mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
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Die „OberhefsNche Zeitung" erscheint sechsmal «Schentlich.
Der
Marburg
Q4 i Bezuarprri« beträot monatlich 1.60 JL frei niS Haus; durch die Pokt Jfo £Ut 1.75 ohne »esteSgeld - Verleg »on Or L. Hitzeroth. — Druck der V .. . P.7 . C ' /V r- tW . A X QB 01 /OQ k7 -
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Univ -Vuchdr. von I oh. Au g. Noch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
Die wirtschaftliche Lage
Erstes Blatt
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krafttreten des Friedensvertrages von den zuständigen deutschen gesetzgebenden Gewalten gebilligt werden."
Die NtiSkehr der Kriegsgefangenen.
wb. Berlin, 12. Sept. Die Reichszentialstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit, daß der Abtransport der in amerikanischer Hand in Frankreich befindlichen Gefangenen bereits am 13. September beginnt. Tie ersten Transporte tver- den der Reihe nach den Durchgangslagern Wetzlar, Gießen, Rastatt, Limburg und Mannheim zugeführt-.
Wb. Boston, 12. Sept. (Reutsr.) Gestern abend kam e- infolge eines Polizeiausstandes zu weiteren Ausschreitungen. ES wurde eine starke Truppcn- abteikung zur Wiederüerstellung der Ordnung aufgc- bcten. Bei den Kämpfen in den Strasten wurden drei Personen getötet und mehrere verwundet.
Mgcmeinansstand auSgebrochen. Es verkehren nur LebenSmittelzüge.
Landau, 11. Dept. Der Führer der LoZlösungs- bestrebungen der Pfalz von Deutschland Chemiker Dr. Haast in Landau wurde von dem Korp» Bayern in Würzburg, dessen Philister er war, wegen seiner lande«- verrätcrischen Bestrebungen cum infam» dimittiert.
wb. Metz, 12. Sept. (HavaS.) Seit Donnerstag ist auf dem ganzen elsaß-lothringischen Eifenbohunotz her
Ans dem besetzten Gebiet.
Die „französische Provinz Bikenseld".
Frankfurt, 12. Sept. Wie die preußische Uebernahmestelle für die deutschen Flüchtlinge mitteilt, erschien am Donerstag ein aus dem Fiirsten- tum Birkenfeld ausgewiesener Einwohner bei ihr, der auf seiner von der französischen Besatzungsbehörde ausgestellten Ausweiskarte den Stempelaufdruck hatte: R^publiqu« Franxaife, Province Birkenfeld.
Ungarn.
Baldiger Abzug der Rumäne« aus Budapest.
wb. Wien, 12. Sept. Der „Neue Tag" veröffentlicht eine Unterredung seines Budapester Sonderberichterstatters mit dem rumänischen Oberkommissar in Budapest, Diamandi, worin dieser u. a. erklärte, daß die Rumänen, nachdem die Entwaffnung der bolschewistischen Armee beendet sei, binnen kürzester Zeit Budapest wieder verlassen würden. Die Rumänen wollten ebenso wie die übrigen Verbündeten eine demokratisch-liberale Koalitionsregierung auf breiter demokratischer, ja sozialdemokratischer Grundlage in Ungarn, aber nicht eine reaktionäre Regierung. Deshalb hatten sie auch den Erzherzog Josef gestürzt. „Wir werden," erklärte Diamandi zum Schluß, „Budapest nicht verlaffen, ohne uns die Sicherheit verschafft zu haben, daß hinter uns nicht die Unordnung ihr Haupt erhebt."
Deutsch-Oesterreich.
Ub. Wie«, 12. Dept. Der Kommandant Cecil Dill»« teilte im Auftrag de» Donaukommandanten Admiral TrmLridge dem Staatssekretär Zerdik mit, daß die Donau vo« jetzt ab für de« Handelsverkehr offen sei.
Oberschlesien.
wb. Danzig, 12. Sept. Gestern hielt sich in Danzig der amerikanische Oberstleutnant Hoosfeld auf, um zu prüfen, wieweit Danzig als Verpfle- gungsbafis für die amerikanischen Truppen in Betracht komme, da vielleicht später Oberschle- s Ä n besetzt werden soll. Nach der Konferenz Bjt den zuständigen Stellen reiste der amerikanische 4j^i.;tcr<«6enti3 nach Koblenz zurück.
wb. Warschau, 12. Sept. Die polnische Regierung ernannte zum Kommissar in Danzig den Grafen Potocft,
Berlin, 12. Sept. Die „Deutsche Mlg. Zeitg." schreibt zu der Antwort der Verbündeten auf die deutsche Note vom 5. September: Was hier verlangt wird, ist nichts anderes, als was die deutsche Regierung bereits in ihrer am 5. 9. übergebenen Antwortnote auf das Ultimatum erklärt hat. Eine Acilderung der Verfassung kommt also nicht in Frage. Es hätte erwartet werden können, daß sich die Entente mit der einmaligen Erklärung begnügte. Ein Zugeständnis ist es immerhin, daß die Billigung durch die gesetzgebenden Körperschaften erst innerhalb 14 Tagen nach dem Inkrafttreten des Friedensvertrages erfolgen soll.
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Die französischen Hoffnungen auf das SaargebiR.
wb. Paris, 12. <5cpL (Sjaoas.) Minister Loucheur sprach in der Kammer die feste Hoffnung aus, daß die Bevölkerung des Saargebietes sich nasch15 Jahren fürFrankreich aussprechen werde. Deutschland werde durchschnittlich jeden Monat 2’4 Millionen Tonnen Kohlen liefern müs- en einschl" denjenigen des Saargcbietes. Gegenwärtig kämen aber nur 1.668 Millionen Tonnen heraus. Er schätzt den Wert der aus Deutschland herangeführten Kohlen vor dem Krieg auf 2,5 Milliarden und erklärt, daß diese Ziffern verdoppelt werden könnten. Deutschland habe so die Möglichkeit, jährlich 3 Milliarden abzuzahlen. Der deutsche Steuerzahler werde anderthalb Mal st 8 r k e r belastet sein als der französische, wenn man die Mark zu 33 Centimes rechne.
Die italienische Opposition gegen die Ratifizierung.
wb. Amsterdam, 12. Sept. Die „Times" meldet aus Rom, daß die Minderheitssozialisten, die Sozialisten und die katholischen Mitglieder der Kammerkommission gegen die Ratifizierung des Friedensvertrages sind.
Die Verteilung der deutschen Handelsflotte.
wb. A in st e r d a m, 12. Sept. Dem Pressebüro Radio zufolge berichtet die „New Park Times", daß Großbritannien die Absicht habe, auf der Zuteilung von 21'y Millionen Tonnen von 3 Millionen Tonnen deutschen Schiffsraums, die nach der Ratifizierung des-Friedensvertrages von der Wie- dergutmachungskommifsion aufgeteilt werden sollen, zu bestehen.
Volksabstimmung in Tcschen.
wb. B e r s a i l l e s , 12. Sept. Die Fräse von Teschen ist gelöst. Der Oberste Rat beschloß mit Zustimmung der tschecho-siowakischen und der polnischen Friedensabordnung, daß die Bevölkerung von Teschen selbst über ihr Schicksal entscheiden soll. Die Volksabstimmung soll unter ähnlichen Bedingungen wie die in Oberschlesien stattfinden.
Bes^verdr Montenegros.
wb. Paris, 12. Sept. Die montenegrinische Regierung richtete an die Friedenskonferenz und an die Regierungen der Großmächte einen Protest wegen der Nichtbeteiligung Montenegros an der Unterzeichnung des österreichischen Friedensvertrages, das von Anfang an sich freiwillig auf die Seite der Verbündeten stellte und das mehr als 40 Prozent feiner Soldaten, über ein Drittel seiner Bevölkerung und schließlich seine nie angetastete Freiheit verlor,
wb. B e r n, 12. Sept. Wie das montenegrinische Konsulat in Genf bekannt gibt, sind zwischen den serbischen Besatzungstruppen und den Montenegrinern blutige KLmpfe aus^brochen, in denen die Serben 186 Tote und über 200 Verwundete hatten. Der serbisch« Oberbefehlshaber läßt schleunigst zwei Divisionen Verstärkungen von Cat-
Amerika.
Wilson» Rundreise.
wb. Haag, 12. Sept. Der „Nieuwe Notterd. Cour." meldet: Wilson erklärte in einer in North Dacota gehaltenen Rede, die Besprechung über den Friedensvertrag fei eine Frage über Kriegsder Frieden.
wb. Amsterdam, 12. Sept. Die „Newqork Times" meldet: Die Rundreise Wilsons sei nicht in jeder Hinsicht erfolgreich. Wilson entlockte zwar dem Publikum auf Koste« seiner Gegner Beifall, es seien aber wenig Anzeichen dafür vorhanden, daß es sich auch dessen Unterstützung erwerbe. Der Empfang, der Wilson bereitet werde, gelte mehr dem Präsidenten Amerikas und dem unterhaltenden Redner, als dem Evangelisten der neuen Weltordnung. Die meisten Berichterstatter, die Wilson begleiten, seien darüber einig, daß die Bevölkerung im Westen desEezänkes über den Völkerbund müde sei. Man wünsche, daß der Präsident und der Senat damit aufhören und so rasch wie möglich mit dem Vertrag vorwärts kommen. Die Westamerikaner wollen lieber ihre eigenen An- gslegenheite» behänd«!«, als Balkanprobleme lösen oder Armenien retten.
Der amerikanisch-französische vertrag.
wb. Amsterdam,12. Sept. Nach einer Meldung des „Nieuwe Rott. Cour." aus Newyork entschied der amerikanische Senat, daß gegen die Ratifizierung des amerikanisch-französischen Vertrages keine verfassungsmäßigen Hindernisse bestehen.
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Ne der MMetm.
wb. Berlin, 12. Sept. Nach einem Tclgramm ,tz«r deutschen Vertretung in Versailles vorn 12. September hat Ministerpräsident Clemenceau folgende 'Note vom 11. September überreicht:
Nach ihrer Note vom 2. d. Mts. haben die der büudeten Mächte die deutsche Regierung auf einen die Vezichungeu Den.schlands zu der österreichischen Republik betreffenden Artikel der neuen deutschen Verfassung hingewiesen, der mit den Bestimmungen des Frie iiensvertrages über dieselbe Frage nicht im Finklang steht. Die deutsche Regierung hat mit ihrer Kote vom 5. September geantwortet, daß tatsächlich kein Artikel, wie auch fein klarer Wortsinn immer jti, mit dem Friedensvertrag in Widerspruch stehen len», weil in der Verfassung ein anderer Artikel stche, der besagt, daß keine ihrer Bestimmungen dem Mrrtr.-.ge Eintrag tun kann. Tank diesem Kunstgriff konnte die deut'che Verfassung offenbar so ge pttbert werden, daß ihr Wortlaut jeder der Bestimm- ;engen des Friedensrerirages W'der' rräche. Sie könnte z. B. vorschreiben, daß ein deutsche- Heer von mehreren Millionen Mann im Wege der Aushebung gehalten werden solle, und wenn die verbündeten Mächte dar- wls aufmerksam machten, daß diese Bestimmung gegen ‘teil Vertrag sei, der die Stärke des deutschen Heeres ^enau begrenzt und die Aushekung un erjagt, so konnte 6« deutsche Regierung antworten, daß, wenn dies M sei, die Verfassung selbst in ihrem Artikel 178 Tine o* -"genbe Sicherheit vorgesehen habe, in dem sie oaß ni'in dem Vertrag durch die Versas- Pmg berührt werden kann. Mau könnte sagen, dies fei eine reine Hypothese, aber sie rechtfertigt sich, wenn «an den Artikel 112 der deut'ch-n Verfassung in seiner fetzigen Form liest, daß kein Deutscher zur Abur- «ilnng durch ein fremdes Gericht ausgeliesert werden darf, während der Vertrag ausdrücklich vorsieht, ge- tzisse Personen, die eines Verstoßes gegen die Gesetze r«d Gebräuche des Krieges angeklagt werden, auszu- (i e f e r n und vor ein fremdes Gericht zu stellen.
Nach der deutschen Antwort könne Artikel 178 Wvfgcnommen werden sein, um jeden möglichen Widerspruch zwischen den Vorschriften der Verfassung und kn Bedingungen des Friedensvertrages zu vermei- kn. Dies ist eine ausgezeichnete Absicht, wenn es sich UM'Widersprüche anfechtbarer und unvorherge- siheuer Art handelt, wie sie der Scharfsinn der Juristen in der Fassung zweier langer verwickelter Urkunden entdecken kann. Hier aber handelt es sich nicht um anfechtbare und nicht vorauszusehende Widersprüche. Die Widersprüche, gegen die sich der Protest der ver- blindeten Regierungen richte^, sind gewiß ftar und offenbar und können nur gewollt sein. Niemand »itu glauben, daß die Urheber der deutschen Bersas- fmig bei der Ausnahme des Artikels 61 und der Fest- Küliiug des Wortlautes des Arrikels 112 nicht wuß- ttt, daß diese Bestimmungen in sich selbst mit dem Jeentge Wochen vorher von Deutschland feierlich über- Jtemnienen Verpflichtungen unvereinbar waren.
Dieser Zustand darf nicht länger dauern. Die Deutsche Regierung erkennt an und erklärt, daß, wenn ^ie Verfassung und der Friedensvertrag in Wider jpruch stehen, die Verfassung nicht vorgehen kann. §tn Hinblick auf diese Anerkennung erwarten die verbündeten Mächte von der deutschen Regierung, daß ohne weiteren Verzug die Auslegung, die sie in ^ret Antwort vom 5. September 1919 den verbündeten , Mächten mitgereitt hat, in einer diplomatischen Urkunde, deren Wortlaut hier beigefügt wird, nie» krgelegt, sowie, daß diese Urkunde unverzüglich von tinem bevollmächtigten Vertreter der deutschen Neuerung in Gegenwart von Vertretern der verbündeten Hauptmächte in Versailles unterzeichnet und innechalb N» 14 Tagen nach dem Inkrafttreten des Friedens- drrtrageS von den zuständigen gesetzgebenden Gewalten Deutschlands gebilligt werden muß.
Anlage zu der Rot« Clömrnceaus.
„Der unterzeichnete,' gehörig Bevollmächtigte lob im Namen der deutschen Regierung Handelnde •ilennt an und erklärt, daß alle Vorschriften der kutschen Verfassung vom 11. August 1919, die mit kn Bestimmungen des in Versailles am 28. Zum 1819 unterzeichneten Friedensvertrages im Wider- idruch stehen, ungültig sind. Die deutsche Re- Uerung erklärt und erkennt an, daß demzufolge der Matz 2 des Artikels 61 der erwähnten Verfassung ^gültig ist, und daß namentlich die Zulassung Österreichischer Vertreter zikm Reichsrat nur statt- nuden kann, wenn gemäß Artikel 80 des Friedens- Ertrages der Wlkerbundsrat einer entsprechenden Änderung der internationalen Lage Oesterreichs ^Hestimmt haben wird. Die gegenwärtige Erkürung soll innerhalb von 14 Tagen nach dem Jn-
VII. T
Der Devisenmarkt II.
Ein ebenfalls sehr ungünstiges Bild bietet Me Entwickelung der französischen Valuta in de« letzten Monaten, wenn sie auch zahlenmäßig immer noch wesentlich günstiger dasteht als die deutsche. Frankreich hat sich während des Kriege» in großem Umfang an das Ausland verschuldet. Eine geringe Ausfuhr stand während der 4% Kriegsjahre einer steigenden Einfuhr gegenüber, und auch das erste Halbjahr läßt noch keine Besse« rung erkennen. Der Ueberfchuß der Einfuhr über die Ausfuhr betrug noch immer 10 Milliarden Franken, so daß, wenn keine Besserung eintritt, das Zahr 1919 eine weitere Steigerung der Auslandsverschuldung Frankreichs von 20 Milliarden Franken ergeben wird. Weiter «ngiinstig beein« flicht wurde die französische Valuta burd> die Lö» ung des Wähiungsabiommens mit ben Vereinigten Stcmten. Für den Dollar, der zu Jahresanfang noch 5,45 Fr. kostete, mußten Anfang Juli 6,62 Fr., Anfang August 7,27 Fr, und Ende August 8,05 Fr. bezahlt werden. In Zürich, wo das Difagio sich zu Beginn des Jahres auf 10 % ermäßigt hatte, hat es sich in zwischen auf über 30 % wieder erhöht und damit den ungünstigen Stand von 1918 wieder erreicht. Die Entwertung des französischen Franke» schwankt an den verschiedenen Börsenplätzen zurzeit zwischen 20 und 55 %. Sie betrug Ende August: London 35 %, Amsterdam 30,2%, Kopenhagen 20,8 %, Kristiania 24,6 %, New tzork 55,6%, Zürich 29,2 %, Stockholm 30 %.
Auch der englischen Valuta waren di« beiden letzten Monate wenig günstig. Trotzdem hält sich die Entwertung des Sterlings in erträglichen Grenzen. Sie wird nur gegenüber Spanien und den Vereinigten Staaten mit 12—13 % etwas größer. Die Bedeutung des Außenhandels für die englische Volkswirtschaft läßt es begreiflich erscheinen, daß die Oeffentlichkeit dort diese Entwicklung mit Sorge verfolgt und namentlich nach Mittel» zur Wiederherstellung normaler Währungsverhältnisse mit den Vereinigten Staaten sucht. Im erste» Halbjahr 1919 erreichte der Ueberfchuß der Einfuhr über die Ausfuhr die Höh« von 326,8 Mill. Pfund, so daß für das ganze Jahr mit einer passiven Handelsbilanz von 650 Mill. Pfund ;i rechnen ist. Besondere Aufmerksamkeit widmet man den Fragen des Exports. Als ein wichtiges Glied unter de» zur MrderirnA bet Ausfuhr getroffenen Maßnahmen sind, neben, der Expansion im Bankwesen, die mit staatlicher Unterstützung neu geschaffenen Stellen zur Gewährung von Krediten an den Export zu betrachten. Im einzelnen notierte das Pfund Sterling mit einem Agis in Paris 34,4 %, Kristiania 0,8 %, Kopenhagen, 6,4 %; mit einem Disagio in New Pork 13,2 %, Amsterdam 6,5 %, Madrid 12,5 %, Zürich 5,2 %, Stockholm 5,3%.
Die Vereinigten Staaten haben auch hinsichtlich des Wertes ihrer Valuta den Krieg schnell überwunden. Gegenüber sämtlichen europäischen Ländern haben die letzten Monate eine erhebliche Besserung gebracht, so daß der Dollar, der an den neutralen Plätzen vorübergehend, während der Teilnahme Amerikas am Krieg, ebenfalls entwertet war, jetzt gegenüber allen europäischen Währungen mit einem erheblichen Agio notiert wird. Er betrug Ende August gegenüber London 13,5 %, Zürich 9,1 %, Stockholm 9,7%, Kristiania 16,4%, Paris 56,4%, Amsterdam 8%, Kopenhagen 22,8%, Madrid 0,8%.
Die italienische Valuta, die während des Krieges eine außerockentliche Entwertung erfahren und' Mitte 1918 in der Schweiz fast 60«/. ihres Wette« eingebüßt hatte, konnte nach der Aufnahme Italien« in das interalliierte Währungskartell sich schnell er« heben und im Frühjahr 1919 in der Schweiz 75°/» ihres Frittiensstandes wieder erreichen. In den letzten Monaten hat jedoch die ungünstige weltwirtschaftlich« Lage Italiens eine neue Abwärtsbewegung feine« Valuta herbeigeführt chie End« August in der Schwei, nur noch einen Kurs von 59 hatte.
Noch weiter verfchlechtett haben sich die Währung?« Verhältnisse Deutsch-Oesterreichs. Die Devif« Wien notierte in Zürich ®nbt August nur noch H Cents.
Di« Tschecho-Slowakei konnte aus bei zwangsweisen Einschränkung des Notenumlaufs die er« wartete Besserung ihrer Valuta nicht erzielen. Si« hat ebenfalls eine sehr stark« Entwertung erfahre^ und notiert in der Schweiz mit nur 19'/, Cents, toSpi renb 100 Start in Prag mit 1453/, Kr. bezahlt werde».
Stumpf. ;
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wb. Amsterdam, 12. Sept. Laut „ÄHgetneeW Handelsblad" begab sich die vormalige deutsch« Ikon« Prinzessin mit Kindern und Gefolge nach Anrerrmg«».