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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhesfische) Oderhessen

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der englische Befehlshaber der Seestreitkräfte Riga am 16. Oktober drei Parlamentäre zu

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18. d M. bestätigt, das; der Abtransport der deut- Hen Kriegsgefangenen ans Frankreich bis zur Er­

in alle» Ehren, aber wir sind zur vollständigen Kulturlosigkeit und Berblödun g verur­teilt, wenn es uns nicht gelingt, in kürzester Zeit

ivb. Versailles, 20. Okt. Nach einer Meldung des „Echo de Paris" soll das neue türkische Ministe­rium beschlossen haben, eine Konnnission nach Paris zu entsenden, die vor der Friedenskonferenz die tür­kischen Interessen vertreten sollen. Zum Präsidenten dieser Abordnung sei der ehemalige Großwesir Telo­st k Pascha ernannt worden.

General Allenbh wurde als Nachfolger von Sir Neeinald Wingates zum Oberkommissar in Aegypten ernannt.

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M, daß der Präsident in den A n kl a g e z u st a nd Ersetzt werde.

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NNg des Friedensvertrages und die Räumung der ^tischen Provinzen zu überwachen haben. Er be-

Uangtn wurde für einen der wichtigsten Posten .orgeschlagen, und seine Ernennung für die bal- rtsche Kommission soll wahrscheinlich sein. Das Journal" gibt zu verstehen, daß Mangin davon ^errichtet worden sei, daß er aber seine Jusiim- Bttitg noch nicht gegeben habe.

Der Einzug der polnischen Truppe« in Thor«.

tu. Thorn, 21. Okt. In hiesige» polnischen Kreisen verlautet, daß der Einzug der polnischen Truppen in Thorn schon am 23. Oktober erfolgen

ceen« wo«

utbe. reifee odaß legen habe neiite Fall dein rafec

Dir Zurückhaltung der Kriegsgefangenen in Frankreich.

Berlin, 20. Okt. Eine Havasmeidung vom

Marburg

Dienstag. 21. Oktober

,te« :« bie europäischen Verwicklungen gerichteten Winir and für „splendid isolation".

tob. Versailles, 20. Okt. Der Sonderbericht- fiRiittec des „Echo de Paris" in Washington melbet, Stttator Fall habe anläßlich des Entschlusses WilsonZ, ittappcn nach Oberschlesien zu entsenden, er- kstirh eine derartige- Maßnahme könne es dahin briu-

f wt. Paris, 20. Okt. (Havas.) Der Fünfer- Mt arbeitete an der Aufstellung der Liste für die ffiitttttuv.fi der Koiunrissionen, welche die Ausfüh-

♦ Stellte MnesImstmlW.

10 3. Sitzung vom 20. Oktober«

DaS Haus ist schwach besetzt. Präsident Fehreu- b a ch eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min. Fortsetzung der zweiten Beratung des Haushalts der Reich»- arbeits Ministeriums.

Abg. Winnefeld (D. Bpt.) tritt für baldige Schaf- fuu,i eines Arbeitsrechtes ein. Die Schlichtungsausschüss« müssen iveiter ausgeüaut werden, und die Gewerbe« oder Erwerbskranlheiten müssen als Unfall anerkannt wer­den. Die Arbeitslosenunterstützung wird noch immer au Leute bezahlt, die die ihnen zugewiesene Arbeit nicht tun oder wieder mederlegen.

Ein Antrag Schiele (Deutschnatl.) betr. Wohnung»- sürsorge wird dem Ausschuß übcrtviesen. Weitere Titel werden angenommen.

Abg. Bock (Unabh.) bemängelt die Bezüge der Kriegs- bcschädiglen.

Minister Schlicke: DaS Untvesen der Simulanten und falschen Kriegsbeschädigten wird nach Möglichkeit beschnitten werden.

Abg. Schneider (Dem.): Die Angrstelltrnversiche- ruttp darf nicht mit der Arbeiterversicherung verschmob- zeu werden. Dies würde zum Schaden der Angestellte« auSsallen.

Minister Schlicke kann da? nicht zngeben.

Zn dem Titel: „Forderungen des ArbettsnachweiS- wcseas" liegt ein Antrag Scheidemann (Soz.) vor> die cmg.I-ttt-n 600000 Mark auf 1600000 Mark ,» erhöhen.

Abg. Bolz (Zri'.tt.): Das Reich kann solche Summe« an Vorschuß nicht bewilligen. Der Antrag ist nicht genügend begründet.

Der Antrag Scheidemann wird angenommen.

Abg. Gleichauf (Dem.) tritt für eine unparteiische Zusammensetzung der Schlicktungsansschüsse ein. Wenn dafür starke Garantien geboten werden könnten, würd« der Widerstand der Arbeitgeber gegen die SchlichtungS- ansschüsie schwinden.

Aba. Frau Behm (Deutschnatl.): Der Minister hat sich znr Reform der Heimarbeit bekannt. Die Ein­beziehung der Heimarbeiter in das BetriebSrätegefetz ist freudig zu begrüßen. Biel« Tausende von Heimarbeite­rinnen wollen arbeiten und nicht Arbeitslosenunter­stützung beziehen, aber sie wollen nicht in die Fabrik gehen. Arbeitswillige Hand« sollte man nicht znrückweisen. Auch wegen der Jugendpflege ist zu wünschen, daß die Heim- arbriterinnen bei ihren Kindern bleiben. Natürlich muß die Heimarbeit reformiert werben. Der Achtstundentag darf nicht gefährdet werden. Die Löhne dürfen nicht ge­drückt werden, die Kräfte der Halbcrwerbsfähigen können in der Heimarbeit ausgenutzt werden. ES wird Zeit, daß das HanSarbeitsgesetz in Kraft tritt. Die Fachausschüs^ müssen Lohnämter werden. Die Regierungsstellen müssen Arbeitsausträge an die Heimarbeitsorganisationen geben.

Abg. Herrmann-Reutlingen 'Dem.) wünscht die Reorganisation der Handwerkskammern, die von alle« Zwange befreit und der Selbstverwaltung zugeführt werden müßten.

Abg. Fran-Meitze (Soz.) wünscht bei dem Kapittl „Arbeitslolenfürsorge" Beschleunigung aller Notstands­arbeiten und Erhöhung der Sätze für weibliche Arbeitslose.

Damit ist der Haushalt des ReichsarbeitSministeriumS erledigt. ES folgt die Beratung des Haushalt- deS Reicksschatz Ministeriums.

Abg. Stücklen (Soz.) berichtet über die Ausschuß- Verhandlungen

Dienstag I Nhr Weiteroeratung. Vorher Anfragen.

kennen, tast e-.' sich wirklich nicht um die Verwirklichung imperialistischer Ziele von Deutschland handelt, sondern einfach um Privatwünsche der Mannschaften. Es ist nicht zu beschreiben, mit welcher Stärke der Sied- lergedanke die Massen beherrscht.

Der Abtransport der reichsdeutschen Truppen.

lob. Berlin, 20. Okt. Wie die Blätter melden, beginnt nunmehr der Abtransport der im Baltikum stehenden früheren Frsnttruppeu, nachdem in den letz­ten Tagen schon die Etappentrupprn abtransportiert worden sind. Es sind bereits Artillerieabteilungen und Radfahrerkompagnien in der Gegend von Schaule» ciugetroffen und teils schon verladen, teils im Ver­laden begriffen. Der für den Abtransport der deut­schen Truppen besonders in Betracht kommende Bahn­hof Radziwilischki ist im Einvernehmen mit dem litaui­schen Oberkommando von deutschen Truppen besetzt worden.

HHllung der Bedingungen des Gnsichliich der Räumung der susgesetzt worden ist.

russischen Westarmee gesandt mit einem Brief Imtet folgender Adresse: „An den General Ver­mont, Befehlshaber der deutschen Truppen." Diese Parlamentäre sind zurückgewiesen worden mit dem üneröffrwlen Schreiben und dem Bescheid, daß es weder einen „General" Vermont noch einen) MrHlshaber „deutscher" Truppen gibt.

I Weitere Erfolge Denikins.

wb. London, 20. Okt. (Reuter. Amtlich) Deni­kin schlug die Bolschewisten am 13. Oktober bei Zari- zyn. Die Kosaken überschritten den Don und machten 1200 Gefangene. Weiter^westlich nahmen sie Kalasch und Pawlowsk und mochten 2150 Gefangene.

tob. Konstantinopel, 20. Okt. Tie Agence Union meldet, daß die Armee Denikin, sich der Stadt Orel bemächtigt hat.

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Die llebermachuttgsausfchUsfe.

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rob. Versailles, 20. Okt. Der Sonder­berichterstatter des „Echo de Paris" berichtet aus Aiashington vom 18. Ort.: Die Nachrichten aus Rußland, die die amerikanische Regierung erhalten hat, besagen, das; der Sturz des B o-l s ch e - w i s m u s bevor jt e h e. In einem Teil der öffentlichen Meiinmg zeigt sich eine gewisse Beun- ruhigung. Zur Senat sei gesagt worden, England und Frankreich wollten Las europäische Rußland beherrschen. Japan solle Sibirien behalten.

Eine Antwort Kermouls.

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Petersburg noch nicht besetzt.

wb. V e r s a i l l e s , 20. Okt. Wie die Agentur Radio meldet, soll Sasonow gestern im russischen Botschaftsgebäude ein Telegramm aus englischer Quelle erhalten haben, das offiziell die Be­setzung Petersburgs durch die Truppen des Generals Judenitsch anzeigt. Die Hauptstadt sei vorher von der roten Armee geräumt worden.

wb. W i e n , 20. Okt. Nach einem Funkspruch des Wiener Korr.-Büros aus Moskau vom 20. Okt. 5 Uhr morgens sind entgegen den ausländischen Meldungen Kronstadt und Petersburg fest in den Händen der S o w j e 11 r u p p e n.

Diese letzte Meldung scheint zutreffend zu sein; denn nach Änem Frontbericht Judenitschs wurden seine Truppen vom Rande Petersburg von über­legenen bolschewistischen Kräften nach der Station Ligowo und weiter bis Gatschina zurückge­drängt. Der Gegner sehe alle Reserven ein und scheine entschlossen verzweifelten Widerstand zu leisten, was ihm teilweise gelinge. Bei Pleskau sei das Vordringen a u f g e h a l t e n.

Die Stimmung in der Türkei.

wb. Bern, 19. Okt. Aus Konstantinopel berich­tet. der „(Sortiere della Sera", daß endlich mit der Fabel einer durch die Deutschen terrorisierten Türkei, die die Verbündete» als Befreier begrüße, aufgeräumt werden müsse. Gewiß habe die Bevölkerung im Okto bet 1918 erfreut aufgeatmet, aber dabei weniger bie Landung der Sieger, als das Ende des Weltkrieges begrüßt. Der mehr als theatralische Einzug des fran­zösischen Oberbefehlshabers, das rücksichtslose Reuui- sitionsstistem, die Ausschreitungen der Kolouialtrnppev und nicht zuletzt die Jntriguen unter den Verbündeten selbst haben innerhalb kurzer Zeit den türkischen Groll gegen Deutschland mehr als reichlich ausgewogen. Die größten Verluste an Sympathie und Popularität habe Frankreich erlitten. Durch die Vorgänge in Smyrna sowie die Art der Mandatsverteilung habe auch die englandfrenndliche Partei zu Gunsten des nationalistischen Blocks ihren Einfluß verloren. Wie lief die Wurzeln des deutschen Einflusses gehen, zeige ein Vorfall bei einem Empfang in einem prinzlichen Haufe, wo die mit dem Sultan verwandle Gastgeberin den Gästen ins Gesicht hinein erklärte: „Ich werde bie Deutschen nach wie vor allen anderen Nationen vorziehen." Niemals sei die Erinnerung an die guten Handelsbeziehungen mit Deutschland in der Tür­kei stärker gewesen als heute.

Parteitag der Deutschen Polkspartel

Dem Bericht des Abg. G a r n i ch über die Tätigest des Geschästssührenden Ausschusses folgte eine Aussprache« in der zunächst Vertreter der Grenzgebiete zu Wort« kamen. Der Vorsitzende Pros, stahl dankte den Red­nern und versicherte die Deutschen der abzutretenden Gebiete der Treue. Niemals werden wir den Frieden von Versailles anerkennen. (Stürmischer Beifall.) Auch wenn das formelle Recht uns diesen Friedensvertraz ausoebürdet hat, vor unserem Gewissen können wir ihn nicht anerkennen und aus diesem Gefühl heraus sagen wir beute wie alle Zeit: Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt. (Stürmische Beikallskundgebun- gen.) Der Parteitag erhebt sich und singt den ersten BerS de? Liedes: „De -ischland, Deutschland, über alles". Ein Antrag, der bie Fraktion der Rationalversammknq! ersucht, bei der Reichrregierung auf schleunige Rücksendung aller unserer Gefangenen vorstellig zu werden,wird angenommen, ebenso eine Entschließung gegen den Terror an nationalen Arbeitern.

Am Sonntag wurde, wie bereits kurz mitgeteilt, der Entwurf der Grundsätze der Partei angenommen. Al» Staatslocm wünscht die Deutsche Volkspartei den Ein­heitsstaat mll weitgehender Selbstverwaltung und Sicherung der Eigenart der einzelnen, geschichtlich, kulturell und wirtschaftlich zusammenhängende.'! Länder. Einer Zertrümmerung Preußens wird sie sich widersetze«, solange sich nicht alle deutschen Länder dem deutsche» Einheitsstaat einfügen. Sic bestrebt die Wiedererrichtung eines Volks-Kaisertums, und zwar auf gesetz­mäßigem Wege durch freien Entschluß des Volkes. Ein« Wiederherstellung der monarchistischen Kleinstaaten im neuen Deutschland fei bei seiner Entwicklung zum ®in* heitsstat nicht mögliche

Heber die wirtschaftlichen Fragen, insbesondere die Arbeitsgemeinschaft, sprach Generaldirektor Vogler. Di« Deutsch« Vollsparte» verwirft di« Sozialis««»»

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in, 21. Ort. Laut „Berl. Tagebl.

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Czerum über Kaiser Wilhelm.

Berlin, 20. Okt. In seinen in der „Voss. Ztg." veröffentlichten Erinnerungen schreibt Graf Czernin weiter über Kaiser Wilhelm II.: In den Jahren 1917 und 1918, in welchen ich amtlich mit Kaiser Wilhelm zu tun hatte, war 'eine Scheu vor unangenehmen Erörterungen so stark, daß es oft die größten Schwierigkeiten machte, das Notwendige an den Mann zu bringen. Als Beispiel -führt Gras Czernin ein Erlebnis auf einer zweistündigen Bahnfahrt mit dem Kaiser an und sagt darüber: Er lud mich zum ersten Frühstück im Speisewagen ein. Dort saßen wir in Gesellschaft von ungefähr 10 Herren, sodaß keine Möglichkeit war, eine sachliche Konversation zu beginnen. Ich mußte ihn mehrmals und das letzte Mol sehr ausdrücklich ersuchen, mir einen privaten Vortrag zu ermöglichen, bis er endlich aufstand, dann aber noch einen Herrn des Auswärtigen Amtes der Unterredung beizog, wie um bei diesem Schutz gegen erwartete Vor­stöße zu finden. Vom Hofe des KaistrS sagt Gras Czernin: Ich habe immer gesunden, daß die Servilsten nicht die am Hofe Lebenden waren, sondern die Generale, Admirale, Professoren, Beamten, Volksvertreter und Gekehrten, die bett Kaiser seltener sahen. Speziell in der zweiten Hälfte des Krieges waren die maßgebenden Männer um Kaiser Wilhelm herum gewiß keine Byzantiner, vor allem Ludendorff nicht. Zum Verhältnis WilhelmsII. zu England übergehend schreibt Czernin: Ich habe immer ben Eindruck gehabt, daß der Kaiser die geringe Sym­pathie, die et in England genoß, als störenden Mangel empfand und gern an der Themse beliebt gewesen wäre, und daß daS Mißlingen dieses Bestrebens bei ihm einen gewissen Aerger auslösre. Er war sich natürlich vollkom- mer klär darüber, daß die Art und Weise, wie er persönlich in England eingeschätzt wurde, auf die englisch-deutschen Verhältnisse einwirken müsse, und fein Wunsch, gut be­urteilt zu werden, entsprang daher nicht persönlicher Eitelkeit, foubern politischem Interesse. Die Einkrei­stinospolitik König Eduards begann ja erst, als er die — meiner Ansicht nach unrichtige — Ueberzeugung ge- tocnn, daß eine Verständigung mit Kaiser Wilhelm

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stöv «erbe, doch lasse sich mit Bestimmtheit nicht sagen, ll'’ * |0 er in so kurzer Zeit möglich ist.

Graf von der Goltz über die baltische Frage.

Berlin, 20 Okt. Einem Mitarbeiter der „V:rk. Börsenzeitung" erklärte Graf v. d. G o l tz über bie balti­schen Tinge: In erster Linie glaube ich, durch meinen Abschied den Iukeressen der Heimat am besten hu dienen. Außerdem fand ich hier in allen Kreisen so geringes Verständnis für die baltische Frage und meine Ueberzeugung, daß mir auch auS diesem Grunde ein Verbleiben im 9lr.it nicht zugesagt hätte. Ich war in Kurland Oberbefehlshaber nicht nur der deutschen Trup- pen, sondern auch der lettischen Landeswehr. In ihrer rufsüchen Abteilung war Oberst Vermont mein Un­tergebener gewesen, mit dem mich bi« angenehmsten persönlichen Beziehungen v-wbnndrn haben. Dann begann Vermont sein Unternehmen, um feine russische Heimat wieder auszurichten und ist dabei erfolgreich vorgegangen. Dazu habe ich ihm gratuliert; das ist eine reine Privat­angelegenheit, ein persönlicher Glückwunsch, womit das Deutsche Reich lltahrhaftig nichts zu tun hat. Ich hoffe, daß die Ententekominission, die jetzt ins Baltikum geht, ßn Ort und Stelle sich davon überzeugen wird, daß keine Truppe» mehr bei Oberst Vermont sind, die deutsche Reichsangehörige sind. Ich hoffe weiter, daß diese Kommission die Bedeutung von Vermonts Unternehmen einfeben und verstehen wird, daß er nichts anderes will wie Deckkin. Der westrussiscbe Zentralrat erkannte dir Autonomie Lettland» ausdrücklich an. Sein politisches Ziel, wofür auch Vermont eintritt, ist ein föderatives Großeußland, ich glaube, genau gesagt: Vereinigte Staaten von Rußland. Die noch reichsdeutschen Trup­pen folgen alte dem Rämnungsbefehl. Aber eine nicht unbeträchtliche Anzahl, wohl die reichliche Hälste, ist auS dem Verbände des Reiche? auSgefchieden nnb find russische Staatangehörige geworden, und die 6leiben. Schließlich wird auch die Entente einsehen, daß Deutsch­land sich nicht dagegen zur Wehr setzen kann, wenn eint An^ihl Deutsche Bürger eines andere» Lande» werden wollen Deutschland al» solches ist doch daran völlig unbeteiligt. Ebenso wird mau eure» Tage» doch a»

Der Anzeigen»««, betrügt für bi« 8g«1». Zeile 80 J u. SO*;, reuernnglznsckl. I k < QfthrA = 45», amtlich« «. «uswittia« 55 », Reklamezeile 1.60 a». Jever Rabatt gilt I al« Barrabatt. — Bei Auskunft durch bie Leschäftsstel!« w. Vermittlung »er Angebat« S5 J Ganbergebühr. — Postscheckkonto: Nr. 6016 Amt Frankfurt a. M.

weV'J schloß grundsätzlich jede interalliierte Kommission gsit einem einzelne» Chef zu versehen. General

jrt yansmg gegen alle auf die Besetzung der Tücke Sprech we-. ein sonstiges Hineinziehen der Brr i« fit. n

Die „OberhessifSe Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der

Bezagsprei« beträgt monatlich 1.60 Jt. frei in» Han«; durch ble

1.75 ■«. «hae Beste»,rl». — Verlag «an vr. L. Hitzerath. — Druck »er

Univ -Buchdr. von Joh. Mit g. Koch. Markt 21/23. — F«r»s»rtcher 55.

Erstfiändige Kulturlosigkeit uud Verblödung. — Das Zentrum gegen Hönisch.

Im tzäushaltsausfchüß der Preußischen Landes- > ^rfammlung griff am Sonnabend der Zenlrumsabgc- i »Äntie Dr. Heß im Austrage seiner Fraktion den - ^llusminister aufs heftiiste an. Dessen beide letzten - m „Vorwärts" seien in der Foectl und in Sache eine große Rücksichtslosigkeit, die ”1 länger gefallen zu lassen dem Zentrum feine Par- ! ^rhce verbiete. Haenisch sei innerlich genau der- 'Elbe wie Adolf Hoffmann, nur durch feine unver- Ekichliche Liebenswürdigkrit doppelt gefährlich, «t kinanzminister gab darauf eine Erklärung zu 33 Anträgen ab, die dem Ausschuß vorliegen und mit dem Ausbau des Uuterrichlswesens befassen, * der er sagte: Der nunmehr endgültig sestgestellte rrhibetrag ür das Rechnungsjahr 1918 beträgt bet sür das Rechnungsjahr 1919 6 Milliarden ’M. Und das, obwohl die Steuern den Ansatz - einigermaßen überschreiten. Dazu kommt, daß 7^ Ftiedensvertrag jeb e Hoff» ung auf ein nschfnwürdiges Dasein der Arbeiter- 11 und des ganzen Volke» radikal 51 i t g t. Er zwingt uns, den letzten Pfennig sür Erfüllung des Versailler Vertrages herzugeben. g51 müssen alles hinter uns werfen, um die eine vlage jU (p|-en; 53;e werden wirvondiesenSkla- E8 kette» frei. Die Schulpläne des Ausschusses

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Fraulreich.

«•6 V , 20. Okt.

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e*. Paris, 20. Okt. (Havas.) Die tttberrerch- des Kriegskrenzes au bie Stadl Paris lockte eine heuere M-'uschenmenge an, bie den Delegierte: von Utz- ^»rn. Brüssel und den mit dem KriegSkreu;

. 4 iereits dekorierten Vertretern Etsaß Lothrinqens eine Airmisch.' Huldigung bereiteten. Die Ansprache Poin-

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j&,^. Amsterdam, 20. Okt. Der Washingtoner t»rr?;fuffibent der „Daily News" meldet, daß Staats ftfretfir "5? a n f i n g die gesamte Leitung der auswär iizeu Angelegenheiten übernommen hat. Wie verlar