mit dem Kreisblatt für de« Kr«S Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
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54. Wt
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Men.
Die Ablieferung der Milchkühe.
manbostellen dahin zu wirken, daß sie auf die deutschen örtlichen Vorschläge zur Beilegung der -Heind- seligkeiten eingehen.
wb. Rom, 27. Sept. Laut „Secolo" sandte d'An- nunzio an den König von Italien eine Botschaft, in der er ihn über die Lage in Fiume unterrichtet und ihn beschwört, die Rechte seiner Krone auf die Stadt nicht auftugeben.
Der „Messagero" vernimmt aus Fiume, daß das Gerücht von einer südslawischen Truppenansammlung gegen Fiume sich nicht bestätigt. Erkundungen mit Flugzeugen in dieser Hinsicht verliefen ergebnislos.
wb. Bern, 27. Sept. Trotz der Absperrungs- maßnahmen ist es in den letzten Tagen weiteren Trup-, pen und Fahrzeugen ans dem Land-, See- und Luftwege gelungen, Fiume zu erreichen und weitere Lebensmittel nach der Stadt zu schaffen.
1919 i
tob. Bern, 27. Sept. In Apulien sind Tausende von Landarbeitern dem Beispiele der Bauern in der römischen Campagna gefolgt und haben gemeinsam große Ländereien in Besitz genommen und unter sich zur Bebauung verteilt.
„Jdea Nazionale" veröffentlicht ein geheimes Rundschreiben an die MUitärbehörden vom 6. September, daß ein« sorgfältige Ueberwachung und Bekämpfung der umstürzlerischen Bestrebungen der ehemaligen Kriegsteilnehmer verlangt, von denen bald eine gewaltsame Betätigung zu erwarten sei. Der Erlaß fordert unnachsichtiges Einschreiten ohne Ansehen der Person. e
wb. Versailles, 27. Sept. Der Pariser Presse zufolge Wick die rrnnänisthe Regierung von der Friedenskonferenz eufgeforbertg di« Truppen vorerst in Bickapeß zu belajse«. _______
Marburg
Montag. 29. Septemter
Ser KAMM-AMM ii Sulla*
Der drohende Eisenbahnerausst and in England U Tatsache geworden. Die Behörden erklären, daß et» restlose Genehmigung der von den Eisenbahnern gestalten Ansprüche eine Verteuerung des Verkehrs um 60 Prozent b«beutet haben würde. Die Zahl des Ausständigen wick auf über 960 000 geschätzt. Die englisch« Regierung will den Ausstand mit allen Mitteln be- klknpfen, wie ou8 folgenden Meldungen hervorgeht:
tob. Amsterdam, 27. Sept. DaS Pressebüro Radio meldet aus Horsea, die britische Regierung sei entschlossen, mit allen chr zur Verfügung stehenden Mitteln den von ihr für unbMg gehaltenen AuSstarck zu bekämpfen. Di« Versorgung mit Lebensmittel» werde mittels Motortransportfahrzeugen erfolgen. Me im britischen Besitz befindlichen Motor- und sonstigen Fahrzeuge, einschließlich der Omnibus- und Autodroschken, könnten dazu herangezogen werden. Die Regierung erließ einen Aufruf an Freiwillige zur Aufrecht-, erhaltung des notwendigen öffentlichen Dienste?, dm» bereits zechlreiche Personen Folg« geleistet haben. Die Nrlmibserteilung an Heeres ai^ehörige ist eingestellt. Di« Lebensmittelratio niernng wick unverzüglich wieder eingeführt. Man vermutet chaß die * gebrochenen Verhandlungen Wicker ausgenommen werden.
Kohlen, Gas unb Lebensmittel wecken von neue* streng rationiert- Der Arbeitsminisher erklärte k» ebnem Pressegespräch, der AuSstand sei gegen bei Staat gerichtet, und die Gesellschaft müsse vor thw Katastrophe geschützt werden.
Reuter meldet aus Londsch daß die Eisenbahn« von Truppen bewacht werden, daß jckoch bish« keim Vorkehrungen getroffen wurden, um den Bahnvei- kehr durch Truppen aufrecht zu erhalten.
Die Regierung bringt mit chrer Haltung zum Ant- druck, daß sie auf dem Standpunkt steht, daß et im jetzigen Zeitpunkt dem Land nichts schädlrcher sei «Etz ein großer Eisenbahnerausstand. DaS Land beginn gerade, sich nach der Erschöpfung der KriegSjahre **. der zu erholen. Die Stillegung der Industrie müsse im gegenwärtigen Augenblick besonder- verhängnisvoll sein. Der Ausstand sei mit großer Uebereilung verkü»-. bet worden, denn bie Eisenbahner hätten die vollkommene Gewähr, daß die augenblicklichen Löhne weiter in Kraft bleiben. Jetzt müsse der Ausstarck mit allen dem Lande zur Verfügung stehende» Kräften bekämpft wecken. Die Regierung sei entschlossen, daß Werk bis zu Ende durchzuführen. Den sich meldenden Freiwilligen wecke die Regierung bei ihrer Arbeit Schutz gewähren.
Rußland.
Trotzki rechuet mit völligem Sieg.
wb. A m st e r d a m, 27. Sept. Englischen Blät- tern zufolge hat nach einer Radiomeldung au» Moskau T r o tz k i auf dem Kongreß weiblicher Arbeiter in Moskau erklärt, er könne nach allen ihm zur Verfügung stehenden Informationen mitteile», daß der russische Sowjet jede Aussicht auf eine» vollständigen und absoluten Sieg habe. Siebet Lloyd George, noch Cl^menceau, noch Wilson würden es wagen, dem Willen des westeuropäische» Proletariats entgegenzuhandeln. Sie seien nicht in der Lage, große Armeen abzuschicken, sondern ge- zwungen, sich auf kleine, freiwillige Streitkräfte zu beschränken.
Eine bolschewistische drahtlose Meldung au» Moskau besagt, daß so gut wie g a n z S t b i r t« » von Irkutsk bis Blagowestschensk in den Händen der Bolschewisten ist. Tomsk ist vo» roten Banden eingenommen.
Die Sowjettruppen stellten die Verbindungen zwischen Orenburg und Taschkent her und machte» im Gebiet von Aktjubinsk 6000 Gefangene.
Helsingfors, 27. Sept. (Havas.) Rach Aussage einer aus Wiborg eingetroffenen Persönlichkeit haben die Bolschewisten in Kronstadt 11 Offiziere, darunter den General Goldinsk erschossen. Sie wurden verdächtigt, mit den Weißgardisten im Einvernehmen zu stehen.
Fortschritte DenMn».
wb. Amsterdam, 28. Sept. Den englischer. Blättern vom 26. zufolge meldet das Kriegsamt weitere Fortschritte der Denikinschen Streit- kräfte, die hierbei über 10000 Bolschewisten gefangen genommen haben.
Aufstand in der Ukraine gegen Denikin.
wb. Bern, 27. Sept. Rach Meldungen de» ukrainischen Pressebüros wächst der Aufstand in der Ukraine gegen Denikin mit jedem Tage. In Kiew befinde sich Denikin in derselben Lage wie vor neu» Monaten Skoropadfli. Die Bauern haben die Le» bensmittelzufuhr wieder eingestellt. In Kiew wird am Hellen Tage geraubt und gemordet. Hunderte vou russischen uniformierten Horden xlstnder» t»
Der Sozialist R e n a u d e l sagte: „Es ist unmöglich, daß der Völkerbund auf wirtschaftlichem Gebiet etwas erreichen kann, wenn 300 Millionen Deutsche, Oesterreicher und Russen ihm nicht an- gehören." Er machte den Friedensunterhändlern den Dorwurf, sie hätten den Deutschen die Kolonien weggenommen und sie der wirtschaftlichen Ausdehnungsmöglichkeit beraubt, weshalb Deutschland zu einer Kolonisation Rußlands getrieben würde.
wb. Versailles, 28. Sept. Im französischen Senat hat Senator Eaudin de Villeine einen Antrag eii gebracht, die Session des Senats und der Kammer sofort für geschlossen zu erklären und am 1. November für die Dauer eines Jahres eine gesetzgebende Nationalversammlung wählen zu lassen, deren Aufgabe es sein soll, den Friedensvertrag mit Deutschland sowie die Friedensveiträge Oesterreichs, der Türkei und Bulgarien zu ratifizieren, den Präsidenten der Republik zu wählen und alle notwendigen Steuergesetze zu erledigen.
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Dit Mkttchr der KrjeWesanqenen
tob. Berlin, 28. Sept. Amtlich wird gemeldet, daß der Dampfer „Orotava" mit rund 300 Gefangenen als erster deutscher Dampfer vom Humöer in Wilhelmshaven eingetroffen ist. Der Dampfer war von der Admiralität in Fahrt gesetzt und ausgerüstet.
Wie der „Abend" meldet, genehmigt« die Kommission bet Verbündeten für Schisfahrtsangelegenheiten, daß zehn deutsche Schiffe nach England zur Heimbe- fördenmg deutscher Kriegsgefangener fahren.
tob. Hamburg, 29. Sept. Die Marineschiffsbesichtigungskommission teilt mit: Ans Grund eines ans London plötzlich erfolgten Befehls hat bie englische Ma- rinekommandantnr auf dem Kreuzer „Coventry" in Hamburg die deutsche Behörde ersucht, bie zum Rücktransport unserer Kriegsgefangenen auS England bestimmten Dampfer z»rückzuhalten. Der Grund für diese Anocknung ist der englischen Marinekommandantnr nicht bekannt. Nach ihrer Ansicht wird diese Verzögerung nur von kurzer Zeit sein. Die beiden am Sonnabend aus Hamburg ausgelaufene» Dampfer „Villa Real" unb „Melilla" sind daher in Cuxhaven vor Anker gegangen.
Vom Deutschen Seemannsbunb toick mitgeteilt: Di« Ausstandsleitung habe beschlossen, bie Gefangenen- Transportschifse unverzüglich freizugeben.
wb. Versailles, 27. Sept. Der Fünfer-Rat setzte eine Kommission ein, die beauftragt wurde, die Rückbeförderung der deutschen unb österreichischen Gefangenen aus Sibirien in die Wege zu leiten. Jedoch sotten vorher die dort besinblichen tschecho-slowaktz scheu Truppen zurückbeföckert tvttben.
Trrttschllind noch nicht genügend entwaffnet
wb. Paris, 27. Sept. (Havas.) Leftzvre legte der Kammer einen Veschlußantrag vor, der die Regierung ersucht, mit den Vertragsstaaten des Versailler Vertrages Besprechungen einzuleiten, zu dem Zweck, dem Friedensvertrag einen Nachtrag anzufügen, der die volle Entwaffnung Deutschlands und seiner Verbündeten durch das Verbot der Herstellung gewisser Kriegsbedarfsgegenstände und durch Verfügung aller als notwendig, erachteten Maßnahmen in Wirklichkeit durchführt.
Im Friedensausschuß der Kammer setzte der Ministerpräsident auseinander, daß der Friedensvertrag durch seinen Artikel 168 alle notwendigen Maßnahmen liefere, um die Entwaffnung Deutschlands endgültig zu machen. Aber er sei der Ansicht, daß er sich im Prinzip mit der Annahme einer Tagesordnung dieses Art einverstanden erklären könne. Er mache nur Vorbehalte hinsichtlich der redaktionellen Abfaffung der Tagesordnung, da bet' Text nur die Verbündeten betreffen dürfe, aber nicht Deutschland, denn mit ihm könne man unter keinen Umständen neue Verhandlungen anknüpfen. Endlich sei er der Ansicht, daß die Annahme einer derartigen Tagesordnung erst nach Ratifizierung des Friedensvertrags durch die Kammer erfolgen könne. Es handele sich hier für die Regierung um eine lfrnge der Würde, und er erkläre nachdrücklich, daß er seine Verantwortlichkeit nach dieser Richtung voll aufrecht erhalte und die Vertrauensfrage stellen werde. Der Friedensausschuß unterbreitete da-ruf Clömenceau folgende neue redaktionelle Ae .erung: Die Kammer ladet die Regierung ein, mit den verbündeten Mächten in Verbindung zu treten, ob die Entwaffnung Deutschlands und seiner Verbündeten durch das Verbot der Herstellung gewisser Kriegsmittel ermöglicht werden könnte.
wb. Amsterdam, 28. Sept. Dem Pressebüro Radio zufolge verlautet, baß bie demokratischen Führer auf ihrer Zusammenkunft in Atlantic City sich gegen eine dritte Kandidatur Wilsons ausgesprochen haben.
Haag, 29. Sept. Aus New York toick gemeldet' In Pittsburg kam es zwischen ausständigen Stählar- beiter und Arbeitswilligen zu erneuten Zusammenstößen, wobei auf die Arbeitswilligen geschossen wurde. Drei Ausstandssührer wurden von der Polizei verhaftet. Ter Führer der Ausständigen gab zu, daß n u r «tw a 51 Pro ze ut der Arbeiterschaft dem Verband a »gehören, erllärte aber, daß man trotzdem bis zum Ende burchhalten wecke.
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Fiume.
d'Annunzio lehnt jede Verhandlung u6.
Lugano, 29. Sept. Admiral Eagni ist in Fiume eingetroffen. Er hatte mit d'Annunzio eine längere Unterredung, in der d'Annunzio erklärte, daß er die gegenwärtige Regierung nicht anerkennt und jede Verhandlung zurückweist.
Di« „Oberdessische Zeitung" erscheint sechsmal. »öchentlich - Der ■■e B«zu»»»r«i» betret* »onetlich 1.60 X. frei in» Hans; bnrch die PeK
Jfs. 1.75 •<. Ohne «efteigelb - Serie« »en Dr. e Hitzer-t-, — Dreck der
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5er Friede».
fine letzte Aufforderung auf Räumung der baltischen Gebiete.
wb. Versailles, 27. Sept. Der „Temps" Wldet: Der Fünferrat beschloß, durch Vermittlung s Ls Marschalls Foch der deutschen Regierung eine ] legte Rote zu überreichen und die sofortige Käumung der baltischen Provinzen durch die Trup- M des Generals von der Goltz zu verlangen. Wenn die deutsche Regierung dieser letzten Auffor- tzerung nicht Folge leiste, würden sofort Maßnah- Wn getroffen, die besonders umfassen: 1. die Ein - ßellung jeder Rahrungsmittelzu- jshr und jeder Zufuhr von Rohmaterialien an Deutschland, 2. den A b b r u ch aller Ver- hmdlungen finanzieller Art, die augenblicklich mit Deutschland gepflogen werden, besonders aber mit
1 fRücksicht auf die Kreditbewilligung.
, wb. Berlin, 27. Sept. Demnächst begibt sich "sine gemischte deutsch-alliierte Kommission nach dem Lltikum, um an Ort und Stelle die mit der Räu- , -WMg zusammenhängenden Fragen zu klären und $e nötigen Entscheidungen zu treffen. Damit von u «ruherein die Maßnahmen, die die Kommission " triff;, - terstützt werden, ordnete die deutsche Re- : (kru'rg an, daß den Truppenteilen, die den Ab- i »arsch verweigern, die Löhnung ge - Hpe t r t wird. Auch sollen die Angehörigen dieser Truppenteile aller Vsrsorgungsansprüche verlustig
Beschießung eine» Gefangenenzuges.
Darmstadt, 27. Sept. Heute nachmittag kam ein Kriegsgefangenentransport von 1500 Mann ans Marseille auf dem hiesigen Bahnhofe an. Der Transport wurde, wie die hiesige ,Zess. Landesztg." meldet, unterwegs von französischen Soldaten beschossen. Hierüber wurde von dem den Transport begleitenden Ententeoffizier folgendes Protokoll ausgenommen: Am 26. September vormittag- 81/* Uhr, als der Zug deutscher Kriegsgefangener mit amerikanischer Bewachung die Station Pompey bei Toul durchfuhr, ereignete sich folgender Vorfall: Die Gefangenen, welche im Zuge saßen, warfen den dort befindlichen, bei Franzosen arbeitenden deutschen Kriegsgefangenen Lebensmittel zu. Hierauf b e s ch o ß die französische Wachkompagnie den Gesangenenzug. Drei Schüsse hörte man auf den Gleisen einschlagen. Der vierte Schuß traf den Unteroffizier Losies aus Laucknen in Ostpreußen, der neben mir saß, tödlich. Unteroffizier Flack, Gefangenennummer 10779.
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Aoierika.
Wilson bricht die Propagandareise ab.
wb. Amsterdam, 27. Sept. Das Presiebüro Radio meldet aus Anapolis: Wilson brach auf Anordnung seines Arztes wegen nervöser Ueber- anstrengung seine Propagandareise ab und kehrte nach Washington zurück, wo er am Sonntag eintrifft.
Die Abrüstung der anderen.
Berlin, 27. Sept. Rach einer Meldung der „B. Z." aus Rotterdam sagte General Marsh, der Chef des amerikanischen Eeneralstabs, im Kriegsansschuß des amerikanischen Senats, daß in künftigen Kriegen immer mehr Tanks verwendet würden. Er teilte vertraulich mit, daß Nordamerika eine neue Art.xon Tanks mH schweren Geschützen baue.
tob. Haag, 27. Sept. Man schreibt dem ,.N.
Moll. Cour.": Der Friedensvertrag von Versailles j Utr. ,::nt, daß Deutschland 140 000 Milchkühe ab- i Leiern muß Frankreich sindet keinen Anlaß, auf
Hirse Bestimmung zu verzichten. Die deutsche Re- ßierung ihrerseits erklärte sich bereit, alle Vcstim- Rimgen de» Friedensvertrage: loyal auszuführen tmd hält sich für verpflichtet, auch dieser Friedeus- brdingung, wenn auch unter Protest, nachzukom- 4 Wen. Was dies bedeutet, kann sich erst in diesem - Winter zeigen, wenn die Kinder und Kranken in ~ len Städten ganz ohne Milch bleiben werden.
Verschiedene amerikanische ui v englische Vereini- pngen haben eine Aktion eingeleitet, um die Fol- M der Hungerblockade wenigstens für die kranken, sch schwachen Kinder in Deutschland zu mildern 8#b führten zu diesem Zweck große Mengen Lcbens- Mttel, besonders kondensierte M ich, ein. Die Er- Rtznisse dieser Aktion drohen durch das Festhalten Frankreichs an der Forderung nach Auslieferung 'ttr 140 000 Milchkühe in Frage gestellt zu werden, j ;6$ werden vor allem wieder deutsche Stadtkinder ;"Nin, die das entgelten müßen. Rach dem Elend j »sn vier Kriegswintern gehen sie jetzt einem Winke- entgegen, der die vier früheren an Entbehrun- P" "nb Elend noch zu übertreffen droht.
. Besicht igungsreifeu im Wiederaufbaugebiet.
wb. Versailles, 28. Sept. Von den Besich- ^imgsreisen für den Wiederaufbau, die zur Zeit Wtgencmmen werden, fanden bis jetzt eine drei- Sgige Dcsichtigungsreise der französischen Berg- SrrksbeziÄ? ruck eine eintägige Besichtigungsreise Ws Gebiets von Arras bis Lille statt. Die Einbrücke, die die Heren von ihren Reiseil gewonnen leben, lasten schon jetzt erkennen, daß die Arbeit, d :<ke im zerstörten Gebiet zu leisten ist, von sehr i N o ß e m U m f a n g sein wird, daß sich aber auch
Schwierigkeiten technischer Art entgegenstellen wer- s 'n. zu deren lleberwindung es einer langwierigen
Md gründlichen Arbeit bedürfen wird.
Die Berteilung der deutschen Petroleumschiffe.
wb. V e r s a i l l e s, 28. Sept. Laut „Matin" .dird Frankreich von den 60 000 Tonnen deutscher 2etroleumfchiffe 30 000 Tonnen erhalten.
Deutsch« Rote über polnisch« Ueberariffe.
' [ tob. Berlin, 27. Sept. In letzter Zeit wurde das fct den Abschnitt Horn an der Netze abgeschlossene ^osfensiittstanbsabkommen polnischerscits durch wie- Erholte Patrouillenvorstöße gegen die Stellung der 4 deutschen Infanterie-Division und durch Dauecke- ichießung des Ortes Klein-Opok häufig verletzt.
j Eies- Vorfälle sowie das Verhalten der polnischen ; ^ommandostellen sind nicht zu erklären, wenn auf der Gegenseite der gute Wille wirllich besteht, weiteres, nach 1 -oge her Sache für beide Teile völlig zweckloses
Blutvergießen zu vermeiden. Wiederholt haben die putschen militärischen Stellen den Austausch von Offi- l*ttn zur Nel»erwach;!ng bestimmter Frontteile ange- ^6t und versucht, auf dem Wege unmittelbarer Ver- ■85nbigung eine Beilegung der WaffenWlstandsverletz-. ^gen ju erreichen. Aber stets erfuhren diese Vor- ", Wäge Ableh » n n g. Tic deutsche Negierung wandte sich unmehr mit einer*Note an die öerbünbeien kochte, worin diese unter Darlegung der obenstehen- r** Tst-Lch»:- gebeten werben, auf bie politischen Kgm-