Einzelbild herunterladen
 

mit dem Krelsblatt für den KrelS Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhesien

1919

>. Kschft

8

gestaltet wecken. Ob da- nun der Fall sei« darf gtwiß bezweifelt wecken. Die Jahresbilanz, Mt andere von der Revolution ziehen, berechtigt zu solche« Zweifeln.

Millionen Mark. Bis jetzt sind etwa 600 Verhaft­ungen im Saarrevier vorgenommen wocken. Die Großstadt Saarbrücken hat nach einem Bericht des Arbeitsnachweises nur noch 24 Personen, die Erwerbs­losenunterstützung beziehen.

Berlin, 16. Oft. Die zu gestern abend einbe- rufenen Protestversammlungen gegen den Belagerung», zustand verliefen im allgemeinen ruhig. I« einer der Beisammlungen erklärte Mols Hoffmann, ein 8in sammenaehen mit der Mehrheit-Partei müßten die um abhängigen Sozialisten ein für alle Male ab lehne». Ihre Hauptwaffe sei der An-st and, durch den die Regierung gestürzt und die Herr schäft de- Proletariat - aufgerichtet wecke.

Tie Rückkehr zum Frickenszustand wird den Außen­minister der Befugnis entheben, die Einfuhr, Ver- breitnno und den Verkauf von ßfitungen, Broschüren, Schriften und Zeichnungen aller Art, die im Anstand »eröifentlicht wurden, zu verbieten.

Wb. Versailles, 15. Ott. Eine Anzahl radikal- sozialistischer Senatoren hat im Senat eine Entschließ­ung eingebracht, in der die verbündeten Regierungen «ufg'sordrrt werden, untereinander darüber zu verhan- handeln, durch welche Mittel man zu einer allgemeinen Abrüstung gelangen könne, ohne die kein dauer­hafter Fricke möglich sei. Ferner sollen die verbün­dete». Regierungen Frankreich auf die Zahlungen Deutschlands solange die Priorität zxerkrnnen, bis die Wiederherstellung der französischen Ost- und Nockdc- partements vollzogen ist.

RuslssLUH der französischen Konzentrationslager.

wb. Paris, 14. Oft. (HadaS.) - Zur Lage der " Ausländer Mndluher Herkunft, Vie sich noch tu Kon­zentrationslagern befinden, »eMPetit Parisieu'', es würbe» all- diejenigen nunmeh» in Freiheit gesetzt, die vor dem Kriege gewisse Anzeichen von Sympathie

Marburg

Mittwoch, 15. Oktober

Vlr ntMk Sollt« der WmWe.

Die Note der Verbündeten bett, die Blockade Ruß­lands ist nicht so abgefaßt, daß eine' Antwort darauf erfockerlich wäre. Trotzdem scheint die Reichsregier­ung eine solche erteilen zu wollen und zwar weder eine restlos zustimmende noch eine restlos ablehnende, letztere deshalb nicht, weil dann die Behauptung ausgestellt wecken könnte, Deutschland arbeite im Geheimen mit dem ösfentlich bekämpften Bolschewismus zusammen. Ob diese Erwägung von der Mehrheit des deutschen Volke- als ausschlaggebend für die Haltung gegenüber der Note erachtet Wick, bleibe dahingestellt.

Soweit wir sehen, findet sich in der Presse keine Stimme zugunsten einer zustimmenden Antwort, es wick vielmehr Ablchnung verlangt oder wenigstens auf die Bckenken hingewiesen, die gegen eine Zustimmung vorlieqen, Bckenken, die als begründet angesehen wer­den mflffen. So wird e» z. B. al- fraglich bezeichnet, ob die Blockade sich' al- ein wirksames Mittel zum Sturz der Räteherrschast beweisen wecke. Gute Kenner der rusiischen Verhältnisse behaupten, daß bet Bol­schewismus, der wirtschaftlich seit langem Bankerott gemacht hat, schon längst auch politisch zusammenge­brochen wäre, wenn die kriegerischen Bedrohungen ihn nicht künstlich am Leben hielten. Durch diesen Krieg non mißen her sei e- den Bolschewisten ermöglicht wor­den, sich mit dem nationalen Mäntelchen zu Drapieren und unter dem Borwand der nationalen Verteidigung auch solche Elemente an sich zu ziehen, die die bol­schewistischen Lehren verwerfen. Die Blockade könne leicht dieselben Wirkungen Hervorrufen ober gar die alten Wirkungen nach verstärken, leicht die Bolsche- wistenherr^chast von neuem stützen, statt sie zu stürzen. Ferner wird daauf hingewiesen, daß die Berweigerung wirtschaftlicher Hilfe nicht etwa die Not der bol­schewistischen Führer und ihrer Getreuen, sondern getobt die jetzt schon unsäglichen Leiden der nichtbol­schewistischen Massen de- russischen Volkes vermehre. Die Lasten der Blockade mürben mithin gerade die­jenigen russischen Kreise zu tragen haben, denen die Westmächte helfen zu wollen vorgcken.

Zwischen Deutschland und Raterußland bestehen keinerlei politische und wirtschaftliche Beziehungen, also tatsächlich liegt der Zustand schon vor, den die West­mächte fordern. Durch die Zustimmung zu dem ge­planten allgemeinen Vorgehen gegen Rußland würde, wie dieVoss. Ztg." richtig betont, Deutschland aber moralische Garantien übernehmen, wozu eS keine Ver- anlasiung hat, wenn diese Moral nicht als allgemein europäische Moral durch die Zustimmung der neutralen Kontinentalstaaten gutgeheißen wird. Die Taktik der Westmächte scheint dahin zu gehen, Deutschland mit dem Schlagworte der Bekämpficng des russischen Bol­schewismus in Gegensatz zum russischen Volke zu bringen, mit dem wir nach lieber- windung der bolschewistischen Seuche in freie wirt­schaftliche Verbindung treten wollen. Das aber mäh­ten die Westmachte verhindern. Rußland soll zwar vom Bolschewismus befreit wecken, abernur mit Mitteln und unter Bedingungen, die spätere Deutschland-Feindlichkeit eines neuer rus­sischen Regierungssystems sicherstellen" (Graf Revent- low in derD. Tagechztg."), d. h. durch eine die nicht­bolschewistischen Kreise ebenso ober schwerer fressende Blockade, aber militärische Bekämpfung bet Bolsche­wisten nur durch die Westmächte bezw. deren Beauf­tragte und unter ihrer Vormundschaft, unter die auch Rußland bann gestellt wecken soll. Daher wecken die Männer, die nach Nickerkämpfung der Volschemisten ein auf eigenen Füßen stehendes Rußland erstreben, wie Oberst Awalow Vermont und seine Anhänger, gehindert und als Feinste angesehen, zumal durch ihr Unternehmen der Charatter der baltischen Lande als britisches Herrschaftsgebiet bedroht wick.

Dob:r» besorz.

b 8920 langen, 180'2»

ter

B. 220)

'Koppel fen.

E:o<r.

Ser Friede».

Die Ratifizierung.

Wb. Paris, 14. Ott. (HavaS.) Das Sekretariat her Friedenskonferenz hat das front König bet Belgier ratifizierte Exemplar bes Fr'edenK-ertrageS erhalten DaS mit der Unterschrift König Georg? versehene Ver- tragseremplar befindet sich gegen»artig in Paris, ist eher dem Sekretariat noch nicht eingehändigt worden.

Das Amtsblatt meldet, daß Uammrä ',as Aften- stück her Ratifikation des Frick-nS^ertrageS mit Deutschland und der anderen in Versailles am 28. Ivni 1919 unterzeichneten Schriftstücke unterzeichnet hat, damit die gesamte Zusammenstellung der genann­ten Verträge in Archiven nickergelegt werden kann.

he

alt am t liege»

3et er« kn.

ihllt« nb iir jimz, bS9Ä

iraden, tu Uli* -

6 8949

England.

wb. Amsterdam, 14. Oft. Der Parlaments­korrespondent derDaily Mail" schreibt: Der Kabi- n-ttsansschr-tz zu» Erzielung von Ersparnissen kam zu dem Schluß, daß die militärischen Ausgaben sür die Armee auf 75 Millionen Pfund jährlich einruschrän- ken seien: de» Haushalt sür die M>tte müsse auf 60 iitl" für di- Luftflotte aus 25 Millionen herabgesetzt wecken. Bei bet Flotte will man 100000 Mann im Dienste behalten.

Die Jahresbilanz.

Die Sozialdemokratie plant für den 9. November, den Jahrestag der Revolution, allerhand Feiern. Der Parteivorstand beschäftigt sich in einem Aufruf mit dieser Angelegenheit, in dem er aufzählt, was die Re­volution dem deutschen Volke alles gebracht tn» was sie nicht gckracht habe. Es wird zugegeben, daß unsere wirtschaftlichen Zustände so schlimm seien, daß wir nur mit der größten Sorge dem Winter ent« gegensch'en könnten. Ernster könne die Lage, eines Staatswesens nicht sein. Dennoch könne man frohen MnteS in die Zukunft blicken.Die vielen Arbeiter, die von der revolutionären Umwälzung mehr -rwartet haben, als sie bringen konnte, werden zu der Einsicht kommen, daß man die Wirtschaft eines großen Lan­des wohl in kürzester Frist ruinieren, nicht aber sozialisiert umgestalteu kann." Weiter wick erklärt, am 9. November müsse die Jahresbilanz ge­schlossen wecken, und yaarohne jede Beschönigung". Der ft. November müsse zu einer großen Heerschau und zu eutent Werbetag der Sozialdemokratie

M Lm in MdmMM.

General v. Eberhardt aa die litauisch« Regier«»».

wb. Kowno, 13. Okt. Generalleutnant von Eberhardt teilte der litauischen Regierung telegraphisch mit» daß er den Befehl über das 6. Reservekorps vom Grafen v. der Goltz übernehme und daß es fein Bestreben fein werde, nicht nur mit der litauischen Regierung im besten Einver­nehmen zu handeln, sondern auch die entstandenen Zwistigkeiten zwischen den tn Litauen stehenden russischen Truppen und der litauischen Regierung aus der Welt zu schaffen. Da ihm mit Rücksicht auf seine Aufgabe der Rückbeförderung der deut­schen Truppen der Schutz der hierzu benötigten Eisenbahn besonders am Herzen liege und di« Ge­fährdung dieser Bahn verhindert werden müsse, svrach er gleichzeitig den Wunsch nach einer per­sönlichen Rücksprache mit einem bevollmächtigten Vertreter der litauischen Regierung aus. Die litauische Regierung erklärte sich mit der Bespre­chung einverstanden, die in Satkuny stattfinden soll und wird den Verkehrsminister und einen Offizier des Verteidigungsministeriums dorthin senden.

Abschiedsgesuch de» General» e. der Goltz.

Berlin, 14. Oft. DieDeutsche Tageszeitung" meldet: Graf v. b. Goltz erbat im Hinblick auf die letzte Note bet Verbündeten seine Verabschiedung, um allen willkürlichen Gewaltmaßnahmen bet Verbündeten gegen Deutschland die Spitze abzubrechen, dir durch Haß gegen seine Person und feine persönliche Stellung veranlaßt sein könnten.

Di« Kriegslage a« der Düna.

tob Helsingfors, 14. Oft. Noch hier vorliegenden Nachrichten ist die Kriegslage an der Düna unverändert. Sxfiigei Brtilleriefeuer herrscht auf beiden Ufern. Ueber Rias torTbe bet Belagerungszustand erklärt. Oberst Ber« mvnt mochte brr lettisch-u Regierung neue Vorschläge, dir obgetoieftn wurden. Die estnische Regierung beschloß die Unterstützung Lettlands, zunächst mit einer Division, wogegen Lettland Walk an Estland überläßt. Die Nock­westarmee leitete einen allgemeinen Angriff in der Rich­tung PleskauGatschina ein. Pleskati wird beschossen. Tie Engländer beschlagnahmten drei deutsche Fahrzeuge im Finnischen Meerbusen, die nach Reval gebracht wurden.

wb. M i t a u, 14. Ott. An der Front herrscht nach Eintreffen von etwa 6000 Mann Esten Verstärkung zwischen den russischen und lettischen Truppen rege Ge- fechtstätigkeit. Dünamüude und Bolberaa wurden am Sonntag von den Russen genommen.

wb. Amsterdam, 14. Okt. DieTimes" meldet ans Reval: Die lettische Regierung hat sich nach Wen­den an der Bahn RigaPetersburg begeben, und eine Mission zu den Esten mit der Bitte um Hilfe gesandt.

Oberst Vermont an Polen und Denikin.

wb. M r t a u, 14. Okt. Oberst Vermont hat an die polnische Regiernng einen Funkspruch gerichtet, in dem er erklärt, daß er gegen Polen keine Feindschaft hege, daß er vielmehr in -nächster Zeit gemeinsam mit den Polen gegen die Bolschewisten zu marschieren hosse und daß et um Freilassung aller von den Polen festgesetzten Russen bitte, um ihnen den Eintritt in seine Armee zu ermöglichen.

An General Denikin hat Oberst Bennont den General Dawidow mit einer 3lott gesandt, in bet Ver­mont erklärt, er könne dem Befehl des Generals Jnde- nitsch, an die Nockwestfront zu gehen, nicht nachkom­men, da et die neugebildeten Randstaaten nichaner­kennen könne, wie General Judenitsch daS getan habe, und deshalb auch Kurland nicht ausgcken könne. Die Jntctessen des zukünftigen einigen Rnßlands vecköten die Abtrennung des Baltikum-.

Die baltisch-bolschewistische» Bethandlunge».

wb. Helsingsors, 14. Ott. (HavaS.) Am 10. Oktober haben sich die Bolschewisten damit einverstanden erttärt, daß die Verhandlungen mit den baltischen Staa­ten in Dorpat am 12. Oktober Beginnen sollen.

ue Bel ibtiftopj >erg w!> iw höbe, Ott. 191» wicht.

Nädch-, b 8921 kl?

ie (ßiefjit

MW MmlMstMlW.

Um die Zwangswirtschaft.

Sitzung vom 14. Oktober.

Präsident Fehrenbach eröffnet bie Sitzung w 1 Uhr 20 Min. Auf der Tagesordnung stehen Anftagen.

Eine Anfrage Landsberg (Soz.) wegen Umbil­dung der Militärftrafgesetzordnung wird beantwortet, daß demnächst ein Gesetz betreffend bie Aufhebung der Mill- x tärstra fger ichtsb arkeit vorgelegt wird.

Abg. Wurm (US.) fragt noch dem Rahmengesetz über die Kommunalisierung von Wirt- schaftsbetrieben.

Regierungsseitig toirb erklärt, der erste Entwurf fei für ungenügend befunden worden, an einem zweiten werde gearbeitet. Sobald als möglich wecke der Entwurf vorgelegt werden.

Eine Anfrage bei Abg. Gröber (Ztr.) wegen Be­schlagnahme der Glocken beantwortet ein Sfr- giernngSvertteter dahin ,daß die Beschlagnahme aufge­hoben sei. Das gewonnene Metall sei in den meisten« (Fällen an die lebenswichtigen Betriebe der Industrie und des Handwerks abgegeben worben. Nur geringe Seile feien noch übrig. Weitere Beschlagnahmen seien nicht erfolgt. Unversehrt gebliebene Glocken seien nach Mög­lichkeit zurückgegeben worden.

Es folgt die Fortsetzung der Besprechung der Inter» vellation Löbe-Scheidemann wegen der Leder» Bewirtschaftung in Verbindung mit dem Bericht deß AnSschusfe? für Volkswirtschaft über die NotstandSverior» aunq mit Schuhwerk und dem Antrag Arnstadt (D» Natlll sowie dem Antrag Ablaß (Dem.) die Zwangs­wirtschaft betreffend.

Abg. David so bst (Soz.) hält die ZwangSwick- schaft für daS geringere Hebel. Anstelle der Zwangswirt­schaft solle regierungsseitig eine planmäßige Wirtschaft treten nach den Erfordernissen der neuesten WirtfchastS- entwickelung. Pros. Dr .Hirsch habe von einem Vet- brau chersozialismus gesprochen. Es scheine jetzt, daß Mim'üer Schmidt sich diesem vernünftigen Ver- brauchersozialismus nicht ganz verschließe.

Aba Diez (Ztr.): Ohne Aufhebung der ZwanyStoiri- kchaft hätten wir überhaupt kein Leder inS Land bekommen. Die hohen Preise an sich sind nickt ge'öhr- lich, sobald Löhne und Gehälter daraus eingestellt wecken. Aber die Zwangswirtschaft bat sich nicht ttäftig genug erwiesen, um eine gerechte Verteilung der nötigen Be­darfsartikel und Rohstoffe an alle zu erriel-n. Zwangs­weise Verteilung der Lebensmittel« überhaupt nur nötig sür Rentenempfänger und unverschuldet Arbeit;- lose.

Minister Schmidt: Die Zwangswirtschaft allein bat unS in den Stand gesetzt, mit Staatsznschüfsen an den Brot -und Kartosselrationnt festhalten zu können. Die Zwangswi-tschast ist nicht zusommengebrochen. Hof­fentlich find die Landwirte veniünstig genug, daS einzu­sehen Im Notfälle werden wir die schärfsten Maß­nahmen anwenden, um die Ablieferung von den Landwirten zu erzwingen Im be­sonderen Falle der Leders mußten wir zur freien Be- wirifchaftnng übergehen. Weil wir nur einen kleinen Teil deS Bedarfs anS dem Inland decken können. So haben wir erreicht, daß die Produktion gehoben wurde. Gruud- iätzlich ist die Ausfuhr von Schubwerk nicht gestattet. Wegen her Notstandsversorgung mit Bekleiwng - verweise ich auf die Denkfchriit. Beträchtliche Bestäub« 'ollen direkt an die Gemeinden überwiesen werden. Für Vieh und Getreide kann ich die Zwangswirtschaft nicht aufbeben: für Gemüse geht es. Für die Textilindustrie stehe ich ebcillo auf dem Standvunft: Es muß Volle herein, wenn auch zu enorm hohen Preisen, bamit bie Induürft arbeiten kann.

Abg. Böhm IDem.) begründet den Antrag Ablaß, die Bewirtfckaftung des Getreide? solle auf Brotgetreide beschränkt werden. Fleisch und Milch sollen nur noch in der Höhe des Bedarf? für Kranke und Kinder bewirt­schaftet werben. Die Kartoffeln seien bei einer guten Ernte sreizugeben.

Abg. S e m m l e r (Deutschnatl?: Die restlose sofortige Aufhebung de? Zwangswirtschaft iil unmöglich. Aber die Produktion muß aeboben w-rden. Andere Einrich­tungen mässen ein.grfübrt werden, die eine gewisse Selbst­verwaltung ermögliche». Futter- und Düngemittel müs- 'en eingerührt wecken. Dann wird der Landwirt auch ge- nüoend liefern und bie Schweinewirtschaft intensiver Be­treiben könne::. Dann sind wir ans der F-ltnot heraus. Die Zwangswi tlchast soll nur die Brücke fein zur Sofiallnerung. In biefent Sinne will bet Antrag Arn­stadt den Abbau her Zwangswirtschaft in Getreide, Kar- toffeht, Fett und Fleisch. Sobald bie Ernährung darin durch Erzeugung und Zufuhr gewährleistet ist, muß der

, für Frankreich kundgegeben und bereits ein Naturali-

I satiousoesuch gestellt hätten. Das gleiche treffe bei

DieOtzerhessllche Zeitung" erscheint sechsmal Wöchentlich Der Be»R«»Prei« beträgt monatlich 1.60 JL frei in! Hou»; »mich Bit Potz 1.7« e. ahne Letze»,el» - Setlee een Dr.. H'tzersttz. Druck »er Unio - Suchtzr. von I ° h. tlug. Koch. Markt 21/23. Fer»s»«chrr 55.

ausländischen Frauen zu, deren Kinder sich für Frank­reich geschlagen hätten. Allen diesen Ausländern,

Ä den ,« antiRMj ib A. S. loschen, : mu stets larläili

8öS».

10, I. J Jipfeln ttn, Latmstc. abzug.

8rbg._ , v»rU »zuz. 56. i.

Kannte und Frauen, mürbe gestaltet, an ihren fran­zösisch,!! Wohnort zurückzukthrrn; immerhin würben sie nichtsdestoweniger Gegenstand aufmerksamer lieber- wach »' n g bleiben. Die verdächtigen Ausländer wür­ben auSgewiesen und nach ihrem Heimatland «bgeschoben. Die Abreise der Deutschen wecke vom -9. Oktober ab ohne Unterbrechung beginnen. Die Konzentrationslager sollen am 3. November geräumt fcn. Tie direkte Reise von Deutschland nach Frank­reich und umgekehrt könne erst nach der Ratifikation tznrchg-führt wecken.

' Die Murmankustr sür Norwegen?

tob. Kopenhagen, 14. Oft.Berllngske Ti- <ube" meldet aus Kristiania: Bei einem Festmahle für den norwegischen Gesandten in Paris, Wedel Jarls­irr«, beutete Ministerpräsident Knudsen an, daß Nor­wegen außer Spitzbergen auch die Murmanküste tzvn r ' ri-dcuskonserenz erhalten solle.

Äeu.jch-dänischer Zwischenfall in Flensburg.

tu. Flensburg, 14. Ott. Anläßlich einer *^:dgedung der Jugend, bei der am Schluß die Lerfaminelten üt einer Entschließung zum Aus­druck brachten, dem Deutschen Reiche treu bleiben wollen, ereigneten sich unliebsame Zwischen­falle. Einige Dänen, die in der Nähe waren, darunter der Korrespondent desPolitiken", reizten durch Zurufe und dadurch, daß sie bei der Entschließung die Hand nicht erhoben, die deutsch «esinnten Teilnehmer, so daß es zu Tätlichkeiten kam. Mit Stöcken drang man auf den Bericht­erstatter ein, der, gefolgt von einer nach Hunderten zählenden Jungenschar, die Fahnen mit sich führ- teu, auf der Polizeiwache Schutz suchen mußte.

---*---

Ans dem besetzten Gebiet.

wv. Mannheim, 14. Oft. Die Pfalzzentrale Meldet: Die Ermordung der 17 Jahre alten Katharina Brnold in Ludwigshafen durch französische Soldaten, hat die Bevölkerung Ludwigshafens in neue große Bi re g u n g gestürzt. Um gegen den unglaublichen Terrorismus der französischen Soldateska zu protestie­ren, hat heute ein eintägiger Allgemeinans- siand in Ludwigshafen eingesetzt, an dem sich Arbeiter vnd Bürgerschaft gleichermaßen beteiliget^ Sämtliche Geschäfte und Gasthäuser haben geschlossen. Die Stra- ßenbayn hat ihren Betrieb eingestellt.

wb. St. Ingbert, 14. Ost. Nach vorsichtiger Echätzün« soll der bei den Plünderungen am 7. und 8. i. Mts. im SaargcÜiet angirichtele Sachschaden min« i Erstens Millionen Mark betragen. Saarbrücken . bhätzi seinen Echten allein aus 7 .Millionen Mark, «1,56^ «tff ebensoviel und St. Ingbert auf l1/?

jäbjgtei

68947

nigun»

ch 2<>.

Der Wnietgeniiteis befrist für die 8sei» Zeile 80 4 ». 50*!, Ttuttunqljufdil y QrtflFlt- = 45 4, amtlich« M. «u»*«rtiae 55 4, Reklamezeil» 1.50Ä. Jever Batatk gilt ' ^*u*lD*

ei» Berretzatt. Lei Aifkunft durch »ie Eeichlftsstell« n. Vermittlung »er ln|«b»te » 4 SmckergebAhr. Poftscheckkoat»: St. 5015 Amt Frankfurt a. M.