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mit dem Kreisblatt für beu Kreis Marburg

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

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Bgefp.Setle» J. m. »*/,/« Teutntna«juf*I- T* Teuenm««zuschl. 60 », Mefümeieite-** iWtt Lei Ausk. d. dl« Selchästssi.u. Ler 1Q16 bz. - Pofischr«.: SU 1018 Knet Frantf. a. M.

Unis - Buchdr. von I o h. Lug. ttoch. Markt 21/23. Fernsprecher 55.

kiündeten durch Freiherrn v. Lersner mittcilen,

arotcker.

-|Rb mit der Waffenstillstandskommission der Ver-

laterte sendeten Verhandlungen im Gauge über die Zweck- ^straß« jgägjgfeit eiKer Begleitung der aus Südamerika

Mich Deutschland zur Ausbesserung zurückzuführen-

|-zi|i Berlin, 19. Sept. In Kreisen der Friedens- l-wl knferenz ist, wie verschiedene Blätter berichten,

|ei;t die Rede davon, die Konferenz nach Loirdon zu

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ben und das jetzt in erreichbare Nähe gerückt ist. wünsche Grogbritannien nicht auf den Trophäen inet Siege in einem Lehnstuhl sitzen zu sehen.

Zur Beantwortung des Friedensoer- Bulgarien nach einigen Blättern eine 20 Tagen gewährt.

haß Deutschland ihrem Ersuchen nachkommt.

Berlin, 18. Sept. Wie demL.-A." berichtet

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«legen, es sei wahrscheinlich, daß die meisten künf- fh Sitzungen," chie nur periodisch fttrttfinden sol-

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Neuer Aufstand in Aegypten.

wb. Sein, 18. Sept. Die Leitung des Aus­schusses der nationalen ägyptischen Partei teilt den Blättern mit, daß die ägyptische Revolu­tion von neuem eingesetzt habe. Di« blutige Unterdrückung der letzten Erhebung in Aegypten durch die englischen Behörden habe zu einem Auf­stand des ägyptischen Volkes o h n e U n t e r s ch i e d der Klassen geführt.

Die geplante Reise derRegensburg".

wb. Berlin, 18. Sept. Wie von amtlicher ßtelle erklärt wird, ist die Nachricht über die Aus­reise des KreuzersRegensburg" nach Süd­amerika in dieser Form nicht zutreffend. Zur Zeit

Die Bedingungen für Bulgarien.

wb. Versailles, 18. Sept. Der Oberste Rat, r nach demJournal des Debats" jetzt in eine plomatische Konferenz umgewandelt wurde, hat bulgarischen Friedensvertrag endgültig an- tommen. Er wird am Freitag der bulgarischen

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ihm fei, wenn er Fiume bis zum letzten Atemzug verteidige.

d'Annunzio sprach ht einem Schreiben an den Obersten Roncaglio, den früheren Eeneralstabschef verbreiteten Nachrichten falsch seien. Er gibt zu, daß Fiume tatsächlich blockiert ist, setzte aber hinzu, daß sämtliche Truppen der Besatzungszone trotz aller Regierungsbefehle auf feiner Seite stehen. Nach weiteren Nachrichten haben sich trotz aller Gegenbefehle der Regierung vier italienische Kriegsschiffe, die die Fiumer Flagge hißten, d'Annunzio zur Verfügung gestellt. Auch ein Flug­zeuggeschwader hat sich in seinen Dienst begeben. Um das meuternde PanzerschiffDante Alighieri" abzufangen, kreuzt eine kleine Flotte in den benach­barten Gewässern. Zwecks Herausgabe desDante Alighieri" hatte der Vizeadmiral Milo eine Unter­redung mit d'Annunzio, wobei dieser ihm mit Fest­nahme drohte. Milo kehrte auf einem englischen Torpedoboot unverrichteter Sache auf seinen Panzerkreuzer zurück, der von Sturmtruppen über­wacht wird.

Die Löftmg der Fiume-Frage.

Von der schweizerischen Grenze, 18. Sept. Wie den italienischen Blättern halbamtlich von der Friedenskonferenz mitgeteilt wird, Io schreibt dieKöln. Ztg.", sieht das zwischen Tittoni, Cl^menceau und Lloyd George über die Frage von Fiume abgeschlossene Abkommen folgende Lösung vor: Die Stadt Fiume wird der Souveränität Italiens unterstellt und der Hafen dem Völkerbund. In Ergänzung des Londoner Vertrages haben Fraitkreich und England diese Lösung angenom- m e n. Man sucht auch den Präsidenten der Ver­einigten Staaten für dieses Abkommen zu ge­winnen.

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if., «iirc Radio aus Horsea meldet, sagte Lloyd George

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mehr dadurch, daß sie die erste Lesung bis zur nächsten Woche hinausschoben. Die Demokraten protestierten dagegen und wollten gewaltsam die Republikaner zu einer schnelleren Aktion bewegen. Senator Sherman nannte Wilson den un­gekrönten Monarchen über die westliche Halbkugel. Er fügte hinzu: Wilson schände seinen Präsidenteneid dadurch, daß er einer fremden Regierung, deren Hauptstadt Genf sei, Treue schwöre und daß er der erste Präsident des Völker­bundes fein wolle.

Die Enthüllungen Bullitts.

wb. Amsterdam, 18. Sept. DerNieuwe Courant" meldet aus Washington: V u l l i t t er­klärte zu der Mitteilung Lloyd Georges, daß seine Enthüllungen ein Lügengewebe seien: Meine Aus­sagen sind in dem offiziellen Bericht erschienen und stimmen in jedem Unterteil mit den Tatsachen überein.

Der Llody George nahestehendeDaily Chro- nicle" schreibt zu den Enthüllungen Bullitts, die gegen Wilson, Lansing und House gerichtete Er­klärung zeige Bullitt als einen Mann, tyr keinerlei Ehr- und Verantwortlichkeitsgefühl besitze. Vulliit habe ein Indiskretion und einen Vertrauensbruch begangen.

Saini, 8. Atz

ßch noch in Bulgarien aufhalteu. Bulgarien muß M auch verpflichten, alle die Personen auszu- liefern, die sich gegen die Kriegsgesetze vergan-

Die eariuiilte 6*

Was ist Bolschewismus? Eine Geistesrichtung? Ein politisches Bekenntnis? Glaube an den Ion», fequenten Sozialismus? Rein, er ist mehr. Gr ist auch etwas Physisches, eine physische Erkran- kung des Volkskörpers. Sine Krankheit, bei bet1 alle Organe des Volkskörpers aufhören zu arbeiten,, so daß durch die Arbeitslosigkeit des einen Organs, das andere erkrankt. Was wird aus einem leben», digen Körper, dessen Organe nicht mehr arbeiten; wollen? Wenn einmal erst aus der kranken Geistesrichtung sich diese physische Krankheit ent­wickelt hat, so folgt sie ihren eigenen Gesetzen,; welche nicht Denkgesetze, sondern physisch: Gesetze; sind. In diesem Falle find es ökonomische Gesetze, welche die Menschen geradezu zwingen, bolsche­wistisch zu werden. Dann ist die Krankheit hoff­nungslos geworden.

Es ist festgestellt worden, daß zwischen dem Teil Bayerns, der für einige Wochen dem Räteregi­ment unterworfen gewesen ist, und dem Teil, der davon verschont blieb, wirtschaftlich ein großer Unterschied besteht, wie zwischen einem Menschen, der schwerkrank gewesen ist, und einem, den die Krankheit nur oberflächlich berührt hat. Nur einige Wochen Bolschewismus; aber der Schaden ist tief-' gehend und dauernd.

Im übrigen Deutschland täuscht man sich Über die Prognose der Zukunft. In vielen, mehr bäuer­lichen, Gegenden sieht es so friedlich und geordnet; aus wie je. Die Kornernte ist glücklich herein-, gebracht. Die allgemeine Meinung ist, daß es geht. Wir leben weiter. Und doch ist dieser Frieden trü­gerisch. Das zeigt sich auch darin, daß bald hier, bald dort in den deutschen Städten Unruhen empor« flattern wie das Fieber beim Schwindsüchtigen. Wenn erst in diesem Winter das Frieren angeht, die Arbeitslosigkeit zunimmt, die Preise immer hoher gehen, das Geld feine Kaufkraft verliert, fe werden die K'äfte der Ordnung an Zahl viel zu gering fein, um das verzweifelte Volk in Rnhe> Zu halten. Also ist dieser Zustand des Friedens trügerisch. Es ist wie an einem Krankenbett, wo ein starker Mensch mit allen Kräften der Gesund­heit, die er noch in sich hat, anzukämpfen sucht, gegen die trügerische Krankheit. Vergeblich, der Kampf steht nur; aber die gefährliche Wen­dung kommt. 1

Da sind die großen volkreichen deutschen Städte, die einst ihr Brot und ihre Arbeit vom überseeischen Handel hatten. Wovon leben diese Städte jetzt, die Menschemnasfen, die sonst in die Fabriken gilt» gen und für den Weltmarkt schmiedeten und web­ten? Sie leben von der Arbeitslosigkeit, von der- Unterstützung her Regierung, von der Papierpresse, die tagein, tagaus drucken muß, um sie zu befrie» digen. Mindestens ein Drittel des deutschen Volkes lebt von dem trügerischen Papierzettel, produziert Papier, vereinnahmt Papier und druckt Papier. Das Einmaleins behält fein Recht. Aus nichts kommt nichts. Einmal kommt die Stunde, wo Gottes Geißel die Not über diese Menschenmassen pfeift und sie hintreibt in das alte Joch der Arbeit. Das kommt dann, wenn die innere deutsche Valuta, der innere Wert der deutschen Mark, auf 10 Pfg.' herabgedrückt ist, wenn die Arbeitslöhne der Ar- beiter auf 12 000 M gestiegen find und diese doch nichts kaufen können. Dann müssen die Arbeiter-' massen auswandsm oder sterben oder in das alte Joch der Arbeit hinein. Man kann die Stunde ausrechnen, in der das kommt. Das deutsche Volk ist ruhig, friebliebenh, geduldig, es ist auch längst nicht mehr gläubig im Sinne der Marxisten und Sozialisten, im Gegenteil, es ist schwer ent­täuscht. Die Mentalität des Volkes nähert sich der Genesung.

Trotzdem ist die Gefahr des Bolschewismus groß, größer denn je. Warum? Aus den rein physischen Ursachen, die den Boschewismus her­beiführen. Aus dem Versagen der Organe und dem Tiefstand her Produktion, in den wir schon geraten find. Es ist aber nötig, daß ein kluger, energischer Arzt die Kräfte der Genesung zum, Siege, das Volk, das leidende, wieder zur Arbeitj führt, ihm den nötigen Arbeitsschutz gewährt gegen ben Terror der Unvernünftigen, verzweifelten. Kurzsichtigen, Ungeduldigen. Sonst ist Deutschland der Bolschewismus sicher und Europa desgleichen. Denn wenn Deutschlands Großstädte erst Bolsche- wistenzentren find, so hat in ganz Europa die Seuche über das Leben gesiegt, und dös Sterben beginnt. Dr. Sck

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Marburg I

Freitag, 19. September |

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l~1*)! wirb, ist die Antwort der deutschen Regierung we- vm"3i" Etn der Verfassungsänderung heute abgegangen.

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tob. Berlin, 18. Sept. Gefangenentransporte haben stattgefunden über Köln-Deutz: Ein Trans­port am 17. Sept, von 1117 Mann nach Alken- Erabow, ein Lazarettzug und ein Transportzug, ebenfalls am 17. Sept., zusammen 1499 Mann nach Meschede, ferner ein Transport am 17. Sept, von 1300 Mann nach Hattingen, am 18. Sept, ein Transport von 1450 Mann nach Wetzlar, ferner ein Transport von 1300 Mann nach Gießen unb über- Limburg vermutlich ein Transport von 1200 Mann.

wb. Versailles, 18. Sept. Major Draudt besuchte heute in Begleitung eines französischen Offiziers 74 deutsche Schwerverwundete im Ho­spital Val de ©race in Paris. Es wurde ihm jede Bewegungsfreiheit zur ungestörten Unterhaltung mit den Verwundeten gegeben. Der Major konnte feststellen, daß der augenblickliche Gesundheits­zustand aller Kranken derarlig ist, daß ihrem Ab­transport nichts im Wege steht. Der begleitende französische Verwaltungsoffizier erklärte, daß der baldige Rücktransport dieser Gefangenen bevor­stehe. Major Traudt konnte feststellen, daß die Kranken sich in recht gutem Ernährungszustand be­finden. Die menschliche Anteilnahme des behan­delnden Arztes und der pflegenden Schwestern wurde von den Kranken anerkannt. Major Draudt wirb den Angehörigen bet Kranken unmittelbar Nachricht übermitteln.

Für die Kriegsgefangenen in Sibirien.

wb. Berlin, 18. Sept. Die Reichs-Zentral­stelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit, daß am 30. Sept, ein dänisches Schiff mit warmer Klei­dung, Medikamenten und Liebesgaben Kopenhagen verläßt, dessen Ladung für die deutschen Kriegs­gefangenen in Sibirien bestimmt ist. Die Angehö­rigen können auf diesem Wege schriftliche Mittei­lungen, jedoch kein Geld an die in Sibirien befind­lichen Kriegsgefangenen gelangen lassen. Briefe sind bis zum 26. Sept, der Reichswehr-Befehlsstelle Preußen, Abteilung Kriegsgefangenenschutz, Ber­lin SW. 11, Prinz Albrechtstraße 9, mit her Auf­schriftFür Sibirien zuzuleiten. Die Verhand­lungen mit der amerikanischen Regierung über ben beschleunigten Abtransport her Gefangenen werden fortgesetzt.

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beschädigten deutschen Dampfer durch den I t Kreuzer, der in Seenotsällen auf der nicht un- -||| ßkfährlicheir weiten Reise über ben Ozean die erste Ille Hilft zu leisten Hütte. Die Verhandlungen sind 8t .noch nicht abgeschlossen. Alle anderen im Znsam- rw »enhang mit der geplanten Ausfahrt geäußerten ,Behauptungen entbehren jeder Grundlage.

89 Verlegung der Friedenskonferenz nach London?

i; Nach demHomme Libre" enthält her bul- III- urische Friedensvertrag folgende Bestimmungen:

IIDie allgemeine Wehrpflicht wird abgeschafft. Ukl ; Bulgarien darf eine Polizeitruppe von 20 000 bAann unterhalten. Die Zahl der Zollbeamten, ng rt$alb= unb Feldhüter sowie der Polizisten, die be-

M MNk. - - Aufdeckung einer polnischen Spionageorganisation, wb. Königsberg i. Pr., 18. Sept. Hier wurde eine von polnischer Seite ausgehende und finanzierte Spionageorganisation aufge­deckt und unschädlich gemacht, ehe sie sich voll ent­falten und wirksam betätigen konnte. Der Haupt­schuldige, dessen Nationalität noch nicht feststeht,- so­wie fünf seiner Mitschuldigen, die größtenteils ge­ständig sind, sind gefangen gesetzt. Das ge­fundene Beweismaterial ist erheblich. Die Haupt- mittelpunkte her Spionage waren die Bahnhöfe Königsberg, Insterburg, Tilsit und Stallnpönen. Ihr Zweck war die Feststellung her Stärke und Be­waffnung des Grenzschutzes, ferner die Truppen­verschiebungen längs der polnischen Grenze.

Provinz Oberschlefien.

Der 16. Ausschuß der preußischen Landesver- sainmlung für die Selbständigkeit der Provinzial­verbände hat mit ben Stimmen des Zentrums, bet Deutschnationalen unb her Deutschen Volkspartei (12 Stimmen) bei Stimmenthaltung her Vertreter her übrigen Parteien in erster Lesung ben Gesetz­entwurf über hie Errichtung einer Provinz Ober­schlesien angenommen, nach dem aus der Provinz Schlesien hie beiden Provinzen Oberschlefien, bestehend aus den Kreisen des Reg.-Bez. Oppeln und Unterschlesien, bestehend aus den Krei­sen der Reg.-Bez. Breslau unb Liegnitz, gebildet werden.

Ueber ben Regierungsentwurf wird herV. Z." weiter berichtet: Es soll zunächst ein oberschlesischer Lanbesrat geschaffen werben, der vorläufig aus allen oberschlefischen Mitgliedern aller Parteien her preußischen Lanhesverfammlung und der deut­schen Nationalversammlung besteht. Durch Ergän­zungswahl sollen auch die Polen in einer dem Stimmenverhältnis bet den S hlen zu den ver­fassunggebenden Versammlungc: entsprechenden Zahl in ben Lanbesrat aufgenommen werben. Der Lanbesrat wirb einen Staatsrat aus drei Männern wählen, her die Verwaltung der Provinz führen soll.

Wie verlautet, tritt die beabsichtigte Provin­zialautonomie für Oberschlefien am 1. Oktober

» aI- «fo einer Rede auf dem inlernationalen Vtudet- r Haftskongreß in London: Die großen Rüstuirgen r jut'irfMüssen verschwinden und zwar nicht nut in Deutsch- sollst wäre das Opfer all der Tausenden um-

Sn Äl.

Zur Unterzeichnung der RichtigkeitserklSrung bereit.

wb. B e r I i n, 18. Sept. Wie die Abendblätter »eiben, stimmte bet Ausschuß her Nationalver­sammlung für auswärtige Angelegenheiten her Lnterzeichmmg des Protokolls zur Nichtig­keitserklärung des Artikels ßl bet Reichs- vetfassung zu. Die Re'chstegietung wird ben Vet-

Det UuzeigeuPreis beträgt fit die 8 40 rV «Mtl, u. «»wirt. 40 4 « Sv ve

IJKUt. Sehet Stilett gilt als Barrabctt Bet Äx»L K H« Geichistssi. > wittlg. b. Mngeb. H /. Sandergedllhr. Postscheck!.: 9tt. 6018 Amt Franks,

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Uhr.

Amerika

Der Senat unb Wilson.

tob. Haag, 18. Sept. DerNieuwe Courant" meldet aus Washington: Die Aussprache im Senat ber den Friedensvertrag wird seht hitzig. Senator >or alj, der eine Rundreise durch Amerika 'achte, um gegen den Vertrag zu sprechen, wurde 1 einer wichtigen Nepublikauerkonferenz nach Washington Zurückberufen. Die Republikaner ver­werten die Verhandlungen über d.n

Englische Handelsschiffe als Minenleger.

Kopenhagen. 18. Sept. Ter englische $tom* mnnbeur Gwynne gibt nunmehr ununtlrunben zu, daß 4 fünftel sämtlir!er Seinen von Handelsschiffen aufgelegt worden sind. Entgegen dem Völkerrecht natürlich

.. sanft. Ich erwarte, daß das Mißverhältnis zwischen m Arland unb den Rechten des Vereinigten König- deichs, das sich so seht in die Länge gezogen hat, ver- . , - Dwinden wird. Ich glaube, daß ein neuer Geist Beffete tEnsersteht, ein Geist, der zu dem Lande bet Ver- ungen führen wird, von dem viele geträumt

.kn, in London abgehaltcil würden.

ll!: uS Giue Rede Lloyd Georges.

wb. A m st e r b a m , 18. Sept. Wie das Ptessc-

_ itiehensaborhnung überreicht werden. Nach dem iemps" ist bestimmt, daß Thrazien Griechenland 6ii Wfffällt unb daß Bulgarien einen freien Zugang m Aegäischen Meer erhält, und zwar unter später ld,t ^Mestzustelleuhen Bedingungen.

--»öffnet fein dürfen, darf 10 000 nicht übersteigen. H(I,J Bulgarien hat in einem Zeitraum von längstens u! (Schl t*7 Jahren eine Kriegs e'ntschähigung von s$/4 Milliarden Franken zu bezahlen. Es muß einer * b k# ^"alliierten Kommission gestatten, nach allen An- gehörigen her verbündeten Länder zu suchen, die Sm h As « m Q? <<f t v. cvs ..r . . .. . e.

d'Ännnuzio zum Widerstand entschloffkn.

Fiume blockiert.

®b. Bern, 18. Sept. d'Annunzio erließ einen Aufruf an die Schutzbesatzungen, in dem et hie Kommandogewalt übernimmt unb erklärt, Fiume aufs Aeußerste verteidigen zu wollen. Er sandte ferner ein Schreiben an ben Kriegs­minister und einen Aufruf an das italienische Heer. Der aus Italien erfolgte Anmarsch zweier Divi­sionen unter General bi Robilant soll in Fiume nicht besonders beachtet werden, da man überzeugt sei, daß die Regierung es zu keinen blutigen Zu­sammenstößen kommen lassen werde. Die Lebens- mittelzufuhr vom Meer unb auf dem Landwege ist für Fiume nunmehr vollkommen abgeschlossen.

d'Annunzno sprach in einem Schreiben an den Obersten Ron.aglio, den früheren Eeneralstabschef von Fiume, in außerordentlich heftigen Worten von der italienischen Regierung und erklärte gegen­über her Regierungsdtohung, seine Truppen als Ilftborläuftr b^Aachl-n, daß ganz Italien mit

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