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Tageszeitung für (das früher kurhessische) OLerhessen

Der Snptgeitptet« ketiljt ft« die 8 je«». Zeile 80 J m. 50 »f, reueruna«iusck>! e 4 <***,.» = 46 4, «mtlich« M. «uswirtige 65 4, A«N«Me,eil» IJOjt. Sefctt Meiett gilt ''**

1919

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fraglich.

, $e ?-siiu;en ÄNigkicn haben. Dann mu))t man 01 i&c naß.»^anzSsifche O b e rh.r rfch a f t s i ch e tste l l en

Wilsens Krankheit.

Uit *3ax wtiie niemals »erneuen, oaß es 21^ n M um ein «Selligentst, scknungliebendeS, methodi-

ein Mwip.gcnKS, orenungueornar»,

Volk hmckeK. MH die Krage bet Brrant-

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den. und »um

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»ando endgültig an den General v. E b s r h a abgegeben und wird dieser Tage in Berlin wartet.

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Die Mannschaft u)u|te das Schiff verlassen befindet sich in Libau. Der Dampfer diente Truppen- und Trfrngenentrsnrpsrt.

Ein ameriknnisch-lettischer Vertrag.

wenn lache» heute den Eindruck, aeft"

oMnei Ker f C11 elef 5

wb. Helsingfors, 13. Okt. Nach Meldun- L«n der lMisch«, Presse schloß Lettland mit Ame­rika einen Berteag ab. d« für die zukünftige Stel­lung der RMndftaaten mm grundlegender Bedeu­tung ist.

Die Be»>ch»»sperre nach den baltische« Gebieten.

wb. Berlin, 13. Okt. Die Reichsregierung bat sich in ihrer gestrigen Sitzung mit der neuen Note der Westmächte wegen der Räumung des Baltikums beschäftigt. Nachdem bereits am 11. ds. Mts. die gänzliche Einstellung der Verpfle- gungszuführung an die widerspenstigen Truppen verfügt worden war, ausgenommen an die Trup­penteile, die sich nachweislich auf dem Rückmarsch befinden und denen nach den Etappenstationen Verpflegung entgegengeschickt wird, soll nun auch jeder Personenverkehr nach dem Baltikum sofort gesperrt werden, nur Leerzüge zur Abholung der Truppen sollen hinüberfahren dürfen. Ebenso sind verschärfte Kontrollusaßnahmen getroffen worden, um jede verbotene Munitionszufuhr unmöglich zu machen. General Graf v. der Coltz, der anwei- sungsgcmäh den letzten Rückmarschbefehl der Re­gierung und ihren Aufruf an die Truppen diesen noch bekannt gegeben und mit jedem Nachdruck auf Befolgung hingewiesen hat, hat am 12. das Kom-

letbe, was eine leichte Gesichtslähmung z« Folge gehabt hätte und daß er kaum imstande fern wück«, in irgendeiner Hinsicht Wesentliches yt leiste«. Di« Lage wick viel besprochen, da die Verfassung zwar anordnet, daß im Falle der Unfäb'gkeit bei Präsidenten der Vizepräsident daS Amt übernimmt, aber für eine solche Maßregel bisher kein Präzedenz­fall besteht.

damit De»tschla;ch bezahlen könne, müsse es v^riten. Wan müsse niemals vergessen, daß «S

New 9)orf: Die Besatzungen aller Fährboote auf dem Hudson legten zur Unterstützung der Forderungen der Hasenackeiter die Arbeit nieder; auch die Besatzungen der Schleppdampfer und Leichtkähne streiken. Fast alle Maschinenarbeiter der Penushirama-Bahn find in den AuSstand getreten; 7030 bis 8000 Mann feiern.

wb. New York, 13. Okt. (Reuter.) Die Roll- stihrcu'.scher legten die Arbeit nieder; es streiken 10000 Mann. Die Versorgung New Yorks mit Milch ist

wb. Washington, 13. Okt. (Reuter.) Im Lande wurde durch eine» Brief an die Zeitungen Auf­sehen verursacht, in dem erklärt »ick, daß der Präsi­dent an einer krankhafte» Veränderung des Gehirns

Wörtlichkeit ndtffc gelöst wecken. DieS weck« t« DcutÄland Tatsachen zeitigen, di« «an nicht kenne. Fvankreich abe» könne btt widerwärtigen Verbrechen, die «au gegen eS begangen hab«, amue- stieren. Präsident Wilson, der nicht deutschfreundlich sei, stabe geheM, daß die Deutsche« bald tu den VölKrbund eintreten könnten. WaS die Wickergut- machnng betreffe, so hätte man einet* festen Preis festlegm wolle»; der sei «8er so niedrig gewesen, daß ihn die frmqSffschen Parlamente nicht ««genommen hätten. WaS bie militärische Sicherheit Frankreichs betreffe, so sei der Rhein «if seine« linken User neutralisier: und anch auf 50 Kilometer seines rechten Ufers. WaS Me stetige Besetzung der Rheinland« mit den Brückenkvpfen betreffe, so hätte er sich b*|it nur verstehen können, wenn m«n nichts andere» hätte er­reichen können. (Er hab« darauf verzichtet, all er das englisch« und amerikanische Bünd­nis gehabt ykktte. WaS den BSlkeckund «»betreff«, so sehe er Miiglieder des Mlftrbuude», die sich gegen­seitig mit de» Pistole in der Hand betrichteten. Znm Schluß seckerte Slömenceau alle Franzos«« auf, einig zu blcBcn. Frankreich müsse viel« Kinder hoben. Ohne diese, da könne man in einen Ber- trag hineinschoeiten, Wal man wolle, sei Frenkrrich verloren. AugnstnS hob« bi« Römer gezwungen, eine starke FmntSe zu haben. ES fei ihm nicht ge- lungnr, und nww wisse, wieR0m geendet habe. W wecke beWeffen, die Red» im Laude anschlagen zu lassen.

le 15«it«kett Bei Vvehrnft durch Me ®«|68HsWeQ« u.'Bemittlenj der 1 «lebet« M 4 Ce«»erg«dAhr. Postscheckkonto: 9h. 5011 Bwt Frankfurt a. M.

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über die man nn» lache» kann, angebracht wäre... M a n h a t daß alle! in die »rüche

Marburg

Dienstag. 14. Oktober

FlcnSb.'kg ei »treffen und daß die Abstimmung in der ttp«n Zone Mitte November stattfmde. Sobald die Abstimmung stä'lgesunden hab«, habe Dänemark das Recht, da? Land sofort zu besetzen, obioohl es noch nicht dem dänischen Staate übertragen sei. Sclbswerftändlich werd» Dänemark von diesem Recht Gebrauch machen. Auch die Abstimmung in der »weiten Zone werde beschleunigt wecken. Nach dem

»an Deutschland diese Kasernen und die Festungen Osten gelassen? Weil Deutschland ein Interesse statt habe, sich zu verteidigen, und well Frank- kein Interesse dar«» habe, ein bol- «^rwistisches Deutschland zu sehen. völl­igen sich in der deutschen Armee Revolutionen, deren Etagweite nun nicht vorausschen könne. Aber was * ivisse, sei, daß dieser Staat in der jetzigen a8e nicht jortbestehen könne. Er befürchte brüte dir wirtschaftliche Domination mehr all militärische. Man müsse für die Zukunft einen ^ölichen Ausgleich haben. Dann müsse man die

Clsnltttttlltt über deu Frieden.

Ehe der Senat den Friedensvertrag genehmigte sprach Clömenceau ausführlich über den Vertrag. Er iübrte «. a aus: Wilhelm II. habe gesagt, die Zukunft Teutfchlands llege auf dem Wasser, heute liege sie B«t e t dem Wasser. Die Aufgabe sei gewesen, den ^uisch-n Militarismus nickerjuschlageu. Was die vrage 8er Entwaffnung Deutschlands anbetreffe, so ^össc er zugestehen, daß zwischen 5 Millionen Solba- ita und 106000 ein Unterschied sei. Man habe die Militärpflicht gegen die Vorschläge der militaristischen sachverständigen beseitigt. Man habe di« ganze lchivcre Artillerie verboten und die leichte Artillerie t-a 3000 Stück auf 288 herabgesetzt. Warum habe

7*f.

fort

Paris, 13. Okt. ltzavas) Nach bemEch» de Sens" bcstätiat es sich, daß Dutasta frantsüscher Bcgschafter in Berlin wird. D-brmG der Uebergaug»' tzeriode wird Frankreich fckoch durch einen Gefchäfts- iräger vertreten fein. Diese Mission wick Elin- kha n t, dem gegenwärtigen Geschäftsträger in Bern, übertragen wecken.

wb Paris, 13. Okt. (Lava-.) Das Amtsblatt veröffentlicht das ßkiefc. das die mit den Bereinizten Maaten und England abg-schloss-nen Betträge für den w-ll eines deutschen Angriffes genehmigt.

wb. Nürnberg, 13. Okt. D»n zuständiger Seit» derlai'ket, daß die durch die franzöllsche Presse ver- ircitfk stkachricht, wonach am 1. August 1914 ein ftanzöiisch-r Flieger über Nürnberg durch eine Flug- balterie beschossen worden sei, den Tatsache» nicht kntspricht.

tob. Rio de Janeiro, 13. Okt. (Havas.) Die ^tgieruug hat die Einfahrt von deutschen Schif- fttt in Axasklianische Häfen gestattet.

Anrerika.

wd. Amsterdam, 13. Okt. Reuter meldet

wecken von c6iem baue** tag ende» sozialistischen Kongreß regiert." Diese Ironie ch«Aifterißrtt sehr richrig den Geißeszustand der heute Minister Geworde­nenGenossen". Wie auf Ihrem Kvngreß, so iah reu sie auch heute fort, da« Glück des Bolles durch Metho­den heckeizufLhren,

DieOberhessilche Zeitung- erscheint sechamal »Scheutltch. Ter MM n B«ru«»preir beträgt monaüich 1.60 X. frei in» Haus; durch bie Post Jlx. 1.75 #. «|nt SefteSgel» Werk« »an Dr. C. -itzer«tb. Druck der Univ. Luchbr. von I 0 h. Lug. rt 0 <6. Wlertt 21/23. Fernsprecher 56.

Die Sage I» MM.

Nach bett vorliegenden Meldungen ist Riga noch in lettischem Besitz, doch scheinen die Aus­sichten der Bermontsche« Truppen günstig zu sein, fall» nicht die Verbündeten selbst eingreifen:

wb. Helsingfor», 13. Okt. Noch hier vorliegenden Meldungen sandte Vermont der lettisch«« Regierung ein Ultimatum, in dem er eine vollständige Neuorien- tierimg ihrer Politik verlangt. Die lettisch« Regierung ist «ach RoderpoiS übergestedelt. Gegenwärtig ist Mga noch in lettischem Besitz. Englisch« und französisch«Kriegs­schiffe liegen vor Riga gefechtSberett. Die lettische Re­gierung richtete ein Hilfsgesuch an die Verbündeten, Polen und Estland.

Dir lettischen Truppen halten bi« fetzt das rechte Dünauftr. Estland beschloß, Lettland zu unterstützen und entsandte «ine« Panzer,ug, der an den Gefechten trilnahm. Estnische Kriegssahrzenge sind zusammen mit Kriegsschiffen ber Westmächte nach Riga gefahren. Gene­ral Judenitsch erklärte Vermont als Landesver­räter nnd forderte die Offiziere zum Abfall auf. Unter den Offizieren und Mannschaften der Nockwestarmee scheinen hingegen starke StöHmnge» für Vermont vor­handen zu fein. Dir Nockwestarm« meldet Fortschritte gegen Pleftau.

Lettisch» Maßnahmen «fegest Deutschland.

wb. Mitau, 18. Oki. Aus Riga eingetroffene Zivilpersouen berichten, daß der deutsche Beauf­tragte in Ritza Donnerstag verhaftet worden ist, ebenso der deutsche Beauftragte in Libau mit seinem Personal. Gegen die Verhaftung^ wurde bei der lettischen Regierung Protest eingelegt.

Die lettländischen Truppen haben die in den Kämpfen rtiit der russischen Westarmee gemachten Eefangen«!, darunter auch Deutsche, unter grau­samen Martern ermordet. Die Frontlrge mischen den russischen und den lettischen Truppen 'ift unaetänbert. Thorensberg wird von der let­tischen ArtiAerie beschossen. Di« Letten haben das Waffenstillstanbkangebot des Obersten Awalow- D«r»»nt birh« nicht beantwortet.

wb. Stettin, 13. Ott. Der 3000 Tonnen grotz« Fracht- und Paffagierdsmpfer£)oliatia, d»r Stettiner Reederei Kunstmann gehörig, ist von der lettische» Regierung mit Beschlag belegt wo»°

abrulösen. Frsnkrnch -w-rdr in Spr-e» so viel Tkoppen haben, als sie SnolSnLee rost gehabt habr«. Tie politische Seite brr Miss'.«» k>?r»e darin bestehe», bk Zuneigung bet Mohammedaner zv tz-w innen.

«och to k»nd, ber Ende dieses M-uat- nach Beirut abr*st.

8'^ Oberksmmissar von Spci-n und als Ob«de.fehis-

B« Mr«.

I« Abstimmung in Schleswig.

- Mi. Kopenhagen, 13. Ott. Der Minist« für

D:e Fr»p,:»s«n in Syrien.

tob. Paris, 13. Oft. (Ha»aS.) General Ä0u-

enzeiS^ au ' p'f iiiShi'1

Mar

,3. 8-X Sei»/*

mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg \

Ein Aranzrse iiber bie ZnMde in Denlschland^

Der Bert»«» Vertrede» be»Ter-'.pS", A. bt Guille will«, schceibl unlet der lleLreschriftVor dem ftziale» Bankerott^ feinem Matte:

Nachdem die deutschen jar Wschl ge­

kommen wamn, muyfcn sie, da sie an ih» Herfpreche« orbunben Ware», die alHrrnotw»-dig^«n Fr«g«n puid- stellen und ihr- gan»e geft-geberische und flfctt{xifkeii*ie Straft auf bk k-^zialisieru-dg und auf bie Ibnäuberung der Aesellfchast >wch dem marxiUifch«» Pr»L«m«e »erw«ck«. Dks« H a ss, dir 3'MnEtzk d» P*»tet«ri«ts t»i vs»wirUichkN. hat bi« Kat« st»»ph« befchl»«- nigt. Innerhalb 10Mo»at«uharbitRe- dolution das 8» a t »« n al-Tigr n t um, da» 4 Jahre Krieg kaum a»g«nagt hatk«, iv Frage gesteift. Di« bsabftchvsi«-» Stenern und di» aagekündilple Verrchgeus-Be-schlaauMw« bade» «Ine Arswauderuna d»s Kapitals bewirft, die kein« poli­zeilich, Mechuahm« avfMchalkn tettaube'ift Die F«ö- rik«n, Maschinen, Gebäulichkeiten, iüeeKwyt alles, was nicht aurwandern kann, wick zuniedrigenPrei- sen an Ausländer verkau ft. Di« Edmländer kaufen die Nuhrzechen, bieNalknal kitt» SBonf' au» Rewyork lüfst sich in Berlin »nb ar«d«r«i deuLschen Städten nieder, dieGuaranty Trutz akwpoutj" hat ebenfalls mehrere Agen-u-en in DrrUschland......

Dieser Prozess wird duckh die Bezahlung bet Kri»g3kost»n, bie ein ha!S es Jahrhun­dert lang das Ergebnis der deutschen Arbeit wegnimmt, begünstigt, uub die deutsche Regierung stellt mit Schrecken dkfon Frrtfchritt auf dem Rennen zruu Abgrunde fest, aber eS fehlt ihr der Mnt, zuzugeben,-«8 ihr« marxisti­schen Utopiru nicht v«rtoirUicht werden können. zieht vor» bie Illusionen ihrer Anhänger dadurch z« verewigen, dass sie immer höhere Löhne bewilligt, den Arbeitslos«« Naturalien und Gtock'understützungeu zukommen läßt und zwar in ein« Höhe» die selbst durch bie höchsten Steuern nicht «usg-glichen werden kann. Dies» ver­beckenbringend« Lage wirb solang« bourrn, wie das sozialistische Rvgime dauert, und wenn die politische mtb sinanzielle Reaktion zu bang« aaf sich wackrn läßt, dann wick «hu vollständige Entwertung der Mark und b® wirtschaftliche Zusam u-.u- bruch Deutfchland» die Folge fein... Bald wird man nicht- «ehr in Duttschlaud finden tön »en... Die Arbeiter wollen nicht arbeiten, und wenn 'ie sich endlich dazu entschlossen haSen, zur Fabrik zilrückzu- kehren, arbeiten ste langsarn und schlecht und V32 Uhr nachmittags gehaa sie nach H«^. In allen Fabriken und Werkstätten Berlins verseilt man Flugblätter, die btr Arbeite» $wc Sabotage urck zum Streik auffockern. Ein Wgeocknetk» sagte eftwS Tages in Weimar:SBir

-hsk:r der fraiizSftsckwn Levanlertt-pen, Erklärte ei­nem Drt treler der Agentur §»assä Va% d'e Mis;b»v vor jpt&m mililÄr-scheu Cßarotter trage. E» hatisei« sich $sr.*;nt, Ä« britischen Trupp«» bt bei bar chda» Leiusch- französisch« Abkommen in? Itijs* gefaßte« Brrö-tder-

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gen ZM HfickeiiSvertraz sott sie spälestettS fünf Wochen nach «v'i,»Ger Abstimmung in der erste» Zone stattgefitnden «nd le ^r'?n, aber er könne sagen, daß sie weit früher ab- padetH gi-h.ssjsn wrcke, d. h. also, baß Seihe Abstimmungen !).<7 Reihnachlen vo'genommen wückeu. Danach wecke Mbie Kommission die Grenzlinie nach Silben festsetzen »nd f-dann das gessmie Msterisl nach Pari» senden, | Mo endgültig die Entscheidung getroffen werbe. Nach- 3 bart der Verl rag üb-r Schleswig aLg rschlsssen sei, werde

5551 Land feierlich Dänemark äSergeii».

fint bittere Setre.

In Washington wick Ende dieses Monats gen'äss dem Friedensnertrage eine internafionale Arbei-er- Konferenz stattfinden. Sofort nach Anberaumung die­ser Tagung erhob sich die Frage, ob auch bett deutschen und den österreichischen Arbeitern eine gleichberech­tigte Vertretung auf diesem internationalen Kongress zngebilligt wecken sollt«. Wäre dies geschehen, so hätten die Westmachte in ihrem bisherigen Bersahre« eine radikale Aendernng eintreten lassen. Denn wäh» rned der Krieges sind die Sozialisten der un? feinb- lichen Länder, namenllich Englands, Frankreichs nnb der Vereinigten Staaten, von jeder Berühruna mit bte deutschen Sizialdemokaten auf neutralen Grb-ete« auf das ängstlichste behütet worden. Die Sozialisten hoben auch' gnnt größten Teil selbst eine solche Berührung gar nicht gewünscht. Sie fühlten sich von den deut­schen Genossen innerlich vollständig geschieden und ritagen deshalb bis auf ganz geringe Ausnahnwn folg­sam und willig auf die Parole ein, die von ihre« Negierungen gegen die deutschen Sozialisten aukgegcke« wucke. Icker internafionale Zusammenhang mit Deutschland wucke völlig zerrissen, denn Deutschbrntz sollte eben an seiner völligen Blockierung zugrunde rohen. Diese Blockade wurde auch auf da» geistige Gebiet übertragen, und daran haben die französiichet^ englischen und amerikanischen Stzialistetr getreulich mt'tgewtrtt. Itad mtch heute soll diese Blockade noch nicht aufgehoben sein. Denn während dir Arbeiter aller anderen Länder China, Kuba, Guatemala, Siam, H'aifi, wie derVorwärts'" in bitterer Ironie bemerkt eine Einladung erhalten haben, hat matt die deutschen Arbeiter im Winkel stehen lassen. Di« deutsche Regierung hat lediglich die Mtwilung er­halten, daß mat^ deutschen Ackeiter-Vertretern die Reise nach Washington nicht verwehren wolle, dass ober über die Zulassung erst die Arbeiter-Konferenz selbst entscheiden werde. In einer Unterredung zwi­schen einem deutschen RegieaungSvertreter und dem Sekretär des Internationalen GewerkschastSbutckes im Haag erklärte letzterer, daß die Arbeitervertreter auf ber Konferenz fordern würden, daß die Frage der Zulassung der deutschen und österreichischen Delegierte« als vollbecechfigte Mitglieder an die Spitze gestellt wecke. Falls diese Fockerung nicht erfüllt werden sollte, würden sich die Ackeitervertreter aller dein injer- naiionalen Verband angeschlossenen Länder sofort von der Konferenz zurückziehen und einen internationale« GewersschaftSbund einberufen, der neben und im Ge­gensatz zur Internationalen Konferenz tage» würde. Ter Vertreter der deutschen Regierung erllärte ange­sichts dieser Mitteilung, daß er der deutschen Regierung nachdrücklich raten wecke, sich für die Teilnahme an der Washingtoner Konferenz zu entscheiden. Die deut­schen Gewerkschaften wollen aber unter diesen Vev- hältaissen nicht nach Washington gehen. Den» selbst für den Fall, daß die Zulassung zu der Washington« Konferenz, alsbald nach, der Eröffnung genehmigt werden sollte, müßten wie derVorwärts" sagt. Ml Deutschen und Oesterreicher nach wie vor als Bit­tende vor der Tür der Beratenden stehen. Dies fd eine Rolle, die man den Vertretern der größten ®e< weckschaftsbewegung der arbeitenden Welt nicht $«* mitten dürfe, und die diese zu spielen auch nicht sonnen seien.

Für die deutsche Sozialdemokrafie ist diese Bv« haicklung eine wahrscheinlich bittere, aber nicht un­verdiente Lehre. ES kann uns ja gar nicht deullich genug eingebleut wecken, was wir in Wirklichkeit von den Westmächten zu gewärtigen haben. Denn nur, wenn der letzte Rest von falschen Hoffnungen und betrügerischen I l l u s i 0 n en getagt ist, wick das deut­sche Volk den Weg zur W irklich keitS-Polttik zurü'ksinden. Es gab eine Zeit während der Krieg«-, in der Herr Scheibemann ben internationalen Ge­nossen nachgelaufen ist, in der er nach Stockholm pilgerte» um eine Verhanblungsbasrs für ben Frieden zu sticken. Damals lautete bas feindlich« Feidgeschret: Ter preußischeMilitarismus" muss vernichtet wev- ben. Und Herr Scheibemann hat mit Hilfe demokrati­scher Freunde bie Auffassung im Volke verbreitet, alt stoße sich bas verföhnungsbereite Ausland nur noch atz unseremMilitarismus." Jetzt ist, diese» Hiuberntz fast mit der Wurzel beseitigt. Jetzt sitz die So­zialdemokratie Teutschlunds selb st am Ruder, und nun muß sie erleben, baß bie Westmächte sie sogar nach'Beendigung de» Krieges genau ft> bet) anbei«, wie vorher bie Regierung des alten Systems behanSel» wurde. Welch ein Trug, zu glauben, daß uns« <**

tzAsSwiß, Haussen, teilt« einem Vertreter vmtPoli­tiken' mit, daß der Frickeusvertrag wahrscheinlich i Mtte dieser Woche in Kraft treten werde, und daß N Leutschl«nb zehn Tage nachher das gesamte Abstimm- 1 sngsgcklet in Schleswig, also die erste und zwei-e Zone geräumt haben müsse. Man rechne damit, daß die internafionale K»mmissi»n Ende nächster Woche in