaken gewinnen 2 und btt Sozialisten 10 Sitze.
Rücktritt des belgischen Kabinetts.
Haag, 18. Nov. Aus Brüssel wird gemeldet: Das belgische Kabinett hat gestern dem Pönig sein RncktrittS- gesuch überreicht. Der König hat bi« Minister gebeten, ihre Portefeiiilles so lange zu behalten, bis daS enb- gültige Ergebnis bet Wahlen bekannt ist. Ader rS steht schon fest, baß de Broequevikle endgültig zurück- treten wird.
Die Wahlen in Italien.
tob. Rom, 10. Nov. Laut »Epoca" umfaßt die neue italienische Kammer über 138 Sozialisten, 81 Katholiken und 289 Vertretet bet Miitelparteien.
y— bittet in ihr die schtveizerische Gesandtschaft um Venuitte« 5000 & fc«$, die britische unb französische Negienmg mit tun« ■ "L Lchster Beschleunigung davon in Kenntnis zu setzen,
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ie trästG fdiMht,» chlagOt n us tritt •UM irrnfd)* 10 u.ti
Budapest, 18. Nov. In bet Erklärung, Ser bet Bevollmächtigte bet Westmächte Sir Georg klark die interparteiliche Konferenz eröffnete, wies zunächst auf bie Notwendigkeit eines bauernden S^ied-nr hin. Die Verbünbeten hätten nicht ben Wunsch, Ungarn eine Regierung aufzuerlegen, bie bem Egemeirien Willen bes ungarischen Volkes entgegenge- fet sei. Das Lanb habe eine Regierung, bie von ben Beabftnbeten nicht anerkannt fei, weil sie zum Reichs- ^Meser ein Mitglieb ber habsburgischen Dynastie be- vrfe» habe. Trotz bes Rücktrittes bieses Reichsver- ^rserS sei bas Haupt bet Regierung, baS ihn berufen fctte, noch im Amte und machte sich baburch zum «•tretet von ben Grunbsätzen, bie bie Verbünbeten für Murrer mit bem Namen btr Habsburger unb Hohen« l^ern verknüpfen würben. Darum könnten bie Ber- *fi«beien bie bestehende Regierung nicht anerkennen.
Bedeutung ber gewünschten Aenderung liege barin, bie Regierung baldigst die Wahlen durchführen die Ungarn in den Stand setzen sollten, der Welt zu sagen, welche Regierungsform es dusche. Wenn die Hand, fuhr Clark fort, die ich
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