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mit dem Kreisblatt für den Kreis Marburg

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Der Anzeigenpreis beträgt für Ne 8gelp. Zeile SO 4. u. 83V, TeuerungSzuschl- e j

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um Wiederaufnahme der Besprechungen. Er wurde daraufhin eine Konferenz anberaumt, an deg außer den deutschen und polnischen Delegierten, Gene­ral Dupont, sowie andere Vertreter der hier weilende« Militärmissionen teilnehmen. \

deutsche Bermögensveranlagung und BeemSgensabgabe für den Oberste« Rat zu begutachte«. Rach der Begut­achtung seien Berhandlungen über die Heran­ziehung bet deutschen Vermögensabgabe für die Zahlung der Ersatzforderungen möglich.

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tob. Berlin, 20. Aug. Zu Beginn der Sitzung der deutsch-polnischen Kommission erklärte der Vor­sitzende der polnischen Abordnung, Unterstaatssekretär Dr. v. Wroblewski, daß es die polnischen Vertreter, angesichts der Lage in Obcrschlesien, für angezeigt hielten, die Verhandlungen abzubrechen, da diese eine friedliche Atmosphäre erforderten. Solange die Voraussetzungen hierfür nicht gegeben seien, müßten die Sitzungen bis auf weiteres vertagt werden. Ge­heimrat Löhr erklärte, daß in kürzester Zeit eine be­sondere Kommission zur Besprechung der oberschlesi­schen Frage einberufen würde.

Nachträglich sprachen drei Mitglieder der polni- schen Abordnung im Auswärtigen Amt vor inib baten

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Mehrfach wollten Hindenburg und Ludcndorff ihren Abschied einreichen, zum ersten Male am 12. Juli 1917, als die Friedeusentschließung des Reichstags bevor­stand. Da am 13. Juli Bethmann Hollweg stürzte, nahmen sie ihr Gesuch wieder zurück. Auch im Januar 1918 wollten beide Feldherren zurücktreten, weil die Reichsregierung die Forderungen der Obersten Heeresleitung in bezug aus die Greuzsicherung gegen Polen nicht weitgehend genug vertrat. Gras Hert- ling überzeugte sie aber, daß diese Verantwortung nur die Staatsmänner träfe. Dagegen bestreitet Luden- dorsf, daß er mit seinem Rücktritt gedroht habe, wenn die Regierung vor der großen Offensive 1918 Friedcns- versuche mache. Auch nach dem 8. August 1918, der endgültig die deutsche ^Niederlage entschied, bot Hin­denburg seinen Rücktritt an.

lieber seinen eigenen Sturz spricht Ludendorff ausführlich. Nach dem Eingang der zweiten Note Wilsons fand in Berlin die große Kabinettssitzung statt, in der Ludendorff für die Organisation eines neuen nationalen Widerstandes wirkte. Es schien auch zwei Tage lang so, als ob der Krieg weitergeführt werden sollte. Hindenburg erließ einen Armeebefehl, der sich in schärfster Weise gegen Wilson aussprach. Der Kaiser sprach sich aber am 19. Oktober gegen diesen Armeebefehl aus, Ludendorff fühlte ,daß er das kaiserliche Vertrauen verloren hatte und bat um seine Entlassung. Wilhelm II. gewährte sie ihm mit den Worten:Ihr Mgang wird mir ermöglichen, mir mit Hilfe der Sozialdemokraten ein neues Reich zu schaffen". Ludendorsf ging vom Kv 'er zu Hindenburg, dem er sagte:In vierzehn Tagen werden wir keinen Kaiser mehr haben."

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Herr Erzberger sagte kürzlich in Weimar:Was das Reichsnotovfer anbelangt, kann und darf nach dem Friedensvertrag der Feind unter keinen Umständen auf irgendeine Einnahmequelle, also auch nicht auf daS Reichsnotopfcr Beschlag legen." Als ob sich die Gegner nach demNichtkönnen" undNichtdürfen" richteten!

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Gegen die Errichtung des Königreichs Polen er­hoben sich indes an vielen Stellen Deutschlands schwere Bedenken. Sofort gingen von Berlin Gerüchte aus, ich habe den Plan geschaffen. Ich bat die Regierung wie­derholt um Klarlegung der Vorgänge, aber leider fand sich trotz meiner Bitte kein Staatsmann, der die Frage in aller Form richtig stellte. Wie beim U-Boot-Krieg, so wurde die Oberste Heeresleitung hier im Herbste 1916 das zweite Mal in den polnischen Meinungsstreit ohne ihr Zutun und jetzt in entstellender Weise hin­eingezogen. War es ein Wunder, daß ich mich von diesen Vorgängen auch rein menschlich abgestoßen fühlte? Alle Herren, die mit mir zusammen gearbeitet haben, wissen, daß ich für eine offene Aussprache stets zu haben war, alle Gegengründe gern anhörte, ober un­bedingte Aufrichtigkeit verlangte."

Die Oberste Heeresleitung hat, nachdem die Er­richtung eines selbständigen Polens beschlossen war, selbstverständlich und pflichtgemäß die Frage nach der Bildung eines polnischen Heeres, die der Gene­ralgouverneur v. Beseler für aussichtsreich hielt, weiter verfolgt, dajeder nur mögliche Kräftezuschuß angenommen werden mußte." Es sollten zunächst 45 Divisionen gebildet werden. Der österr.-ung. General- stgbschef v. Conrad warnte dringend vor jedem Op­timismus, womit er auch Recht gehabt hat. Die Auf­stellung polnischer Truppen scheiterte völlig, wes­halb dieser Gedanke fernerhin von der Obersten Heeres­leitung ablehnend behandelt wurde; dennfür sie lag in der Wehrhastmachung Polens bei dessen unklarer Haltung jetzt eine Gefahr, der zu steuern ebenso ihre Pflicht war, wie vorher der Versuch, einen Krästezu- wachs zu erhalten". -»

Einer weitverbreiteten Mythe tritt Lu­dendorff bei der Schilderung der Kämpfe bei Tan­nen b e r g entgegen:

Die weitverbreitet Erzählung, daß die Russen zu Tausenden in den S u m p f getrieben und dort umgekom-

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veranstaltete am Dienstag die Ortsgruppe Berlin der Deutschen Volksparlei in der Philharmonie. Erzberger wurde in schärfster Weise angegriffen. Es wurde ihm vorgeworfen, daß er in der Gefangenensrage Günst­lingswirtschaft treibe. Man könne drskh ton: allen Dingen wohl als deutscher Staatsbürger ver­langen, daß man von anständigen Leuten regiert werde. Erzberger habe schon im Frieden durch seine Kolonialpolitik den Feinden Waffen in die Hand gegeben. Er habe die Regierung ange­griffen und das eigene Nest le'ch nutzt, wie dies ke i« Franzose ober Engländer je gewagt haben würde. Seine Steuerpolitik lege es darauf an, der Entente da­deutsche Volksvermögen in die Hand zu spielen. Der Ruf:Fort mit Erzberger!" dürfe nicht eher auf-' hören, bis dieser Schädling weggefegt sei. Abg. Dr. Hugo erklärte, Erzberger habe die große Debatte in der Nationalversammlung nur eröffnet, um einen Par­te i e r s 0 l g zu erringen. Er habe das Werk der Bethmann und Schcidemann fortgesetzt, der fluchbe­ladenen Männer, welche die Energie des deutsches Volke"- ir Kriege zersplitterten. Czernins pessi­mistischer Bericht über die Lage der Mittelmächte sei nur durch ihn in London und Paris bekannt geworden. (Rufe: Landesverrat! Weg mit dem Schuft!) Wenn einer die Schuld trage, daß Deutsch­land 1917 keinen Frieden erlangte, so sei es Erz­berger gewesen, der der Entente geradezu in die Hand arbeitete. Und dieser Mann habe die Stirn, den Ankläger zu spielen. (Zuruf: An die Laterne mit ihm!) In Paris hat ein Clemenceau jeden Erz­berger hinter Schloß und Riegel gesetzt. Bei ui|

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treiben. Der Gedanke, zum Frieden zu gelangen, wurde stärker als der Wille, für den Sieg zu kämpfen. Reichstag und Volk sahen sich ohne Führung und ßlitien mit der Regierung auf der abschüssigen Bahn. Das wurde zum Unglück für das Vaterland."

Sein politisches Glaubensbekenntn-s legt General Ludendorsf in folgenden Stellen nieder:

'Ich bin weder Reaktionär noch Demokrat. Ich trete »klein für die Wohlfahrt und die Nationalkraft des Deut­schen Volkes, für Autorität und Ordnung ein."

lieber seine Stellung zum Frieden sagt er:

Bei der ungeheuerlichen Verantwortung, die aus mir ruhte, wünschteich dieBeendigun'gderFeind- seligkeiten. Ich fand aber bei der Haltung der Feinde keine Gelegenheit zu einem billigen und gerechten Verständigungsfrieden. Alles, was darüber mündlich ober in der Presse verbreitet wird, ist unrichtig. Tie Regierung hat der Obersten Heeresleitung nie eine .solche Friedensmöglich leit gejeigt."

Seine Stellung zu H i n d e n bitt g charakterisiert Ludendorff wie folgt:

Vier Jahre haben wirintiefsterHarmonie wie ein Mann zusammen gearbeitet. Ich hatte die Genug­tuung, daß der Generalfeldmarschall stets von Tannen­berg an bis zu meinem Abgang im Oktober 1918 mit meinem Denken übereil}stimmte und meine Be- fehlsentwürse billigte. Man schuf einen Unterschied zwi­schen dem Handeln und Denken des Generalfeldmarschalls und dem meinigen. Er verkörperte hienach das gute Prin- öip, ich das böse. Die solches verbreiteten, mußten den Generalfeldmarschall zum mindesten für allen vermeint­lichen Schaden mitverantwortlich machen, sonst unter« «ntben sie seine Stellung und machten aus ihm einen Mann, der nicht die hohen Eigenschaften besitzen konnte, die sie ihm beizulegen beabsichtigten und die sein eigen sind.....Ich habe ihn hoch verehrt und ihm treu ge­

dient, seinen vornehmen Sinn ek-nso geschätzt wie seine Königsliebe und seine Verantwortnngssreudigkeit."

Aus den Aeußerungen über die P 0 l e n p 0 l i t i k ist die Unterstreichung der bereits früher öffentlich fest- i«steilten Tatsache von Bedeutung, daß die geplante Errichtung eines selbstständigen Polens nicht von der Obersten Heeresleitung ausging, wie das von den Geg­nern Ludendorffs behauptet worden ist, sondern daß Ludendorff, als er am 29. August 1916 Erster General- V>artiermeister wurde, er eine Mmachung Herrn v. Bethmann Hollwegs und Baron Burians übet die Errichtung eines selbständigen Königreich Polens vor-" 1*116. Ludendorff schreibt da u. a.:

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Donnerstag, 21. Anglist

Unterstützung der Banden von jenseits der polnischen Grenze.

tob. Berlin, 20. Aug. In Oberschlesien hat sich die Lage dadurch erheblich zugespitzt, daß die bisher gegen di« Grenzschutztruppe« operierende« Banden starken

werke in Oberschlesien zerstört seien. Es sei schlossen worden, Vertreter dorthin zu entsenden, über die Lage Bericht erstatten sollen.

Unterbrechung der deutsch-polnischen Verhandlungen.

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.Rotterdam, 19. Aug.Daily Mail" meldet: Die SchndenSersatzforderungen der Berbündeten en Deutschland sollen von dem Erträgnis der be«t scheu Vermögensabgabe abhängig gemacht werben. Die Ergebnisse der deutschen Bermögensveran» tngung werden für die Berbündeten auch die Gesamt- höhe der Ansprüche an Deutschland bestimmen. Selbst eine vollständige Ablieferung der Vermögensabgabe an die Berbüadeten werde erwogen, sobald die Verbündeten Klarheit über die i» Deutschland Vorhände«» Werte und Vermögen hätten.

G r e'n'ze erhielten und noch erhalten. Dieser Zustrom zwingt zu der Annahme, daß die polnischen Grenzbe­hörden bisher keine ausreichenden Maßnahnten ge­troffen haben, um zu verhindern, daß die kritische Lage in Oberschlesien noch weiter verschärft wird.

schwere Mr pfe vor Kattowitz, Myslowitz imb Lauralmtte.

tob. Kattowitz, 19. Aug. Die heutige Nacht und her Vormittag verliefen ruhig. Anscheinend be­nutzen die Aufständigen die Zeit, um Sie- Organi­sation zu vervollständigen, sich von den Polen mit Waffen zu -versehen -unb die Besetzung des Landes planmäßig durchznführen. Wie gemeldet, üben sie in den besetzten Ortschaften die vollzie­hende Gewalt aus und beriefen alle männlichen Personen zwischen zwanzig und vierzig Jahren zu den Waffen ein. Ein großer Teil der Einwohnerschgft von Schoppinitz sowie die Gefangenen sind über die Grenze nach Polen abge schoben worden. Nach­mittags sammelten sich gegenüber unseren Postier­ungen am Ostausgange von Kattowitz starke Banden mit zahlreichen Maschinengewehren und hielten die Ostausgänge unter Feuer. Ein Regiment, unterstützt

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. bringen keinerlei Sensationen und Ueberraschungen. Sie wollen von den Taten des deutschen Volkes unb Heeres erzählen, und Kunde geben von dem, was Ludendorff in dem Völkerringen erlebte:das Kämpfen ohnegleichen, das Dulden, das Erlahmen des deutschen Volkes." Wie ein roter Faden zieht sich durch das ganze Buch das Bekenntnis, das der Verfasser am Schlüsse ablegt:

Ich bin in meinem Soldatenleben nur einen Weg gegangen, den geraden Weg der Pflicht. Es hat mich nur ein großer Gedanke bewegt, das war die Liebe zum Vaterland, zur Armee und zu dem angestammten Herrscherhaus. Ihm hatte ich gelebt, auch in den letzten vier Jahren. Mein Streben war allein, den Vernich- tungswillen der Feinde zu-brechen unb Deutschlands Zukunft vor neuen feindlichen Angriffen pi sichern."

In diesen kurzen Sätzen offenbart sich der Geist, von dem das Buch von Anfang bis Ende durchdrungen ist. Den beiden großen Abschnitten, in die das Buch gegliedert ist:Als Chef des Generalstabes im Osten" «udAls erster Generalquartiermeister" gehen zwei kurze Abschnitte voraus:Mein Denken pnd Han­deln" undLüttich". Das erste dieser Kapitel enthält Auslassungen über das Wesen des- Krieges, über Heer, Heimat, politische Fragen und die persönlichen Ver­hältnisse zum Stabe unb Generalseldm arschall v. Hin­denburg. Es heißt da:

Dieser Welt- und Volkskrieg verlangte Ungeheuerliches von uns Deutschen. Jeder einzelne mußte das Letzte btrgeben, wenn wir ihn gewinnen wollten. Es entstand kin Arbeiten und Leben für den Krieg in der Heimat, wie ti kaum je zuvor her Fall war. Das Arbeiten und Han­deln der Regierung gewann eine kriegsentscheidenbe Be­deutung. Da8 erforderte von Regierung, Reichstag und Volk ein Anfgehen in dem Kriegsgckanken, wie nie i Moor. Die Kraft der Kriegführung ruhte in der Heimat, hie Kraftäußerung lag an der Einblicken Front. Die Regierung hatte unseren Eintritt in die Oberste Heeres­leitung begrüßt. Wir kamen ihr mit offenem Vertrauen entgegen. Bald aber begannen zwei Gedanken­welten miteinander zu ringen, vertreten durch die An­schauungen der Regierung unb die unsrigen. Dieser Ge­gensatz war für uns eine schwere Enttäuschung und zugleich eine ungeheure Belastung. In Berlin konnte man, sich nich^ zu unserer Auffassung über die Kriegsno!wcndigkeiten bekennen unb nicht ben offenen Willen finden, ber bas ganze Volk erfaßt unb daher Leben und Denken auf ben einen Gebanken: Krieg und Sieg einstellt. Die großen Demokraten der Entente haben dies vermScht. . . . Bersin hat aus der Geschichte frühe-

Jmmer mehr kommt die Ansicht zum Durchbruchs daß der Aufstand in Oberschlesien von langer Hand vorbereitet ist und daß die Bewegung von polnischer Seite ausgeht. Die Spartakisten schlossen sich ihr an. Die Polen verfolgen in Oberschlesien dieselbe Taktik wie zuvor in Posen. Sie tun, als sei es schon heute außer allem Zweifel, daß Oberschlesien an Polen falle. Demgegenüber ist, wie dieDeutsche Allg. Ztg." schreibt, mit aller Entschiedenheit zu beto­nen, daß Oberschlesien deutsches Land ist. Deutschland allein hat das Recht und die Pflicht, für Ruhe und Ochnung in diesem Lande zu sorgen. Die Polen wollet offenbar eine Besetzung Oberschlesien» durch Entenk- oder Hallertruppen herbeiführen, um die Volksabstimmung zu beeinflussen und zu ihren Gunsten vollendete Tatsachen herbeizuführen. *Das sind polnische Uebergriffe, gegen die wir mit allen Mit­teln Front machen müssen. Auch General Dupont, der an der Verhandlung im Auswärtigen Amt teil­nahm, sprach sich namens der Westmächte dahin aus, daß die deutsche Auffassung richtig sei, daß nur Deutschland berechtigt sei, in Oberschlesien Ordnung zu schaffen. Es darf zuversichtlich angenommen wer­den, daß es uns in aller Kürze gelingen wird, den Aufstand niederzuschlagen. Jedenfalls ist unser Mili- ärt Herr -er Lage.

Agnes- und Amandagrube, des Richthofenschachtes, der Wildsteinsegengrube und Bogutschütz-Süd. Einer un­serer Flieger wurde vor Eichenau zur Notlandung ge­zwungen. Er vernichtete das Flugzeug durch Brand, geriet ober selbst in Gefangenschaft. Auch in Myslo- witz hatte die Truppe dauernd Kämpfe mit Banden zu bestehen. Bisher gelang es diese Banden durch ener­gisches Vorgehen von der Stadt fernzuhalten.

tob. Kattowitz, 20. Aug. Laut Meldung der Press stelle des Staatskommissariats kann im Beuthe- ner Ausstandsgcbiet dank der Haltung unserer Truppen der Aufstand in der Hauptsache als abge schlossen gelten. Es ist in der vergangenen Mcht gelungen, den Beuthener Bezirk so ziemlich zu sHhern.

Ein großer Angriff {ämbTn3tnb*intf Laura Hütte statt. Aber au chhier gelang es unseren Truppen, Herr der Lage zu werden. Laurahütte ist fest in un­serer Hand. In den heutigen Morgenstunden war der eigentliche Grenzbezirk Kattowitz-Myslowitz stark gefährdet. Es wurde hier ein großer Angriff angesetzt mit dem Erfolg, daß Gicschewald, Nikischacht, Janow, Wilhelminenhütte, Schoppinitz und Rosdzin in unserer Hand sind. Unsere Truppen sind im wei­teren Vormarsch gegen die Grenze.

Heber den mit dem Aufstand Hand in Hand gehen­den Ausstand ist zu melden, daß sich bereits eine ge­ringe Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar macht. So arbeiten heute auf der Königsgrube 50 Prozent, auf den Gruben Hohenzollem, Emma und Römer 25 und auf der Grube Anna 20 Prozent der Belegschaft. Die Westmächte wollen Ordnung schaffen

wb. Paris, 20. Aug. lHavas.s Die Blätter mel­den, daß angesichts der unsicheren Lage in Oberschlesien der Oberfte Rat den militärischen Führern die Anwei­sung erteilt hat, in dieseni Lande Ordnung zu schaffen. ES ist' anzunehme», daß die Besetzung beschleunigt wird.

wb. Amsterdam. 2V. Aug. (Reuter.) Die Frie­denskonferenz Hai ein Telegramm von dem Agenten ber Verbündeten in Schlesien erhalten mit der Mitteilung, daß infolge politischer Streitigketen Kohlen berg-

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tob. $ e r li n, 20. Aug. Nach Mitteilungen des Excelsior" aus Lille ist dort eine Untersuchung ein» geleitet toorben gegen die beiden Militärgouverneure während der deutschen Besetzung, die Generale v. Heinrich und v. Grävenitz. Außerdem wurde ein Verfahren gegen den deutschen Polizeichef Him­mel eingeleitet.

wb. Versailles, 20. Aug. Nach Meldungen ans Brüssel hält General Michel am 24. August seinen feierlichen Einzug in Malmedy.

Die Friedenskonferenz gestattete Portugal der Pariser Ausgabe derDail Mail" zufolge, wieder ge­schäftliche Verbindungen mit Deutschland anzuknüpfen.

Aegyptens Vergewaltigung.

tob. Versailles, 20. Aug. Der Führer but ägyptischen Abordnung in Paris richtete nach dem .Jour­nal" an alle französischen Deputierten und Senatoren namens des ägypttschen Volkes einen Protest geen die Bestimmungen des Friedensvertrages betreffend Aegypten.

tob. Bern, 20. Aug. Wie derProgräs be Lyon" aus Alexandria erfährt wurde der französische Admiral M o r n e t und fein Adjutant bei einer Kundgebung zu Ehren ber französischen Matrosen in einer Ortschaft in der Nähe von Beirut durch Schüsse schwer verletzt.

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DieOberhessische Zeitung" erscheint sechsmal wöchentlich. Der Ifl» 4UA Bezugspreis betragt monatlich 1.60 Jl. frei ins Haus: durch die Poft .Jl2. Ivir 1.75 »hne Bestellgeld. Verlag von Dr. T. Hitzeroth.

Markt 21/23. Fernsprecher 56.