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mit dem Kreisblatt für dm Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhesse«
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Der Anzeigenpreis letiigt fit die Sgefr. Zeile SO j.u. SSV, Leuerunglzuschl- KJ CLtl»« — 40 ?, nmtl. i. «M«wett. 40 4 m. 25 •/, DeuerunqSzuscht. = 50 «*, Reklmmereil» "*•
Dir „OberhessisLe Zeitung" rrsLeint »ickentlich.
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w» vezuasprei» beträgt Monatlich 1.60 JL frei in« Hans; durch die Pok
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Univ «Buchdr. vmr I v h. «u g. U o ch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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illfflfi k Gekehrt seien. Es werde bestimmt damit gerechnet, lOlu : ӧ im November die Arbeit der Agitatoren in
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daß das sibirische Heer seine Offensive auf ganzen Front mit gutem Erfolge sortsetzt. wurden bisher viele Gefangene gemacht und Kriegsmaterial erbeutet.
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|8t Ermittelung der aus Oberschlesien von den Pole» verschleppten, bisher vermißten Deutschen an jvrt und Stefe reifte, machte nach vielen Bemühun-
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Kronrat einberufen.
Als Beweis für die Schwierigkeit der Lage wird daran erinnert, daß selbst bei der Kriegserklärung an Oesterreich-Ungarn die damalige Regierung von einer so außerordentlichen antikonstitutionellen Maßnahme abgesehen hat. Die Gegner Nittis betonen, daß die Einberufung des Kronrates einen Versuch des Ministeriums bedeute, sich der Verantwortlichkeit der unerträglichen inneren und äußeren Lage dez Landes zu entziehen. Eingeladen sind Luzzatti, Boselli, Eiolitti, Sonnino und Orlando, die Heeresleitung und sämtliche Aktionsführer, darunter Turati, dessen Teilnahme aber von der Zustimmung der Parteileitung der offiziellen Sozialisten abhängt. Tittoni wird eine Darstellung der Lage geben und Unterstützung für die jetzt eingeschlagene Politik fordern. Wie der „Corriere della Sera" meldet, hatte er auf eine rasche Zustimmung Wilsons zu den von Frankreich und England getroffenen Abmachungen über Fiume gehofft. Statt dessen hülle sich Wilson in Schweigen und überlasse es Italien selbst, eine Lösung des Problems zu finden. Der „Secolo" dagegen behauptet, daß die Antwort Wilsons bereits eingetroffen sei. Daß sie aber für Italien nicht günstig lautet, geht daraus hervor, daß das Blatt von der Wahrscheinlichkeit spricht, der Kronrat werde über die Lage beraten, in welche Italien gerate, wenn es sich unter Beiseitesetzung des Wilsonschen Votums für eine Annexion Fiumes erkläre. Der „Avanti" steht in der Einberufung des Kronrates einen letzten Versuch der Regierung, einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Militaristen und dem Ruhebedürfnis des die Revolution fürchtenden Bürgertums zu finde«. Die „Epoca" erklärt, die Einberufung de» Krsnrates habe ihren Grund darin, daß die Regierung sich der Heeres und der Flotte nicht mehr sicher fühle. Die Disziplin lasse sich aber wieder
Problem gewesen sei, aber heute zur inneren Poli« tik Italiens geworden sei.
wb. Bern, 28. Sept. D'Annunzto btanforwSte in einer Rede, die er anläßlich des NationalfeiertageA gehalten hat, außer der Stadt Fiume unb deren Landgebiet auch den Hafen und die Eisenbahn für MM«. Jede andere Lösung sei unannehmbar.
Die „Stmnpa" stellt fest, daß die Frage von Fiume immer mehr und mehr zu einem Spiel der Parteien zur Erlangung der politischen Macht ausartet, , bei dem die wahren vaterländischen Interessen nicht mehr im Vordergrund stehen.
Schritt« zur Heimkehr der Betreffenden sind einge- ' leitet worden. Wegen der wenigen noch übrigen "Vermißten werden die Nachforschungen fortgesetzt. Die deutsche Regierung sprach der italienischen Mi- Wrmission, besonders dem mit den Ermittelungen J Getrauten Offizier, ihren Dank aus.
Baldige Besetzung Oberfchlefiens.
Aus dem besetzten Gebiet.
Republik Birkenfeld.
Berlin, 23. Sept. Nach Rücksprache mit de» Verbündeten hat General Mangin amtlich «id- geteilt, daß die Republik Birkenfeld von ihrer Ent*
wb. B e u t h e n , 23. Sept. Wie der „Katholik" *15 Warschau erfährt, erklärte in der letzten F Hitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegen- friten des polnischen Landtages der stellvertretende •Rnifter des Aeußern, daß nach zuverlässigen vor-
-Giese Bestrebungen werden durch das unverständ- t Ache Verhalten eines Teils der deutschen Arbeiter- Mast stark geschädigt. MM sagt sich hier, daß
in zwei große Staaten, einen westlichen und einen östlichen, geteilt wird. General S e - menow soll anscheinend die Herrschaft über West- tbirien erhalten. Um die Herrschaft über Ost- tbirien bewerben sich vier Generale: Golowin, Hetman Awanowriro, Hetman Ditow und General Dietrichs. Die Entscheidung soll von Denikin abhängen. — Der „Times"-Korrespondent fügt hinzu, es scheine festzustehen, daß man Admiral Koltfchak den Laufpaß gebe.
Laut „Telegraaf" nimmt Lloyd Georges Sprachrohr, „Daily Chronicle", in demselben Sinne zu der Frage Stellung und betont, es nähere sich die Zeit für eine Regelung der Beziehungen zwi- chen Denikin und Koltschak. Die den größten Teil Rußlands vertretende Regierung Denikins könne einerseits nicht der sich nur auf eine Million Sibirier stützenden Regierung Koltschaks unterstellt werden, andererseits seien die politischen Versäumnisse der Regierung Koltschaks bekannt.
Die Offensive gegen dir Rätetruppen in Sibirien.
Haag, 24. Sept. Aus Omsk wird gemeldet,
Rach dem Abzug der Deutsche« nu3 den Ballenläudern.
Eirr Sonderberichterstatter des ..Rreuwc Rotterdamsche Courant", der eine Reise durch Sowjetrußland gemacht und auf seiner Rückreise auch die Baltenländec besucht hat, schreibt u. a.: Als die Deutschen das Land noch besetzt hielten, !var die Bevölkerung damit eigentlich nur halb zufrieden und infolgedessen' sand die' deutschfeindliche Propagandaliteratur einen sMcktbarcu Boden, pietzi aber da die Deutsche» weg sind,'beginnen die Augen M* #«■ Mchchn-MW-ÄMtd rtaet alles Stein UN» **■ überall auf meiner langen Fahrt von Dümrburg bis Kowno hörte ich den Seufzer: Wären die Deutschen n u r w i e d e r z u r ü ck; sie waren zwar streng, aber gerecht, und unter ihrer Verwaltung begann Wohlfahrt zu herrschen. Die Litauer erweisen sich auch überhaupt nicht imstande, das von ben Deutschen begonnene Werk aufrcchtzuerhalten, geschweige denn fortzusehen. Die Wege und Brücken, die van den Deutschen nicht nur verbessert sondern auch an vielen Stellen neu angelegt wurden, iuerben nicht mehr unterhalten. Die Eisenbahnen funktionieren nicht mehr, die Unsicherheit nimmt überhand, der Bolschewismus beginnt den Kopf wieder zu erheben, wodurch der Handel zu kränkeln anfängt.
schen nach Berlin gehen, die fast nur von solchen Flüchtlingen angcsüllt sind.
Volksabstimmung in Tescheu.
wb. P a r i s, 23. Sept. (Havas.) Der Oberste Rat hat beschlossen, die Tschecho-Slowakei und die polnische Regierung sofort von dem Beschluß zu benachrichtigen, innerhalb einer Frist von drei Monaten in den Bezirken von Teschen, Szopof und Arva die vorerst von den tschecho-slowakischen und den polnischen Truppen geräumt werden müssen, die Volksabstimmung vornehmen zu lassen.
WMsß in Laue in Men.
Vertagung der Kammer, Einberufung des Kronrates.
wb. Bern, 23. Sept. Die italienische K a rn - : r wurde bis zum 27. d. M. vertagt und der
Rußland.
Der Laufpaß für Koltfchak. — Teilung Sibirien«, wb. Amsterdam, 28. Sept. Auf eine Ar. kaltung der Beziehungen der Weftmächte zu Kokt- fchak weift eine „Ttmes"-Mkldung <ut» Tokio hin, wonach m unvermeidlich scheint, tzstz Sibirien
Sie nach Polen Verschleppten ausfindig gemacht.
wb. V e r l i n, 23. Sept. Ein Offizier der ita-
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Berlin, 23. Sept. Nach dem „Vorwärts" ist in der Thorner Weichsel Niederung ein Landarbeiterausstand ausgebrochen. Nach dem gleichen Blatt weigert sich die Warschauer polnische Regierung, ländlische Saisonarbeiter nach Westpreußen ab-ugeben, weil sie befürchtet, daß die westpreußischen Ern eerträge nach Deutschland ausgeführt werden. — Das Ansiedlungsamt in Posen, die „Polnische Ansiedlungskommission", warnt durch öffentlichen Ausruf in den polnischen Zeitungen BesitzuiMN an „Fremde", d. h. Deutsche, Häudst zu veräußeM
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Marburg
Mittwoch, 24 September
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Deutsch-Oesterreich.
wb. Wien, 23. Sept. Den Blättern zufolge haken die Verhandlungen zwischen den Skod awerkeu OTÜ her Firma Schneider-Creuzot zum Abschluß geführt. Letztere hat etwa 40 000 Stück Aktien der Skod»werkt erworben und hat eine entsprechende Vertretung in bet Verwaltung erhalten.
Den Blättern zufolge schweben zwischen bett einzelnen Ministerien Verhandlungen über eine 100- prozentige Erhöhung der Frachrtarife auf den deutsch- österreichischen Eisenbahnen. Eine Erhöhung der Per» sonentarise ist nicht in Aussicht genommen. \
Die „Staatskorrespondenz" meldet: Wie der Gesandte her tschecho-slowakischen Republik dem Staats- kanzler Dr. Renner mitteilte, wurde der zwischen bet deutsch-österreichischen und der tfche'cho-stowakischeu Re» gientng am 18. August in Prag abgeschlossene Kohle nliefern»gsvertrag vom Präger Ministerrat ratifiziert. Staatssekretär gerdtk reist n«h Prag und hierauf nach Berlin, um bei den dortigen maßgebenden Stellen auf eine bessere Belieferung Oesterreich» mit Kohle hinzuwirken.
tob. Innsbruck, 23. Sept. Der Landtag nah« einstimmig den gemeinsamen Antrag aller dreier Parteien an, der besagt: Der verfassunggebende Landtaß Tirols erblickt in dem Friedensvertrag, der mit be< Wilsonschen Punkten im krassesten Widerspruch steht, eine unerhörte Vergewaltigung bei deutschen Landes Tirol, das gegen den klar ausgesprochenen Willen der Gesamtheit der Bevölkerung auSeiuandergeri ssen wird.
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Polen.
Vor kommunistischen Putschen in Polen?
, . trotz allen Vertrauens iy.die deutsche Leistungö- Migkeit unnütz und vergeblich sei, den , i s* reutschen zu helfen, wenn sie selbst die Hände in
, Cchoß legen und nicht verhüten wollen, daß ihr
lbrnd durch die Ausstände und Arbeitsunwilligkeit Htllig zu Grunde gerichtet werde.
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China im Friedenszustand mit Deutschland.
wb. B e r l i n, 23. Sept. Ein Erlaß des Präsi- Jenten von China vom 16. September kündigte die ßrklärung des Friedenszustandes mit Deutschland p.
Die Meinung der Argentinier über Deutschland.
W mb. Buenos-Aires, 23. Sept. Außer- prdentliches Bedauern erregen in maßgebenden, Deutschfreundlich gesinnten argentinischen Kreisen dauernd einlaufenden Meldungen über die Ausstände, den Rückgang der Kohlenförderung und die Wrbeitsunlust in Deutschland. Die argentinischen Ireunde Deutschlands wollen ihm durch Bereitstel- fcng vonKrediten zur Beschaffung von Lebens- chitteln zu Hilfe kommen und es dadurch bei dem Wirtschaftlichen Wiederaufbau unterstützen. Aber
B8i . jtrt die Mehrzahl der Vermißten — darunter Berg- . 's chsessor v. Ehrensteiu ausfindig. Die notwendigen
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i 683 k- llenischen Militärmission, der am 14. September
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\ Organisierten Putschen ihre Auswirkung finden ___kvrrde. Die Warschauer Regierung glaube ihrer
i Mimee sicher zu sein; diese Hoffnung könne aller- Nngg leicht trügerisch werden.
Die Erhebung der Albaner gegen Italien.
wb. Versailles, 23. Sept. Nach einer Mitteilung des südslawischen Pressebüros verschlechtert sich die Lage in Albanien. Die Erhebungen hsttte» sich von Südalbanien auch auf Mittelalbanien ausgedehnt. Er sei wiederholt zu Zusammenstößen gekommen, wobei die italienischen Truppen schlecht abgeschnitten hätten.
* Die Wünsche der Südflawea.
** rob. Bern, 23. Sept. Das „Journal des Dä- bats" erkält von einem hohen serbischen Diplomaten in der Schweiz einige Mitteilungen über die gegenwärtige südslawische Politik. Die delikateste Frage für die Südslawen sei bet Artikel 51 des österreichischen Friedensvertrages, bet bas ganze südslawische Volk in Opposition zu seinen Verbündeten geb'acht habe. Der Artikel 51 gebe allen benachbarten Staaten das Recht, sich in die südslawische Politik einzumischen. Der Artikel sei ungerecht, weil er Ausnahmen für einige zehntausend Italiener unb einige Albaner für Süb» slawien vmsehe, während Hunderttausende von Slowenen der Gnade Italiens ausgeliefett feien, ganz abgesehen davon, daß die Bestimmung, der Artikel etftrerfr sich auch auch das Gebiet des ehemaligen serbischen Königreiches vor dem Kriege, die Souveränität und die persönliche Oberhoheit des siegreichen Serbiens beeinträchtige. Der Friedensvertrag mit Bulgarien könne in keiner Weise die gesetzmäßigen Rechte unb Ansprüche Süds la« wiens befriedigen. Bulgarien gehe aus diesem Kriege weniger geschwächt hervor, als das siegreiche, aber ruinierte Serbien. Der Handstreich d'Annnnzios verdiene öffentlich Mißbilli- grtng. Fiume sei die Lunge, durch die Südslawien atmen müsse. Den Siidilawen Fiume nehmen, bedeute, sie zu ersticken. Südslawien würde niemals eine derartige Einmischung nuf die leichte Achsel nehmen, weil es sich um seine (Epfteng handle.
fr. bsä Legenden Meldungen die Besetzung Oberschlesiens - Durch die Truppen der Verbündeten noch vor -. T-i Unterzeichnung des Friedensvertrages durch Frank- z Heich unb Italien erfolgen werde und zwar bereits A '* Unfang Oktober.
ftehung an anerkannt werde. Eie untetstellL sich dem Oberpräsidenten bet Rheinlanbe al» Bet» mittler für die besetzte»- Gebiete bi« zur Lösung der stellt fest,! Anschlußfrage. Eine oldenburgische RegierAq
»erlauf mehrere Polizisten unb Zivilisten zum fctil schwer verletzt würben. Mehrere 100 Personen bttlrden verhaftet, bet größte Teil aber wieder peigeloffen.
AuSweifunz Deutscher au» Lob».
^Der .D. Ztg." zufolge berichten deutsche Stücktoan« »rer au» Lodz, daß die Polen alle Deutschen heraus« Fersen, sie sollten „nach Berlin gehen". Kein Deutscher P*t< mehr Arbeit in Lodz, 88 000 deutsche Arbeiter seien «utlo». Die Flucht deutschstämmiger Lodzer Arbeiter de» so überfüllten Berlin habe so zugeusmmen, btk wöchentlich 2 Transportzüge von. Posen über Bent-
l Berlin, 24. Sept. Unter der Ueberschrift pAm stnrzgefahr in Polen" teilt bet „Vorwärts" mit, daß die kommunistische Bewegung Innerhalb der Reihen der polnischen Arbeitet Kon- s Dreßpolens von Tag zu Tag zunehme. Wie weit tvssische Einflüsse dabei im Spiele seien, möge l dahingestellt bleiben. Tatsache sei, daß die polnische a Führer der kommunistischen Bewegung vor \ kurzem erst aus dem Leninschen Rußland zurück-
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Tie NMkhr der KnessSsikfanssknen
wb. Berlin, 23. Sept. Die amerikanische SRegietimg befahl die sofortige Heimschaf- f u n g aller in den Bereinigten Staaten befindlichen Kriegsgefangenen. Die Beförderung findet am 25. September auf dem amerikanischen Truppen- transporlbampfer „Pocahontas" statt, bet von New- yotk nach Rotterbam fährt. Mit dem Dampfer werden außer den in Amerika befindlichen Kriegsgefangenen auch etwa 72 deutsche Internierte heimgeschafft, sowie die Frauen und Familie;i einzelner Kriegsgefangener und Internierter, ferner etwa 20 auf Ehrenwort ans der Internierung Entlassene sowie etwa 25 Deutsche, denen die Einwanderung versagt wurde.
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Amerika.
Die Opposition des Senats. — General Pershing Ptäfibentschaftskanbidat?
wb. V e r s a i l l e s , 23. Sept. Der Washingtoner Berichterstatter des „Echo de Paris" meldet, kommende Woche werde im amerikanischen Senat die erste Abstimmung über den Fricdensvertrag erfolgen, und zwar über den Zusatzantrag, der verlangt, daß die Vereinigten Staaten im Völkerbund die gleiche Stimmenzahl erhalten sollen, wie das britische Weltreich. Der Antrag finde bei dem amerikanischen Volke den stärksten Widerhall, deshalb hoffe die Opposition, daß er angenommen werde und damit der Weg für weitere Abänderung gegeben sei, sodaß Wilson gezwungen werde, ben Friebensvertrag zurückzuziehen. Der Berichterstatter teilt mit, baß General P e r s h i n g im Begriff sei zu erklären, baß er gegen ben Völkerbunb sei. Wenn er biese Erklärung abgebe, könne er erster Kanbibatfürbie Präsibentschaft werben. Auch unter den aus Frankreich zurückgekehrten Soldaten gehen Schriftstücke um, die sich gegen ben Friebensvertrag aussprechen.
Zum Völkerbund bekehrt?
wb. A m st e r b a m, 23. Sept. Dem „Telegraaf" zufolge meldet der Sonderkorrespondent bet „Times" aus Los Angelos, baß Präsibent Wilson jetzt die pazifische Küste roteber verlassen hat unb seine Reise in östlicher Richtung fortsetzt. Et lasse ein Gebiet hinter sich, bas zum Völkerbunb bekehrt sei. Zahlreiche Freunbe bes oppositionellen Senators Johnson, bet in Kalifornien sehr populär sei, hätten erklärt, baß sie jetzt die Ansichten Johnsons über den Völkerbunb nicht mehr teilten.
Der Metallarbeiterausftand.
wb. Kmftetbam, 23. Sept. Den englischen Blättern zufolge erklären bie Feührer bet amerikanischen Ausstandsorganisation, baß bet Ausstanb bet Metallarbeiter bet größte sein werbe, ben Amerika je erlebt hat. Im Gegensatz bazu meldet die „Times" aus Newyotk, baßim Bezirk Pittsburg schätzungsweise nut 25 % bet Arbeiter streiken. Wie bie „Times" weitet meldet, besteht guter Grund zu bet Annahme, baß die Führer nicht die große Masse bet englischsprechenben Arbeiter hinter sich haben.
wb. Beuthen, 24. Sept. Der „Katholik" Deldet, baß in bet letzten Woche in Lobz eine Ar« ßeitslosenkunbgebung stattgefunben hat. Die Etra- 11 i sienbahn wurde angehalten, bie Geschäfte würben t W-i f Erzwungen, zu schließen. Die Polizei wurde mit ittr 5- eteinen beworfen. Sie schoß in die Luft,- als die "jT, Munition ausging, wurden die Sicherheitsmann- ckM Mafien vom Pöbel angegriffen. Ein Polizeikom- •"•z; i Aandant und mehrere Beamte wurden schwer und Lssea» £ne Anzahl leicht verletzt. Darauf griff berittene ^lizei ein. Es entfpann sich ein Kampf, in dessen
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