geben, den einmal ins Werk gesetzten rücksichtslose» U-Boot-Krieg wieder rückgängig zu machen?
Admiral Koch: Es ist Ihnen allen bekannt, dah die englische Flotte von Kriegsbeginn an sich stets von deutschen Eerväfern fernhielt. Abgesehen von einigen Vorstößen in die deutsche Bucht war nichts von ihr zu sehen. Wider Erwarten ver« z i ch t e t e England also auf eine Seeschlacht; denn in England selbst konnte man wohl nicht anneh« men, daß die schwächere deutsche Flotte den Feind an seiner eigenen Küste aufsuchen würde, was unter faktisch ungünstigen Bedingungen stattfinden mußte. England ging auch nicht zu einer völkerrechtlichen Blockade über, in dem klaren Bewußt- sein, daß, wenn es das getan hätte, es damit eine» großen Teil seiner Flotte im Blockadedienst festgelegt haben würde. Letzten Endes wäre es doch wohl gezwungen gewesen, seine Schlachtflotte einzusetzen. England bemühte sich statt besten, sein« Kriegsschiffe vom Kriegsschauplatz zurückzuhatte«, fie in sicheren Häfen aufzubewahren und statt einer Blockade nach internationalen Regeln eine solche zu eröffnen, die allem Völkerrecht Hoh« sprach. Es konnte mit leichten Streitkräften und Hilfsfahrzeugen die Zugänge zur Nordsee absper- " •* ren und durch wirtschaftliche und physische Aushungerung des deutschen Bottes den Frieden erzwingen unter gleichzeitiger Vergewaltigung vo» Neutralen. Auf diese Weise entstand die lo- genannte Hungerblockade, die unserem Volk so schwere und entsetzlich« Leiden gebracht hat und in deren Ausführung sich die englische Brutalität und Mißachtung aller völkerrechtlichen Regel« rücksichtslos zeigte. England hatte seit Herbst 1914 auf diese Weise seine Hand an unserer Gurgel, und Deutschland war dagegen fast m a ch t l o s. Da ergab sich in der U-Bootwafse da» gegeben« Mittel, dem englischen Wirtschaftsleben und damit -- schließlich seiner politischen Macht und der gesamte» Kriegführung der Entente in Gestalt der Verringerung seine» Frachtraume» Schaden zuzufL^n. Die Schwäche des U-Boots liegt in seiner leichten Verletzlichkeit bei Neberwaflerverwendung. Die U-Boote sind bis auf die letzte Zeit nicht gepanzert gewesen. Zeder einzelne Treffer konnte also da» Boot ttufjet Gefecht setzen und tauchunfähig machen« Vor allen Dingen war einem getroffenen U-Boot die Mögluykeit genommen, aufzutauchen. Allerdings mußte bei Verwendung des U-Boets eine unterschiedliche Behandlung von feindlichen und neutralen Schiffen fast unterbleiben, wodurch eine Gefährdung der neutralen Beziehungen nicht aus« ’ geschlossen war. Zum ersten Male wurde durch da» U-Boot die Möglichkeit gegeben, ohne Besitz der Seeherrschast die Axt an die englische Seeherrschaft zu legen. Außerdem war die Anwendung dieses Machtmittels von der militärischen Notwendigkeit abhängig. Zm Herb st 1916 war es immer klarer geworden, . daß die physischen und wirtschaftlichen Hilfsmittel Deutschlands, und vor allem die unserer Bundesgenossen binnen absehbarer Zelt im Erschöpfungs- krieg und in der Hungerblockade zur Neige gingen. Die Aussicht auf eine günstige Entscheidung im Landkriege war kaum noch vorhanden. Nach Ansicht des Admiralstabes mußte auch die Rücksicht auf Neutrale zurücktreten. In der Denkschrift de» Admiralstabes, die am 22. Dezember dem Hauptquartier übergeben wurde, ist die Ansicht Holtzen- dorffs hierüber festgelegt. Darin heißt es, daß das Ende des Krieges unter allen Umständen baldigst herbei geführt werden müste, wobei auch die Folgen eines amerikanischen Eingriffs in den Krieg nüchtern abzuwägen seien. So blieb nur die Wahl zwischen zwei Uebeln, von denen das eine der sichere Untergang war. Die Antwort auf das deutsche Friedensangebot hatte gezeigt, daß unsere Feinde es auf die Vernichtung Deutschlands abgesehen hatten. Admiral v. Holtzendorff war der Ansicht, daß von da ab die Zeit gegen uns und nicht mehr für uns arbeite. Der Krieg könne auf dem Lande nicht mehr gewonnen werden, und außerdem verlange die Oberste Heeresleitung die Unterstützung durch di« Marine.
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Aus dem besetzten Gebiet.
Die Kohlenuot.
wb. Ludwigshafen, 6. Nov. Der Oberbefehlshaber der Rheinarmee hat es abge- lehnt, ein Verbot oder eine Einschränkung i« der Zureise französischer Familien in das besetzte Gebiet, mit Rücksicht auf die außerordentliche Kohlennot zu erlassen. Der Befehlshaber der englischen Besatzungstruppen dagegen hat jetzt eine Verordnung erlassen, die sich gegen das Ueberhandnehmen von Vergnügungsreisen an den Rhein durch Be- satzungstruppen wendet. .. .
Marburg
Freitag, 7. November
I Der l«jeigen»T«t» beträgt fix btt igel». Zett« «0 4 tt. 50»j, teuentnQ«$uf'l.[.
45-», tmtUche M. «uewirtige 55 Aeklameztil» 1.50J«. Jeder R»b«tt gilt «1» Bcnabatt — Bei »„tunst durch die GeichätttKell» ».Vermittlung der « «gebet« 25 4 6e«betgebt6t. — Postscheckkonto: Ar. 5015 Amt Frankfurt a. M.
54. Jahr-f 1919
itttt
mit dem Krelsblatt für den ÄrelS Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhesien
Die „Oberbessiscke Zeitung" eii*ei»t sechs«»! wöchentlich. — Der
f.
M *141 i Uez»g»preis betragt wonttlieb 1.60 X. frei in» HauS; durch die Post I JO ÄVi 1.75 .//. ebne SefteSaelb. - Verlag o» vr E Hitzerotb. — Druck der $ F llniu -Bnchdr. von I oh. A u g. Koch, »arkt 21/28. — Fernsprecher 55.
leiflnj be. ijJ eb nj ickiJ sor.
I. flern Br»ie iber»4
Bel ’li ltr. 21.
schließlich der frühere Leite, de« „Vorwärts", Ernst D ä u m i g, «it radikalen Genossen des Metallarbeiterverbandes den Umschwung der Verhältnisse durch ein Reoolutionskomitee angezettelt hatte, daß der jetzige Reichspräsident Ebert noch am Vorabend der Revolution den Umschwung durch ein Aktionskomitee zu bremsen versuchte und daß der letzte kaiserliche Reichskanzler, Prinz Max so» Baden, den Umschwung vollendete, indem er dir Abdankung des Kaisers und des Kronprinzen öffentlich brkanntg-rb, obwohl sie ncch nicht erfolgt rotten. Dr. Henninger führt weiter en £>«ftb m wichtig«« Tatsachen aus, daß eg am S. November an einem militärische« Befehlshaber gefehlt hat, der die Verantwortung für entsprechendes Handeln getragen hätte.
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Der Sm»! men MMM.
Rückzug Kottschak», großer Erfolg Denikins.
wb. Petersburg, 6. Nov. Die Zivilregierung Omsk meldet: Die Arme« K o l t s ch a k zieht sich auf der ganzen Front zurück. Denikin machte 5 5 0 00 Gefangene und viel Beute.
Petersburg „außer Gefahr."
wb. Petersburg, 6. Nov. Trotzki gibt bekannt, daß der Feind aus bet Umgegend vertrieben und die rote Hauptstadt außer Gefahr sei.
Umgehungsmanäver der Bolschewisten.
wb. H e l s i n g f o r s, 3. Nov. In der Gegend des Peipussees nehmen Bolschewisten Umgehungsmanöver mit Kavallerie vro und greifen gleichzeitig heftig in Richtung auf Pleskan an.
Die Flotte der Verbündeten beschießt die Truppen Vermonts.
mb. Helsingfors, 5. Nov. „Hufvudstads- bladet" meldet ans Riga, daß die Ententeflotte die Truppen des Obersten Vermont unter lettischer Flagge beschießt.
Keine offizielle finnische Hilf« für Judenitsch.
»ob. Helsingfors, 5. Rov. Die finnische Regierung teilte Judenitsch schriftlich mit, daß Finnland außerstande ist, Militärhilfe gegen die Bolschewiki zu gewähren. Sie bgriindet diese Weigerung mit den begrenzten finanziellen sowie militärischen Hilfsquellen. Weiterhin wird hervorge- hobert, daß die ?8estmächte Finlands Teilnahme weder offiziell unterstützen noch ökonomisch« und militärisch« Hilie versprechen. Dagegen finden Verhandlungen über eine freiwillige militärische Hilfe sinnifcherseits statt.
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Die Haltung der deutschen Truppen.
wb. London, 5. Nov. (Meuter.) Als Erwiderung auf eine Anfrage erklärte Churchill im Unterhaus, bas verfügbare Belveismaterial zeige, dah dir Stärke bet deutschen Streitkräfte in den baltischen Staaten etwa 35 000 Mann betrage, von denen 15 000 Mann anscheinend gewillt seien, nach Deutschland zurückzukehren. Die übrigen 20 000 seien den deutschfreundlichen russischen Truppen unter Vermont beigetreten, dem Judenitsch die Anerkennung verweigere.
Helsingfors, 5. Nov. Nach einer Warschauer Meldung haben die Westmächte Polen aufgefordert, mit den Randstaaten eine gemeinsame Front gegen die Bolschewisten zu bilden. Die Polen erklärten sich hierzu bereit, sobald die deutschen Truppen die Dftfeeprotinyn verlassen hätten.
Uebertritt weiterer deutscher Truppen «ach Litauen.
wb. K o w n o. 5. Nov. Am 31. Oktober sind etwa 1000 deutsche Soldaten bei Tauroggen in Litauen einmarschiert. Die Versuche die Truppen zur Rückkehr nach 'Deutschland zu bewegen, sind bi» jetzt erfolglos getvesen.
Die Erpresser.
4lnneh«e» »der ablehne».
Genf, 6. Nov. Laut „Libre Parole' gibt eS über die neue Note kein Berhandeln mit Deutschland. Die Note ist nur anzunehmen ober abzulehnen. Im letzteren Falle wird der Frieden nicht ratifiziert.
wb. P a r i s, 8. Nov. (Reuter.) Der Oberste Rat setzte die Niederlande davon in Kenntnis, daß er an seinem Beschluß, die nach Ausbruch des Krieges gekauften deutschen Schiffe nicht als holländisches Eigentum anznerkennen, festhalt«.
Erhebung der Aeqypter.
. wb. Genf, 7. Rov. Zn Aegypten ist dis 9te» volution ausgckbrochen. Aus allen Gegenden werde« Kämpfe gegen die Engländer gemeldet.
Mcin tut gut, die Erwartungen hinsichtlich be» Verlaufs der Erhebung nicht zu hoch pl spanne».
Der MooKM
Vernehmung Bethmann Hollweg» und Admiral Koch».
Sitzung bfS Untersuch ungLauSsch-isses vom 6. November.
Graf Bernstorfs gab zunächst Auskunft über die durch die Absperrung Deutschlands erschwette deutsche Propaganda in Amerika. Dann wurde die Ansicht des Staatssekretärs a. D. Zimmermann erörtert, dieWil- sonsche Friedensvermittelung stehe unter englischem Einfluß. Nach Erllärung eincS neutralen Ministers wurde dec Schritt WilsonS dahin gedeutet, daß er den Ziveck verfolg«, die ZentralmSchte im JntereffeEng- kands zur Bekanntgabe ihrer Bedingungen zu zwingen. (Straf Bernstorff war zwar der Meinung, daß die Friedensnote Wilsons England sehr unangenehm gewesen sei, gab c8 ober als möglich zu, daß vorher bei Eng- land Erkundigungen e i n g e-t 8 gen wordensirü>. Darauf äußerte sich Herr v. Bethmann Hollweg über den N-Bootkrieg:
D» Antwott der Entente war eine apodiftische Absage der BerhandlungSbereitschaft. Auchdie nach dem 9. Januar abgegangene Antwort der Entente auf dir Fnedensnote WilsonS hat in mir nicht die Ucber- zeugung Hervorrufen können, daß ich am 9. Januar Unrecht gehabt hätte, wenn ich bei meiner Haltung davon ausging. daß ich eine Verhandlungsbereitschaft der Entente in absehbarer Zeft nicht erzielen könne. Ich wiederhole: Der U-Bootskrieg blieb ein Erveriment. Die Akten darüber sind noch nicht abgeschlossen, wie weit die Wirkungen des U-BootkriegS tatsächlich gereicht haben. Wir werden daS erst später aus den Men der Entente hören. Ich habe den Eindruck, daß die Wirkungen weitreichend gewesen sind. (Bewegung.) Ich kann mich des Eindrucks nicht verschließen, daß im Mai—Juni die Besorgnisse in England vor den Wirkungen deS U-BootkriegS außerordentlich stark gewesen sind. Ich glaube, man hat sich in manchen Kreisen Deutschlands die Wirkung deS U-Boot- kriegeS optimistischer dargestrllt, als an sich die Politik lchen Realitäten ermöglicht hätten. Sah England, daß der U-Bootkrieg ihm wirksich an die Nieren ging, dann hätte eS n i ch t den völligen Zusammenbruch abgewartet, sondern es hätte die Gelegenheit genommen, schon vorher, natürlich nicht unter Erllärung der Kapitulations- bedürstigkeit, Verhandlungen anzuknüpfen. D i e s e r M o- ment ist dagewesen. Diese Wirkring deS U-Boot- kriegeS ist erzielt worden. Der Beschluß ist trotzdem verhängnisvoll geblieben, well er unS schließlich vor daS Ergebnis gestellt hat, baß Amerika eine Unmenge von Truppen nach Europa geworfen hat und wir einer erdrückenden Uebermackt gegenüberstanden, die beim gleichzeitigen Zusammenbruch unserer Bundesgenossen die miß» tärische Lage so gestaltet hat. wie sie im Herbst 1918 war. Es lag damals vor bie Ueberzeugung der militärischen Stellen: Ohne den rücksichtslosen U-Bootkrieg können ivir den Krieg nicht zu einem guten Ende führen. Und fiir mich lag die Ueberzeugung vor: Ich kann n i ch t in Aussicht stellen, daß ich den Krieg in anderer Weise wenden würde (mit erhobener Stimme). Da mußte etwas geschehen. Da mußte eine EntscheLung gefällt werden gegenüber der Haltung der Mebrhett des Parlaments, gegenüber einer von ehrlichem Glauben getragenen lieber» zaugung der weitesten Volksschichten, daß die Unterlassung deS U»Bootkrieges bedeuten würde, die Zukunft der Nation zu opfern. In dieser Lage — und ich bin noch heute der Ansicht, daß ich richtig gehandelt habe — habe ich gesagt: „Ew. Majestät, ich kann Ihnen nicht raten, sich in Widerspruch mit dem Votum Ihrer misi- tärischen Ratgeber zu setzen." Ein Gehen meiner Person würde an der Sache nichts geänbert haben. Für mich ist entscheidenb die Kollellivnote bet Entente vom 13. Februar gewesen. Diese hat mir die Aussicht geraubt, in absehbarer Zeit eine Friedensbereitschaft bet Entente zu erwarten, und bie Kongreßrede WilsonS am 17. Januar konnte ich nicht als einen Schritt zu einem für uns akzeptablen Frieben ansehen. Im übrigen würde ich den U-Bootkrieg für ausschlaggebend gebatten haben, selbst wenn die Mehrheü des Parlaments gegen ihn ge* wesen wäre. Nach Ansicht deS Parlaments selbst hatte die miütärische Leitung das letzte Wott zu sprechen.
Für den Schluß der Sitzung wird, da Angelegenheiten einer neutralen Macht zur Verhandlung kommen, die Oefftntlichkeit ausgeschlossen.
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In der Sitzung vom 6. November erfolgte die Vernehmung des Admirals K o ch, des ersten Mitarbeiters der verstorbenen Chefs des Admiralstabs v. Holtzendorff.
Vorsitzender Warmuth: Wir sehen, wie seit Frühjahr 1916 sich ein starkes Drängen nach dem rücksichtslosen U-Boot-Krieg zeigte. Dieses Drängen verliert auch nicht an Kraft durch den W i - derstand ziviler Instanzen. Vorbehaltlich der Verlesung von Niederschriften des Herrn v. Holtzendorff bitte ich folgende Fragen zu beantworten: 1. Was bestimmte dieses Drängen nach dem rücksichtslosen U-Boot-Kricg? Welche Eesamtlagc insbesondere schien ihn erforderlich zu machen? 2. Was rechtfertigt« die Zuversicht in die Leistungen des rücksichtslosen U-Boot-Krieges? 3. Was war die Ursache, daß dieser mit Sicherheit angenommene Erfolg ansblieb?
Außerdem wird noch die Unterfrage gestellt wexdrrr: Wie war technisch eine Möglichkeit ge-
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wb. Berlin,!,. Nov. Auf Befehl Noskes ist Erlaß zum Schutz lebenswichtiger Betriebe vom . Oktober für Groß-Berlin wieder in Kraft geworden. Dadurch werden olle Maßnahmen, ■t bezwecken, lebenswichtige Betriebe stillzulegen, 8t Gefängnis st rase oder sofortiger Verhaf-
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wb. Berlin, 8. Rov. Die Reichsregierung b bk preußische Regierung erlassen einen Auf- an das Volk, in dem es aufgefsrdert wird, dem
den Berliner Radikalen erklärten politischen emeinausstand entschiedensten Widerstand leisten. Das Volk wolle Ruhe, Frieden, Ord- Mz und Brot und werde sich in feiner iibcrwie- Esden Mvhrhktt gegen jene Elemente wehren, die
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8«fl snng des Voll-ugseats der Arbeiterrate Groß-Berlin«.
mb. Berlin, 7. Roo. Der Ob-rücfthlshaber sie hat wegen der politischen Hetze den Doll- prat der Arbeite -Aäte Grstz-Aerlins für auf- erklürt und ihm jede meliere Tätigkeit unter fandrohung untersagt.
F «b Berlin,?. Rov. An verschiedenen Skl-
Die Schuldige« de» 9. November.
Die neuste Nummer des „20. Jahrhunderts" Mlt einen Rückblick des früheren Chefs der po- eschen Polizei, Polizeidirektors Dr. Hennin- auf den 9. November. Da der Verfasser durch chr« Stellung am Oberkommando in den Marken Ehrend der Kriegsiabre Gelegenheit hatte, ge- Einsicht in die damaligen Verhältnisse zu neh- so bietet seine Darstellung über den Ursprung den Verlauf der Berliner Revolution eine ^kntisch« Grundlage für die Geschichte des 9. No- klnb-r 1913. Man entnimmt daraus, daß aus-
ache wurde mit großer Mehrheit folgende Ent- ießung angenommen: „Die Generalversammlung W den im Kampf um ideale Grundsätze der Ar- kierschaft stehenden Metallarbeitern ihre vollste thi« aus. Die Generalversammlung ver- fedoch, daß über den Generalstreik der Buch- t diese durch Urabstimmung entscheiden ." Weiler wurde beschlossen, aus der Gau- den ausständigen Metallarbeitern 10 000 M verweisen.
»b. Berlin, 6. Rov. Di« Schuldeputation *h«te es ab, ihrerseits eine Anregung zu
offiziellen revolutionären Feier in den Ber-
gesuW^S bedroht.
). ® Ausruf der Regierung.
ausa» n, ftin alt M äiiccZ
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' "2 •*««« werd Leben und Gesundheit von GO Milli- Deutschen mit Ausbietun. aller Kraft schützen.
fr"t t ntet Hk?' _93 lies
citqai: len, 8
Ko Jien M-h! a, niU
Ml», den Allaemeinausstand in allen Betrieben H erklären und die Berhandlmigett mit den aur- tigen radikalen Organisattoneil fortzusetzen, den Rusftand zu einem allgemeinen deutschen land auszudrhnen. Zn einet revolutionären iseubahncrurrsammlung wurde mitgeteilt, dasi Zer Ansch lust der Eisenbahner an die e Ausstandsbewegung unter allen Umständen rchgesiihrt werden müsse. Im Laufe des g-stri- Tages wurde» hier 13 Strsikorganisatoren auf und des llloske-Streikerlgsses f e st g e n o m m e n. Durch gestern in den Fabriken verteilte Hand- tte( werden die revolutionären Arbeiter ausge- rt, sich am 7. und 8. November an den Demon- tionszügcn des Berliner Proletariats zu br- en. Zn Spandau fordern gleiche Handzettel
®ie Haltung der Buchdrucker.
an t » Be r l i n , 5. Nov. In einer stark besuchten __02S Mneratversammlung der Berliner Buchdrucker *hmen die Vertrauensleute Stellung zum geplan- ASgemeinausstand. Nach eingehender Aus-
Krbeiter und Arbeiterinnen zur Wksderbefitz- richtt Weisung der Spandaurr Staatsbetriebe auf, di« November 1918 von den revolutionären Arbei- bercits einmal in Verwaltung genommen wa- und in 8 Monaten mehr als 11 Millionen rf beansprucht haben.
Die Vers'.-che einer radikalen Minderheit, die eukahucr zum Ausstand zu beweisen, s ch e i -
Kqngrgm ruht der Beikehr auf wenigen Linien der zMi-Wdiischen Stratzönbah« infolge Sympathieaus-
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fmüti wb. Berlin, ,(>. No.. Gestern Abend beschloss die radikalen Betrieb»- und Arbeiterräte noch'