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Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

Der Anzeigenpreis beträgt fit die 8 geh. Zeile SO J u. 80»/. Leuerungdzus»! k j <vnf1M = 45 4, amtliche m. eueelttige 55 4, Reklame,eil« 1.104. Zeder Rabatt gilt'50*» a» «arradatt. »et Xwftunft durch die »«ichäftaKell« ».Vermittlung der inia Angebote 26 J Sondergebühr Postscheckkonto: Rr. 6016 Amt Fran:, uttcuM *

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Wb. Vern, 2. Okt. Nach der Verschärfung der

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Die Beratung der Valuta- Heinze und Sen. wird fort

(3 ): Die Schuldfragedebatten in zeugen von politischer Itn-

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die den Beamten und Ar» ni,Minimum sichern.

Wir nehmen die Vorlagt der Komniunnlbeamtcn der» der Regierung, daß sie fett

l Uhr 20 Minuten. Interpellation gesetzt.

Abg. Dr. Heim unseren Parlamenten

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den Völkerbund e'n reten würden, der Friedens- pertrag nichtig w:rde Er hofft, des; der ameri- kvlishe Senat nicht eine sllche Enttäuschung tereiten Nttbc. Der Redner bedauert, daß die Unterhändler den Standpunkt Fachs, den Rhein zu behalten', Nicht aufrecht erhalten, hätten.

(Beifall im Zentrum und rechts.)

Abg. Wurm (U.S.) wünscht eine Sachverständigen über die Balutafrage. Brschafsiing von langfristigen Krediten

vorschreibt, mit dem Zusatz angenommen, daß Reichsminister für die Finanzen Erleichterungen den Vorschriften gewähren kann.

Ter Haushalts ausschnß genehmigte die beiden geforderten Reichsministertzellen (Wiederaufbau ohne Portefeuille) mit großer Mehrheit.

Margarinefabriken genügend mit Kohlen und Roh­materialien beliefert werden. Sollik die- nicht der Fall sein, so würden neue große Beträge für eine vermehrte Mnfuhr von Rohstoffen für die Margarine­fabrikation notwendig werrden. Hie Abgabe von AuSlandsmehl solle weiter zu billigen Preisen, aber in etwas geringerem Umfange erfolgen. Der Brotpreis werde ungefähr um 15 Prozent erhöht wer­den, was einen Zuschuß von 233 Millionen bis Ende des Erntejahres erfordere. ~

Bom Ausschuß der Nationalversammlung für die Reichsabgabeordnung wurde § 189, der die Auskunft-Pflicht der Banken, Spart affen usw.

Marburg

Freitag, 3. Oktober

genug, um 60 Millionen zu ernähren ,wenn jeder Vilicht tut. (Beifall.)

Abg. Dr .Rießer (D.Bpt.): Nur Arbeit uns Helsen. Jedes Volk hat die Valuta, die es

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reif« unb schaden unserer Valuta. Seit der Re­volution drucken wir monatlich viermal soviel Noten wie im Krüge. Helse» kann un» nur Sparsamkeit. Die Korruption ist unleugbar. Gegen die Arbeits­unlust geschieht nichts. Arbeit ist hepte mehr wett als Kapital. In der Äeuergesetzgebung muß auf die llei- neren und mittleren Rentner große Rücksicht genommen weichen. Wie kann die Kaufkraft der Mark erhöht werden? Durch Erzeugung neuer Güter, vor allem durch Mehr­erzeugung von Kohle. Einen künstlichen Abbau der Preise kann ich nicht befürworten. Die impettalisti- sihen Wcstrevublikeii watten nur auf den Zeitpunkt, wo wir ihnen infolge Mangels an Zablungsmttteln unsere wirtschaftlichen Quellen verpfänden müssen. Wir brau­chen eine Katalogisierung der uns nötigen Einfuhrartikel und eine Sperre gegen die unnötigen. ES wäre zu er­wägen. ob wir nicht eine großzügige AuSwande- rnngSpolitik betteiben müssen. Wir können rascher genesen als wir glauben, wenn wir nut arbeiten.

außerdem müssen wir uns aber mit der russischen Regie­rung gut stelle», um von einem politisch und wirtschaftlich genntbeten Rußland Rohstoffe und Nahrungsmittel zu erhalten.

Reichsfinanzminister Erzberger: Eine Konferenz, u>ie sie der Abg. Wurm wünscht, ist bereits an der Arbeit. Gewiß kann die Arbeitsmöglichkeit und Arbeitslust nur gehoben werden .wenn die Ernährung verbessert wird. Für das Winterhalbkahr will die Regierung 31/, Milliarden bereitstellen zur Senkung der LebenS- mittelpreise. Wir müssen eine HSHerbeWertung der Mark im Auslande bewirken. In der heutigen Äonfercilz im Neichsfiuanzministerium waren die an­wesenden Bankdirektoren einmütig dann, daß die ZwangS- wirtsthast zur Zett nicht weiter gelockert werden dürfe. Die stärkste Förderung der Eigenwirtschaft, besonders auf dem Gebiete des Getreidebaues und der Textilrohstoffe ist nötig. Es ist uns bekannt, daß eine wahre Jagd nach fremden Kouvons unb fremden Banknoten statt- sindet. Maßregeln dagegen sind im Gange. Die Va­lutaanleihe allein wird es natürlich auch nicht machen, aber augenblicklich brauchen wir eine solche, um uns lveiter zu Helsen. Eine Auswanderuugsvolitik kann die Regierung nicht betreiben. Das Deutsche Reich hat

Wb. B e r n, 2. Okt. Schweizerische Blätter melden, daß in Sonbon 20' Millionen Reichsmark in Gold von der Reichsbank für die Entschuldung Deutschlands eingezahlt worden sind.

Reue Unruhen in Aegypten.

wb. Bern, 2. Okt. Mailänder Blätter er­fahren, daß in Aegypten die nationalistische Bewe­gung zu neuen Unruhen geführt hat. Militär mutzte einschreiten. Zahlreiche Verhaftungen wur­den vorgenommen. Mehrere Teilnehmer an den Kundgebungen wurden verwundet.

Inkrafttreten Les Friedensvertrage» nicht vor 1. Dezember.

wb. Bern, 2. Okt. Ter Pariser Korrespondent sts BernerBund" weist darauf hin, datz die Auf- ösung der italienischen Kammer den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Versailler Friedensvertrages ziuausschiebt. Drei Großmächte müssen rati- pzieren, doch sei das englische königliche Dekret mit ter Ratifikation noch nicht erschienen, weil die Ratifikation durch Italien noch ausstehe. Einige Senatoren erklärten, daß der Senat noch vor Mitte Oktober den Vertrag ratifizieren werde. Tann i Kerbe, weil Italien als dritte Macht nicht mehr ta Betracht komme, noch Amerika übrig. Dort könne die Ratifikation im besten Felle nicht .vor sechs ochen zustande kommen, so daß vor dem 1. Dezem- mit dem Inkrafttreten des Vertrages nicht zu echoen sein wird.

wb. Bern, 2 Okt. Ter italienische Justiz inister Mortara hat mit einigen Ministrr.r an- nxr Ressorts eine Formel aufgestellt, die ermög- chen wird, datz der Fliedensvettrag durch ein

knapper. d'Annunzio hat sich einem Korresponden­ten des(Fordere della Sera" gegenüber über weitere Hand st reiche in Dalmatien aus­gesprochen. Der Diktator hofft, datz fein Vorgehen zur Wiederaufrollung der ganzen Adriafrage führen wird.

wb Versailles, 2. Ok'. .Chicago. Tribüne" meldet aus Fiume, die südslawische Regierung habe beschlossen, die Jahresklassen 1880/96 zu mobilisieren. Nach der gleichen Zeitung soll d'Annunzio die Ab­sicht haben, die Republik Venedig auszurnfeu, wenn die italienische Regierung fortfahre, ihn ziiflel'en. Nach dem gleichen Blatt unterstützen die iialienischen Kolonien in Nordamerika und Brasilien d'Annunzio. Erstere soll zu seinen Gunsten 500000, die von Brasilien 100000 Dollars gesandt haben.

Die Landung amerikanischer Truppe» in Dalmatien.

tu. Basel, 2. Okt. DemEcho deParis" zu­folge hat die Landung amerikanischer Truppen an der dalmatinischen Küsto die öffentliche Meinung Amerikas sehr aufgeregt. Offensichtlich befolgen die amerikanischen Marinctruppen die Befehle der eng­lischen Admiralität, ohne die amerikanische Admi­ralität zu befragen. Der Senat verlangte von der Regierung sofort Aufklärung.

Mitimlierlimilmn.

8 9. Sitzung vom 2. Oktober.

Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um

/königliches Dekret unter Vorbehalt der späteren Zustimmung de? neuen Kabinetts ratifiziert wird, sobald entweder das französische Kabinett «der der amerikanische Kongreß die Rütifikatton

Nach Einstellung der Schiffahrt nimmt i^d-ritslcsigkeit und Teuerung in der Stadt zu. Dkbsnzinittel und Brennstoffe werden immer

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ich,Melille" nach Jersey,Billareal" nach ^»'irhampton und Jersey und der DampferBagdad"

seinen Verbältnissen verdient. Die Möglichkeit der Erholung unserer Valuta hängt besonders auch von dem Vertrauen ab, das man in den neutralen Ländern unserer Erholungsmöglichkeft entgegenbringt. Dazu ge­bärt. daß das Ja der Reichssinanzverwaltung Ja unb das Nein Nein blejbt. Durch Verhandlungen muß eine internationale Festigung der Valuta herbeigesühtt werden

Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfes über die Abänderung der Verordnung über die A rb eits - zeit in den Bäckereien und Konditoreien.

Abg. Schosbeck (Z.l will den Achtsiundmtag für die Bäckereien so ausgestellt wissen, daß am Freitag und Sonnabend etwas länger gearbeitet wird und dafür am Anfang der Woche etwas weniger.

Abg. Bjener (Deufschnatl.) ist int allgemeinen mit der Vorlage einverstanden, hat aber Bedenken gegen die vorgescbtagene Zusammensetzung der Fachausschüsse.

Abg. Dr. Maretzky (D. Bvt.) wünscht eine Rege- stnng in den Bäckereien in der Weise, daß jeder auch am Sonntag das herkömmliche Frühstücksgebäck erhalten kann. Das sei wichtiger als die Herstellung von Schlag­sahne.

Di- Vorlage gebt an den sozialen Ausschuß. Es folgt die erste Beratung des Gesetzentwurfes über das Arbeitsentgelt» der Empfänger von Militär- versorgungsgebührnisfen.

Reichsarbeitsminister Schlicke begründet kurz die Vorlage, die nur ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Militärversoroungsgesetz fei, das er noch in diesem Win­ter dem Hause vorzulegen gedenkt. Nach Aussühnmgen der Abgg. Hoch (Soz.3, G i l s i n g (So$.\ Siehr (Dem.) und Koch-Düsseldorf (Deutschnatl.l vertagt sich das Hans auf Freitag 1 Uhr: Weiterberatung, außerdem In­terpellation Heinze wegen Zahlung der Einfuhrzölle in Gold.

Die reue Blockadedrohung.

Rotterdam, 2. Okt. Englische Zeitungen veioen aus Paris, der Oberste Rat habe auf Vor- schl rg Fachs die Zwangsmaßnahmen gegen Deutfch- land, falls Deutschland das Baltikum nicht räumt, ttf 20. Oktober festgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt ««chen auch die militärischen Maßnahmen be- linncn.

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Mittel besitze, um auf die Gemeinden emzuwirken.

Abg. Oelze (Deutschnatl.): Emschuldungsbeihilft» sind notwendig wegen der Siiditknlung der Preist» Hofi

Aus den Ansschüfftn.

wb. Berlin, 2. Okt. Im Haushaltsausschnß der -preußischen Laude-versammlung machte Finonz- mi.iifler Südekum Angaben über die Aktion zur Se n k- ung der Lebensmittetpreise, wofür das Reich annähernd 2»/, bis 3 Milliarden Mark aus- wenden werde. Infolge der neuen Aktion sei die Er- nähnmg der Bedölkerung sür den Winter ehügermafni gesichert. Vorbedingung dazu sei aber, daß u. a, die

wb. Hamburg, 2. Ok'. Wir d e Marin-- Schisfs- sistchtigungs-Kommission mitteitt, ist das englische ^ttchot de? Auslaufens der deutschen Gefangenen-

Milte LnittonlAWlm.

Sitztkng vom 2. Oktober.

Präsident Leinert eröffnet die Sitzung «m 11 Uhr 20 Minuten. Die zweite HauShaltungsberatung Wick beim Finanzministerium fottgesttzt.

Abg. Dr. Rosenfeld (U.S.): Ich begrüße im» Uebergang der Steuerhoheft auf das Reich. Dadurch wird hoffentlich die Herrschaft der LarchWitte und die ewige Begünstigung der Agrarier endsich ein Ende nehmen. Mr hallen an den Arbeiterräten fest. Da? iämmerliche Bettkebsrätegesetz ist unS kein Ersatz. Der Metallarbei­terstreik hat unsere volle Sympathie. Die ZwangS- wittschast darf nicht abgebaut werden, sonst ist die Be­wucherung deS Volks schrankenlos. Bei der Reichswehr, die dem Voll monatlich über eine Milliarde kostet, sollte gespatt werden. Die angeblichen kommunistischen In­struktion«^ von denen der Ministerpräsident jüngst sprach, sind Mott für Wott erfunden. Wtt fordern Neuwahlen, weil das Parlament nicht mehr der Stellung des Volle- entspricht.

Ministerpräsident Hirsch: Eine Neuwahl kann noch nicht durchgefühtt werden, da noch nicht einmal die Ver­fassung erledigt ist. Der thüringischen Frage steht die Regierung sympathisch gegenüber. Die Thüringer habe» unS eine Wirtschaftsgemeinschaft vorgeschlagen, nach der gewisse preußische Teile an Thüttngen abgetreten werde» sollen. Dieser Vorschlag ist in einer Weimarer Kon­ferenz einmütig abgelehnt worden. Wir sehen neuen An­trägen entgegen. Von dem, waS ich über die kommunisti­schen Instruktionen gesagt habe, nehme ich fein Wott zurück. Ruhe und Ordnung wieder herzustellen ist Pflicht der Regierung, «itb von der Erfüllung dieser Pflicht wird sie sich auch nicht durch die schärfsten Angriffe ab- halten lassen.

Der Haushaltung-plan des Finanzministeriums und der allgemeinen Finanzverwaltung wird angenom­men. Die dazu gehörenden Anträge auf' Gewährung von Kriegsbeihilsen an Volksschullehrer, auf Verbesserung der Beamtengehälter, auf Neuregelung des Beamtenrechis, auf Steuerfreiheit für Teuerungszulagen der Pttvatan- gestettten und auf Gewährung von Notstandsdarlehn ai sie werden ebenfalls angenommen.

Es folgt der Haushaltsplan der Verwaltung der direkten Steuern. Damit verbunden Witt» die zweite Beratung des Gesetzentwurfes zur Bereitstellung von Geldmitteln für einmalige Beschaffung 3 zu­lagen an Beamte, Lehrer, Angestellte, Arbeiter usw.

Berichterstatter Dr. Schmedding (Z.) empfiehlt den Ausschußantrag, die angeforberten 910 Millionen Mark und die vom Ausschuß ausgestellten Verteilungsgnind^ lätze zu genehmigen.

Finanzminister Dr. Südekum: Tie Vorlage stellt das Höchstmaß deffen dar, was wir geben können Nebenher geht die gewalttge Aktion de» Reiches zur Ver­billigung der Lebensmittel, auf die bis zum nächste» Januar über drei Milliarden entfallen. Es wird bal letzte Mal fein, daß wir so große Mittel durch An­leihen aufbringen können, denn wenn wir keine Steuer­hoheit unb keine Eisenbahnen mehr haben, wird uni feiner mehr etwas borgen Sollte das Haus übet unsere Vorschläge hinausgehen, so müßte ich die Vorlage zwecks Einleitung von Verhandlungen mit dem Reich zunächst zurückziehen.

Abg. Schmilian (Dem.): Wir stimmen der Vor­lage zu. Die Notlage der Beamten etforbert es, daß bh Zulagen schleunigst ausgezahlt werden. Es kommt abtt daraus an, daß die laufenden Einnahmen der Be­amten erhöht werden. Anstelle der Teuerungszulagen muß also in kürzester Frist eine durchgreifende Belob dnngsreform treten. Die Beamtengehältcr stehen hinter den Arbeitslöhnen zum Tttl erheblich zurück. Drin­gend notwendig ist es, auf die Gemeindeverwaltungen einzuwirken, daß sie ihren Beamten ebenfalls die ein­maligen Zulagen bewilligen

Abg. Schubert (Soz.ri Wir stimmen dem Gesetz­entwurf zu. Aber auch wir wollen, daß mit den fEeue# rungszulagen gebrochen wird, und daß an ihre Stellt

Deutfchlkii.ds Verdienst nm Litauen.

wb Kowno, 2. Okt, In maßgebenden litau­ischen Kreisest wird betont, daß es Deutsch­lands B e r d i e u st sei, daß Litauen als Staat ft chdu.chzi>setzen beginne und Litauen dies Deutsch­land niemals vergessen werde.

tran-poridamp'er zunächst für vier uns rer Dampfer saig-hobeu worden und zwar werdenOrotawa" nach

Rußland.

Die Moskauer Räteregierung vor dem Zusammen­bruch?

tu. Basel, 2. Okt. »Daily Mail" meldet: Balfour erklärte, daß ihm von einem russischen Frie­densangebot unmittelbar noch keine offizielle Mel­dung aus Washington vorliege. Er wisse nur.aus absolut zuverlstssiger Quelle, datz die Räteregierung in Moskau vor dem Z u s a m in e » bruch stehe.

tu. Kopenhagen, 2. Okt. lieber die fin­nische Grenze kommende bolschewistische Blätter melden, daß am 25. September. gegen eine Ver­sammlung der kommunistischen Parteileitung, die int Kreml tagte, ein Anschlag verübt worden ist. Cs wurden zwei Bomben geworfen, denen mehrere Menschen zum Opfer fielen. Unter den Verwun­deten befanden sich auch zwei Volkskommissare.

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_ Berlin, 2. Okt. Wie diePol.-Parl. Nachr." Horen, sind gleichlautende Einladungen zur Teilnahme an der Arbeiterkonferenz in Washingt an an den deutschen unb österreichischen Vertreter in Ver­sailles ergangen, lieber die Antwort auf die Ein­ladung unb über die Entscheidung, ob daraufhin eine Beteiligung Deutschlands an der Washingtoner Konfe­renz möglich ist, schweben gegenwärtig Beratungen in Berlin.

feste Besolduiigssätze treten, beitern dauernd das EM

Abg. Gottwald (Z.l unverändert an . Bezüglich weise ich auf die Erklärung

i vch Newcastle gehen.

wb. Versailles, 3. Ofe. Der Fünferrat cr- fciiii'e bie Kommission, di: die Frage des Rücktrans- teils der deutschen und österreichischen Kriegsgefange- chrn aus Sibirien studieren soll. Der Rat beschloß tett russischen KreuzerWolja", den bie englische Ma- Üae im Schwarzen Meer gekapert hat, dem General teuifin zur Verfügung zu stellen.

littet 'teß die Blockade am 20. Oktober wieder beginnen 1-8564 stkl.

DieTime?" meldet, daß die über englische Hä­sin gehenden Lebensmittel- und Rohstofftransporte «och Deutschland am 18. Oktober eingestellt 10 m>r Wtrben, sofern der Oberste Rat nicht entsprechende 8egei,befchle gibt.

Mme tes Srirttnsitrlragts ter® iie stsnzölHA Soimer.

wb. Paris, 2. Ott. Die Kammer nah« die Uatifittition des Friedensocrtrages van Versailles eit 172 gegen 53 Stimmen an.

Angaguetk- i-S ie d e L u i »»a f.s uung Deut sch­lau d s gern.gesetzt-srw:e die' Schaffung einer intet» zet-onalen Streitmacht durch bc:i Völkerbund. Frank- S» Bouillon kritisierte den Friedensvertrag ebenfalls

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Ettstllliid.

Der Eisenbahneransftand.

wb. Amsterdam, 2. Okt. Ein gefi.ru in Lon­don ausgegebener Bericht besagt: Im Zugdienst sind weitere Besserungen eingefreten. Es sind mehr Eisen­bahner zur Arbeit zurü-kg:kehrt. Für die Ausstam bi gen sollen Ersatzmänner tont Londoner Omnibus- bienft e'ng:stellt werden. Ferner wird mifge:ei(t, daß die Leb msw.ilte rersorzn.ilg i i den letzten 21 Stauben befriedigend vonstatteu gegangen ist.

Ter Milarbe-ier derTime," für Schisfal,r.Sfragen schreibt: Die englischen Reeder wurden infolge des Ausstands genötigt, die Frachtpreise zu er- mäßigen, da bereits ein Angebot von 50000 Tonnen amerikanischer Schisse vorhanden ist, nm Korn ans Argentinien nach dem Kontinent zu bringen. Dies gereicht Deutschland zum Vorteil, da es jetzt zu ermäßigten Frachtpreisen mehr Lebensmiltelsend- ungen erhalten kann.

Fiume.

f i^Annunziv im Kriegszustand mit den Südslawen.

j l wb. Rotterdam, 1. Okt. DemR. Rotterd. tout. zufolge wird aus England gemeldet, daß ^nnunzio die telegraphische Verbindung zwischen Stirne und Agram unterbrochen und der franzö- ^ichen Mission mikgeteilt hat, daß er sich m i t d e n südslawen iem Kriegszustand befinde.

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DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal »Schentlich. Der MK OÜi Lezugsprei» betrögt monatlich 1.60 X frei in» Haus; durch die Post J12.01 1.75 ohne BesieLgeld Verlag »»» Dr. C. HitzerotH. Druck der