Einzelbild herunterladen
 

1

1 81) Ernif bo, solang

i»W wch

937) fistrat.

; ki* t» ttnbbu^e tung bt|

ä"

V'

I

fr , $ J "X.l

,

I

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

**Q

Der «Hiefaewwtei« »etriigt fti feie Sgele Zeile «0 V * 50%, te*etima«iuf*L KJ <Yetw* - 45-», «mth<6e_ euseertiae 55 SieNemezeile 1.50 JL %e»n Refeett gilt «>* JWJ»

i D.ck» i* $M*. Bezusrpreir beträat wenatli* 1.00 X. frei i«S H««»; durch feie Post , . mUJ 1.75 f. »hur SeBelgelfe Verlas »e» Dr C. HitzerOtK. Druck feer

i?.. . _ t. « * n - x nino-__r___x__«e

7j #. «hur SeSelgelfe Verlag »®« Dr U.. Hitz Umv -Buchfer. von J»h. A u g. Koch. Markt 21/28.

Zer»f»rech,r 55.

Uiurtfl^.

icht.

i*.

7 V, n

v!k. 2.5».

Poincarö in London.

1*. Alexanfeuien.-lO. Nov. Marschall «l

etwaigen neuen Angriff seines alten Feindes.

Enet. .

rosse» »nd ,»ach Kairo weiterge-

»ort

allem Nachdruck cntgegenzutre- der Forderung zu verw.ei-

m den

Mmimdocke- usw. mit und die Annahme

le ni reist.

hat ein Interesse daran, $u zahlen, wenn alfts großen Tovi der Entente geht und sie dann »um wird? Durch ein Kompromiß mit den, Nationalversammlüng zustande gekommen, !>' _____

kn tierklub glich und deren Reden anzuyör,

Poinrare, daß Großbritannien und Frankreich uner­müdlich dahin gewirkt hätten, daß auf de« Balkan die Feindseligkeiten nicht wieder ausbrachen oder sich auSdehnten. Frankreich habe sich bemüht, mitzuwir- ken an der Aufrechterhaltung eines harmonischen Zu­sammenleben- der europäischen Staaten, aber die myste­riöse Tat von Serajewo habe den Leitern der Zent- ralmächte den SSottoant- geliefert, um eine harmonische Einigung zu durchkreuzen.

SefeStkerung?',»wachs wb. Brüssel, 10.

ieLen

Der

in Deutschland ««erwünscht.

Nov. DieBrüsseler Gagette

rt, baselbftz

«I» Barradatt. »ei »uakunst durch feie SeichättaAelle e. Ceteiittleee feer tzlngedate 25 J «anfeergebühr. Pokscheckkaot»: Jtc5015«*t gtentfert a.«.

Auch nach der Berichtigung Herrn Heine- blekbt die Tatsache bestehen, daß er eine recht beachtliche Kritik an dem heutigen Regiemngssystem geübt hat, die innerhalb der Regierung, ber et angehört, und der Regierungsparteien verständliche-^Aufsehen erregt hat.

;efcmtrt

r 11

«»»lisch fr« nzüßsche Besprech««,e«.

Wb. Pari«, 10. Rov. (Hadar.) Marcel Hutt« erklärte, daß die Reise Pichon» nach London politischen Charakter hab«. Er fügte hinzu, daß Pichon mit Lloyd George und Lord Curzon hauptsächlich folgende Fra­gen besprechen wird: 1. Inkrafttreten der Friedensver. trage». 2. Durchführung der Vertrages unter der Be­rücksichtigung de» Anschlüsse» ber Vereinigten Staaten. 3. Die neue Auffassung des Eingreifens der Weftmächte in Rußland nach der Rede Lloyd George».

fach nicht der Mühe wert war. Zum Schluß sagte der Minister, die Behauptung chaß Deutschland allein am Kriege Schuld sei? sei erlogen. Deshalb sei es vom Uebel, nach der Schuld von 1914 und 1916 i» Schmutz herumzuwühlen, wie eS jetzt in Berkin geschehe.

In einer Unterredung mit einem Vertreter des Wolfs- Büro» erklärte Herr Heine, der von der Tekgrivben- Union verbreitete Bericht sei eine sensationell auf,mochte Zusammenstellung von willkürlich au» der fast zweistündi­gen Rede herausgegrissenen, dabei keineswegs immer zu­treffend wiedergegebenen Sätzen. Im Verlauf feiner Rede habe der Minister die Bedeutung der Ein^lstaaten er­örtert und die Notwendigkeit ihrer Fortexistenz mit de, Kulturaufgaben begründet, die sie allein erfüllen kön­nen. Dabei wurde betont, daß die Durchführung dieser Ausgaben bei der Ausführung de? Erzhergerischen Finanz- Programm? nicht möglich sein würde. Da? Reich aber könne die besonderen Knlturaufgaben der Einzelstaatt» nicht übernehmen. Ueberbanvt könne man lebendige Arbeit in Verwaltung und Kultur nicht vom grüne« Tisch einer Reichsbehörde !au» erledigen, die weder die Organe, noch die Tradition und auch nicht die unmittelbare Fühlung mit dem Volke hätte und l>aben könnte. Eine Regierung ohne solche Fühlung mit dem Leben müsse zum Untergange des Reiches führen. Der Minister habe die Dauerhaftigkeit ber jetzigen Ber- fassnng bestätigen zu können geglaubt unter der Bor­aussetzung, daß die schassenden Kräfte au» de» Mehrheitsparteien sich zu einer positiven Politik der Arbeit zusammenschließen.

zu Vertreten wissen.

Hamburger Senat für Ablehnung ber neuen Forderungen,

Hamburg, 10. Nov. Der Senat richtete an

es

es n

rein»

Die Rückkehr der KrlkMksliMilen.

Wb. Berlin, 10. Nov. Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgesangene teilt mit: Der erste der vier Lazarettröge, die zur Abholung unserer Gefangenen aus Rumänien bestimmt sind, geht voraussichtlich im Lause der nächsten Woche ab. Die anderen werden in Ab­ständen von fünf bi» acht Tagen folgen. Den Ange- bärigen ist Gelegenheit geboten, auf diesem Wege schrift­liche Mitteilungen au die Gefangenen in Rumänien gelangen zu lassem Für Briese sind zwei Umschläge zu benutzen. Der äußere muß die Aufschrift tragen:An die Milftär-Kvanlev-Berteilung, Berlin SW. 11, Prinz Albrechtstraße 3, für den Lazarettzug nach Rumänien". Der innere muß die Adresse und den Nanren deSKriegS- tzesangenen tragen und darf nicht verschlossen werden.

Nach neneeen Nachrichten nehmen die am 25. Novem- bkr «nd tm ^rgrmDet 1919 -ven Sr>prnTHrarn nach Ost- asftn abgehende» Dampfer der Ostasialischen Kompagnie, Pakete für Gefangene in Sibirien mit. Die Pakete find in gewöhnlicher Weise zur Post zu geben mit dem Zusatz in ber Aufschrift:Ueber Kopenhagen mit dem Dampfer der Ostasiatisehen Kompagnie". Die Pakete müssen fest eingenäht fein und dürfen keinen leicht ver­derblichen Inhalt haben.

tob. Berlin, 10. Nov. Bei der diesigen brftischen Milftärmission ist ein Telegramm aus London eingetros- sen. in dem mitgeteilt wirb chaß der englische Dampfer Maine" alle deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen mit Familien anfangs Dezember an» Indien zurückbringt.

Berlin, 12. Nov. Nach Blättermeldungess haben die Franzosen mit dem Abtransport der Kriegsgefangenen bqgonnen, ein erster Zug lies bereit» in Essen ein. In­zwischen wurde aber der weite re^AbtranSpott auf Paris« Befehl hin wieder eingestellt.

tu. Köln, 11. Nov. Für Donnerstag wird der letzte Transport ber in britischen Gefangenenlagern in Nordsrankreich befindlichen deutschen Kriegsgefangenen er­wartet. Bisher wurden über 300 000 deutsche Kriegs­gefangene aus englischer Hand in die Heimat zurückbe­fördert .darunter 201009 über die Sammelstelft Köln- Deutz. In den letzten Tagen trafen bereits demsch-schle- sische Abstimmungsberechtigte ein, die unter Führung polnischer Offiziere in das Abstimmungsgebiet, geleitet würben. i

Weichsregieruug das Ersuchen, im Interesse der Zn- ift bc6 hamburgisck^i, Außen- und Welthandel» die chernng der Wcsiinächte auf Auslieferung der

^rzberyers einftiqfS KriegsnelvroM'nm.

AuS Erzbergergers Denkschrift vom 2. Septembe» 1914, angeführt am 30. Oktober in ber Nationalver­sammlung von D. Mumm.

Es steht hiernach die Forderung obenan, daß Deutschland nicht mehr dulden kann, an seinen Gren­zen angeblich neutrale Staaten zu sehen, welche nicht stark genug sind,.ihre Neutralität zu wahren, ober welche nicht den Willen besitzen, neutral zu bleiben. Das zweite Ziel ist die Beseitigung ber für Deutsch­land unerträglichen Bevormundung Englands in allen Fragen der Weltpolitik, das dritte die Zersplitterung des russischen Kolosses. Um diesen Preis ist bei deutsche Volk in den beispiellosen Kampf gezogen. Man darf daher als Mindestforderung eines Ariegs- abschluffes bezeichnen:

a) Belgien. Das mit soviel deutschem Blut erworbene Land kann unter keinen Umständen fein« bisherige Stellung behalten. Für eine AufkiMng un­ter angrenzende Staaten liegt kein zwingender Grund vor. In welcher Weise das Land staatsrechtlich be­handelt wird, ist Gegenstand späterer Erwägung. Er­reicht werden muß unter allen Umständen, daß Deutsch­land die militärische Oberhoheit über bat Land erhält, und zwar nicht nur über Belgien, son­dern über den ganze« französisch e'n K ü st e n g ü r t e l, der sich über DünkirchenEal«1 bis Boulogne erstreckt, ebenso notwendig ist der deutsche Besitz der englischen Norma»« nischen Insel», die Cherbourg vorgelagert fh*. Nur hierdurch ist da» deutsche Volk au» der Mause­falle der Nordsee befreit, hat stet» ungehindert Zu­tritt zum Weltmeer und braucht Englands Repressalie« weder im Krieg noch tm Frieden zu fürchten. Scho» Napoleon I. hat Belgien als die Pis!öle bezeichnet, die aus England gerichtet sei.

b) Frankreich. Eine berechtigte Forderung bet deutschen Industrie geht dahin, daß da» gesamt» Minettegebiet von Französisch-Lotß« ringen unter deutsche Herrsch aft kommt, um eine zweckenlfprecheride Ausbeutung hettbeiführen P» können. Der alte Wunsch de» Jahres 1870, üdq Belfort dauernd dir deutsche Flagge wehen zu scho^ ist erneut begründet.

c) Rußland. Da» Ziel dürfte sei», Befreiuwß1 der nichtrussischen Völkerschaften vom Joch deS kowitertums und Schaffung vor Selbsiverwaltun- M

Die Gemeindewahlen in Oberschlksitn.

Stimmenzuwachs ber Polen, deutsche Mehrheit In den meiste« Städten.

tob. Beuthen (Oberschlesien), 10. Nov. Bei ber Gemeinderatswahl (Stadtverordnetenwahl) in B e uthen wurden gewählt: Zentrum 21, polnische Nationalpartei 13, Beamtenpartei 5, Mehrheitssozialisten 5, Demokraten 3. Deutschnationale 3. polnische Sozialisten 2, Kommu­nisten 1, Unabhängige 1 Kandidat. In Gleitoitz wur­den abgegeben: Für die Deutschnationalen 2336, Demo­kraten 1635. Zentrum 7172, Mehrheitssozialisten 1962, Unabhängigen 1212, Deutsche Bolkspartei 684, Polen 4880 Stimmen. In Kattowitz wurden abgegeben: für die Deutschnationalen 3809, Demokraten 2127, Zen- trum 4282. Mehrheitssozialisten 1640, Kriegsverletzte 403, wirtschaftlicher Berbanb 866, Polen 3086, Unabhängigen 1149 Stimmen. Die in den ländlichen Bezirken gewählten Vertreter finb überwiegend polnischer Natio­nalität.

Das Gesamtergebnis der oberschkesischen GemeinderatS- wahken läßt sich dahin zusammenfassen, daß Zentrum und Mehrheitssozialisten große Stimmenverluste zu verzeichnen haben, dagegen die Polen überall mit Stirn- menzuwachS rechnen können, besonders in den Land­gemeinden. Die Wahlbeteiligung betrug zumeist 60 Pro- »ent, selten darüber hinaus. In Myslowitz wurden ge­wählt 16 Polen und 14 Deutsche, in Kattowitz 33 Deutsche und 8 Polen, in Beuthen 39 Deutsche und 15 Polen, in Gleiwitz 34 Deutsche und 11 Polen, in Königs- Hütte 31 Deutsche und 20 Polen, in Laurahütte 7 Deutsche und 6 Polen, in Hinbenburg dagegen 21 Polen und 15 Deutsche.

tob. H indenburg, 10. Nov. Tie Höhe des Pro­zentsatzes der polnischen Stimmen im Kreise Hindenburg geht auf Kosten der Unabhängigen, Mehrheüssozialisten

Generalfeldmarschall v. Hindenburg wird vorauSstchtlich am Donnerstag vom Untersuchungsaus­schuß vernommen werden. Die Eiscnbahnverwaltung hat ihm einen Salonwagen zur Verfügung gestellt, ber an einen Güterzug angehängt Werben soll.

RgaugcneN Verpflichtungen erfüllt finb. Der Aus- ü kann durch eine übereinstimmende Entschließung t beiden Häuser des Kongresses beschlossen werden, kto Uork World",New Dork Tribüne" und andere ätwr weisen darauf hin: baß durch die Aufnahme des octis .übereinstimmend" der Präsident von der Tcil- bme an einem derartigen Beschluß auSgeschaltet k* und daß seine Zustimmung dazu nicht nötig fei.

»ö. Prag, 10. Nov. Tschecho-slowakisches Preß- w. Präsident Masarvk hat die Friedensverträge unfet- Guet, womit die Ratifikation endgültig vollzogen ist.

Eine Rede des Ministers des Annern.

Nach ber ,Ä. Z. trat Mittag" sagte ber «umsoch» Minister des Innern Heine in einer Rede in DeKan «. a.: Die Plä« Erzberger» in der Steuersrage mache«, wenn sie restlos verwirklicht werben, nicht nur btt Länder, sondern auch die Gemeinden tet Wenn so weiter regiert wird, dann bricht da» ganze Reich »nsammen. Erzberger hat sich selbst kür den Frie- denSvertrog ausgesprochen. Er muß ihn jetzt durchführe« und die Gelder hernehmen. wo erkann. Welche Gemeinde

Haffen, albreti 2tifabtt|

Marburg

Mittwoch, 12 Noveriiber

DieOberhessifLe Zeitung" erscheint sechmnal wSchentttch. Der

Str H-$ietfrki.

Qrttcrnnge« Staatssekretär U. Kapelle».

tob. Berlin, 11. Nov. Nach viertägiger Pauke wurden heute bk Verhandlungen vor dem parlamenta­rischen UntersuchungSmisschuß wieder ausgenommen Nach Eröffnung ber Verhandlung gibt der Vorsitzende War« mutb Kenntnis von einem Telegramm de» ProfrfiorS Harm» (Kiels. Darin wirb Bezug genommen auf eine Aeußerung de» Admirals Koch, wonach Harms vor dem Beginn de» rücksichtslosen U-BootkriegeS über die wirtschaftlichen Folgen gehört worden sei. Harm» erklärt daS für unrichtig und erbietet sich zur Aussage vor dem Ausschuß. Der Vorsitzende stellt fest, die Rektorats- rebe, in btr Harms zur 11-Boot-Frage Stellung ge­nommen habe, fei erft im März 1917 gehalten worben Der Ausschuß verzichtet daher aus die Vernehmung deS Professor» Harm». Daraus wird die Verhandlung über technische Einzelheften de» U-BootkriegeS fottgesetzt.

Staatssekretär a. D. v. L a p e 11 e: Herr Dr. Struve hat mir zwei schwere Vorwürfe gemacht: erstens, daß ich Während meiner Amtsdauer nicht genügend U-Boote ge­baut hätte, und zweiten» chaß ich durch meine Ausfüh­rungen im Hauptousschuß den Reichstag getäuscht hätte. Ich habe mir von ber Admiralität bie neueste Zusammenstellung über die während deS Krieges und un­mittelbar vor dem 'Kriege in Ban gegebenen U-Boot" geben lassen. Diese Kontrolle der Admiralität, die aus dem Mai 1919 stammt, beweist, baff vor dem Kriege und Während deS Krieges im ganzen 810 U-Boote in Auftrag gegeben sind. Von diesen 810 U-Booten sind in ber Zeit vor dem Kriege 45 bestellt Worden Von Großadmiral v.Tirpitz sind 186 U-Boote in Auftrag gegeben und von mir während meiner Amtsbauer von etwa 2Ve Jahren 579. Der Grund für die geringen Aufträge im Jahre 1916 lag vor allem in bet politi­schen Situation. Im Februar 1915 war bekanntlich der U-Vootkrieg zum ersten Mal erklärt worden. Dann Ivar er im Laufe deS Iahte» unter ber Einwirkung des amerikanischen Notenwechsels praktisch versandet. Im iderüst 1915 erließ ber Admiralstab einen Geheim- befehl, daß der U-Boot>oirtschaftSkrieg an der West­küste Englands zuerst eingestellt werden sollte. In der Nords« sollte ber U-Bootbandelskrieg Weiter» geführt werden. Anfang 1916 erfolgte ein sehr starker Vorstoß der damaligen Obersten Heeresleitung unter Fal­ken Hayn mW der Scekriegsleitung unter Holtzen- dorff, um die Wicherausnahme des rücksichtslosen Unter­seebootkrieges burchzusehen. Die. Verhandlungen bartiber kamen nach einem gemeinschaftlichen Vortrag der Kriegs- leitung und der politischen Leitung am 4. März 1916 beim Kaiser jur Entscheidung. Die Entscheidung fiel im wesentliche» dahin ans, daß der rücksichtslose U- Bvotkrieg vertagt werden sollte. Daraus nahm Tirpitz seinen Abschied. Die Vertagung des U-Bootkrieges und ber Abschied von Tirpitz haben im deutschen Volk eine große Erregung hetvotserufen. Diese Erregung fand ihren Niederschlag in Resolutionen, die von sämtlichen politischen Parteien mit Ausnahme ber Sozialdemokraten eingebracht wurden, und bie sich mehr oder minder zu Gunsten des U-Bootkrieges aus- sprachen. (Widetspnrch.) Das Resultat der Reichstags­verhandlungen wat ein einheitlicher Plenatbeschluß von Heydebtand bis Scheidemann, daß bei dem U-Bootktiea bie berechtigten Interessen der neutralen Staaten zu be­achten wären. Dieser einheftliche Beschluß des Reichs­tages bedeutete eine einheitliche Ablehnung des rücksichtslosen U-Boolkrieges. Ich soll ferner erklären, weshalb ich kein großzügiges U-Boot-Programm 1916 entwickelt habe. Der Grand liegt ebenfalls auf poli­tischer Seite. Mit der Snssexnote war der rücksichtslose U-Bootkrieg auf den toten Strang geschoben, bis er ans Veranlassung Hindenburgs und Lu­de ndorssS wieder eufgenommen wurde. Bei dieser Situation konnte ich ein großzügiges U-Bootbaupro- gramm nicht aufstellen ,wenn ich mich nicht in schlimmsten Widerspruch mit der Regierungspolitik setzen wollte. Es kan:en aber noch weitere marinetechnische Gründe hinzu. Es wurden Boote von 1200 Tonnen in Konstruktion genommen, während die bisherigen etwa 890 Tonnen hat­ten. Der zweite Grund lag darin, baß Anfang Juni nach der Skagerrak-Schlacht eine Menge Schiffs- Havarien schleunigst wettgemacht werben mußten und die Wersten stark beschäftigten. Dann kommt hinzu, baß im Jahre 1916 die Engländer ongefangen hatten, in ganz außerordentlich großzügiger Weife das Nordseegebiet, be­sonders vor den Flußmündungen, mit Minen zu ver­seuchen. Dabei entstand für uns die Gefahr, baß die Schlachtflotte unb U-Boote eingekesselt würben und nicht herauskonnten. Auf allen Seiten der Front wurde daher der Schrei nach Minensuchbooten, PatrouillensAif- fen, Torpedobooten und anderen Keinen Fahrzeugen laut Dieser Forderung habe ich in ber Budgetkommission Ausdruck verleihen müssen. Nachdem nun 1917 der rück­sichtslose U-Bootkrieg tatsächlich eingesetzt hattze, hatte ich mir bie stärkste Förderung des U-Booibaues angelegen sein lasten. Unrichttg ist es, baß ich nichts aus eigener Jnitiattve getan hätte, sondern nur aus Veranlassung des Reichskanzlers oder der Obersten Heeresleitung.

| Amerika.

i Tie Vorbehalte des Senate».

Amsterdam, 10. Nov. Da» Pressebüro .-s meldet aus Annapolis, baß der Senat ber Ber- W-tzica Staaten am Samstag mit 50 gegen 35 Stim- B* die front Ausselmß für auswärtige Angelegenheiten kM-ebrachteu Vorbehalte angenommen hat. tzMtz öle Vereinigten Staaten im Falle de» Austritts [f*5 - dem Völkerbund allein berufen seien, da- zu urteilen, ob alle ihre internationalen Ver- Mlchtuugen aufhören unb ob alle unter den Völkerbund

Str Än

Dir Vclehuug der Aiiftimm«ug»gebirte.

Wxricht die Amvesenheit der deutschen Delegierten in Mwdsn und die Frage des' Milchmangels, die dort zur Mkrhandlung km« unb bemerkt zum Schluß:Unb im> Am sollten wir bie Wiederbevölkerung Deutschlands limfchen, dessen lieberbcvölkerimg die KriegSursache ge­lesen ist? Deutschland ist, wie es setzt ist. bevölkert ge- Ax. Der Ueberschuß an Vevölkerung in Deutschland «d immer ein? Gefahr für die Welt bedeuten."

Tie 5iume-8rr«ee

|F toS. Rom, 11. Nov. Tittoni hat die Entscheidung NK Pariser Obersten NaleS in der Fiume Frage bcan» M.

Calais, 10. Nov. Herr unb Frau Poin­te «nb Pichon trafen um 3 Uhr auf dem Vic- ein und begaben sich nach dem Bücking-

- - und des Zentrums, während die Deutsch nationalen unb

-ottwpruntll de» TrinSsruchS bet. Königs sagte> Dem«r«ten ihre Slimmenrahl behauptiten.

Berlin, 11 Nov. Die .Deutsche «llg. Ztg." " " ; eis mil: T vor mehreren Tagen gebrachte Hav«Smrl-

" " eltg über daS Kommando der BesatzungSlruppen in den

" " ^chnunmgIgebieten hat noch keine amtliche Bestätigung

, e ffunbeii. Die Meldung bezieht sich nur auf die Lei-

, ber Bes.tzungsverwaltung; damit ist aber ketner-

j Kg? gesagt, daß die Besatzuiigstruppen der gleichen 192<X Ktt«ndsmarht cmgehöre» werden. Im Gegenteil ist «richt seiner gc mischten Besetzung, wenigstens für bie "VaT* DuptabstimmungSgekriele, zu rechnen. El>enso ist nach *9 14 |es- Ftteden»vertrag die Verwaltung nicht in "x,nd

Verhaftung bolschewistischer Agitatoren.

J8»- Newhorl, 10. Nov. (HavaS.s Die Durch- ^NUen in den bolschewistischen. Quartieren Rewhorks 4^en fortgesetzt. Am Samstag unb Sonntag würben "r 6000 Berhaftungen vorgenommen. Auch

Fannie irische Arbeiterführer Larkins wurde ber» Wegenverbrecherischer Anarchie". Flugschrif-- 18 Warben in großer enge beschlagnahmt

i. ----

>vb. New-Uork, 11. Nov. Wilson ließ wissen, k «erde Vorbehalte annehmen, jedoch nur solch«, die ® Zinn des Vertrages unverändert lassen, wr«.) *"te der Senat sich nicht danach richten, so Werd« 9 -& 16t.il Vertrag einfach zurückziehen und die Frie- ^frage offen lassen. Im allgemeinen geht die An- 4 daß beide Seiten bluffen und schließlich

kcitg^sst ® vergleich zu Staude kommen Wird.

^er Macht gelegt, vielmehr sind gern i sch Per» WllungSansfchüjse vorgesehen. Jedenfalls wird dir toi-sthr Regierung die besonderen deutschen Interessen »«einer nnbeeinflußteu Abstimmung bei den kommissa» *! Vrrhrnidlungen die in naher Aussicht stehen, ent«

^Anlaß.

London, 11. Nov. (HavaS.) König Georg ^tte ht seinem Trinkspruche beim Diner anläßlich des ^f'chez tzes französischen Präsidenten Poincare beim ^sichen KSnigspaar u. a: ans, das vereinigte König- toerbe dies auf dem Schlachtfelde erprobte Bünd- euch weifet halten und sei gewiß, daß Frank- toerbe das au fdem Schlachtfelde erprobte Bünd- für diesen seinen ernsten Willen habe Eng- ^2$ frai^ösisch-englifche Defensivbündnis unter- das Frankreich Sicherheft geben solle gegen