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Tageszeitung für (das früher kurheffifche) Oberheffm

Der

DieOberhessisch« Zeitung" eil»"int sechsmal wSchentlich.

M«» f)AO Bezugspreis beträgt monatlich 1.00 J,. frei in» Hau»; durch die Post JI2. AvO 1.75 Jt. ohne Bestellgeld «eriazi »« Dr. C. Hitzeroth.

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die jüngsten Vorkommnisse in Ludwigshafen find n der Presse des unbesetzten Deutschlands unrichtig« Mitteilungen veröffentlicht worden. Es haben in dieser Stadt keinerlei gegen di« bestehend« Macht gerichtete Versuche stattgcfunden. Die sofort eingeleitete Untersuchung hat gezeigt, daß der blu- tige Zusammenstoß durch übermäßige Nervosität der örtlichen Polizei hervorgerufen worden ist. Dieser bedauerliche Zusammenstoß hatte den Tod zweier Postbeamten zur Folg«. Die Untersuchung wird 'ortgesetzt. Der Zwischenfall ist vereinzelt gebli«- ben, in Ludwigshafen wie in der Pfalz herrscht weiter ungestörte Ruhe."

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MWritring delSnrsmstWm.

Frankreich verweigert die sofortige Freigabe.

wb. Versailles, 30. Aug. Die interalliierte Kommission zur Rückbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen hielt im Ministerium für die auswärtigen Angelegenheiten ihre erste Sitzung ab.

Rach der Pariser Ausgabe desNew Porker herald" beschlossen Amerika und England, im Laufe der nächsten und übernächsten Woche täg­lich 2000 deutsche Kriegsgefangene abzutransportieren. Augenblicklich be­fänden sich 48 000 deutsche Kriegsgefangene unter amerikanischer Bewachung. Das Blatt sagt wört­lich:Die französische Regierung will die unter ihrer Bewachung befindlichen Gefangenen z u r ü ck - behalten, bis der Friedensvsrtrag ratifi­ziert worden ist."

wb. London, 31. Aug. (Reuter.) Es find Anordnungen zur Heimbeförderung der auf fran­zösischem Boden in englischer Hand befindlichen deutschen Gefangenen betroffen wo-den.

Sofortige Räumung ObrrMesieus als Gegen­leistung?

wb. V ersa i lles, 31. Aug. DasPetit Jour­nal" schreibt, daß man in gewisien politischen Krei­sen glaube, daß von den Mrbündeten in dem Augenblick, in dem sie den Friedensvertrag hin­sichtlich der Bedingungen über die deutschen Kriegs­gefangenen für gültig erklärt hätten, wahrscheinlich eine Gegenleistung von Deutschland erwartet werde, nämlich, daß Deutschland sofort Ober­schlesien räume.

Die Befreier" im Elsaß.

wb. Bern, 30. Aug. Der BaslerVorwärts" erfährt aus St. Ludwig i. Els., daß von der sozial­demokratischen Parteileitung ein in Masten her- gestelltes Flugblatt an die elsaß-lothringische Be­völkerung verteilt worden sei, das die schwersten Anklagen gegen die jetzige französische Regierung erhebe. Der erste Friedenswinter drohe hart zu

Oberschltsien.r

Reu« Baudeneinfäll«.

wb. Breslau, 1. Sept. Das Generalkom­mando des 6. A.-K. meldet: Eine starke feindliche Bande griff am 30. August abends Klein-Eorschütz an, das vorübergehend geräumt wurde. Beim Ein­treffen von Verstärkungen ging der Feind über die Grenze zurück. In Gegend Eolkowitz fanden mit Banden an der Grenze Zusammenstöße statt. Ein Bandcnüberfall auf eine Feldwache in Gegend öst­lich Beuthen wurde abgewiesen. Bei Wasfendurch- suchungen in Kobelwitz wurde ein Pole, der auf unsere Truppen schoß, getötet.

Die deutschen Truppen werden nicht zurückgezogen.

wb. Breslau, 30. Aug. Der Reichs- und Staatskommistar für Schlesien und Weftposen wird aus allen Kreisen der Bevölkerung Oberschlesiens, vor allem aber auch non den polnischen Arbeitern mit den dringendsten Bitten bestürmt, das Militär nicht aus feinen bisherigen Standorten zurückzu­ziehen, da man sonst neue Beunruhigungen und neue Arbeiterausschreitungen befürchtet. Der Reichskommistar erklärt hierzu, daß er keineswegs daran denke, den der ruhigen, arbeitswilligen Be­völkerung Oberschlesiens gewährten Schutz der Reichstruppen gegenüber den Unruhestiftern und Störenfrieden zurückzuziehen. Das Militär bleibt, abgesehen von einigen aus Zweckmäßigkeitsgründen vorzunehmenden Truppenverschiebungen, nach wie vor zum Schutze des oberschlesischen Volkes in Ober­schlesien. Zu irgendwelcher Beunruhigung auch in den ^renzbezirken besteht kein Anlaß.

Die amerikanischen Truppen für Oberschlesien.

wb. Amsterdam, 30. Aug. Das Prestebüro Radio meldet aus Washington: Kriegssekretär Baker gab zu, daß zwei amerikanische Regimenter mit der Bestimmung für Oberschlesien abgefahren find. Ihre Entsendung erfolgte auf das Ersuchen des interalliierten Rates, dem auf Anraten des Generals Pershing stattgegeben worden sei.

wb. Rotterdam, 30. Aug. DerNieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Newyork, daß der republikanische Senator Wood P r o t e st gegen die Entsendung amerikanischer Truppen nach Schle­sien erhob.

wb. Amsterdam, 30. Aug. Die englischen Blätter vom 28. bringen eineCentral News"-Mel- dung aus Washington, der zufolge Senator Fall erklärte, der jetzige Friedensvertrag bedeute Krieg» und zwar nicht einen zukünftigen, son­dern einen sofortigen Krieg. Er sagte, ameri­kanische Soldaten gingen nach Schlesien, um ein Volk zu bekämpfen, mit dem Amerika keinerlei Streitigkeiten gehabt hat, und amerikanische Ma­trosen und Soldaten kämpfen heute in den Straßen von Danzig. Senator Fall schloß:Wir'überneh­men die Verantwortung und müsten dafür mit dem Blute amerikanischer, Soldaten zahlen.^

Marburg

Montag, 1. September

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wb. Berlin, 30. Aug. Der lettische Gesandte fif' -> reichte dem Minister des Auswärtigen Müller laut »Loo- wärts" einen Protest Lettlands wegen der Gewalttat«» der deutschen Truppen in Mitau. Reichsminister Mülle« erllärte, daß das Schrisistück eingehend beantwortet werde, und sprach sein ausrichtiges Bedauern über di« Vorkommnisie aus. Er verurteilte durchaus all« liebet* griffe und erklärte, daß er nach wie vor an einer be­schleunigten Räumung Kurlands durch die deutschen Trust.' pen festhalte.

Ungarn.

wb. Budapest, 31. Aug. Hier wurde ba8 Ge­rücht verbreitet, daß die Regierung Friedrich zurücktreten werde, und daß di« Weltmächte die Regierung nicht anerkennen. Von allem dem ist kein Wort wahr. De« Standpunkt des Ministerpräsidenten Friedrich ist, daß, wenn es sich Herausstellen sollte, daß nur seine Person der Grund für die Aufrechterhaltung der Besetzung uitfc das Ausbleiben bei finanziellen Hilfe für das Laich sei, er zurücktreten werde, aber nur unter der Bedingung, daß die neue Regierung bestimmte Garantien für bN Abstellung der Mißstände erhält.

wb. Budapest, 80. Aug. Die Wahle« zu, Nationalversammlung sollen im Laufe des September durchgeführt werden. Die Sianonalveriammlnn« dürft» inJbea eße« Lkw benagen Prfammenttele»,

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Die linksstehende Presse hat in letzter Zeit übev» aus heftige Angriffe gegen den deutschen Befehlshaber in den baltischen Ländern, Graf v. der G o l tz, gerich­tet. So sollten die Plünderungen in Miau erst nach dein Eintreffen des Generals dort eingesetzt haben, d. h. von ihm geduldet oder gar veranlaßt Worben sein. Wie Graf v. der Goltz in Wirllichkeit zu de» Ausschreitungen steht, beweist obiger Tagesbefehl. Ei» anderer Vorwurf geht dahin, daß der General gegen« revolutionäre Besetzungen in Rußland begünstig«, j« selbst mit seinen (gegen die lettische Negierung toege» des von ihr gebrochene« NnsiebbmgSversprechen et» bitierten) Truppen zu den antibolschewistischen Truppe» in Nordwestrußland üb:rgegangen sei. Jetzt sieht sich auch die Regierung veranlaßt, Graf v. der Golß gegen all diese Angriffe in Schutz zu nehmen. Di« D. Allg. Ztg." stellt fest, daß der General mit dell Haltung der Truppen gegenüber der lettischen Re» gierung in keinem Zusammenhang steh«. Weiter heißt es:Der General befindet sich seit über sechs Monate» auf seinem äußerst schwierigen Posten und war di» Zielscheibe der heftigsten Angriffe sowohl aui beit Lager der Entente wie auch gewisser deutscher Par­teien. Das so verzerrte Bild seiner Person entspricht keineswe gs der Wirklichkeit. Die ReichsregierunD hatte bisher nichtdieleiseste Veranlassung^ in seinem BefehlSbrrreich gegen Anzeichen reaktionäretz Politik vorzugehen." Wenn das die sozialbemokratt» sche Reichsregierung feststellt, so liegt wirklich teil Anlaß vor, von dieser Seite enoas für den Bestarch der neuen Ordnung im Reich zu fürchten.

Amerika.

Senator Knox für einen Sonderfrieden mit Deutschland.

wb. Amsterdam, 31. Aug. Das Pressebüro Radio meldet aus Washington: Senator Knox er­klärte im Senat, die Vereinigten Staaten sollten es ab lehnen, den Versailler Friedensvertrag zu unterzeichnen und sollten einen Sonderfrie­den mit Deutschland schließen. Durch eine grausamen Bedingungen lege der Friedeirs- oertrag Deutschland Strafen auf, die die inter­nationalen Gesetze verletzten. Der Friedenszuftand trete ein, sobald drei Großmächte den Frieden ratifiziert hätten. Die Vereinigten Staaten sollten ihren eigenen Frieden schließen. Knox fuhr fort: Ich bin der Ansicht, wir sollten gegenüber Deutschland auf jegliche aus dem Krieg entstandenen Entschädigungsansprüche verzich­ten und dafür sorgen, daß Deutschland statt dessen Kredite erhält. Präsident Wilson hat im Jahre 1917 erklärt, das Kriegsziel der Vereinigten Staa­ten sei, die autokratische Macht zu stürzen und das deutsche Volk in die Lage zu versetzen, selbst über sein Schicksal zu bestimmen. Die Bereinigten Staaten müßten aus dem Krieg gehen, wie sie in den Krieg gezogen seien: frei, unabhängig und Herr ihres Schicksals. Knox hob die wertvollen Dienste hervor, die die amerikanischen Untertanen deutscher Abstammung den Vereinigten Staaten geleistet haben. Sie seien froh in den Kampf gezogen in der Ueberzeugung, daß es letzten Endes zum Vesten ihrer deutschen Vlutsverivandten sei. Statt desien seien Friedcusbedingungen aujerlegt worden, die das deutsche Volk nie erfüllen könne.

Wilsons Propagandareise.

wb. Washington, 31. Aug. Wilsons Geg­ner im Senat haben zwei Entschließungen etn- gebracht, in denen erklärt wird, daß der Senat da­für hält, daß der Präsident in Washington bleiben und sich seinen Pflichten in Bezug auf die Arbeiter­schmierigkeiten und die Herabsetzung der hohen Le- bensunterhaltungskosten widmen soll. Bei der Ein­bringung dieser Entschließungen wurden unter den Demokraten Rufe laut:Ihr fürchtet wohl, daß der Präsident im Land? die Wahrheit über den Widerstand der Republikaner gegen den Völker­bund sagt."

Ein amerikanisches Urteil über die deutsche Revolution.

DieIllinors-Staatszsitung" vom 29. Juli schreibt:Wir sind- lurch in der schrecklichen Depres­sion, die sich in den katastrophalen Novemberwochen 1918 auf jeden Deutschen herabseuken mußte, un­entwegt der Meinung geblieben, daß die Revolu­tionäre in Kiel, Wilhelmshaven und Berlin, deren gefügige Jünger die Rheinbrücken sperrten und den Feldgrauen draußen an der Front Proviant und Munition abfchnitten, daß diese Revolutionäre das deutsche Volk um nichts mehr und nichts we­niger betrogen haben. als um den endgül- i i g e n Sieg im Weltkrieg."

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Ser Friede«.

Kriegsschiffe der Verbündeten in deutschen Häfen.

wb. Berlin. 31. Aug. Die Marinekommisston der Verbündeten hat kürzlich die Auffasiung ver­treten, Kriegsschiffe der Verbündeten könnten ohne vorherige Anmeldung die deutschen Häfen anlaufen. Die deutsche Regierung hat dieser Auf- fassung, die in den Waffenstillstandsbedingungen feine Stütze findet und eine empfindliche Einschrän­kung der deutschen Hoheitsrechte bedeuten würde, widersprochen und gebeten, das Anlaufen solcher Häfen auf das unbedingt notwendige Maß zu be­schränken. Die wegen des Anlaufens deutscher Häfen zur Durchführung der Wajfenstillstands- bedingungen mit den Verbündeten getroffenen Ver­einbarungen, nach denen die mit dieser Aufgabe betrauten Kriegsschiffe 24 Stunden zuvor anzu- «elben sind, dürften allen berechtigten Interessen tzer Verbündeten Rechnung tragen.

Sie Waffenstillstandskommission der Verbün­deten hdt auf den Einspruch der deutschen Marine- . wafsenstillstandskommission gegen die Fahrt des französischen KreuzersMarseillaise" erwidert, daß der Protest zur Kenntnis der französischen Regie­rung gebracht werden wird.

Die^Buße für den Tod Manheims.

Berlin, 31. Aug. Zn Ausführung der von Frankreich für die Ermordung des Sergeanten Manheim erhobenen Forderungen hat Deutschland 100 000 -4t für die Familie schon vor einiger Zeit bezahlt und nunmehr auch eine Million in 8 o l d an die französische Regierung abgeführt, die fie dem internationalen Roten Kreuz übereichen wirb.

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»eit man ihrer noch habhaft werden konnte. In den letzten Tagen sind neuerdings bedeutende «ilitärische Verstärkungen nach dem Elsaß gekommen, weil man dort einen revolutio­nären Herd vermutet. An eine Demobilisierung der im Elsaß befindlichen französischen Truppen ist tn absehbarer Zeit nicht zu denken.

Besetzung Bulgariens durch französtsch« Truppen.

wb. Versailles, 30. Aug. Nach einer Mel­dung aus Sofia beschloß der französische General Krauchet d'Esperey, Bulgarien durch französische truppen bis zur Ratifizierung des Friedensver­trages besetzen zu lassen. In Sofia, Varna und Echumla sei der Belagerungszustand erklärt wor­den. DieAgence des Valcans" meldet auch, daß <s bei der Entaffnung der bulgarischen Truppen zu Zwischenfällen gekommen sei.

wb. Versailles, 31. Aug. Die bulgarische Kriedensabordnung überreichte gestern dem obersten Rat eine umfangreiche Denkschrift über di« Kriegsursachen, die zu dem Ergebnis kommt, daß Bulgarien nicht für den Krieg verantwortlich Ki und daß man ihm infolgedessen auch keine Strafe auferlegen dürfe.

Der Anzeigenpreis betrügt für di« 8gesp. Zeil« 30 ^.u. 5SV,«Ü Teuerungszuschl u Qnhrrt - j= 40^, amtl. u. «uslvört. 40 j u. 28 Teuernngszufchl. --- 60 L. Reklamezeile ^uVlo« 1.50Jt. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Bet Musi. d. die S«>chSst»st. u. Ber- mittlg. d Angeb. 25 /. Londergebühr.Postlcheckk.: Ar. 5015 Amt Franks. a. ®t.

Nachdem der mit französischer Hilfe unternom­mene Putschversuch gescheitert ist, stellen die Franzosen zur Verringerung der Blamage die Sache etzt so dar, als fei ein Putsch überhaupt nicht ver» acht worden. Die Schuld an dem Zusammenstoß wird der Nervosität der Ortspolizei zugeschoben. Das ist sehr einfach.

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Die Vorgänge in Kurland.

Wb. M i t a u, 30. Aug. Der Kommandierend« Ge­neral Graf von der Goltz' hat nachstehenden Tagest befehl an dir ihm unterstellten Truppen erlassen: .

Nm 25. 8. abends haben etwa 200 Mann in rufst-, 'chen Diensten befindliche deutsche Soldaten plündernd die Stadt durchzogen und die lettische Kaserne, dan» das Haus der englischen Mission geplündert und di«, lettische Bank zu plündern versucht. Gemeine Pün-; derungssucht ist die einzige Triebfeder für ihr Ha»« , dein. Die Schandtaten solchen Lumpen schaden be«! deutschen und russischen Namen. Der Gouverneur voll Mitau hat durch Bereitstellung von Waffen und Nacht«. Patrouillen Vorsorge zu treffen, daß sich solche Vor­fälle nicht wiederholen. Auf jeden Plünderer il rücksichtslos zu schießen, wenngleich eine Kugel faß zu schade für solches Gesindel ist.

Ter mißglückte Putsch in der Pfalz.

Eine Kundgebung gegen Frauzöslinge und Franzosen.

wb. Mannheim, 30. Aug. Die Pfalz-Zen­trale meldet: Heute vormittag fand mit Genehmi­gung der französischen Behörden eine Vertrauens- männerversammlung in Ludwigshafen statt, an der rund 2000 Männer aller Parteien und die Führer aller Gewerkschaften teilnahmen. Die machtvolle Versammlung führte zu einer eindrucks­vollen Kundgebung für das Deutschtum in der Rheiupsalz und zu einer scharfen Abrechnung mit den Französliugen und ihren Protektoren. Mit rücksichtsloser Offenheit wurde die bisherige Ver­gewaltigung in der Pfalz gegeißelt und mit voller Einmütigkeit eine Entschließung angenommen, in der es heißt:Die Arbeiterschaft Ludwigshafens wird am Montag wieder die Arbeit aufnehmen. Sie erwartet jedoch von den französischen Behörden, daß alle unschuldig Verhafteten sofort auf freien Fuß gesetzt werden. Ist das bis Montag nicht der Fall, wird dieArbeitindergan-enPfalz eingestellt. Weitere Vergewaltigungen der persönlichen Freiheit werden durch entsprechende Aktionen der Arbeiter^ und Bürgerschaft beant­wortet werden. Die Preffe- und Versammlungs­freiheit ist sofort herzustellen, ebenso volle Bewe­gungsfreiheit für Regierungs- und Verwaltungs­stellen." Die Versammlung bedeutet einen vollen Erfolg der reichstreuen Bevölkerung in der Pfalz.

Di« Franzosen leugnen jedes Putschversuch.

wb. Mainz, 31. Aug. Die französische Mt- litäpbehörde verbreitet folgende Meldung:Hebet

ISnbii.ä -ierung zersetze selber durch ihre Mißwirtschaft die : Divio Jeziale Ordnung, weshalb die Arbeiter zum politi- nftliotj ° scheu Kampf antreten müßten. Von den französi- rcii , schen Behörden wird auf dieses Flugblatt energisch itbrinÄ i Sofib gemacht, die Verteiler wurden verhaftet, so-

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England.

. wb. Amsterdam, 30. Aug.Daily News" mel­kt, tzaß das Wiederaufleben des Handels mit Deutschland vor allem in der Texttiindustrie Uork- Wte fühlbar ist. Viele Firmen sandten bereits Ver­fettet nach Deutschland, während die Deutschen daran" jttli sind, ihre früheren Verbindungen wieder anzu« hüpfen.

wb Am sterdam, 31. Aug. Die englischen Blätter weiden, daß innerhalb der nächsten 14 Tage 40000 Ton- Kalisalze in England erwartet werden, die die ^rittsch- Regierung von Deutschland gekauft habe und feren Sftz-rt aus einige 100 99<.> Pfund Sterling geschätzt Wirb.

wb. Amsterdam, 30. Aug. LautAttgemeen vandelZbiad" meldet die irische Presse, daß bw Zensur Irland am 81, August aufgehoben wird.