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tv6. London, 13. Nov. Laut „Daily Expreß" soll eine bedeutende Verminderung der HeereSbc-
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kO. Berlin . 13. Nov. Die Reichszeutralstelle für Kriegs- und Zivilgcfana.ene teilt infolge von Klagen Kutscher Gefangener in Frankreich mit, daß die Wei- trrabsendung von Briesen, Paketen und Gedftn- düngen 'n diese Gefangenen dringend erwünscht bleibt.
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Di« Verordnung über die Verlängerung der Amts- bauer bet Handelslammermitglieder wird angenommen.
ES folgt bte zweite Beratung des Entwurfs über weitere Beihilfen zu den
Berlin, 13. Nov. Vertreter der sszialdemokrati- fchii Partei in Köln hatten laut „Vorwärts" eine Be-
KriegSwohlfahrtsauSgaben Gemeinden,
sowie zur Verbilligung der Lebensmittel.
Abg. Wetzl (Unabh.): Wir werden dem stimmen. Wenn die Erzbergerschen
ich nach Hause, ich habe zu arbeiten !* Während Kraftwagen sich entfernte, zerstreute sich die Menge.
E» folgt die erste Beratung der Gesetzentwurfes 66«, die Veranlagung und Verwalt»«, der
preußisch«« Steuer«.
Nach der Vorlage geht bte Veranlagung und Verwaltung der Einkommen- und Ergänzungssteuer auf bte neu g» bildenden Finanzämter und Londesfinanzämter über. Die erste Beratung erschöpft sich in wenigen Zustim« muttgserklärungen. Eine LuSschtchüberweistutg findet nicht statt.
Hierauf wird bte zweite Haushaltsberatung bei« Hatlshalt der preußischen Regierung fortgesetzt.
Abg. Schüling (Zentr.) empfiehlt einen Antrag auf Erhöhung de» Vhrensoldie» der Kriegswitwen Dat 1870/71. >
Abg. Budjuh« (Deutschnatl.) beantragt bte schleunig« Vorlage eine» Gesetzentwürfe», durch den bte bei Preußen verbleibenden Teile von Pose« und Be#* Preußen zu einer politischen Einheit zusam« mengefaßt werden sollen, etwa tet der Form eine» Regte« rnngsbeztrk« s Grenzbezirk Westprcußen-Poscn). Dte Ostmärker glauben an die Wiederherstellung unftxtil. VaterkandeS. '*
Abg. Dr. Heß sgentr.) befürwortet bte GewLhrmS von lieberteuerungSzuschüssen an die Gemeinde« mW von Vorschüssen an Gemeinde« im besetzten Gebiet,
Abg. Struve (Dem.) fordert die Einsetzung eine» Windigen Fachausschusses für die Wohnungsfrage.
Freitag 12 Uhr Fortsetzung. W
Hindenbirrq über Krieg und Zukunft.
Wb. Berlin, 13. Nov. We der hiesige Vertreter der „München Augsburger Abendzeitung" meldet, äußerte Hindenburg einem Freund gegenüber, er verstehe die bei der Ludendorffhetze zu Tage getretene Beurteilung des Generals schon deshalb nicht, weil nicht Ludendorfs, sondern er selbst ganz allein die ganze Verantwortung für alle militärischen Ent- ■'dx-ibunien trage. Er könne nur sagen, daß nicht eine einzige Entscheidung, wenn er sie unter den gleichen Verhältnissen nochmals zu fällen hätte, anders ausfallen würde, als sie tatsächlich ausgefallen sei. Gewiß sei der Krieg schwer gewesen: er wäre dennoch bei Anspannung aller Kräfte zu einem günstigen Ende zu führen gewesen. Weshalb er schließlich verloren gegangen sei, werde die Gesch'chte einwandfrei feststellen. lieber die Zukunft Deutschlands wolle er sich nicht aussprechen Er glaube aber, daß Deutschland trotz allem wieder emporkommen toerde. Wenn dte Selbstzerfleischung aufhöre, wenn Arbeit, Ordnung und nationales Selbstempfinden wiederkehrten, dann würden wir uns von der Katastrophe erholen.
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einen „dummen Jungen" vor dem Ausschuß verhören lassen dürft. In diesem Sinn« forbcrte er bte Umstehenden auf, alle» zu tun, um zu verhindern, daß Hindenburg den Ausschuß betrete, und er schloß eben- fall» mit einem Hoch auf da« Kaisertum und Wilhelm II. Dem Feldmarschall blieb schließlich nicht» übrig, al» dem Lhaufftur Auftrag zu geben, abzubiegen. Er lehnte sich au» dem Fenster und rief der Menge zu: .Ich danke Ihnen für Ihre Huldigung, aber jetzt muß
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Der Anzeigenprei» beträgt fit He Sgel». Zeil« 80 V «- 60*i. TeuerunqSzufckll.
45 a, amtlich« m. «useirttfle 65 Ileklamezetle 1104. Zeder Rabatt gilt al« Barrabatt. — Bei Auskunft durch die Setthäftaftell, «. Vermittlung der Angebet« SS j Sandergebühr. — Postscheckkonto: Ar. 501» Amt Frankfurt a. $L
Nach dem Empfang Hindenburgs in Berlin versuchten eine Personen ans der Menge von dem „Massenschlächter" zu sprechen und brachten Hochrufe aus die Internationale aus. Die Menge nahm jedoch entschieden Partei für den Feldmarschall, so daß noch chic Prügelei entstand.
Dir „OberbessisÄe Zeitung" erscheint sechsmal wichentlich. — Der Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 X. frei in» Hau»; durch die Bast 1.75 ahne Bestellgeld — Verla, von Nr. L. Hitzerotb. — Druck der Univ »Buchdr. von Iah. A u g. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
des BelagerungszuMndeS verboten.sind. Er ist selber mit der Ausführung dieses Verbots beauftragt, fühlt sich aber dadurch nicht behindert, es zu übertreten." Die Mehrheit des deutschen Bolles betrachtet den Empfang Hindenburgs nicht vom politischen Standpunkt aus, sondern sieht in ihm nur eine dem Gefühl der Daukbarftit entsprungene selbstverständliche Ehrung Hindenburgs, llüenn die Regierung erklären läßt, sie ivürbe die Ehren- kouipagnic Hindenburgs nicht erlaubt haben, so bestätigt sie damit ihren parteipolitischen Charakter.
Marburg
Sonnabend, 15. November
Pläne Gesetz werden, wird in den Gemeinden von irgendwelcher Selbständigkeit auf finanziellem Gebiet nicht» mehr übrig sein.
Abg. (Stielet (Ztr.): Notwendig ist eine Erhöhung der Familienunterstützung für die Kriegsgefangener^
Abg. Dallmer (Deutschnatl.) hegt große Besorgnisse für die Zukunft unserer Gemeinden. Königsberg hat 100 Jahre gebraucht, um die Kriegslasten von 1806—14 zu tilgen.
Finan.zminister Dr. Südekum: Ich erlernte die Notlage der Gemeinden voll an. Wir mußten aber in erster Linie für die Gemeinden der abzutretenden Gebiete sorge». Wir konnten sie mit der ungebenren Schuld,, die sie im Vertrauen auf den Staat auf sich genommen batten, nicht sitzen lassen. Das Reich hat uns einen zunächst noch vertraulichen Entwurf einet LandeSab- gabenordnuug vorgelegt, gegen den ich ernste Bedenken habe. Wenn der Friedensvertrag mit seinen ungeheuren finanziellen Belastungen nicht abgeändett tvird, werden unsere Gemeinden diesmal nicht 100, sondern 1 000 Jahre brauchen, um die Schuld zu tilgen. (Bewegung.)
Der Entwurf wird in zweiter und dritter Lesung angenommen.
ES folgt die Beratung eines Antrages v. Kessel (Deutschnatl.) auf schleunigste
Rettung der Hackfruchternte.
Abg. b. Kessel (Deutschnatl.): Das frühe Winterwettet hat große Mengen von Kartoffeln und Zuchcr- riiben vernichtet. Deswegen werden viele Zucktzr- stchtiken schließen müssen. Die Regierung muß alles tun, um ben Schaden zu mildern. Sie muß die Arbeitszeit bei eintretendem Tauwettet vorübergehend erhöhen, genügend Eisenbahnwagen für den Transport und auch genügend Kohlen zur Verfügung stellen, damit die angefrorenen Kartofteln getrocknet werden können. Ebenso bedürfen die Zuckerfabriken der verstärkten Koh- lenbelieferung.
Abg. Schmidt (Soz.): Der Antrag ist nur aus agitatorischen Gründen gestellt, um gegen die Zwangswirtschaft Sturm zu laufen. Wir find für allmählichen Abbau der Zwangswirtschaft, soweit eS bie Rücksicht auf das Volk-ganze gestattet, aber nicht für restlose Aufhebung.
Landwirtschaftsministet Braun: Die Frostschäden sind groß genug, als daß Anlaß vorläge, sie noch zu übertreiben und die Beunruhigung der Bevölkerung dadurch zu steigern. Der überwiegende Teil bet Hackfruchternte ist vor Eintritt des Frostes cingebracht worden. Das Ministerium war bemüht, durch Stellung von Arbeitskräften helfend einzugreifen. Wir werden alle Kräfte anspannen, um zu retten was zu reffen ist.
Abg. Siemens (Dem.): Durch den Tarifvertrag ist die vorübergehende Verlängerung der Arbeitszeit nicht verboten. Arbeitslose, die die ihnen zugewiesene Arbeit nicht übernehmen, soll man ruhig im Rinnstein verhungern lassen. Ein wachsames Auge mutz die Rcgierttng darauf haben, daß nicht gesunde Kattofftln zu Brennzwecken verwandt werden.
Ein Vertreter des Eisenbahnministers bemerkt, daß zum Abtransport der Hackfrucht alles nur Mögliche getan werde. An bestimmten Tagen würden nur Kartoffeln und Rüben transportiert.
Abg. SchoenkäS (Zentr.) befürwortet eine Abänderung des Antrages Kessel, wonach solche Kartoffeln, die durch Witterungseinflüsse zur menschlichen Ernährung vollkommen ungeeignet sind, den Trockenfabriken zwecks Verarbeitung zu Schweineftitter zugeführt werden sollen.
Abg. Held (D. Vpt.): Die Heraufsetzung der Arbeitszeit ist da» Mindeste, was gefordert werden muß.
Abg. Dr. Wehl (Unabh.): Wir können nicht darin einwilligen daß die Interessen der Landarbeiter auch nur durch vorübergehende Heraufsetzung der Arbeitszeit geschädigt werden.
Der Antrag wird, sutoeit er die vorübergehende Her- auftetzung der Arbeitszeit betrifft, mit 110 gegen die Stimmen der sozialdemokratischen Parteien angenommen. Die Forderung auf genügende Stellung von Eisenbahnwagen findet einstimmige Annahme, ebenfo der auf btt Verarbeitung der angesrorenen Kartoffeln bctzützliche Teil de» Antrages, ,
Vsügend geheizt habe.
Ludwigshafen, 14. Nov. Die in verschiedenen ^ädftn des Elsaß, im Saargebiet und der Pfalz be- ^khenoen französischen Werbebüros für die Fremden- verzeichnen einen völligen Mißerfolg. Nur we- *Ve hundert Anwerbungen sind in den letzten Monaten fcfolgt, und zuletzt liefen die Meldungen derart ver- «°ze!L ein, daß zur Schließung mehrerer Nekenwerbe- sseiien geschritten werden muß. Die französische Besatz- ^L-behörde beabsichtigt jetzt, diifstPropaganda für ben ^ttritt in die Fremdenlegion sortzusetzen durch Vet- ^iturrg ven Flugblättern innerhalb des besetzt«» Lte-
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Die Tragödie eines Volkes.
Das sterbende Bit«. — Die Opfern»« btt Dtutfch-Oesttrreichtr im Ätitge.
■ Der Leiter der „Deutschen Zeüung", 9t. Butte#. schildert in einer Auflatzreihe (die auch at» Sonderheft von der Geschäftsstelle der Zeitung zu beziehen ist), toal er auf einer Reift nach Ober- und Niedrrösterreich sowie Steiermark sah und hörte. Er schildert die Trog5« die, die sich hier am deutschen Volkstum zu vollziebe» beginnt, tote fit grauenhafter die Weltgeschichte noch nicht gesehen habe. Am größten ist das Elend in Wien# über dem — einst lachend und singend — dte Vev» zweiflung liegt „Mir müssen halt doch sterben!" ist di« sich immer wiederholende Redewendung deS abgestumpfte« hungernden und frierende» Volke». Nm da» Leben «ot« dürftig zu ftiflen, werden dte Wohnungsgegenstände nach und nach zu Spottpreiftn an bie zahlreichen Ausländer verkauft. Im Wiener Wald wird von den Bäumen heruntergehackt und gerissen, wa» nur erreichbar ist. I« völlig demolierten Zügen kehren bie rücksichtslos um ihr bißchen Leben Ringenden mit einigen ergatterten Lebensmitteln vom Lande heim. Nur in den Hotels kann «um schlemmen wie im Frieden für 100—200 Kronen, während (auch in Spitälern) bie Neugeborenen erfrieren. Wulft ruft das deutsche Volk zu sofortiger Hilfe tnd* Besonders Süddeutschland, wo man vielfach in liebte* fluß lebe, habe bte Pflicht, umgehend eine gewaltig» Hilfsaktion für Wie« zu unternehmen. Einige 100 008 Tonnen Lebensmittel würden die Not beseitigen, vor alle» Wien deutsch erholten.
Weiter schildert her Verfasser die Größe der Leistungen der Deuts ch-Oesterreicher i« Kriege: Umgeben von Verrat, ohne Zufuhr vo» Lebensmitteln — die Truppen sind dort unten buchstäblich verhungert —, verteilt auf Dutzende von flä* vischen Regimentern als militärische Korstth* Rangen haben diese Leute fast fünf Jahre lang ft gei wie allein die Lasten diefts Krieges getragen, an Qti wie an Blut Während in Deutschland da» 45. Deben»* fahr die Grenze der militärischen Einziehungsmöglichteft bedeutete, standen dte Ocsterrcicher bis 55 Jahre unter den Waffen. Die Tschechen und andere Slowenen, mit Ausnahme der Kroaten, konnten nicht eingezcge« werden, sie desertierten eiicsach regimenterweise. Dafür wurden die Deutschen bis zum letzten Man» bciaagy»#*
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80. Sitzung vom 13. November. Präsident St inert eröffnet bte Sitzung 116t 15 Min.
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Nene Kllndqeblttlgen für Hindenburg.
Auch gestern kam es wieder zu Kundgebungen sirr Hindenburg. Um 9 Uhr vormittags hatten sich, der „Franks. Ztg." zufolge, in der Universität etwa bieb bis tiertausend Studenten mit schwarz-weiß-roten Bannern versammelt. In kleinen Trupps zogen sie von der Hochschule die Linden und die Charlottenburger Chaussee entlang bi» zum Großen Stern. Hier vereinigten sich die Studenten mit besonders aus Steglitz sehr zahlreich erschienenen Schülern und Schülerinnen, und so war kurz vor 10 Uhr eine Menschenmenge von acht- bis zehntausend Köpfen versammelt. Um 10 Uhr fern daS Auto des Generalseldmarschalls, um zum Reichstag zu fahren. Die Menge versperrte jedoch die Straße und hielt den Kraftwagen an. Brausende Hochrufe auf Hindenburg ertönten, in die sich Ruft tote „Nieder mit der Revolutionund „Meder mit der Judenregierung!' mischten. Hindenburg beugte sich aus dem Wagen, danfte für ben freunblicben Emwang und bat, die Straße freizugeben, da er zum Untersuchungsausschuß fahren müsse. In diesem Augenblick schwang sich ein Student auf das Trittbrett und rief: „Straße versperren I Wir lassen Hindenburg nicht von dem Untersuchungsausschuß ausfragen!” Alsbald schwenkten etwa achthundert bis tausend von den Demonstranten quer durch den Tiergarten nach dem Reichstag ab und nahmen dort Aufstellung. Inzwischen umlagerte die Menge noch immer den Krastioaaen, sodaß daS Auto nur schrittweise vorwärtskornmen konnte. Unter Gesang ging der Zug nach den gölten. Vor dem früheren „Steifer Wilhelm-Zelt", dem jetzigen .Wilhelms-Zelt", wurde der Kraftwagen wieder angebalten. Ein Student deutete auf daS Zelt, dessen ursprünglicher Name verdeckt ist und rief: «Brüder, eine solche Schmach lassen wir als Deutsche nicht gelteni Für uns gilt eS noch immer mir das Kaiserreich. Wir wollen nicht dulden, baß der Name unftreS glorreichen Kaisers hier verschandelt wird!" Darauf sprangen mehrere junge Leute auf den - Zaun und entfernten bte Umhüllung. Sobann wurde« cm mehreren Stellen Ansprachen gehalten, bei denen sich dte „Ri«der!"-Ruft wiederholten. Plötzlich brachte ftmcmd ein Hoch auf da» Kaisertum au8, und die Stenge stimmte stürmisch ein. Bor dem Reichstag wurde der Kraftwagen deS FeldmarschallS von der durch den Tiergarten herangekommenen Gruppe in Empfang genommen. Ein Student hielt eine Rede an den Generalfeldmarschall, in der er erklärte, daß man
Das Ende der Berkehrssperre?
Eisenbahnverkehrs»«! gegen Reichsverkchrßminifierin«.
tob. Berlin, 18. Nov. AuS dem NeichsverfthrS- ministerium wird gemeldet: Der 15. November ist der letzte Tag der Personenzugsperre. Bom 18. aß werden auf sämtlichen dem öffentlichen Verkehr di»- nenden Haupt- und Nebeneisenbahnen die im Interest» der Erhaltung der Wirtschaftslebens unbebingt «oft wendigen Personen- und Schnellzüge wieder gefcchrm werden. Sollt- die Durchführung dieses Verkehr» z» Schwierigkeiten in der Kartoffel- und Kohlenversorgung führen, müßte mit einer Wiederholung der völligen Personenverkehrssperre gerechnet werden. Um diese Maßnahme nach Möglichkeit vermeiden zu können, ergeht erneut die dringend« M-chnung, alle nicht unbedingt erforderlichen Reifen vorläufig zu mtter- lassen.
Frankfurt# 14. Nov. Bq.« amtlicher Seife , wird gemeldet: Gegenüber irrtümlichen Auffassungen über die Wiederaufnahme des normalen Eisenbahnvev- fthrs sei bemerkt, daß dieser erst Montag, de« 17. November in Tätigkeit tritt. Nur bet D-Fug Frank* surt-Berlin abends 9.55 wird bereits Sonntag, ben 16. November abgelassen. j
Demgegenüber teilt das Frankfurter EisenLahnvev- kehrsamt mit, daß bie am 8. b. Mts. angeorbnetex Zugeinschränkungen 6ii auf Weitere- b e ßefer bleiben.
Aus dem besetzten Gebiet.
Mainz, 13. Nov. Gemas; einer Entscheidung
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,arta Brechung mit der englischen Militärbehörde über die “ ' ; Krirgsgefangeüen. Unter Hinweis aus die bedrohlich
lftha» - ßkigende Erbitterung der Angehörigen der Gefangenen g,' M fette« die englische Behörde dringlich gebeten, die fran- Wjche -ssegiecung von der Lage zu unterrichten. Der
fein 11. November hat General Dcgoutte, Ober- kkeiätxiber der Rhciuarmee, die Einfuhr der „Volks- fitnmc" von Frankfurt uub der „Frankfurter Zeitung" -tigreiib dreier Monate verboten.
Frankfurt a. M„ 13. Nov. Die „Franks. Ztg." fe'Let aus Mainz, daß die Arbeüerschaft der chemischen Eustric im Lohngebici von Mainz. Wiesbaden und Eiebcrach, insgefamt 2000 Mann, wegen Nichtanerftn- fe-ng des Reichstariss gestern die Arbeit niedergelegt hat.
wb. Düren', 13. Nov. Das hiesige britische Kriegr- Stticht hat einen angesehenen Dürener Bürger zu sechs ®»Uüteu Gefängnis verurteilt, weil er in seinem Hause von einem britischen Offizier bewohntet Zimmer nicht
Die Nachricht, daß der erste Zng mit Kriegsgefanqe- «ii ans Frankreich am 11. 11 in Essen eit)getroffen j und weitere Transporte vntertocgS seien, trifft »i ch t zu. Auch eine Havas-Meldung, wonach ein Trmsport deutscher Gesanzener aus Japan angrkom- «en sein soll, bestätigt sich nicht. Den Angehörigen fetb tost de. holt angeraten, bezüglich der eGsangenen- hstimkchr nur den amtlichen Mitteilungen Glauben schenken, für deren rechtzeitige Veröffentlichung : karge getragen ist.
Wir berichteten gestern bereits kurz über die Aufregung, die die Stellung eitler Ehrenkomyagnie durch Oberst Reinhard bei der Ankunft Hindenburgs in den Blättern der Regierungsmehrheit verursacht hat Die „D. Mlg. Ztg." erklärt, daß Oberst Reinhard nicht die Befugnis gehabt habe, eine Ehreukompagnie zu stellen und das; ihm eine Erlaubnis dazu nicht gegeben worden wäre. Eine solche Ehrung läge auch nicht im Sinne Hinden- bcrgs, bvr dadurch ,daß er im Zivilanzug einiras. zu erkennen gegeben habe, daß er nicht auf einen militärischen Empfang rechnete und ihn auch nicht wünschte. . Ter „Vorwärts" möchte aus dem Empfang eine politische
Er schreibt: „Oberst Reflcharbt weiß.
vlAische Offizier brachte der Schilderung volles Ver- MttottiS entgegen, fügte aber hinzu, daß England auf Frankreich unmöglich einen Druck ansüben könne. Wie ‘«fcXg i Ugland in der Gesangcnenfrage denke, ersehe man ** - n#> « ... 5 C . fj.___ tl Xv'. Xi
»ecken.
Die Blockade Fii'incs aufgehoben.
vb. Fiume, 13 Nov. Die italienische Regelung fct offiziell die Blockade von Fiume aufgehoben. Hie Eiftnbahuzüge fahren seht bis Fiume.
Ilnmb bt3 Anspruches erreichen werde.
tvb. London, 13. Nov. Einige deutsche Marineofsi- : ,strr. bie an der Versenkung der deutschen Flotte in Scapa • Flow aktiv beteiligt waren, haben einen Fluchtver - - such aus dem Lager Leeds unternommen, in toelchem sst . ftststiert waren. Der Fkuchtversuch kotlttie jedoch ver- f «fielt werden.
Tageszeiütirg für (das früher kurhefsifche) Oberhesfet»
l ^b.-BetliA, 13. Nov. In der „Deutschen Allg. r fkitg." sW>»<dt- Völkerrechtslehrer unter bet u-cherschrist _S«pa FloM".»«s, daß die Verbündeten die Aurech- tznug dcS Werte? der Kriegsschiffe auf bie Weder- [ gstmachnngsschulo ablehne». Verhandlititgen über den | Ersatz der versenkten Flotte im Rahmen attläßlich der Nie- ftttegung der RatifirationSurkundetl bevorfteltenden Verwicklungen seien wiinschensivert. Vom derttichen Reckts- ratpfinbeti aus müsse aber nicht nur bie selbstherrliche Bestimmung des Schadruersatzes, sottderu auch die Tatsache ter Schadenersatzforderung bestimmt abgelehnt ’ werden.
8 7'-'i H xz ssi z„ erwarten, daß die Regierung, unbeschadet ihrer । tzereüschaft zu Verhandlungen, mindestens eine uupar- WMte tefifche schstdsrich!erli.che Entscheidung auch über den
inn «ich wen,, der Abtransport ans Frankreich begonnen 'PÜWn sollte.
ßände anS Sparsamkeitsrücksichten geplant sein. Ein? - gewisse Zahl Kavallerieregimenter, Maschinengeivehrregi- gesomk zenter vnb Sturmwagenformaiionon sollen aufgelöst