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eins
mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg
Tageszeitung für (das früher kurhessische) Oberhessen
Die „Oberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich
Der
MS OA7 Bezugspreis beträgt monatlich 1.60 Jl. frei in- Hau»: durch die Post s»"- i 1.75 -Jt. ohne PesteLgeld. — Verlag von Dr. C. Hitzeroth.
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dieser ihn der Friedenskonferenz überreiche.
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Man erwarte .bart nach dem. Abtransport der crrqlischcn.
Truppen, der bald erfolgen solle, schwere Zwischensalle.
Auffassung abweicht. De 0 ch and sieht sich gegenüber
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■tr^ der Note der - verbündeten Mächte vom 2. September
nicht in der Lage, seinen bisherigen Standpunkt in
Rumänien bereits den Juden
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' ..Absatz 2 der Verfassung solange kraftlos bleibt,
Ausdehnung der Besetzung drohen und sich hierbei
fügt offiziös einige Be-
«uß darauf hinge niesen werden, daß der Friedensrer-
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lob. Rotterdam, 4. Sept. Ter „N. Rott. Tour.
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meldet aus London: Von gut unterrichteter lautet, daß die serbische Regierung sich wird, den Friedensvertrag mit Oesterreich zeichnen, trenn die Bestimmung über den nationalen Minderheiten, die Serbien als
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Seite vertu e i g e r n zu unter- Schutz der in Wider-
»enhanges mit dem deutschen Stammland zu widersetzen. Die verbündeten Regierungen haben in ihrer A twrrt vom 16. Juni d. I. hierauf erwidert, daß sie von dem deutschen Verzicht auf eine gewaltsame Verschiebung der deutsch österreichischen Grenze Kennt-
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spruch zu den Grundsätzen seiner Souveränität bestehend betrachtet, nicht abgeändert werde.
wb. Berg», 4.Sept. Wie das rumänisch« Pressebüro Dacia aus Bukarest meldet, hat der Ministerrat einen Protest gegen die Klauseln im Friedensvertrag mit Oesterreich, die sich auf Rumänien beziehen, nach Paris an den rumänischen FriedenSdelrgierten Mischu gesandt.
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ersetzt werden. Dieser keine Aendernnq in der
Hlgung des Artikels 83 des Friedens.'enrageS er kennen, die von der deutscherseits bisher verlreleiien
Mb insbesondere eine Zulassung ^von Vertretern Deutsch-Oesterreichs zum Reichsrat nicht erfolgen kann, als nicht der Rat des Völkerbundes gemäß Artikel 80 des Friedensvertrages einer Abänderung kt staatsrechtlichen Verhältnisse Deutsch-Oesterreichs Mstimmt. Wenn die verbündeten Regierungen für ktt Fall einer Ablehnung ihrer Forderung mit einer
Tie Rückkehr der KrfeMtfanqenen.
wb. Berlin, 4. Sept. Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilge^angene teilt mit: Heute ist der viert« Transport mit Gefangenen ans englischer Hand in Frankreich in Köln eingetrofsen und durch das Durchgangslager Wetzlar wcitergeleilet worden. Vier Lazaretlzüge mit Schwerkranken und Verwundeten aus Frankreich werden am 4. und 5. September über Köln- Offenburg abgesandt werden.
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Abgabe der geferberteu Kraftlosrrklärung des Artikels y, Absatz 2 der Reichsverfassung. — Die angebrohte Ausbehnung bet Besetzung.
tob. Berlin, 4. Sept. Die deutsche Regierung hat dem Ministerpräsidenten Clemenceau auf die Note über die Ver-assnngsbestimm'lngen hinsichtlich Deutsch- Oesterr. ichs eine Antwort übergeben, worin sie u. a. erklärt:
Die deutsche Friedensabordnung in Versailles hat in ihren den Vertretern der verbündeten Regierungen 6i;i 29. Mai d. I. überreichten Bemerkungen zu den Friedensbedingungen bei Erörterung des Artikels 80 der Bedingungen darauf hingewiesen, daß Deutschland sie die Absicht habe, noch haben werde, die deutsch- -sterrei.hische Grenze g e w a l t s a m zu verfch-ebkn, daß es aber nicht die Verpflichtung übernehmen könne,
Marburg
Freitag, 5. September
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1.5M. Jeder Rabatt gilt «l, «arrabatt. — «ei Ausk. d. die Seichäftsst. u. «er- mittig, d. »«geb. 36 4. SandergebShr. — Postsche«.: Ar. 5016 Amt Fr mls. a. M.
wb. Bad Homburg, 4. Sept. Vom Siaü der Gruppe Rhein wird mitgeteilt, daß, nachdem jetzt in den drei Durchgangslagern Gießen, Meschede und Limburg je 3000 Mann Gefangene emgetroffen sind, die Erledigung ihrer Bersorgun'sauge e. enhci eu derartig schnell in Angriff genommen worden ist, daß die Hebet- führung in die Heimat in den nächsten Tagen erfolgen kann. Weitere Gefangenentransporte werden in de« nächsten Tagen erwartet.
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habe Nunmehr verlangen die Verbündeten in dem mit Oesterreich abgeschloffeueu Vertrage die Kontrolle über die rumänischen Gesetzesmaß nahmen gegenüber den llkrai- nern, Bulgaren und Transulvaniern. Außerdem soll sich Rumänien allen Forderungen der Westmächte hinsichtlich der Handelsverträge und des Transitverkehrs unterwerfen. Diese Klausel sei ebenso unannehmbar wie die Neutralitätsklausel. B r a t i a n u werde z u r ü ck t v e - i e n und -durch Mannlesc» Ra in n i t i a n n . ehemaliger
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trag — ganz abgesehen davon, daß die verbündeten Regierungen den Vertrag nicht ratifiziert haben und daher ihren Anspruch vom Rechtsstandpunkt aus überhaupt nicht gründen können — für eine solche Maßnahme keine Stütze bietet. Der Artikel 429 sieht Staat unter gewissen Umständen eine längere Dauer aber Ft i n e örtliche Ausdehnung der Besetzung vor. Tie deutsche Regierung kann daher in der Androhung einer derartigen Maßnahme nur einen tief bäuerlichen Gewaltakt sehen.
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Die schwache deutsche Wehrmacht. — Dir Kvntrvll- komMission bet Westmächte.
wb. Berli n, 4. Sept. Nosk« machte einem Vertreter der „Deutschen Allg. Zeitg." u. a. folgende Mitteilung über die Lage im Baltikum: Die Lage in Lettland kann nicht mit Befehlen gelöst werden. Nicht mit Unrecht rft die Truppe aufgeregt, weil sie sich' in dem betrogen sieht, was die lettische Regierung, ihr versprochen hat. Nur von der persönlichen Ein« Wirkung des Generals v. d. Goltz verspricht man sich Erfolg. Die Lage im Baltikum ist außerordentlich unsicher. Infolge der Haftung der Westmächte gegenüber der Armee Judenitsch und des Geistes bei den rein lettischen Truppen, ist mit einem weiteren Vordri n genderBolschewikizu rechnen, was nach einer Räumung durch die deutschen Truppen stets auf einer GefährdungdesdeutschenBo- de ns gipfelt. Werden also die deutschen Truppen zurückgezogen, so muß i n O.st preußeneinneues Verteidigungssy st em geschaffen werden. Die Letten und i>ie Engländer würden es bald ein« sehen, was sie mit der vorzeitigen Ausschaltung des deutschen Elementes erreicht haben. Da im kommenden Winter infolge der großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit Unruhen zu rechnen ist, so erklärte der Minister weiter, müsse man im Voraus diesen vorbeugen. Die uns belassene Truppenstärke reiche aber nicht dazu aus. Es stehe zu erwarten, daß die Arbeiten der neuen militärischen Kontrollkommission der Westmächte sich dem deutschen Volke bald recht fühlbar machen werden. Wenn man sich überlegt, daß 60 Offiziere des Verbandes ständig über das Reich verteilt sein werden und hört, daß jetzt schon Uebungsschicßen deutscher Truppen, wie in Darmstadt, von einem Ententeoffizier kontrolliert werden, bann bedürfe es feiner Erklärung dafür, daß die Reichsregierung gegen diese Auslegung des Vertrages sofort Einspruch «hoben habe.
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Graf ». b. Goltz.
Ivb. Mitau, 4. Sept. Die „Freiheit" veröffentlicht einen Korpsbefehl des Grafen von der Goltz vom 31. Juli, der sich mit der Agitation gegen den U e b e r - tritt in russische Dien st e befaßt. Dazu wird festgestellt, daß der Korpsbefehl nur zu dem Zwecke herausgegeben wurde, um die Truppe zu beruhigen. Die Stimmung der Truppe war schon im Juli wegen der vereitelten Sied^mg und wegen der wiederholten Ber- bote, die das Generalkommando im Sinne der Reichs» regierung erlassen hatte, nicht zu den Ruffen überzutreten, derart bedrohlich, daß von der Goltz ge- zwungen war, die Truppe mit der späteren Klärung der Russensrage zu vertrösten. Wenn es nicht bereits um 31. Juli zu Auflehnungen gekommen ist. wie sie der 24. August zeitigte, so ist dies nur dem Bemühen des Grafen von der Goltz zu danken, der es verstand, die Truppen von der richtigen Seite zu nehmen. Auch toar der Führer des ß. Res.'rve-Korps gezwungen, Verdächtigungen gegen die Regierung, die in der Truppe immer -guter wurden, durch Korpsvefehle im Keime zu erskiccen.
Tie Polen in Litauen.
wb. Bern, 4. Sept. Das Litauische Preffebüro meldet aus Wilna, daß P i l s u d f k i bei einem Besuch in den von den Polen besetzten Gebieten Litauens in einer Ansprache an die Soldaten erklärt hat: „Wir werden das Land nicht räumen, weil wir es als von den Polen annektiert betrachten." Diese in Gegenwart vieler Litauer gemachte Erklärung Hai große Er» regung unter der Bevölkerung hervorgerufen.
<^as litauische Pressebüro meldet weiter, daß ble Polen in dem von ihnen besetzten Gebiete von Litauen die Bauern fron einführen, d. h. daß die Bauern für die Großgrundbesitzer zwei Tage in der Woche unentgeltlich arbeiten muffen. Die litauischen Bauern au» den polnischen Teilen des Gouvernements Wilna haben sich an die englische Militärmifsion in Litauen gewandt.
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wb, Bern, 4. Sept , Die „Neue Korrespondenz" !:rbr»it°t eine ausführliche Darstellung Über die Gründe K.-.-würfrüsses zwischen Rumänien und den West- mächten. Die von diesen geforderten Garantien für den Schutz der Minoritäten in Rumänien wären unvereinbar mit den rumänischen Interessen und der rumänischen
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Tkttisch-Oesterrtlch. 7.-
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wb. GM? Germain, 4. Sept. Das gestern dem Staatskan-ler Dr. Renner überreichte Begleitschreiben des Präs deuten her Fri?densk:nsere,ns, Ctcnrencea«, weist zu Beginn die Einwendung der dentfch-österreichi- scheii Abordnung, daß Deittsch-Oesierreich nichj als feii'.dsicher Staat be.rächtet werden dürfte, mit der Begründung zurück, daß das österreichische Volk, die Politik feiner Machthaber, die durch das Ultimatum an Serbien und die Nichtannahme her- @cuugiitn$?g tmrrh diesen Staat den Weg einschluaen, dec zum Welt, kriege führte, nicht nur nicht bekämpft, s »ndern diesen Krieg stürmisch begrüßt habe. Angesichts so vieler offenkundiger Beweise müsse das öfter eichische Volk gezwungen werden, f'i.wa -ollen Anteil an den Brr- antwarltichkeiieu ans sich zu nehmen. Das Begleit- schreiben weist sodann darauf hin, daß die Politik der ehemaligen Habsburger die Vorherrschaft des drill scheu und Mltgyarischeu Votkes übet die Mehrheit der Einwohner der österreichisch -ungarischen Monarchie aufrecht erhalten sollte. .Der Begleiibrief hebt sodann her vor, daß- die verbündeten Mächte keineswegs den Wunsch haben, die unglückliche Lage Oesterreichs zu erschweren und besaß! sich dann mit her Bestimmung der Grenzen, wobei über Tirol anSgeführt wird: Die verbündeten Mächte waren von der Tatsache durchdrungen, daß während langer Jahre das italieni- iche Volk absichtlich einer gegen fein Leben gerichteten Bedrohung ausgesetzt war. Dies: Vedrohuirg ergibt sich daraus, daß Oesterreich-Ungarn im Besitze vor geschobener, die italienische S&rte beherrschender Stel langen toar. Die verbündeten Mächte betrachten es als die beste Lösung, Italien die natürliche Alpengrenze zuzugestehen, die es seit so langer Zeit gefordert har. Schließlich wird betont, daß der Friedensvertrag in dieser Form unabänderlich ist und daß die verbündeten Mächte von der österreichischen Delegation innerhalb von fünf Tagen eine Erklärung erwarten, ob sie bereit ist, den Vertrag zu unterzeichnen. Wenn eine solche Erktärung innerhalb der oben bezeichneten Frist nicht erfolgt, wird der am 3. November 1918 abgeschlossene Waffenstillstand als beendet betrachtet, und die verbündeten Mächte werden alle Maßnahmen treffen, die sie für notwendig halten, um ihre Bedingungen zwangsweise durchzusetzen.
Zweitägige Fristverlängerung erbeten.
wb. Paris, 4. Sept. (Meuter.) Die österreichische Abordnung hat um eine zweitägige Fristverlängerung für die Beantwortung der Friedensbedingungen ersucht. Der Aufschub wird wahrscheinlich zugestanden werden.
der Friedensbedingungen n ich t widerspreche, wenn diese Möglichkeit vorbereitet mürbe. Aus diesem Grunde ist in die deutsche Rei hsversassung die Vorschrift des Artikels 61 Absatz 2 ausgenommen wor den. Hiernach sollten weder die Selbständigkeit Deutsch-Oesterreichs noch die von Deutschland im Frie-
1bdj kein Beginn der militärischen fientroSe durch Tie Westmächte.
tob. Berlin, 4. Sept. Aus verschiedenen Presse »nldungen über die demnächst in Berlin zu ertpartenoe kntentekommission geht hervor, daß über deren Zweck bnd Befugniffe vielfach in bei Oeffentlichteit Unklarheit besicht. Die angekündigte Ententekommission ist auf Ersuche it der deutschen Regierung entsandt worden zu km Zweck, um bereits vor Inkrafttreten des Friedenkdertrages eine Reihe von Zweifeln über die Ausführung der Bestimmungen des Friedensvertrages über Heer, Karine und Luftschiffahrt zu beseitigen und für die von öer deutschen Regierung in diesem Zusammenhang zu iressenden Maßnahmen die erforderlichen Grundlagen «ttf dem Wege der Vereinbarung zu schaffen. Wenn einzelne Mitglieder der jetzt erivarteten Ententeiom- taission der für die Zeit nach Inkrafttreten des Frie- ^ensvertrages vorgesehenen Kontrollkommission entnommen sind, so kann das aus sachlichen Gründen nur Iweckmäßig fein, bedeutet aber keinesfalls, daß. es sich letzt bereits um den Beginn der Arbeiten der Kvntroll- ivmmission handelt. Vielmehr bestehen darüber auf keiner Seite Zweifel, daß von der Ausführung einer Scmlrolltätigkeit durch die demnächst eintreffenden Kommission keine Rede sein kann.
Die Sorgen des siegreichen Frankreichs.
tob. Paris, 3. Sept. (Hava.) In Fortsetzung keiner Rede stellte B a r t h o u die Frage, üb die Verbündeten eingewilligt hätten, den Artikel, der die Reduktion deutschen Armee innerhalb drei Monaten nach Jn- Mttreten des Friedensvertrages verlangt, zu ändern, »veifellos bilde die deutsche Armee für Frankreich keine Gefahr mehr; aber letzteres müsse an Polen denken und •t die Volksabstimmung in den besetzten Gebieter wo
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tracht'ingen bin«» über das große Interesse, das Frankreich an einem ziisrirdenges/tlten Rumänien hab: und macht die ni'.aensäftige Enthüllung, daß Frankreich bereit war, die runiänisckie Politik in Ungarn zu unte r st ü V, t u , jedoch auf amerikanischen Druck eine Schivenknng vornehmen mußte. Frankreich könne den Groll begreifen, das; Rumänien sich frage, warum es die Okkupationskosten in Ungarn seiber tragen solle, während die Kosten der Okkupation der Verbündeten in Deutschland von der deutschen Regiernng getragen werden müßten.
Präsident des Kassations-Hofes, Kabinett>kd".h''k bedeute iedack; rumänischen Außenpolitik.
Die „Neue Korrrsnoitoenz"
wb. R i g a, 4. Sept. Nach Meldung der lettischen Presse wird die lettische Armee von Frankreich 10000 Anzüge, Waffen und Munition erhalten.
wb. Kowno, 4. Sept. Die Litauer haben an der ganzen Front die Düna erreicht. Diesseits der Düna halten sich die Bolschewisten nur noch in den Werken an der Eisenbahnbrücke bei Dünaburg.
Im Südwesten ist der Waffenstillstand zwischen Litauern und Polen bis zum 4. September verlängert worden.
»u:e:i j auf den Artikel 429 des Friedensvertrages berufen, so ch a» -* jöufc Xa.a..: Uh.,.:.:,, s...
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wb. Budapest. 4. Sevt. Henke wurde unter dem Vorwande ber Nichtanerkennung des dritten Kabin-tks Fr'rdrich durch die Westmacht: der im Amte g blieben? Minister des Aenßern Lovaszy. da er die Absendung ix-5 Auslieferungsbegehrens betressend Bela Kun an die österreichische Regierung verzögerte, im Auftrage deS Ministerrates dnrch die Minister R'.ibineck und Haller zu in unverzüglichen Rücktritt aufgeferbert. LovafzN weigerte sich, der Aufforderung nachzukommen, erklärte jedoch, da er seinem Standrmnkt nicht endgültig Geltung Mr- schassen könne, die Geschäfte des Ministeriums dem rang- ältesten Beamten zu übergeben. Der Ministercat will nun das Auskieserungsbegehren betressend Bela Sun und Genossen in kürzester Frist der österreichischen Regierung zu^llen.
Ein ungarisch-rumänisihes Bündnis?
Haag, 5. Sept. Dem „Dailh Erpreß" zufolge verlautet in Budapester Ententekreisen, daß die Regierung damit beschäftigt ist, ein Bündnis mit Rumänien zu schließen.
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Die Räumung Ungarns gefordert.
wb. A m st e r d a rn, 4. Sept. Nach einer Renter- meldung aus Paris ist di« rumänische Frage in ein akutes Stadium eingetreten. Da der Oberste Rat auf die kürzlich an Rumänien gerichtete Note keinerlei Antwort erhalten hat, hat er beschlossen, einen Abgesandten nach Bukarest zu schicken, um der ru- m attischen Regierung ein b e f r i st e t e s Ultimatum zu überreichen. Sollte Rumänien sich weigern, die Bedingungen des Ultimatums in der angegebenen Frist zu erfüllen, so werden die bipsomatischen Be- zichungrn zwischen, den Verbündeten Regierungen einer« sefts v.nb Rumäniens andererseits aufgehoben, und der Abgesandte würde mit den in der rumänischen Hauptstadt residierettdcn diplomatischen Vertretern dieser Mächte von Bukarest abreisen.
Nach einer anderen Neutermeldung aus Paris erfährt man, daß in dem Ultimatum an Rumänien verlangt werden wird, daß es Ungarn räume und anerkenne, daß alles Reqirierte an die Verbündeten zur Verteilung unter die Gläubiger Ungarns ausgelie- sert werden muß.
^-densvertrag anerkannte Vcrrussetzung einer Abänder- k MckG Bng feiefer Selbständigkeit berührt werden. Die Atts- Fasfung der verbündeten Regierungen läßt eine Ans-
. chieser Frag: aufrecht zu erhalten. Dadurch wird je- I zu4 söoch eine Aenderung des Wortlautes der deutschen ' < - Keichsversasf.mg nicht erfrrder'i.h. Die deutsche Re l. i Sierung erklärt, daß die Vorschrift des Artikels 6t
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sich gegenwärtig ungeheuerliche Dinge abspielen. Weiter führte der Redner aus, daß es .notwendig sei, ein« Streitmacht ins Leben zu rufen, die imstande sei, d i e ganze Menschheit zu verteidigen. „Heber die Partei und die Programme müssen wir jenes schöne und edle Ideal Frankreichs stellen, daß dieser Krieg der letzte toar und unser Sieg ein Sieg der Wiedergutmachung ist." Als Barthou von der Tribüne heruntcr- steigt, geht (Slentenceau auf ihn zu und druckt ihm die Sand. Franklin Bouillon bedauert, daß das wichtigste Verlangen mit Bezug auf die Grenzen nicht aufrecht erhalten werden könne und daß die Einheit der Deutschen gestärkt worden fei. Er beklagt sich über die »ngenügenden finanziellen Garantien und hofft im übrigen, daß Amerika Frankreich nicht angesichts des Sieges untergehen lasse.
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tob. Bern, 4. Sept. Nach Mailänder Blättern bestätigt ein Bericht der interalliierten llnterfnchuNgs- kommisfion für Fiume das g-spannte Verhältnis pvischen den dort stationierten französischen und den italienischen Truppen und verlangt die Aufhebung der französischen Marinebasis und des italienischen Nationalrates in Fiume. Die Stadtverwaltung soll unter eine Verbandslontrolle gestellt werben. Der Bericht beantragt außerdem gegen mehrere italienische Offiziere^ darunter die Kommandanten der italienischen Marine und der italienischen Gendarmerie, strafrechtliche Verfolgung.
Eingreifen der Westmächte in Montenegro?
tob. Versailles, 4. Sept. Die „Ehieago Tribüne" meldet, neutrale Beobachter erklärten, ein militärisches Eingreifen Amerikas und Englands tu Montenegro sei notwendig, damit die Massenmorde unter den königsireuen Montenegrinern durch die Serben verhindert wurden.
Enver Pascha im Kaukasus.
tob. Versailles, 4. Sept. Nach einem Telegramm des „Intrausigeant" aus Genf wurde im Kau- lasus die Amoesenheit Enver Paschas gemeldet.
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ge Pstö i «iS nähmen. Deutscherseits ist hiernach angenommen ivorden, daß es den Bestimmungen des Artikels 80
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enfgtgn . sich einem ettoatgen Wunsche der Bevölkerung Oesterreichs nach Wiederherstkllung des staatlichen Zusam-