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mit dem Kreisblatt für den KreiS Marburg
Tageszeitung für (bas früher kurhessische) Oberhessen
Die
Oberhessische Zeitung- erscheint sechsmal Wöchentlich. — Der
Marburg
frmdt, _ TM» OIC Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 frei ins Haus; durch die Polt »affe 6 *'•* 1 75 shne Bestellgeld. — Setlag een Dr. T. Hitzeroth. — Druck der
jelk. — »erlag »an Dr. T. Hitzerotd. — Druck i I » h. tl u g. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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EP. Washington, 17. Sepi. Infolge der Enthüllungen Bullitts gilt eine getrennteBe- Handlung von Friedensvertrag und Völler- bundsoertrag durch den Senat als wahrscheinlich. Senator Vradeges ist der Ansicht, daß die Enthüllungen Bullitts im Kabinett Wilsons eine Krise Hervorrufen könnten. Auch Lloyd George wird Erklärungen abgeben muffen darüber, warum er das bößfchewistische Friedensangebot verleugnete.
politischen Mordes sich der Regie, rungsgeröalt zu bemächtigen, ist der Bund der Marinearbeiter, der jetzt von der Polize verboten wurde.
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. Die deutschcn Truppen in Lettland.
lob. Mitau, 17. Eept. Der kommandierende deutsche General hat gestern sämtliche Führer der ihm unterstellten Truppen versammelt und sie in l Engerer Rede erneut auf die Schwierigkeiten hin- -rwiesen, die den Truppen bei ihrem Verbleiben
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wb. Amsterdam, 17. Sept. Wie drahtlos Washington gemeldet wird, begann am Mon-
Waldenburg, um dort durch VechaMungen mit den Vertrauensleuten der Arbeiterschaft den Ausbruch des Allgemeinausstandes zu verhüten. AIS Ergebnis der Verhandlungen kann mitgeteilt werden, daß di« Arbeiterschaft beruhigt ist und morgen die Arbeit fa vollem Umfange wieder aufnehmen wlll. Die Arbeiterschaft hat gleichzeitig ihren Widerstand gegen de« Eintritt in die aus allen Parteien gebildete Einwohnerwehr ausgegcben. Da bereits seit 24 Stunden durch die eigene Sicherheitswehr der Arbeiterschaft die Ruhe und Ordnung wieder hergestellt war, erübrigte sich ein weiteres Verbleiben des Militärs. Aue Beruhigung der Arbeiterschaft trug wesentlich die Erklärung des Staatskommissars bei, daß mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln der Lebens mittel«' Wucher in Schlesien bekämpft werden solle.
Die Meldung des Breslauer Korrespondenten der „B. Z.", daß der Reichskommissar Hörsing sich mit Rücktrittsgedanken trage, ist ebenso unrichtig, wie bi» übrigen an die erwähnte Meldung geknüpften Be* merhragat ■ I
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Die Westmächte und der Friedensoorschlag Lenin».
wb. Amsterdam, 17. Sept. Das Reutersche Büro bezeichnet die Enthüllungen Bullitts als ein Gewebe von Lügen.
wb. R o t t e r d a m, 17. Sept. Der „Nieuwe Rotterd. Cour." meldet aus London: Die Dementierungen der Enthüllungen Bullitts im Namen Lloyd Georges, worin die Enthüllungen als ein Netz von Lügen bezeichnet werden, wird fast allgemein für ungenügend gehalten. Die „Morning Post", die „Times" und die „Daily News" sind der Ansicht, daß nähere Angaben notwendig sind. „Daily News" schreibt: Es wäre wichtig, zu wiffen, ob die Unterstützung, die jetzt Koltschak und Denikin gewährt wird, rückgängig gemacht werden wird. Wenn das wahr ist, so besteht einige Hoffnung darauf, daß wir im September oder Oktober den Frieden bekommen, den die Sowjetregierung durch Bullitt in einem offiziellen, unterschriebenen Dokument schon im März angeboten hvt. Wenn es aber nicht wahr ist, so muß die Erklärung der Regierung ‘ttß ein neuer Beweis für die unverbesserliche Un- aufrichtigkeit der Politik der Verbündeten gegenüber Rußland angesehen werden.
Wie dem „Nieuwe Nott. Cour." aus Newyork gemeldet wird, veröffentlichte William Bullitt seinen Bericht über Rußland. In diesem Bericht befürwortet er den Vorschlag Lenins, daß die Sowjetregierung die Kontrolle über alle Eisenbahnen haben solle, daß die wirtschaftliche Blockade aufgehoben und den politischen Gefangenen Amnestie gewährt wird. Wenn die Blockade aufgehoben werde, so würden die Parteien, die grundsätzlich gegen die Kommunisten seien, sie aber im Augenblick unterstützten, imstande sein, den Kampf zu gewinnen. Die geistigen Kräfte der russischen Regierung seien jetzt der aufbauenden Arbeit gewidmet. Die Phase des Niederreißens fei vorbei. Man glaubt fast, daß Wilson die Beantwortung der Darlegungen Bullitts gestatten wird.
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Das Programm der englischkn Regierung.
wb. A m st e r d a m, 17. Sept. Am Montag erschien in ganz England eine Flugschrift mit dem Titel „The Future" (die Zukunft), Regierungserklärungen über die nationalen Bedürfnisse und die nationale Politik, die eine BotschaftLloydGeorges an das englische Volk unb mehrere Erklärungen der vornehmsten Staatsmänner über die Zukunft enthält. Das Regierungsprogramm, das darin für den Herbst aiigekündigt wird, steht die Einführung einer Höchstarbeitswoche von 48 Stunden, angemessene Löhne für alle Arbeiter, das Mitbestimmung^ recht der Arbeiter bei der Festsetzung der. Arbeitsbedingungen, finanzielle Beteiligung der Arbeiter an dem Ergebnis ihrer Arbeit, gesunde Wohnungen und gute Transportmittel vor. Ferner wird der Ankauf der Bergbaurechte durch den Staat, die Erhöhung der Kohlenpreise zum Zwecke sozialer Verbesserungen in den Bergbaugebieten, die Vertretung der Arbeiter im den Kontrollräten, freie Laufbahn für alle Bergarbeiter in der ganzen Industrie und dir sofortige Einsetzung einer Kommission für die Kohlenerzeugung angekündigt. Außerdem werden eine Reih« von Maß- regeln auf dem Gebiete der Handelspolitik angekündigt, die zum Teil schon in Kraft sind. Die „Future" wird nicht regelmäßig erscheinen. Sie ist dazu be- iimmt, daS Publikum, wenn das Parlament nicht tagt, über die Taten und Absichten der Regierung zu. unterrichten. Das Geld wird von Männern aufgebracht, die der Ansicht sind, daß die Parteikombination, die notwendig war, den Krieg zu gewinnen, für die Politik der Wiederherstellung nach dem Kriege ebenso notwendig sein wird.
Entdeckung einer Revolntionsverfchwörung.
wb. Amsterdam, 17. Sept. „Allgemein Handelsblad" berichtet aus London: Der Regierung find Beweise für das.Vorhandensein einer Verschwörung in die Hände gefallen, die von Anarchisten und Arbeitern angezettelt ist und den Zweck verfolgt, revolutionäre Ausstände zu organi- eren und Eewaltmethoden in'Anwendung zu bringen. Der Mittelpunkt dieser revolutionären Organisation, die die Absicht hat, mit Hilfe des
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ftn i ist belustigt über diejenigen, die glauben, daß Deutschland plötzlich, trotz der Kontrolle der Verbündeten Millionen von Männern aufbieten könne. Er fügt hinzu: Können Sie sich denken, daß an- psichts des großen England und Amerika Deutsch- ftnd es wagen könnte, Frankreich herauszufordern?
Fiume.
wb. Bern, 17. Sept. Wie der „Secolo" aus Fiume erfährt, hat sich der von der Regierung entsandte italienische General Anfossi bis jetzt vergeblich bemüht, die in Fiume befindlichen Truppen zum Abfall von d'Annunzio zu bewegen. Die Besatzung des Panzerschiffs „Dante" hat d'Annunzio durch eine Ansprache von der Abfahrt abgehalten. Die Franzosen vermeiden jede Verbindung mit dem neuen Stadtkommandanten und haben sich teilweise schon am Sonntag eingeschifft. Die Hoffnung der Südslawen, daß es zwischen den Truppen d'Annunzios und Pittalugas zu blutigen Reibereien komme, hat sich nicht erfüllt. Ein Finmaner Bericht des „Corriere della Sera" bestätigt ferner, daß die Ciidslawen bereits Truppen zusammeu- gezoger^ hätten, um sich Fiumes zu bemächtigen. d'AnnmM war ihnen jedoch zuvorgekommen. Der von der Regierung ausgesandte Admiral Casanova, der mit einem Torpedojäger in Fiume ankam und auf dem Panzer „Dante" die Admiralsflagge hiffen wollte, wurde von einem Major der Expedition daran gehindert.
d'Annunzio hat über 10 000 Soldaten und soll nach Italien telegraphiert haben, daß er keine weiteren Truppen brauche.
Die Finmaner Ereignisse sollen, wie der Pariser Berichterstatter dem „Corriere della Sera" meldet, England und Frankreich noch mehr als zuvor für die italienischen Vorschläge zur Regelung der Fiumer Frage umgeslimmthaben, nach denen Fiume unter italienische Souveränität komme, der Freihafen und die Zufahrtsbahnen aber unter dem Schutz des Völkerbundes gestellt werden sollen.
Ein Ultimatum an d'Annunzi».
wb. W i en, 18. Sept. Nach einer Meldung des L a i b a ch e r Korr.-Büros haben nach einer Besprechung der verbündeten Kommandanten in Abbazia alle Kriegsschiffe der Verbündeten den Hafe'n verlaffen und ihre Geschütze auf die Stadt Fiume gerichtet. Man erwartet, daß den Aufständischen ein Ultimatum gestellt wird, Fiume binnen 24 Stunden zu verlaffen, andernfalls werde mit allen Mitteln gegen die Aufständischen eingeschritten werden.
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wb. Breslau, 17. Sept. Laut einer Meldung der Pressestelle des Reichsk-mmissars für Schlesien und Westpxußen weilte StaatskvAmisfar Hörsing in
legte die wirtschaftlichen Bestimmungen dar. Der \ Minister erklärt,' daß Frankreich eines der best- bestellten Länder Europas ist, um sich rasch wieder ■ Vi erholen. Alle Rohstoffe werden in den franzö-
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Um die in dem Friedensvertrag vorgesehen« Volksabstimmung über di« weitere Zugehörigkeit der betreffenden Grenzmarken zum Deutschen Reiche zu einem Ergebnis zu führen, das der wahren Meinung der Bevölkerung und den deutschen Zn- tereffen entspricht, ist es dringend erforderlich, daß alle in den Grenzmarken beheimateten, aber zur Zeit dort nicht anwesenden Deutschen zum Zweck der Abstimmung in ihre Heimat zurückgeführt werden können. Dazu ist es vor allem erforderlich, daß alle diese Abstimmungsberechtigten systematisch ermittelt und ihnen die Reise in die Heimat ermöglicht wird. Die Ermittlung der Abstimmungsberechtigten im schleswigschen Abstimmung»- bezirk hat dank der unermüdlichen Tätigkeit be» „Deutschen Ausschusses für Schleswig in Flensburg" bereits große Fortschritte gemacht. Aehnlich wi« dort, bestehen auch für die anderen Abstimmungsgebiete private Vereinigungen, die sich die Aufgabe der Ermittelung von Abstimmungsberechtigten und ihre Rückführung in die Abstimmungsgebiet« gestellt haben. Um diese Aufgabe nun großzügig in Angriff zu nehmen, hat sich der „Deutsche Schutz- bund für die Grenz- und Ausländsdeutschen", Berlin NW. 52, Schloß Bellevue, gebildet, der im engsten Einvernehmen mit den bereits bestehende» einzelnen Vereinigungen die Fragen der Ermittlung und Hinführuug der Stimmberechtigten an den Abstimmungsort bearbeiten will und eigen« Unterabteilungen für Oberschlefieu, Ostpreußen und Westpreußen eingerichtet hckt. Der Schutzbund macht darauf aufmerksam, daß es die nächste Pflicht jedes Stimmberechtigten sei, sofort fich mit den nötigen Legitimationspapieren zu versehen, die für diesen Zweck von den betreffende« Behörden unentgeltlich ausgestellt werden. Stimmberechtigt sind in O st - und West preußen alle Peisonen, die beim Inkrafttreten des Friedensvertrages das 20. Lebensjahr vollendet haben und im Abstimmungsgebiet geboren find oder seit einem noch festzusetzenden Zeitpunkt dort wohnen, in Oberschlesien alle Personen, die vor dem 1. Januar des Abstimmungsjahres das 20. Lebensjahr vollendet haben und die in der'Abstimmungszone geboren sind oder dort seit einem noch festzusetzenden Zeitpunkt, wenigstens seit dem L Januar 1919, wohnen, in Schleswig alle. Per- sonen, die bei Inkrafttreten des Friedensvertrage» das 20. Lebensjahr vollendet haben und in der Abstimmungszone geboren find oder dort seit einem vor dem 1. Janu.ar 1900 liegenden Zeitpunkt wohnen. In den Kreisen Eupen und Mal- medy werden nach Inkrafttreten de» Frieden«-^ Vertrages von der belgischen Behörde 6 Monate lang Listen ausgelegt, die Einwohner dieser Gebiete sind berechtigt, darin schriftlich den Wunsch auszubrücken, daß diese Gebiete ganz oder teilweise unter deutscher Souveränität verbleiben. Die belgische Regierung muß das Ergebnis dieser öffentlichen Aeußerung bet Bevölkerung zur Kenntni» des Völkerbundes bttngen, deffen Entscheidung anzunehmen Belgien verpflichtet ist.
Ehrenpflicht jedes stimmberechttgten DmÜ» schen ist, an der Abstimmung tetlzunehme«. Die Kostenfrage, die gewiß manchem, der zu d«tz Abstimmung nach seiner Heimat reisen will, 6»im bereiten wird, darf als in befriedigender XBtifl gelöst angesehen werden. Durch Sammlungen i* hochherzige Stiftungen wird « möglich, für bltfen Zweck Mittel bcreitzuhalten, und es kann schon jetzt in Aussicht gestellt werden, daß den zur Abstimmung Reisen..en die Kosten für Hin- und Rückfahrt erstattet werden und daß nötigenfalls besonders Bedürftigen ein weiterer Zuschuß gewährt n-ird. Von den Behörden, wie von den Nu»
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itkti in Lettland bevorstehen, wenn die Unterstützung "*• durch die Heimat fortfällt. Der General forderte cktSüG unbedingten Gehorsam von den Truppen, so-
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Nie angebliche Rückgabe der deutschen Lokomotiven.
wb. B e r l i n , 17. Kept. Von der von de: ,Loff. Ztg." nach dem „Matin" gemeldeten Rückgabe der von Deutschland abgegebenen L rko Motiven ist an hiesigen amtlichen Stellen nichts brka n n t.
Die erste Auslandsreise eines deutschen Kriegs- sch'ffrs.
Berlin, 17. Sept. Nach einer Kieler Meldung der „V. Z." tritt der kleine Kreuzer „R e - gensbiir g" als erstes Schiff nach dem Kriege eine Auslandsreise an. Das Ziel sei Südamerika, wo sestgesiellt werden soll, ob alle Jnter- merten von den deutschen Handelsschiffen wieder in Freiheit gesetzt sind und wo ferner auch wohl die Anknüpfung der Handelsbeziehungen wieder versucht werden soll.
lange er an der Spitze des vereinigten Korps verbleibe. Zum Schluß wurden die aus Sicherheits- ßründen nötige Umgruppierung der Transporte und der Räumungsplan bekanntgegeben.
wb. Paris, 17. Sept. (Havas.) Es bestätigt sich, daß in der.Frage der baltischen Provinzen der Oberste Rat den Marschall Foch bestragt hat, bei der deutschen Abordnung energisch ’ vorstellig zu werden.
Die französische Kammer.
wb. PaMs, 17. Sept. Die Kammer setzte die Erörterung des Friedensvertrages fort. Clemente!
Englisch-französisches Abkommen über Syrien.
wb. Versailles, 17. Sept Der „Temps" ; Alt mit, daß zwischen Cl^menceau und Lloyd . Worge gestern über die Besetzung der Levante ein Abkommen getroffen wu*be. Die britischen Trup- >n müssen bis zum 1. November alle Gebiete nörd- der Grenzp-zwischen Syrien und Palästina räu- - fcen. da ^oss^Krenze nur provisorischen Charakter l»t unb geändert werden kann, wenn die Friedens- i dnserenz endgültig über die politische Organisation Levante entscheiden wird. Der „Temps" sagt, sei beschlossen worden, daß die vier Städte Da-' : ksfus, Aleppo, Hama und Homs nach dem Abzug «r britischen Truppen nicht von französischen Truppen besetzt werden, da sie sich in der Zone befinden, •°ttn nach dem englisch-französischen Abkommen N>n 1916 die Errichtung des arabischen [6{aa t e s oder eine Vereinigung der arabischen Staaten vorgesehen ist. Nichtsdestoweniger aber ALffe in Zukunft die arabische Macht ihre Rat- I | Möge und Unterstützung nicht mehr von der briti- Men, sondern von der französischen Regierung für ’M» Gebiete verlangen. Unter den Gebieten, wo- 1 **us die britischen Truppen zurückgezogen werden wüßten, befinde sich auch Cilicien, wo sich bereits Kanzösische Truppen sowie eine französische poetische Mission befänden.
G*t amerikanische Senat über den Frtebensvertrag.
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Neuer Waffenstillstandsbruch der Pole«.
wb. Berlin, 17. Sept. Am 9. September morgens griffendiePolen unter Bruch des Waffenstillstandes den Bahnhof Lewin auf der Streck« Tirschtiegel—Birnbaum an. Wie aus den Vernehmungen der überlebenden Leute der von den Polen angegriffenen Feldwache auf dem Bahnhof Lewin hervorgeht, haben sie den auf Posten stehenden Musketier Rotbart zunächst leicht verwundet. Als die Polen fluchtartig zurückgehen mußten, haben sie den Verwundeten mitgenommen, ihn etwa 400 Meter östlich der Wälder niedergeschlagen, b e = raubt und aus allernächster Entfernung durch Kopfschuß getötet.
Die deutsche Ostmark. '
Marienburg, 17. Sept. Die Deutsche Bolks- partei hielt gestern hier ihren Provinzialverbandstag ür Westpreußen ob. Dr. Stresemann richtete einen Appell an bas Deutschtum. Dir Weltgeschichte kehe nicht still. Der Fnedensvertrag von Versailles werde im Rahmen der Völkerentwicklung nur eine Episode sein können. Der alte Kampf zwischen Germanentum und Polentum ,der zugleich ein Kampf der Weltanschauungen ist, werde weiter gehen hier im Osten. Denn was auf diesen Gebieten jetzt mit herausgenommen wird an Polen, Städte, die so deutsch rnd, wie Graudenz und andere, gehöre mit seiner Seele zum Deutschtum, wie der Dom von Straßburg zum Deutschtum gehöre, und nicht zu Frankreich, dem die Franzosen ihm glauben zusprechen zu können. Unsere Gefühle könne man uns durch keine Staatsverträge aus der Seele herausreißen. Zu Einfachheit und Selbstzucht des alten Preußen müßten wir zurückkehren, abwenden uns von dem Schlernmertum deS Materialismus, das uns verweichliche und besudele. Dann würden wir die nnS immer wesensfremden Ideen des Bolschewismus und verwandter Gebilde mit ihren auflösenden Tendenzen überwinden.
witu, wcyuiui um 3VIDTI* SP!! 5® tm amerikanischen Senat die Aussprache über Wl* T't Friedensvertrag. Sie wurde mit einer Rede •U demokratischen Senators Jones au» Neu- Mrriko eröffnet, bet energisch auf Annahme bes «ttrages ohne Abänderungen btang.
. Der „Newyork Herald" meldet, daß die den Sriedcnsvertrag betreffenden Verhandlungen im ®®nat sehr langsam fortschreiten. Es wird erwar- daß die endgültige Abstimmung nicht vor dem " Otto bet stattfindet.
^mchrn Kolonien erzeugt. Die französischen Ka- b Ml fitolien müßten zukünftig anstatt ins Ausland zu ^hrhen, zur Entwicklung der Produktion Frankreichs «md feiner Kolonien dienen. Andererseits wird die Möglichkeit vorhanden sein, in Deutschland Willige Erzeugnisse zu kaufen. Vivi-
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