mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oderhessen
Marburg
1» Oll Bezugspreis beträgt wo
VwS- «11 1.75 ohne HesteRgeid —
mu..,,Äx, 1 n 1.60X. Jeder Rabatt gilt eis Barrabatt. — Bei Hust. b. die «e,chäst»st. u. Ver-
Mntwoch, 10. Skptemder mittig, fc.lwgeb. 15 SonbergebLhr.-Voftsche«.: Nr.50lSAmtFran:,.a. M.
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i vollauf berechtigt, Vorsorge für den künftigen Zu-
Nenn es annehme, daß der Völkerbund diesen Plan
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früher chönen wendig,
tti. Kattowitz, 9. Sept. Wie die „Schlesische Zeitung" berichtet, lastet auf Oberschlesien trotz der beruhigenden Berichte des Generalkommandos eine gewisse Schwüle. Der Anschlag auf die Eisenbahnbrücke bei Löwen hat einen starken Eindruck gemacht. Man vermutet, dast es sich wieder um einen Anschlag von polnischer Seite handelt, um dir Bahnverbindung nach Obcrschlesien zu unterbinden.
Bei Siebersdorf im Kreise Plest wurde eine deutsche Kavalleriepatrouille aus dem Hiriterhalte von Polen erschossen. Polnische Bandenangcifse auf die Dominien Rudolfowitz, Gottfchakkewitz und Godow wurden abgewiesen.
Aus New Uork wird gemeldet, .daß der Leüensmit- (Äkontrolleur mitgcteilt habe, daß während der Winter
belt auch Lloyd George über eine ähirliche Vortragsreise in Amerika.
Die Türkei gegen fremde Einmischung.
wb. Amsterdam, 9. Sept. Die „Times" meldet aus Paris, daß der türkische Eroßwesir in einer Unterredung erklärte, er sei dagegen, daß irgendeine Macht ein Mandat über die Türkei erhält. Die Türkei würde nicht dulden, daß eine fremde Macht sich in ihre Angelegenheiten einmische und könne nur technische oder wirtschaftliche Unterstützung annehmen. Den Grundsätzen Wilsons zufolge hat die Türkei das Recht, sich dem Völkerbund anzuschließen. «
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Spaltlmq unter den Bolschewisten?
wb. Amsterdam, 9. Sept. Reuter meldet, daß Anzeichen auf eine Spaltung unter den Bolschewisten, insbesondere in Nordwestrußland, und die Bildung einer neuen Grupve, die die radikale Politik Lenins und Trotzkis nicht mitmachen will, hindeuten.
wb. Amsterdam, 9. Sept- Das Pressebüro Radio meldet aus Horsea, daß in London die Nachricht cingetrosfen sei, daß der Sowjet von Twer seine Unabhängigkeit von der zentralen Sowjetregierung er- llärte.
krieges so ruhebedürftig, daß es schwer sein werde, sie zu einem neuen Kriegszug zu vers wenden. Daher werde England alle kriegerische» Operationen in Rordrutzland aufgeben. Der Heimtransport der in Murman befindlichen eng« lischen Truppen habe bereits begonnen. Die Heimschaffung der Verbleibenden sei nur eine Frage der Zeit. In keinem Falle werde die englische Regierung neue Truppen gegen Rußland senden. Z« englischen Regieruugskreisen herrsche die Ansicht, daß man in England die Entwickelung der Per- hältnisse in Rußland als Außenstehender verfolgen, jedoch eine bewaffnete Einmischung vermeide» müsse. Er glaube nicht, daß Petersburg in der nächsten Zukunft genommen werde.
Die polnisch-litauischen Kämpfe.
B e r l i n, 9. Sept. Der „Lok.-Anz." bringt eine „Times"-Meldung aus Warschau, wonach sich die polnischen Truppen längs des nördlichen Abschnitts der Eisenbahnlinie Wilna—Dünaburg im Kampfe mit den Litauern befänden. Die Polen ständen beinahe in Dünaburg.
wb. K L n i g s b e r g i. Pr., 9. Sept. Die R au » mung Litauens südlich der Memel ist plan- mäßig ohne Zwischenfälle verlaufen.
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®*H Angriff gegen Petersburg? — Keine Beteiligung Englands.
wb. A m st e r d a m, 9. Sept. Englischen Blättern zufolge meldet „Central News" aus Helstng- fors: Wie verlautet, wurde wegen der zu erwartenden Offensive der Verbündeten gegen Petersburg die Zivilbevölkerung von Kronstadt, Kras- naja-Gorka und Oranienbaum nach dem Innern Rußlands gebracht.
wb. Helsingfors, 9. Sept. In einer Unterredung mit einem Vertreter des Helsingforse: „Sa- nomat" äußerte der hiesige englische Geschäftsträger, daß auf eine aktive Teilnahme Englands an dem Vorgehen gegen die Bolschewiki kaum zu rechnen sei, da der Gedanke in verschiedenen politischen Kreisen Englands auf scharfen Widerspruch stoße. Auch fet die Armee nach den Beschwerden des Welt-
rikanischen Abordnung verworfen wurde.
Die amerikanischen Delegierten vertreten die Auffassung, daß Artikel 80 des Friedensvertrages Kti kein absolutes Anfchlrrßvrrbot enthält. Sie bemühen sich, den jetzt anhängigen Rechtsstreit so zu erledigen, daß dadurch ein späterer freiwilliger An- Muß Deutsch-Oesterreichs nach Bildung des Völker- huudes nicht mehr ausgeschlossen wird.
Die Vergewaltigung der Selbstbestimmung.
wb. L o n d o n , 9. Sept. „Daily News" schreibt, der Streid zwischen den Verbündeten und der deutschen Regierung über die Beziehungen Deutsch- lands zu Deutsch-Oesterreich sei in jeder Hinsicht zu bedauern. Das Veto gegen den freiwilligen Zusammenschluß zwischen Deutschland "unb Oesterreich sei vollständig unberechtigt. Es vergewaltige jeden Grundsatz der Selbstbestimmung und sei auch - aus Gründen der Zweckmäßigkeit eine Torheit, da ler Anschluß Deutsch-Oesterreichs an den Deutschen Bund ein ansehnliches Gegengewicht gegen die Vorherrschaft Preußens bilden würde. Deutschland sei
Die Rückkehr der KriegsnesmwMN.
wb. Bern, 9. Sept. Zu den in der deutschen Presse verbreiteten Meldungen, daß die deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich erst nach der Ra- tinkation des Friedens zurückgeschafft würden, verlautet von besonderer Seite, daß es sich nicht um die allgemeine Ratifikation, sondern trat die Ratifikation durch Frankreich handelt. Zusammen- fasse.ch kann über die Heimschaffung der deutschen Kriegsgefangenen gesagt werden: England und Amerrka haben die sofortige Entlassung ihrer in Frankreich befindlichen Kriegsgefangenen beschlossen Die Rückkehr der in England untergebrachten Kriegsgefangenen hängt von den Trans- portvsrhältnisien ab. Die deutschen Zivil- interuierten in Frankreich werden ebenfalls sofort entlassen, die Kriegsgefangenen jedoch erst nach der Ratifikation des Friedens. Hierbei mutz allerdings ständig darauf hingewiesen werden, daß die Pläne und Vorbereitungen für den Rücktransport usw. geraume Zeit in Anspruch nehmen werden.
. (ammeuschluß mit Oesterreich zu treffen, besonders v/Sjf ; (npHlt rc» O Sü» kör ffinffflrknnS W?(am
Sie „Oderhesfische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. — Der monatlich 1.60 frei ins Haus; durch die Post . Verlag von Dr. £. Hitzerot b. — Druck der Univ • buchdr. von I o h. ilug. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 55.
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Die Forderung aus Abänderung der Verfassung.
wb. Paris, 9. Sept. Nach einer Havasmel- tzung hat der Oberste Rat die deutsche Antwortnote in Bezug auf die Beseitigung des Artikels 61 der deutschen Verfassung einstimmig für ungenügend erachtet und beschlossen, die B e s e i t i g u n g -es Artikels neuerdings zu verlangen.
Nach einer „L.-A."-Meldung aus Lugano hat laut „Corrierc della Sera" Frankreich für die an Deutschland zu richtende Antwort eine sehr energische Fassung vorgeschlagen, die aber von der ame-
Mackcnsen.
wb. Berlin, 9. Sept. In diesen Tagen werden die letzten Mannschaften der Heeresgruppe Mackensen, die bei dem allgemeinen Riickt-ans- port im Januar und Februar zurückgeblieben waren, soweit sie transportfähig sind, heimkehren. Nunmehr ist auch die Rückkehr des Generalfeldmarschalls v. Mackensen zu erwarten, der seinen Entschluß, Ungarn erst nach den letzten ihm anvertrau- ten Soldaten zu verlassen, durchgeführt hat. Von der Verehrung und Dankbarkeit der Truppe gegen den greisen Feldmarschall gibt ein Schreiben des vormaligen Vorsitzenden des Zentralrats (Soldatenrat) der Südostfroirt (Armee Mackensen) Zeugnis, das an die AuWchörigen des Feldmarschalls gerichtet ist. Darin heißt es: „Der nun zum Abschluß kommende schmähliche Friedensvertrag bringt uns in schmerzlichster Weise in Erinnerung, daß unser hochverehrter Herr Fcldmarschall mit einigen Getreuen immer noch in Gefangenschaft sitzt. Er hat mit seiner Person den Rückzug der Armee gedeckt, und dafür sind wir ihm zeitlebens unaus- löfchöaren Dank schuldig, dem wir, wie ich hoffe, auch äußerlich in den nächsten Monaten gewaltig Ausdruck verleihen werden. Mit Ungeduld erwarten wir den Tag der Rückkehr des Herrn Ee- neralfeldmarschalls. Der Tag wird mir und Tausenden meiner ehemaligen Kameraden ein Festtag sein."
ia vos ■ ta 603 na Uni- mg an s aus- cs nur aufzu- ch frei nungs- • ssen.
Rnmäuikn und die Westinächle.
Die rumänischen Vorbehalte abgelehnt. — Rumäniens Weigerung.
wb. Paris, 9. Sept. (Haoas.) Die Note der rumänischen Abordnung teilt die Absicht der rumänische» Negierung mit, den Frirdensvertrag zu unterzeichnen. Indessen kündigt sie an, daß sie Vorbehalte machen werde zu der Bestimmung des Vertrages hinsichtlich dec Neckte der Minderheiten, die nnier die Kontrolle des Viilkerb.!ndrs gestellt werden sollen, eine Klausel, die dir Scuoeräniiär Rumäniens bceinirüchtige. Der Oberste Rat bat beschlossen, diesen Vorbehalt nicht anzunehmen und Rumänien, ein zuladen, den Vertrag ohne Bemerkungen zu nnterz-lchmn oder sich der Unterzeichnung zu enthalten
Man hat allen Anlaß, anzunehmen, daß die serbische Abordnung und die tschecho-slowakische Abordnung am Mittwoch den Vertrag unterzeichnen werden.
wb. A m st e r d a m , 9. Sept. „Algemeen Han- delsblad" meldet aus Paris, daß es sicher erscheine, daß sich Rumänien selb st auf die Gefahr einesBruches mit den Westmächten hin weigern werde, den Vertrag mit Oesterreich zu unterschreiben. Tie rumänische Kornernte sei ausgezeichnet, so daß Rumänien nicht nur sich selbst, sondern auch die Neutralen und selbst seine früheren Feinde versorgen könne.
Aus dem besetzten Gebiet.
Die Vorgänge in Ludwigshaseu.
wb. M a n n h e i m, 9. Sept. Die Pfalzzentrale meldet: Ein Teil der französischen Presse erhebt gegen die deutsche Presse (auch gegen das Wolff- büro) Vorwürfe wegen unrichtiger Berichterstattung bei den Vorgängen in Ludwigshafen. Wir bemerken dazu: „Auch heute sind die Vorgänge im Hauptpostamt Ludwigshafen noch keineswegs so geklärt, wie es im Interesse des deutschen Volkes erwünscht wäre. Schuld daran ist aber die französische Besatzungsbehörde, die auch heute noch keine einwandfreie, auf Zeugenaussagen gestützte amtliche Darstellung des Vorfalles zugelassen hat. Mit welcher Sachkenntnis übrigens die französische Presse die Vorgänge in der Pfalz beurteilt, dafür nut ein Beispiel: Das Pariser „Journal" brachte die erste Meldung über den Ludwigshafener Putsch mit der Ankündigung: „Kommunistischer Putsch in Ludwigshafen". An der Spitze dieses Artikels prangte das Bild des Führers der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei Friedrich Haase." — Es ist also der Führer der Loslösungsbestrebungen Dr. Haas mit dem unabhängigen Parteifiihrer Haafe verwechselt worden.
Anläßlich der Ludwigshafener Vorgänge ging durch verschiedene deutsche Zeitungen die Meldung, daß die französischen Besatzungstruppen in der Pfalz verstärkt worden seien. Diese Nachricht entbehrt jeder tatsächlichen Unterlage.
Der Anzeigenpreis beträgt für die 8aes». Zeile SO 4„u. 38'/.ft, Teuerungszuschl Qnfir/t = 40 r». emtl. n. «usreSrt. 40 4 u. SS»/,reuerunoszuschl. — 60 ck, Reklamezeile
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Die wirtschaftliche Lage.
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Der Devisenmarkt.
Bereits am 15. Juli hat die New Parker Börse die Kursnotierung für die deutsche Reichsmark wieder auf- genomnien. Die Londoner Börse ist am 5. Augusls und die Pariser Börse am 18. August gefolgt. Ein Kurs von noch nicht 5 Cents für die Mark in New Bork Ende August, von etwa 39 Cents in Paris und von 90 Mark für 1 Pfund Sterling in London zeigt den Tiefstand, den der Wert der Mark im Ausland zurzeit erreicht hat. Die Monate Juli und August waren für die Entwickelung der deutschen luta verhängnisvoll. Die Mark, die in Zürich An- sang Just noch 42,50 notierte, war bis Anfang August auf 33,75 zürn- gegangen und erreichte am 21. August den bisher niedrigsten Kur- von 25,70.
Die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse, beneX sich die Industrie gegenüber sieht und deren Verschärfung die im Winter zu. erwartende Kohlenkrist» befürchten läßt, legen der Produktion und dem Export noch große Hemmungen in den Weg. Zu dem Mangel ausreichender Nachfrage des Auslandes nach Mark für Importe aus Deutschland und dem noch nicht wieder erwachten Vertrauen deS Auslandes in Deutschlands wirtschaftliches Wiedererwachen kam die außerordentlich ungünstige technische Marktlage der deutschen Valuta hinzu. Abgesehen von den in Belgien unb Frankreich liegenden 10—11 Milliarden Mark deutscher Banknoten sind auch im neutralen Ausland außerordentlich große Bestände an deutschen Banknoten vorhanden. Sie wurden kürzlich in der Schweiz auf 2 Milliarden geschätzt und dürften jedenfalls insgesamt mehrere Milliarden Mark ausmachen.
Der der Oeffentlichkeit mitgeteilte Plan einer Abstempelung oder eines Umtausches der Noten und bi« Befürchtung weiter gehender Absichten der Regieruntz zur Bekämpsmrg der Steuerflucht und Kapitalverschiebung ins Ausland haben große Beträge der int Ausland liegenden Marknoten an den Markt gebracht^ die den Kurs drückten und so eine Unsicherheit unb Unruhe verursachten, die einen weiteren starken Rückgang zur Folge hatten. Dieser Zustand ist auch heut« noch mcht überwunden, und das Disagio im Ausland beträgt bis zu 8O<>o. Tie weitere Entwickelung des Markkurfes entzieht sich der Beurteilung, da bU heutige Bewertung der Mark nicht aus zahlenmäßige« Unterlagen beruht »sondern in erster Linie von Imponderabilien beherrscht wird. Eine Besserung ist nur von dem wiederkehrenden Vertrauen des Auslandet in die deutsche Wirtjchasts.- und Fillavjftqft zu e»
Vahrscheinlich billigen werde.
wb. St. Germain, 9.Sevt. Staatskanzler Dr. Renner ist beute wieder l>ier eingrtrossen.
Die Versorgung Deutschlands.
wb. A m st e r d a m , 9. Sept. Laut „Tclegraaf" Erschloß die interalliierte Kommission für die Versorgung Deutschlands, daß 50 Prozent des Korns, das ans Südamerika nach Deutschland verschisst wird, über t Antwerpen unb 50 Prozent über Rotterdam gesandt
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Wilsons Sorge um die Philippinen.
wo. A m st e r d a m, 9. Sept. Laut einer „Times"- Äelbung erklärte Wilson, Amerika zagere, den Philip- Hnen die Unabhängigkeit zu geben, da es befürchte, str den wesentlichen Mächten auf Gnade und Ungnade «wszuliesern, wodurch Amerika gezwungen sein werde, =-•- größere Flotte in den asiatischen Gewässern zu Unterhalten. Artikel 10 des Völkerbundvertrages sor- *re dagegen, daß die ganze Welt, Japan einbe- i I tiff en, die territoriale Unverletzlichkeit der Phi- kipvinen verbürge.
. Washington, 9.Sept. (Reuter.) Senator Lodge Wfe mit, daß der Friedensvertrag am Mittwoch dem Senat unterbreitet werden wird.
Die ehemals deutschen Ozeandampfer.
wb. A m st e r d a m, 9. Sept. Laut „Telegraas" $ aus dem neuen Register von Lloyds ersichtlich, ratz 16 der großen deutschen Ozeandampfer vom avierikanischen Schiffahrtsamt, 9 vom amerikani- fätn Marinedepartement, 9 vom britischen Schiff- snhrtskontrolleur, 6 von Italien, 2 von Brasilien *#b einer von Chile verwaltet werden. Die vom *tnerikanischen Schiffahrtsamt übernommenen Ampfer haben neue Namen erhalten, was darauf Mießen läßt, daß diese Schiffe vollkommen als Enierikanische Schiffe angesehen werden: darunter ^finden sich „Vaterland", „Kaiser Wilhelm II.“, »Kronprinzessin Cecilie" und die „Amerika". Zehn •*t jetzt Amerika gehörenden Schiffe waren früher ^flentum des Norddeutschen Lloyds und sechs Eigentum der Hamburg—Amerika-Linie.
Die Ueberreichung der Friedensbedinguugen für Bulgarien.
wb. Versailles, 9. Sept. Laut „Journal" der bulgarischen Friedensabordnung morgen ^chmittag im Chateau de Madrid in Neuilly der dtiedensvertrag überreicht werden.
Vortragsreis« Elsmenceaus durch Amerika?
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Die belgisch-holländische Spammng.
wb. Amsterdam, 9. Sept. Der holländische Gesandte in Brüssel hat im Auftrag seiner Regierung wegen der politischen Propaganda Belgiens, die den Zweck hat, die Annexion Limbu rg» durch Belgien vov- zubereiten, protestiert.
wb. Versailles, 9.Sept. Nach der „Chicago Tribüne" soll die holländische Regierung sich weigern, territoriale Forderungen anzuerkennen. Sie sei jedoch bereit, Belgien auf wirtschaftlichem Gebiet entgegen»»»« kckmmen. Holland wolle Belgien erlauben, auf der Schelde zwischen Antwerpen und dem Meer zu baggern und Leuchtfeuer zu unterhalten. Ferner sei man bereit, dem Bau eines Schelde-Maas-Rhein-KonalS zuzustimmen, sowie freier Schiffahrt auf dem Kanal Gent-Tcrneuzen. Andererseits wolle Holland, wenn Belgien eine Kriegsmarine besitze, seinen Schiften das Recht zngestehen, die Schelde hinaus bis Antwerpen zu fahren, das dadurch zu einem Flottensinhinnkt würde.
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„Republik Birkenseld".
Berlin, 9. Sept. Laut „L.-A." erläßt die „Regierung von Birkenfeld" eine Kundmachung, nach der die bisherige Provinz Birkenfeld des Freistaates Oldenburg sich von diesem lossagt und als selbständige Republik im Verbände des Deutschen Reiches erklärt. Die Regierung setzt sich zusammen ans Ludwig Zöller als Präsident sowie aus Hubert Eifel und Wilhelm Havth. Die bisherigen Staatseinrichtungen bleiben bestehen. Die Beamten bleiben int Amt. Bürgermeister Schmidt und andere Persönlichkeiten wurden aus Birkenfeld ausgewiesen, weil sie ihre Entlassungsgesuche nicht zurückziehen wollen. Ueber die Zeitungen wurde Vorzensur verhängt.
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Oberschlesien.
Eine deutsche Rote über die polnischen Umtriebe.
wb. Bern, 9. Sept. Die deutsche Abordnung hat dem Sekretariat der Friedenskonferenz eine Note übergeben, in der sie sich über die in Sber- schlesien von den Polen drohende Beunruhigung beklagt.
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L chb. Amsterdam, 9. Sepl. Der Pariser Sorte* t Ppfotl des sozialistischen „Daily Herald" berichtet, Tl'lmenceaii eine siebenwöchige Vortragsreife durch Bereinigten Staaten unternehmen werde, die, wie ,«eb.u fanen dauernden Abschied 6om po*
j77fiS Leben einfeiten soll. Angeblich verhau-
1 Monate zwar kein Uebersluß herrschen werde, daß man » 5 '*®et auch keinen ernsten Lebensmittelmangel zu be-
I'8£4 ^üvhten brauche.