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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal »Schentlich.

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Der Unzrigenprei» beträgt fit bie 8 gei» Zeil« 80 V-u. 18V, 's. teummaliufcbL ei 49 , «mtl. u.u«*ett. 40 4 u. US'/.TeuerunqSzuschl. 60 Rrklamereile 04.

HK 991 Lezna,Preis dciriiot monatlich 1.60 X. frei in« H«»s- »nrch bie Vast vl*» 1.75 Jt. ahne NefteltgelL. Verlag een Dr. C. Hitz«rOth. Druck der

1919

Univ - Duchdr. von I o h. A u g. Koch. Markt ai/23. Fernsprecher 56.

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jiyn Mimatum überreichen werde, jedenfalls nicht fo- fort, weil einige Mitglieder des Fünferrates sich

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Wahlen am Ruder. Die betreffende lammt« von derFranks. Zeitg."

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wb. Versailles, 21. Sept. In der Senatskom- Mission für das HeereSwesen erklärte Senator Tonmeh gestern, die militärische Dienstzeit in Frankreich ön#< ohne Gefahr auf ein Jahr herabgesetzt werden. st

Wb. Versailler, 20. Sept. Der MilitärgorV: verneur von Lothringen General Maud Huy hat seinen Abschied eingereicht.

hie lleberreichung der folgenden Rote:

Die Vertreter des Memelgebietss, das Teil 3 des Friedensvertrages den alliierten affsziierten Hauptmächten überlassen werden

im Rheinlaich als Garniscn befindlichen Division noch eine britisch« Brigade daselbst zu belassen.

Köln, 20. Sept. DerKöln. Zeitg." wird aus Birkenfech vom 18. 9. geschrieben: Die Meldung, daß die Regierung Zöller wieder durch die alte Regierung ersetzt worden sei, entbehrt jeder Grundlage. Die revo­lutionär« Regierung Zöller bleibt bis zu den Neu-

n Ebül 111 14.

wb. Amsterdam, 21. Sept. Aus Melbourne wird drahtlos gemeldet, daß die australische Volks­vertretung den Fri^>ensnertrag und den englisch-fran- zös'schen Vertrag ratifiziert«.

wb. H a mb u r g, 22. Sept. Eine direkte Dampfer­linie HamburgNiedertäntisch-Jndien ist gestern mit dem holländischen TampierSombof" eröffnet worden, der von Hamburg nach Java abgegangen ist.

«b. Versailles, 20. Sept. DieChicago Tribüne" teilt mit, daß Marschall Fach Deutschland

gemeldet uimve, iji uvu einet vivut,ivgen= Uli? Rückgabe deutscher Lokomotiven an zuständiger ** ®<r(iner Stelle nichts bekannt.

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1.60^. Jeder Rabatt gilt als «arrabatt. Bei ®usf. b die «eiejeftei m. «er «tttlg. d Ingeb. 2» 4. Sander,eblhr. «oftscheckk.: Är. 6016 Amt Frant;. a. M.

schinenteile, «infache Medikam«ct« und Spaten, passieren zu lassen.

Znternatioualifterung der Strinkohlenerr«ugung7

Paris, 19. Sept. Eine hiesige Nachrichten­agentur meldet, der amerikanische Lebensmittelkon­trolleur habe mitgeteilt, daß ihm der Wirtschaftsrat den Plan für eine Internationalisierung der Stein­kohlenerzeugung der Welt vorgelegt habe. Er schlug vor, ein Weltsteinkohlenfyndikat zu bilden.

China für di« Rückkehr der Deutsch««.

wb. Versailles, 21. Sept. Nach einer Matin"-Meld»ng aus London ist es wahrscheinlich, daß die chinesische Regierung in Betreff der deut­schen Untertanen alle Einschränkungen fallen laste, sodaß die Deutschen, die in China gewohnt hätten, wieder zurückkehren könnten. Allerdings höre die Exterritorialität auf und di« Deutschen würden der chinesischen Gerichtsbarkeit unterstehen. Sie Küßten alle Zölle zahlen, wie sie diejenigen Länder zu entrichten hätten, die mit China keine Verträge abgeschlossen hätten,

*Rfen geben wird. Um das fertig zu bringen, be- Mtf es erst des stärksten Druckes im Innern.

Die de«tsihen Lokomotiven in Frankreich.

i Bsrlin, 20. Sept. Nach derBost. Ztg." be- Men für die vomMatin" angekündigte Rückgabe

wegen Lohnerhöhung. Daraus öne» keine positive Besserung ihrer Lage hervorgehe«. Man gehe schwierigeren Zeiten entgegen, al« den vergangenen.

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übunz stcht.

Die Niicttkhr der Rrien^tfaitqenen.

wb. Berlin, 20. Sept. Bon der englischen Be­hörde wurde gestern ans London telegraphisch mitge­teilt, daß die ersten au? dem Schwarzen Meer zu­rückkehrenden Schiffe zur Abholung der Kriegs- und Zivilgefangenen au? A e g v p t e n verwendet werden sollen. Da das erste dieser Schiffe bereits im Schwar­zen Meer e:ngcfroffen ist, kann damit gerechnet werden, dag vielleicht schon in zwei bis drei Wochen ein Teil dieser Gefangenen aus Aegypten abtransportiert sein wird, der Rest je nach dem Eintreffen der anderen Schiff« später. ES wurde ferner mitgeteilt, daß in -weiter Linie die Abholung der Oleftnigenen aus Malta mit anderen nach dem Schwarzen Meer fahrenden Schiffen erfelgen solle.

Um den Abtransport der Gefangenen ans England M beschleunigen, hat die Admiralität laut8.-91." 10 deutsche Dampfer zu Fahrten zwischen englischen und deutschen Häsen gechartert. Die ersten Dampfer fahren voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche. Es ist alles geschehen, um die Ausrüstung der Dampfer so zweckmäßig wie möglich zu gestalten.

Köln, 20. Sept. Die Heimkehr unserer Kriegs­gefangenen aus den britischen Sammellagern in Nord­srankreich hat in den letzten Tagen einen derartigen Umfang angenommen, daß täglich sechs bis sie­ben Züge mit unverwundeten Kriegsgefangenen auf dem Bahnhof Köln-Deutz eintreffen und nach dem inne­ren Deutschland weiterbesördert werden. Insgesamt sind seit dem 1. September 27 englische Transport-üge mit 35 000 unverwundeten Gefangenen hier einge- trosfen.

wb. M u n st e r - L a g e r, 21. Sept. Gestern abend 9 Uhr trafen 1358 heimkehrende Kriegsgefangene aus allen Teilen Deutschlands im Lager am Bahnhof ein. Sie kommen aus den Sammellagern Meieren bei Bpern und Bailleul und wurden am Montag in Bailleul verladen. Die Beteiligung der Bevölkerung an dem Empfang war äußerst rege. Die Stimmung der Heimkehrenden war vorzüglich. Eine an sie ge­richtete Begrüßungsansprache wurde freudig ausge­nommen. Der Transport hmte ebenso wie die beiden vorhergehenden unter Beschimpfung durch die fa- narisk^ belgische Bevölkerung und des belgischen Eisen­bahnpersonals zu leiden.

Mannheim, 21. Sept. Heute mittag traf der zweite Transport deutscher Kriegsgefangener, in dem Durchgangslager Mannheim an. Es waren 1225 Mann, die aus einem amerikanischen Gefan­genenlager bei Dijon kamen.

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Montag, 22. September ümbIü11 Säst BjMwawMwBWMM i i»~ii

DerBerl.-Lok.-Anz." bemerkt dazu:Allmäh- Nch werden wir das Stillhalten schon lernen. Immerhin läßt diese Meldmrg einige Ausblicke in öie. Zeit tun, der wir unter demSchutze" des Völkerbundes und unter der deutschen Regierung

Ans dem besetzten Gebiet.

wb. London, 21. Sept. (Reuter.) DieMorn- Post" meldet: Es wurde beschlossen, neben der

Diese Meldung ist bis zum Eintreffen zuver. lässiger Nachrichten mit grcHer Zurückhaltung auf- zunehmen. Iiisbesondere muß darauf hingewiesen werden, daß irgendein politischer Schritt Chinas, der ohne Bersiändigung mit den verbündeten Mächten erfolgt wäre, angesichts der Gesamtlage keine praktifche Wirkung in der Wiederaufnahme de» Verkehrs zwischen den beiden Ländern gesichert.

Bul-Mvische S«lbstentmannu»g.

wb. Paris, 20. Sept. (Havas.) Bei der llebermittelring des bulgarischen Friedensvertragcs führte Ministerpräsident Theodorw aus: Sulgaden würde durch den Zwang und durch eine unselige Macht in den Krieg zelricben. Air empfinden die ganze Ausdehnung und den ganzen Ernst unserer Verantwortung. Die Geschichte wird feststellen, daß die Politik Ferdinands und Radojlawows eine Ver- Kewaltißung des bulgarischen Willens war. Wenn der größte Teil des Volkes auch unschuldig ist, so ist doch der bulgarisch« Staat verantwortlich. Wir er­kennen die Schuld Bulgariens hinsichtlich der brg«n- £enen Ausschreitungen, und wir werden unverzüg­lich deren Urheber verfolgen, wer sie auch seien. Wir bedauern, daß unser Volk unter dem Zwange der Ereignisse in das der Koalition des Rschts und der Demokratie entfernt stehende Lager gedrängt wurden. Das Recht des Volk« ist unzerstörbar. Die Verbündeten iverden eg billigerweise für seine Fehler nicht zu hart bestrafen.

wb. V e r s a i l l e s , 21. Sept. Der größte Teil der bulgarischen Friedsnsabordnung unter Führung des Ministerpräsidenten Theodorow hat gestern abend mit dem Orientexprcsi Paris verlasien, um mit der Regiorung in Sofia über den Friedensver- trag zu verhandeln.

wb. A m st e r d a m, 20. Eept.Algemeen Han­delsblad" meldet aus London: Anläßlich des Frie-- densvertrages mit Bulgarien würden ungefähr zwei Millionen unter nichtbulgarifche Herrschaft kommen. Dazu schreibtDaily Chronicle", diese Verletzung des souveränen Prinzips sei sehr ernjL Auf diesem Woge könne man am Balkan fein Frieden erreichen, und es sei um so weniger eine Entschuldigung dafür vorhanden, da Griechenland uird Serbien ohnehin ihre Kriegziele erreicht hätten. Der Verrat hat also Bulgarien nichts genützt.

Rumiinten und der Friedensvertrag.

wb. V e r f a i l 1« s, 21. Sept. Nach Meldungen aus Bukarest, die dem rumänischen Pressebüro zu- gehen, hat bei König den Ches der Regierung von Transsylvanien Manin ersucht, ein neues Kabi­nett zu bilden. Auch Manin erklärt, daß er den Friedensvertrag in dieser Form nicht unter­zeichnen könne.

Mlfo« auSgrpfiffen.

Haag, 20. Sept. Hollands^ Nieuwsbüro meldet aics San Franzisko: Wilson hielt hier eine Rede, in bereit Verlauf er infolge des Pfeiffen» seiner Zu­hörer zweimal zu Unterbrechungen gezwungen war, konnte seine Rede jedoch schließlich beenden. Wilson be- bandelte hauptsächlich die für den Westen so wichtige Schantunafragr und stellte hierbei die Frage: ob es klug wäre, wegen Schantwig einen neuen Krieg zu beginnen. Denn ein Krieg sei das einzige Mittel, die sofortige Rückgabe SchantungS zu erziehen.

wurden wiederholt bei der deutschen Regierung mit der Bitte vorstellig, die baldige Entscheidung über ihr zukünftiges Staats- und völkerrechtliches Schick­sal herbeizuführen. Mährend die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung keinerlei Aenderung des jetzigen Zustandes wünscht, auf jeden Fall aber die Entscheidung des Volkes selbst über die : ktaatszugehörigkeit nach den Grundsätzen des Melbstbcstimmuirgsrechts fordert, empfinden alle Bewohner des Akemelgebietes den gegenwärtigen Zttsia-id der Unsicherheit als lästig und schädlich zu­gleich. Das wirtschaftliche Leben des auf regen Handel angewiesenen Gebietes leidet auf das Emp­findlichste. Dis Unternehmungslust ist gelähmt, die nationalen und sozialen Gegensätze verschärfen sich. Bür die Regierung selbst ergeben sich aus dieser Lage namhafte verwaltungstechnische Schwierigkeiten. Vlleu diesen Nachteilen würde dir möglichst baldige Ltellungnahme der alliierten und affoztierten Hauptmächte über da-'. Memelgebiet abhelfen, die den Wünschen der Berölkerung Rechnung trüge.

Statt Mtimatnm Repressalien!

IdoW ^00 deutschen Lokomotiven noch Gründe andr­er Art, als sie von dem Pariser Blatte angegeben

ipsthe l »schluf

Deutschland Lokomotiven erhalten werde, eine sehr »eirächrliche Anzahl von Lokomotiven bei amerika- ^sche« Fabriken bestellt hatte. Nach dem Abschluß *** Waffenstillstandes wollte Frankreich von de» vertragen zurücktreten, aber die Amerikaner be­finden auf der Erfüllung des Vertrages. Wie urzlich gemeldet wurde, ist von einer bcvorstehen-

Der Wien.

Ein« deutsche Rote über das Memelgcbiet.

»b, Berlin, 20. Sept. Der Reichsminister jj«s Aeußern, Müller, bat Freiherr» v. Lersner um

Bir das Fahren auf dem rechten Eeleis eingerichtet end, »ährend die französische Eisenbahn links fährt, »nr Umbau kam darum nicht in Betracht, weil Frankreich schon lange, bevor feststand, daß es von

die die beste Wiedergatmachungskommisston de: "7* Westmächte darstellt entgegengehen. Daß Ame- ' Ma, das Land der 14 Punkte, der Humanität und yyi Völkerbundes, eine neue Blockade verschlägt, ist Menetekel, das unseren unentwegten Lv H D p t i m i st e n zu denken geben könnte." Wir Hauben, daß auch ein noch so starker Druck von Mchen unseren unentwegten Optimisten nicht zu

ausgesprochen btäten. Lian habe erst vor- -eschlagen, Polen den Auftrag jy erteilen, die Deut­schen aus Litauen zu verjagen, aber man babe sich MüÜk i^ufür entschieden, daß es besser sei. Polen zu veran­lagen, daß es die Armee demobilisiere, da- es sein wirtschaftliches Leben regeln könne. Die Amerikaner glaubten, daß wirtschaftliche 1>SO7< »nd finanzielle Repressalien g?yn utudti Deuischland eher dazu führen würden, daß die - rutschen Litauen verlassen.

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9tco.: wurden. Schon vor zwei Monaten wurde berichtet, M diese Maschinen die Geleise verstopfen, weil sie . filr doci SYrtfivPn rtiif hpm rorühn Ihobia »inneriAtet

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wb. Amsterdam, 20. Sept» Den englischen Blättern zufolge meldetCentral News": In gut un­terrichteten Kreisen werde die lange Berzsgernng in

der Einleitung des Verfahrens gegen den fnlheren

Deutschen Kaiser dahin auSgebegt, daß trotz deS

Wunsches Lloyd Georges, den Kaiser vor ein Gericht

zu stellen, das GenchtS.versahsrr; Überhaupt sicht

staminocg touÄü.

Die Einfuhr deutscher Waren nach Italien.

wb. Bern, 20. Sept. Wie dieNeue Zürcher

8'' von ihrem Korrespondenten an der italieni-

Wr Grenze erfährt, gehen bei den italienischen adelskammern täglich einige hundert Gesuche um wiliigung der Einfuhr von deutschen Waren ein.

Utende Mengen sind bereits eingekauft, können

da die endgültige Regelung der Handelsbr- khungen zwischen Italien und Deutschland auf sich

£ten läßt, nicht eingeführt werden. Ilm die un- lltbare Lage zu mildern, hat nun de

ialienische

'sanzmrnister den Zollämtern die Weisung erteilt,

*Se stark Kesragte Waren, wie Nähnadeln, Ma-

Die deiilche MleMtemz M I« MdkNaeringe.

Die deutsche Wirtschaft, die heute bereits unttt einem unerhörte» Kohlenmangel leidet, wird sich in den kommenden zehn Jahren vor noch größer«, dauernde Schwierigkeiten gestellt sehen, da wir vertragsmäßig zu gewaltigen Kohlenliefernnge» verpflichtet find. Belgien hat volle zehn Jahr« lang jährlich 8 Millionen Tonnen, Italien im Jahre 1919/20 4V2 Mill. Tonnen und dann bi« 1928/29 steigend bis zu jährlich 8'/a Mill. Tonnen und endlich Frankreich in den ersten fünf Jahren jährlich bis zu 27 Mill., und in den folgen­den fünf Jahren jährlich bis zu 15 Mill. Tonne» zu beanfpnlchen. Das ergibt im ungünstigste» Falle, der angenommen werden muß, eine Gesamt« abgabe 1919/20 von 39y2 Mill., 1920/21 von 41 Mill., 1921/22 von 424 Mill., 1922/23 von 48 Mill., 1923/24 von 43y3 Mill., 1924/25 von 31%

Mill., 1925/26 von 31% Mill., 1926/27 von 31%

Mill., 1927/28 von 31%. Mill., 1928/29 von 31%

Millionen Tonnen.

Zwar haben wir schon vor dem Krieg stlst gleich große Mengen von Steinkohlen an da» Ausland abgegeben: aber diese Ausfuhr diente zur Bezahlung der einzuführenden Lebensmittel und Rohstoffe. Dagegen soll di« Vergütung für die oben aufgeführten Mengen von insgesamt 376 Mil­lionen Tonnen nur dazu dienen, um auf die von Deutschland zu zahlenden Milliarden für dieWie. dergutmachung" angerechnet zu werden. Diese ge« wattigen Beträge, in denen für etwa 3 Milliarden Mark Arbeitslöhne stecken, gehen somit der deut­schen Volkswirtschaft vollständig verloren. Noch wichtiger ist der Umstand, daß jene gewaltigen Kohlenmengen der deutschen Industrie nicht zuge­führt werden können, die doch zur Erzeugung von Ausfuhrwaren genötigt ist, damit wir mit unseren Ferttgerzeugnifien die eingeführten Mengen von Nahrungs- und Futtermitteln sowie Rohstoffen be­zahlen können.

Bei der Fortdauer der früheren glänzenden Ent. Wickelung des deutschen Steinkohlen-Bergbaues, der im letzten Friedensjahre (1913) 192 Millionen Tonnen lieferte, wurde die jährliche Abgabe von 20 v. H. für unser Wirtschaftsleben nicht so empfind« lich wirken. Aber heute liegen die Dinge im Berg, bau so ungünstig wie nur irgendmög. l i ch. Durch die Beschränkung der Leistungsfähig« feit, wie sie der Krieg mit fich brachte, hat fich bie Steinkohlenförderung in den letzten fünf Jahren ohnehin um ein volles Sechstel verringert. Für bie herben Bezirke Oberschlesien vnb Ruhr­revier hat der Reichs-Kohlen-Kommifiar die Förde­rung der ersten fünf Monate 1919 auf nur 60 v. also */5 der Förderung von 1918 angenommen. Nimmt man dieses Verhältnis für das ganze Jahr 1919 als Unterlage, so ergäbe das für Deutschland eine ®cfamtförberung von weniger als 100 Mill. Tonnen. Dann würden bie an Frankreich, Belgien unb Italien vertragsmäßig abzuliefernden Kohlen« mengen beinahe die Hälfte unserer gesam­ten Steinkohlenförderuilg ausmachen. Unb bie deutsche Industrie würde für ihren eigenen Bedarf statt 150 Mill, nur noch rund 5560 Mill. Tonnen, also ein starkes Drittel des bisherigen Bedarfs er­halten. Ob aber die fehlenden Mengen vom Aus­lände bezogen werden können, dürfte durchaus frag­lich sein, da man uns z. T. weder wird liefern wol­len noch können.

Schließlich ist noch zu beachie», daß der drohende Verlust von Oberschlesien (mit einer Jahresförd«»

rung von 40 Mill. Tonnen 1918) und des Saar­

beckens (mit einer Iahresfördernng von 9 Mill,

rönnen 1918) diese Kohlennot unb bamit bie

Notlage der deutschen Industrie zweifellos noch

scntlich verschlimmern würde. Zwar ist in

dem Friedensvertraae für den Fall des Verlustes

dieser Gebiete die Einsuhr von Kohle aus diesen

nach Deuischland, aber auch nur für bie nächsten

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15 Jahre rcrgosehen worÄen

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Frattfreich.

Kein revolutionärer Geist in Frankreich.

wb. Versailles, 20. Sept. In der Donners- tagssitzung des nationalen Kongrefies des allgemei­nen Arbeiterverbandes erklärte der Vertreter der Minderheit, Lepetit, man habe durch die Absage des Demonstrationsstreiks vom 21. Juli das englische und italienische Proletariat verraten. Merrheim ging auf die russische Revolution ein und äußerte, daß die arbeitende Klasie eben Tag einen weite-

Teil ihres Ideals aufgebe, um

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nurfüeGeld.Eeld.vielEeld zuk 8 mp - Sein größter Schmerz sei gewesen, in Frarrk-

j e n.

reich eine revolutionäre Lage, aber keinen re

voluttonären Geist vorzufinden. Wenn man

die Arbeiter befreien weide, dann sei es unttmgang

lich notwendig, gegen die a l l g e m e i n e 1! n s r t t-

l i ch k«i t zu kämpfen, bie, mehr oder weniger alle

Klasse« beherrsch«. Man müsse die Arbeiter da

«SL d atz !ie nur kämpften