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In Belgien erregt, wie demXelegroof aus Brüssel gemeldet wird, die Meldung von der Zusammenkunft der Deutschen und Oesterreicher mit den Engländern, um über die Lebensmittelnot zu verhandeln, Aufsehen, bt man darin einen Versuch erblickt, Deutschland von der Verpflichtung der Ablieferung der Milchkühe zu cniBin- den. Die Ablieferung, die am 15. Oktober hätK beginne» müssen, sei immer noch nicht erfolgt. En Protest der belgischen Negierung stehe bevor.

Sperrung de» schleswigschen Abstimmungsgebietes.

wb. Kiel, 80. Oft. Da in der letzten Zeit große Verschiebungen von Gütern, insbesondere von Vieh- und Getreidetransporten vom Süden in das nordschleswigsche Abstimmungsgebiet stattfandcn, ist die Südgrenze de» Abstimmungsgebiete- durch Truppen gesperrt.

^iiernchmlinaen bei Riga, die «ls ausreichender Au- M für die Sperrmaßnahrnen angeführt wurde, die

Marburg

Freitag, 31. Oktober

9 vom einzelne i in der Note vom 16. 10. Bezug nimmt, *"n ® Weist bi2 deutsche Regierung darauf hin, daß an den

. komme, daß sowohl nach den allgemeinen völ- 8^kchtltch«, Grundsätzen, wie auch insbesondere nach W katzRng de» I5»jtigea BSlkerdundeL im vspliezen'

Wsöcteitigle Deutsche schwer geschädigt werden, »uu- stchr feierlichst vor aller Welt Verwahrung ein« kegen. vlu'oerersrits vermag die deutsche Regierung cudirelche militärischen Gründe für den Fortbestand t drn keuden Einschränkung nicht zu erkennen. Die tsche Regierung ersucht daher nochmals dringend, Maßnahme, die bei ihrer Anordnung ausdrücklich <» vorübergehend bezeichnet wurde, nunmehr Elig anfznheben und Anordnungen zu treffen, daß Mr festgehaltenen Schisse, die sich zur Zeit ihrer Irsthaltuug in Unkenntnis der angeordneten Sperre M«nben haben, ihren Eigentümern zurückgegeben i 'rrden.

fähig id-Aegzoga-Igen. wurde, so muß die deutsche Regierunz « t-Kge-l diese ungerechtfertigte Vergeltungsmaßnahme, meist« ^rch die zahllose an den Borgängen int Baltikum

Mel taltte Kein an hie WEM.

Erstest gtgen die Oftsee^erre

den'Zalle dir BorauSketznngen für die Verhängung der wirffchaftlichen Blockade nicht gegeben sein dürften. A-S allen diesen Gründen halte die deutsche Regierung nach »ie vor dir Von ihr vertretene Politik der Nicht­einmischung in die inneren Verhältnisse Rußlands nicht nur für grundsätzlich berechtigt, sondern auch für kackäckl'ch zweckentsprechend. Die deutsche Regierung sei b-reit» sich au einer Aussprache über die in Be­tracht kommenden Fragen zu beteiligen. 8e werbe sich allen irgendwie zweckmäßig erscheinenden Maßnah­men, die da» gemeinsame Ziel bei Schutzes gegen den Bolsib-wiSmus erreichrn helfen, gern anschließen. Itf* deutsche Reglernng könne jedoch nicht umhin in ernster Form daraus aufmerFa« zu machen, daß ein Zusam­menwirken de» Mächte nie kann ersprießlich fän könnte, wenn neben der Erkenntnis des gemeinsamen Interesses auch die Achtung und loyale Anerkennung der geoenseitigen Rechte gesichert sei. Dees könne aber solange kaum angenommen werben, als die alliierten und assoziierten Mächte eS für angängig erachteten, über die deutschen Küsten und Schisse seibA Blockade- maKregeln zu verhängen.

RvrdwkstrnßlanL.

Die bolschewistischen Segenxngrlks*.

wb. Helsintzfor», 38. Cft. Wie gemeldet

Ter Fünferrat hielt vormittags eine Sitzung unter dem Vorsitz von Llemencean ab, um Kenntnis zu nehmen von den Berichten der verschiedenen technischen Kom- Missionen betreffend die Verletzungen, die Deutsch­land bet der Ausführung de» Waffenstillstand«» in mili­tärischer. finanzieller und maritimer Hinsicht begangen haben soll.

h*. Versailles, 10. Oft. Die Morgenblätter zählen, offenbar auf eine offiziöse Weisung hi«, die Punkte de» Waffenstillstände» auf, bk Deutschland an­geblich nicht erfüllt haben soll. Deutschland soll nicht alle» rollende Material herau»gegebe« haben. E» soll laut .Journal' 14 PetroleumtranSportschsiffe vom Hafen von Antwerpen nicht geliefert und Handelsschiffe an neutrale Mächte verkauft haben. Außerdem habe e» sich geweigert, da» Berzeichni» der au» Frankrei und Belgien weggesLlepptrn Werte zu übermitteln. Der schwerste Borwurf aber, den man ihm zu machen habe, sei die Vernichtung der deutschen Flotte in Scapa Flow und bk Besetzung der baltischen Provinzen.

wb. P a r i », 80. Oft. (HavaS.) Nach dem .Mattn" wird Marschall F o ch dem Obersten Rat Vorschlägen, die Ueberwachung der Au»führung de» Frkdensvertrage» dem interalliierten KriegSrat in Versailles zu über» trägem dessen Kompetenzen erweitert werden sollen. Tlemeneeau unterstützt diesen Standpunkt. Die anderen Delegierten erklärten, über diese Frage zuerst die An­sicht ihrer Regierung einzuholen. Der amerikanische Delegierte äußerte, daß seine Regierung dafür sei, diese Aufgabe dem BSlkerbund zu übertragen.

Der .TempS" bestätigt die Meldung über bk Bildung eine» interalliierten militärischen Organis­mus. der alle Maßnahmen militärischer Art, die der Frieden«>«rtrag versieht, zentralisieren soll.

Envgstlttgrr FriedenSj-i stand nicht vor März 1920.

wb. HutBetbem, 19. Oft. Der Londoner Be richterBatter de»Manchester Guardian" meldet, daß Bonar La» erklärte, er erwarte die vollständige Ratifi- katiom de» sir-edeaavertr-ge» und da» endgültige Zu­standekommen be» Frieden» nicht vor Februar oder Mär« 1920. ,

Di« ,Ltderhefs''<be Settun," crlchciut k*»e«l »öchentlich. Der 8ozua»prei» bctriat wonntliÄ 1.60 A. ire< ru» Heu»; durch di« Aalt 1.7» i. ohne Bestellgeld Verla, von Dr «. chitzerotd. »ru< der Uni» - vuchtzr. von I » h. A n g. K » ch. 9 »tft 21/28. Fernspeeche, 56.

Fürs mutig rer a er be zu oes 6 gcr-

»6. Königsberg, 30. Okt. Die Abendblätter *Ar«: tyt am 9. 10. nach Libau eingebrachien bei- d« Seeleichter des Norddeutschen Lloyd mit Schleppern gestern in Pillau «ingetrossen, nachdem chnen 88. 10. vom englischen Befehlshaber mitgeleilt ideu war, daß die Beschlagnahme aufgehoben sei.

Die Antwort auf die Aufforderung zur Blockade Sowjetrußlands.

^chteinmischnng in die inneren BerhSttniffe Rußlands. ** 8u einer Aussprache über Schutzmaßnahme« gegen de« Bolschewismus bereit.

wb. Berlin, 30. Okt. Die deutsche Regierung

nahmen an der Petersburger Front bk Gefechte an Heftigkeit zu. Dk Bolschewtskn greifen mit über« Irenen Kräfte» an und wenden Panzerfahrzeuge und Tanks an. Dir Rordwestarmce meldet örtliche Fart- schritte, 2000 Gefangene und bk «rbeutmt, zahlreicher Maschinrn^weLoc. Eine Klärung der militärischen Lage wird in den nächsten Tagen erwartet. Dk eng­lische Flattr hat erneut Kronstadt und KraSnaja Ä»rka angegriffen.

wb. A m st e r d a m, 30. Okt. DkTimes" meldet aus Ropenhaigen: Dk weißen Trupp«, vor Petersburg begründe» fern Rückzug mit der Bedrohung ihrer linke« Flank, «en hofft, daß die Beschießung von KraSnaja »Jetta durch die britischen Fllnszehnzollqelchütze die Stobt bald zu, tkdergade zwingt. Iu Reval traf ein französischer Transportdampfer mit Geschützen, Munition und Winterausrüstuug em.

31« Deutsche« In Riga.

wb. Mi tau, 30. Ott. Die hier aufgetauchkn und i» der deutschen Presse verbreitete» Gerüchte über Ver- Ugx»yn von Reichsdeutschen in Ritza entlegen nach Auosagr doS amerikanischen Vertreters des Steten IrreuzeS, der soeben »on Riga hier eingetrosfen ist, jeder Gruridlaqe. Alle Reichsdeutschen in Riza feien undr- heLigt fein.

wb. Amsterdam, 30. Oft. Im Unterlaufe er- Harte HarmStrorth, daß bisher Antworten von den neu­tralen Rrgkruntzeu und Deutschland über die faktische Blockade Rußlands nicht eingegangen sekn. Dk Kriegs­schiff- der «erbündeten erhielten die Anlveisung, Schiffe auf »em Wege nach Rußland zurlckzusendrn.

SM ritte.

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J Ritt übrigen hat die Maßnahme zu einer schweren JVchÄ'gnng des deutschen Wir'Ha'tSÄenZ geführt. J Zahlreiche deutsche Schiffe liegen in den Ostseehäfen f Unübersehbare Lebensmitte'. und Rohsto'f-: tonn- I kn der Wirtschaft nicht zugesührt Werften. Durch die 1 Erstreckung der Sperre auf die Fischerei, die inner- halb der Hafenaewässer nut beschränkt möglich und

auT$ubilrb Programm den für !

Fkirdkülikrlnz».

Strafauslage« für Deutschland In Sicht.

wb. Versailles, 30. Oft. Der Fünferrat schloß laut »Temp»", Deutschland an die Erfüllung Waffenstivstandrklauseln zu erinnern und erörterte Frage, welche S^trafauf lagen gegebenenfalls macht werden könnte«.

Sräftuung der iuternatlouale« ArbeitSkonseren».

wb. Washington, 30. Okt. ArbeitSsekretar Wilson Tiat die interuationale Arb-itikonserenz im Namen de» Präsidenten der Bereinigten Staaten er- öffnet. Unter den Delegierten befinden sich die Ver­treter von 36 Ländern. Obwohl die Vereinigten Staa­ten wegen de» BerbstS de» Kongresses nicht offiziell vertreten sind, waren mehrere amerikanische- Vertreter, nuiee ihnen GomperS, anwesend.

wb. « m st e r d a m, 30. Okt. Wie daS Preßbüro Radio atti AnapoliS meldet, hat demStar" zufolge Ardeitssekretär Wilson die Ansicht ausgesprochen, daß an der Arbeitskiffereuz vssiziell n u r die Staaten Teil­nehmer wären, die den Friedensvertrag ratifiziert haben. Neber die Zulassung Deutschlands soll erst noch beschlossen werden.

Zurückhaltung Admiral ». Meuter» und feiner Offiziere.

BreSlau, 30. Okt. Ein am Mittwoch abend au» fern englischen Gefangenenlager Donnington Hall zu- rückyrkehrter Offizier berichtet in derSchlesischen Volkr- zeiiung": Im Kriegsgefangenenlager Donnington Hall werden gemäß einer Verfügung der englischen Negierung der Führer der deutschen Seestrcitkräfte von Scapa Floto, «dmiral v. Reuter, ein Kapitänleutnant, ein Oberleutnant zur See, drei Londonflieger, ein U-Boot- kommandant und sechs der Scapa Flow-Mannschaften zurückbehalten werden. Die Offiziere sollen vor ein Bericht gestellt werden. Auch di^ übrigen elroa 120 Scapa Flow-Offiziere werden nicht in die Heimat ent­lassen, sondern sollen bis nach Erledigung de» Gericht»- verkahren» in Donnington Hall bleiben. Eine amtliche englische Bestätigung dieser Meldung liegt nicht vor.

Die Auslieferung der tl Bootsoffiziere.

wb. Amsterdam, 29. Okt. Den englischen Blät­tern zufolge sagte Long im britischen Unterhause in Be antwortung einer Anfrage, die britische Regierung be­absichtige. die Auslieferung des deutschen Unter« scebootskomMandanten Kiesewetter gemäß Art. 228 des Fricdensvcrtrage» zu fordern. Die Frage, wie viele feindliche Untelseebootosfiziere ausgeliefert lverden sollen, gegen die Beweise für eine ungesetzliche .Harw- lnv-Sweise »erliegen, werde noch erwogen.

Tie Konferenz über die Lebensmittesnot in Louden.

w8. Am sterdam, 29. Olt. «Daily Mack" meldet: Der Etaatrsekrctär de» Innern bat alle V'.avgn auf der Sijie der zu der Konferenz üb-r die LeLenSrMielnor nach

W sie ihrerseits alles versucht habe, um dies zu Stltziutzern. Wen» trotz dieser Sachlage die Sperre häng', und dabei sogar zeitweise über die nach rianr.kr vöMrrechtlicheu Zrunosä^e» Deutschland teheude Gebiet-Hoheit über die Küstengewasser hin-

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Au« dem besetzleu Gebiet.

JranMiche Bestie«.

Die ,Franks. Zig." bericht« au* zuverbäfidger Quelle weiter über den kurz gemeldeten erschüttenrben Vorfall aus dem Saargebiet: Li« Tochter eine» Gimlbenbeamkn. Abiturientin, geht zum Besuch einer Freundin einen Waldweg. Unterieee» gesellt sich ein französischer Soldat zu ihr. Er schleppt sk in den Wald, vergewaltigt sie in rohester Weise und »richt ihre verzweifelt« Gegenwehr, indem er chr mit einem Tolchmcsscr mehrere Wunden beibringt. Sie schleppt sich weg, crzähtt später ihre Er­lebnisse, und wied.'rhslt sie in Gegenwart eines deutschen Grubcnbamten einem französische« Cffifkt. Im Krankenhau» stirbt #e in bei Rächt. Der französische Offizier spricht sei» Bebauer« «t» nxb verspricht strenge Untersuchung. Aber bi» 6cnk ist nich8 grschche«. Da­gegen wurde der Zeitung derbsten, irgendeine Notiz über die Sache zu bringen. Als dennoch bk Msrdtat, weiter« erzählt, große Erregung unter der Bepiikikrung bervirv- rief, wurde der Landeat des KreisoS 6«tr£tiUEen ge­zwungen, eine öffentliche ErLSrung ye erlassen, daß in feinem Kreis ein Verbrechen, über da» «korlei Gerüchte im Umlauf feien, nicht geschchen sei. W«S Wae insofern richtig, als das Verbrechen an der 3ret;re auf Ottzisacker Grund auSgeführt ist. WaS würden die Gegner aus fiuem ähutrchcu Fall gemacht habe»!

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Die Mnmmq der baltischen Gebiete.

Scharfe Moßvahmen Wi R»,ie«»n»

»6. Berlin, 30. Ok». Die Reichd«sip>r>tnsi hat in der Heu ff« n KabinettSiitzuirg mit Rücksicht darauf, dast die Abtransporle aus dem Baltikum h:Shtr un­genügend sind und das Berhalien zahlreicher Tr«P»enteile z« den schärfsten Maßnahme« zwingt, be« Beschluß gefaßt, dass sämtliche Truppen, die nicht dir ;»m 11. 11. di« deutsche Grenze passiert hasten, al» fahnenflüchtig erstärt werdet!. Ei« nerleren Vt deutsche Staat« angehlrigleit und damit auch alle Bcrsorgnngsan^rüche.

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tob. Berlin, 30. Okt. Die deutsche Regierung ot 'n Baris eine Note wegtzp der Ostseesperre über­reichen lasse», in der es u. a. heißt:

Erst am 26. 10. ist die am 10. 10. verhängte Stzerr? ter T'erritorialgewälier aufgehoben wsrdrn. Nach den er dmtlschen Mogierung z-tgega»genen Mi'ftilunsen finden sich auf der Reede von Reval 8 deutsche Lchiffk, die van englischen Seestreitkräften -ingebracki Michen. Andere Schiffe werden in Li?an festgehalten hnratrr ein Schlepper mit 2 Leichtern und einer

mit dem Kreisblatt für bat Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

,ssen « Milchen militärischen Stellen unbeteiligt sind. iberiiW^irrn etwa unter weftrusfischem Besicht stehende fkühere deutsche Truppen daran teilgenommen habe» fcKt-**, (ör.eie die deutsche Regierung nut iviedcrtzoten.

»an ftfbiinfl ton 1400 Tonnen Kohlen, der auf der Fahrt 5'"* j,gch Königsberg eingebracht wurde. Mehrere Segler » »mrden In der Nähr der dänischenKüste sestgehalten. sämtliche Sclffffe halten die erforderliche Fahrleclaub- l! h und waren ö*o r Ausbruch der Sperre anSge'ahren.

' DySoryz geführt ,ws auch Gas und Söafjettoecte mit nung i Vtiitegung bedroht sind.

it?. An Neuausgaben haben wir nur 5 Millia» Lebensrnittel und weitere Ausgaben für Notz»

it ZuÄ l Tie Note kommt dann auf die Vorgang; im Lalti-- S tzm z« fpr chen. Indem sie auf ihrs Stellungnahme

Der »nzeigenpreta beträgt für die 8gelt. Zeile 80 J «. 50*j, teununc«Äiif*l- r 4 QalwA -45-, amtliche «. avasittige 55 <*, «eklamezeil. 1.60JI. Jeder Nadatt gilt als Barradatt. Bei Axakunft durch die Eeichiftassell» «.Vermittlung der |Qlft

wgtbete X V kaxdergebllhr. Postscheckkonto: Mr. 5016 Amt Frankfurt a. M. IvI v

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Ht von vier Dculicken und drei Oesterreichern ge­strichen. Nur Bernstein. Brentano, Oppenheimer, Enter, Ellenbogen. Ricßcr und Kaursky wirb die Ein-

1920 hoffen wir. bedeutend weniger mit Pauschi'.mnten arbeiten zu können. Mlher wurde überall mit volle« Händen gewirtschaftet. Da» hat oufgeMrt. Der Etat für 1919 balanziert mit inSgffamt 57 417 000 000 Mark. Ich werde eine Verordnung erlassen, daß sämtliche An­sprüche, welche au» Anlaß de» Krieges erwachsen sind, in der Frist von drei Monaten anzuntelden sind. Bi» ntm 31. Mär, 1920 muß und kann da» alles erledigt sein. Für die Ailsgaden für 1920 kann das Reichsfinal»- Ministerium erllären. daß es sich streng an die Beschlüsse des Hauses halten wird. Werde« aber die Eingabe« auch eingehen? Nach dem Ergebnisse der erste« fünf Monate kann da» bejaht werden. Nach sorgfältige» Schätz«ngen werden die alte« Steuern jedenfalls de« Erwartungen entsprechen. Ein fester Posten für bk Ausführung de» Friede «»Vertrages biuite nicht ringe» lebt werden .denn wir können diese Summe nicht schätzen. Die Gegenseite muß veranlaßt werden, die deutsche Lei- stungSfähigkcit zu prüfen und die Summe fest»! netzen. Wfr wollen den Vertrag loyal innehalten. ?lb-r mecr als möglich ist, können wir nicht leisten. Der Friedens» per trag kann nut durch Güter und Leitungen unr Ab­tretung von Forderungen crsülli werden. Daniui ist eine fiat« Umschreiouug unserer Leistungen aus dem Veetr.'.z auch für die Gegenseite das Notwendigste. D-e r rauJ- "ortschwienakeite« und der Rohstoffmangel hir-.d-rn uns schon heute an der Ersüllung unserer Verpslicktiümen. Aur von dem Mehrw'rt über unser Exiften;wmminm oui- au5 können wir zahlen. Darum muß bte Leinnngs- rähigkeit Deutschlands über das Vegetieren lunauS erhöht werden. «lndernsallS leibet auch die Leistungsfähigkeit Frankreichs. Werden wir zu sehr ausgeiogen, so wftoen wir mit unserer Einfuhr uns sehr beschränken müssen, und unsere Ausfuhr müßte sich bi3 N«gemessene ste-aern. Wir kämen SlZ Ahsatzmarkl für das Ausland garnicht mehr in B.trachk. Dieselben Folgen werden von unserer Kt-aßnSigen Valuta gezeitigt. Die Länder mit großer T' vorönbustrie haben das grösste Jute?f-e. d« Valuta- kalnmität Mitteleuropa» zu beheben. Hebt sich ^unserr Vcckuta, lo tüniirn wir Rohstoffe zu erträglichen einführen und den Wirtichastsbetrieb heben. Vie.lc.cht hilft eine feste Anleihe, um das in der Welt henunfchunm« mende Geld, etwa 17 Mmi-iden Ytett auf seinen W«t zu konsolidicren. Das Volk must ich -elbst be.se«, md« sider seine Pllicht und seine Arbeit tut. (Beifall.) D» Stopfung des Loches im Westen, die Wikderelnfühnmg d« allen Zollgren^n und Maßnahmen gegen die KapMtt- llncht kommen ergänzend dazu. Wir werden die Emmhe von Luxusartikeln möglichst erndsim-nen. Dre D^av- Minderung der schwebenden Schuld ist meine größte ^org^ Was der Reichstag bis ietzü an genehmigt

bat ist meor als alle Beiitzstenern wahr...d d.s Kriege». Ter Krieg hat uns nicht bloß 90 Millrard^cn Lrieü-'--n^ihe 'kbrnckt sondern auch noch eine schwebe icke --chiild von 50 Milliarden. Diese mußte wachse«., well der ganze Krieasplan und seine F'.naiiivolitik ai:gebaut war «U brn Sieg und dir Hoffnung, alle Krikg-kast-n be« Feinde» Wir tcazen di: Folgen des Hindenburg«

:i gehabt: alles andere sind Krieg»- cusLaben. 5 ;zu kommt, daß wir nicht einmal wäbrrntz des Krieges den Zinsendienst durchs Steuern ausgebracht haben, ebensowenig die Ausgaben für das sielende Heu und die Pensionen. Wir brauchen neue Sninbtn. Gtt Lxn7 nx. . u. 11 glauben wir dem Vorrr gedient »3 'haben. £»U. iu*> ma TLÄt «A.

Pari», 30. Oft. (Wolff.) Hava». Warschauer Blätter melden, daß der Chef be» polnischen Kabinett», General Pilsudsti, den Vertrag von Versailles ratifizier habe.

Washington, 30. Oft. (Wolff.) Hava». D« Senat hat den Zusahantrag Moser zum FriedenLvcrtra, über bk Stimmengleichheit im Völkerbund mit 47 gegen 36 Stimmen verworfen.

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AimW bts UMMüIirr

118. Sitzung der Nationalversammlung vom 80. Oftober,

Dräsident Fehrenbach eröffnet bk Sitzung «m 9 Uhr 45 Minuten.

Nach Erledigung von Eingaben wird in zwerter nutz dritter Lesung die Novelle zum Brauntweinsteuergesetz angenommen

Es 'folgt bk dritte Beratung be» Haushalt», HanlS- aussprache

Reichsfinanzmimster Erzberger: Der Etat für 1918 hatte eine Gesamtausgabe von insgesamt 79 Mtk liarden Mark. Mit einer Gesamtmehrausgabe von 2*/s Millie.rden Mark für 1919 konnten wir zum erst« Male wicder einen spezialisierten Etat aufstellen. Für

fi|i 6 V-ivtt in Paris die Antwortnote auf die Aus- i Äderung zur Teilnahme an bet Blockade gegen So tu«, ung Ätujüänb überreichen lassen. Eingangs der Note wird

**uuf hingewiejen, welche Wirkungen bte junger« ^tbe in Deutschland hatte, daß unter ihr in erster A *lk*e Greise, Frauen und Kranke zu leiden hatten yb daß die Blockade auf die Geistesverfassung der o$ttilfetung i« zersetzendem Sinn gewirkt und ^kchistifche Strömungen gefördert habe, statt sie ^ hemmen. ES stehe zu befürchten, daß diese Er«

iüiP errungen sich in Rußland e* le#. « komme, daß sowohl rett.

v, Gest

nkriez» -ßcha-t»ievenr in Östprnffen notwendigen Kohl-nunenge« J »ffeutiich erschweren. Das hat bereits zur Ein-

8« Penig ergiebig ist, et'.tstcht ein sehr empfindlicher Aus- sE »n Nshrungsmiitelu für die Großstädte des Bin- Neuländer und schwerer Schaden für die Fischerbe- e sbek iKilcrutia Durch bloße Freigabe der Schiffahrt >n den üohlrüb > kecrilsria-gewäsfern kann diese Schädigung nicht tme» tet gutgemacht lverden. Vor allem wird diese Be- aaiürat N^r*i1tfung auch die Heranführnnz der zur Verbinde-

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