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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

ifetew,

Der«nzeigenprei, beträgt fflr btt 8gej». Seile30 J.u. 33'/,Leuerungszuschl. k t cvAt,-» = 40?, amtl. u. «u»»irt.40 4 u.S5'/.reucrunqszuschl. - 50 ?,MetUmexeile 04. ^uilkg

1919

Der Friede».

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wb. Versailles, 15. Sept. Im Resolutions-

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lkdite bewilligt haben, verlangt. Der Kongreß be­

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verlangen, um Erhebungen über die Ereignisse

über die Türkei.

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wo. Versailles. 15. Sept. Das Antwerpener

Neptune" nicldet: In Antwerpen wcr-

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entschl.ind erwartet.

Hcrrscbast der Ende erreichen

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die zu

auch mit einem Antrag der Nnabhängi- Sozialdemokraten, die eine Zusammen-

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dauer Korrespondent desEcho de Paris" will aus unterrichteter Quelle erfahren haben, daß Wilson der britischen Regierung mitteileu ließ, daß die

wird derFranks, überzeugt, daß die

ein^ellen. Der Gewerkschaftsverband hat sich mit Gompers einverstanden

5945. Da die (19. Januar:

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Der Neichswirtschaftsminister sagt in einem Auf­satz, in dem Stellung zur Frage des Abbaues der Zwangswirtschaft genommen wird: Gibt man unsern Bewirtschaftung völlig frei, so wie es, wenn auch nicht allgemein, in Agrarierkreisen gefordert wird, so. würde» sich sehr bald Zustände Herausstellen, über deren Wirk^ ungen diejenigen, die heute diese Forderung erheben, lebhaft überrascht wären. Die deutsche Volkswirtschaft wird in absehbarer Zeit noch eine Mischung voll freier Wirtschaft und Zwangswirtschaft ertragen miif* en. Auf dem Lebensmittelmarkt kann gegenwärtig ein weiterer Abbau in wichtigen Nahrungsmittel» nicht erfolgen. Gegen diejenigen, die aus gewinn­süchtiger Absicht das Brotgetreide nicht abliefern, muß mit aller Schärfe vorgegangen werden. Das gleiche gilt für die Bewirtschaftung von Vieh und Kartoffeln

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an, zu

Wahlbeteiligung diesmal sehr schwach war

81,45 v. H., 26. Januar: 75 v. H. un>

der Polizisten erklärt.

Kein wb.

euro- iiber-

wb. Amsterdam, 15. Sept. Das Pressebüro Radio meldet aus Seattle, daß Wilson und der Marinesekretär Daniels im Puget Sound eine Pa­rade über die amerikanische Pacificflotte abgenom­men habe. Als der Präsident an der Flotte vor­beifuhr, feuerten 51 Kriegsschiffe Salut.

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richtete an das internationale Komitee vom Roten Kreuz in Bern ein in herzlichen Worten gehaltenes Danktelegramm wegen seiner Bemühungen um die Auslieferung der deutschen Kriegsgefangenen.

wb. Mannheim, 15. Sept. Etwa 1000 deutsche Kriegsgefangene, besonders Badener, trafen heute vor- mittag hier ein und wurden nach dem Durchgangslager gebracht, von wo sie in wenigen Tagen nach der Hei­mat befördert werden. Sie befinden sich alle in guter Stimmung und.Verfassung.

wb. Versailles, 15. Sept. Major Dr audt, der dieser Tage in der Lage war, ein englisches Kriegsgefangenenlager bei Boulogue-sO:- Mer zu besuchen, besichtigte gestern unter Führung eines französischen Oberstleutnants in der Gegend von Compiegne auch zwei französische Gefangenenkompag­nien im Wiederaufbangebiet. Der Eindruck, den Major Draudt empfing, war befriedigend, da die Kriegsgefangenen allgemein gut aussahen und erklär­ten, sie seien ausreichend ernährt und die Unterkunfts- Verhältnisse den primitiven Bedingungen des zerstör­ten Gebietes entsprechen. Es konnte erfreulicherweise in einigen Fällen ein rein menschliches Verhältnis der Kriegsgefangenen zu der französischen Bevölkerung be­obachtet werden. Die Bekleidung der Kriegsgefangenen ließ manches zu wünschen übrig. Für den sestgestellten Mangel an Unterkleidung wurde sranzöfischerfeits M- hilse zugesagt. A uch bei den gestrigen Besuchen konnte ein lebhaftes Interesse für die inneren politischen Ver­hältnisse Deutschlands und der ernste Wille zur Mit­arbeit am Wiederaufblühen des Vaterlandes festge­stellt werden.

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b7tH "Hilt,

*>* Rußland anzustellen. Auf Antrag Renaudek wird en Verlangen dein Vcrwaliungsausfchzch zur Prü-

Tie Rückkehr der Kriegsgefangenen.

wb. Berlin, 15. Sept. Reichskanzler Baue

vedeusvertrag durch die sozialistischen Erwählten licht ratifiziert werden darf." Die Tagesordnung

'JW *tbe mit 1427 Stimmen angenommen. 490 Kon- kkßmitglieder stimmten für eine Tagesordnung, die ;r« w Ausschluß der Abgeordneten, die die letzten Kriegs-

Paris, 15. Sept. (Havas.) Der Lon-

Berlin, 16. Sept. Der republikanische Fiih- rerbuud hielt gestern feine erste öffentliche Ver- ämmlung ab. die eine Kundgebung für die Verfas- ung von Weimar darstellt. Zu einer Sensation führte das Auftreten des Offizier-Stellvertreters Neuendorf. Dieser erklärte"ehrenwortlich, daß er nicht vorbestraft sei. Er wies feinen Paß vom Regiment Reinhardt vor, in dem seine Führung als sehr gut bezeichnet wird.

mfen. 'm»» Dem. t btt lenaw

Ieptember abstimmcn, sodaß die Beendigung Ieiegszustaudcs zwischen Deutschland und Frankreich ter ersten Oktoberwoche ausgesprochen werde.

Die französtschen Sozialisten gegen die Rati­fizierung.

neuen »Regierung in wird.

Amsterdam, 15. Sept. Der Ncwvorker Korre­spondent derDaily Mail" meldet, daß bei den nächsten aineritanischcn Präsidentschaftswablen die Republikaner den Generalmajor Wood als Kandidaten aufstellen werden.

wb. Amsterdam, 15. Sept. DerN. Rott. Cour." meidet aus Newyork, daß Gompers einen neuen

Verhältnisse ans d iesem Wege eingetreten ist, können di« Be rbrauch er nicht schutzlos der Ausplünder­ung durch gewissenlose Wucherer preisgegeben werden. Deshalb müßten für die frei gegebenen wie für bi# bewirtschafteten Artikel angemessen« Preis« festgesetzt werden, und jeder, der sie überschreitet, Erzeuger, Händler oder Gelegenheitsschieber, sei mit drakonischen Strafen, die neben empfindliche» Freiheitsstrafen bis zur völligen Vermögens« konfiskation gehen müßten, zu belegen. Um hoi Verschwinden der Waren zu vereiteln, müßte in gleicher ' Weise gegen diejenigen vorgegangen werden, die Wan» über ihren persönlichen Bedarf hinaus spekulativ ja» rückhalten. Die Strafen, die jetzt oft für Verstößt gegen Lebensmitteloerorduungen verhängt werden, neh­men sich gegenüber dien erzielten Wuchergewinn tote schäbige Trinkgelder aus, die naturgemäß jeder ab» . schreckenden Wirkung entbehren. Jedenfalls, so schließt der Minister, wie die Dinge zurzeit stehen, kann cf nicht gut weiter gehen. Die öffentliche Bewirtschaft? ung in der bisherigen Form droht zur Farce g» werde». Dem Volke ist nicht damit gedient, daß in zahlreichen Kriegsgesellschaften und Büros Tausend^ von Personen Berge von Papier vollschreiben und Kar» 1 ten und Marken sortieren, während Schleichhandel und Schiebungen aller Art immer üppiger in- Kraut schießen." >

amtl u <u»»ert.4O 4 u.25'/.r»uerunpSzuschl. = 50 <-,MefIeme«i . 1.50.«. Jeder Rabatt gilt al, Barrabatt. Set Must b. bte «eichäftsst.». «er- wittlg. b. Mnieb. 25 4. «onberzebtlbr. Postjcheckk.: Ar. 5015 Ami Fr i tts, a. M.

Htzt nur 32 v. £>.), so sind auch die Stimmen der Rech­ten zurückgegangen Für die Deutsche VolkSpartei ergibt ich folgendes Bild: 1g. Jan.: 13 413, 26. Jan.: 6469 uni jetzt 5850. Hingegen haben sich die DeutschnationaleA einigermaßen auf der Höhe gehalten: 1g. Jan.: 31 637. 26. Jan.: 32449, jetzt: 26406. Die prozentuale Beteiligung der Parteien an den Gesamtergebnissen zeigt am besten den Ruck nach rechts. Es ergibt sich da für die Sozialdemo« traten: 19. Januar: 42 v. H., 26. Januar: 42,5 v. tz., ejtzt: 32 v. H. Tie Demokraten: 19. Januar: 21 v. H., 26. Januar: 21 b. H., jetzt 7,67 v. H. Tie Unabhängig gen: 19. Januar: 3 v. H 26. Januar: 2 v. H.« jetzt:

wb. Paris, 15. Sept. (Reuter.) DerTcmps" Edet, daß der rumänische Gesandte in Paris ein Tele- Minin aus Bukarest erhalten, hat, das die Mitteilung Mält, daß Bratianu z u r ü ck g e t r e t c n ist, da $ den Friedensvcrtrag mit Oesterreich nicht nntcr- Wneu kann, ivcil er der Ansicht ist, daß einzelne Be- WHuui(tcu des Vertrages einen Eingriff in die Rechte

Perm, wo er gefangen gehalten worden war, flüchtet ist. Er befindet sich augenblicklich Hauptquartier Koltschaks und schickt sich die Rolle eines Kronprätendenten ipielen.

Schwere Schlappe der Rätetruppe«.

Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen

Ter Miincheuer Geiselmord vor Gericht.

Die Aikträge des Staatsanwalts.

München, 15. Sept. Im Eeifelmordprozeß beantragte der Staatsanwalt das folgende Urteil: die Todesstrafe gegen die Angeklagten Fritz Seidl, Johann Widl, Schickelhofer, Johann Seidl, Heffelmann, Lermer, Purzel, Fehmer, Hannes und Riethmeier, 15 Jahre Zuchthaus gegen den An< geklagten Efell, 10 Jahre Zuchthaus gegen die An­geklagten Kick, Völkl, Huber und Schmittele und Freis p'r'u ch gegen den Angeklagten Petermaier.

Marburg

Dienstag, 16. September

Vorschlag gemacht hat, damit die Polizisten in Boston isen Ausstand

wb. London, 15. Sept. (Reuter.) Das Kriegsamt teilt mit, daß der rechte Flügel der Frei­willigenarmee unter General Wrängel während der letzten Wochen in heftigen, erfolgreichen Kämpfen zur Verteidigung von Zarizin gegen wiederholte bolschewistische Angriffe verwickelt

3i(t." gemeldet: Man ist hier fest

Ans dem besetzten (Met.

D a r m st a d t , 16. Sept. In Griesheim food vor kurzem eine Prügelet zwischen weißen ivnb farbigen Waffenbrüdern statt von derartigem Umfang, daß gnerit die weiße Infanterie verlegt wurde und jetzt auch die Farbigen das Feld räumen mußten.

Frankfurt a. M., 16. Sept. Ans Birkenfeld

Oberst Reinhardt.

wb. Berlin, 15. Sept. Oberst Rekuharvt, Führer einer Reichswehrbrigadc, war von dem Offizler- stellvertreter Reuen darf öffentlich vorgeworfcn war- den, daß er die Regierung als Lumpengesindel und die schwarz-rot-goldene Fahne alsJudenfahne" bezeichnet Hobe. Hierzu verlautet an zuständiger Stelle: Die An­klagen gegen Oberst Reinhardt sind ein Racheakt Neuendorfs wegen seiner Dienstentlassung, die seinerzeit Ivegen grober Pflichtverletzung erfolgte. Wie äußerst vorsichtig die Angaben Neuendorfs bewertet werden müssen, geht aus seinen Vorstrafen hervor. Tie Firma ,Qrobert in Heidelberg teilt mit, daß Neuendorf etwa seit 1901 bei ihr in Stellung geiuefeit und ivegen Unter­schlagung zu Gefängnis verurteilt worden sei. Sine Anfrage bei der StmrtSamvaltschaft I in Berlin ergab die Bestrafung Neuendorfs mit Gefängnis wegen Ur- snndenfölschnng Hausfriedensbruch, Aufforderung zu strafbaren Handlungen, wegen Entlaufens als Schiffs­junge und Hehlerei Am 16. April 1918 wurde Neuen­dorf durch kriegsgerichtliches Jtrfcil zu sechs Monaten Gefängnis utjb Degradation verurteilt. Wie es Neuen­dorf anscheinend mtt gefälschten Militärvapieren ge­lungen ist, wieder in der Truppe zu erscheinen, wie und ob er zum Offizierstellvertreter befördert worden ist, kennte bisher noch nicht festgestellt werden. Trotzdem die Glaubwürdigkeit NencndorfS demnach in äußerst zweifelhaftem Licht erscheint, sind von zuständiger Seite sofort Ermittelungen über die Angelegenheit des Oberst Reinhardt eingeleitet wordci;, die folgendes Ergebnis hatten: 1. Oberst Reinhardt betrieb bei den Truppen keine monarchistische Propaganda. 2. Die Angaben Neuendorfs betr. die angeblichen Aeußerungen dcS Ober­sten Reinhardt sind nach Form und Inhalt unwahr, besonders hat letzterer niemals durch öffentliches Reden daS Ansehen der Regierung herobzusehen versucht.

* !rrweigeruuq der Kr:di e die Grundlag? der so- Hau»- stilistischen Einheit bilden muß. Die sozialistische n Parlament muß der Regierung alle Mittel

A m s: e r d a IN , 15. Sept. Tas Pressebüro Radio ans Kapstadt, daß der südafrikanische >at btn Fried.»Svertrag mit 30 gegen 5 Stimmen ''Ri ziert hat.

; Echleisung aller niederländischen Pefesiignngen?

iJ1'?- A m si e r d a in , 15. Sept. Es besteht die Mög- d.'.ß im niederländisni-belgi'chen Konflikt cir.c ^-einsiimwilng erzielt wird. Ten belgischen Schiffen, r^l lricgsschiifcn soll freie Fahrt auf der Scheide \rt tverven. Alle niederländischen Befestigungen, i? ^e Forts von Vlissiugen, sollen geschleift wer-

kif SchiffeGouda",Atlantic" undHersfeld" Ladungen von Getreide und Hanf aus Argentinien 3*i1.; i 1 rGf a»" z»4

, «weigern, die die bürgerliche Gesellschaft und ihre itiVt. chul nug in ihrer Macht sichcrstellen. Sie muß in»

«t tt Kongreß tadelt sie deshalb. Er erklärt, daß der wilT"

ktiingen sowie das gesamte Budget ab lehn en. He «lf Dupntierten der Par ei, die trotz bierer Be- vmung Kredite bewilligt haben, haben sich in schwer-

Rußland.

Großfürst Michael bei Koltfchak?

wb. Paris, 15. Sept. (Havas.) DieHu- manitd" erklärt, daß Großfürst Michael Roma­now, der Bruder des verstorbenen Zaren, aus

larbelt hohem er Bi. 6 7973 11.

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Die Vergewaltigung Persiens.

wb. V e r j a i l l e s , 15. Sept. Nach Meldungen r*5 Teheran verstärkt sich die Opposition gegen das ^lsifchrenglifchc Abkommen derart, daß man Un- ^efr4tct. Etwa zwanzig politische Persön- von Rang wurden verhaftet,, darunter latere ehemalige Minister, die im Verdacht die Agitation genährt zu haben. Sie wur- nach Kaschan deportiert. Der Minister- Wsident droht die strengsten Maßnahmen gegen Opposition an.

Vereinigten Strraten entschlossen seien, entferntesten ein Mandat weder über päische noch über die asiatische Türkei nehmen.

Flottenparade vor Wilson.

Roch keine Antwort über Danzig.

Berlin, 15. Kept. Da auf die Note der deut­le» Regierung an die Verbündeten vom 13. Säug., psrtn um Auskunft über das Schicksal des künf­tigen Freistaates Danzig gebeten wurde, bisher -ine Antwort noch nicht erfolgte, ließ, wie die Foff. Ztg." erfährt, Deutschland nunmehr eine Mahnung nach Versailles abgehen.

Bevorstehende Ratifizierung in Frankreich.

wb. Versailles, 15. Sept. Marcel Hutin sagt M seiner letzten Ucbersicht über die parlamentarischen Verhandlungen, daß man nunmehr glaube, daß die Daiifizierung des FriedensverttageS in der Kammer kud- der Woche erfolge. Der Senat werde dann am 27.

M-».

mit tt er We se gegen die PartcidiSziplin vergangen, und

en Kongresses teilte Marcel Cachin mit, daß die Mission dem Kongreß folgende Tagesordnung vor- ug:Der nationale Kongreß, der von verschiedenen rationen Beschwerden über die Handlungen von sozialistischen Tepui irrten, die zwei Mal die von Her bürgerlichen Regierung verlangten Kredite be-

des r um li ui scheu und serbische« Kabinetts.

An crika.

amcrikauifches Mandat

«izedcssen die militäcisch-n Kredite für kotoniale Er-

«ntkr^Msschuß des außerordentlichen nationalen sozialisti-

Deutzches

Die steigende Not an Benzin und verwandten Bc< triebsstoffen und die Gefahr, daß wir etwa im Dezember vor der Erschöpfung dieser Mittel stchcn, wird, toti dieSB. Z." erfährt, radikale Maßnahmen der .Regierung veranlassen. U. a. schweben Cctvägungcn da­rüber, den gesamten K r a f tiva g e u ve r ke h r im Ssteiche in der Zeit zwischen zwölf Uhr nachts uufc 6 Uhr morgens sowie während des ganzen SonniagS zu ver­bieten. Für Aerzke und ähnliche Kategorien werden voraussichtlich die notwendigen Ausno'nnen zugclasscn.

Der Ruck «ach rechts in Oberhessen. Ti« Provi» ziaklandtagSwahlcn in Oberhessen haben, wie berichtet, eine, wenn auch knappe, Mehrheit der Rechten ergeben. Auf die verbundenen Wahlvorschläge der Deutschnatio­nalen und des Bauernbundes entfielen 26 407 Stimmen, auf die der anderen Parteien: Sozialdemokraten 19869, Unabhängige 5945, Deutsche Vollspartei 5850, Demokra­ten 4622. Die beiden Rechtsparteien haben also von den 62 693 gültigen Stimmen 32 257 erhalten. Tie Dec- chiebung der Stimmen nach rechts ist sehr erheblich. Ge­radezu vernichtend ist das Ergebnis für die Demo» lratische Partei. Sie zählte am 19. Januar (Rational- Versammlung) 33 837 Stimmen, am 26, Januar i Volks« kammers 80 756 und jetzt 4022 Stimmen. Für die So­zialdemokraten sind die entsprechenden Zahlen: 19. Ja­nuar: 67 478, 26. Januar: 62 324, jetzt 19 869 Stim­men. Dafür haben trie Unabhängigen einen gewiss«! Zuwachs: 19. Januar: 4954, 26. Januar: 8088, jetzt:

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ZwanqSMrkschnst mib frei Wirtschaft.

Ter preußische Landwirtschaftsminister Braun fteht in der Frage der Zwangswirtschaft in einem ge­wissen Gegensatz zu dem Reichsministerium, in Son­derheit zu dem Reickiswittschastsminister Schmidt. Minister Braun weist in einem Aufsatz imVorwärts" auf die Nottoeudigkeit der öffentlichen Bewirtschaftung für Brot und Fleisch hin, fordert aber die Freigabe der Gerste zur Schweinemast nach Sicherstellung der zur Nährmittelerzeugung erfordert hen Menge, damit wir schnellstens Fleisch und Frttproduzieren können. Denn es sei besser, das Geld, das wir für amerikanischen Speck ausgeben, zum Ankans von aus­ländischen Futtermitteln zu verwenden und damit das Fleisch und Fett im eigenen Laude zu erzeugen. Die Freigabe der Kartoffeln hat der Landwirt­schaftsminister zur Erwägung empfohlen, nachdem sich der Ernteertrag übersehen läßt. Schon im verflossenen Erntejahr sei der Bedarf der Verbraucher kaum zur Hälfte aus den beschlagnahmten Beständen auf Kar­ten gedeckt worden. Den größten Teil des Bedarfs haben sie sich auf Schleichwegen mühsam beschaf­fen muffen. In diesem Jahre könnte es noch schlim­mer werden. Da solle man ernstlich erwägen, ob es nicht an der Zeit sei, neue Wege einzuschlagen anstatt den Karren im alten Gleise laufen zu lassen, bis er vollends in den Graben stürzt. Es erscheine geboten, die öffentliche Bewirtschaftung mit dem Ziele des Abbaues auf das notwendigste Maß zu ieschränken und dort mit Nachd ruck durchzn- ühren, im übrigen aber Lust zu lassen. Die Er- ahrung mit der Freigabe des Hafers scheine allerdings gegen jede weitere Lockerung der Zwangswirtschaft zu sprechen. Solange die Knappheit anhalte, würden wir i)as bei jedem weiteren freigegebenen Produkt erleben. Darüber müssen wir hinweg,' und wir "werden über sieses Uebergaugsstadium um jo schneller Hinweg­kommen, als es uns gelingt, durch Steigerung iierErzeugung das Angebot zu vermehren und da- iiurch einen dauernden Preisdruck auszuüben. Daher st die Belieferung der Landwirtschaft mit künft- lichenDüngemitteln und mit alten anderen der Produktionssteigerung dienenden Materialien die wich­tigste Maßnahme, um die Preisg?staltuug auf dem Lebensmittelmarkt wieder in gesunde Bahnen zu len­ke». Freilich, bis )ic völlige Gesundung der Markt-!

«b. B e l g r a d , 15. Sept. (Havas.) Der Rück- , 21. = Kabinetts wird bestätigt. In einem amt- . wii Schreiben, das vom 12. September datiert ist, ^ird ausgesührt, daß der Rücktritt in den diplo- fischen Schwierigkeiten liegt, die dazu gesührt M **!!, daß Südftawien sich w e i g e r te, den Frie- M «niorortrag mit Oesterreich zu unterzeichnen.

DieOberhessische Zeitung- erscheint sechsmal wöchentlich. Der 1« Qlß Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 frei in» Hau«; darch die Bsst ylx.1" 1.75 ahne Bestellgeld Berlag von Dr. C. Hitzerath. Druck der Univ - Duchdr. von I o h. A u g. Koch. SDiartt 21/23. Fernsprecher 55.

war. Die Schlacht endete schließlich mit einer schweren Schlappe des Feindes, der an Wrangel 9000 Gefangene, 11 Geschütze und über 100 Ma­schinengewehre verlor. Drei bolschewistische Regi­menter wurden umzingelt, zwei andere vernichtet.