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mit dem Krelsvlatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
1919
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1 Uhr 20 Mm. Auf der Tagesordnung steht »«nächst
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Meldet aus London, daß ein britischer Torpedo-
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churiickgeschlagen. Die Vorstädte Rigas liegen bau 6 89o® ttttb litttpr Wimprom 'Xnyrar har totti’r-fia«
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das Kabinett kan letzteres keine Vrr- eingehen, die auf die Zukunft der Einfluh sind. 3. Di« türkische Abord- der Friedenskonferenz muh sich aus
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1838.
trolle über Kindlichkeit Türkei von nung auf
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Männern zufammenfetzen, die di« Achtung und das Vertrauen der Türkei besitzen. Kemal erklärt, dah, wenn die Regierung diese Bedingungen annimmt, auch gewiss« andere Fragen leicht gelöst werden können. Es geht das Gerücht, dah sich unter diesen anderen Fragen auch der Erlaß einer allgemeinen Amnestie für politische Verbrechen befindet, der sich jedoch die Verbündeten widersetzen, da diese auch für diejenigen Giltigkeit haben würde, die sich des Mordes und Grausamkeiten schuldig gemacht
wb. gestern
Die Räumung deS Baltikums durch die Trrlppen, die dem Befehl der Regierung Folge leisten, wird mit Ablauf dieser Woche beendet sein. Ein beträchtlicher Teil ist in russische Dienst« übergerreten und hat sich damit dem deutschen Einflust entzogen.
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Nächste Sitzung Donnerstag Illhr: Interpellation" Arnstadt, Schundliteratur und Reichsmiwsterium des Innern.
haben sowi« auch für die vormaligen Minister Krieges und des Innern, deren Verhaftung fordert wird.
die erste Beratung des Gesetzentwurfs bctr. de« deutsch-polnischen Vertrag über die Entlastung festgchaltener Personen und Gewährung von Strasfreiheit.
Minister Müller: Der vorliegende Vertrag ein« Ergänzung des FriedensvertrageS. Mr hatten
ungarischen Ropalrftenpartei sprach aestern dein Ministerpräsidenten Friedrich vor. Ter Sprecher der Abordnung meldet« dem MinisterprA" deuten die vor längerer Zeit erfolgte Bildung bet Partei. Ministerpräsident Fri«ck*ch erklärte, die Regierung kenne heute mir eine unga«fche Republik, otztvohl auch e» überzeugt sei, daß der überwiegende Teil des ungarischen Volker auf de» rechishistorTchen Grimdlag« der Institution des KtnigtnmS steh« »nd diefos zuriick- wüufche. In dieser Frage stehe jedoch die Sntscheid- und edeuso wie in der hiermit jusnmmentzckxzeitden Prrf»neufrage der Gesamtheit der Nation zu.
besonderes Interesse an der schnellen Regelung der Verhältnisse zu unseren polnischen Nachbarn. Die Verhandlungen bezweckten die Herstellung korrekter Beziehungen Dieses Sonderabkommen ist dem FriedenSvertrag vorweggenommen. Besonder« Kommissionen sollen eingesetzt werden. Wir hoffen Haß dieser Vertrag die Beziehungen zu Polen fördert, auf daS wir nun einmal angewiesen sind.
Der Gesetzentwurf wich in allen drei Lesungen angenommen .
ES folgt die Fortsetzung der Haushaltsberatung: Haushalt des Reichspräsidenten. Auch dieser wird er- Itbigt. Hierauf wird die Aussprach« über die Postverwaltung
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bsoiszerfiörer während der letzten zwei Tage sech- deutsche Handesschiffe nach Reval eingebracht hat.
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Nordwtstrnßlaud.
Die Kämpfe vor Riga.
t ta u , 15. Okt. Die Letten
«rnd unter schwerem Feuer der lettischen Artill krrie, während die Ruffen bisher Riga nicht be- phiehen.
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Marburg
Donnerstag. 16. Oktober
fortgesetzt.
Abg. B r u e r m a n n (D. Bpt.) betagt die Einstellung deS Luftpostverkehrs. Die Betriebsmittel hätten auf alle Fälle sichergestellt werden müssen. Im Telegraphen- und Telephonverkehr müßte dar Publikum Selbstzucht üben. Für die Sicherheit im Postverkehr müßte aber besser gesorgt werden. 80 Millionen hätte die Post zahlen müssen al- Entschädigung für Diebstähle. Ausreichend« Gehälter müßten der Versuchung steuern. Der Beamtenkörper hätte im Dienste neutral zu sein, außerhalb de? Dienste» aber hätten dir Beanlten politische Meinungsfreiheit, und diese müsse auch den rechtsstehenden Beamte gesichert sein.
Abg. Zubeil (U.S.): Wer sich unter den Postbeamten in die neue Zeit nicht fügen kann, muß entfernt werden. Die Personal- und Gehaltsr-form muß zu Ende geführt werden. Dir Lotterwirtschaft im Teleyhonbetrieb muß ein Ende haben.
Abg. Steinkopf (Soz.): Es ist erfreulich feststellen zu können, daß auf den Hauptverkehrszentren die Ar* beitrfreudigieit zur alten Höhe zurückgekehrt ist. Tie Postverwaltung muß noch mehr darauf hallen, daß die Vorgesetzten ihre Nachgeordnete» Beamten höflich behandeln. Den in höhere Veamtenstellen Vorwärtsstre- bendeu »erben allerlei Schwierigkeiten gemacht, statt ihnen den Ausstieg zu erleichtern. Die weibliche» Beamten müssen volle Gleichberechtigung habe». Da» MitbestimmungS- recht der Beamten muß gewährt werden, soweit eS irgend mit her Beamteneigeuschaft vereinbar ist. Maßregelungen kommen immer noch vor.
Abg. Koch-Münster (Ztr.): Sine gewisse ArbeitS- uulust war vorhanden, mit der» Streikgrdanken nmrbe gespielt. V^le Beamte sind bet Meinung, daß ihnen mit hem Recht der Bereinigung auch da» Streikrecht zustehe. Aber jede- Spielen mit dem Streik ist zu vermeiden. ?n den oberen Stellen sind zuviel Beamte. Den unteren und mittleren Beantten muß der Ausstieg erleichtert eib die Personalreform tzeschlennigt werden.
Aeichspostmmister ÄieSbertS: Dem Beamtenbei- rat ist mehre« Woche» ilrlaut ertätt worden, damit er eine Denkschrift zur Personalleform auSarbeiten kann. Der Ausstieg soll ermöglicht und erleichtert werbe». Ausbil dungSkurse sollen eingerichtet werden. Der VerkehrS- lchwierigkeiten werden wir erst Herr werden, wenn wir wieder ein im Dienst großgeword-neS, pflichttreues Beamtenpersonal haben. Die Aurhelfer, soweit sie sich nicht zur Uel-ernahme in beit ständigen Dienst eignen, müssen abgeholstert werden. ES soll dabei nicht rigoros vsrgegangen werden. Bezüglich der Teuer,ng»zulage kön- Mn wir nicht selbständig Vorgehen, doch wird die Postoer Wallung ihrerseil» keinen billigen Forderungen entgegen sei». Auch wegen der Absiudung heirate-.cher Beamttn- nen kann ich nicht allein entscheiden. Verhandlungen wegen Abschaffung der Gebührenfreitzeit sinh im Gange. An den Beamtenmrsschstssen Uenderttng-»' vorzunehmen »»r Verabschiedung, de« BeteieberätegefeveS wäre unpraktisch.
Abg. "* e ntmerS (Dem.): Die BeamteuauKschüsse miiifen auf gesetzliche Grundlage gestellt werben. Das Mitoestimmm-.gsrecht muß kommen.
Abg. Mumm (Deutschnatl.): Auf dem Gebiet der Wohnungsfrage muß trotz aller Schwierigkeiten Aenderung geschaffen werden. Sie verderbliche absichtliche Kinderbeschränknnz hängt eng mit der Wohnungsnot der Beamten zusammen. Die Portsfreiheit wird vielfach zu Parteizwecken mißbraucht, besonders auf mili- lärischem Gebiet.
Der PosthanSbalt wird angenommen.
Präsident Fehrenbach teilt mit, daß am 25.b. Mts. eine Panse nocki nicht eintreten kann. In dieser Woche soll daS ReichSamt bei Innern und das Reichs* arbeitsminifterium erledigt werden, in der nächsten Woche das Auswärtige Amt, in der dritten Woche sollen in Vor -Und RachmittagSsitzunsen der Rest der zweiten Leiung, die dritte Lesunz und die Reichsabgabenordnung erledigt werde». Ob auch da? ReichSnotopf-r noch erledigt werden kann, begegnet Zto.i'eln. Die Zeitver sch wen- dun g, die teilweise üppig in di- Höbe geschossen ist. entspricht nichtder Würdedes HauseS. Wenn »vir unsere Arbeit bewältigen wollen, müssen wir uns auf große GesichtSpnnkte beschränken. Es könnte dann am 88. Oktober eine fSanie von zwei Wochen ein» tvrtea.
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6 5. Sitzung vom 15. Oktober.
Präsident Leinert eröffnet die Sitzung nm 12 Uhr 20 Min. Zur zweiten Beratung stehen Nachträge znm Staatshaushaltsplan.
Abg. Gräf-Pommern (Deutschtmtl.) bemängelt bie Erfoibernisse für den Haushalt des Staatsministeriums, soweit sie sich auf die parlamentarischen UnterslaatSsekre- läre und ministeriellen Beiräte beziehen. Ob die parlamentarischen Unterstaatssekretäre ihren Zweck, bie Verbindung bet Minister mit den Parteien beS Hanse», erfüllen würben, sei doch sehr fraglich.
Abg. Richter (Soz.): Die Unterstaatssekretäre ftnb nicht etwa Aussichtsbeamte, bie deshalb eingesetzt stick, weil die anderen Parteien den Ministern nicht über den Weg trauen.
Abg. Dr. Schloßmann (Dem.): Di« Unterstaat»« fekretär« müssen Ordnung schaffen.
Abg. Dr. Leidig (D.Vvt.): ES muß ja eine völlige Verwirrung in den Ministerien geben, wenn nicht mehr die Minister, sondern bie Unterstaatssekretäre zu entscheiden haben, waS Ordnung ist. Diese Unterstaatssekretär« verstehen all« durch bie Bank von der inneren Verwaltung nichts.
Abg. Gräf (Deutschnatl.): Die aus dem alten Regime übernommenen Beamten tun durchaus loyal ihre Pflicht. Herr Schloßmann brauchte also niemand zu rufen, der Ordnung schasst.
Die Nachträge werden bewilligt. Es folgt die dritte Beratung der Ergänzungsdorschläge zu den Gesetzen vom 1. April und 4. Juni 1919 zur vorläufigen Regelung des Staatshaushalts. (Verdoppelung der Zuschläge zur Ergänzungssteuer.)
Abg. Dr. Rosenfeld (U.S.): Einer Regierung bei Belagerungszustandes und der Zeitungsverbote bewilligen wir keine Mittel. Das alte Regime war rücksichtsvoller gegen die politische Opposition als das jetzige. (Rust rechts: „Kommen Sie doch zu uns rüber." Heiterkeit.)
Ministerpräsident Hirsch: Der Vorredner hat keinen Anlaß, sich zu beklagen. Mit welchen Mitteln haben sie gekämpft, wo sic die Macht hatten? (Zurufe: „München".) DaS Verbot der „Freihttt" bedauere ich selbst, denn mit jedem Tage ihres Erscheinens werden immer größere Arbeitermassen vom Ekel gegen dieses Blatt erfüllt. Gewiß ist bie frühere Regierung gegen btt Ovposüis» rücksichtsvoller gewesen. Aber bie damalige Opposition arbeitete auch nicht mit Maschinengewehren. Ohne den Belagerungszustand wäre es jetzt nicht möglich, ruhig und sachlich die Geschäfte zu führen.
Finanzmiuister Dr. Südekum: In der und der „Tägl. Rmckschau" erschien ein Artikel gegen mich von Günther Horn, in dem es hieß, daß er auch nach meinen Darlegungen in der Landesversammlung an seinen Behauptungen über die Bamberger Finanzminister- konferenz ststhalte. Auf meine Einladung kam er dann inS Finanzministerium und mußte dort zu Protokoll geben: „Ich habe mich überzeugt, daß meine Zeitungsnotiz in keinem Punkte der Wahrheit entspricht. Meine Behauptung, daß ich auch nach den Erllärungen bei Ministers in bet Landes Versammlung an der Richtigkest meiner Darstellung fest halte, nehme ich mit Bedauern zurück." '
Abg. Dr. Rosenfeld (U. S.): Eine revolutionäre Partei kann ! auf Gewalt nicht Verzichtei«.
Seit März hatten wir übrigens keine Waffen mehr in H Süden und auch nicht gegen bie Regierung angewendet. Wir haben ja gar feine Waffen. Ein Anlaß für den Belagerungszustand ist also gar nicht mehr vorhanden.
Abg. Richter (Soz.) :Wenn Sst keine Gewalt mehr nntoenben, so reichen Sie unS doch bie Hände auf dem Boden her Demokratie. Dann wird der Belagerungszustand verschwinden.
Abg. Dr. Rosenfeld (U.S.): Wir ziehen der Einigkett den frisch-stöhli-en Kampf vor.
Abg. Heilmann (Soz.): Aus dem Boden der Demokratie sind wir jeden Tag zur Einigkeit bereit, wenn bie Unabhängigen, um mit Kautsky zu reden, auf ben tatarischen Sozialismus verzichten.
Die Vorlage wich angenommen.
Es folgt bie Beratung des Antrages Dr. Friedberg (Dem.) im Einvernehmen mit der Reichsregierung fofert Maßnahmen zu treffen, um den von dem schlechten Starck unserer Lallte ’*c.. s’igten
Schitzuggel mit Getreide
und Lebensmill.... nach dem Auslände zu Verbindern.
Abg. Ku h l e (Dem.) führt zur Begründung aus, bet Schmuggel mit Lebensm-r^lu und Vieh übe eine gerader« verheerende Wirkung aus. Für die studwirrschaftsiche» Erzeugnisse ist die HöchstpreiSLolittk nicht mehr aufrecht ;u erhallen.
Unterstaatssekretär Peters: Die Zollkontrolle ax der Westgrenze besteht weiter, wich jedoch durch die Be- s.rhungSbehörden behindert. Tie Zwangswirtschaft können wir jetzt nicht nnfheb.m. Das Loch in der Zollgrenze besteht auch im Osten. Gute Erfolge sind aber Mion durch die Organe des Grenzschutzes erzielt worden. Auch die Gegner werden durch die ungesunden Berhältnisfk an der Zollgrenze geschädigt.
Der Antrag wird angenommen. Vuc Reihe von Bitt« schristeu wird erledigt. Die Verordnung über ein OerrtW fachte» Euteigmingsverfahre» wird angenommen.
im Morgengrauen mit Pan Verzügen und Panzerwagen von Riga aus an, wurden jedoch
Stilist Mmlsnlaümlns.
Sitzung vom 15. Oktober.
Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung
®b. Berlin, 15. Okt. Nach einer Mitteilung tz«r interalliierten Marinekommifsion erstreckt sich hie Sperre für deutsche Schiffe in der Ostsee auch »«f die deutschen Terriiorialgewäffer. Derartig ‘ scharfe Repressalien — man denke nur an die zahlreichen Fischerboote — sind geeignet, im ganzen deutschen Volke, vor allem aber bet der betroffenen «n den Verhältnissen im Baltikum völlig unbrtei- ßfiten Küstcnbevölkerung berechtigte Erbitterung hervorzurufen.
wb. Versailles, 15. Okt. Durch ein Dekret W Präsidenten der Republik ist die allgemeine Mobil* wtadmng bet fr rststostschen Armee mit dem heutigen Lage ausgehoben.
wb- Paris, 15. Okt. Paul $ i r a rb, der Oberkommissar der Rheinland«, wurde zum Präsidenten der interalliierten Kommissisn für die Rhein'anoe ernannt.
Herr Henke als Kronzeuge der Weftmächte.
wb. Versailles, 14. Okt. „Figaro" und »Petit Parisien" veröffentlichen die Rede des nn abhangigen Sozialisten Henke, der im Reichs ag erklärt hat, Deutschland habe jetzt eine Million Soldaten unter den Waffen, ohne indes die Ant- w»rt des Reichswehrministers Rorke anzuführen.
Die Ostsee-Sperre.
, Türkei.
Die nationalistische Bewegung — Berstitndignngs- Neigung der West«8chte.
wb. Bern, 15. Okt. Wie der Korrespondent des „(Serri er« della Sera" aus Konstantinopel berichtet, wurde bei einer Zusammenkunft der Führer der klein- asiatischen nationalistischen Bewegung auch die eventuelle Absetzung des Sultans ober bie Einsetzung eines neuen Kalifen erörtert, um bet nationalistischen Bewegung eine größere Geschlossenheit und mehr Kraft zu geben. Mustafa Kemal Pascha verfügt über ein Heer von 350000 Mann, dar er unter eine reguläre Regierung gestellt sehen will. Die Führer der nxtonalistischen Bewegung würden an ihren natio* nülis'isttzen, reUgiSftn und patriotischen Zielen fest* alten, aber Ivie der Korrespondent weiter meldet, gehen die Massen zum Teil eigene Wege, um unerfüllbare Wünsche zu befriedige», was bereits zu bolschewistischen Regungen geführt haben s-ll. Die Führer geben die Hoffnung nicht auf, den Sultan zu gewinnen, weil auch die Streife der Verbündeten in Konstantiiwpel einer Berfländiznng mit ’hmaf Pascha nicht abgeneigt sind. Sie gehen von oer Erwartung au- , daß andernfalls die ganze Welt des Islam- in gefährliche Gärnn g gelangen Knute, jedoch sei eine -ntfcheibung darüber angesichts der II"bestimmtheit des orientalischen Programms brr Verbündeten unb der Rivalität der ein- -.einen Mächte noch nicht mözlich. England vor allem •.öger#, sich mit den Aufständischen «inzulasseu, ba es eine Einbuße au Ansehen befürchtet.
Mnst»f« Kemals BevingURgen.
wb. A m st e r d a m, 15. Okt. Di« „Times" meldet aus Konstantinopel, dah zwischen dem neuen Kabinett und der nationalistifchen Organisation Unterhandlungen ftattfinden. Mustafa Kemal hat der Pforte telegraphisch die Bedingungen mitgeteilt, unter denen feine Partei bereit sei, die Regierung zu stützen. Diese sind: 1. Die Regierung erkennt die gesttzmäßigrn Bestrebungen der Kongresse von Erzerum und Sivas an. 2. Bis zum Zusammentritt des Abgeordnetenhauses und der Errichtung einer wirksamen Kon-
Amerika.
tob Versailles, 15. Okt. Nach einer Depesche der „Chicago Tribüne" au3 Washington stellten die Senatereu Sherman und Thomas tm Senat den Antrag, daß das Wort „Gott" in ben Text bc3 Frie- densvertrages von Versailles eingefügt werden solle.
tob. Haag, 15. Okt. Die „Daily Mail" meldet aus Rew T)ork: In Amerika macht man alle Anstrengungen, um trotz der Valuta- und Schiffsraumschwier'g- keiten sobald als möglich Kuiiden in Europa zu gewinnen. Amerikaner fürchten, daß sonst Krupp unb gewisse belgische Fabriken bie Märkte der Stahlindustrie in kürzester Zeit erobern.
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Di« „Oberhelsische Zeitung" «riteixt l«*«eel Wöchentlich. — Der
M-» O1O l VezvßSprei» betritt monatlich 1.00 Jt. frei m* Han»- durch bi« P,U e/12. 11.75 «, ebne 8eKel«et> — Serlxg eex Dr C. Hitzoroth. — Druck ker
Univ - Buchbr. vo» Job. A u g. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
Der »nreigenvrei« betrögt fit bie 8 geb. Zeil« 80 4 «. 50»;, teuerung«AMfrbl I ei I
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tob. Budapest, 16. Okt. Eine Abordnung
wb. Amsterdam, 15. Okt. Die „Times"
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^elslngforS, 16. Okt. Ein großer TeilDtiga* in Flammen, lieber b:e Stadt wurde die Blockade verhängt.
Oberst Vermont an General Judenijsch.
tob. M i t a u, 15. Okt. Oberst Awalow-Ber- «ont beantwortete den Funkspruch des Generals Judenitsch, in dem dieser ihn zum Verräter an «r Heimat erklärte und mit seinen Truppen aus «en Verbänden der Nordwestfront ausschloß, mit *-nc t Funkspruch, in dem Oberst Awalow seinen Gegenangriff gegen die lettischen und estnischen Trnpp-n mit der Notwendigkeit der Sicherung fttner Etappe begründet und die Hoffnung aus- Kricht, durch die folgenden Operationen seinem vaterlande wie auch der Nordarmee zu nützen.
Judenitschs Bsrdringen auf Petersburg.
wb. Amsterdam, 15. Okt. Die „Times" Eeldet aus Reval, daß die Vorhut des Generals Ludenitsch an der Bahn nach Petersburg rasch vor- vrki'.gt. Wolossowa, 40 Meilen von Petersburg, wurde am Sonntag genommen. Dabei fielen mehr »5 102° E-fangene, mehrere Kanonen und *2U',er;üge den Freiwilligentruppen in die vande. An der Eisenbahn Jamburg—Petersburg ^rden 600 Gefangene gemacht und Geschütze ereiltet. Die Freiwilligentruppen haben sich dem
Eisenbahnknotenpunkt Luga bis auf ® teilen genähert. Pleskau ist vpäeder- renommen worden. Die russischen Freiwil- llzentruppen dringen jeden Tag über 15 Meilen geht das Gerücht, daß die Sowjetmini- n«r:en in Petersburg am Donnerstag geschloffen waren und daß alle Arbeit stillag.
$'« Räumung der baltischen Gebiet« durch dir Deutsch««.
. 8 : r! i n. 15. Oll. Laut Aöendblätiern ist ton ta-,,- Pücktrittsgesnch der Seturai Grasen v.d.Goltz c‘n Berliner zuständigen Stellen nichts bckanni. «er Grner»k wird in ben nächsten Lagen in Berlin.
erst dann wird man über etwaige RLk- *«tc.-«sichren Mitteilungen machen könne.a.
Die des Fned?nsver1raqes
r6. Versailles, 15. Okt. Wie die Blätter melden, überbringt der nach Paris abgereift« italienische Minister bei Aeuheren Tittoni den vom König rgttstnerten Friedensvertrag, s daß angenommen wird, bet Austausch bet RatifizierungSurkun- ben könne schon am Donnerstag erfolge».
wb. Rotterd-am, 15. Okt. Der „N'euive Sou* tent" meldet: Der japanische Staatsrat genehmigte ben Friedeusoertrag. Der Vertrag wird dem Kaiser p»r Ratisiziernng vorgelegt.