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mit dem Kreisblatt für den KrekS Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheMche) Oberheffett

Der Injeigenntet« »etrigt fit »te Sgeta. Zeil, 80 y u. 6O*|, teu,tuno«iufcbL e j - 45'1, «mtttche M. euiwirtigt 65 Rekl,me,eile 1.60.4. Je*et gilt 04.

1919

Univ Suchbr. von 3 f. Äug.

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y.'7l &rri5.f)tijen rnglisch-afeilanischen Generals Smuts

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UntersuchunaSauSschusseS, dessen demokratischen Blättern in der beurteilt wird, sind, soweit sic

«bitterste!, Feinde Wilson, ermöglichte, sich unter der FlaggePeace and Welfare" (Frieden unb Wohl­

fahrt) wieder wählen zu lassen, er mithin seine er «nie Präsidentschaft, die unsere Neichstagsmehrheit bekan»t'?ch als großen politischen Erfolg buchte, der ° «vn der Ailhelmstraße verfolgten Politik verdankte.

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haltm» Mvaltigen Versenkungsziffern wirkt es geradezu ko tusichcrr z«ifch, jreun immer davon geredet wird, daß nicht

Ms waren zu dem damaligen Zeitpunkte all« Ma- f MeautoritScen, vom Flottench.s herunter bi» znm U» Rootskomn-andanten, darin einig, daß der «neinge-

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gei zu entwirren."

Die Mitglieder deS Arbeit von führeitden wicdergcgebencn Weise

irgendwelche substantiierten glaubwürdigen Quellen. Die Sucht der Ausschußmitglieder, die Glaubwürdigkeit der deutschen Zeugen im Vergleich tu Angaben von feindlicher Seite in Zweifel zu ziehen, geißelt dieVoss. Ztg." wie folgt:Schließlich ist der parlamentarische llnter- snchungrauSschuß doch eine Angelegenheit del Deut­schen Reiches, und in Deutschland sollten doch deutsche Quellen, wenn sich gegen ihre Glanbwürdigkeit nicht» ein- wenden läßt, mindesten» aber, wenn ihre Glaubwürdigkeit durch nichts zu erschüttern ist, immer noch mehr gelten, als irgendwelche englischen Angaben. Bor altem aber: Mitglieder eines deutschen Untersuchungsausschusses haben doch kein Interesse, einen Deutschen vor dem Auslände zu diskreditieren und um jeden Preis als unglaub­würdig hinzustellcn." Neber die parteipolitischen Beweg­gründe der Inquisitoren heißt er dann:Einzelne Per- söu lichtesten scheinen so sehr unter dem Zwange deS par­teipolitischen Fanatismus zu stehen, daßsie über dem Befttcben, einem parteipolitischen Gegner un­bequem zu werden, oft vergessen ,daß eS bei der Arbeit de» Ausschusses in erster Linie unb einzig sich darum handelt, in einer Weise, die der objektiven Wahrheit mög­lichst nahe kommt, die verwickelten Geschehnisse de» .Eric-

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2. Als am 1. Februar 1917 der eingeschränkte U Esoilrieg endlich einscke, konnte man, auf Grund sehr fergfältigen Erhebungen hoffen, in etwa einem halben

Lloyd George unter dem Eindruck der verheeren­de« Wirkung des U-Bootkrieges im Begriff stand, mit

tob. Wien, 9. Nov. Nach den Blättern muß bk Gemeinde die letzte Brenuholzrücklagc schon jetzt an di» Bevölterung abgeben. 1

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.fithugenb U Boote vorhanden gewesen seien. Auch die istrberlegungen und Berechnungen der namhaftesten

rung bei der sibirischen Bevölkerung. Sine fttife droht. Die Lust zu« Kampfe gegen die Bolschewisten ist in Sibirien nicht besonders groß.

ungskampf. Wie dem auch sei, die Tatsache bleibt be­stehen, daß die Juliresolution, sicherlich entgegen dem Willen derer, die ihr zustimmten, die militärischen und wirtschaftlichen Erfolge des U Booikrieges politisch ge- radezu vernichtete. Nach dem Ausspruch Winston LhnrchiiiS hing da» Schicksal des Kriege» an einem kleinen dünnen gefährlichen Fädchen, und derErono- mist", eine der ernsthaftesten englischen Zeitungen schrieb am 7. September 1918:Einmal waren die Deutschen dem Gewinn des Kriege- meßbar nahe, nicht Frühjahr 1918, sondern Frühjahr 1917. Die Deutschen an der Somme geschlagen, hatten die Hin- yenbatglinie eingenommen. Rußland war noch ein Faktor im Kriege. Die Aussichten zu Lande schienen günstig. Und doch war dies Frühjahr 1917 tatsächlich die kritischste unb tödlichste Zeit seit Kriegsbeginn."

Wann die U Bootkriegführung die Erwartungen, die die Marine nach reisiichster Ueberlegung auf sie setzen konnte, nicht erfüllte, so waren nicht, wie man es fetzt hinterher darzustellen versucht, militärische Fehler daran schuld, sondern der U-Bootkrieg hat sein Ziel nicht erreicht, wen er im Frühjahr 1916 Ame­rika zuliebe nicht angesetzt wurde und seine AuS- wirkung im Sommer 1917 durch die Veröffentlichung de» Czerninschen Briefes uub durch die Begründung zur Juliirfolulion uub diese selbst sabotiert wurde.

Eiu tiirkWer Staatsstreichversuch.

wb. Konstantinopel, 10. Ao». Ein Staat»« streich zum Sturze de» Sultan» wurde vereitelt. Dte innere Lage der Türkei ist lebe ernst.

al, Sarradatt. Bei Auskunft durch die »eichikttsstelle u.'tzermtttluna »er Angebote 35 4 «onderzebstbr. Postscheckkonto: Ar. 5015 Amt Frankfurt x »

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Ans dein besetzten Gebiet.

Köln, 8. Nov. DieKöln. Ztg." meldet attt'lh»** lenz: Nach Mitteilung des britischen Militärgouverneur» in Köln hat die britische Militärbehörde mit Wirkung .M;' öom 6. Siotu'mber an einen Teil des bisher von ihr be­setzten rheinischen Gebietes an die belgische und französische Militärbehörde übergeben. Bo« den belgischen Truvve« werden besetzt die Gemeinden Hahn, Hilden, Benrath, die britischen Truppen besetzten Teile der Kreise Greven­broich und Neuß, fratljösifche Truppen werden besehe« die Kreise Montjoie, Schleiden, Durren, Euskirchen «nd Rheinbach.

wb. Köln, 11. Nov. Die englische Behörde ließ heute Vormittag 11 Uhr den hiesigen Straßenbahnverkehr zur Erinnerung an den Wafftnstillstand auf' 2 Minuten unterbrechen.

tat »en Dr. C. Hitzer »th. Druck »er r. Koch. Markt 21/23. FernsPrech-r 55.

iVirtschafrZpolitiker schienen sich als richtig zu erroei- jfta Wir wissen, aus dem Munde des gewiß un-

Hiu Z i e l, den Vernichtungswitten unserer Gegner $3 brechen, erreicht haben würde. Daß die Anf-- zabe des 11 Bootlrikge? im Frühjahr 1916 es unserem

8.

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II.

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Rkqa in der Hand der Letten.

Rotterdam, 11. Rov. Der Kamps um Riga ist Gunsten der Lette« entschieden. Die Außenviertel

Judenitsch» Rückzug.

tu. London, 9. Nov. .Doilq Telegraph" »et« nimmt an» HelsingforS: Der R'ückzug auf der Krönt Judenitsch» nimmt weiter zu. Seine Lage wird sehr kritisch beurteilt. Feindliche Kavallerie operiert Al' feinem Rücken, und es wird auch ein Flankenangriff erwartet.

Judenitsch ist nicht in der Lage, sich genügend z« decken unb sucht sich mit mögllichst wenig Verlusten zu­rückzuziehen. Bei der Eisenbahnlinie JamburgGat- schina geht der Rückzug in eine übereilt« Flucht über. Da» Fori Blelja hat sich ergeben. ' .

ster Wahrscheinlichkeit

Koltschak» Aehlschlop.

I* Amsterdam, 8. Rov. DemKeleßtaaf* zu- folge meldet der .Time»'-Korrespondent im Auftrage Koltschakr vom 8. November: Die Ereignisse der letzten Doch« haben Me Lage ganz verändert. Die linke Flanke der 8. Arme» ist auSeiTvrndergetrieben. Petropawlowsk mußt» aufgegtben werden. Di« Bolschewisten ver­füge» über CM 000 Man» neuer Truppen. Die forte wLhvette« FeLlschlLge und die politische Schwäche der Regierung Kvttfchatt schad« dem Ansehen dieser Regie-.

bschaft

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wb. Versailles, 9. Nov In Paris wurde gestern in einem Konzert zum ersten Male össentlich Wagner gespielt unb zwar das Vorspiel zu denMeistersin­gern". Der Veranstalter deS Konzertes hatte während der letzten drei Konzerte eine Abstimmung unter dem Publikum veranstaltet, bei der sich 4 983 Besucher für und 213 gegen Wagner aussprachen.

wb. Versailles, 9. Nov. Wie dieAgeneia Amerieana" aus Rio be Janeiro meldet, hat die Kammer von Brasilien den Friedensvertrag von Versailles tati»

fen. fetter, 161

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Ei» Gefecht i» Fiume.

wb. Fiume, 9. Rod. Am Mittwoch kam e» zu einem lebhaften Gefecht zwischen italienischen Regie­rungstruppen und d'Annunzio» Truppen, das mehrere Opfer forderte.

Die Eu-lLnder in Mesopotamien.

wb. Versailles. 8. Rov. Laut .Lemp»' er­klärt in der «Time»" ein Berichterstatter, der sich drei Jahre in Mesopotamien aufgehalten hat, eS sei notwen­dig. eine parlamentarische Kontrolle über die brittschen ExpansionSpläne in Mesopotamien auszuüben. ®« sei nicht wahr, daß die Bevölkerung Mesopotamien» die Anwesenheit der Engländer wünsche. Der Berichterstat­ter stellt fest, daß die Bevölkerung unzufrieden sei. DaS ist seltsam; denn die Anwesenheit der Engländer, ist doch überall zum Glück und Wohlergehen der Ren», schcn erforderlich. j

Erzberger und die deutsche Valuta.

Im .TempS" schreibt A. de Guillerville: Da» ne* Regime in Deutschland gleicht einem schlechtverpflanzte« Baume, der den starken und heftigen Windstößen nur einen schwachen Widerstand zu leisten imstande ist. Dte, von den Regierende« begangenen Fehler haben sichtlich Millionen von Wählern gegen die deutsche Republik vor«, eingenommen gemacht, und der Umstand, daß Srz« berger noch immer da» Finanzministerium in Hän­den hat, verursachte und wird auch in Zukunft nicht wieder gutzumachende» Unheil anrichte«, Erzberger könnte sich da? Patent eine» Bcnsse-Speftr». lauten erwerben, so sehr steht sein Tun im Zusammen« Hang mit dem beständigen Sinken der Mart. i

Die Friedensvorschliigtder Eowjetregiernnls.

Wb. Amsterdam, 8. Nov. DemNieuwe Rotter- damsche Courant zufolge verössintlicht der sozialistische LondonerDaily Herold" den Text der Fri?densvorschläge der russischen Sowietregierung, die Oberst Matone aus Rußland mitgebracht hat. Danach sollte der Wafsenstill- ftarck ans zunächst vierzehn Tage abgeschlossen werden. Keine der Parteien darf ihn zum Transport von Trup­pen ober Kriegsmaterial benutzen. Die Bürger der russischen Sowjetrepublik sollen freien Zugang zu den Ländern der Verbündeten unb allen den Ländern er­halte«. die au» dem Gebiet deS früheren russischen Reiches entstanden sind. Sie sollen freien «ufentbalt und Ver- kehr haben und Schutz genießen, solange sie sich in die innere« Angelegenheiten dieser Länder nicht ein­mischen. Dasselbe soll für die Untertanen dieser Län- der Rußland gegenüber gelten. Die Sowjetregierung er- kennt die finanziellen Berpflichtunge« des früheren rnssi- scheu Reiche« gegenüber de« fremde« Ländern, die den Friedensvertrag unterzeichnen, an. Die Friedens­konferenz soll in eineni neutralen Land stattfinde«. Die russische Sowietregierung erklärt sich zur Annahme der von ihr gemachten Vorschläge bereit, wenn diese von den Verbündeten nicht später als Ml »nm 16. November

der B» Jahre den Vcrnichttntgswillen der Entente zu brechen. 1, Marine hatte sich gewissermaßen verpflichtet

i Aa'A iiOüOCO Tonnen pro Monat zu versenken. Es ist be- d gemÄ -Lunt, frag sie diese ihre Zusage, nicht nur eingelöst, auismck weit übertroffen hat. Gegenüber den

Constiqe Meldunsteu.

Die Rumänen wollen vudapest verlassen.

wb Budapest, 10. Rov. DaS rumänische Ober­kommando erklärte sich zum Abzug au» Budapest be­reit.

Marburg

Titnskg, 11. November

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Winterkteibun« unb LebenSmiltet für die Kriegs gefangene« in Frankreich.

Berlin, 11. Nov. Da die französische Regierung die Versorgung der deutschen KriegsgefangeiM mit warmer Kleidung keineswegsgeregelt hat, wird das Reich in umfangreicher Meise tun, was in seinen Kräften liegt. Die Kriegsgefangenen sollen mit war­men Strümpsen und Unterhosen versorgt, ferner 5 Wagen mit Rauchwaren int Werte von rund 4 Millio­nen unb 30000 Wogen mit Lebensrnittel geschickt wer­den. Die dafür auSgeworsene Summe beläuft sich ans 20 Millionen Mark.

Straßburg di« zweitstärkste französische Festung.

Straßburg, 11. Nov. Bei seinem letzten Be­such in Straßburg äußerte sich Glemenceau bei Be­sichtigung dec Befestigungen, daß zur Sicherheit von künsttgen Zeiten Straßburg nach Belfort die stärkste französische Festung werden müsse.

Bevorstehende Heimkehr Mackensen».

wb. Pari», 10. Rov. Der Oberste Rat beschloß' Mackensen mit Rücksicht auf Alter und Gesundheit aus Saloniki heimkehren zu lassen. Tie oberschlessischen Gemeindewahle» beeichrret der Rot für null und nichtig.

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[ - Von Konteradmiral a. D. Brüninghaus.

®ie Rechandlunsen im Nntersuchunasausfchuß über teu U Booikriez haben lediglich die Auffassungen be- die in den Kreisen, die sich wirklich eingehend der ganzen Materie besaßt hatten, von jeher als 'Xe richtigen erkannt worden waren. Wenll man den fent au? drm viele» Drum unb Dran, das durch die ^etsänZftch-!^^-«<M dec Cohn, David, Sinzheimer, «ochei» rtsw. tnkstärrden ist, herauLschäll, so ergibt sich folgendes:

l\i t. Unsere Uitterserbsot-rüftuuz war im Früh- fahr 1916, als Tirpitz gehen mußte, bereits so staek, daß wir mit voller Aussicht auf Er- i" bett unriugeschränkteu U-Bootskrieg hätten »intreten können. Die geringere Zahl von U- geoten gegenüber 1917 wurde ausgewogen da­durch, daß die Boote außer ihrer Torpedoarmierunq ßl Weitem Umfange auch von ihrer ArlillerieausrÜsd Utg hätten 6-ebrauch machen können. Die Annierung der Hmtdelsdampser, durch die dir Verwendung der Uttilleciewafse für die U-Boote nahezu ausgeschlossen Wrb-, war damals erst in den ersten Aufängen tegrissen. Auch dem größten Laien in Marinefragen Wird e» ohne weiteres einleckchteu, daß ein U-Boot, Welches neben feinen Torpedos die verhältttismäßi-' starke Artillerie zur Wirkung bringen kann, erh-blick Hf er bewertet werde» muß, als ein U-Boot, daß für Mr Krtegsührung lediglich auf die doch sehr kirine >n;ahi von Torpedos angewiesen ist. Hinzu kam, Laß auch die sonstigen Abtoehrmaßnahmen unserer Geg- «r no ch in den K i u d e r s ch u he n steckten. Jrden-

Aiuerika.

wb. New York, 8. Nov. (Reuter.) Infolge der Haussuchungen bei radikalen Agitatoren wurden in New- pork 50 Personen, darunter acht Frauen, tierbaftel. unb Werkstätten für Bomben und Banknotenfälschung,; ansrübrerische Literatur, rote Fahnen und Feuerwaffe« gefunden.

besonders hecvorgetrete» sind, dir Abgvardneten Cohn (Unabh.), Sinz Heimer (Soz.), Go t Hein (Dem.), S ch ü ck i u g (Dem.).

tnbc-'teil »dim französischen Minister des Aeußern Ribot nach qröxete Italien zu fahren, um gemeinsam mit Sonuino an mi »Be evisio n der Kriegsziele herauzutreien.

-nstr.-ir ,El«fstegeöen wurde diese Reise, als in London und

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Demokratische Urteile über den !lntersuch«n»S»u»fchuß.

Ter Unterausschuß des 2. parlnmentarisckMl Unter­suchungsausschusses, der am 21. Oktober zusommenge- treten ist, hat die Aufgabe die Frsidensmöglichkeiten, die während des Krieges bestanden Habri: oder bestanden 'boten sollen, unb ob unb wie sie ausgenürt oder wicht susgenützt worden sind, zu untersuchen, b. 6. Tatsachen sestziistellen, um Viaterial für den zu biweichen Staat?» -terichtsbof zu jckmffen. Mit jeder der bisherigen Sitzungen ist cs ober deutlicher zutage getreten, daß eS den Mit­gliedern des Ausschusses znm grüßten T-ik nicht daraus ankommt, die ihnen zugewiesene Nusgabe zu erfüllen, son Hern daß sie selbst eine Art StantSgerichtsbof im Kleinen spi-len und die als Zeugen boraeladeuen Männer (Bcrü manu SoIItreg, Zimmermann, Admiral Koch usto.) in eiu Kreuzverhör nehmen, als hätten sie Angeklagte vor sich. ES ist mehrfach in bet Presse der Rechten ans diese par­teipolitischen Zwecken dienstbare, den deutschen Jntevessen schädliche Art der Berhondlung hingewiesen worden. Jetzt wird es auch demokratischen Blättern zu bunt. (AlS solche muß man dieBossische Zeitung" uub dieFrankfurter Zeitung" aus jeden Fall bezeichnen, auch wenn aus der Mitte der demokratischen Partei diese Blätter als nicht maßgebend für die demokratische Poli­tik abgclehnt werden.)

DieFranks. Zeitg." rügt ein immer wieder sest- zustellendesAbirren von dem scharf umrissenen Beweis- thcina". Der Ausschuß Mtliere sich in Dinge (vor allem bei der Vernehmung deS ?ldrniratS Koch), die absolut nichts mit der Frage der FriedensmSglichkeit zn tun hätten (Reichweite der Geschütze, Schnelliskeit der deut­schen Kriegsschiff, Technik des 11 BootkriegeS u. ä.). Wei­ter schreibt das Blatt:Gerade die Bernebmung deS WmiralS Koch hat mit erschreckender Deutlichkeit das Unvermögen der Ausschußmitglieder zu sachge­mäßen unb präzisen Fragen erkennen lassen. Die Auto­rität des Untersuchungsausschusses leidet, wenn eines seiner Mitglieder sich so peinliche Blößen gibt wie am Freitag Herr Dr. Sinzheimer. Er mußte sich doch selbst sagen, daß er in marinetechnischen Fragen er­probten Seeofsizieren nicht gewachsen sei. Daß er sein Sachverständnis auch auf die technischen Möglichkeiten der Funkentelegraphie anSdehnen wollte, hat ihn der L ä cher­lich ke i t der Zubörer des Untersuchungsausschusses preis- gegeben. Solche Fälte sind nicht vereinzelt. Immer wie­der hat man daS Gefühl, daß die Mitglieder des Unter- suchnngsansschusses in die zur Verhandlung stehenden Fra­gen, in die großen politischen Probleme, nichtgenügenbeingedrnngen sind." DieFrkf. Zeitg." rät dann dem Ausschuß, sich ans Grund der ülkten besser vorzubereiten, anstatt daß vor aller Oeffentlichkett mti allzu großer Geschäftigkeit man kann fast sagen Gespreiztheiteinzelne seiner Mitglieder schlechte Figur machen." Der Unter­suchungsausschuß solle nicht zum Tribunal werden, seine Ausgabe sei nicht die eine» StaatSgerichtShoseS. Der objek­tiven Wahrheü solle er bienen und daher entspreche eS nicht seiner Würde,wenn einzelne seiner Mftglieder zu advokatorischen Trick» greifen, als ob sie einen verstockten Verbrecher vor sich hätten." Endlich gibt das Blatt selbst zu, die Anllage rechtsstehender Blät­ter seinicht ohne weitere- vo« der Hand zu toetfen", daß die Parteipolitik de« Ausschuß beelx- flusse.

DieBossische 'ßeitune" betont besonder» den Reinfall de» demokrattschen Abgeordneten Gothel», der an den amtlichen mit dem U-Bootkrie, zusammen- hängenden Ziffernherumkrüisierte" «nd ans die Litte eines Marineossizier» nach Bekanntgabe der Zabien, aus die sich Gothei« stütze, zugebe« mußte, daß er gar keine Zahlen besitze, daß er sie irgendwan« mb irgendwo in der Zeitung gelesen habe. Abgesehen davon, daß noch immer große Verteidigung»- «fetz Anvagerede« von Vertretern der Regierung <Dr. David) gehakten würden, sei es doch ei« unmöglicher Zustand, daß ne Mitglieder des Ausschusses Fragen stelle«, die sich nicht aus Talsachen und Akrenkenntrn- stützen »der aber ecf

k» Wst sie U'Bootskrieg mit g

werben noch von einigen deutschen flbtettaegee ver­teidigt. Der Hauptteil der deutsche« und ruftikche« Truppen ist auf Surtenhof an der Düna zurückge- gausen. Auch aus den Mitauer Borftädten find die Deutsche» vertrieben. Die Kriegsschiffe der verbündete« sind in den Hafen eingelaufen.

fescheiW» »an»? feT

853 »ick» stets eine der größten Ironien der Welt- .. . Vichichte bleiben. Ich stimme durchaus dem Grasen berg 15 Eecnsto-ff, dessen politische Auffassung ich sonst nicht -* teile, bei, wenn er in Magdeburg sagte:Ich kann F Seestehe», daß man de« U-Booiskrieg machte, aber , Bunt, daß man ein Jahr lang nicht wußte, was machen sollte", und betrachte seine Aeußernng cks ein erfreuliches Zeichen beginnender politischer Er- kmntuis auch im demokratischen Lager, wohin uns die, ton dem ja damals schon bestehenden schwarz-rot- tzokdeuen Block stark beeinflußte auswärtige Politik teSpenb des Krieges geführt hat.

^aris der Czerninsche Bericht an den Kaiser 8tti bklaunt wurde, in dem die Lage Oesterreichs in dustersten Farben geschildert wurde. Daß dieser _ unseren Feinden nun auf dem Umwege SSt fEber Deutschland zur Kenntnis kam, ist allge- n bekannt. Wenn schon dieser Bericht dem durch H'* U Vootkrieg ins Wanken gekommenen Vernich- ll«-.-willen unserer Feinde neu stärkte- wieviel mehr v daß durch bir* mit dem Fehlschlag des U-Boot- »ilges durch Erzberger begründete FriedenSreso- 11 o n von Juli 1917 der Fall gewesen. Nach mei- Kenntnis der Dinge hat damals eine ganze Reche Abgeordneten aus innerpolitischen Grün- geglaubt, ihre Stimme für diese verhängnisvolle iPkMtiiion abgeben zu müssen. Man wollte, wie es 7*^3 hieß, die Sozialdemokratie bei dec Stange hal- «u, Zxtzjxxx mar, nachdem eins ihrer Hauptkriegs- Vernichtung des zaristischen Rußlands war, nur noch mit einem sehr kleinen Bruchteil Seele bei dem uns ailfgezwungenen Verteidig-

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Die »Obertzessische Zeitun," erlchoint sech»»«l «»^«rtlich. Der 1#11* £ Vezuisprei» beträat monatlich 1.80 «K. frei in» $«»:«; »vrch »ie Post *$2. feVe 1.7» 3. ohne Seteigel * *ertar - -. * "

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