Die „Oderhessisch« Zeitung" erscheint sechs»«! m«che»tlich. — Der Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 JC. frei ins HauS; durch die Poft 1.75 Jr. »hne BesteSzeld. — Setleg von Dr. €. Hitzer »th. — Druck der Univ -Buchdr. von I»h. Ang. Koch. Markt 21/23. — Fernsprecher 56.
mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg .
Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberhessen
•JE2tü
) Uhr
---*---
Berlin, 8. Sept. Nach der „Deutschen Allg.
von
Ankerika.
seiner. Gegpier es jetzt für möglich halten, daß die
och iE
Die wirtschaftliche Lage.
i W flUJ UUl UULUU
I Volksvermögen Deutschlands
■j ou t
# [*enitc" stellt fest, „daß Deutschland gar nicht int»
Summen zu zahlen." lieb eigens
.731
Tie Rückkehr der ^rie^ßefiiiifleiieii.
7710
Miherrn v.Lersner, Fühlung und orientierte ihn
;g ver»
kknue»
der Petersburger A- it. S -Rat eine Ent- angenammen, die die Volkskommissare er- mit den Verbündeten in Verhand- ü b e r einen Frieden auf Grund der Verbündeten geinachten Vorschläge einzu-
tob. A m st c r d a m , 7. Sept. Tie „Times" meldet aus Hclsingiars: Bolschewistisch^ Unterhändler trafen
egiüer i i * D-i!
lilttllß
d voll«
•r Mit.
77M aud.
aus» nicht
Allg. Klotz
Kerbt,
. Col»» qnet J.
7711
« M.
Mndrn Finaitzpolitiker zu tuu, und es wäre gut, wenn dft Franzosen sich klar darüber würden, wie groß das
wsrechnet, iß schleierhaft, noch sthleierhaster ist, wie Ä denkt, daß Deutschland solche Summen zahlen Lunt. Man hat es hier nicht mehr mit einem ernst zu nch-
72 Uhr
Marh«rg
Dienstag, S. September
Die nationale Bewegung in der Türkei.
wb. Versailles, 8. Sept. Nach Meldungen aus Achen ist man in Konstantinopel seit einigen Tagen ohne Nachricht Dom Generalinspektor der türkischen Gendarinerie, Kemal Pascha, der nach Kleinasien geschickt worden ist. Einer Nachricht zufolge soll er in die Hände Neus Beis gefallen sei« und als Geisel zurkckgchalten werden. Nach einet anderen Nachricht hat er sich zum Generalgouverneur von Anatolien ausrusen lassen "und da- Land in drei Militärbezirke eiitgeteilt. Er soll den Malis und Telegrapyenbeamten bei Todesstrafe befohlen ha-
teil orbitj 1860 B?rri, ÜM|
wb. Amsterdam, 8. Sept. Das Pressebüro Radio meldet aus Horsea, daß Wilson nach bisher vorliegenden Berichten die große Masse auf seiner
nach dem Kriege bei dem Wiederaufbau seines zu- sammengebrochenen wirtschaftlicheü Lebens behilflich zu sein. Statt dessen machten sie die persische Bevölkerung zu ihrem Sklaven. Nachdem die englischen Kapitalisten zusammen mit den Kapitalisten Frankreichs und Amemkas ihren Welrrivalen, den deutschen Imperialismus, vernichtet haben und jetzt ihren Sieg feiern, halten di« Kapitalisten Englands den Zeitpunkt für günstig, unwiderruflich und endgültig ihre Hand auf das ganz« persische Reich zu legen. Persien wird dadurch aus der Zahl der unabhängigen Länder ausge- schaltet^ sein Volk ist kein freies mehr, denn seine eigenen Despoten und Bedrücker erhalten Geld von England und machen sich zu dessen bezahlten Dienern.
ihr unentwegtes Festhalten am Deutschen Reich und Latzes
Wunsch Brenn» «erden. Sesckst
lei Wohlverhalteu augeküudigt habe, erklärte nach dem & ?I." Pichon im französischen Kammerausschuß, der svmzösifchen Negierung sei davon nichts bekannt.
Ztg." hat schließung mächtigt, l n » g e n 301t den treten.
zurzeit eigentlich ist. Dann wird sich ergeben, daß eS nur einen Bruchteil der Summe beträgt, die Klotz nannte. Selbst dir „Hn-
wb. A m st e r d a m, 8. Sept. Das Pressebüro Iteio meldet au? Horsea, daß der Handelsverkehr Mischen London und Hamburg in dieser Woche toiedcr «fgenommen wird. Der Dampfer „Weimar" mit
die russischen und englischen Regierungen wie ein versklavtes Volk, indem sie sich den Untstand zunutze machten, daß das eheinals so mächtige Volk Persiens unter dem unerträglichen Joch seiner despotischen Schahs und seiner lüsternen und veronngungssuchtigen Herrscher den äußersten Krad von Elend und Ern'eder'gung er- r-icht hatte. Beide Raubkonkurrenten, Rußland und England, befanden sich in Bezug auf Persien in ewigem Zwist mit einauder, der nur darin bestand, wem es am besten gelinge, Euer Land anszitplünderm und es unter dem Joch zn erhalten. Dann kam der Tag, an dem sich Pie persischen Massen erhoben und in unerschrockener Weise versuchten, die uneriräglichen hnndertjähriaen Fesseln der unbegrenzten Gewalt sowohl der Schabs, als auch der feudalen Blutsauger und Bedrücker abzuschütteln. Die Dorkämpfer für die Freiheit Persiens endeten auf dem Schafott von Teheran und später in Täbris. Aber die große russische Revolution brach aus. Eine der ersten Handlungen der Sowjetregierung Rußlands war die Kundgebung, daß iede Nation, ob groß oder klein, ob unabhängig ober mit einem anderen Staat verbunden, frei über sich selbst verfügen und keiner anderen Macht gewaltsam verpflichtet werden kann. Was Persien anbetrifft, so gab Kamerad Trotzki in seiner Note vom 14. Januar 1918 dem persischen Volke feierlichst bekannt, daß alle Geheimvertr^e zwischen Rußland, England und anderen MLHten in Bezug aus Persien von Rußland aufgehoben seien, und daß das russische Volk Persien alles das wiedergebe, was ihm von den Generalen des Zaren abgenommen war. Die persische Regierung erklärte ihrerseits alle diese Vertier als ungültig. Es schien, als ob für daS persische Volk ein neues freies Leben beginnen sollte. Aber es kam anders: Im Frühling des Jcchrrs 1918 besetzte« die englischen Truppen nach und nach da» ganze Reich Persien. Die Englmcker versprachen, Persien Ul räumen, sobald dir Türken endgültig aus dem Lande getrieben wären, und das Land für alle Requisitionen, die von den englischen Truppen vorgenommen wurden, zu entschädig?;:. Die Engländer versprachen^ obgleich niemand sie darum ersucht hatte, dem persischen Volke
hängigteit Estlands, die Unverletzlichkeit seiner Landes- grenzen und d'-> Heiinbesörderiing der estnischen KricgS- gcsangeuen. Die Bolschewisten stellen nur eine Gcgc n f o rdernng , daß Estland nicht von den Feinden der Bolschewisten als B a si S gebraucht werden darf. Das estländische Kabinett beschloß llnterhand- lungen anzukniipfcn, die britischen Behörden drangen darauf, daß die Unterhandlungen nicht auf estnischem 6'ebiet stattfinden, nm damit einer Propaganda der bol- lchewis'ischcn Abgeordneten vorzubeugen. Ter Umstand, daß die estnische. Regierung kein Vertrauen in ihr Heer sttzt, stärkt ihre Neigung, Frieden mit den Bolschewisten zu schließen.
Ein neues UUiumhim?**
■ Berlin, 8. Sept. Nach dem „L. A." beantragte ktöuienceau^m Obersten Rat ein neues illtima- an Deutschland, das die restlose Annahme des Lunatums in der Anschlußfrage verlangt.
. Berlin, 8. Sept. Laut V. Z." ist auf Ornnd Erster Aussprache zwischen der deutschen und der ita- ^Rsch-n Regierung entschieden worden, daß demnächst **Florenz ein deutscher Zug eintrefsen wird, der *”fangm in die Heimat befördern" soll.
Köln, 8. Sept. Heute mittag ist der zweite fron» kMche Lazarettzug mit 190 Kranken und verwundeten Äffchen Kriegsgefangenen aus dem französischen Eammellazarett Etaples in Köln-Deutz eingetroffen.
tob. Verfall le s, 7. Sept. Nach dem „Temps" ^ielt Major D r.a n d t, der denffche Kommissar für 5* Rücktransport der deutschen Kriegsgefangenen, die Erlaubnis, einige Gefangenenlager zu besuchen.
. Haag, 9. Sept. Aus Paris wird berichtet, daß *cht deutsche Schiffe nach Sibirien gehen werden, ^russische Kriegsgefangene dorthin zu bringen. Auf £*» Rückweg werden die Schisse deutsche Kriegsge- f^Oene aus sibirischen Häfen mitnehmen. -Die An- der Schiffe in Deutschland ist im Februar näch- Jahres zu erwarten.
---*---
Dcntsch-Oester reich.
Tie Unterzeichnung trn Mittwoch.
Paris, 8. Sept. Tie österreichische Abordnung dem Obersten Rat mit, daß Staatskanzler Dr.
Airs bent besetzten Gebiet.
Elberfeld, 9. Sept. Die in Koblenz erscheinende amerikanische Zeitung meldet, daß die aiNerikani- schen Behörden beschlossen haben, den Koblenzer Bcük- kenkopf sowie das Gebiet auf dein linken Rheinufer bis zum Bezirk Trier unter amerikanischer Militär- und Zivilkontrolle zu lassen. Der größte Teil dieses Gebietes außer Koblenz und einem kleinen Teil des Brückenkopfes stand seit Augusts unter französischer Kontrolle. Jetzt verlassen die Franzosen diese Gebiete, und Amerikaner werden sie besetzen.
F r a n k f u r t a. M., 8. Sept. Der „Franks. Ztg." wird aus Neustadt i. d. Pfalz gemeldet: Eine gestern hier abgehaltene und von 15 000 Pfälzern aller Parteien besuchte Versammlung nahm nach Ausführungen mehrer Abgeordneter eine Entschließung an, in der sie
Ter Münchener Geiselmord vor Gericht.
Nstü n ch c n, 8. Sevt. Im weiteren Verlauf der Be- wciserhebnng werden bi.* Vorwände erörtert, die zur Ser» haft nag der als (Beifefn erichosfeneu Mitglieder der Thule-Gesellschaft führten. Jene Mitglieder der Thule Gesellschaft, die Gräün Westarp, die Kunstmaler Neuhaus und Deik?, Frbr. v. Scidlitz und Eilenbahnfekrc- tär Daumenlang waren al? Plünderer und Stempel- fälfcher aus dem Hole! Vier Jahreszeiten eingeliefert worden. Ein Zeuge, Hoteldirektor Lallinger vom Hotel Vier Jahreszeiten, in dem die Gesellschaft ihre Klubräume hatte, erklärt: Heber die Bestrebungen der Gesellschaft sei ihm nichts bebrnnt gewesen. In gewisser Verbindung mft der Thule-Gesellschaft habe der antisemitische „Münchener Beobachter" gestanden, der im Hotel mit der Thule- Gesellschaft die gleichen Räume teilte. Dir Zeugin Jose- sine Lack war Mitglied der Thule-Gesellschaft. Einzelne Mitglieder der Thule-Gesellschaft waren Angestellte des „Münchener Beobachter"", wie die Gräfin Westarp, die dort als Sekretärin'beschäftigt war. Der Vorsitzende verliest ein Programm der Thule-Gesellschaft und stellt an die Zeugin die Frage, ob die Gesellschaft antise- mftische Tendenzen gehabt habe. Die Zeugin erklärt, dir Pflege des Deutschtums erfordere den Antisemitismus. Die Mitglieder der Gesellschaft waren Anti- semften. Der Zeuge Mick, der während der ztveitrn Räterepublik im Sicherheitsrrserat der Stadtkommandantur Beschäftigung sand, um für den Sturz der Rätercgie- rung tätig zu sein, bekundet, die Verhaftung drr Mitglirder der Thule-Gesellschaft sei von dem Stadtkommandanten Mehrer seinrrzeft angeordnet worden. Der Zeuge Gruber, Mitglied des Landessoldatcnratrs, bekundet, daß die Vernehmung der Mitglieder der Thule-Gesellschaft, die durch Eglhofer erfolgte, kein Ergebnis gehabt habe. Die Gefangenen erklärten, sie hätten mit Plünderungen und Stemvelfälschuirgen nichts zu tun. Nach keiner Richtung sei cm belastendes Moment gesunden worden. In den Klubrämnen der Thule-Gesellschaft sei ein Zettel gefunden worden. der die Namen aller jüdischen Mitglieder von sämtliche» deutschen Regierungen enihielr.
-6er belgischen Gesandtschaft in Berlin augcbörte, Wwälüt Da? Blatt sagt, die Regierung wolle Iflert einer Gesandten in Berlin ernennen.
Die Zahlen des Herrn Klop.
Wb. Berlin, 8. Sept. Die „Deutsche Itß." schreibt z» der Rede des Finanzministers
Ser Friede».
Berlin, 8. Sept. Legationsrat Schmidt, dec in Abwesenheit Baron Lersners an der Spitze dec deutschen Abordnung in Versailles stand, ist laut £ 9." nach Berlin abgereist. Dr. Hans Meyer, kr ihn vertritt, richtete an Loncheur eine Note über bie Auslieferung der Küstenschiffe an die, Verbündeten nnb eine andere über die Kalifrage.
Auf eine Anfrage Reuaudels, ob in absehbarer
V. . r
• Textilindustrie. " -~i
I» Bremen sind in der ersten Augushvoche 1300 Ballen amerikanische Baumwolle (geringer Qualität), die über Holland bezogen worden sind, zu einem Preßl von wenig unter 10 Mark das Pfund glatt abgesetzk worden. Die Nachfrage nach Rohbaumwolle feiteal der Spinnereien ist naturgemäß sehr stark. Der arne- rikanffche Baumwollbericht für Anfang August ist «och ungünstiger «Sgefalleu dl der vorhergehende, bei Stand wird nur mit 67,1»/» gegen 7Oq.-o Ansang JuÜ angegeben und die Ernte auf nut 11 Millionen Balles gegen 12 Mltioiien im Vorjahr geschätzt. Auf dem Webstoffmarkt herrscht in allen Betrieben zurzeit ebn. starke Zurückhaltung der Einkäufer, doch wird mit Eintritt des Herbstbedarses neue Belebung erwartet. Die Wollspinnereien sind durch etwas reichlichere Zufuhren von Rohmaterial in der Lage, einen größere» Teil ihrer Maschinen zu beschäftigen. Die Tuch-, Kammgarn und Cheviotwcbereien konnten ebenfalls mehr Stühle in Betrieb setzen und mit der Herstellung wollhaltigecer Stoffe beginnen. Infolge der Geschäftsstille in den Detailgeschäften steht auch die Konfektion einer größeren Zurückhaltung der Einkäufer gegenüber und befindet sich in einer kritischen Lage, da die Vorräte an Sommerwaren zurzeit nicht untergebracht »oerdcn können und Winterware noch kau» verlangt wird, die Konfektion muß dieferhalb für eigenes Lager arbeiten und es ist bei einem plötzliche» Einsetzen großer Winterausträge ein Hina».fschnelleq der Preise sehr wahrscheinlich. Die Papiergarn- und Papieraewebefabrikation liegt nach dem Aufhören bei Nachfrage weiterhin darnieder.
Porzellan.
Die vorliegenden Aufträge sollen noch für 2 Jahre ausreichen. Man beklagt, daß der große Kohlen- mangel eine Ausnützung der zurzeit günstigen Konjunktur unmöglich mache. Die Kohlenbelieferung sei auf die Hälfte der kontingentierten Mengen pt- rückgegangen. Die Konjunktnr für Luxusporzellane befindet sich in rückwärtiger Bewegung, btt sich jedoch bei geregelter Ausfuhr ändern dürfte. Mit Rücksicht auf die bei der Porzellanindustrie gegebenen Exportmöglichkeiten wird von ihr eine reichlicher» Versorgung mit Kohlen gefordert.
Papier.
Die Lage der Papierindustrie hat sich nach bei Preiserhöhung für die hauptsächlichsten Gebrauchspa- pie« günstiger gestaltet. Eine Abwärtsbewegung bei Preise wird vorerst nicht erwartet. Die Nachfrage ist angesichts der geringen Vorrä'e im Großhandel und Konsum sehr dringend. I« Oberschlesien hiche» die Fabriken infolge des KohleumangelS und bei Transportschwierig keilen Mitte August bett Betrieb ehv gestellt. * _ <—,
Hierauf wird eine Reihe von Schutzleuten vernommen, die durch Seidl am 28. April im Polizcigebäude zusammen mit Schülern eines Schutzmannslehrkurses verhaftet wurden. Sie stellten übereinstimmend bar, wie Seidl in Begleitung von etwa 160 Soldaten im Polizeipräsidium erschien und nach einem Panzerauw verlangte, um in diesem die MMärpolizei und die Schutzmannsschüler nach der Verhaftung abzuführen. MU aller Bestimmtheit geht ans diesen Zeugenaussagen hervor, daß Seidl mit einem Revolver bewaffnet die Treppe heraus» stürmte und damit ihm entgegenkommende Personen bedrohte. Die Schutzleute wurden von ihm als „Reaktionäre"" beschimpft. DaS Zimmer des LehrkurseS betrat Seidl mit vorgehaÜenrm Revolver. Er erklärte die 8ük wesenden für verhaftet und drohte mU sofortigem Ev» schießen, falls s« die Waffen nicht abliefern würden. Die Schutzleute wurden zusammen mit den Mitglieder» der Thule-Gesellschaft im Luitpold-Gymnasium einge- liefert. Schicklhöfer tief den Schutzleuten zu, sie gehörten alle erschossen. Sie sollten zur Roten Arm« gehen, wen» sie richtige Kerle sein wollten. Am 28. April verlangten Seidl und Hausmann in der Polizeidirektion die Herausgabe brr Geiseln. Debet hatte SeLl ständig die Pistole tu bet Hand. Als He Gräfin Westarp frag, wo sie jetzt hlnkomme, sagte er ihr: „Sie sollen ruhig fein, sonst schieße ich Sie nieder."" Der unvereidigt vernommene Zeuge Peudelsbachet meint, wenn man mehr Seidls in München gehabt hätte, würbe eS zu keinem solchen Sau stall gekommen sein, denn Seidl sei gege» die dienstwillige Mannschaft anständig tntb gerecht gewesen, gegen die anderen habe et natürlich streng ein* schreiten müssen. Am Abend be8 30. April sei Hesselmann in der Wohnung des Zeugen mit einem Monokel im Auge erschienen und habe gesagt: „DaS hat mir der Fürst Thurn und Taxis gegeben, bevor er erschossen worden ist."' Als ihm Hesselmann von bet Erschießung ber Geisckt berichtete, habe er hinzugefügt: ^,Das hat Eglhofer befohlen. Erst haben wir den telephonischen Befehl bekomme» und dann auch den schristüchen." Am Abend sei Eglhosrt ins Gvmuasium gekommen und habe den Befehl wieder geholt uitb ihn dann zerrissen. Zwei weite« Zeugen bc* künden Paß Schicklhöfer am Morgen des SO. April von Zimmer zu Zimmer gegangen sei, um Leute für die Erschießung der Geiseln »usammenzusucheu.
---*---
Siet treff en die Zahlen Klotz' ganz erhebstch das- « , Ntige, was wir nach dem Friedensvectrag zu zahlen
I?, ] Mpflichtet sind, e «n> *
>n unz -tt°< an. Cf. «5ch.it. hat au n.
-fftl),
>«t ISlii richt.
Zru Milderungen des Friedensvertrages zu er- , den i Warten seien, so wie sie Lloyd Georg? für Deutschland
kte bk. ird u« n b«
77»
ben, ihm sofort alle. Befehle mitzuteilen, die sie der Zentralregierung in Konstantinopel erhalten.
... ------♦------
Mehrheit des amerikanischen Volkes auf der Seite des Präsidenten stehen werde.
wb. Amsterdam, 8. Sept. Das Preßbüro Radio meldet aus Washington, daß dec nationale soziakstische Kongreß zwecks Zusammenfassung der radikalen Kräfte in der ganzen Welt einen neuen internationalen Sozia- l'.stenkoiigrcß eiuberafeu werde.
;• Ä ;-a , —— ♦ ——
Ensilmld.
wb ?(in. s erbe in., 8. Sevt. ' Reuter meldet aus London. daß dec britisch? Admiral Lord Beresford im Rlie: vo: 73 Jahren in Schottland plötzlich gestorben ist.
wb. Amsterdam. 7.Sevt .Reuter meldet aus London? Siebzehn Soldaten des Shopshire-Regiments, die in Fermoy in Irland auf dem Wege zur Kirche touren, wurden bei der Kirche von zwölf Männern, die aus Kraft- iwifscn sprangen, überfallen unb unter Revolverschüsse genommen. Ein Sold.it wurde getötet, drei anbe« verwundet, iHiooit einer lebensgefährlich. Die übrigen Soldaten wurden durch Knüppelschläge schtocr verletzt. Die Angreifer nahmen die meisten 6>ewehre der Soldaten mit, die keine Munition bei sich sühtten, und verschwan- den int Kraftwagen.
Ußlder französischen Kammer u. a.: Klotz nannte einige 'MWfera, für die man in Deutschland nur .Kopfschütteln ltWen kann. Er nannte die Kapitalisiernngsziffer von
Milliarden, die allein für Frankreich in Betracht'
Mfldne. Die Gesamtleistungen, Tcnlschlands bezifferte Ds auf 450 Milliarden. Wie" Klotz ber-rrlM ZWrn
Renner Vollmacht erhalten habe, ben Friebcnovertrag zu unterschreiben. Die Unterzeichnung wird am Mittwoch vormittag zehn Uhr stattfinden.
---♦---
s i *«sführlich über den Stand der Frage des dlbtrans- tzvrtes der Kwi-gs und Zivilgefangenen Insbesondere ■ ■ Kitte r ihm die Schritte mit, die von der deutschen «egirrung zu Gunsten der baldigen Rückkehr der Ge- t r°ngenen unternommen worden sind und noch unter«
1 i •tototnen werden.
tottb. Wdensmitteln, Wolle, Jute und Del fährt am Mitt- aus London ab.
||J * wb Versailles, P. Sept. Zum belgischen Ge».
DerAnzeigenPrei« »etrigt für die 8gesp. Zeile«) TeuerungSzuschl k j
i-SO-«- Zeder R«b»tt gilt »le Berrabett — Bei XusL » He «e,chift,K.«.Ser- mm »ittlg.» 1lngeb. U J. «»»HtgebAhr.—Postsche«.: Xi. 5016 Amt Franks, a. M. 1919
(5m Moskstttcr st!! Pkrsiktt.
lob: H e l si n g s 0" s, 3. S-pt. In einem Mos- v.:?s Fn?"ch:i:ch nach Tafchft'.tt hrißk es:
An die Arbeiter und Baneru von P.rfien! Wä' - *>'b de? ganzen letzten Jahrhunderts behandelten Euch
„ tob. Berkin, 8. Sept. Bei seiner vorübecge
W>en Anwesenheit in Berlin nahm der Vorsitzende dec ' «tfchen Friede isabordnung in Versailles auch mit lethKer zweiten Vorsitzenden des Bolksbundes zum chliiht.- Schutz der Kriegs- und Zivilgefangenen, Rittmeister
kWi'iJräger in Berlin ist nach »dem Brüsieler ,/Soir"' f ber Kbi- belgisch? G-nandte in Japan. Graf be la Faille kHLeverghem. der als Le.'.ationsrat vor einigen Jahren
.«».t: Sri.edenMnkHgeiz .für Estland .in Reval qju . rr. ■.... H .
Tediugungen ^ umfassest die Anerkemmng der Üuab- MzNtdrrffe günstig gesttmmt hat, sodaß fegat einigt