BetiÄ
SttihüN
Tageszeitung für (das früher knrhsssische) Oberhesfen
BB!
Der «nzeigenprri, beträgt fSr >te Sgel» Zette 80 4 h. SO*f, Teumtnqlrittol- e i - 45 amtlich« u. •*»e«rtiqe 55 *, «eklamezeile 1.50.4. Jever Rabatt gilt
1919
ns
Er ist bezeichnend,
nz an.
rhti
W packen. ES kommt so, tou cs bvranSzusetzei'. imi:
fit eie »irlmejk t bcftt kfit $e ft Kep
s All«, dich die hinan» l gegen ir ihres a gegen.
a. D. vom
Teile
tariutf er Ml» th ein» e gege, e MW rlen sn rridbten, ibente» r beim twTrafr
«tagen völlig ausgeschlossen. Man sucht als» hier den
-Lebensnerv unseres Schisfsbaues und unseres
rfnnbe ländntz,
fernen# fteHüB.
In der Sitzung vom 12. November würbe in die Vernehmung des Staatssekretärs Dr. Helfserich eingetreten. Zunächst tverden Vorsitzenden und Berichterstatter Aktenstücke und
m kti» kommen, tlgerne? tätsrich. tifk sich Mltldfni
einer Rede des Zeugen verlesen, die dieser am 31. Januar 1917 im Hauvtausschnß des Reichstages gehalten hat und in der Dr. Helfserich den Standpunkt vertrat, baß jetzt der geeignete Moment zum Beginn des unbeschränk- ten U-Bootkrieges gekommen sei.
Dr. Helfserich: Hinter diesem Ausschuß steht der StaatSgerichtshof. Es ist damit zu rechnen, daß gegen gewisse Personen ent Verfahren anhängig gemacht wird. Welche Personen als Angeklagte in Frage kommen, darüber besteht nach den bisherigen Erfahrungen und nach der Tendenz der Frage» einzellierMit- glieber des Ausschüsse» kein Zweifel. Sicherlich sind es nicht Mitglieder der rotzigen Regierung, sondern Mitglieder der früheren kaiserlichen Regierung. Diese sind also gewissermaßen in der Lage, später als Beschuldigte zu erscheinen, auf Grund eines Ermittelun-sdersaörens, in betn sie jetzt gegen sich selbst unter Lid vernommen '-»erden. Trotzdem habe ich den Eid geleistet und werde aus Grund dieses Eides die reine Wahrheit sagen.
Bors. Warmuth: Vorn juristisch«« StL«dp«-cktc
Leounq
EBirfunj
HtmuS mit den KriesiSqefnnqenen!
wb. Berlin, 11. Nov. In den Riesensälen der Berliner Börse fand heute abend die erste große Versammlung der Reichsvereinigunq ehemaliger Kveg'ge. fangener unter ungeheuerer Beteiligung statt. Freiherr ». Lersner schUderte die schrecklichen Leiden der deutsche« Kriegsgefangenen, und ost unterbrachen Schluchze» der Frauen und Mütter und Zornrufe und Ver- wünfchurrgen der Männer gegen (£16memeait, den alleinige» Urheber und Verlängerer dieses Elends seine Worte. Die unerschütterliche Einigkeit aller Volksgenossen ohne Ansehen der Partei müsse dahin führen, daß noch in diesem Jahre Frankreich unsere Gefangenen ^rausgebe. Es wurde schließlich eine -Entschließung angenommen, di« au die deutsch« Heimat appelliert, für seine schmachtenden Brüder einzutreten.
«I« «arrabatt. — Bei Auskunft durch die 6e|*eHffle0« u. Vermittlung »er «Hgeb.te 35 4 SnnbergebShr. — Postscheckkoato: Skr. 5015 Amt Frankfurt a. M.
e, läge
Di« Auslieferung v»n ittt Deutschen verlangt.
Wb. Versailles, 11. Nov. Wie „Liberts" mitteilt, verlangt Frankreich die Auslieferung von 6000 Deutschen auf Grund de» Artikel» 223 bei Friedensvertrages.
jmidiz sind. Oh-re Schwimnüwcks, ohne Schlepper und chne Baggerschiffe ist eine Aufrechterhaltung unserer Wersthctn:üe und eine Instandhaltung unserer Hafeu-
Die Reichszeniralstell« für Krieg»- und Zivilge- sangene teilt mit: Der Dampfer „Lothar Bohlen", bet nach den Azoren gefahren Ivar, um alle dort internierten Deutschen abzuholen, traf mit einem Transport von 606 Männern, 28 Frauen und 24 Kindern in Hamburg «in. Unter dem Transport befinden sich auch Deutsch«, die in Lissabon an Bord genommen wurden.
Die Äumnn der'baltijchen Gebiete.
Berlin, 12. Noo. Der Abtransport der deutschen Truppen aus dem Baltikum, soweit sie ich zur Rückkehr bereit erklärt haben, ist beendet. Ter letzte Zug mit Truppen hat Schänken verlassen und dürfte heute abend die deutsche Grenze erreichen. Das Generalkommando des 6. Referrekorps befindet sich in Tilsit. Es verbleibt noch im Baltikum eine Abteilung Eisenbahner, die Eifenbahnimrterial z» übergeben hat, und zu ihrem Schutz ein PanzerzuH. Zu dem ileberrritt des Detachements Roßbach nach dem Baltikmn ist zu bemerke», daß die Mannschaft gegen den Wilken der Offnere di« Grenz« iiber- chritten hat. Da bte unsicher» Haltuug des Deia>h«nents bekannt rssr, so tuet es bereits von Kulmsee nach Marienwe-d« verlegt worden, aber während des Transporte« find die Truppen bei Nacht und Nebel entwiche«. In Kraftwagen nach- eilende« Ofsiziecey gel«N4 es nicht, sie $wr Rückkehr jtt bewege«.
j Grgelichtr bG langersehnten Fri«L«n»:nstauber wer- 'i kn wir um den Frieden von neuem käarpfen .aussen.
Marburg
Donnerstag, 13. November
SrenBIMf LMeMmiiiW
Sitzung vom 11. November.
NrKsident Seinert eröffnet die Sitzung um 12V*llhr. Bei der Beantwottung kleiner Anfragen teilt bie Regierung mit, daß gegen die zum Zwecke der HSchstvreÜ- überschreitnng ßattfinbenben schwindelhaften Verkaufe von Speise- als Saatlartofftln Maßnahmen geplant seien, über die das Reichswirtschaftsmimsterium die Entscheid«»' hab«.
Die zweit« Beratung des BerghauShaltS wirb fortgesetzt-
Abg. Ludwig (Unabh): Wenn die Regierung fikr die Bergarbeiter solche Aufwendungen gemacht hätte toi« für die Reichswehr und die Truppen im Baltikum, dann hätte der gegenwärtigen Kohlermot beizeiten gesteuert iwerben können.
Abg. Tegeder (D.Bpt): Es fehlt unS an einer einheitlichen starken Regierung. DerGeiß der Revolution tragt di« Hauptschuld a» der mangelhaften Kohlenförderung. Wenn wir setzt z» sozialisieren anfingen, da wäre der vollständige wirtlckafb- siche Zusammenbruch bald da. Das einzige Mittck aus der Kohlennot herauSzukommen ist mehr Arbeit. Natürlich müssen die Ueberschichten besonders bezahlt werden. Dringend notwendig ist die Erhöhung der Knappschaftsinvalidenrenten. Einer Verstaatlichung der Bergwerke können wir das Wort nicht reden.
Abg. Brandt (Soz.): Im Eisenbahnbetrieb werden schwere Wagen vielfach nicht in die Förderungsgebietr, wo sie dringend gebraucht werden, sondern anderswohin geleitet, wo keine Verwendung für sie vorliegt. Solch« Vorfälle sind entweder ans die Unfähigkeit der beteiligten Beamten oder auf die Sabotage solcher Beamten rnrückinfübren, die noch dem alten Regime anbängen.
Abg. Dr. Freu Hel (Dem.): Der Bergbau ist doch schließlich nicht der Bergarbeiter wegen da, sondern er soll allen Volksgenossen dienen. (Sehr richtig.) Alles kommt da ruf an, daß unser Bergbau wieder ettragsfähig wird und nicht in die Hände der Engländer oder anderer Ausländer fällt. Unsere Kohlenförderung i'jirb in diesem Jahre 120 Millionen Tonnen nicht über« steigen. Davon gehen 50 Millionen an die Entente. Da verbleiben bann noch 70 Millionen Tonnen. Das find 100 Millionen Tonnen weniger, als wir im ^rieben hatten. (Hört, hört.) Wie sollen wir unseren Friedens- Verpflichtungen nachkommen, wenn wir nicht die notwendigen Kohlen für unsere Industrie haben?
Mittwoch 12 Uhr: 3. Lesung der Provinzialverbands- gesetzt, Steuerveranlagungsgesetz.
aus hat unsere Lag« hier gewiß etwas Anormales«» sich. Wir sind aber durch die Verfassung gebunden.
Ref. Dr. Sinz Heimer: Ihnen ist das Recht wM bekannt, über die Dinge nichts auszusagen, von bene» Sie eventuell erwarten könnten, daß sie Ihnen zu eine« rechtlichen Nachteil gereichen lönnte-i. Mir ist nicht bekannt, baß ber Untersuchungsausschuß Fragen gefltÄ hätte, bie sich von ben von bem Zeugen erwähnten <8e« sichtspunkten hätten leiten lassen.
Dr. Helfferich: ES genügt mir, meine Erklärung zu Protokoll gegeben z» haben. Wenn behauptet werde» sollte, daß meine Stellung zum U-Boo!krieg vom 9. November 1916 von der vom 31. Januar 1917 sich unterschieden habe, so betone ich, daß meine Stellungnahme natürlich ans dem gesamten Komplex der Tatsachen beruhte, auf ber Entfchließung ber KriegZleitnng, auf der ablehnenden Anllvort der Entente auf die Friedensnote WilsouS und auf der Senatsobtschaft Wilsons vom 21. Januar. Niemals haben mich andere als vaterländische Gesichtspunkte bei meiner Stellungnahme geleitet.
VMkM W Fnedkii.
Für bas Inkrafttreten beZ FriedenSzustandeS find fest der Ratifikation des Vertrages durch drei gegneri- fche Hauptmächte alle Vorrbesingturgen geschaffen, krotzdein weigern sich die Westm ächte den FriedenS- prstand auch wirklich eintreten zu lassen. Vielmehr haben sie uns als Friedensboten ihrer Art eine neue Erpressernste zugestellt, die eine Reihe von an« Mich rückständigen Forderungen des W>rsteilstill- siandsvettrages anfzählt ir.ib strafweise Bezahlung verlangt. Es handelt sich um einen brutalen Akt der 8ewalk, uni Forderungen, bie auf eine räuberische Schädigung unitn^ Natioualvermögens und unserer K-lk-tznrtschast ^nauslsufen. Besonders grell tritt liefe Absicht in dem Griff zutage, mit bem bte Gegner anstelle ber in Scapa Flow versenkten Kriegsschiffe kn ResH-stand unserer Flotte und alle die Gegen-
Set ll-MMz.
Sitzung des klntersuchnilOrausschusse; vom 11. November.
Im weiteren Verlauf der Sitzung bezeichnete Staatssekretär v. Eapelle eS als unrichtig, daß er immer nur auf Veranlassung be$ Reichskanzlers oder der Obersten Heeresleitung U-Boot-Bestellungen gemacht habe. Auch Ludendorff habe im Rahmen der gesamten Rüstungsindustrie eine Steigerung des U-Bootbaues als nicht mehr mögLch bezeichnet. Von Abg. Spahn nach seiner persönlichen Auffassung über den U-Bootkrieg befragt, erklärte v. Capelle: Als ich Staatssekretär geworden war, beurteilte ich unsere Kriegslage noch verhältnismäßig günstig. Ich war daher mit der vom Kaiser getroffenen Entscheidung einer Vertagung des U-BootkriegeS einverstanden. Inzwischen bekam ich mehr und mehr Einblick iu die Kriegslage. Um die Jahreswende 1916/17 war ich derselben Ansicht tote die Oberste Heeresleitung und der Reichskanzler, nämlich ,daß unsere Lage sehr ernst war. Es blieb uns nichts anderes übrig, als da» letzte Kriegsmittel eiuzusehen, um uns vor dem Untergang zu retten. Dieser Auffassung neigte ich umsomehr zu, als mtS k«r rücksichtslose U-Bootkrieg zum mindesten sehr große Chancen bot, den Krieg noch günstig zu beenden. Von einer 9Heberjtoingung Englands ist niemals die Rede gewesen, wohl aber davon ,daß der Erfolg genügend war, um England zu einem brauchbaren Frieden geneigt jtt machen. Ich habe stets davor gewarnt, von einer Aushungerung Englands zu sprechen. Er handelte sich nur darum, England friedensbereit zu machen. Mir ist bann der Borwurf gemacht worden, ich hätte wohl die Zahl der fertigen U-Boote mit 166 be- nanirt, aver verschwiegen ,d«ß davon nur eine geringe in Set sei. Die Ansicht, als ob mit ber steigenden der U-Boste at-.ch bie Zahl derjenigen steige, die in See jt:id, iß grnntzverkehrt. Bon aurschlaggebender Bedeutung ist nut die BerseukungSzifstr. Wir lmb:n un5 ses'grlegt auf 600 000 Tonnen Versenlltugen und erzielten für ben Februar 750000 Tonnen und in den nächsten Monaten durchschnittlich 900 000 Tonne». Wie kann «ran da behaupten, ich hätte ben Reichstag getäuscht.
Im weiteren SttzungSverlauf wies Konteradmiral B r tt n inghau? die Beschnldigitng Dr. Struve- zurück, beut Ntich-kanjlec falsche Angaben hinsichtlich der im Bai! besindliihen Boote gemacht zu haben Wenn er die Auskunft gegebeu habe, daß 479 U-Boote im Bat- stien, so bade dies durchaus den Tatsachen entsprochen.. Das JnbaugeLeu sei ein fctminu» tcchnicuS und gleichbe- bentrnd mit Jnbestellunggeb«!. Kapitän Bartenbach beuittfte, daß Bei Beginn d.s unbeschränkten U-Boot- krirges im Februar 1917 es sich für die Marine nicht um einen vollkommen neuen Kriczsabschnitt gehandelt Babe, sondern um die Ausführung des Plane», dem Wirtschaftsleben England» eineg gehörigen Aderlaß zu- rufüpen. Dir neu miSstibcendeu U-Bootr hätten sich buitf) nichts von den früheren unterschieden ;sie batten nur andere Berhaltuirgs^'olschrifken an Bord gehabt. Beim Ausksufen ber ersten Schisse im Januar und Februar hätten überdies außerordentlich schwierige Eisverhält- nisse in der Nordsee geherrscht.
Konteradmiral Brünninghaus wen'oet sich gegen einzelne Bemerkungen des Abg. Struve und erklärt, er habe sich nicht in hoch- und landesverräterischer Weise Material zutragen lassen, sondern das Material ans Kreisen erhalten, die einwandfrei sind.
Aba. Dr. Struve: Ich weise den tütgefieitren Vorwurf, daß mir in lande»- und hochverräterischer Weise Material zugetragen worden sei, mit aller Entschiedenheit zurück.
Konteradmiral Brünninghaus: Ich habe nur festgestellt, daß die Informationen chie Abg. Dr. Struve während des Krieges bekommen hat, die allergeheim- stenGeheimniffeder Marine betreffen und nur von Leuten überbracht werden konnten ,die meines Erachtens Landesverrat getrieben haben.
Dcutich-Otsterrekch.
wb. Wie», 11. Nov. Wie der „Morgen" von unter» tichteter Sette erfährt, wurde ber Antrag der baherifäe» Regierung, ben Kommunisten Levien auszuliestrn, do» ber Regierung abschlägig Beto leben Levien werde aber nicht in Freiheit gesetzt, sondern in Karlstein bei Wald- Hofen interniert.
Den Blättern zufolge sieht sich das VolksernäbrnngS. amt gezwungen, dir bisher gewährten Zubußen an Mebl- produkttu für Kind-cr unter zwei Jahren vollständig e i n z u st c l l e n.
Der Stadtrat beschloß gestern die Umbenennung vo» 62 Straßen und 12 Brücken Wiens, um hierdurch die Erinnerung an bk Zeit vor dem Umsturz ausziillschen.
--»_—
Nimm.
Budap «st, 13. Noo. Auf Befehl des ramL» rischen Vefehl-Labels haben, den Weisungen der Westmächte uachkommend, die rumänischen Truppen ««nmchr Budapest geräumt und befinden sich auf dem Rückzug gegen die Theiß. Der Abzug der Rumänen wird üderaL mit großer Freud« k»
«S wird ttnftren Feinden damit stets der Anlafi ge- Kben sein, nnS, so oft sie rS wvlleu, an der Kehre
karbu^ zu packen versuchen, die zum Schiffbau und zur Assrechttrhottung unsere» Se-v-rk-hrS unbedingt not-
Nußla»d.
Des MLperf»§g Fudrnit-Hs.
Stockholm, 11. Nov. Judenitsch versnckK In verzweifelten Gegen stütz en den Ri-ckzvg feiner Truppe« gegen bie scharf nachdräng?nden Sowftt- truppen decken. Di« Sowjetknoallerie hat Ldow genamtrwn und drängt nordwärts gegen Nsrwa vor, so baf| Judenitsch nichts anderes übrig bleiben wird, als fein« Truppen hinter die Narwa-Linie auf estnisches Gebiet zatrückzunehmen. Wie verlautet, hat Jtidenitjch mehr als die Hälfte seiner Mannsthsften rerlsren. In estnischen ' Militär- kreifen hält man eine Miederaufnahmr bei Oxera- ti«;>«n gegen Petersburg noch vor dem Winter für ausgeschlossen ohne ein Eingrisen der estnischen Truppen.
Ei» lunerikaaifcher #er|d.(cg «n Tr»tzki.
, tob. Rotterdam, 11. Nov. Der Berichterstatter der „Times" berichtet ans Hrlfingfors. es Verlaute, Amerika habe d.n Vorschlag gemacht, Trotzki zu fragen, ob er jetzt, wo die Gefahr für Petersburg Vorbei sei, bereit sei, bei der Einberufung der in »oller Freiheit gewählten Nationalversammlung, di« über die Regierungs- form Rußlands Beschluß fassen solle, mitzuwirken.
S#r5erei*nn8 5er Räumung Moskaus.
wb. Sctfingfors, 11. Nov. Wie aus Jekaterinburg gemeldet wird, sind dort eine Anzahl bolschewistische Kommissare eingetroffen. die die tlebersiedelung der Zentralleitung oon Moskau noch Jekaterinburg für den Fall vorbereiten, daß Moskau durch Denikin unmittelbar bedroht werd«.
Weiterer Rückzug der Truppen BermontS.
, wb. HelsingforS. 11. Nov." Nach einer Meldung aus Riga haben bie Letten den Aafluß unter dem Schutz der Flotte der Verbünde'en bei Pinkenhof über- chritien. Tie russischen Truppen gingen unter Zurücklassung von Gefangenen und Maschiitengewehren zurück. Die Friedensxerhandlu»8<» mit de« Randstaaten.
wb. Helsingfors, 12. Nov. Die Friedens- Verhandlungen zwischen Räts-Rutzland und den Randstaaten beginnen am 15. November.
Die „Oberhessische Zeitung" erlcheint fecharnal »öchentlich. — Der In QlrK Eezugrpreir betraut monatlich 1.60 X. frei in» Haus; durch bte Post Jt»- 1.75 ». ebne Lestestgelb — Verleg een Dr. €. Httzerotb. — Druck bet
Uni» - Suchst, von Jo h. Ang. Koch. Markt 21/23. — FernGrechot 55.
Kämmt Dkrstrischeu Handels zu treffen. ES ist bezeichnend, ovünen Wes«machte am Tor des Friedens noch ein» 9398 Dolch ziehen, um bem wehrlose» Feind einen H «wen Glich zu versetzen. '
(fine Besprechung in Tilsit.
wb. Tilsit, 12. Rov. Zu einer Besprechung der interalliierten Kommission für da» Baltikum wurden der Stabschef der russischen Westarmee und die Führer selbständiger Abteilungen nach Tilsit eingeladem Die Russen erhalten frei« Geleit.
-i Ütsfere W.rsianlageir in bem Umfanze aus, wie ange- iwht- f» werden wir niemals den im Fr-edenSvrrtrag atifches Mord-rten Neubau von Schiffen leisten könne», und
Die Unabhängigen gegen den Bntztag.
Berlin, 13. Nov. Die Unabhängigen brachten in der Preutzischen Landesversammlung einen Antrag ein, den Bußtag als gesetzlichen Feiertag aufzuheben und dafür den 9. November als gesetzlichen Feiertag zu erklären. -—_
--*—-
Bi» wäre der Vertrag von Versailles nie Drfchlvssen. Und immer wieder wirb sich dieser Rsmpf erneuern, sobald eS die Westmächte gelüstet, Mts ihre Gewalt fühlen zu lassen. Eine Schraube ohne Jedermann in Teutschland muß fühlen, um es sich handelt. Lassen wir bte Gegner den wichtungSschlag gegen unsere Werften und gegen re Hasenanlagen führen, so ist es mit der Mögest unserer Wiedergesundung anS eigener Krast Tausend und abertausend Skater werden iss sein. Mrr da? ist mti der Stnfang. Den» n Leulsch-'atld keine Schiffe mehr bauen, wen» es Dine Pafenanlagen nicht instandhalten kann, so er- 1 Acht auch der letzte Hossuurrgsstrahl, der aus dem ; Kinkel unserer Tage noch in eine neue Zeit wellwirt- MMiiichen Aufschwunges hinüberleuchtet. Deutschlands ^kchhifsahrt, die einst eine Wurzel unserer Kraft war, &U dann nichl wieder erstehen. Der Blockierung un- Häfen im Kriege folgt im Frieden die Verödung MlereS Zugangs zum Welthandel und die Lähmung ^Sirrer Schiffsbo.uwerften. Unser wirtschastlichcr Nie *kört:ch muß sich dann vollenden und alle Hosfnung Vmden, daß wir uns wieder emporarbeitetl können.
Aas wird die Regienrng gegen bie Erpressernotc De wird sich mit aller Deutlichkeit und aller ^udringtichteit die Frage vorlegen müssen, ob sie mit *?retn bisherigen Verfahren kraftloser Nachgiebigkeit ^kfierkommen kann. Aus jeden Schritt, den sic zuräck- *«cht, folgt unerbittlich ein neuer Dntck. Sollte die Gierung bie letzte Note der Westmächte schlucken, so sie binnen kurzem vor der Folgerung stehen, eine ^»<chl deutscher Volksgenossen, darunter vielleicht itn- Bosten der feindlichen Rachsucht auszulteiern. Auch «Ml würde es noch nicht zu Ende sein. Der Regie- ”n8 und der Nationalocrsammluilg aber sollte endlich ™x werde», daß in dem Augenblick, in dem der Feind das wirtschaftliche Rückgrat zu brechen versucht, Bkehrheitsparteie» im Unlersuchungsauöfchuß nn- E^Seibftzerfleischung und Selbsteutwürdigung fort» pttt. Es ist der Gipfel nati onaler Schmach, der Welt das Bild eines innerpolitischon Scher ^wAerichts in dem Augenblick bieten, in dem der Feind **** die letzte LebeusmSglichkeit abzuschnüren versucht.
• »
8 erljn, 11. Nov. Wie der „B. Z." gemeldeö hat die Reichsrcgierung während der letzten Gv.techten von Sachverständigen zu der Note bie Nichterfüllung dos Wafsenstillftandsvcrtraaes ^Ses«bort, namentlich über die Frage, ob wir übe r- ptnoch fall Besitz von 403090 Tonnen Baggern, T’tfS nfto. sind. Da diese Gutachten nunmehr vor- werbe das Reichskabinett heute zu ber Note nehmen.
Wb. Berlin, 11. Noo. Zu ber Bekanntmachung S. Aoveiuöor über die Ostseesper-.' teirb amtlich et= gcmclbet: Die Opseesp-rre besieht noch fori, sich also dcatfche Schisse, dir ben Bestimmungen ^de«banäetn, ber Fortnahm« durch die Seestreitkräfie ^-■r-itArieu «urschen.
?3as sie damit beabsichtigen, ist klar genug. kUllllf Oratschland soll derart geschwächt und «n4 soviel Wun- Jet biutciib in den Frieden einlrctr», daß eS nie i Wieder zu Krästen kommen kau». Plündert man
W