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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhesiische) Oberhessen
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,Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der
Der Anzeigenprei» betrkzt fit die 8ges» Zeile 32 J.u. t8V, •!. teuerunalÄufd)! kj — 40 4, «tmtl. «. «u»wirt. 40 V A- 25*/,TeuerungSznschl. -- 50 4, Ärkl«»ezeil« 04. CUyige
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M» Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 Jk. frei in* Haus; durch die Post
Vjts. ““V 1.75 *. ohne BesteRgeld — Derlna »on Dr. C. Hitzeroth. — Druck der
1919
tlea »on Dr. L. vrtz I. Koch. Markt 21/23.
— Fernsprecher 55.
Univ »Buchdr. von Ioh. Bug.
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habe sich nun anstatt das Ganze zu kritisieren, auf
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Franzosen nicht durch ihre Renanchegedanken eines Tages einen Krieg Hervorrufen würden. Er habe
die Sicherheit alliierter Missionen, die den deutsche* Nationalstolz absichtlich und schroff verletzen, aus« geschlossen ist. Ich werde Ihr Schreiben meiner Negierung vorlegen und bin überzeugt, daß diese Ihrer Regierung durch den berufenen Vertreter des Deutschen Reiches, den Minister des Auswärtigen, die würdige Antwort geben wird auf dieses schimpfliche Ansinnen, das eine alliierte Kommission eine« deutschen General im Auslande stellen zu dürfen glaubt."
ausgenommen. Schließlich wurden die provisorischen Kredite bewilligt.
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Die Rückkehr der Kriegsgefangenen.
wb. Berlin, 26. Sept. Das Kriegsministerium teilt mit: Bis gestern ist aus englischer Gefangenschaft die folgende Anzahl von Kriegsgefangenen angekommen: in Köln-Deutz 1244 Mann nach dem Durchgangslager Alten- Erabow, 1158 nach Zittau, 1243 nach Göttingen, 1107 nach Wetzlar, 1112 nach Tauberbischofsheim, 1189 nach Lockstedt; in Düsseldorf aus englischer Gefangenschaft 1348 nach Meschede; in Limburg aus amerikanischer Gefangenschaft 1143 nach Heuberg, 1102 nach Rastatt. Vom 20. bis 23. September sind 167 Mann in Limburg angekommen, die aus der Kriegsgefangenschaft entflohen find.
Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit: 1 Die japanische Regierung machte gemäß der Entscheidung der Pariser Konferenz den Vorschlag, die deutschen Kriegsgefangenen in die Heimat zu entlassen, ohne die Ankunft der mit dem Abtransport beauftragten deutschen Kommission abzuwarten. Die Bereitwilligkeit der schweizerischen Gesandtschaft in Tokio, sich allem Erforderlichen anzunehmen, läßt eine glatte Abwicklung des Abtransports erhoffen. 2. Es besteht die Hoffnung, daß der Dampfer „Roon", der die Besatzungen der in Niederländisch-Jndien ausgelieferten deutschen Schiffe abholen soll, gleichzeitig die in Ahmednagar (Vorderindien) befindlichen Deutschen mitbringt, soweit Platz vorhanden ist.
Um den guten Ruf Wilsons.
wb. A m st e r d a m, 26. Sept. Das Pressebüro Radio meldet: Rodenburg brachte im Repräsentantenhaus eine Entschließung ein, in der der Eerichts- ausschuß aufgefordert wird, die Gerüchte über die Annahme von Geschenken durch Wilson zu untersuchen und sich eine Liste der vom Präsidenten in Europa angenommenen Geschenke zu verschaffen. Rodenburg begründet die Entschließung damit, daß der gute Ruf des Präsidenten durch diese Gerüchte, wenn sie unbegründet seien, in ungerechter Weise leide.
Sitzung des Fünserrates.
wb. Versailles, 27. Sept. Der Fünferrat hielt gestern unter dem Vorsitz von Jules Cambon eine Sitzung ab. Er genehmigte einen Vertragsentwurf, den die östereichischen Nachfolgestaaten untereinander abschließen sollen, um ihre Beziehungen betreffend Handel und Verkehr zu Wasser und zu Lande zu regeln. Der Rat stellt auch die Antwort fest, die auf den deutschen Protest betreffend die Maßnahmen der belgischen Autoritäten in den Bezirken Eupen und M a l m e d y gegeben werden soll. Ferner beschäftigte sich der Rat. mit einer Note des Marschalls Fach, daß am Ende jedes Vierteljahrs durch interalliierte Kontrollkommissionen der Effektivstand des deutschen Heeres für das nächste Vierteljahr festgesetzt werden soll.
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Irchen Solidarität, wie die Welt ein Gleiches nicht Wsehen habe. Vor etwa 10 Jahren hab? er in
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(Sitzung vom 26. September.)
Präsident Seinert eröffnet die Sitzung um 12 Uhr 20 Minuten. Fortsetzung der zweiten Beratung de» HauShaltungsplane» für 1919, Finanzhaushalt.
Abg. Schubert (Soz.) begründet den Antrag de» HaushaltsauLfchuffeS über die 'Verbesserung der Diensteinkünfte der Beamten, Lehrer usw. sowie den Antrag de» Haushalisausschufles über die Neuregelung der Rechtsverhältnisse der Beamten. Der AuS- schutz fordert die Gervährung von Kriegsbeihilfen bi» zum höchsten Satze mit möglichster Beschleunigung in - der Gleichstellung besonders teurer Orte in der Ortsklasse, die Gewährung einer einmaligen Entschuldung»- zulage und eine Einwirkung auf die SelbswerwaliungS- körper, damit diese ihre Beamten nach denselben Grundsätzen behandeln. In die Verfassungsurkunde solle« nach den Anträgen de» Ausschusses Bestimmungen ausgenommen werden über die Rechte der Beamten aus Ge- halt, Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung. Der Entivurf eines Beamtengesctze» soll erledigt werden. Das Gesetz betreffend die Disziplinarvergehen soll geändert und das Besoldungsgesetz ergänzt werden.
Abg. Dr. Tewe» (Ztr.) begründet seine Anträge auf Steuerfreiheit von Teuerungszulagen der Privatangestellten und über Noistandsdarlehen an Privatangestellte.
Abg. Schümer (9?em.)' begründet eine förmlich» Anfrage Dr. Friedberg und Gen. (Dem.) über di» Spekulation mit fiskalischem Gelände. Die Regierung müsse freiwerdendes Gelände, wie etwa die Truppenübungsplätze, der Bodenspekulation entziehen.
Ein Regierungsvertreter erwidert, daß es sich vet allen Ministerien bei der Abgabe von Gelände meist nur um kleinere Flächen handle. Eine förmliche privat» Bodenspekulation komme nicht in Frage.
Zur allgemeinen Finanzverwaltung und Verwaltung der direkten Steuern spricht Finanzminister Dr. Süde- k u m: Die „Tägliche Rundschau" hat vor einiger Zeit sälschljch behauptet, ich hätte in 'Weimar gesagt, der Statsbankerott sei unvermeidlich. Ich habe gestern sofort die Börse benachrichtigt, daß diese' Nachricht erlogen ist und habe so verhindert, daß die Börsenabsichten sich verwirklichen konnten, die vielleicht auch damit verknüpft gewesen sind.
Abg. H c r g t (Deutschnational): Die Eisenbahnen müssen wir dem Reich in einem anständigen Zustande übergeben, damit wir ein anstäirdiges Aeguivalent dafür erhalten. Die Bergwerke werden auf lange Zeit hinaus des Zuschusses bedürfen. Tie Abgabe der Steuerhoheit an das Reich bedeutet den Verlust der Möglichkeit einer Kulturförderung. Das Reichsno töpfer ist bi« unglückseligste aller Gesetzesvorlagen. Die Rechte des Staates und der Kommunen dürfen nicht verkoppelt werden. Den Kommunen müssen erheblich größere Anteile angewiesen werden al» beabsichtigt ist. Me wirtschaftliche Zukunft unseres Volkes beruht auf der Belebung der Produktion. Darum muß der Finanzminister der Landwirtschaft helfen. Die Erwerbslosen müßten positiver Arbeit zugeführt werden. Die Tarifverträge müssen gefördert werden, (frört, hört! links.) Das darf aber nicht einseitig geschehen. Die Arbeitswilligen müssen geschützt werden. (Sehr richtig! rechts.) Ferner ist der Ausbau der So- üalgesetzgebnng nötig. Der Reichsivirtschaftsrat müßte bald in Erscheinung treten. Alle geNmstsamen und damit gefährlichen Sozialisierungspläne mößten zurückgestellt werden. Der Abbau der Zwangswirtschaft muß als ganzes vorgcnommen werden. In das Fincmzprogramm muß Spstcm gebracht werden. Die Exekutive muß gestärkt werden durch Mllitär, Polizei und Beamtenschaft. Das Militär muß da» Vertrauen des Volkes haben und auf kameradschaftlichem Geiste aufgebant sein, muß dann aber energisch für die Regierung eingefeht werden. Der Staatsbankerott kann nur durch Verhandlungen mit der Entente vermieden Iverden, sonst gehen wir an den Forderungen de» Friedensvertrages n Grunde. WWir müssen Au»- landskredit bekommen. Die geenwärtige Mehrheitsregierung ist belastet mit ihrer Vergangenheit (Lärm und Gelächter. Zurufe links und im Zentrum) bei der Entente. Wir nrüssen das Volk selbe» rufen. (Zuruf des Abg. Adolf Hofmann: Mit einem Male.) Das Volk hat nun das Wort. (Beifall recht», Lärm links.)
Abg. Heilmann (Soz.): Eine Regierung, in bet Deutschnationale säßen, hätte ganz gewiß kein Vertrauet im AuSlande. Zu einer geordneten ausgiebigen Regierung kommen wir solange nicht, al» die Deutsch- nationalen mit der Gegenrevolution und mit dem starken Mann drohen sowie mit der passiven Resistenz bei Landwirtschaft und mit der Iudenbetze arbeiten.
Mg. Dr. Friedberg (Dem.): Die Vermögensabgabe kommt zur ungelegensten Zeit. Irre» führe-nd ist, wa» Herr Srzberger gesagt hat, daß angLblich die kuienK nicht bi# Hand auf bal
Die deutschen Truppen in den baltischen Gebieten.
B e r l i n, 25. Sept. Die angekündigten „schärfsten Maßnahmen" der Regierung gegen die Truppen, die sich noch dem Abtransport aus dem Baltikum und Litauen widersetzen, sollen, wie der „B. Z." mitgeteilt wird, am 1. Oktober in Kraft treten. Ein neues Ultimatum mit den äußersten Drohungen der Westmächte soll zu erwarten sein.
Wie General von der Goltz eine englische Anmaßung beantwortet.
Im Korpstagesbefehl des 6. Reservekorps ist ein Schriftwechsel zwischen dem Führer des 6. Reservekorps Generalmajor Graf von der Goltz und dem Chef de/ Kommission der Verbündeten in Riga, Brigadegeneral B u r t, veröffentlicht worden. Der englische General forderte eine Liste derjenigen Leute, die sich mit ihrer Weigerung Kurland zu verlassen, „außerhalb des Gesetzes gestellt" haben. General von der Goltz erwiderte hierauf u. a.: „Im letzten Absatz Ihres Schreibens wagen Sie es, mich zu ersuchen, Ihnen einzelne meiner Landsleute als Schuldige anzugeben. Ich sehe in dieser Zumutung eine schwere Beleidigung meiner Person und deZ deutschen Nationalgefühls. Ich möchte Ihnen daher raten, derartig niebnge Anfinnen in Zukunft weder mir, noch meinen Untergebenen zu stellen. Ich würde gezwungen sein, jeden Verkehr mit Ihnen abzubrechen und jeden Engländer aus dem noch von deutschen Truppen besetzten Gebiet auszuweisen, da
KMmmii in dtt ÄANk.
Die „Brfreinngsrevolution" der Westmächte. — Englands „Friedfertigkeit". — Das böse Deutschland.
wb. V e r s a i l l e s , 26. Sept. In der gestrigen kitzung der französischen Kammer ergriff in Fortsetzung der Ratifizierungsaussprache Ministerpräsi- kj dent Cl6menceau das Wort. 'Er verwahrte sich zuerst gegen den Vorwurf, der ihm am Tage vorher gemacht wurde, die Aussprache über den Friedensvertrag verzögert und unnötig verlängert zu habe». Man habe gesagt, durch den Krieg sei eine Revolution eröffnet worden. Er stimme dem z». Der Friedeusvertrag, der mit Deutschland ab- gcchlofftn worden sei, leite eine Weltrevolu- - ti o n 'ein. Diesem Friedensvertrag müsse nach- Kerühmt werden, daß er Dinge geregelt habe wie lau:» ein anderer Vertrag. Der. Fünferrat habe den Sieg benutzt, um selbst Völker zu befreie», die sich nick'! geschlagen hätten. Ter Vertrag habe s ferner eine Reihe kleiner Staaten gegründet. Da
er (Cltzmenceau') Recht gehabt habe, daß nämlich Deutschland die Ursache des Unheils sei, das über dre Welt gekommen sei. Man habe vor einigen Tagen behauptet, daß man früher Verträge abgeschlossen habe, die den Eintritt Englands in den Krieg automatisch sichergestellt hätten. Er wolle nun heute den Beweis liefern, wie weit" entfernt England rett den Gedanken gewesen wäre, die Frankreich beherrscht hätten. Elämenceau verlas dann den bekannten Brief Sir Edward Greys an *heri englischen Botschafter in Paris vom 22. No-
Ancc.
Wiffsn gegen die italienischen Vorschläge.
wb. Versailles, 26. Sept. Wie die „Chicago Tribüne" meldet, lieg Wilson Italien eine Antwort in der Finan-froge zugehen, worin er sich kategorisch weigert, dem Vorschlag Titronis, daß ss inme italienisch werden solle und daß der " Gen zu internationalisieren sei, überhaupt in Be- Vt zu ziehen.
Ein Freistaat Fiume?
V e r n, 23. Sept. In dem gestrigen Kron- . . durch Eiolitti die Beibehaltung des ge- ".r."Lästigen Kabinetts, die Auflösung der Kammer und die B e s e tz u n g F i u m e s durch reguläre italienische Truppen empfohlen worden. Der Gedanke sofortiger Neuwahlen scheint jedoch im Kron rat keine Anhänger gefunden zu haben. Bedenken dr- gegen wurden besonders in den beiden Ministerräten laut, die jeweils nach der Sitzung des Kron- rai-.- ftattfanden. Der Ministerrat befchliß. der Kammer morgen ein Gesamtbild der Lage zu geben
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Kl. 6.ft chiiketz,
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Dtt Kampf um den Völkerbund.
wb. Amsterdam, 26. Sept. Das Pressebüro Radio meldet: Wilson erklärte in Cheyenne (Wyoming) in einer Rede, die Freundschaftsbeziehungen zu China seien nichts weiter als ein blinder Lärm derjenigen, die den Friedensvertrag zu Fall zu bringen wünschten.
Der Sonderkorrespondent der „Washingtoner Post" schreibt, Wilson sei entschlossen, den Kampf um den Völkerbund in die nächste Wahlkampagne hineinzuziehen^ wenn der Bund jetzt nicht durchgesetzt werden könne. Er würde, wenn der Senat ernste Vorbehalte annehmen würde, den Friedensvertrag als abgelchnt betrachten und dis endgültige Entcheidung von den Wahlen im Jahre 1920 abhängig machen.
Fräult« i Friede seien ein Krieg und ein Friede der mensch- aschiim» ~ ........ — - ■ — - - - —
— 401*. sinti. «. »usrvert. 40 4 u. Z5*/.-teuerung58u)^l. = 50 4. Äetl«*«e
Snnnaft-nd 97 Jeder R«b«tt gilt «l, «»rrabatt. — Bei Au,k. d. die «e>chiift»st.». «er-
eOnnaötUD, ai. «epiemver mittig.». Ingeb. IS j. ««nberzebthr. — Postscheck!.: Xt. 5016 Amt Frartts. a. vk.
Bmiew mann getroffen, der ihn gefraot habe, ob die 18, il. *
** keinen französischen Soldaten mehr in Archan- s E geben.. Im Augenblick unterhalte Frankreich ■ Sibirien 900 Soldaten, die gemeinsam mit einem E Kontingent von Tschecho-Slowaken die trans- llbirische Eisenbahn bewachten. Die Kosten für d-fse Gruppen werde die tschecho-flowakische Repu- dfik Frankreich zurückerstatten. Koltschak und 3)e= Win hätten fein Geld von Frankreich erhalten, ^ohl aber Munition und Kriegsmaterial. Wenn ! «ninkretch die Blockade Rußlands aufrecht ' JyaUe, so beweise es damit, daß es die Absicht habe, Lfe -"i-lregierung mit allen Mitteln zu be- ■ »^Cn' ®er ^zialistifche Abgeordnete Braeke be- . Mvcrte sich darüber, daß man in Frankreich keine
M e n Bücher kaufen könne. Pichon ant- : ~?Tfvfe daraM, die Handelsbeziehungen feien wohl
und sie über einen von Wilson an Clümenceau gemachten Vorschlag zu unterrichten, nach dem Fiume samt dem Hafen ein F r e i st a a t werden soll, dessen italienischer Charakter durch eine besondere Verätzung völlig fichergestellt werden soll. Auf Volksabstimmung in Fiume würde Wilson zichten.
'n fein, ; zur E, [teK P., e in 31( erben.
men eine Vefreiungsrevolution habe , machen wollen, habe man im Orient auch die Min-
"' . derheiten, die oft niedergedrückt worden seien,
vemher 1912. Außer diesem Brios und seinem Jn- - halt nabe keine andere Abmachung bestanden. Am r 1. August 1914 labe der König von England r-. : klärt, daß sein Land nicht geneigt sei, in den f ' ■ ffnzutreten. Drei Tage später allerdings, c1
Deutschen in Belgien eingeb>-ochen seien, l i die Lage geändert, und englische T"uppeu sei i Calais gelandet worden. Amerika habe Frank,. ' i Dienste geleistet, die es niemals vergessen könne.
Er zähle auf Amerika auch jetzt im Frieden, wenn ks auch keinen geschriebenen Vertrag habe. Ame- : ^lka sei es' gewesen, das in Paris den Völkerbund - ittm Siege geführt habe.
Die russische Politik Frankreichs.
wb. Versailles, 27. Sept. In der gestrigen t Vcrmittagssitzung der-französischen Kammer wurde Eb'r die provisorischen Haushaltskredite verhan- «lt. Bei diesem Anlaß brachten die Sozialdeino- •wien die Frage der Unterstützung von Denikin und ; Koltschak zur Sprache. Lafont sagte, Denikin habe den Präsidenten der Nationalversammlung von Irland ermorden lassen. Ueberall, wo er durchwehe, würden die Dörfer niedergebrannt und die «evölkeiung erwürgt. Der Minister des Aeußern Pichon sagte, über die Ausgaben in Rußland könne ; n keine Angaben machen. Am 1. November werde
wb. B e r l i n, 26. Sept. Wie der hiesige Vertreter der „Chicagoer Abendpost" erfährt, gründeten die Deutsch-Amerikaner vor kurzem in San Franzisko einen Hilfsverein, worin die Frauen eifrig an der Herstellung einer großen Menge von Kinderkleidern arbeiten, um Tausenden armer Kinder Deutschlands eine Weihnachtsfreude zu machen. Es werden aber auch Kleidungsstücke für Erwachsene, vor allem Nahrungsmittel, wie Schinken, Fett, Bohnen, kondensierte Milch, Kaffee, Seife uw. gesammelt, die in größerem Umfange nach Deutschland geschickt werden sollen. Hunderttausende von Postpaketen gingen schon an Verwandte und Freunde in Deutschland <b.
wb. Amsterdam, 26. Sept. „Nieuwes van den Dag" meldet aus London, daß einer Meldung aus Athen zufolge die Amerikaner die bulgarische Tabakernte für 1919/20 und 1921 aufgekauft und sich außerdem auf 50 Jahre das Vorkaufsrecht auf allen bulgarischen Tabak gesichert haben.
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i schützen müssen. Clssmencean rühmte sich, derjenige
► • gewesen zu fein, der die internationale Arbeiter-
Gesetzgebung durch den Vertrag gesichert habe. Man
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Lenin gestürzt?
wb. Haag, 26. Sept. Der „Nieuwe Courant" verzeichnet das Geri':cht, daß Lenin gestürzt worden ist und einer anderen bolschewistischen Regierung Platz gemacht hat.
Frieden oder Fortsetzung des Kampfes?
wb. Amsterdam, 26. Sept. Dem „Allgemeen Haudelsblad" zufolge wird aus Helsingfors gemeldet, daß Lenin dem aus Moskau ztirückgekehrten Korrespondenten des „Manchester Guardian" Dr. Good die Aufgabe anvertrante, der britischen Regierung Friedensvorschläge zu überbringen.
„New York Herald" und andere amerikanische Bläter melden, daß Trotzki" erklärt habe, der weltumfassende Kampf gegen den Kapitalismus werde gegen Amerika und England fortgesetzt werden.
wb. Amsterdam, 26. Sept. Reuter meldet aus PaAs, daß der Oberste Rat beschlossen hat, seine juristischen Ratgeber zu befragen, ob sich eine annehmbare Formel finden läßt, derzufolge eine bald'oe Blockade des bolschewistischen Rußlands angeordnet werden kann. Es wird vorgeschlagen, daß die Aktion der blockierenden Mächte darin bestehen soll, die Schiffe vor einer Ueberschreitung der verbotenen Zone zu warnen.
VeUc «i ^en Versuch gemacht, diesen Staatsmann vom Ge- pefchW i ösnteil zu überzeugen, und als der Krieg aus-
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