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Univ «Buchte. von Joh. Siu g. Koch. Markt 21/23. — Foensprechet 55.

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Die Absituimnug in RvrdschleZwig.

insren ucn Staaten, die daraus vor 1913 keinen

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O?V Unter den 12 Vertretern, internationalen Arbeitskonfercnz

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Berlin, 25. ntschland zur teil sind, sind

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6 bolschewistische Schisse, die Kronstadt verließen, eine Mine stießen und in die Lust flogen.

Rückkehr der lettischen Regierung nach Sie«.

tob. Mitau, 24. Oft. Nachrichten aus Riga

agen, daß die lettische Regierung auS Wenden nach Riga zurückgekehrt ist.

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Sink»r«chSn«t» der deutschen V-ffenpilftanbUoiumisfio«.

Berlin, 2». OV. Die deutsche Waffenstillstands- ksmmission in Tüffetzdorf hat eine Note überreicht, in der fr« Einspruch erhebt gegen eine Verfügung beS Oberbe» seh/sbabers der belgischen Desatzungsarmre, durch die 7Personen au3 dem Kreise Malmedy «usgetoiesen sind. Die ausgewiesrnen Personen seien lediglich für das Verbleiben der Kreise Eutzen und Malmedy bei Deutsch­land tinge treten, ivpjit sie auf Gründ der Bestimmun­gen des Friedeusvertrages ,bte eine Abstimmung in voller Freiheit gewährleisten, berechtigt gewesen seien. Der Bevölkerung von Malmedy habe sich infolge der Aus­

weisung eine lielgehende Erregung bemächtigt.

Die Ostsee Küstenschisfahrl wieder ermöglicht.

tob. Kiek, 27. Oft. Von ter Marinestation Ostsee wird mitgeteilt: Dic Ostsecsperre ist insotoeit mildert wordcn, daß die Hoheltsgetoasser seht

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Nch. Amsterdam, 25. OV. Laut Pressebüro sind die ausständigen Rewyorber Hafenarbeiter in einem Ulti­matum aufgefordert worden, zur Arbeit zurückzukehren, da sie sonst durch Trappen ersetzt würden.

Deutschfeindliche Kundgebungen.

Laag, 25. Oft. Der „Nieuwe Rotterd. Courant" meldet mis Newyorf, daß es bei der Aufführung von Zar und Zimmermann ,u großen deutschfeindlichen Kundgebungen im Theater und außerhalb des Tbeaterö kam. Die Sänger wurden mit faulen Eiern beworfen. Verschiedene Personen sind bei den Zusammenstößen auf der Straße verwundet worden. — AenhnlicheS «eignete sich schon bei bet Aufführung der „Meistersinger".

Ein neuer amerikanisch-mexikanischer Zwischenfall.

Wb. Amst« dam, 85. Oft. Nach ein« Radio» m-tbung wurde in Puebla der Konsularagent der Ber­einigten Staaten, JenkinS, von Banditen gefangen. Sie verlangen 150000 Dollar Lösegeld. Die mexikanische Regierung vcrsich«te der Botschaft der Bereinioten Staa­ten ,daß alles unternommen würde, um btt Freilassung des Gefangenen durchzusetzen.

Wb. W a f h i u g t» n, 27. Oft. (HavaS.) Das Staats­departement hat die mexifanifche Regierung aufgefordert, den Konfularageuten Jenkins $u befreien und gegebenen­falls das Löfegeld von 150000 Dollars zu zahlen.

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Nutzen zogen. Mit Bezug aus die militärischen Bestim­mungen macht die bulgarische Regierung Vorbehalte hin- sichtlich des FreiwilligenshstcmS, da? ihr durch den Ver­trag anserlegt wird, indem sie hcrvorhebt, daß einzig die Aushebung in Bulgarien eine genügende Wehrmacht kichern tarnt, nm die Ordnung im Innern zu gewähr­leisten. Die ansgedehnlesten Einzelheiten der bnlgari- ichen Bemerkungen sind Auseinandersetzungen über die territorialen Bedingungen gewidmet, wobei sich die Ein- toendungen aus ethnographische Grundsätze und zahl­reiche statistiphe Darlegungen stützen Sie erheben Ein­spruch gegen die Veränderung der bulgarischen Grenzen und schlagen namentlich eine Volksabstimmung in Thra­zien und die Bildung eines autonomen Staate» anö diesem Gebiete vor.

Die BnsftLnte.

Wb. Washington, 27. Oll. Die Bergarbeiter lehnten den Schitt>ssprnch Wilsons, der von den Arbeit­gebern angenommen war, ab. D« Lrrsst-nd scheint demrmch nnabtsendbarp .. ....._______

außerhalb ter Beschränkungen stehend betrachtet werden tönnen, wodurch die deutschen Ostseeküstenschiff­fahrt wieder ermöglicht wird.

tob. Königsberg, 25. Okt. Am 20. Oktober kam ein englisches Torpedoboot in Sicht und legte sich beim Pillaucr Tief quer vor den Eingang zum Haff und sperrte dieses. Auf die Ditte des Pillauer Lotsen­kommandeurs, der an das Boot heransuhr, gestatteten dir Engländer den Fischern die Ausfahrt in die See. Am Nachmittag gegen 4 Uhr fuhr das Boot mit nörd­lichem Kurs davon.

Ti« Antwort ter Bulgare«.

tob. Paris, 25. Oft. (Hava».) Die Anilvort der bulgarischen Abordnung auf die Friedensbedingungeu ist in einer sehr maßvollen Form gehalten. Die Bulgaren stimmen ohne Vorbehalt den Destimmungen des Friedens- l*rfragc5 zu. Sic machen Vorbehalte, die sich auf ge­wisse Wucherungen im Abschnitt über die Wiedergut­machungen beziehen. Sic erheben namentlich Einspruch gegen dir Höhe dcS von Bulgarien verlangten Detrc^es. Sie fordern die Aushebung der Jinse'n und die AuS- tefjnung ter Zahlungsfristen »nd tuenden sich hauptsäch­lich gegen die Wicterherstellnug der Verträge Bulgariens

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Roch fein FriedenSzuftmch.

j - Wb. Berlin, 25. Okt. Die Pariser Meldung, wo- poch ei« französisches Gesetz den Zeitpunkt der Beeudi- Mnz der Feindseligkeiten auf den 24. Oktober fcstsetzt, D von einigen Berliner Blättern mißverstanden toordcn. Ren zuständiger Seite wird ausdrücklich darauf hinge- zoieseu, baß durch dieses Gesetz nicht der Kriegszustand

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg ''

Tageszeitung für (das früher kurhessifchej Oberhessen

Die Kohlennot in Süddeutschland.

Wb. München, 35. Oft. Das Korrespondenzbür» Hoffmann meldet amtlich: Zufolge des Beschlusses des Ministerrats toutbe an den Reichskanzler sowie an den Reichswirtschaftsminister je ein Telegramm gerichtet, wo­rin der bayerische Ministerrat feine Auffassung betont, daß die in Süddeutschland herrschende Kohlennot vc Katastrophe führen muß ,wenu nicht die Ein- tellung des Eifenbahnperionenverkehrs auf 10 bis 14 Tage erfolgt. Gleichzeitig wird «sucht, zur Beratung dieser Maßnahme die V-.rkehrsminister ter einzelnen Lander sofort nach Berlin zu berufen. — Dar» erfährt das Wolffbüro von zuständiger Sielte: Die Lotz- lennoi in Südveutschland ist die Folge des niedrigen Was- strstandes der Flüsse, der den Transport auf den Waffe» straßen ausschiwht. Die B.orberertungcn zur Eu^toünns.

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Montag, 27. Oktober |

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Rotterdam, 25. Okt. „Daily Mail" meldet, daß die Gnteniet-.immissron zur Ueberioachuilg des deut schmr Schiffsbaus die Auslieferung von noch 15 in Za.« befindlichen deutschen Schiffen beantragt habe.

Ivb. Versailles, 25. Okt. Die Agence Fournier will toiffen, daß die Anklage gegen den Erkronprinzen Rupprecht von Bayern von ten Verbündeten erhoben werten soll, iveil er als erster bei seiner Heeresgruppe giftige Gase hi einem Augenblick verweiltet habe, da an­dere Heerführer sich weigerten, dies zu tun.

wb. Wien, 23. Okt. (Korr.-Bst«.) Präsident Zeitz unterzeichnet - h.ute den Fried-i-Siertrag von St. Gkrmain.

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Avrerika.

Ter Friedensvertrag eine 8trgttoa(H»wig ter 14 Punkte WilsonS.

Amst erd am, 25. Oft Laut Pr-.ssebüro 9fabto eillffrte Senator Gronna im amerikanischen Senat ter Friedensvertrag sei eine Drrgewaltig » n g ter 14 Punkte Wilsons und werte zu» Folge Huben, daß die Bereinigten Staaten in Kriege verwickelt werden. Der Völkerbund mache Amerika zum Packpirrd der Regierungen Europas, Asiens und Afrikas.

Weitere 8»rbtbeite bet Senate.

wb. Amsterdam. 28. Oft. iRadio.) Der ameri- kanifche Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten nahm vier weitere Vorbehalte bezüglich de» Frieden Sver- trages an. Damtt steigt die Zahl der Vorbehalte auf vierzehn. D« 13. Vorbehalt besagt, daß die Bereinig­ten Staaten irgend eine Teilnahme als Kurator bet vor­maligen überseeischen Besitzungen Deutschlands ab - lehnen, desgleichen jede Verantwortung der ameri­kanischen Regierung dafür, wa» mit Siefen Besitzungen, worauf Deutschland laut Friedensvertrag verzichten muß. geschieht

Amerikanifche Flottenstation auf den Azoren?

tob. Versailles, 26. Oft. Nach ter „Chicago Tribüne" hätten die Bereinigten Staaten die Absicht in Ponta Delgada auf den Azoren eine Flotten station zu errichten.

Rotterdam, 25. Okt. Aus Paris wird ge-- nckdkt: Im Senat sprach Ciomenceau üter die Wic- teq«!m achüngsbrstimmungeir drS FrietensrerwageS. 6« Ministerpräsident anß-rte, er glaube, daß Deutsch ■ toib bei feinen reichen Hitssqurlt-u und Sei seiner WKMsreudigkeit mit gutem Witten dic Gesamtsor

Ungerechtfertigte Maßnahmen der lettischen Regierung gegen Deutsche.

wb. Mi tau, 25. Oft Ter Bezirkschef in Libau Hai ten Leutnant zur See Stein, der in amtlicher Stelle bei ter MarineauflÜsungsstelle Der deutschen KüstenbezirkSinspcktlon tätig war, verhaftet und ihm mit- gcteilt, daß er erst freigelaffen wird, wenn mehrere lettische Offiziere, di« in Eiern und Schrunden verhafte! sind, freigelässen werten. Desgleichen sperrte er für Reichstems<te in Lib-.ru von ter nächsten Ausgabe ab die Brotkarten mit ter Begründung, daß, tet deutsche Trup­pen vor Libau ständen, die Versorgung der Stadt mit LeteMvutt-ln leite. E» wrch jeftgesteüt werden, daß

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Die Ziele KoltschnkS, Tenikink und Judenitsch».

wb. A m st e r d a m, 25. Okt. Die „Times" meldet: Gk»«al Koltschak wird sowohl von Denikin als auch von Judenitsch als Haupt der ruffifdjen Regierung anerkannt. Der in London eingetrosfene offizielle Ver­treter JudenitschS, General Dobriansk, erklärte, daß Judenitsch weitgehende Maßnahmen traf, um die Ge­fangennahme der Bolschewistrnführer zu sichern. Koltschak, Denikin nnd Judenitsch haben die Absicht, wenn es ihnen glückt, Rußland zu befreien, eine Koalitionsregierung zu bilden, die die Grundlage für eine friedliche Wahl der gesetzgebenden Versammlung ‘ auf demokratischer Grundlage bilden wird. Die drei Generale haben nicht die geringste Ab­sicht, die Monarchie wieder «inzusfihren.

Wiederaufnahme ter Offensive Koltschak».

wb. Omsk, 26. Okr. Bei Wiederaufnahme ter L ffensiv« wurde ter Feind auf da» linke Tobolft-Ufer Vertrieben. Die Offensive dauerte in der Richtung Duf- frni an. Wir schlugen in dieser Richtung 25 000 Bolsche­wisten. In Turkestan bemächtigte sich eine Armee von bäuerlichen Freiwilligen ter Orte Och, Andigean, Za- mangan imb und Chokand.

Die Sämpfe vor Petersburg.

tob. H e l s i n g f o r s, 25. Okt. Wie gemeldet wird, greifen die Bolschewisten btt Petersburger Front mit starken Kräften an. Die militärischen Kreise nehmen an, daß die Judenitschsche Offensive vorläufig be­endet ist. „Hufvudstaatsblader" erfährt aus fixerer (fntenteqnelle, daß Frankreich baldige energische Un- tecstütznug für Judenitsch versprochen habe.

Judenitsch bat durch den von ihm entsandten Ge­neral Gulewitsch Finnland um Hilf«. Es ver­lautet, daß die finnische Regierung ihre abwartende Haltung vorläufig beibehält. An der Petersburger Front finden heftige KSrupfe statt. Dir Bolschewisten nehmen befestigte Bertcid'gungsstellungtn ein. Die Moskauer Bahn soll unbedingt gehalten werden. Jude­nitsch hofft mit Hilfe der herangeschafften zahlreichen Tank« und Artillerie den bolschewistischen Widerstand zu brechen. Nachdem auch die Nord arm« die Offen- ive begonnen hat, entwickeln sich di« Operationen zu einem großen entscheidenden Kampf gegen die Räte- macht.

Gefangennahme de» «enrralftabe» Trotzki«?

Ivb. London, 26. Oft (Havs.) Die Blätter mel­den, daß ter General stab Trotzkis in Zarskoje Selo ge­langen g nommen worben sei. Dem Diktator selbst ge­lang e», im Auto zu enttommen.

• bolschewistisch« Schiffe auf eine Mine gelaufen.

wb. Helsingfors. 26. Oft. E» bestätigt sich, daß

richt auSz:fertigt. Erst toeun dieses Protokoll ausgestellt iß. tegumt die im Frietensvertraz vorgesehene Frist fir die Abstimmurigcn usw. zu laufen.

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E?totoif>ü)n ter Gewerkschaften Gratzmann als । |^tr;tor Legiens. Unter den technischen Ratgebern wer« £ j,.4 Scnannt der Abgeordnete Erkelenz und der | z^'Eraisekretär ter christliche» Gewerkschaften I -O uer.

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I tmmgen der Berbündeien i n ner h alb 50 Iah re n :: «btragen könne.

Mbet Verhaftung ter lettischen Offiziere in Schrunde» feine Deutschen, sondern russische Truppen beteiligt waren, und daß die Truppen, die vor Libau stehen, ter deutschen Reichsregierung nicht unterstehen, sondern' daß e» Truppen find, die dem Oberkommando ter russischen Westarmee unterstehen. Die Maßnahmen ter provisori­schen lettischen Regierung find also völlig ungerechte fertigt.

Ein amerikanischer Oberst von ten Letten beschaffen.

tob. Helsingfors, 26. Oft Nach hier vorliegend ten Meldungen au» russischer Quelle ist ter Chef ter amerikanischen Roten Kreuzhilfe im Baltikum, Oberst R h an , gestern auS Riga in Mitau eingetroffen. Lvf seine Bitte wurde rusfischersett» das Feuer auf Stunden eingestellt. Die lettische Artillerie hatte dem Oberst die gleiche Zusage gemacht. Beim Ueberschreiten ter Rigaer Brücke wurde er von Letten unter Maschinengewehrfener genommen und dauernd beschossen, trotzdem et mit einer toeit sichtbaren weißen Flagge verabredungsgemäh Zeichen gab. Auch das ihm entgcgengeschickte ameri­kanische Aittomobil wurde von lettischer Artillerie mit Schrappnclls beschossen.

Lktauischer Neberfall auf deutsche Truppe».

wb. Mitau, 23. Ott. Litauische Truppen habe» die Postierungen ter deutschen Radfahrerkompagnie In» borg in Szpnkajzie an ter Straße Borkt—Rossinie fiter» fallen, nachdem sie vorher die Telefonleitung durch- , fchnitten hatten. Bei dem Ueberfall tourten 4 Jäger ge­tötet. 7 werden vermißt.

Berlin, 25. Okt Die ersten auS dem Balti­kum znrnckkehrenden Truppen haben am Freitag die Grenze überschritten. ES sind 6000 Mann. Weitere Rücktransporte folgen Anfang nächster Woche. *'

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Sie !nWe NmzW.

Berlin, 25. Okt. In einer Samstag Abend übgehalt-nen SffeniKchen Sitzung des ReichSrateS. tie lotter der Leitung des Reichswehrminksters NoSk« Rattfanb, machte der Berichterstatter darauf aufmetfr fam, daß das gesamte Finanzbild überaus etwfl sei. Die Schulden deS Reiches haben sich in eineutz Jahr um 40,9 MMarden Mark vermehrt Aut 1. April 1920 werden die Schulden des Reiches, wemtz alle Kredite realisiert werden, die noch offen sind, iu»« gesamt 204 Milliarden Mark betragen, tos’ ganj ungeheuerliche Summe, da wir vor dem Kriege nur 5 Milliarden Schulden hätten und unser gesamtes Nationalvermögen auf höchstens 200 bis 300 Milliarden Mark geschätzt wurde. Die Abwicklung dest Folgen des Krieges wird un» ebensoviel kosten, Wit der Krieg selber, in dessen Anfang wir mit 26 Milliar­den jährlich ausgekommen sind. Der Ausschutz bei Reichsrates war sich barüber einig, batz das Reich eine Fortdauer dieser gewaltigen Ausgaben wohl nichk mehrlangeauShalten könne und ein einschnete benber Abbau bet außerordentlichen Ausgaben unab­weisbar ist.

Als Vertreter Preußens unterstrich Ministerialdirek­tor Nobis, daß eS sich um eine» Etat mit etuetz Schlutzsumme von 58 Milliarden handle, einen Frio« densetat, der auf der Erde ohneBeispielset S| könne es unmöglich weitergehen. Und doch fehle rS noch in den weitesten Kreise«, sogar t« solchen, die zur Intelligenz gehörten, an brr richtige» Vor Peilung von ber Sachlage, unb auch bet manchen Mitgliebern des Reichsrates habe er den fön» »ruck gewonnen, bog sie für den vollen Ernst d« Lage noch nicht das richtige Verständnis hätten >enn sonst hätten die Bemühungen um Sparsamkeit unb Streichung nicht unbebingt notwendiger Forder­ungen nicht solchen Widerstand finden können. Ws ei nicht gelungen, den an die Spitze der Beratung«» gestellten Grundsatz der Sparsamkeit restlos durchzw» fuhren, im Ganzen sei nur eine Milliarde abgesetzt «w»l »en. Er ,ber Redner, hoffe, daß wenn die Zifscru öffentlich bekannt würden, sie weite Kreise unsere! BoikeS bedenklich stimmen würrden. Die Bemüh­ungen um Sparsamkeit müßten von Regierung, Reichte rat unb Volksvertretung mit allen Kräften -ortgesetzt werden. (Ein bayerischer Regierungsv rtreter schloß sich namens feinere Regierung den Ausührungen des Bo» redneys an.

y&. öerfairtes, 27. Oft. Das Malt „Bonsoir" «eltzti: In einet Sitzung des Fünkerrat» am Touners- teg wurde entschieden, der Friedensvertrag mit Teutsch- lrad werde nicht b-r dem 11. 11., vielleicht nicht vor dem U. 11. in Kraft liefen.

50 Jahre Frondienst.

wb. Paris, 25. Okt (Hävers.) Der Oberste Rat e lterBert-iiuteten unter dem Vorsitze von P-cho» beschäftigte I fih mit der durch die Unruhen in Fseneburz und die kirtsenbnng deutscher Truppe» nach diesem Orte, der in fier tjon-t gelegen ist, die nach dem Jnkrafttreien des --kerlragrs besetzt Ircrben soll, geschaffeitcrt Lage.

' Der Fünferra! befürchtet, daß die dorlhi» evlfmrdten ««tkche.i Truppe!« unter dem Vorwand, gegen Unruhen terzugehen, Verhaftungen vornehmen fünuten, die Oie Uostsabstiinmimg beeinträchtigen würden.

-! ®ü Frankreich,'smtdetn der Kriegszustand in Frankreich sein Ende erreiche. Der Friede ist dadurch nodj nicht Z in Kraft getreten, insbesondere ist das im § 440 des KkiedensvcrtrageZ hierfür erforderliche Protokoll noch

Die „Oderhessische Zeitung" erscheint s»ch»mal «Schentlich. — Der 1# 9^1 »preis betlä-t monatlich 1.60 Jl. frei !N» Hau»; durch die «vfi

JiX. 4vL 1.75 ohne BesteSgeld. — Verlag von Dr. €. Hitz,r»ttz. — Druck »er

»er beträgt ffir die Sgele. Ze«. 30 V «. SOf, Teueru»°».uschl - i

5» Reklame,1.I0X Zeder A.^att gilt 54. Jahrg.

tt* J* k«?fun tSeschäftsfielle e. Vermittlung »tr <010

Rn gebet« 36 j Sond rg bLht — Postlcheckk.it-: Ar. 5016 Amt Frankfntt a. St. 1919

4 SlegicrungSöertreter, darunter ^vührcr der Abordnung Staatssekretär a. D. August ker, Geheimer OberrcgieruugSrat Dr. Leh- g_®nn vom Reichsarbeitsministerium, RegierungSrat • Tiburtius, Geheimrat v. Lewinsky vom S^s-tigen Amt. Ter Vertreter ter Arbeitgeber ist I l^^toer Kommerzienrat Wieland, Vertreter der • :L?^ttnehmer der stellvertretende Vorsitzende der Gene-

Wre von unlcrrichtclcr Stolle verlautet, kann von llu- Wheu, die infolge der Entsendung deutscher Truppen tu ausgebrochen sein sollen, nicht die Rede fein. ^Wirklichkeit haben in der vorigen Woche Uebcrgriffe errnitöloser Elemente slattgeftmden nutz, um solche für 8uk«nft unmöglich zu mache», ist ein Bataillon nach VktlSbnrg geschickt wordcn. Seine Amvcsenhoit genügt, Re Ruhe vollkommen sicherzustellert. Eingriffe der i «upp:» sind nicht notig gewesen. Vesürchtnngcu, daß «e Anwesenheit der Truppen die Volksabstimmung be- M,liEeu könnte, find vollkommen unbegründet.

tvb. Kopenhagen, 26. Okt. Amtlich wird mit-- tzkinlt, daß der dänische Hanvtrnann Daniel Bruu» von Kt internationalen Kommission zum Polizeidirektor im Mcivigschen Abstimmiingsgebiet ernannt Word:» ist. $-!f bk>.-Isch« Mitarbeit beim Wiederaufban Frankreichs. , detl i n, 24. Okt Wie von äufij-tbigei" Seite txr«

sind die vom Reichskommissar für den. Wiederaufbau * -.er wilftg cingeleiteten Berhanblungen nunmehr er- »Mich abgeschlossen worden. Fest steht, daß ein ?(u5-- dtr Ktiegsgeiangeneii gegen deutsche Arbeiter nicht ■ Stotze» wirb. Die Arbeiter werden nach dein Rück- - 8?56orl .ber Befangenen in ihr Arbeitsgebiet befördert. iM Arbeiten werden im Februar oder Mär; beginnen ; 9® rwar fo, daß die Arbeiter langsam in kleineren ' abbesördcrt werden. Die ersten Arbeitsze-

«t'e werde» sein das Kohlengebiet von LenS und Douai, Entlastung ber deutschen KohlenMernng durch t M'Jnstandsctzung der französischen Kohlenbergwerke zu tot-'chen.

^bxiischc Bedenken gegen die Milchvirh-Abliefernng.

tob. Amsterdam, 25. Okt. Die englischen Blätter "7^ 23. 10. melden: Der Schadenvergütmigskommtssion ! * Paris wurden zwei von zahlreichen politischen, diplo- , _to-dscheu und geistlichen Persönlichkeiten unterzeichnete z tückschriftcn unterbreitet, in denen die Kommission auf» •wird, die Folgen, die sich aus der sofortigen i^tochführung b-.-r Bestimmungen des Friedenc-vertragcs ; p® «ndj aus der ?luslicferung von 100 000 Milch-

n und 10 000 Ziegen durch Deutschland ergeben, ® la:gfänigftc und ernsteste Erwägung zu ziehen. In £ «. a. von Lord Robert Cecil, Henderson, Lord Lans- ^»«e und dem Bischof von Canterbury unterzeichneten ^chchrift wird darauf hingewiesen, daß di« Tuber- in Deutschland besonders unter de» Kindern der utciilasle ungeheuer verbreitet und zu ihrer Bc- - l’Tttng Milch das HaurterforderniS fei.

deutschen Vertreter bei bet internationalen Arbeiter-