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DttsarnMlurrg tzts Komitees iür KrieMichrge

im Rathaus am 22. Juli 19)9.

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1915 MI.

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I) t m i er «u is zu iforg Strei

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fft wurden von der Kriegslast"« erledigt. Die Ab- «chme der Rechnung für das Jahr 1917 ist bereits er«

. Vorbehaltlich der Rachvrüfung durch die städt. strungsprüser wird dem Rechnungsführer Ent- tung erteilt für die Rechnung 1918/19. Für welche aßuahmrn die Gelder der Kricgssürsorge im übrigen

/endet worden sind, ist aus nachfolgendem Bericht

e 1918 von Mk. 29 204, davon waren am ^-nril 1919 noch vorhanden Mk. 18 660,56. Bi- i, April 1919 sind ausgegeben rund Mk. 123000 j. fast fünf Kriegsjahren zum Segen aller der im

«ach einleitenden Worten erstattet der Vorsitzende, Lrgenneister Tro je, Bericht über die Einuah- und Ausgaben der Kriegsfürsorgespende mit einem .ntüberbsick seit Kriegsbeginn. DieGe'lnntcinnakm.c ^3 August 1914 beträgt Mk. 141788,; sie be- 2m 1. April 1917 Mk. 89 322, und erhielt im

1917 einen Zuwachs von Mk. 23262,, im

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was äste

g«wi «rstand iysier inne nken btt ehr Be,

Schleich Äer die Kriegsfürsorgetätigkit vom 1. April 1917 bis »culung. 1. April 1919 zu entnehmen. Die Fürsorge für Frauen enb ab« «sb Mädchenarbeit lag auch fernerhin dem Rationalen che uni Frauendienst ob, seit Ausbruch des Krieges bestand bei nnffi dem Nationalen Frauendienst eine AbteilungAr­sch a s GeiksLuSgabe." Die Arbeitsausgabe ist am 1. April r sagt M9 aufgehoben, die Bestände find mit der Kriegs- Ertrag nMube vereinigt ttrorben. Bis zum 31. März 1919 [t durch h« die Arbeitsausgabe gerade 55 Monate gedauert, Arbeit-- wshreuddem sind an Löhne gezahlt worden Mk. 65177,

^i-lichster Dank ausgesprochen.

wikeriiu, Ausgaben frü 1917 betragen Mk. 28 779,40, "JU m, 1918 Mk. 29 853,29 und sind verwendet worden. W00* Unterstützung von Krieger- und Richtkrieger- familien, 2. zugunsten der Arbeit des nationalen einrel Frauendieustes, 3. für ein« ausgedehnte Kinderfürsorge,

5rt.8 5n (LL in Not Geratenen.

Händen«, * Einnahmen 1918 sind ganz besonders einer tl.on lieh ^ordentlichen Sammlung zu verdankn, deren Be- ' «b'? tritt zu/* der Kriegssürsorgespende, V< den Kriegs- ®lt ^^fchädigten zu Gute gekommen find. An der Samm- - ZI von 1918 hat sich in hervorragender Weise be un° die Firma Baruch Strauß mit insgesamt Mk

8675 beteiligt. Ferner wurden uns überwiesen Mk. sha.tuM^ Mös aus einer Schulveranstaltung der Elisa« brth'chule. Weiter: Ueberschuß der Sparkasse m;S ^^"vlsrieasanleihevenuittlung Mk. 588,18, abgetretene teU Cuartiergctbet Mk. 264 und von der Goldankauss« r Iu [e M. US. Allen Spendern sei an dieser Stelle

' J" Die Unterstützung an Kriegerfamilien neben der «stplichen und kommulen betrug 1914 Mk. 6385., 1915 Mk. 9155.-, 1916 Mk. 4705.-, 1917 Mk. 3591, if bvfri 1918 Mk. 1707.. Die Unterstützung au Nrcht- Ne»bi Kriegerfamilien betrug 1914 Mk. 1731., lutatü 3066.-, 1916 Mk. 6849., 1917 Mk. 6757 -, 1918 in ifira Mk. 5389.. Der Höhepunkt ist 1916 erreicht worden. Tatsach Seitdem ist eine Abnahme zu spüren, was auf die Zu- nameut- -nähme der Unterstützungen des Reiches und des Staa- clen Be- Ks zurückzuführen ist.

Fj, Die Ausgaben untersonstiges für 1918 mit Mk.

B«, M8,83 sind teilweise Verwaltungsausgaben, teilweise de buch sie besondere Hilfeleistungen für Bedürftige, die t all« durch den Krieg in Rot geraten find.

zu. Uri Die Barunterstützung wurde bewilligt von dem ke­imten 5er Ausschuß. Die Kassengeschäfte der Spen-

g. Du 86 Mk., was einer durchschnittlichen Monatszahluug an be« m Mk. 1000 entspricht. D« Höchstzichlung war im ing inü März 1917 mit Mk. 2822, die Mindestzahlung im

Arleits- «äiz 1919 mit Mk. 76,50.

Kriegs« Die Ausgaben betrugen im Jahre 1917 Mk. Meint.14 455,69, 1918 Mk. 8629,06. Darauf find erstattet Pein ia m Jahre 1917 Mk. 15895, im Jahre 1918 Mk.

n Hatz

deutlich

> .besieh. In dieser Summe ist allerdings der Erlös aus , auf* Verkäufen der von der Kriegsnähstube gefertigten

SfUtn mit enthalten.

Tie dem Nationalen Franeickirnst ebenfalls «Rgt- Oiederie Rähstube wurde unter der Leitung van Frau

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eitz 33* Kares wie in früheren Jahren weitergeDhrt.

se besser Aus der Spendekasse wurden 1917 Mk. 4775,84, 1918 Mk. 7042,42 zur Verfügung gestellt.

Ter Boransöpag für 1919 wird mit 28000 Ml in Einnahme und Ausgabe genehmigt. Für Schuh-

Mg ein weiterer Betrag von Mk. 2500 eingestellt m be t| Für Neider und Wäsche wird ein Betrag von Mk. ®00 bewill-'gt.

e t. Der ,el eistet, ast, wie La nd« ctschast« cns ist n mäst .. Tas ehmste»

Pflicht

Ledklismittelversorgung u. Zwangswirtschaft

Ans wird geschrieben: Biele Leute glaubten, dsß mit der Beendigung des Krieges und der Auf­hebung der Blockade auch die Lebensmittelnot ihr knbe erreichen und wir sofort vom Auslande die

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^twendigen Nahrungsmittel erhalten würden. Das Ät nicht eingetreten und wird voraussichtlich auch uichr sobald eintieten. Wohl sind im Buslande Le­bensmittel vorhanden. Aber einmal macht es dec flechte Stand unserer Valuta unmöglich, daß wir diese in der erforderlichen Menge kaufen können, unfere Bevölkerung die hohen Preise gar nich bohlen kann. Andererseits fehlt uns aber auch das ^'ld, um größere Einkäufe überhaupt machen zu ionnen. Die Belieferung mit Fett hat bekanntlich schon wieder nachgelassen, wie es heißt, ans Mangel

Zahlungsmitteln.

Die Aussichten für die Besserung unserer Le- ^nsmittelversorgung find also wenig erfreulich. 3n diesen Tagen ist ein englisches Weißbuch über

Nahrungsmittelverhältnisse in Deutschland er- ^ienen. Dieses bezeichnete die Aussichten für die «inmenbe Periode 1919/3) als S u ß e r st d ü st e r.

Versorgung mit Brotgetreide habe fich um SyC000 Tonnen, mit Zucker um 150 000 Tonnen, Fleisch um 666 000 Tonnen, mit Butter und «ert um 92 000 Tonnen vermindert. Schon im fsi 1919, so heißt es in dem englischen Weißbuch, : J? trotz der Verringerung des Heeres der meiste pftrai bereits erschöpft gewesen. 1920 werde die ^och viel schlimmer sein, wobei in Betracht fotzen werden müsse, daß noch 800 000 Gefangene E«rrkonrmen und ebenfalls ernährt werden müß-

Die deutsche Bevölkerung werde der gleichen Achtbaren Luge gegenüberstehen, wie 1916/17. Deutschland befind« s i ch also vor

einer Katastrophe, die den Hungertod von Millionen nach sich ziehen werde, wenn nicht für genügend Einfuhr von Nahrungsmitteln gesorgt werde. Nun ist-abcr aus den schon vorher betonten Gründen die Einfuhr von Nahrungsmitteln sehr beschränkt, so daß wir also nach wie vor in der Hauptsache von der heimischen Produktion werden leben müssen. Während des Krieges fehlten uns die Nahrungsmittel wegen der Blockade, jetzt fehlen ie uns wegen des schlechten Standes der Valuta und der mangelnden Zahlungsmittel. Der Glaube, den man heute vielfach in landwirtschaftlichen Kreisen antrifft, daß nun mit der Beendigung des Krieges auch die ganze Zwaugsbeurntschaftung der Lebensmittel überflüssig geworden sei und man die Lebensmittel nicht mehr abzuführen brauche, ist durchaus irrtümlich. An den ganzen Dingen, die iur Zwangswirtschaft Meten, hat fich leider noch 'o gut wie gar nichts geändert. Die große Lebens- mittelnot besteht roeier, und die kommenden Wintermonate werden uns in Verbindung mit an­deren Umständen die schwerste Belasiungsvwbe seit 1914 bringen. Darum muffen auch die Landwitte bestrebt sein, alles an Milch, Butter, Getreide, Kar­toffeln usw. abzuliefern, was fie nur abkiefern können, soll nicht jene Katastrorhe kommen, von der das englische Weißbuch spricht.

MsrdArH Mfc UmzegsM.

Marburg. 1. September.

* Aufhebung des Markenzwanges für Seife. Nachdem es in den letzten Monaten möglich gewesen ist, der crifcninbuftrie aus dem Auslande wieder größere Mengen von Nchsioffen zuzuführen, hat sich die Regierung entfchloffen, den Markenzwang für sämtliche Seifen zu beseitigen. Es wird also demzufolge mög­lich sein, die iw nächsten Monat in den Handel kommenden reinen Fettsoifen (Feinseife, Rafferfeise und Kernseife) ebenso wie K.A.-Seis? ohne Ab­gabe von Ceifenkarten zu beziehen. Le­diglich für K. A.-Seisenpulver bleibt der Mar­kenzwang vorläufig noch weiter bestehen.

* Neuwahl der dörflichen Bürger­meister und Schössen. Nachdem jetzt das Gesetz über die Neuwahl der unbesoldeten Bürger­meister, Beigeordneten und Schössen erschienen ist, werden auch in rmlevem Kreise demnächst die Neu­wahlen stattzufinden haben. Der Termin ist hier­für noch nicht angesetzt, jedoch wirb das in den nächsten Tagen erfolgen. Bis spätestens Ende Oktober müssen überall in Preußen die Wahlen ror- genommen sein.

* R ückkehr Kriegsgefangener Wie man uns mittcilt .trafen gestern Mannschaften, die in serbi­scher Gefangenschaft waren und in hiesiger Gegend be­heimatet sind, hier em.

t Kirchentag in Dresden. Bon, 25. Scp tember findet in Dresden der Erste Allgemeine Deutsche Evangelische Kirchentag start. Er bedeutet di« Erfüllung deS Jahrzehnte alten Wunsches, dem durch dir Landes­kirchen, die Verbände der freien LicbeStätrgkeft und Par­teiungen zerteilten deutschen Protestantismus eine ein­heitliche, kraftvolle und auf kirckenrechtlichen Ordnungen beruhende Vertretung zu schaffen. Es gab schon Ansätze, die durch die Ereigniffe der letzten Jahre sehr gefördert wurden. Dir Aushebung des landesherrlich«» Kirchen­regiments, die eingeleitctr Trennung von Kirche und Staat u. f. f. erforderten eine zielbeWußt und einheitlich wirkend« Vertretung des Protestantismus. Die Bor- konserrn» deS Kirchentages fand am 27. und 28. Februar in Casiek statt. Die Zusammensetzung des Kirchentag's. für den 320 Teilnehmer vorgesehen sind, soll in acht Gruppen erfolgen: die Kircheuregimentsgruppr (50 Mit­glieder), die Synoden (102), die Vereine (75), dir theolog Fakultäten (17), die Religiouslehrer (18), btt krcheri- musikalische Gruppe (3), die militärkirchlich« Gruppe (1), die Ausgleichsgruppe (54). ES werden dem Kirchentag 30 Frauen und 20 Mitglieder des ArbeitcrstaudeS ange- böven. Die wichtigfirn Beratungsgegenstände fh*: Be- nifSordnnng für den künftigen Kirchentag, Svuodalver- faffung und firchlich« Wahlen in den LsndeErchen, Er« Haftung des evangelischen Religionsunterrichts, Schutz der kirchlichen Minderheiten. MSgr Gott den Kirchentag er­füllen mit der Geist« Jefu ThriA!

Ein« Stadtverordnetrnfitzung findet Donnerstag nachmittag 5 Uhr statt.

M ilitär-Sportfest. Das srstern von der hiesigen Garnison veranstaltete Svottsest nahm bei zahl­reiche- Brteiftgnng, auch der Zivilbevölkerung, den pro« grammäßigen Verkauf. Das Bataillon marschierte kur, .'vor 3 Uhr mit Musik nach den UebungSvlätzen in der Krmtzbach und kehtte gegen Ab«ch wieder zurück. Da? Ergebnis der Wettkämpfe werben wir noch mitteilen.

Ein Buchdrucker-Jubiläum. Eines be­sonders im Buchdrucker berufe seltenen Jubiläums wurde in der gestern im Gasthaus .Elisabethdrunnen" hier ab- gehaltenen Bezirks-Versammlung d«S Verbandes der deutschen Buchdrucker gedacht. ES waren nämlich 50 Jahre verflossen, daß der Bnchdrucker-veteran Jakob «chwalge dem Verband« als Mitglied angehört. Aus diesem Anlässe wurden dem Jubilar zahlreiche Ehrungen von hier und auch vom Gau- «ch Hauptvorstande usw. zu teil und der Borfitzende deS BeztrksvereinS Marburg überreichte ihm eine klein« Beihilfe zu dem bescheidenen Ruhegehalt, dar die Jünger Gutenbergs, die das Glück haben, alt zu to«6en, au» eigenen Mitteln, nämlich aus der Verbandsinvalidenkaste, zurückgezahlt erhalten. Jakob Schwaige, der 1848 in Jülich geboten wurde, kam 1873 nach Marburg und arbeitete 28 Jahre in der Pfeilfchen und dann noch 12 Jahre in der Gleiserfchen Buch­druckerei. Wegen eingetretener Leiden mußte er vor einigen Jahren feinen Beruf aufgebeu.

* Die Baukostenzuschüsse. Rach Mitteilung des StaatswohnungskonnniffarS neigen die Mfttrl zur Gewährung von Baukostenzuschüffen ihrem Ende zu. Nur in ganz dringlichen Fällen könne» solche noch gewähtt werden

* D ie P a ket sch wind ler, die auch hier schon Gast- rotfcn gaben, treiben nach wie vor ihr Geschäft weiter. In Betzdorf hängten sie einem Mann aus Alsdorf eht Paket für 150 Mark auf, in dem sich angeblich rin Anzug befinden sollte. Als der Mann die Schachtri zu Hause öffnete, sand er alt« Lumpen.

Falsches Geld. In Eaffel wurden zwei Per­sonen, männlich« und weiblich«, ftflgtnommea, als fie falsche 50 Mark-Scheine »om 80.11,1918 verausgabte». Die Frauensperson hat die Geschäfte meistens allein be­treten, ein« Kleinigkeit gekauft, eine« 50 Mark-Schein hr Zahlung gegeben und sich daun den Ziest in anderem Gelbe geben lassen. Der Man» hat »ährend der Zeit in der Nähe gewartet.

* Konservatorium sürMuslkVeldkamp- M a nn. Das neugegründete Konservatorium wird laut Anzeige vom 30. August im Oktobe- seine Unterrichts- kurke eröffnen. Wie wir hören, ist Irl. Iren« Ochse- »iuS, die hie- fi?i? att Gesanglefio-r n bocheekchätzt wird, für den Gesang»!" "richt verpü-chtri worden. Der. beklninatorischen Teil des llmcrr,chts wird Frau V.B lan- d t n f«c übernehmen, deren Kunst nnb UuterrichtSgabe über bk Grenze Deutschlands hinaus bekannt ist.

Tic Kunstgewerblerin Fanny v.Tee­ters aus Riga stellt für einige Zeit ihre alten nnb neuen Kunststickereien und Malereien in ihrem Zimmer aus: Peitgasse 13, von 1012 und 37Uhr.

Theater. Konzerte, «er<a«»l>»U,e, ns».

* S tabil öle. Wie bereits bekanntgegeben, ftn- >et heute ein Abschieds-Abend d«S gesamten Personals »es Sommeriheaters statt. Es wird die Posse mit GesangRobert und Bertram" von Racder ausgeführt. Diese ist seit einigen Jahren hier nicht gegeben worden und dürfte auch heute wieder seine Wirkung nicht ver­fehlen. An diesem Abeiü» find sämtliche Mitglieder be­schäftigt und «erde» sich vom hiesigen Publikum ver­abschieden.

* Die Kammer licht spiele teilen mit: Im heutigen Programm bringen di« Sammerlichtspiele S««l«n in Ketten", der Bon Franz Hofer inszeniert und selbst dargestelkt wird. Der Film hat starke dramatische Momente und ein Tempo der Handlung, das mitreitzt, alles dazu angetan, dem FUm zu einem cnchergewöhn- kichen Erfolg zn verhelfen.

"n diesen Tagen nrerdcn durch «rs.re Trä­gerinnen di« Bezugsgelder für ben Monat September e»hoben. Wir bitten da» Geld bereit z« halten, damit die Trägerinnen nickt öfter vorfprechen rrüfien, mee nnnäh« Mühe verursacht. Wir machen ferner darauf avfmevksam, daß wie feit der Ein, födrsug des monatlichen Erheben» de« Neitrages wie alle anderen Zeitnnge« bi» zu« 18. jedes Monats das Nczuasgeld für den betreffenden Monat erheben. Wir bitten diclr CinrifSriiir« zu besck-i;«.

""3ar i,^*T**Ü&B*-

t. Wetter, 31. Äug. Zn bet gestrigen Stadtvrr- ordn-t-nfifiung fand die Tteuwatzl deS Magistrats statt. Zum Bciacordn-Icn hr»'b; brr seitherige B:iaeordnete Earl Kliitgelhöscr wiedrrgcwZhlt. Zu Magistratsmit- aliebetn wurden gewählt Kaufmann Daniel Seibel und Metzger Earl Jnnk. Der Familie des Tagelöhners Louis B-ttekhäuser wurde vom Roten Kreuz mitgeteilt, daß ihr Sodn 5>emr!ch in englischer Gesanzenschast bei AnsräumunHstrrbeiten durch Explosion einer Granate ge­tütet worden sei. Die Mitteilung traf bit Familie umso härter, als Bettelhäus-r schon einen Sobn im Kriege verlsren Hai. Der Familie Moritz Pinnfchmidt wurde dagegen durch die glücklich« Rückkehr ihres Sohnes aus englischer Gefangenschaft eine groß« Freude zuteil.

,*, Kirchhoin, 30. Aug. Der Hessische Banerkwcr- eiit Kreis Kirchhai» dielt heute im Saale des Bahnhofs- Hotels eine Vertrauensmänner- und Generalversammlung ab. Nach der üblichen Begrüßung. Feststellung der Er­schienenen und Verlesung des Protokolls der vorigen Vcr- lammknug wurde zur Tagesordnung geschritten. Der Vorsitzende berichtete zunächst über die bisherige Tätigkeit des Borsiandrs und erziclien Erfolge, wobei besonders bi? Eingabe au die Nationalversammlung betreffs Schätz- «rg des GrundvermSgenS nach dem Ertragsweri statt de? Vettarsswertes, die Eingabe an den SrriSauSschuß tzerreffs der landwirtschaftlichen Ginterschule in Kirch­hain. drr GkiieibeaMieferung nach freier Wahl an die -bestellten Aufkäufer, die Bereüstellnng von Kohlen zu Dresch zwacken und Belieferung der Bersorgungsberechtigten direkt durch die Gemriuden hcrvorzuheben find. Allgemein wurde die Forderung erhoben, den Betrieb des Kam« raui'^lverbandes zn verrinsachen und abzubauen und die LebenZmittel auf kürzestem Wege vom Erzeuger zrmi Verbraucher gelangen zu kaffen. Sodann berichtete der Vorstand über die Organisation im Kreise und in den Rachbarkreisen und den Zusammenschluß aller Kreis- bauentetrtine zu einem BezittSbauernverrin für Knr- he-sen. Ueber die bisherigen Versammlungen in Bebra, Gießen und Cassel wurde eingehend Bericht erstattet und die neu ausgestellten Satzungen deS Bezittsbauernvereins vorgelesen nnb genehmigt. Für die Vertreterversammlun­gen de- Bezirks, wozu jeder ArriSbauernverein auf je 500 Mitglieder 1 Vertoewr zu entsenden hat, wurden 10 Ver­treter und 3 Stellvertreter auf Vorschlag einstimmig ge­wählt. Wecker tintrbc zum Abbau dir Zwangswirtschaft Preisfestsetznng für Gemüse schari gegrißelt. weil der Er­zeugerpreis weit unter die Gestehungskosten gefetzt, für den Zwischenhandel aber ein Verdienst von 300500 Pro­zent »ngekaffen ist. Der jetzige Preis für Häute sei bei­nahe so hoch als der Schlachtviehpreis: es wird deshalb eine Soriwrbeweriung der Häute bei Viehablieferung bedangt Wünschenswert sei jedoch rin normaler Häute- vreis, weil sonst die Schuhprrise unerschwinglich würden. Der anferlegte Ablieferungssoll für Hafer wurde allge­mein für unfern Kreis zu hoch erachtet In vielen Orten, die geringe Bodenklasse haben und besonders unter bet Dürr« leiden, würde kaum ein Ernteertrag in dieser Höhe erzielt. Auch zur Viebbeschlagnahme wurde Abstellung von Mängeln und für Selbstmäster free Hausschlachtung verlangt Der Vorstand wurde beauftragt, diesbezügliche Eingaben an die zuständigen Stellen zu machen und Ab­hilfe zu fordern. Nachmittags 1/j2 Uhr begann die Gene­ralversammlung, wo alle diese Beschlüsse zur Kenntnis gebracht »nd genehmigt wurden. Der Heffische Bauern­führer und Abgeordnete Herr Direktor Hirschel-Friedberg war auf Einladung erschienen und sprach in packender Weise über die Notwendigkeft des Zusammenschlusses aller Bauern zn Kreisveremen und Landesverbänden, um ge­meinsam berechtigte Forderungen und wirischaststch« In­teressen zu vertreten und geschloffen Schulter an Schulter zu stehen, um das deutsche Volk und Reich vor dem völligen Zusammenbruch zu retten «nd am Wiederaufbau tat­kräftig mttznarbriten. Aber der Bauer allein könne es nicht zwingen, wenn ihm durch di« Zwangswirtschaft er­neut Fesseln angelegt würden und die Kriegsgesellschasten sich auf Kosten der Allgemeinheit weiter die Taschen füllten. Die Regierung müffe energisch gegen die Ar- beftsunlnst und Arbeftsscheu vorgehen, damit Werte ge­schaffen würden statt Papiergeld ttnb unser Kredit im Aus­land unb geregelter Handel nnd Vettehr gehoben wird. Reicher Beifall lohnte den Redner für seine Ausführun­gen. Nachdem Rechtsouwall Boette noch einen eingehen­den Bortwg über Vermögens- und Erbschaftssteuer ge­halten und die Heroen Mink und Rauch vom Vorstand des Marburger Kreisbauernvereins über Organisation, Abbau der Zwangswirtschaft ttnb Vermögensabgabe ge­sprochen, wurde die trotz der Erntezeft gut besuchte Ver­sammlung gegen 5 Uhr geschlossen.

(!) Lreysa, 28. Aug. Gestern «Send fand die Neuwahl der Maaistratsmuglieder durch tue Stadtver­ordnete« statt. Dabei wurde Herr Fabrikant W. tzelwig wiedergewähft, während sonst lauter neae Herren tzetvählt wurden. Als Brigeorbnete« wählte Ne Versammlung Herrn Stadtrechner Ritter nnd als weitere Mitglieder die Herren Lehrer Lndolph, Gastwirt H. Maurer und SÜefc- tfrmrijta Sari .

(?) Holzhausen (Är. Marburg), 30. Aug. HeM früh gegen 4 Uhr brannte das Backhaus be8 Bürger« mristers Laucht, in dem eine Menge Holz lagerte, völlig! nieder. Man vermutet Brandstiftung und sind die Nach- orschnnac!' nach dem Täter im Gonge,

W o ;! a u , 39. Aug. Auf der Strecke Biedenkopf ' Dillenburg fährt vom 1. September ab der PersonenzuK 3176 eine Stunde später, ab Straßebersbach 6,37 nachm^ ab Dillenburg 7,24, an Biedenkopf 9,29, ab Biedenkopf 9,40, an Dillenburg 10,58 abend-. ~

HeffeN'Nasfcm und NachbaEgsbiste.

Spangenberg, 28. Aug. Die Einübung bet ünfaktizen FestspielsKuno und Else" von Karl Cngri» hord, ist dank ber pflichttreuen Hingebung der Spiek- leiter. Herrn Lehrer Heinlein und Herr» Metzler» und der Mitwirkenden (40 Damen und Sperren) tüchtig borge» chrittcn. Die Rollen sind durchweg gnt besetzt. Auch dl, Schwierigkeit deS 4. Aktes, in dem ein Volksfest gefeiert wird, ist überwunden. Das bunte Treiben der Spange»» berget Jugend auf der Festwiese wird rin prächtiges BiA werden. Ebenso werden die Gesänge der Bursche» »üb Mädchen in diesem Akte von ausgezeichneter Wirkung fein. Das Spiel wird in glänzender Aufmachung und in erst­klassigen, stügerechten und effektvollen Kostümen, «eiche di« Firma Leopold Verch, Theater-Ausstaitungen, Ber­lin-Charlottenburg, liefert, geboten. Als Festspieltag« sind der 27. nnb 28. September festgesetzt. Angesichts bet hohen Unkosten und des wohltätigen Zweckes werd« die EintrittSpteise etwas hoch sein müssen, aber dafür werden den Besuchern auch recht genußreich«, «ntst« und doch frohe Stunden vetfptochcn. Mit dem Festspiel Sitno und Else" hat der frühverewigte Dichter Span- genberg aus ewig besungen und herousgehoben unter allen hessischen Städtchen. Durch die erneute Aufführung wird Spangenberg auch jenseits bet heimatlichen Grenze» bekannt und mit Lob genannt werden. Die Spielleitung verbindet aber auch mit der Rcuaufführung den Zlveck, die Hetzen in dieser schweren Zeit auf den Heimatbode» zu sammeln und den Blick nach innen zn fcnlen; dem» nur das kamt uns retten. Es wäre erfreulich, wenn das Sagenspiel, das bauetnben Wert hat, auch einmal in anberen hessischen Städten ausgeführt würde; beim Svangenberger Sage und Geschichte hat nicht nur ört­liches Interesse, sondern ist Gemeingut des ganze» H«s» senlandes. Textbücher sind vom Magistrat der Stabt zu beziehen.

Dechenberg, 30. Aug. Mehrer« Hammel wurden einem hiesigen Landwirt lebend aus dem Stalle, ritte* anderen Einwohner ein Pferd, einem dritten Bauer OM hellen Tage etwa 1000 Mark in bar gestohlen.

Eisenach, 30. Aug. In das hiesige Dicckoniffen- hauS umritt der frühere Vizeseldwebe! K. Laun,rin schwe­rer Junge", schwer verletzt eiugeliesert. L. hat schon verschieden? Li.-.b-uchSdi-bstL-le verübt und war auch bei« Raub eines Motors in Hörschel beteiligt gewesen. De» Motor hatten die Diebe in der Nähe des OrteS in einem Buschwerk versteckt, van wo er nachts geholt werden sollte. Tas Vea steck roar jedoch entdeck, worden und die daraufhin ausgestellten Wachen schritten zur Festnahme der Diebe, Diese fn.erten und w'rlrtzten istren aus Hoeingen stam« me.chen GvNksjet L lebensgefährlich.

-------ch------

Trrrusrr, Spiel nw> Sport.

Bei dem gestrigen Feldbergturnen, an dem «twck 1500 Turner teilnahmen, kam der 1. Preis nach Bis« 6er. Bon hier erhielten O. Textor (T. B.) bett 7y Siebert (T. D.) den 21., C. Schmidt (T. «.) m» Luckhaitzt (T. B.) ben 23. Preis. In bet Unttf stuf« erhielten Hormel (T. V.) ben 18., SchmM (T. D.) den 19. und Schöbel (T. G.) ben 20. Preis.» Am Tinntag den 7. September sticket auf bet Renn­bahn bei der Hardt in Gießen das dieSjlchrige ®e* wettutnen des Gaues Hessen statt. Eine außetordent« sich starke Beteiligung ist zu erwarten, sind doch jetzt schon nahezu 609 Turner gemeldet. Di« turnet Wt»> ben um 81/. llhr vormittags auf dem Bahnhof emp­fangen und mit Musik zum Turnplatz geleitet, woranj daS Turnen sofort beginnt, das in Geräteturnen, Stern* men, Weithochsprung, Lausen und in einer FreiübunE. besteht. Nachmittags findet während deS tnrnenl Konzett statt. Um 4 Uhr beginnen die allgemein«! Freiübungen, daran attschließend MannschastSkämpft in Eirbotenlauf, Tauziehen, Schlag- nnd Faustbal^ Fechten sowie SonderweNkamps im Stabhochsprung.

Atzte Nachchlchim.

Berlin, 1. Sept. Nach bet8. P Map- schall Liman v. Sanders gestern abend in Ber­

lin eingetroffen.

Aus Budapest meldet dieB. Z-", daß die Ressort­minister fich einmütig gegen ei» Berbleibe, Stieb* richs an bet Spitze de- Kabinetts ausgesprochen hätte«. Nachdem Friedrich die Konsequenzen daraus gezogen hab«, habe Franz Heinrich Berhandlungen »nr N«- bildung des Kabinetts aufgenommen.

Nach Brüsseler Meldungen soll zwischen BelgieA einerseits und England unb den Vereinigten Staat«! andererseits «in ähnlicher Schutzvertrag abge« schloffen werden, wie er zwischen den angelsächsischeG Großmächten nnb Frankreich abgeschlossen würbe. Der erfte Kriegsgefangen cntransport von fftanV reich ttbgegange«?

Amsterdam, 1. Sept. Der erste Transport von 1000 deutsch« Kriegsgefangenen hat gestern Frankreich oerLrffen. Das ist die höch^ «nzahl, für die die deutsche Regierung Vorbereitungen zn treffen vermochte. Die Westmächte find in der Lage, täglich 3000 Mann abzusenden und Mt Transporte bis 6000 Mann zu stergern falls bte deutschen Behörden die nötigen Eisenbahnwage, zur Verfügung zu stellen vermögen. Die Herm- sendung der Kriegsgefangenen aus Eroßbritanm« hängt von dem Seetransport ab, den Deutschland nach dem Friedensvertrag zu stellen gezwungen ist, Sobald Deutschland genügend Schiffe zur Ver- fügung stellt, kamt der Abtransport beginnen.

Ottfetriltch« «etterdienß.

Dienststelle Wetlbutg (Landwltts-astefchule)

WetteranSfichte« für Dienstes, 2. September. Meist faxten, vielfach heiter, nachts kühl, tagsüber Wärm« al» heute.

Verantwortlich für den polittffchen Teil: Kurt Hainker für den örtlichen n»b provinziellen Teil: Wilhelm Aißner; für den Anzeigenteil: Andr. Gaßmannz sämtlich in Marburg.

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Druck unb Verlag von Dr. ritiL t Hitzervkh.