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mit dem Krelsblatt für den KrelS Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberheffen

DieOberhef fische Zeitung" erscheint ftchrmal Wöchentlich. Der

"» niK S6e»ug»pttte beträgt woncitli* 1.60 Jl. frei in« Hau«; durch di« Post eftS. 1.75 ", ebne BesteSgeld Serleg »»n Dr. L. Hihersth. Druck »er

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Unio.-Bitchdr. seit Joh. «uj. Noch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

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finnische Reichstag hat in geheimen

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Grenzmarken.

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mert. wurde gangen.

Zn der russischen Kirche in Helfingfors die Befreiung Petersburgs festlich be-

bie Ratifizierung des Frirdensvertcages stimmten, der sozialistischen Partei ausgeschlossen.

ÜcberwachungsanSschüsse bedeutend werden, um teilweise die belegten sreizubelommen.

Das btdlchie Teulschttlm in be«

«l, «nrradntt. «ei Auskunft durch die «e,chäft,stelle u. Vermittlung »er Ungedpte » 4 vsndergebLhr. Poftscheckka.ito: Ar. 501t Amt Frankfurt a. vk.

Marburg

Montag, 20. Oktober

Jahre 1913. Die Dienstzeit wird verringert werden, aber der Unterhalt jedes einzelnen Mannes steigt. Die finanziellen Leistungen des Landes sind umso bewun­derungswürdiger als die verwüsteten Gebiete den fünf­ten Teil der Einnahmen umfassen und vir Demobili­sierten ihre Tätigkeit noch nicht wieder aufnehmen konnten. Die Einverleibung Elsaß-Lothrin- g e n i wird Frankreich eine bedeutende Steigerung der Annahmen bringen. Frankreich wird bald alles aus seinen Reichtümern herausproduzieren, was möglich ist. Es ist nicht nötig, neue Quellen zu erschließen.

wb. Versailles, 18. Oft. Die sozialistischen Abgeordneten Ranger und Leconte wurden, weil sie für

wb. Berlin, 18 Okt. An hiesiger amtlicher btelle ist eine Entschließung der Kreissynode Heyde- krug eingetroffen, in der die Systode namens der in Vr vertretenen evangelischen Kirchengemeinden ein­stimmig gegen die im Versailler Frieden vorgesehene Hiflreunung des alten preußischen Landes värdlich der Memel vom Deutschen Reich protestiert.

Ivb. Rotterdam, 18. Okt. DerRieuwe Rvt- ierdamsche Courant" meldet aus Brüssel, daß der Ausschuß für die Auslieferung des deutschen Aiehes und der Pferde an Belgien, aus Brüssel »ach Deutschland abgereist ist.

wb. B e r s a i l l e 8, 19. Okt. Uruguay hak am 16.10. den Friedensvertrag mit Deutschland ratifiziert.

Graf v. der Goltz.

wb. Berlin, 18. Okt. Das Kabinett beschäf­tigte sich heute mit dem Telegramm, das der bis­herige Truppenbefehlshaber, Graf v. der Goltz, an den russischen Führer Vermont sandte. Die Re­gierung mißbilligte dieses ihrer Politik gänzlich zu­wider laufende Telegramm auf das Schärfste. Sie sieht von einem Verfahren gegen den General, der feit gestern in Berlin weilt, ab, weil dieser bereits fein Abschiedsgesuch einreichte.

Der Anieigenprei» »«trägt fit »it 8gelt. Zeile 80 4 u. 50»/, Teutnmg«$ur<f>I I k j <Wir<L = 45 Ji, amtlich« M. «ueeirtige 55 Reklamezeil« 1.50Jt. Jeter Rabatt gilt IvwyHJ» ------------------------------ 1919

Die bolschewistische Front durchbrochen.

wb. A m st e r d a m, 19. Okt. Nach einer Reu- termeldung aus Helfingfors hat fich eine Abord­nung der Petersburger Arbeiter zu General Ju­denitsch begeben und ihn gebeten, Petersburg nicht zu beschießen. Sie sicherten ihm Unterstützung gegen die Bolschewisten zu.

Der Auflösungsprozeß im bolschewistischen Heer ist allgemein. Die bolschewistische Front ist an »et» chiedenen Punkten durchbrochen. Die Bol­schewisten verfügen nur über beschränkte Reserven, um die Front wiederherstellen zu können. Tschi­tscherin soll den Verbündeten dieser Tage ein neues Friedensangebot gemacht haben.

Die weiße Armee erreichte die Stadt Ligowo, 13 Werst vor Petersburg. Patrouillen sprengten die Eisenbahnbrücke von Toßno an der Bahnstrecke nach Moskau.

Kopenhagener Telegramme aus Helfingfors sprechen bereits von dem Einmarsch Judenitschs in Petersburg.

Die Kapitulation Kronstadt«.

wb. Helfingfors, 18. Okt. Kronstadt hißte gestern nachmittag die weiße Flagge. Krasnoje Selo ist genommen.

wb. A m st e r d a m , 19. Okt. Nach einem Be­richt derTimes" aus Kopenhagen steht der west­liche Teil von Kronstadt in Brand. Das Geschwa­der der Verbündeten verhindert die bolschewisti­schen Kriegsschiffe daran, den Hafen zu verlassen, um sich an der Verteidigung von Petersburg zu beteiligen.

wb. Amsterdam, 19. Okt.Daily Expreß" meldet, daß die Beschießung Kronstadts durch die englische Flotte außerordentlich heftig war. Die Fenster in den benachbarten finnischen Dörfern wurden infolge des Luftdrucks zertrüm-

Die Ludwigshafener Pfalzzentrale teilt mit, daß von Montag ab die Pfalz nicht mehr mit Elek­trizität versorgt werden könne.

Der Proteftausstand in der belgischen Zone.

wb. Duisburg, 18. Okt. Der Protestaus- stand gegen das Verhalten der belgischen Besatzung aus der linken Rheinseite dehnte sich weiter au». Einige Straßenbahnlinien stellten den Betrieb ein. Die Geschäftshäuser und Gastwirtschaften sind ge« schloßen. Nur die Lebensmittelgeschäfte sind ge­öffnet. Zn einer Versammlung wurde bekannt­gegeben, daß auch die Eisenbahner und Post­beamten sich dem Ausstand anschließen. Die Zahl der Ausständigen beträgt 20 000. Ihre Forderun­gen sind: freier Verkehr mit dem übrigen Deutsch­land, Entfernung der Besatzungstruppen aus den Arbeitsstätten, strenge Verfolgung der geschehenen llebergriffe, Freilassung der aus politischen Grün­den Verhafteten, besiere Lebensmittelversorgung und Beseitigung des Schiebertums.

DieTägl. Rundfch." meldet aus Mainz: D'.t französische Besatzung in Mainz sucht neuerdings in nahe Fühlung mit der guten Gesellschaft in Mamz zu kommen. Gegenwärtig ist man bamit beschäftigt, Listen auf,zustellen von Familien, in denen französische Offiziere zu verkehren wünschen und in denen man demnächst Äesuche machen wird. Die natürlich ab­gelehnt werden müssen.

tob. Amsterdam, 18. Okt. Rach einer Blätter' meldung aus Paris sind in Mainz 7 französische Offiziere unter der deschuloigung des Schmuggel­handels verhaftet worden, desgleiche« 16 fran­zösische und deutsche Kaufleute. Die Offiziere gehörten der wirifchafttichen Abteilung des Besatzungsheeres nn und haben ihre Stellung dazu mißbraucht, Dnrchsuhr- bewillignngr» für Waren zu erteilen, die nicht nach Deutschland gesandt werden dürfen.

Die hohen Koste» der Besetzung uub Ueberwachung.

tub. Berlin, 18. Okt. Der Haushaltsansschuß ter Nationalversammlung empfahl dieser eine Ent­schließung, die die Regierung auffordect, mit Rück­sicht ans die außerordentliche Höhe der zweieinhalb Milliarde» Mark betragenden Kosten für die Vesatz- ungSarv.ee und die lleberwachungsausschüsse dahin zu wirken, daß erstens nach dem Inkrafttreten des Frie­dens die Vesatzungsarmee herabgesetzt und die Zahl und Unterbringung der Truppen der dentsche» Rrgierang mitgeteilt wird, zweitens die Reichsver- mögensverwaltuug im besetzten rheinischen Gebiet un­verzüglich eingerichtet wird: drittens, die mit der mitt'

Amerika

.rat und Friedensvcrtrag.

Die Lage in Riga.

wb. Helfingfors, 18. Ott. Nach den hier vorliegenden Nachrichten herrschte in Riga bei dem siegreichen Vormarsch der russischen Westarmee vollständige Panik. Die lettischen Soldaten war­fen die Waffen weg und plünderten schwe­dische und dänische Warenniederlagen. Das Stra­ßenbild ist vollständig b o l s ch e w i st i s ch. Weiber mit Waffen durchziehen die Straßen. Die Regie­rung Ulmanis verließ fluchtartig Riga und be­findet sich jetzt kn Wenden. Die estnischen Soldaten weigern sich, für die englische Politik sich opfern zu lasten. Die Engländer selbst fühlen sich in Riga nicht sicher und haben Angehörige der baltischen Landeswehr, die englische Armbinden tragen, zur Bewachung herangezogen.

Oberst Nwalow-Bermont an die Litauer.

wb. Helfingfors, 18. Ott. Nach Nachrich­ten von der russischen Westarmee richtete Oberst Awalow unter Gegenzeichnung des Vorsitzenden des Rates von Westrußland an den litauischen Außenminister und die litauische Nationalver­sammlung in Kowno eine Note über die Zusam­menziehung litauischer Truppen und deren An­griffsabsichten. Es heißt darin: Mein einziges Ziel ist der Kampf gegen den Bolschewismus. Zch hege keinerlei Absichten, den litauischen Staat in seiner freien Entwicklung irgendwie zu beein- trächftgen. Der Zentralrat und ich stehen auf dem Boden der von Wilson proklamierten Prin­zipien und erkennen somit die volle Souveränität des litauischen Volkes an, über sein Geschick zu be­stimmen. Zch bitte mir die Gründe dec Truppen­ansammlungen mitzuteilen und hoffe, ein Biind- n i 9 mit Litauen gegen unseren gemeinsamen Feind, die Bolschewisten, zu ereichen.

Sitzungen die politische Lyge besprochen. Es wird gemeldet, daß die sozialistische und die agrarische Partei beschlossen haben, mit den Bolschewisten Friedensverhandlungen anzuknüpfen. Englische Missionen in Helfingfors, die schon be­schlosten hatten, nach England zurückzukehren, be­reiten sich jetzt vor, nach Petersburg zu gehen.

Frankreichs Finanzlage.

tob. Paris, 18. Okt. (Havas Kammer.) Anläß­lich der Bewilligung gewisser Kredite gibt Lefövte Einzelheiten über die Schwierigkeiten, denen das kom­mende Parlament die Stirn bieten müsse. Klotz erklärt: liebet die Passiva Ftankreichs hinaus schul­den wir noch 30 Mlliarden, davon die Hälfte den Bereinigten Staaten. Mer Frankreich verfügt über eine bedeutende aktive Bilanz. Frankreich war und ist noch jetzt der größte Kreditgeber der Welt. Die Kam­mer kann keinen Augenblick zweifeln, daß die deut­schen Schulden eingetrieben werden. Die Finanzlage Frankreichs hat sich bedeutend geb es- sert. Bor dem Kttcge betrugen die Einnahmen 4,2 Mlliarden bei einem Ausgabevoranschlag von 5 Mil­liarden, während 1919 die Einnahmen auf mehr als 10 Milliarden angesetzt werden konnten. Für den Ab- schniu Militär werden 8 Milliardrü angefetzt wie im

Ans dein besetzten Witt.

Die Lage in der Pfalz.

wb. Mannheim, 18. Okt. Wie aus Speyer gemeldet wir)), hielt General F a y o l l e, begleitet von General Degoutte, dem neuen Oberbefehls­haber der Besatzungstruppen, eine Ansprache an die obersten Beamten bet Pfalz, in der er u. a. sagte: Seit dem Waffenstillstand habe stets Ord­nung in der Pfalz geherrscht. Es seien zwar einige Fälle von Störungen vorgekommen, hervorgernfeiz, durch wirtschaftliche Schwierigkeiten und Lebens­mittelteuerung. Doch seien das Folgen des Kriegs. Frankreich leide trotz seines Sieges mit seinen zer­störten Provinzen noch mehr als die Deutsche». Um die Lage zu verbessern, gebe es nur e i n Mittel: Arbeit und immer wieder Arbeit. Zede Unterbrechung verschlimmere das Elenv. Der Ge­neral teilte dann mit, daß die Bemühungen des neuen französischen Kommandeurs Degoutte auf die Verbesterung der Lebensmittelversorgung ge­richtet seien. Wir alle hab?» dasseibe Znteresie an der Aufrechterhaltung bei Ordnung und muffen alles daran setzen, daß die Beziehungen zwischen der pfälzischen Bevölkerung und den französischen Truppen offen und ehrlich bleiben.

Enthielten, abgelehnt. Senator N o l s h be- fragte, daß die Regierung beauftragt werden !«ll, nach dem Beitritt der Vereinigten Staaten Völkerbünde bei dem Rate des Völkerbundes

Vorstellungen wegen der Lage in Irland und des Selbstbestintmungsrechtes des irischen Volkes erheben. Ein anderer Senator wandte sich ÖJflett die Entsendung von 5000 Mann amerikani- Wt Truppen nach Oberschlesien.

Newport, 17. Okt. 'Köln. Ztg.") Marine- Mnister Daniels etfiürtc,. daß, wenn der Völkerbund

Am Freitag sand im Rheiugow in Berlin eine große Kundgebung deS Deutsche» Treubundes für das bedrohte Deutschtum in den Grenzmarken statt. Graf Westarp führte aus: In Elsaß-Lothringen scheint mau sich bereits zurück; ujehnen. Zu spät. Hoffentlich nicht zu fpät für immer. Die 15-Jahre sollen dazu dienen, die französische Grenze bis an den Rhein vorzuschicoen. Auch in Schleswig-Holstein sollen große deutsche Min­derheiten an Dänrinark nllm. Ganz besonders uage­wiß ist das Geschick diS Meweler Kreises. Fest steht nur, baß der Kreis von Deutsch la uv losgerifsen wird. Acbn- ltch liegt es im Regierungsbezirk Allenstein. Wir wollen hoffen, daß die Abstimmung für Deutschland ausiälll. Der Freistaat Danzig wird nichts anderes fein alS polnisches Anhängsel. Wie die Abstimmung in Oberschlesien ausstült, kau i inan noch nicht sagen. Alle Kultur in Oberschlesien ist deutsche Kultur. Aber mn wird unter feindlicher Besetzung alles daran leben, um die Abstimmung jugunften Polens zu gestalten. In Weüprenßen und Pofen soll werlvolles Deulfchlum ver­loren gehen. Ueberall wohnen Deutfche und Polen zu­sammen. Das Land ist deutsch, durch deutsche Kultur euivorgehoben. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen txif; beider Abstimmung niemand fehlt. Den Deutschen in den verlorenen Gebieten müssen wir ;nrufen: Bleibt in Eurer Heimat! Das Heimat- p-füh! muß hochgehalten werden. Es ist eine schwere Zumutung, aber es geht nicht anders. In der Ostmark und Litauen haben sich die Deutschen zufammcngefunden. So muß es überall ivcrdcn: Die Deutschen müssen sich ihrer Macht b e w u s; t bleiben. Dann kann der fremde Staat über sie nicht zur Tagesordnung hinweg' gehen Wir Deutschen, die wir im Reiche Zurückbleiben, müssen uns weiter verbunden fühlen mit den Deutschen, die in den verlorenen Gebieten wohnen. Dazu wird der Bau Deutscher Häuser bienen. Der Versailler Friede ist kein Akt der Versöhnung, der Gerechtigkeit. Er ist Gewalt, er ist schnödes Unr.tzt. Für uns heißt es: Niemals können wir ruhen, bis rückgängig gemacht ist, was uns geraubt ist. (Stürmischer Beifall.), Als »weiter Redner sprach Kr. & Siu mm übet det

tarischen Besetzung verbundenen Ausgaben soweit der' ringert werden, wie zur loyalen Durchführung der Friedensbedingnngcu erforderlich ist: viertens, die vermindert

»G. A m st e r d a m, 19. Okt. (Radio.) Der Senttt hat zwei Abänderungsanträge des Senators 8 a l 1 zum Friedensvertrag, die beschränkende Be- dfimmungen für die Teilnahme der Vereinigten Staaten an der Wiedergutmachungskommission

nicht zustande komme oder Amerika nicht Mitglied werde, ti nötig sei, die amerikanische Flotte erheblich zu vergrößern, was mit großen Aufgaben verknüpft sein werde

Wilfons Krankheit.

wb. Amsterdam, 18. Ott. DerTimes" wird gemeldet:Philadelphia Ledger" veröffent­licht einen Bericht über Wilsons Krankheit, in dem es heißt, baß bet Präsident während einer An­sprache in Puebla den Faden feiner Rede verlor und diese nicht beendigen konnte. Er hatte plötz­lich keine Macht mehr über fich. Dieser Zustand führte zu einer Gehirnaffektion, die nicht die Folge eines Bluterguffes war, sondern von der allgemeinen Ueberanstrengung herrührt. Wilson hatte schon früher als Universitätsrektor einen ähnlichen Anfall. Die Genesung wird wahrschein­lich lange Zeit in Anspruch nehmen.

Türkisches Hilfsgesuch an Amerika.

wb. Amsterdam, 18. Okt. Laut Pressebüro Radio meldetNew Pork World", daß die Türkei Amerika gebeten hat, sie vor dem Ruin zu be­wahren.

Zn dritte.

Endgültige Ratifikation erst nach Beendigung der militärischen Vorbereitungen zur Besetzung.

wb. Paris, 19. Okt. Der Oberste Rat ver­fügte über die Znkrüfffetzung des Vertrages und bestimm e, in welcher Stärke die zu erfolgende Beifiivvg Don Oberschlesien, Schleswig und Memel durch die einzelnen verbündeten Truppen vor- genommen werden soll. Er regelte die militüri- fcheil Maßnahmen in Rücksicht auf die Räumung dieser Gebiete durch die deutschen Truppen und deren sofortige Besetzung durch die Verbündeten, die im Augenblick des Inkrafttretens des Ver­trages zu treffeu sind. Der Rat setzte die Form Iber Riederlegungsprotokolle und der Ratifikation fest, die e r st erfolgen solle, wenn die vorgesehenen : militärischen Maßnahmen ausgefiihrt werden : könne".

!i>b. Versailles, 18. Oft. WieChicago Tri- F fcuu' milhift, soll eine Kommission den Fünferrat f ersehen, als Zentralorgan der verschiedenen Ausschüsse, s. die S> Ausführung des Fried msrectrages überwachen. I Frank: "ich, England und Italien würden darin sofort veclreien sein, Japan und Amerika erst, nachdem der Jtikbensvertrag ratifiziert ist.

D-e ameeiküiZifche Bejaf-nna für Oberfchleste».

ij wb. Versailles, 18. Okt. WieChicago i Tribüne" mitte'rlt, verließ gestern der Dampfer Präsident Grant" mit 5000 Mann amerikanischen Soldaten, die für die Besetzung Oberschlefiens be- f-stimmt sind, Newyork.

Eine Wettattio?'. zur Herabsetzung der Preise.

L wb. A msterda m , 18. Okt. DerNieuwe Courant" meldet aus Buenos Aires, daß der : tttgeniinische Minister des Äuswärtiegu einen wichtigen Kongreß aller amcriianischen und siid- amerikanischen Regierung nach Buenos Aires ein­berief, um alle amerikanischen Republiken zu : «jitcm gemeinsamen Abkommen zugunsten einer Preisreform für sämtliche Stapelwaren und f Lebensmittel cruszufordcrn, um auf diesem Wege ««Sinken der P r e i s e zu erzielen, ferner um 1 dafür Vorsorge zu treffen, daß andere befreundete ktaaten sich daran beteiligen können, sofern sie diesen Wunsch haben. Man betrachtet diesen Echritt als sehr bedeutungsvoll und erhofft davon eine die ganze Welt umfaffende Aktion zur Herab­setzung der Preise.

London, 17. Okt. DieTimes" erfährt aus LucaoS Aires, daß Argentinien dem Völkerbund Vor­schlägen will, sämtliche Sch ch'Me aus Nahrungsmittel fäi ungültig zu erkläre».

Valuta und Nachrichtendienst der Presse.

Berlin, 19. Okt. DieVoss. Ztg." macht barauf aufmerksam, wie sehr der schlechte Valuta­stand den Nachrichtendienst der Zeitun- |en beeinträchtige und das Nachrichten- Monopol der Engländer, deffen Ueber- miudung allgemein als notwendig gelte, immer »ehr befestige.