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seib-n schäft an bet Front unb in btt Heimat abgrshielt

Die deutsche» Petrvlrnmdamps«,.

Deutsche Spar - Prämienanleihe 1919

wb. Paris, 17. Nov. (Havas.) Der Oberste Rat hat beschloßen, daß die von Deutschland ab liefernden Petroleumdampfer nach dem Firth y>f Forth zu schicke» seien und d»r Obhut Engla unterstellt werden sollen.

Were. eine Katastrsrhe erwarte, gefährliche tneet erlebe» ivtirde.

ab Barrabatt. Bei Sasfunft durch die Se,chätt»ktelle ».Vermittlung der Ixgebete 36 4 6en>ttgebibt. Poftscheckkont»: Rr. 5C15 Amt Frankfurt a. St.

Der Freiheit" ist die Unterstellung derrnssi'chen ' «iltfouücen Obersten" unter General u. ELerharet nu- Ertlich und verdächtig, und sie befürchtet einen ge- eeinfanttn Vormarsch der baltischen Truppen auf Kerli», dem sich alle östlich der Elbe stehenden KrnkerpS anfchliesten würden unterErhebttiz der 6er8Cfmtng OstelbienS". Großer all diese in der Wr«tasie der ..Freiheit" bestehendeGefahr^ ist fe- ie, dass nach Zusamenbrruch der antibolsckelvisti- j$ett Ilnternehmuiisten Judenitsch! unb Vermonts die " bslfcheivisiische Bedrohung Ostpreitß-ns wächst. Bei

laben. Nur an der Wahrheit kann da» Ball wieder ge­funden, und darum sind wir $ur EibeSleistnng und pur bereit. Was die VersassuuüsMiiüisßeit des Unter« suckungSausschnst-S «nlangt, s» schließen wir uns den Bor - bebalten au .die Dr. Helfstrich gestern in seiner Erklärung niedergelegt hat.

ßteneralseldmarfchall v. Hindenburg und Luden- d o r s s leisten darauf den Eid mit dem rriiräten Zusatz.

Lors. Gotbein: Die erste Frage, die wir Ihnen vorjusegen haken, lautet: Bon tvelchem Zeitpunkt ab biett die Oberste Heeresleitung die Erklärung des unein­geschränkten U-Bsoikrieges am 1.Februar 1917 für un-- auHschiebdar und auS welchem Grunde? Die Fra- gechsind Ihnen bereits $ttgegangen.

Heneralsttbmarschall v. Hindenburg: Bevor ich diese' Fragen pflichtgemäß beantworte, bitte ich als Grund­lage, für unser gesamtes Tun und Wollen Folgendes ver­lesen zu dürfen; denn auS diese« Grundlagen heraus ist alles gewachsen, was wir getan haben.

Hers. Gothein: Wir hatten allerdings die Absicht, von der Verlesung längerer Schriftstücke Abstand zu neh- mea> weil es sich hstr lediglich um die Feststellung von Tatsachen handelt.

Generalfeldmarschall v. Hindenburg:

Als wir die Oberste Heeresleitung übernahmen, war der Deltkrieg bereits schon zwei Jahre im Gange. Die Ergebnisse nach dem 29. August 1916 lassen sich aber nicht losgelöst von den Ergebnissen vor diesem Datum beurteilen. Der Krieg hatte kein Beispiel mehr in der ^'schichte. Die Räume dehnten sich inS Gigantische, die Trupvenmassen nahmen ungeheure Stärken an, und die Technik geioann eine vorherrschende Bedeutung. Krieg und Weltwirtschaft griffen ineinander über wie nie zuvor. DaS' zahlenmäßige Verhältnis der Truppenkräste an Menschen, Maschinen .Munition und anderen Hilfs­mitteln war für uns, und zwar von Anfang an, so un­günstig wie möglich. Getragen von der Liebe zum Vaterland kannten wir nur ein Ziel: das Deutsche Reich und das deutsche Volk, soweit menschliche Kräfte und

boSgtetbec Unterstützung Judenitsch- durch die Eug- lldckec und wenn diese Vermont nicht im Verein mit dm ketten bekämpft hätten, wäre ein Erfolg dieser fcibett Führer nicht unmöglich gewesen.

Em lettischer veberfall auf deutsche Arbeiter und Soldaten.

6. Memel, 17. Nov. Nach einer Meldung ktSRemelet Dampsboots" überfiel am 13. eine Mische Bande in der Nähe von Ru:zau einen Kkiutzahnzug, in dem sich einige deutsche Arbeiter toi reichsdeutsche Soldaten, sämtlich unbewaffnet, tesande«. Die Ueberfallenen befanden sich im fünfte der deutschen Verwaltung. 5 deutsche Sol­lten wurden getötet, 20 gefangen ge- ammen. Von den einheimischen Arbeitern ®uAe einet getötet und vier verletzt.

Rücktritt Judenitsch«.

militärische Mittel es vermochten, vor Schadenz» bewahren und inllftärischerseits einem guten Frie­den eutgegenzusühren. Um diese gewaltigen Aufgabe» unter den schwierigsten Verhältnissen burchzusühren, muß­ten wir den unerschütterlichen Willen zu« Siege haben. Dieser Wille zum Sieg war aber unlös­lich gebunden an den Glauben an unser gutes Recht. Dabei untren wir unS bewußt .daß wir in dem ungleichen Kampf unterliegen mußten, wenn nicht die gesamte Kraft der Heimat auf den Sieg auf dem Schlgchtselde eingestellt wurde, und die militärischen Kräfte non der Heimat aus erneuert würden. Hätten wir diesen Willen zum Siege nicht gehabt, hätten wir ihn nicht al- selLstverständlich angesehen bei dem Volke, so hätten wir dar schwere Amt nicht übernommen. Der deutsche Große Generalstnb ist in dem Sin» des großen miße tärEchen Philosophen von Clausewitz erzogen. Wir fade» den Krieg als die Fortsetzung der Politik mit militärische» Mitteln an. Unsere Friebensvvlitll batte versagt. Wir wollten keinen Krieg und bekamen doch den größte»«

Vors. Gothei n (unterkedbenb): Hier ist ein Wert- urteil. Ich möchte Sie darauf «nstnerksam mache«, daß Werturteile durch die Bekundungen der Zeuge» nicht ausgesprochen werden sollen. Ich erhebe als» gegen diesen Setz Einspruch.

Geuerelftkdmarschall v.Hindenburg (fortfahrend): Dann lasse ich die Weltgeschichte darüber ent­scheiden. Ich weiß nur das eine mit absoluter Gewißheit: Das deutsche Volk wollte den Krieg nicht, der Deutsche Kaiser wsitte ihn nicht,chir Regierung wollte ihn nicht nutz der Große Genecalstab erst recht nicht. Daß bfe militärische Zentraltcituug tu» die Möglichkeit eines etwa «nvermeidltchen Krieges vorbereitet war, ist selbst« verständlich: dazu tvar sie da. Wir bettachteten als unsere v»rneh«nste Aufgabe, den Krieg durch mM- täriscke Mittel so schnell und so günstig als möglich p» beenden, «m eS der ReichSleitung pu ermögliche«, die Geschicke des Landes mietet mit den normalen Friv» denSmilleln zu bestimmen. Wir wußten, wa- wir w» dem Steer, de« »bereu und unteren Uüürung, und nicht zuletzt von dem Mann im feldgrauen Rock |» löchern hatten und waS sie geleistet haben. Aber tr»tz der ungeheuren Ansprüche an Truppen und Füh­rung, trotz der zahlenmäßigen llebsetzegenbeit deS Fein­des konnten wir den Kampf zu einem glück­lichen Ende führen, wenn die geschloffene und einheitliche Zusammenwirkung von Heer und Heimat eingetreten wäre. Aber was geschah nun? Während sich beim Feind, trotz seiner lleberlegenheit, ein Bufamtnenarfaitcit aller Parteien und aller Schichten zeigte, sodaß sie sich in dem Willen zum Sieg immer fester zusammenschlossen, mochten sich bei »rns, nnb zwar je schwieriger unsere Sage wurde, desto mehr, die Parteiinteressen geltend.

Bors. Gothein (unterbrechend): Hier handelt sich wieder um ein Werturteil, da» über das Boll im Innern gegeben wird. Nach den Beschlüsse« de» Aus« schusse» sollen solche Werturteile nickt abgegeben werde». Ich bitte als» diese Stelle zu übergehe«.

Genemlseldmarschall v. Hindenburg: Düse Zu­stände führten zur Spaltung,deS SiegeSwil- le n 5.

Bors Gothein: Da» ist ein Werturteil, gegen das ich Einspruch erhebe.

Generalseldmarschall v. Hindenburg: Die Ge­schichte wird über daS, was ich nicht weiter ausführen darf, das endgültige Urteil fällen. Ms wir unser Amt übernahiuen. stellten wir bei der Reichsleitung eine An­zahl von Anträgen, um die Zusammenwirkung aller Kräfte herbeizuführcn. AaS schließlich wieder durch die Einwirkung der Parteien au» unseren Anträgen geworden ist, ist bekannt. Ich wollte Kraft und Mitarbeit gewinnen, bekam Versagen und Schwäche.

Bors. Gothein: DaS ist wieder ein Werturteil.

Generalfeldmarschall v. Hindenburg: Die Heimat hat uns von diesem Augeichlick an nicht mehr ge­stützt. Seit dieser Zeit setzte auch die heimliche Zersetz­ung vo-u Heer und Marine ein. Die Wirkung dieser Bestrebungen war der Obersten Heeresleitung wäh­rend des letzten Kriegsjahres nicht verborgen geblieben. Die braven Truppen, die sich von der revolutionären Einwirkung frei Metten, hatten unter der Einwirkung durch die revolutionären Kameraden schwer zu leiden. Unsere Forderung, strenge Zucht und eine strengere - Handhabung unserer Gesetze durchzufüh« reu, wurde nicht erfüllt. So mußten unsere Operationen mißlingen, so mußte der Zusammen­bruch kommen: die Revolution bildete nur den Schlußstein. Ein englischer General sagte mtt Recht: Die deutsche Armee ist von hinten er­drosselt worden." Wo die Schuld ist, bedarf keines Beweise». DaS ist iu großen Linien die tragische Entwicklung des Krieges für Deutschland nach

Di«Otzertzesk'lcke -eitvng" erWtnt ?«h»M»l wöcheuklich. 5V* Bezngsprei» fretr&H uwnolliiü 1.60 hw re« ; snrch M« Bost 1.78 t. ohne Bekelzoiv Verlag «»» Dr L. Aitzerottz. Druck der Hoi» »MUchbe. »en I » h. Au g. Koch. £1/88. $t*eeteÄet

8tr MM» dkk nUhHMHlüln Iwiti ii RntMnttzM.

fet Zufammenbrnch bet Bermont-UnterU «*««»>. ( wb. Berlin, 17. Wov. Die Nachricht, daß Oberst Grrmvnt sich mit feinen Truppen dem General »Eberhardt unterstellt habe, bestStigt sich. Dir ßordwestrussische Regierung hat sich aus§e>'Lfl.

Königsberg i.Pr., 17. No». D-*r BeschtSliab-r Kr russische« Westarmee A w a t o w * B e r ut ut be gründet die Unterstellnuß seiner Truppen un:er den kstfchl »er Generals 6. Eberhardt damit, daß er Ke militärische Lage für unhaltbar angesehen habe mit die Leiten ein Bst nbnifl mit be« Bolsche­wisten geschlossen hatten und mit starken Kräften jtgfn Mita« voreiligen.

W6. Memel, 17. Nckv. Da» ^Reruller Dampf­tet" meldet: Vor Liba» haben am 14. November hes- ttze Kämpfe stattgesnnden, die mit einem Mißec- 1 folg der Bermozztschen Armee endeten

Der Abzug der deutschen Trappen.

11 M. Berlin, 18. Nov. Die NiickfüHrung der deutschen Kontingente aus dem Baltikum wird in Ne Stiege geleitet. Genera! o. Eberhardt ist i»-Miiau eingeiteffen. Der Ab-ug der Truppen 9W den Linien über ßaugsjatgen und BajNhren teabiichtigt.

KKe Jnterallierte Kommissivn, die sich in den «Schfien Tagen aus dem Seewege nach Nig« be­gehen soll, deahsichngt dafür Sorge zu tragen, daß die Letten den Abzug der Deutschen nicht stören. §8 gleUjer Weise will sie auf die Littaucr rinwir- Ntt. Vie deutschen Mitglieder der Kourmission wer­de« nach Mitau gehen.

^dtbitra

TonnkrHag, 20. Novkvbkr

e9rbrbeitty«rteifn laben sich » einer Arbeit««mein- fce'h. vVmtwwDn. nicht IX einer GefinUuitq-'^mein- 'chaft. Sie baden fiA seile Bestimmunas- und Enprhlnß- weiheit »»rbehakte« und erreicht. Die S'cherhcht. des Wirtschaftsleben« bebnr nach tok vor erhöhten Schutzes Trne weitere wichttev Ausgab- muß der Schu« die Stärkung des DeutlchtumS in 's b.frftten Gebieten fern.

Ab«. Dominicus (Dem ft Mit tvr finan­ziellen Wirts chatt kann «s so euf die Dauer nicht weiter Hetzen 6« muß größere Sparsam- ?e it weiten Den Antrag, der llnflibängiaeH, bett 9 11. iiun Seicrkw zu erklären, lehnen wir »L. Tie elldst-Istbringischen Bkawten, die vom Rei«he nick i hühr» «Loackt werben können, müssen tu be« vreupifthen SxMtik. dien» übernommen werden.

Nbp. Ludwig ^U. S.ft Mir verurteilen ba» Bor- «feea Hörsinchs in Ob-rschtefieu. Es tzat dem b-rn!scher- Kchtirntzev sehr geschadet. Den fchnod'-rigen Ton. den brr Minister Heine uns gegenüber angeschtaHen bat, ver­bitte« wir uns. Die Lanbesvertammtung gibt «ich! metzr die Stimmung des Volkes wieder. Wir fordern Neuwahl.

Minister Tr. Südekttm: Die Räterevubsik würde namenlos-« Elend über itr»8 trittm. Wer bi? M-nmr- chi«, bas voWsche Kleid der Deutschen nennt, kennt die deatsche Geschichte nirSt. Untere Autaatze muß fein, frei H werden von dem »ns «utgerwungenen Frtedentst'«rtr«g Deuttchdtud Kiufi sich frei 6mwni. hei frieren, frei benfrtt nab sxi arbeiten. Das deutsche Volk hat seit dem 9 11. bis beute Bewundernswertes gekiftei. Die eigenen potiti- fc§eu Aspirationen muß nun setzt untererbnrn »itet bi» Bedürsnsttr der K^mttzeii Anch die Red em üb­len tm Parlament i'sllten etwas fuerkier in Be­trieb gebalten werden. Auch jetzt ktwz vor Weihnachten ist der Etaatsliaushatt nicht durchberate». Keine Jllu- 'ielt-'holüif. kein« Handgranaten von links nnd feine BerschwörnnH von rechts!

Abg. Dr. Leidig (Deutsche Bollsp.): Ss wäre xr- wRnscht, wenn einer der bürgerlichen Minister Befand g«i6e über ihre Stellung in der KoaHtionsregierutzg. (Zürnt links: Es ist sa deiner hier.) Vielleicht wolten'e» bte Herren nicht. Gegen den To«, den der Minister Heine teer awwkchlngen hat, legen wir «ntschieden Verwahrunz ein. Empörend ist auch der Ton desVorwärts' «nS Anlaß des Hindeuburg-Emptanges. Tie Regierung, die doch nur «in Organ der Lanbesi-ersammlung ist. läßt sich mit der Beröfsentlichnng der hier beschlossenen Gesttze übermässig lange Zeit. Tns ist eine BerhLltz-

SisküUß nnü LiiSkliSsrff vsr Itin AtnsBüsgsassschstz.

Stf MhMu 1*08 ISIS Boten.MlldnI gegen

1 | M. Amsterdam, 17. Nov. DieTimes" Aeidet aus Helfingsors, daß Judenitsch als Dberdeiehlshaber des Nordwesthseres zurückgetre- tt» sei und daß Laidoner, der.zugleich Besohls- fccet des estländischen Heeres ist, den Befehl übrr- 51 M®w»ie« hat. Diese Maßnahme verfolgt den Zwrck, : k Eine Inteniierung des russischen Heeres zu verhin- falls es sich über die Grenze nach Estland zu- i \ kickziehen muß.

t*. Amsterdam, 17. Nov. DieMorning meldet aus Reval, daß die estländische Ne- toteeg Judenitsch mitgeieiU habe, baß sie ihn ^lcht ans estländischem Gebiet überwintern lassen httite. Die Bolschewisten rückten inzwischen gegen "sewa vor, wo Judenitsch augenblicklich sein Haupt- is Vr««er hat. Seine Lage ist ernst.

klsytz George »egen ein Eingreifen in Rußland.

tei. London, 17. Nov. (Unterhaus.) Die Sitzung wurde von der Aussprache ücher die i EliSiLüriig-n AnLslegenheiten in Anspruch gsuom- tIR:«. Liift-d George trat nochmals ausdrücklich für i | !e H?vii.:k der Nichteinmischung in Ruß- E-.b ein und erklärte, er sülchte, daß man in die- jS5"* Lande, in dem jede Macht, die dort ernmar-

tob, Berlin. 18. Nov. Schon lange vor Beginn der Sitzung ist der Sitzungstarl dicht gefüllt. Zahlreiche Sbgeorbnetc aller Patteien wohnen den Berbandlnugen bei. Auf dem Zeugentitch, vor dem GeneralseLworschall v. Hindenburg Platz nehmen soll, liegt ein Strauß von weißen Cbrvsantheoten, umschlungen mit einem schworz-weiß-roten Bond. Hindenburg, der mit Gene­ral Ludendorff kurz nach 10 U5c im Reichstag?- aebäbf eiwaetroffrtt war, touibe am Emgang vom Vize­präsidenten Dietrich begrüßt und vom Abgrorbneten Warmuth nach dem BerheicklnngSraum geleitet. Beide Generale fragen Bürgerkleibung.

Bors. Gothein erwartete «m Zeugentisch be« Genc- ralfelbiTurrschall unb richtete an ihn folgende Worte: -Herr General'>lbmarschall! Der Ausschuß batte Ihnen

1 lWDt b» Müt^waltung erspart, hier zu erscheinen. Er h'Dte Ihn-n gern in dieser Winterzeit die schwierige Reise '«Tult DV aber Geireral Ludenborsf Wert daraus legt, rwrneintam mit Ihnen venwmmen zu werben, so mußten wir Sie bitten, hier zu erscheinen.

Generall-st>marfchall v. Hinb-nburg: Ich darf wolft erwLern. daß eS mir ein Ö*fir?ni8 sewesrn ist a n der Seite meine- Kampfgenossen kn schwerer unb großer Zeit hier zu erlchekneu. Ich bin dankbar dafür, baß mir hier die Geteo-ubeit dazu gegeben ist. Ebenf» danke ich dafür, daß mir die Reise erleichtert worben ist.

Bors. Gotbein: Herr Keneralseldmarschallk Ich bitte Sie, letzt den Zeugeueib zu leisten.

Generalc-ir>m«rschaN »Hindenburg: Ich bin be­reit, den Eid zu leisten. luäckte aber bitten, daß ich vorher eine Erklärung verlesen lassen berf, die ich für mich lind Cteufral Lützendorfs ahzageben habe

General Lndendorff verliest daun folgende Er­klärung: Der Paragraph 84 der Vorlasiunzi beit im int, daß kür. d«S Untersuchiingsoersabreu die Bestimaunige« bet Straspro-estarbnaug sinng-e-läße Tvwttüang lindeu. Diese steht daS Reckt der ZeugniLverweigernug p»r Da da? hier schwebende Berfabreu sich nur auf Fragen des fubiefiiwn GlaubeuS hinsichtlich der Zweckniäßigkekt der Fortsetzung de? Krieg-» bezieht und sich daher Ge­fahren für die Aussager ergebe«, s» erklären wir beide Nnterze?-stirrten, btt Generalftldmarschall v Hindenburg und G.-neral der Infanterie Lodenborff, daß wir eine AuSsoaepslicht, die für u«S rechtliche Gefahre» ergeben könnten, grunbfWlich nicht aiterlranen {Innen, sorrdem daß wir. toie schon bet frühere R«ch»kantzler v. Dettenann Hotlweg nud sein Stellvertreter Dr. Helf- frrich a:ftft>ltzbn haben, vor einer Uiwrvralitit stehen. Wenn wir gteichwob? zur Eibe»- und AvSsagenteistung un» entschlossen haben, s» geschieht eS lediglich aus der Trwä- twtfc bei »a* einem vieri'Shrigen Kriege ein so starkes Bl-ll toie das deutsche ein Recht darauf hat, zu sehen, wie

Partei wird sich dem LSiederaufhnu nicht entziehen. Es wirb ihr aber sehr erschwert, ja fast unmöglich gemacht, wenn die Verfassung, die der Minister ankündigte, ledig­lich unter de» Mebrbeitsparteien vereinbart werden soll. Die Erzbergerllch« Reichsfinanzvokitik muß zum Ri«- berbruch der eiuzelnen Staaten sühren. Wir be­dauern deshalb, baß die preußische Negierung ihr nicht mit der nöligen Energie entgegengetreten ist. Der $v- bernusbau ist nur möglich, wenn wieder ein ftarkts nationales Empfinden im Bolle siegt.

Abg. Dr. Hoetzsch (Teutschnatl.): Es muß «twaS geschehen, um Oftpoeußen 1ms jetzt räumlich vom übrigen Staate getrennt wird, uns nicht zu entfremden. Ei«efrr Plan des Wiederaufbaues fehlt der Regierung. @eg* über dem Abg. Heumann halte ich es durchaus aufrety, daß das deutsche Volk durch die Revolution wehrlos gemacht werben ist. (Lärm links.) An eine Gegqu- redolution denkt niemand. (Widerspruch links.) hie Geschichte aber erweist es, daß fit unser Voll nur '»k monarchistische Staatssorm paßt. Die finanzielle Mißwirtschaft, die die Revolution erzeugt machen wir nicht mit. Dcr Antisemitismus ist jetzt ei»e große nationale Bewegung geworden.' Die Cx- lösung der Ofljuden wünschen wir nicht auf Kost« unseres B-lkes Wir erwarten von der Regierung, dgß sie die Grenzen gegen ihre Einnmudenlng schließt. De: Kommunismus bedeutet die Selbstvernichtung b#r Arbeiterschaft. Mr müssen die Spaltung in unter# Nation überwinden. Dies können wir nicht durch d internationalen Sozialismus, sondern durch daS Strebe nach einer starken deutschen Wehrmacht. (L Hafter Beifall rechts.)

ir.lt dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

ageszeitung für (das ftüher knrhessische) Oberhessen

Die 2. Beratung deS Haus Helte bei preußischen girnins wir* ?»ttae>tzt. « >

Atzg. tieft (Lentr.): Der «bg. «'e i* in tei»er Kritik de« Stehen d r Sachlichkeit- rertasteii Di-

nung deS Parlarients. Der Einfluß Pre»ßg»S. .. .

auf die Reichspoltsik ist leider viel zu gering. Unter» unverzerrt und ohne Parte,