Einzelbild herunterladen
 

di

16

pi. i

mit dem Kreisblatt für dm Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhesse«

ggn

Der Anzeigenpreis letiigt fit die Sgefr. Zeile SO j.u. SSV, Leuerunglzuschl- KJ CLtl»« 40 ?, nmtl. i. «M«wett. 40 4 m. 25/, DeuerunqSzuscht. = 50 «*, Reklmmereil» "*

DirOberhessisLe Zeitung" rrsLeint »ickentlich.

Ser

w» vezuasprei» beträgt Monatlich 1.60 JL frei in« Hans; durch die Pok

. 2«uO 1.75#. »hn« »eftel,eld Serien »on Dr C. Hitzer »th Druck der

Univ «Buchdr. vmr I v h. «u g. U o ch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

1919

ll

19, Ls

t H Li

m e

au»

191?.

illfflfi k Gekehrt seien. Es werde bestimmt damit gerechnet, lOlu :ß im November die Arbeit der Agitatoren in

ha

t hertv

Pecs^

in.

:rt.

Herstellen. DerLorrierr della Sera"

gebe es in Lirkenield nicht

daß dir Firnner Frag« bisher ein internationales

»fort ü

daß das sibirische Heer seine Offensive auf ganzen Front mit gutem Erfolge sortsetzt. wurden bisher viele Gefangene gemacht und Kriegsmaterial erbeutet.

En

>t

der Es viel

|8t Ermittelung der aus Oberschlesien von den Po­le» verschleppten, bisher vermißten Deutschen an jvrt und Stefe reifte, machte nach vielen Bemühun-

lttiW u. fiiH ,1t ii iti

40* emtl. ». «M«witt. 40 4 « 25/ TeuerunqSzuscht. 50 MelUweiet 1.50.4. Jeder R«datt gilt «1« Barradatt. Bei tuet. d. die Seichäftiß.». Set» mittig. >.Ingeb. 25 SondergebRhr. Poftscheckk.: Xt. 5015 LmtFrctn's. a. ®t.

iaubs-

Kronrat einberufen.

Als Beweis für die Schwierigkeit der Lage wird daran erinnert, daß selbst bei der Kriegserklärung an Oesterreich-Ungarn die damalige Regierung von einer so außerordentlichen antikonstitutionellen Maßnahme abgesehen hat. Die Gegner Nittis be­tonen, daß die Einberufung des Kronrates einen Versuch des Ministeriums bedeute, sich der Verant­wortlichkeit der unerträglichen inneren und äuße­ren Lage dez Landes zu entziehen. Eingeladen sind Luzzatti, Boselli, Eiolitti, Sonnino und Orlando, die Heeresleitung und sämtliche Aktionsführer, da­runter Turati, dessen Teilnahme aber von der Zu­stimmung der Parteileitung der offiziellen Sozia­listen abhängt. Tittoni wird eine Darstellung der Lage geben und Unterstützung für die jetzt einge­schlagene Politik fordern. Wie derCorriere della Sera" meldet, hatte er auf eine rasche Zustimmung Wilsons zu den von Frankreich und England ge­troffenen Abmachungen über Fiume gehofft. Statt dessen hülle sich Wilson in Schweigen und überlasse es Italien selbst, eine Lösung des Problems zu fin­den. DerSecolo" dagegen behauptet, daß die Antwort Wilsons bereits eingetroffen sei. Daß sie aber für Italien nicht günstig lautet, geht da­raus hervor, daß das Blatt von der Wahrscheinlich­keit spricht, der Kronrat werde über die Lage be­raten, in welche Italien gerate, wenn es sich unter Beiseitesetzung des Wilsonschen Votums für eine Annexion Fiumes erkläre. DerAvanti" steht in der Einberufung des Kronrates einen letzten Ver­such der Regierung, einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Militaristen und dem Ruhebedürf­nis des die Revolution fürchtenden Bürgertums zu finde«. DieEpoca" erklärt, die Einberufung de» Krsnrates habe ihren Grund darin, daß die Regie­rung sich der Heeres und der Flotte nicht mehr sicher fühle. Die Disziplin lasse sich aber wieder

Problem gewesen sei, aber heute zur inneren Poli« tik Italiens geworden sei.

wb. Bern, 28. Sept. D'Annunzto btanforwSte in einer Rede, die er anläßlich des NationalfeiertageA gehalten hat, außer der Stadt Fiume unb deren Land­gebiet auch den Hafen und die Eisenbahn für MM«. Jede andere Lösung sei unannehmbar.

DieStmnpa" stellt fest, daß die Frage von Fiume immer mehr und mehr zu einem Spiel der Par­teien zur Erlangung der politischen Macht ausartet, , bei dem die wahren vaterländischen Interessen nicht mehr im Vordergrund stehen.

Schritt« zur Heimkehr der Betreffenden sind einge- ' leitet worden. Wegen der wenigen noch übrigen "Vermißten werden die Nachforschungen fortgesetzt. Die deutsche Regierung sprach der italienischen Mi- Wrmission, besonders dem mit den Ermittelungen J Getrauten Offizier, ihren Dank aus.

Baldige Besetzung Oberfchlefiens.

Aus dem besetzten Gebiet.

Republik Birkenfeld.

Berlin, 23. Sept. Nach Rücksprache mit de» Verbündeten hat General Mangin amtlich «id- geteilt, daß die Republik Birkenfeld von ihrer Ent*

wb. B e u t h e n , 23. Sept. Wie derKatholik" *15 Warschau erfährt, erklärte in der letzten F Hitzung des Ausschusses für auswärtige Angelegen- friten des polnischen Landtages der stellvertretende Rnifter des Aeußern, daß nach zuverlässigen vor-

-Giese Bestrebungen werden durch das unverständ- t Ache Verhalten eines Teils der deutschen Arbeiter- Mast stark geschädigt. MM sagt sich hier, daß

in zwei große Staaten, einen westlichen und einen östlichen, geteilt wird. General S e - menow soll anscheinend die Herrschaft über West- tbirien erhalten. Um die Herrschaft über Ost- tbirien bewerben sich vier Generale: Golowin, Hetman Awanowriro, Hetman Ditow und General Dietrichs. Die Entscheidung soll von Denikin ab­hängen. DerTimes"-Korrespondent fügt hinzu, es scheine festzustehen, daß man Admiral Koltfchak den Laufpaß gebe.

LautTelegraaf" nimmt Lloyd Georges Sprachrohr,Daily Chronicle", in demselben Sinne zu der Frage Stellung und betont, es nähere sich die Zeit für eine Regelung der Beziehungen zwi- chen Denikin und Koltschak. Die den größten Teil Rußlands vertretende Regierung Denikins könne einerseits nicht der sich nur auf eine Million Sibirier stützenden Regierung Koltschaks unterstellt werden, andererseits seien die politischen Versäumnisse der Regierung Koltschaks be­kannt.

Die Offensive gegen dir Rätetruppen in Sibirien.

Haag, 24. Sept. Aus Omsk wird gemeldet,

Rach dem Abzug der Deutsche« nu3 den Ballenläudern.

Eirr Sonderberichterstatter des ..Rreuwc Rotterdamsche Courant", der eine Reise durch Sowjetrußland gemacht und auf seiner Rückreise auch die Baltenländec besucht hat, schreibt u. a.: Als die Deutschen das Land noch besetzt hielten, !var die Bevölkerung damit eigentlich nur halb zufrieden und infolgedessen' sand die' deutschfeind­liche Propagandaliteratur einen sMcktbarcu Boden, pietzi aber da die Deutsche» weg sind,'beginnen die Augen M* #« Mchchn-MW-ÄMtd rtaet alles Stein UN» ** überall auf meiner langen Fahrt von Dümrburg bis Kowno hörte ich den Seufzer: Wären die Deut­schen n u r w i e d e r z u r ü ck; sie waren zwar streng, aber gerecht, und unter ihrer Verwaltung begann Wohl­fahrt zu herrschen. Die Litauer erweisen sich auch über­haupt nicht imstande, das von ben Deutschen begonnene Werk aufrcchtzuerhalten, geschweige denn fortzusehen. Die Wege und Brücken, die van den Deutschen nicht nur verbessert sondern auch an vielen Stellen neu angelegt wurden, iuerben nicht mehr unterhalten. Die Eisen­bahnen funktionieren nicht mehr, die Unsicherheit nimmt überhand, der Bolschewismus beginnt den Kopf wieder zu erheben, wodurch der Handel zu kränkeln anfängt.

schen nach Berlin gehen, die fast nur von solchen Flücht­lingen angcsüllt sind.

Volksabstimmung in Tescheu.

wb. P a r i s, 23. Sept. (Havas.) Der Oberste Rat hat beschlossen, die Tschecho-Slowakei und die polnische Regierung sofort von dem Beschluß zu be­nachrichtigen, innerhalb einer Frist von drei Mo­naten in den Bezirken von Teschen, Szopof und Arva die vorerst von den tschecho-slowakischen und den polnischen Truppen geräumt werden müssen, die Volksabstimmung vornehmen zu lassen.

WMsß in Laue in Men.

Vertagung der Kammer, Einberufung des Kronrates.

wb. Bern, 23. Sept. Die italienische K a rn - : r wurde bis zum 27. d. M. vertagt und der

Rußland.

Der Laufpaß für Koltfchak. Teilung Sibirien«, wb. Amsterdam, 28. Sept. Auf eine Ar. kaltung der Beziehungen der Weftmächte zu Kokt- fchak weift eineTtmes"-Mkldung <ut» Tokio hin, wonach m unvermeidlich scheint, tzstz Sibirien

Sie nach Polen Verschleppten ausfindig gemacht.

wb. V e r l i n, 23. Sept. Ein Offizier der ita-

81!

M

Berlin, 23. Sept. Nach demVorwärts" ist in der Thorner Weichsel Niederung ein Landarbeiteraus­stand ausgebrochen. Nach dem gleichen Blatt weigert sich die Warschauer polnische Regierung, ländlische Saisonarbeiter nach Westpreußen ab-ugeben, weil sie befürchtet, daß die westpreußischen Ern eerträge nach Deutschland ausgeführt werden. Das Ansiedlungs­amt in Posen, diePolnische Ansiedlungskommission", warnt durch öffentlichen Ausruf in den polnischen Zeitungen BesitzuiMN anFremde", d. h. Deutsche, Häudst zu veräußeM

bei A r,

Marburg

Mittwoch, 24 September

kugel'- r, a.. t h8?

Deutsch-Oesterreich.

wb. Wien, 23. Sept. Den Blättern zufolge haken die Verhandlungen zwischen den Skod awerkeu OTÜ her Firma Schneider-Creuzot zum Abschluß geführt. Letztere hat etwa 40 000 Stück Aktien der Skod»werkt erworben und hat eine entsprechende Vertretung in bet Verwaltung erhalten.

Den Blättern zufolge schweben zwischen bett ein­zelnen Ministerien Verhandlungen über eine 100- prozentige Erhöhung der Frachrtarife auf den deutsch- österreichischen Eisenbahnen. Eine Erhöhung der Per» sonentarise ist nicht in Aussicht genommen. \

DieStaatskorrespondenz" meldet: Wie der Ge­sandte her tschecho-slowakischen Republik dem Staats- kanzler Dr. Renner mitteilte, wurde der zwischen bet deutsch-österreichischen und der tfche'cho-stowakischeu Re» gientng am 18. August in Prag abgeschlossene Koh­le nliefern»gsvertrag vom Präger Ministerrat ratifiziert. Staatssekretär gerdtk reist n«h Prag und hierauf nach Berlin, um bei den dortigen maßgebenden Stellen auf eine bessere Belieferung Oesterreich» mit Kohle hinzuwirken.

tob. Innsbruck, 23. Sept. Der Landtag nah« einstimmig den gemeinsamen Antrag aller dreier Par­teien an, der besagt: Der verfassunggebende Landtaß Tirols erblickt in dem Friedensvertrag, der mit be< Wilsonschen Punkten im krassesten Widerspruch steht, eine unerhörte Vergewaltigung bei deut­schen Landes Tirol, das gegen den klar ausge­sprochenen Willen der Gesamtheit der Bevölkerung auSeiuandergeri ssen wird.

nt 0.1! \

Polen.

Vor kommunistischen Putschen in Polen?

, . trotz allen Vertrauens iy.die deutsche Leistungö- Migkeit unnütz und vergeblich sei, den , i s* reutschen zu helfen, wenn sie selbst die Hände in

, Cchoß legen und nicht verhüten wollen, daß ihr

lbrnd durch die Ausstände und Arbeitsunwilligkeit Htllig zu Grunde gerichtet werde.

ind fert »n .Hei >dast

$tr Frieden.

China im Friedenszustand mit Deutschland.

wb. B e r l i n, 23. Sept. Ein Erlaß des Präsi- Jenten von China vom 16. September kündigte die ßrklärung des Friedenszustandes mit Deutschland p.

Die Meinung der Argentinier über Deutschland.

W mb. Buenos-Aires, 23. Sept. Außer- prdentliches Bedauern erregen in maßgebenden, Deutschfreundlich gesinnten argentinischen Kreisen dauernd einlaufenden Meldungen über die Aus­stände, den Rückgang der Kohlenförderung und die Wrbeitsunlust in Deutschland. Die argentinischen Ireunde Deutschlands wollen ihm durch Bereitstel- fcng vonKrediten zur Beschaffung von Lebens- chitteln zu Hilfe kommen und es dadurch bei dem Wirtschaftlichen Wiederaufbau unterstützen. Aber

B8i . jtrt die Mehrzahl der Vermißten darunter Berg- . 's chsessor v. Ehrensteiu ausfindig. Die notwendigen

m »ei

ft. fl«L

gut a ; . ...

i 683 k- llenischen Militärmission, der am 14. September

2 ----

\ Organisierten Putschen ihre Auswirkung finden ___kvrrde. Die Warschauer Regierung glaube ihrer

i Mimee sicher zu sein; diese Hoffnung könne aller- Nngg leicht trügerisch werden.

Die Erhebung der Albaner gegen Italien.

wb. Versailles, 23. Sept. Nach einer Mit­teilung des südslawischen Pressebüros verschlechtert sich die Lage in Albanien. Die Erhebungen hsttte» sich von Südalbanien auch auf Mittelalbanien aus­gedehnt. Er sei wiederholt zu Zusammenstößen ge­kommen, wobei die italienischen Truppen schlecht abgeschnitten hätten.

* Die Wünsche der Südflawea.

** rob. Bern, 23. Sept. DasJournal des- bats" erkält von einem hohen serbischen Diploma­ten in der Schweiz einige Mitteilungen über die gegenwärtige südslawische Politik. Die delikateste Frage für die Südslawen sei bet Artikel 51 des österreichischen Friedensvertrages, bet bas ganze südslawische Volk in Opposition zu seinen Verbün­deten geb'acht habe. Der Artikel 51 gebe allen benachbarten Staaten das Recht, sich in die süd­slawische Politik einzumischen. Der Artikel sei ungerecht, weil er Ausnahmen für einige zehn­tausend Italiener unb einige Albaner für Süb» slawien vmsehe, während Hunderttausende von Slowenen der Gnade Italiens ausgeliefett feien, ganz abgesehen davon, daß die Bestimmung, der Artikel etftrerfr sich auch auch das Gebiet des ehe­maligen serbischen Königreiches vor dem Kriege, die Souveränität und die persönliche Oberhoheit des siegreichen Serbiens beeinträchtige. Der Frie­densvertrag mit Bulgarien könne in keiner Weise die gesetzmäßigen Rechte unb Ansprüche Süds la« wiens befriedigen. Bulgarien gehe aus diesem Kriege weniger geschwächt hervor, als das sieg­reiche, aber ruinierte Serbien. Der Hand­streich d'Annnnzios verdiene öffentlich Mißbilli- grtng. Fiume sei die Lunge, durch die Südslawien atmen müsse. Den Siidilawen Fiume nehmen, be­deute, sie zu ersticken. Südslawien würde niemals eine derartige Einmischung nuf die leichte Achsel nehmen, weil es sich um seine (Epfteng handle.

fr. bsä Legenden Meldungen die Besetzung Oberschlesiens - Durch die Truppen der Verbündeten noch vor -. T-i Unterzeichnung des Friedensvertrages durch Frank- z Heich unb Italien erfolgen werde und zwar bereits A '* Unfang Oktober.

ftehung an anerkannt werde. Eie untetstellL sich dem Oberpräsidenten bet Rheinlanbe al» Bet» mittler für die besetzte»- Gebiete bi« zur Lösung der stellt fest,! Anschlußfrage. Eine oldenburgische RegierAq

»erlauf mehrere Polizisten unb Zivilisten zum fctil schwer verletzt würben. Mehrere 100 Personen bttlrden verhaftet, bet größte Teil aber wieder peigeloffen.

AuSweifunz Deutscher au» Lob».

^Der .D. Ztg." zufolge berichten deutsche Stücktoan« »rer au» Lodz, daß die Polen alle Deutschen heraus« Fersen, sie solltennach Berlin gehen". Kein Deutscher P*t< mehr Arbeit in Lodz, 88 000 deutsche Arbeiter seien «utlo». Die Flucht deutschstämmiger Lodzer Arbeiter de» so überfüllten Berlin habe so zugeusmmen, btk wöchentlich 2 Transportzüge von. Posen über Bent-

l Berlin, 24. Sept. Unter der Ueberschrift pAm stnrzgefahr in Polen" teilt betVor­wärts" mit, daß die kommunistische Bewegung Innerhalb der Reihen der polnischen Arbeitet Kon- s Dreßpolens von Tag zu Tag zunehme. Wie weit tvssische Einflüsse dabei im Spiele seien, möge l dahingestellt bleiben. Tatsache sei, daß die polni­sche a Führer der kommunistischen Bewegung vor \ kurzem erst aus dem Leninschen Rußland zurück-

ei« in!

5 82»

W . Pri, L. H.,

. -sX_*--

Tie NMkhr der KnessSsikfanssknen

wb. Berlin, 23. Sept. Die amerikanische SRegietimg befahl die sofortige Heimschaf- f u n g aller in den Bereinigten Staaten befind­lichen Kriegsgefangenen. Die Beförderung findet am 25. September auf dem amerikanischen Truppen- transporlbampferPocahontas" statt, bet von New- yotk nach Rotterbam fährt. Mit dem Dampfer werden außer den in Amerika befindlichen Kriegs­gefangenen auch etwa 72 deutsche Internierte heimgeschafft, sowie die Frauen und Familie;i ein­zelner Kriegsgefangener und Internierter, ferner etwa 20 auf Ehrenwort ans der Internierung Ent­lassene sowie etwa 25 Deutsche, denen die Einwan­derung versagt wurde.

---+ -

Amerika.

Die Opposition des Senats. General Pershing Ptäfibentschaftskanbidat?

wb. V e r s a i l l e s , 23. Sept. Der Washing­toner Berichterstatter desEcho de Paris" meldet, kommende Woche werde im amerikanischen Senat die erste Abstimmung über den Fricdensvertrag er­folgen, und zwar über den Zusatzantrag, der ver­langt, daß die Vereinigten Staaten im Völkerbund die gleiche Stimmenzahl erhalten sollen, wie das britische Weltreich. Der Antrag finde bei dem amerikanischen Volke den stärksten Widerhall, des­halb hoffe die Opposition, daß er angenommen werde und damit der Weg für weitere Abän­derung gegeben sei, sodaß Wilson gezwungen werde, ben Friebensvertrag zurückzu­ziehen. Der Berichterstatter teilt mit, baß Gene­ral P e r s h i n g im Begriff sei zu erklären, baß er gegen ben Völkerbunb sei. Wenn er biese Erklä­rung abgebe, könne er erster Kanbibatfürbie Präsibentschaft werben. Auch unter den aus Frankreich zurückgekehrten Soldaten gehen Schrift­stücke um, die sich gegen ben Friebensvertrag aus­sprechen.

Zum Völkerbund bekehrt?

wb. A m st e r b a m, 23. Sept. DemTelegraaf" zufolge meldet der Sonderkorrespondent betTi­mes" aus Los Angelos, baß Präsibent Wilson jetzt die pazifische Küste roteber verlassen hat unb seine Reise in östlicher Richtung fortsetzt. Et lasse ein Gebiet hinter sich, bas zum Völkerbunb be­kehrt sei. Zahlreiche Freunbe bes oppositionellen Senators Johnson, bet in Kalifornien sehr populär sei, hätten erklärt, baß sie jetzt die Ansichten John­sons über den Völkerbunb nicht mehr teilten.

Der Metallarbeiterausftand.

wb. Kmftetbam, 23. Sept. Den englischen Blättern zufolge erklären bie Feührer bet amerika­nischen Ausstandsorganisation, baß bet Ausstanb bet Metallarbeiter bet größte sein werbe, ben Amerika je erlebt hat. Im Gegensatz bazu meldet dieTimes" aus Newyotk, baßim Bezirk Pittsburg schätzungsweise nut 25 % bet Arbeiter streiken. Wie bieTimes" weitet meldet, besteht guter Grund zu bet Annahme, baß die Führer nicht die große Masse bet englischsprechenben Arbeiter hinter sich haben.

wb. Beuthen, 24. Sept. DerKatholik" Deldet, baß in bet letzten Woche in Lobz eine Ar« ßeitslosenkunbgebung stattgefunben hat. Die Etra- 11 i sienbahn wurde angehalten, bie Geschäfte würben t W-i f Erzwungen, zu schließen. Die Polizei wurde mit ittr 5- eteinen beworfen. Sie schoß in die Luft,- als die "jT, Munition ausging, wurden die Sicherheitsmann- ckM Mafien vom Pöbel angegriffen. Ein Polizeikom- "z; i Aandant und mehrere Beamte wurden schwer und Lssea» £ne Anzahl leicht verletzt. Darauf griff berittene ^lizei ein. Es entfpann sich ein Kampf, in dessen

en

>. s6!1?

; : 3.

7K d. (»s4

!t 68:

x En

irketi