Miniflkrsrsfidntt Friedrich erklärt. <m der Eirdereinfühmng der Morrsrchitz m Ungarn jri nicht mehr zu zweifeln.
-♦—
Ein 8vtS-nnd der Mittelmeelikirdtr.
Rom, 13. Nov. In der letzten Zeit wird deutlich das Bestreben der italienischen Regierung er- kennbar, sowohl mit Spanien al, auch mit Erie- ch-nland einen möglichst engen Zweckbund der Mittelmeerhalbinfeln zu schaffen, in dem natürlich Italien di« Hauptrolle zu spielen hätte. Mit Griechenland bahmn sich bereits sehr freundliche Beziehungen an. Die beiden Länder wollen in Kleinasien ihr Interesse vereinigen, so daß territoriale Streitfragen überhaupt ausgeschaltet würden. Ein griechisch-italienischer Handelsvertrag ist in Vorbereitung.
--— stranlktich.
Pari-, 10. Rov. In wohlunterrichteten Krri'en wird bestätigt, daß, wenn ine jetzige Regierung W den Wahlen die Mehrheit erhält, Millerand als Rachfolger Cl^menceanS anfrreten wird.
Wb. Pari», 11. Nov. Tas einzige Blatt, das ton den Zeitungsverlegern gemeinsam herauSgegeb-m wird, und sich „La Presse de Paris" nennt, teilt mit, daß der Ausstand der Drucker durch ein« Forderung auf Erhöhung des Tagelohns nm 5 Franken hervorgerufen wurde. Das Blatt erklärt, daß die verlangte Erhöhung nur unter der Bedingung gewährt werden könnte, daß die Abonnements der Zeitungen erhöht werden, da die Whrzahl der Ze tungSbetriebe gegenwärtig mit Verlust arbeiten.
England.
Verstärkung der englischen Truppe« iu Aegypten.
London, 12. Nov. Di« Truppen in Aegypten werde« von einer auf vier Divisionen verstärkt.
wb. London, 12. Nov. In Tort gab es bei. einem dreistündigen Straßenkampf zwischen Soldaten und Bürgern zahlreich« Verwundete.
Aneriks
Die Opposition des Senates.
Wb. Washington, 11. Rov. (Reuter.) Der Senat hat bei der Aussp racke über d n Vorbehalt deS SenatS-AuSschusies für auswärtige Angelegenheiten zum Artikel 10 bei Friedensvertrages, wonach dem Kongreß daS Urteil darüber zufällt, ob die Vereinigte» Staaten verpflichtet sind, die Unabhängig! it und territoriale Unversehrtheit einer anderen, zum Völkerbund gehörenden Ration zu verbürgen, mit 48 gegen 36 Stimmen eS abgelehnt, diesen Vorbehalt durch rineu gemäßigteren zu ersetzen. Tie Anz icken deusin auf die schließliche Annahme des AusschußvorbehakteS gegen die Wünsche der Regierung hin.
Die Btrkthrssvkrre.
BerlSngerung der AerkehrSfperre?
Berlin, 11. Rod. Die Auffüllung der Kotzlen- «eferw der preußischen Etaatsbahn ist infolge deS Vorränge» der Lebensmitteltransporte bis jetzt noch nicht burchgeführt. AuS diesem Grunde ist auch ein Bekckluß de» SisenbahnminifieriumS über die Wiederaufnahme bei allgemeinen Personenverkehrs vom 16. ab noch nicht gefaßt worden.
» e
• --
wb. Berkin, 13. Rov. Gegenwärtig wirb ei»' ausreichende Kohlenbelieferung ber Druck- Papierfabriken vorbereitet, sowie die Behebung b« Bett h-?störnug für Druckpam Sendung«.
dB. Esse«, 11. Rov. $k Verkehrslage im Ruhr- revier hat sich seit Beginn der Persmrenverkehrssperre wesentlich gebessert. Die Fehlziffer in der Wagcn- gestellung ging von 9400 auf 3200 herunter, und gegen Schluß der Woche fehlten nur noch einige hundert Wagen täglich.
Nachdruck verboten.
Die $rk*»tnrm»
Original-Rowan von Paul Leonhard Et« mm
49) Fortsetzung.
Bor allem muß ihm nun volle Aufklärung werden, und danach sollen Sie sich ungestört widersetzen und aussprechen über die zweiundzwanzig Lckensjahre, die zwischen Ihnen liegen!
Wie sich alles noch für die Zubtuft entscheiden soll, wird eine weitere Erwägung sein. Jedenfalls bin ich überzeugt, daß er Eva als Tochter nnd Braut mit gleicher Webe begrüßen «ud feinen Segen $a ihrem Bund mit unserm Pflegesohn geben wird — so wie auch Sie eS nunmehr tun werden, und Eva kann ja nun erfahren, daß Sie von ihrer Verlobung wissen, und nichts weiter vordechand. Auch kann ich Ihnen die Beruhigung mitgeben, daß Evas Bräutigam bt alles das, was pruschen un8 beiden heute abend besprochen ist, zum großen Tell eingeweiht istz und er wünstA, daß Eva das Geheimnis von der Jugendliebe ihres Vaters nicht erfahren soll, bevor sie seine Frau geworben ist. Auf mein Anraten hin ist Bruno Krailling nicht zu Ihnen gekommen — ich wollte erst alle nötigen Wege ebnen. Er darf sich wohl der Mutter seiner Braut recht bald vorstellen?"
Diese mit einem wohlwollenden Lächeln begleitete Frage erwiderte Frau Anna mit einem dankbaren Blick und einem stummen, vielsagenden Kopfnicken.
Die Frauen empfaicken beide, daß fie sich heute Abend kaum noch etwas zu sagen hatten, eS mußte ja noch so mancherlei bedacht werden, sie würden nicht da» letzte Mal zusammen gesprochen haben.
Frau Therese geleitete selbst EvaS Mutter bis zum Garten, wo ste sich warmherzig die Hände zum Abschied reichten....
21. KapttA-
Eva hatte sich gleich nach dem Bescheid von Frau Therese nach Hause begeben. Sir saß aus dem Sopha in der Wohnstube, iu eine illuWküste ZeiHchvjt ver-
66. NKitche«, 11. Rov. Die Korrespondenz Hoffmann eiefbet, daß ber Bayrische Luft-Lloyd eine ständige 2«ftverbind»ng für Personen- wnb Postbesörde- rung oxf den Strecken München—Nürnberg —Leipzig— Berlin, München—Würzburg—Frankfurt a. M. und München—Wien l letztere nur für Personenverkehrs ins Leben rufen wird. Der Verkehr beginnt mit dem 12. November.
wb. Mainz, 11. Rov. Wie von zuständiger Stelle mitgetilt wird, wird im besetzten Gebiet von heute Mitternacht (zum 12. November) an die Einstellung deS PersonenzugSverkerS bis einschließlich 21. November, also 10 Tage lang, erfolgen. Die Schnellzüge nach Paris und Straßburg bleiben bestehen; wahrscheinlich auch ein SchnellzugSpaar auf der Strecke Köln-Ludwigshafen.
--*—-
Deutschs» Xslch.
— Die Erntevorschätzungen. Laut der „Statistischen Korrespondenz" wurden in Preußen nach den Vorschätzungen der Saatenstandsberichterstatter ausschließlich die Abtretungs- gebiete an Brotgetreide einschließlich der zu Nähr- mittlen dienenden Getreidearten wie Gerste, Hafer und Buchweizen im ganzen 10,54 Millionen Tonnen gegen 10,27 Millionen im Jahre 1918 geerntet. Bei den Hülsenfrüchten und den zugehörigen Mengen überwiegen die diesjährigen Er- ttäge jedoch ost sehr bedeutend die vorjährigen. Für Kartofffeln und die übrigen Hackfrüchte sind die geschätzten Mengen sämtlich geringer als im Vorjahre. Eie betragen 16,4 Millionen Tonnen gegen 18,7 Millionen im Vorjahre.
— Kardinal-Erzbischof Dr. v. Hartmann ist Dienstag nacht in Köln gestorben. Er stand im 68. Lebensjahr. Von 1905 bis 1911 war er bischöflicher Eeneralvikar in Münster und wurde 1911 Sifdjof in Münster. Im Jahr« 1918 wurde er Erzbischof von Köln. Seine Ernennung zum Kardinal erfolgte am 25. Mai 1914.
— Die Geldquellen des Spartakusbundes. Durch die im Roten Dollzugsrat und den anderen Zentralstellen der Kommunistischen Partei vorgefundenen Abrechnungsliften wurde beftättgt, daß die Moskauer Sowjetregierung seit November v. I. der Kommunistischen Partei Deutschlands ständige Zuwendungen gemacht bat und daß diese Zuwendung«» im einzelnen oft Beträge von einer halben Ms zu einer Million erreicht haben.
— Demokratie und Jugend. Der Pressedienst der Deutschen Volkspartei teilt mit: Die Studentengruppe der Demokratischen Partei in Rostock r5jte sich auf. Ter bisherige Vorsitzende trat zur Deutschen Volkspartei über. — In der Zeitschrift Empor" der demokratischen Jugendgrvppen des Landes Braunschweig vom 1. November 1919 wird über eine „erfreuliche Wendung in der Jugendbewegung" aus Jerxheim berichtet. Dott haben sich die demokratische Jugendgruppe und die Jugendgruppe der sozialdemokratischen Partei zu gemeinsamer Arbeit zusammengeschlossen.
—-*--
MmhUPK W* UMS-ßNM.
Marburg, 13. November.
*Wert- und Einschreibevakett tot1 e> bon morgen ab wieder zur Postbeflrberung angenommen. Damit sind alle durch die Sperre verursachten Vertehrsbeschränkungen im Postbett ib« beseitigt.
*Das Einkilopaket. We erinnerlich, hat die Naliona"Versammlung in diesem Herbst bei Beratung des neuen Postgebührrugcsetzes die Einführung M Eink-lopake<s zum 1. Januar 1920 verlangt. Der Einführung stand bis dahin entgegen der drohende (Ein- natzmeausfal! an Postgebühren, der sich aus Millionen bezif'ern wird, und ber Raummangel in den Bahn- posten. Ueber den ®«nahmev-rlnst muß die Post- v-rwaltung hiwregzu-amen s. cheu, zumal fie damit *,u rechnen hat, daß wenigstens- ein Teil dieses Verlustes mit der Zeit ausgeglichen werde i wird durch die Zunahme der bis ein Kilo schweren Sendungen wenn diese zu einer mäßigeren «Hebühr befördett wer den als der fetzigen. Der Raummauaek iu den Bahn
tieft, als der Kukuk eie jehute Stunde aus rief. Sie klappte daS Heft zu und besann sich einen Augenblick Die Mutter blieb ja lange aus. Tie geschäftliche Rück spräche konnte doch unmöglich so lange Zeft in An spruch nehmen. Da blitzte es plötzlich aus in ihren Augen, sie warf den Kopf in den Racken und halblaut lachend sagte sie vor sich hin: „Aber natur'ich — wie konnte ich auch nur einen Augenblick int Zweifel 'lein!" Frau Therese wußte ja Alles, nun wollte sic natürlich ihre Mutter näher kennen lernen und sie vorbereiten wie würde ihre ahnungs-ose Mutl-r erstaunt sein, in Verlegenheit geraten und im Stiften den Kopf über sie schütteln, daß fie ihr auch nicht eine Silbe verraten hatte!
6S war 10 Uhr vorbei, das Haus wurde zugeschlos sen, — da war es das Einfachste, der Mutter entgegen- zugehen, sie an der Haltestelle der «Äraßeubahn zu erwarten, — sie mußte doch nun bald kommen.
Rasch setzte sie ein einfaches Hütchen auf und schlüpfte in einen Regenmantel, nm in wenigen Minuten an der Straßenecke zu sein.
Auf ber Straße, in der fie wohnten, was es still und teer, nur das Rasseln der Straßenbahnen und Droschken drang von der Hauptstraße herüber, deren helle Laternen schmale Lichtspiralen auf den Stra ßendamm warfen. Gleich an der Eck» war die Halte stelle. Hinter ihr lag eine Destille, aus der man das laute Lachen der Kartenspieler vernahm, die ihre Trümpfe mit kräftigem Faustschlag auSspielten. Ta- Irschen Lang hin und wicker das Klappern und Klimpern der Deckelgläser, die der Budiker in halb schmutzigem Wasser einer Reinigung unterzog. — Bon weitem schon tönten die schriSen Glocken der heran nahenden Sttaßenbahnen, bei bereu Schall sich Era jckesmal ben Schienen näherte, um nach dem Lichte zu sehen, das „ihre Linie" erkennllich machte, mit der ihre Mutter kommen mußte. Sie konnte es kaum erwarten, bis sie kam, — sie würde es ihr ja gleich ansehen, ob fie es wußte oder nicht, — und bann, — was mürben sie sich dann Alles zu erzählen haben!
Der Zrigtt «j bei llhr^über dem Uhren! aden stand
posten ist aber jetzt schlimmer al» vor dem Kriege, da । brechen am Bolle. Die beste Gewähr »um Wiederau!
ungefähr die Hälfte der Eisenbahnzüge und damit auch
fsS bBT
nächsten Dienstag Nachm.. 5 Uhr statt.
sw» der
Sei
znr Wie
Beamten mitbrachte und erkundigten sich
sehr eingeheÄ
nach dem Erlmchnisfchem. Das wird teueres Hoh : /?,.
werden. ] r8.^
MSr.'n :
* War «HeS gestohlen wird.
sieht er seine Werke und bewundernd untergeben.'
Noch immer bietet die Natur das eigenartige Bild, de«
gestern.
ir
04
o.
zu Hanse sein.
Ach mein liebes Muttchen, nun
id!
Oben in der
nnb gezeigt, was ffe leisten könnten. Nachher es leider heißen müssen „Der Mohr kann gehen!" war die Prostitution anbelange, so könne man alten Staat ben Borwurf nicht ersparen, daß er
-t.
ire?
habe Und dem diese
„In Kind, — das wolle» wir." Sie waren am Hause angekommen
UT tri
Srr fn Lass jkütfthai ter neu
6c( aeten-itz 1 siündi stehende ßattnng taretirti
sielen. Cflilb V Ma««
* Der »weite Schneefall hat sich vorletzt Mkfwf'
Nacht eingestellt und in letzter Nacht und heute wieder Help te Unk
* Schöffengericht. Zwei Angellagtr, die befugter Weife einen Acker überschritten hatten und bei in Wortwechsel mit dem Eigentümer geraten wäre«, wurden zu je 10 Mk. Geldstrafe verurteilt. Der ißt- sitzer aber muß auch Strafe bezahlen, weil er nute
a»n ci
iw.:1
gefördert hätte. Alles dieses seien Ausgaben deS deutschen Mutterhauses. In seinen (netteren Ausführungen beleuchtete der Redner das Eheleben und »eigte an ber Hand von Beispielen, wie die Ehe vielfach nicht bas ist, was sie sein soll und sein muß, sondern wie sie »um Problem wurde. Die immer zunehmenden Ehescheidungen leien die Folgen. Die Geldheiraten seien ebenso wie die Brvtektionsheiraten, unter denen wir alte zu leiden gehabt, als ein ttaurigeS Kapitel zu bezeichnen. Die täglich« Not, die Hnngettöhne im heiratsfähigen Alter,, die Abneigung der Hausbesitzer gegen kinderreiche Familien, alle diese Umstände hätten den Kurswett ber Ehe henmtergebracht. In seinen Schlnxd.trachtungen über ben Begriff der freien Liebe bezeichnet- -r diese, unter eingehender Begründung seiner Ansicht, als ein Ber-
• Polizeiliches. ES treibt sich seit etwa - Tagen ein Wohnungssilmstndler hier und in der Uttt, i gebring umher, der gur gekleidet ist und sich als $ns genienr der Ersenbahiwerwaltu»g ausgibt nnd unter verschiedenen Ramen, z. B. Reinhardt. Er ninrnt:, sobald ihm eine Wohnung vermietet worden, ist, von b?a'' [ Vermietern Darlehen auf und verspricht Selens mittel und Kohlen zu beschaffen. Sachdienliche langen werden von der Polizei erbeten. — Es wird darauf hingewiesen, daß nach den bestehenden Verordnungen über Heilig Haltung der Sonn- uud Festtage vo« Sonntag, den 16. d. Mts. bis rrnichl. Smnttag, den 23. d. Mts. weder effentlitbe noch private Tanzinnsiken <fc_- ähnliche Lustbarkeiten veranstaltet werden dürfen, herunter fallen auch alle diejenigen Konzerte, die nicht ein^i
suchte sich ein hiesiger Eiirwohuer in ben Besitz des nötig« Brennmaterials zu bringen. @r ging mit Art nnb Sä# in ben Wald, schlug einige Bänme um und ließ sie sich von einem Fuhrmann nach Hanfe fahren. Als er gerät Betin Zerkleinern be8 Holzes war, erschien ein Bettreia , ber Forstverwaktung, ber sich auch zu gleich einen Polizei- '
\ Beste
sende W
!ich 6eg:
»n
Sind
«dei d
kaub wie dies gewöhnlich ber Fall ist.
rh««to», ÄHjtrtf, «e,MMml»MGks n|*.
* Etabttheater. Am Donnerstag ,ben 20. wicki Me durch die Eisenbahnsperre ausgefallene AusiührmiS ■ bet Echeguratz'schen Dramas „Galeotto" nachgehoLtz Der Vorverkauf in ber Elwettflchen Nniv.-Buchhanbln bat begonnen.
* Di« Lichtspiele, Bahnhofstraße, schreiben: vielsettigen Wünschen gerecht »n Wecken, bleibt nach de, großen Erfolgen ber letzte» Lage ber große Oswald fist „Die letzten Menschen" auch heute nnb morgen noch a de« Spielplan. Infolge der Sttomeinschränkung fi von heute ab nur noch eine Vorstellung täglich von 811 abends statt.
* Die Kammerlichtspiele, von dem Best den geleitet, stets das Beste zu bieten, haben, wie I «ns schreiben, wieder einen großen Film ertourtat nach ben berühmten Romanerzählmtgen „Casanova". Held vieler Liebesabenteuer ist ber keichHertige, uübestä dige, ewig sie bedürftige Mtter. Die feenhafte Ausst-ck« tung und lebenswahren Sckilbernngeu stempeln den Fi »u einem Ereignis ber Kinematographie. Jugend ü haben keinen Zutritt.
* Das Zentral-Theater bringt ab uächs Sanrstag ben »Weiten Mlm bei Harry Piel-Serie, Be>
der Postzüge ausgefallen ist. Trotzdem sirck die Vorbereitungen ptr Einführung des Einkilopakets im Gange, und ma nerwägt jetzt die Maßnahmen, die notwendig wären, wenn dar Einkilopaktt etwa in ber Form bes Feldpostpäckchens eingefühtt würde, bas alleckings nur */, Kilo Gewicht hatte. ®ne solche Form müßte ber VerkehrSwett lieber fein, als wenn daS Einkilopaket ein wirkliches Paket bliebe, sich von ben übrigen Postpaketen also nur durch eine geringere Taxe unterschiede. Zur Feststellung der ®nzelheiten waren Fachleute für die erste Novemberhälfte nach Berlin einberufen, desgleichen bet bisherige Verkehrs- betrat ber Reichspostverwaltnng, ber aus Vertretern aller BerussstSnbe besteht. Infolge bet BerkehrSsperre mußten biefe Beratungen wieder um Wochen hinaus- geschoben wecken. Trotzdem hält die Poßverwaltung au dem Plane fest, die Sache bi» zu dem von ber Nationalversammlung gewünschten Zeitpunkt« spruchreif zu machen.
*Für bi« Zeichnung auf die Epar- Prämienanleiheiu ber Zett vom 10. Nov«nbet bis 3. Dezember b. IS- ist auch die hiesige staatlich« K r« iS lass« Haspelstraße 8, zuständig.
—r. Der BortragSabeuß moderner Dichtungen durch Werner v. Bl umeuthal im Hörsaal 25 der Universität war für die zahlreichen Zuhörer ein Genuß. Fern von allem Dadaismus und anderem Lallen der modernsten Zett baute ber Künstler vor unS eine Well auf, bie Lebensfreude uud sieghafter Wille durchströmte. Am besten lagen ihm die Dichtungen von EäLfar Flaischlen und Herbert Eulenberg. Hier konnten sich seine sprachlichen Mittel voll entfalten uqjd bie Seelenregungen im Menschen trefflich wiedergeben, während er unS iu den Kriegsgedichten vou Lersch und in Winkler» .Lusitanio-Ballade" nicht ganz zu überzeuge« vermochte. Btelleicht lag eS auch daran, daß er bei diesen Dichtungen zu stark von seinem Texte abhängig war. In den Szenen au» Walter von Molo» Roman „FridericuS"" gab «n» der Künstler eine feinsinnige Eharakterstndie des großen PrenßenkönigS, in dem der Mensch und Philosoph sich gegen de» Herrn auflegt. Daß bie geplante» Dichtungen banmS fortfielen, mag dem Erfolg de» genußreichen Abends nur zum Borteil gereicht haben.
* Freie Liebe «der Ehe? Bor weitaus dreimal so viel Besuchsra n* im Juni wiederholte gestern abend Dr. Mattin Olpe bt den Stoibtsölen feinen Vortrag über „Freie Liebe oder Ehe?" Seine nahezu zweistündigen, oft een Beifall unterbrochenen Ausführungen leitete ber Redner mit einet allgemeinen Betrachtung über die Frauenfwge und bie neuen seit Jahren erstrebten Rechte ber Frauen ein. Sie beständen nicht darin, mm möglichst viel Parteipolisik zu treiben, sonder» Wittlich Brauchbares für die Franenwell und dadurch für die Zukunft unseres so schwer geprüften Volle- »u schassen. MS erstrebenswett bezeichnete er de» Erlaß eine« sog. Mutterschutzgesetzes, die Glrichwertung der Fvauenarbett mit der Männevarbett, bie Bekämpfung der Prostitution «nb ging dann in längeren, ausführlichen Darlegungen auf biefe Ein-elfragen ein. WaS wir so notwendig brauchten, sei das Heraiuaachse» eines starken gesunden Geschlechts und dies müsse dadurch geföckett werde», daß die Frauen, besonders diejenigen die sich ihre» LebenLunterhatt erwerben oder dabei mithelsen, längere Zett vor und »ach der Entbindung Ruhe haben. I» den 4*2,/ Jahren des Kriege- hätten die Frauen Deutschlands Handel und Wandel mit Über Soffer gehalten
auf beinahe */2l 1, eben war der zweite Wagen mit dem grünen Licht angekommen, jedoch ihre Mutter war nicht ansgestiegen. Eva wurde unruhig, ging ein Stück die Straße hinunter und sah immer nach ben Fenstern der vorüb-rfahrenden Wagen. Plötzlich redete eine Tiimme hinter ihr sie an: „Kind, Eva, wo willst Du denn hin?" Erschrocken drehte sie sich um, — ihre Mutter stand vor ihr. „Ach Du, Slutter!" sagte sie noch etwas verwirrt, „ich habe schon seit einer halben Stunde gewartet an der Haltestelle, — Du hast doch keinen Hausschlüssel."
„Es ist mir spät geworden, Kind, ich wollte noch einen Augenblick frische Luft genießen und stieg deshalb vocher aus."
Das unerwartete Znsammeuiressen hatte beide etwas besangen gemacht.
Eva hanIte sich in den Arm ihrer Mutter, beugte den Kopf etwas vor, als tooUe sie ihr unter den Hut sehen: „Ann, Muttchen, nun erzähle elnvial!" — Frau Anna lächelte und streichelte mit der freie» rechten Hand Cva über die Wang«: „Du bist mir ja ein ganz ungetreuer Schelm! — Mer wir wollen erst
Wohnstube fi-j ihrer Mutier um den Hals, und still, ü'.it nassen Äugen, hielten sich Mlttier und Tochter lange umschsilngen.
Balo summte Vic Kasfeemaschine auf dem Tische, Hand in Harck saß--n Eoa unb ihre Mnttec bei einander.
Obwohl Fran An:ra am tiebsten bald, mit sich alleine gewesen wäre, jo d:-:ste jic 6*$ Eva »ich:
weiß ich schon Astes, — bist Du mir böse, Tante Therese hat Dir wohl —"
„Gewiß hat sie," fiel Frau Anna ein. „Das ist tint Perle von einer Dame, aber ich glaube, Du hast mir mehr zu erzählen, tote ich Dir."
„Also, Muttchen, während Du es Dir beanem machst, Iv.ht ich schnell einen feinen Erira Kaffee nnb dann erzählen wir uns — ja?"
künstlerischen Charakter haben. Am Bußtag sind a-ig . Theatervorstellwigen und fonfttge Vorführungen, tu,1" runter fallen bie Vorführungen in den Kino?, verbot-,.!
sagen, sie könnte bann doch vielleicht Vermuten, i auch weniger angenehme Dinge als ihr Verlöbnis nch Kraitling zur Drache gekommen feien — fie niutztz aushalten.
„Ja, mein Kind, weiter haben wir noch niÄß besprochen", fuhr Frau Anna i» ihrem Gespräch ji»i „Dein Bräutigam wird mich j» nun besuchen, uni Herrn Fischers Schwester wirb es ihrem Bruder bck bringen--aber sie hat bie besten Hoffnungen, b4
er Dich auch als Braut sreundtich aufuimmt. :
Bäume nnb Sträucher behalte» in diesem Jahre a»> scheinend länger ihr in alten Farben schillerndes Herbst- .
nun erzähle mir einmal vor allen Dingen — von Anfang an — ich kann das alles immer rts# nicht glauben unb fassen — es kommt mir wie t« Traum vor!" i
„Ach, Muttchen, mir auch, in bet Nacht n-M dem Vergnügen habe ich ja faum geschlafen, — W wnud 're mich ja selbst, wie ich es fertig gebrach'. M Dir zu verberge». — Unb doch ist es besser geweseu, 2g hast es auf andere Weise erfahre», — sonst hättM Du vielleicht gedacht, die Sache stt nicht etifi »W Brunos Werbung nur ein AuSbrnch mementaner 2cW denschaft und Verliebtheit gewesen, de» er nachher bM reu: hätte." i
.La, Stilb, vielleicht dachtest Du darin nicht N| ganz unrecht — aber nun ergäbe mir!" j
Eva vergaß nichts. Biö in bie kleinste» EinM heilen hinein berichtete fie der Mutter, wie Krallte als sie noch nicht lange angestellt war, schon eil mal eine Art Anlauf geuommru, sie dann im Znxft gtivefcn fei, sich Hunderte Mal? geschworen habe, Gefühle zu bemeiftern, von dem Aofthied vor ber 3ic5' von dem Zusammentreffen mit Barrels, von iht Seelengualen nnb Hoffnungen bis zu jenem Abend El , Michels Jubüäum, wo er sie »»eher so gequält h«t bi-: zu dem Moment, wo sie seine Braut geword war.
(Fortfttzuug ftißU
feu in Höhe von 100 und 50 Mk. bedacht. Jnippc
* Holz. Man teilt uns mit: Ans recht einfache 'M*
fugt eine Schußwaffe iu Besitz hatt^ — Ferner wur-
ben zwei weitere Angeklagte, die sich -gegen die Vich m Die handelsbestimmungen vergangen hatten, mit Gelüstrr.^
Bei der zunehmenden Gefahr der Tubettulose und ftiger Krankheiten sei vorherige ärztliche Untersuchs cm Platze. Daneben sei für gutes Auskommen und S gesund« Wohnungen zu sorgen. Gegenseitiges Vers!?^ und gegenseittge Mitarbeit bedinge das Glück der Faw.W In diesem Sinne bewegten sich die Aussühruncicn, teL wir ja schon gelegentlich des ersten Bottrages kurz foxt dergaben. ’ k"r
* Ein Nachruf. In aller Stille wurde
vormittag die in weiten Kreisen der Stadt bekannte „ch . geachtete Hebamme Kath. Bremer zur letzten Ri,h» ® *
gebracht. Ueber 40 Jahre hat die Verblichene in tuifct* Stadt gewirkt, fie war auch mit der goldenen
dienstbrosche ausgezeichnet. Wegen ihres hohen Aü«j konnte sie sich in ben letzten Jahren ihrem Beruf uichj mehr widmen.
• Eine Stadtverord neteusitzung
sie» Rackm. 5 llfir flnft. * c,
stsvd d>
es nun mit Deiner Stellung wirb, das hängt ben Erwägungen bes Herrn Fischer und Deines ttgams ab, darin mußt Du Dich eben fügen. Abck
... Einem Ei» Lügcü
wohnet in Elliehausen würbe im nächtliche» Duster v» unbefugten Hänben bet Abort «utsgetraseu. ~