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Wt, vor und richtete dann an Bethmann Holltoeg fol-

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bes $ehnn Hindenburgs zu halten. Ern Kanzler ater,

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kiche Führung zu erzielen.

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abe-dt ;Mm IO1/-; Uhr eröffnete der Vorsitzende Abg. War- Lasern»u th die Sitzung, nahm zuerst die Vereidigung'des

des iZriedensvertrageS burchgcführt wird. Bonar Law erwiderte: Ich bin mir dessen nicht bewußt, daß der erste Teil der Frage genau die Stimmung im Lande wieder- gibt. Die Regierung sieht nicht ein. tveshalb Bestim­mungen des FriedenSvertrageS, die vorn Hause gebilligt wurden, nicht auSgeführt werden sollen.

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Hierum drehten sich die Anseiu- en der poetischen und militärischen

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fensbrdingungcn nicht mitgeteilt Ivotben? 3. Aus Welchen Gründen hat die politische Reichsleitung die WU ihr angeregte Friedens aktion Wi:svnS nicht weiter ^betrieben und statt ihrer ihre Zustimmung zur Füh- WvA da? rücksichtslosen U-Bootkllcgrs geg.'bm?

Herr d. Bethmann Hollweg, der gegenüber dem Bor- Wenden am Zengentisch Platz genommen Hal, ging |h lagere« weit aushvlend«'. Darlegungen aus den ge» Renten Fragenkomplex ein und faßte seine Anttvort dahin zusammen: Der Beniner Zentralstelle war ^Weiselhast, ob der Friedensschritt W'lsons über Wucht erfolgen tverde und ob er noch in eine günstige fEtistische Lage fallen würde. Die Berliner Zentral- Aelle zog daher,-nm den militärischen Zeitpunkt nicht W verpassen, um durch eine öffentliche Aktion zu den Mlkern der Entente vorzudringen, den Weg des össent-

ll», 4 Uhr. I

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wahrscheinlich eine nachteilige Wirkung haben. Carlier: Belgien sagte, aus moralischen Gründen könne er n i ch

- Amerika bedeute. Hierum drehten sich die Auseiu-- rmeW itabet rtznngen zwischen der poetischen und militärischen 4 915 iBdtu-j. Entscheidend war, daß die Oberste Heereslei- jkng entschlossen war? es auch mit Amerika aufzuneh- '**»>w »en, und sie ließ es ans eine Machtprobe mit der poli- Mchcn Leitung ankommen. Mst dem Ausscheiden mei-

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für die Entschließung stimmen, aus wirtschaftlichen nicht dagegen. Die Entschließung wurde mit 47 gegen 1 Stimme angenommen.

Die Frage der Auslieferung de» Kaiser».

wb. London, 81. Oft. (Reuter.) Lane Fox richtete im Unterbau» an Bonar Law die Frage, ob er Wiste, daß im Lande die Stimmung gegen da» Gerichtsverfahren gegen den vormaligen Deutschen Kaiser wachse unb daß man ihn lieber der .Bestrafung durch sein eigenes Ge- misten und der Verachtung der Wett überlasten' wolle und ob Bonar Law diese Frage dem Unterhaus zur Sb- stimmung unterbreiten wolle, bevor diese Bestimmung

ynbe drei Kernsrag en: 1. Aus ivelchen Gr stu­tzen ist das Friedensangebot vom 12. Dezember durch W Zullmlmächte erfolgt, trotzdem eine Fr'edensaktion

stelle Fragen hier zu anttoorten. Er bitte, derartige Stagen schriftlich zu formulieren und ihm Zei: zu kfifH, <yi3 den Akten die notwendigen Kennln:ffe zu 'tiefen, bitiüt emrHALkLeidliche Beanlworiung nut*

In der Nachmittagssitzung wurde in der Bernch- stuiug desirüh r.n Reichs auz crS v. Br hman > Hollweg Ungefähren. Auf eine Reihe von Fragen, ob er dem ktverilanischen Botschafter Gerard konk>e e Frredensbe- fengungen mitgeteilt habe, antwortete Herr v. Beth-

üe MmeWmg Seüimatin Wvm

r wl. B er [in, 31. Okt. Der zweite U'.'terausschuß ty vorlameniarischen Unter^uchuugsa> s'chus'es, der j#e Fki'densmSyftchseiten untersuchen soll, »rahm h ue fette ArbeiteN'^iit der Vernehmung des ftühe-cn Michs7üu-lerK-^v,-Bethma un Hollweg wi der Mif. Die Betchändlungen fanden diesmal im großen Male des HüirßlauSschusses im Rcichstagsgebäuoe statt.

Die Rüullittuq der baltischen (Gebiete.

Deutsch-litauische vereinbar»«».

Wb. Kowno, 31. Okt. Zwischen den deutsch«, wn> litauischen Behörden ist eine Vereinbarung mit Wirk« amkeit vom 2. November über folgende Punkte zustande gekommen: 1. Festlegung einer neutralen Zone. L bet Bahnhof RadziwUischki bleibt für die Räumungs^eit deutsch, 3. zur Untersuchung der Zusammenstöße zwischen den litauischen und den deutschen Truppen tritt am 2. November eine gemischte Kommission in Rossienie zu« ermmeu.

England.

tob. Amsterdam, 31. Okt. DemAllgemeen Handelsblad" zufolge berichtet der parlamentarische Korrespondent derTimes", daß die englische Re­gierung beschlossen habe, zur Stärkung ihres Ansehens, daS während der letzten Monate stark gelitten hat, Im ganzen Lande eine Propaganda zu be­ginnen, die von Lloyd George und Bonar Law ge­leitet werden soll. Es sollen zwischen bem 10. 11. und 15. 12. 200 Massenversammlungen veranstaltet iverden, n denen Minister als Redner auftreten werden. Die ,anze Koalitionsmaschine wird für dieser^ Plan in Bewegung g-setzt. Den Industriezentren wird beson- icre Aufmerksamkeit gewidmet werden. In London werden Lloyd George und Bonar Law in Gegenwart Amtlicher Minister Reden halten.

Wb. L o n d o n, 31. Okt. Das Unterhaus hat mit 171 gegen 81 Stimmen beschlossen, daß auch Frauen künftig in der Lordkammer Sitze haben können.

Die Bedingungen für die Einreise nach England.

iob. Berlin, 31. Okt. Da? britische Konsulat in Rotterdam gab bekannt, daß eS deutschen Kaufleuten Sichtvermerk zur Einreise nach England erteilt, wenn ie nachweisen, daß die Reise mit britischem Interesse verknüpft ist. Bei tveniger wichtigen Angelegenheiten hat es jedoch vorher in London anzufragen. Deutsche ; Frauen und Witwen von englischer Abkunft werden jetzt ohne weiteres nach Großbritannien zugclasien. Mütter und alle Söhne über 16 Jahren müssen ihre britische Ab­kunft glaubhaft machen, tvenn sic einen Einreiseantrag stellen, sonst werden zunächst Erkundigungen in England eingezogen. Tie Nciselustigen haben sich, tvenn sie im unbesetzten Deutschland wohnen, mit, ihrem Antrag an die Niederländische Gesandtschaft, britische Abteilung, Berlin, Wlhclmstraße 71, oder an das nächste nieder­ländische Konsulat zu tuenden.

Die neuen Unruhen in Aegypten.

Wb. Rotterdam, 31. Okt. DieMorning Post" meldet über neue Unruhen in Alexandrien am 25. Okto­ber, daß eine ansehnlich« britische Infanterie- und Ka­valleriemacht zur Unterstützung der ägtzptisckn Polizei eingesetzt werden mußte. Es wurden während der Un­ruhen 39 Polizeiinspektoren und Beamten verwundet. Etwa 50 Aufrührer wurden verletzt, einige davon getötet. Zahlreiche englische Soldaten auf Lastkraftlvagen wurden mit Steinen beworfen. Wie das Blatt meldet, sind an den Unruhen die Führer der Nationalpartei schuld, die in den Moscheen und in den Blättern die eingeborene Bevölkerung anfhetzicli. In Oberägypten herrscht Ruhe.

Deuschland fest, daß ihnen die Entscheidung zustehe, tote der Krieg geführt und beendet werden solle. Es Isqv fest, daß die politische Leitung sich ihnen zu fügen habe Der Reichstag, von dem Parlament des Drößten Einzelstaates ganz zu schweigen, unter»

> schaffen Vielleicht hätte eine zu Beginn des Stic* E geschaffene parlamentarische Regierung an sich ker sein können. Mit erhobener Stimme schloß er, die Mehrheit des deutschen Volkes und seine gesetzt Lche Vertretung das Uebergewicht der mllitärischen iieitunz gewollt habe, und daß es wohl nur einem Hanne von der Autorität Bismarck- mSglich ge-

Der Simpl KM RSIMIM.

Die bolschewistischen Angriffe zurückgeschlagen.

tob. Helsingfors, 31. Okt. (Havas.) Unter dem 29. Oktober wird berichtet, daß alle Angr'.ffe auf bei Petersburger Linie mit großen Verlusten für die Bolschewisten zurückgeschlagen morden sind. Nach einer großen Schlacht zwischen Krasnoje Sselo und Gatschina sei die Armee deS Generals Judenitsch bis Srasnofe Sselo vgrgerückt und habe 1500 Gefangene gemacht.

Wb. London, 31. Okt. (Reuter.) Dos Kriegsamt teilt mit, daß eine starke rote Trupvenabteilunz in die Lücke zwischen der Nordwestarmee und der estnischen Armee eindrang. Ein Gegenangriff unter General Pirkimi stellte die Lage wieder her und schnitt die durch die Lücke marschierende bolschewistische Kolonne, ab, vernichtete sie und machte 1500 Gefangene. Pirkimi rückt jetzt nach Krasnoje Sselo vor. Die Mel- düng, daß General Judenitsch Gatschina geräumt Hal, stellt sich als unrichtig heraus.

tob. H e l s i n g s o r s, 31. Okt. Die Nordwestarmee gab an der Pleskaufront weiteres Gelände frei. DaS englische Geschwader hat mit Hilfe von britischer Ar­tillerie Angriffe gegen Krasuaja Gorka unternommen

tob. Amsterdam, 31. Okt. In dem amtitchen Heeresbericht vom 29. Oktober erkennt General Jude- nitsch an, daß seine Offensive gegen Petersburg wegen mangelnder Unterstützungnicht die erwarteten Fol­gen" gehabt habe.

Crfolge Denikin».

tob. London, 31. Okt. (Reuter.) Der brittsche Vertreter bei der Armee Denikin. General Holmann, meldet ein« Reche von Erfolgen läng» der ganzen Linie. Die Donarme« umzingelte bei Zarizin bt^22. bol­schewistische Division. Der EisenbahnknotenpunL Briflo- glebft wurde genommen. ES wurden 900 Gefangene ge­macht. An der Uralfront machten die Freiwilligen 500 Gefangene und erbeuteten 6 Geschütze und 29 Maschinen, gcwebre. Bei Woronesch hatten die Freiwilligen einen Mißerfolg. Di« heftigen Kämpfe dauern dort fort.

Kundgebung der Ukraine gegen Denikin.

tob. Berlin, 31. Okt. Aus Kamencz Podolsky; wich gemeldet: Ti« ukrainische N^i-rurig wendet sich

sonstige Meldungen.

wb. Tokio, 81. Okt. (Reuter.) Der FriedenSve» trag wurde gestern ratifiziert.

tob. Düsseldorf, 31. CIL Am 24. 10. abendg wurden Werkmeister Otto und Josef Wehr auf bei Heerdler Landstraße von 2 belgischen SoLateu angt- balten und nach ihren Pässen gefragt. Als sie dies» bervorholen wollten, gaben d e Belgier 3 Geweh» schüsse ab, wodurch die beiden Brüder im Rücken ge* troffen und schwer verletzt wurden.

tob. Haag, 31. Okt.Nieuwr Eouraat" meldet aus -New ?)otf: Anläßlich der Annahme der Gesetzes» Vorlage zur Erzwingung der Durchführung des Allohoi- vrrbo-es durch den Kongreß drangen 600 bewaffnet! Bundesbeamte in die Sch ankwirtjchasren dertaä( ein. Hierbei wurden fctoei Bürger getötet unb rrehrrM verwundet. , ... , .

tzetoicht. Einen inneren Kampf hätte ich wohl ent« ifeffcfn können, dieser hätte aber nichts weiter erreichen fernen, als einen noch tieferen Riß durch das Vol

tene »r. 97, u Jahre.

9

Wissns durch Deutschland angeregt und bis spätestens k»de Dezember in sichere Aussicht gestellt war? 2.

orknnd früheren Reichskanzlers, der in Begin'.ung seines einst- iaas. , igett UnterftaalSfetretcrS Wahnschaffe erschienen

u j dec dir ftrmalc politische Verantwortung übernommen I o« litte, wäre umso eher zu finden gewesen, als unser kolk unbedingt zur Obersten Heeresleitung hielt, alS Hindenburg mit Ludendorff an der Spitze der Heeres-- teitung berufen war. Es stand für das bürgerliche

Zungen über das, waS er bezüglich der deutschen kriegsziete in seinen Reichs tags>en gesagt habe, ge- ^rochen habe; konkrete Friedensbäiingungen habe er fernes Wissens nach dem Botschafter j'doch nicht mit-

an die Westm ächte und an alle Staaten der Bett mit einer Kundgebung, in der ste auf den harte» ! ampf hinweist, den daS ukrainische Volk seit Monate» mit eigenen Kräften, ohne fremde Unterstützung, gegen den Bolschewismus führt. Dieser Kampf werd« durch das rücksichtslose Vorgehen Denillns gegen die Ukraine» äußerst erschwert. Die Regierung der ukrainische» Völkerrrpublik, so heißt es, hat die Hoffnung auf ein« Verständigung mit der russischen Freiwilligen-Armer verloren und erwartet, daß die Westmichre, welche Do« nilln materiell Helsen, eine Unterjochung deS ukraiui» chen Volkes nicht bulben werden. Die ukrainische Re­gierung fordert, daß die Westmächte Denikin veran­lassen, die Gebiete der Ukraine zu räumen, um dadurch )em ukrainischen Bolle die MSglichkeit zu geben, i» einem Lande die Ruhe und Ordnung herzustellen.

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wendig seien. Auf eine Frage, lirwieweit Oesterreich über die Wilsonsche Friedensakllon orientiert war, antwortete Herr v. Bethmann Hollwez gleichfalls, daß, oweit es ihm im Momegt gegenwärtig sei, Oesterreich orientiert wurde, daß er aber im Moment außerstande 'ei, eine genaue Auskunft zu geben. Auf den Hinweis, daß er die Friedensvermittelung Wilsons angeregt und auf der anderen Seite Wilson doch nicht mitgeteilt habe, daß wir selbst eilte Friedensaktion unternehmen wollten, erklärte Herr v. Bethmann tzollweg, er habe die Vorteile einer Wilsonschen Friedensaktion und eines eigenen Friedensangebots gegeneinander abgewogen und habe geglaubt, zwei Eisen im Feuer haben zu 'ollen. Das sei ein praktisches Verhalten, tote eS in der Politik jeden Tag vorkomme. Er könne nur rote derhvlen, daß die Friedens aktion Wilsons durch unler Friede>lsangebot nicht beeiirträch igt worden sei Er ührte weiter aus, daß ein derartiger Friedensschritt nur bedacht werden könne zur Zeit eines militärischen Höbepunktes, und es'habe die Gelnör bestanden, daß stSilson diesen Zeitpunkt nicht erfassen würde. Er habe mit voller Absicht den Grafeü Bernstorfs gebeten, di: Aktion in Amerika weiter zu betreiben, toeil er nicht, wußte, wann Wilson heraustreten würde.

In der weiteren Vernehmting wies Abg. G o th e i n auf den Gegensatz zwischen der Obersten $)?fr8'ettunß und dem Reichskanzler hinsichtlich der Zensur hi«, die nicht zu Gunsten der Politik des Reichskanzlers einge- grffen habe. Hierauf errotberte Herr v. Bethmann Hollweg, daß toette Kreise des deutschen Volkes der ehrlichen. Ueberzeugung gewesen seien, daß der unbe- chränkte ll-Bootkrieg das einziae Mittel sei, u«S zu retten, und eine solche Ueberzeugung lasse sich auch durch Zensurinnßn ahmen nicht totmachen. Auf einen Einwurf des Abg .Dr. Sinzheimer, ob er nie­mals pessimistisch über den Ausgang des Krieges ge­dacht habe, erwiderte Herr v. Bethmann mit Nach­druck, daß er ausdrücklich feststellen müsse, daß er niemals Pessimist gewesen sei. Er habe die Lage vom ersten Tage an sehr ernst aufgefaßt. Ernst und Pessi­mismus seien ihm aber zioei verschiedene Tinge. Nun komm: wieder die Frage, warum et daS Volk nicht über den Ernst der Lage voll ausgellärt habe. Ja, sei es denn unbekannt, daß er von den Parteien, von der öflentlichen Meinung gerade um deS willen stärkste Opposition zu erdulden gehabt habe. Hatte er im Reichstag den Pessimismus vertreten, bann wär:: wir sofort zusammengcbrochen. Da war eS eine Pflicht gegenüber dem Volke, gegenüber der Armee, den Mut arsrechtzuerhalten. Auf eine Frage des Ministers Dr. D av id, ob nichts geschehen sei, die deutsche Presse auf die Friedensaktion Witsons eiuzustel^en, erklärte Herr v. Bethmann, daß die Hetze gegen Amerika ans unsere Friedrnsaftion keinen Einfluß gehabt habe. Die Oberste Heeresleitung habe er von feinen Schritten un­terrichtet. Auf eine weitere Frage deS Abg. Göt­he i n gibt Herr v. Bethmann Hollweg die Erklärung ab, daß es seine Aufgabe war, nachdem Der U-Bootkrieg einmal beschlossen war, allen gegenüber die Wirkungen des U Bootkrieges nicht irgendwie in Zweifel zu ziehen. Daß die Oberste Heeresleitung absichtlich durch Zensur- Maßnahmen seine Politik zu durchkreuzen versucht habe, sei ihm nicht bekannt. Hierauf wurde die Ver- uchmung auf Dienstag 10 Uhr vormittags vertagt.

»rdnuit-i .gfog eschen Gründen sind Wilson die konkreten Frie- »r!°a>w,

Graf Haeseler im Kriege.

Von Haiilmann Bodo Zimm er manu.

Wohl nie zog als Krieossreiwilliger eine bei den Sol» baten bekanntere und trotz aller Strenge und Sn» forbmincien beliebtere Persönlichkeit in da« Feü>, al» der alte Haeseler bei seinem 16. Armeekorps. '

Seine sWDibHg war typisch: HarmonikastiestL alter SoldakumanE fchtefe Schultern, wehende weine Hoare unter der lllaw. utschr'cka, faltiges Adlergesicht, 'avm noch Zähne. Wer große, durchdringende, scharfe Anqen. Wo er im Gcscwt, immer »u Pferde, da er wegen eines früheren B'iubruch-'s schlecht "eSen konnte er» schien, jubelte die Trupve ihm zu. So war eS beim Bor- ' marsch 1914. Einige kleine Erinnerungen an den grri» en Feümmrschall sind mir erinnerüch:

Masübergang bei Sivrh am 1. September 1914! Die Uebergangsstelle lag unter schwerstem ftanzösischen Av- tilleriesener. Es ging nicht so recht vorwärts; da^ kommt der alte Haeseler, steigt vom Pierde und läßt sich von den in Deckung liegenden Schützen aus einer naben Wirtschaft einen Stuhl holen und setzt sich seelenrnbig bei der Brückenft.'llr nieder. Die Granaten kümmern ihn gar nicht. Da? macht Eindruck!

Und in den Argonnen. TerAlte" kam, solange e» seioZustand erlaubte, zu Pferde fast täglich in das Wald- «ebet geritten ,um sein altes 16. Korps zu besuchen. Der Weg führte ihn eines Tage? auch zu dem ®eferbt8» stand eines Divisionskommandeurs. Er fragt Exzellenz nach dem Befind en und erfährt in der Antwort auch einiges über die Anstrengungen des Argonnendienstes. Und da sagt der Feldmarschall: Wie alt sind Sie, Erzel» lenz? Dieser war zwischen 50 und 60 Jahren. Aus die diesbezügliche Anttoort hin lächelt er und sagt:Junger Mann!"

Sein Zu-Pferdestrigen war für die Begleitung immer etwas Schwieriges. Denn retten konnte er nochwie der Teufel", aber daS Herauflonimen war etwas schwierig. Da mußte nachg Golfen werden. »

Hatte einst eine seine Gepflogenheiten nicht kennender Offtzier ihn zum Bügel bochgehoben und hiett ihn test, damit er sich in den Reitsitz setzen sollte. Aber Haese» (er blieb unbeweglich: nach kurzer Zeit knurrte er:bat Bein'" womit er andentete ,daß fr sein gebrochenes Vein nicht allein Herumschwingen konnte. Und so stürzte denn alles, was in der Nähe ehrfurchtsvoll Herumstand, auf ihn los unb hob und zog ihm das rechte Bein über die Pserdekruppe.

Solcher Anekdoten gibt e» viele. Sie zeigen, tote fthr Haeseler im wahren Sinne des Wortes bei der Arm« populär war. Nun $ er ein Symbol alter deutscher Größe und Macht dahingegangen.

Die Franzosen brauchen ihn nicht mehr zu fürchten, ihn ,den sie früher scheu und doch bewunderndle biable be , Metz" nannten. - ,

neu manne von oer Automat ö i»m ara» mogtttp ge- :er 8535 »t{em wäre, auch in einer solchen Lage eine einheit-

Die angebliche Rlchtausführnng bet WaftenftillstandS- bedingnugen.

tob. Paris, 31. Okt. (HavaS.) Der Oberste Rat setzte heute die Prüfung der Fragen, die sich auf die Richtausführung der WaftenMstandSbedingungen durch .Deutschland beziehen, fort. Er unterzog insbesondere den Wortlaut be« durch die deutsche Regierung vor In­krafttreten be» FriedenSvertrage» zu unterzeichnenden Protokoll« einer Prüfung. Da» enthält für Deutschland die Verpflichtung, die Waffenstillstandsbedingungen, au die sich der Friedensvertrag bezieht, innezuhalten. Der Rat nahm auch Stellung zu der von Deutschland zu ver­langenden Entschädigung für die Ver­senkung derdeutschen Flotte in Seapa Flow. Deutschland und Oesterreich gut «rbeiterschutzksnferenz gugelaff«.

tob. Amsterdam, 31. Okt. Da» Preßbüro Radio meldet au» Annapolis über die internationale Arbeiter­schutzkonferenz in Washington: Alfonso ®alaS legte eine Entschließung vor, daß Deutschland und Oesterreich von der Konferenz ükrnc internationale Gesetzgebung nicht ausgeschlossen werden können. Ein italienischer Dele­gierter erklärte, die Richtteilnahme beider Länder würde

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vre«s- hädigte einige bur$; ui igegeiK yteDiüi liittaoä ninlni

Irr na r s sich in feiner Mehrheit von vornherein dem Änflijen Votum der Obersten HeereSlritung. Für ttiaett offen geführten Kampf gegen die Autorität des Rrichskanzlers fehlte es da vor allem an einem Gegen-

i. Hann Hollweg, daß er wohl bei verschißenen Unter- unft,m- - .

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_,>cn Friedensangebots vor. Zu der ?,»eiten Frage ier» Wßerle sich der frühere Kanzler dahin, daß die positiv MSgesprochene Bitte um vertra'.zjiche Mitteilung der Ntz? Wensbedi igungen erst in die allerletzte Periode vor . gut t fern Bruch mit Amerika gefallen sei. Betreffs des s. &93 W.-B ootkrieges sagte Bethmann: Ich itrnr der Dnsicht, daß der U Bootkrieg auch den Krieg mit

.chs^cM ----,------

.n . i {►teilt Im übrigen fei er außerstande, auf einzelne hi _ , feqielle Fraaen hier zu anttoorten. Er bitte, derartige

Getru-I 811 Person wäre nicht das geringste geäiidert worden. VoH ®tr Entschluß zum unbeschränkten U Bootkrieg stand sfest. Auch der Kaiser wäre n ich t im Stande gewes:n, fäbft kenn er es gewollt hätte, einen Kanzler gegen

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Prof, sität geb.

an-

Marhurg

DieOberhessische.Zeit.ing" erscheint sechomal toSchentlich. Der

1919

Univ Buchdr. von Joh. A u g. Koch. Markt 21/23. Zerns»r«chrr 55.

Der Nazeigenvrets beträgt fit die Sgei». Zeile »0 J a. 60*1» Seiterang»juf<bl I u %>Ug ; - 45-», amtliche a. euewirtifle 55 Aeklamezeile 1.50 Zeder Rabatt gilt I '5O**8* al, Vartabatt. Bei Anekunft durch die Ede,chrtt,stelle a. Vermirtlung »er lajebate 25 J kondergtbützt. Postscheckkonto: Xt. SCI» Amt Frankfurt o. D.

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alt dem Kreisblatt für bat Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oüerheffen